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    <title>Swantje Niemanns Buch- und Autorenblog</title>
    <link>https://www.swantjeniemann.de</link>
    <description>Hier reflektiere ich über das Lesen und Schreiben.</description>
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      <title>Swantje Niemanns Buch- und Autorenblog</title>
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      <title>Buchhighlights 2025 - Teil 2</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/books-1283866_1280.jpg" alt="Ein etwas verschwommenes, halb aufgeschlagenes Buch (Stock-Photo)."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Trotz mehr Doomscrolling, als ich zugeben möchte, habe ich dieses Jahr eine Menge Bücher gelesen, und natürlich sind in der zweiten Jahreshälfte auch einige neue Entdeckungen dazugekommen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Eine davon ist keine Überraschung. Ich war bereits Anfang des Jahres ein großer Fan von Adrian Tchaikovskys „City of Last Chances“ und habe kürzlich auch die Fortsetzung,
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „House of Open Wounds“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           gelesen. In diesem Buch verschlägt es den Pazifisten und Gottschmuggler Jasnic ausgerechnet an die Front eines Krieges, wo er im experimentellen Feldlazarett auf allerlei exzentrische Gestalten trifft. Das Leseerlebnis wird lange mehr vom originellen Worldbuilding und den präzisen Formulierungen als dem Gefühl eines auf ein Ziel zustrebenden Plots getragen. Aber unmerklich sammeln die Figuren die „Zutaten“ für ein sehr befriedigendes Ende. Es gibt wieder viel ironische Distanz, Situationskomik und Bürokratiesatire, aber auch Momente, in denen das Gewicht der Dinge, die den Figuren passieren, sehr deutlich wird. Ich musste ein wenig an die Scheibenweltbücher denken. Wenn es in dieser Qualität weitergeht, wird die „Tyrant Philosophers“-Reihe sicher einer meiner absoluten Favoriten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weil mich „City of Last Chances” und “House of Open Wounds” so beeindruckt haben habe ich mir auch
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Children of Time“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           heruntergeladen – das Buch, das, soweit ich das mitbekommen habe, Tchaikovskys Bekanntheit begründet hat. Und ich kann absolut sehen, warum. Stilistisch schlichter als die „Tyrant Philosophers“-Bücher, lebt der Roman von seinem ehrgeizigen Konzept und der Erkundung der menschlichen Natur, die es ermöglicht. Hier folgen wir zwei Plot-Strängen: Einem Generationenschiff mit den letzten Überlebenden der Menschheit auf der Suche nach einem neuen Zuhause und intelligenten Spinnen, die Generation für Generation eine Zivilisation entwickeln. Der Vergleich mit den Spinnen und ihrer parallelen, aber grundlegend verschiedenen Evolution lädt zu einer Außenperspektive auf Menschen ein und zum Nachdenken darüber, was uns ausmacht und in welche Richtungen wir uns entwickeln können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Eine weitere Fortsetzung, die ich gelesen habe, ist
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „A Drop of Corruption“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Robert Jackson Bennett – ein Fantasy-Krimi in einer Welt, deren fantastische Ökologie viel von der Gesellschaft und dem Plot diktiert. Das Buch zeigt eine weitere merkwürdige, bildgewaltige Ecke dieser Welt und verbindet typische Themen und Motive verschiedener Subgenres zu einem befriedigenden Ganzen wie schon der Vorgänger, „The Tainted Cup“. Ich war auch sehr froh, „The Tainted Cup“ übersetzt in den Buchläden zu sehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein 99-Cent-Spontankauf, der sich als echter Glücksgriff erwiesen hat, war
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „James“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Percival Everett. Das Retelling von Tom Sawyer aus der Perspektive des versklavten Jim/James funktioniert auch ohne gute Kenntnisse der Vorlage. Es verbindet eine abenteuerliche, von dramatischen, aber auch absurden Situationen durchzogene Handlung mit einer tieferen Auseinandersetzung mit Sprache und Identität. James' Selbstbehauptung ist unglaublich befriedigend zu lesen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Apropos Sprache: Diese, kombiniert mit viel Humor, Mitgefühl und Idealismus, macht Saša Stanišić
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck dargestellt wird“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           zu einem echten Must-Read. Die Sammlung von Reden verbindet verspielte Sprache mit aufrichtigen Appellen an das Publikum. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           2025 ist ein relativ typisches Jahr darin, dass meine Lesehighlights zum Großteil Speculative Fiction und Sachbücher sind. In letztere Kategorie gehört
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Digitaler Kolonialismus“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Ingo Dachwitz und Sven Hilbig, ein Buch, das mir einiges über die menschlichen und materiellen Grundlagen unserer gegenwärtigen technologischen Umwelt beigebracht hat und das sehr zu Recht die Frage aufwirft, wer dafür ausgebeutet wird und wem digitale Technologien nutzen. Es geht um Überwachung, um die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen und die Schaffung neuer Abhängigkeiten, und das Buch zeigt auch Deutschlands Verwicklung in das Ganze und Kontinuitäten von vergangenem Kolonialismus zur Gegenwart auf.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ebenfalls sehr spannend war
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „How Tyrants Fall“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Marcel Dirsus. Darin schaut sich der Autor verschiedene Diktatoren der letzten Jahrzehnte an. Er zeigt an vielen Beispielen die Balanceakte hinter deren Machterhalt, aber auch die Schwierigkeiten, eine solche Regierung zu stürzen und durch etwas Besseres zu ersetzen. Trotz des teilweisen sehr düsteren Inhalts ist das Buch sehr unterhaltsam und informativ zu lesen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Mammutbuch
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Frühling der Revolution“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Christopher Clark habe ich vor allem zu Recherchezwecken gehört, weil ich gerade ein von dieser Epoche inspiriertes Manuskript überarbeite. Aber die Betrachtung von den teilweise verflochtenen Revolutionen in ganz Europa rund um 1848 hätte mich auch so mitgerissen. Das Buch betrachtet diese unter verschiedenen Blickwinkeln und zeigt die ganze Komplexität auf, weil es damals eine Vielzahl von Konfliktlinien gab. Es entsteht ein farbenprächtiges, vielschichtiges Portrait einer Epoche, in der sich die Konflikte rund um Nation, Religion, politische Teilhabe, Klasse und vieles mehr überschneiden und verschränken.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich habe dieses Jahr auch wieder mehr Horror und Gothic Novels gelesen, oft mit einer feministischen Perspektive. Johanna van Veens moderne Interpretationen des Genres wie zum Beispiel
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Blood on Her Tongue“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           mit seiner absolut beklemmenden Atmosphäre, Female Rage und einer originellen Interpretation von Vampiren haben sich mir sehr eingeprägt. Da ich die Inspiration sehr mag, fand ich auch Kris Waldherrs
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             „Unnatural Creatures“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           , einen Roman über die Frauenfiguren in Mary Shelleys „Frankenstein“ sehr spannend – auch, weil einer meiner Kritikpunkte am Original war, dass diese im Vergleich zu anderen Figuren sehr blass wirkten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Aus diesem Jahr nehme ich tatsächlich den Vorsatz mit, weniger zu lesen und ein bisschen der Buch-Fomo zu widerstehen. Dank Libby-App und günstigen E-Books füllt sich mein virtueller Stapel ungelesener Bücher sehr schnell und ich neige etwas dazu, durch Bücher zu hetzen, weil ich einfach alles lesen möchte, was mich interessiert. Einer meiner Neujahrsvorsätze ist also, nach Möglichkeit nur ein Buch auf einmal zu lesen, und zu schauen, wie das mein Leseerlebnis beeinflusst.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 20:13:36 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Buchhighlights 2025 - Teil 1</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buchhighlights-2025-teil-1</link>
      <description>Meine Sachbuch- und Belletristik-Entdeckungen Januar bis Juni 2025: Fantasy, Sci-Fi, Sachbücher, Belletristik, Klassiker ...</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/library-488690_1280.jpg" alt="Foto einer Bibliothek mit vielen Büchern in weißen Regalen."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         2025 ist wieder ein erfolgreiches Lesejahr für mich – auch, weil ich in der zweiten Hälfte des letzten Jahres wieder zu einer begeisterten Bibliotheksnutzerin geworden bin und mir auf Libby ein (Hör)Buch nach dem anderen heruntergeladen habe. Ich habe dieses Jahr nur sehr wenige Bücher gelesen, bei denen ich die Zeit im Nachhinein lieber anders genutzt hätte, und es ist mir nicht leicht gefallen, mich für meine Highlights zu entscheiden. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „The God Is Not Willing”
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           beginnt Steven Erikson eine neue Trilogie im ikonischen Setting des Malazan Book of the Fallen. Das Buch ist geradezu untypisch zugänglich und gradlinig, auch wenn einige Fragen offenbleiben. Wenig subtil, aber einprägsam setzt es sich mit Themen wie Klimaveränderungen, Vertreibung und verlorener Unschuld auseinander. Aber auch Situationskomik und skurrile Dialoge bleiben nicht auf der Strecke.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch Max Gladstone beginnt eine neue Serie in einem etablierten Setting: „The Craft Wars“ führt die Pfade der Figuren aus der „Craft Sequence“ zusammen, damit sie sich einer Bedrohung von außerhalb ihrer Welt stellen können. Das erste Buch,
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Dead Country“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           , ist trotz dieses kosmischen Kontexts eine sehr intime Auseinandersetzung mit Trauer, Familie und einem Zuhause, in das keine Rückkehr möglich ist. In
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Wicked Problems“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           sehen wir mehr Akteur*innen und viel Action und das eine oder andere Klopfen an die vierte Wand. Die Bücher machen einfach Spaß, aber gleichzeitig sind die Figuren mit Empathie, Tiefe und Idealismus geschrieben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mithu Sanyals
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Anti-Christie“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           ist eine Explosion von Ideen, Informationen und überraschenden Nuancen. Der Plot verbindet Deutschland, das zeitgenössische London und das der Vergangenheit, wo indische Studierende den Aufstand gegen das British Empire planen. Es geht um Kolonialismus, Widerstand und Narrative und das Ganze ist bei allem Ernst der Thematik originell und witzig geschrieben, mit einer Abfolge bizarrer Situationen und sehr menschlichen Figuren voller Widersprüche. 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Buch war übrigens auch für einen Phantastik-Preis nominiert, was mich zuerst überrascht hat, aber was ich auf den zweiten Blick sehr cool finde – eine nette Erinnerung daran, was Phantastik sein kann, wenn sie sich nicht an Genre-Konventionen entlanghangelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zusammen mit dem Cover lässt der Title von Sunyi Deans
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „The Book Eaters“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           eine gemütliche Geschichte erwarten, aber das Gegenteil ist der Fall. Es handelt sich um actionreiche Urban Fantasy mit originellem Worldbuilding und eine aufwühlende Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt und moralischen Kompromissen im Namen der Liebe.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Labyrinth’s Heart“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           endet die „Rook and Rose“-Trilogie von M.A. Carrick und es handelt sich um einen starken Abschluss, auch wenn sich das Verknüpfen aller loser Fäden sehr lange hinzieht. Wieder strahlen der vielschichtige Weltenbau, der starke emotionale Kern der Geschichte und die Auseinandersetzung mit verwandter und gewählter Familie und komplizierten Identitäten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „A Half-Built Garden“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Ruthanna Emrys ist ein großartiger First-Contact-Roman voller Queerness und Hoffnung für die Zukunft der Menschheit, mit spannenden, konkreten Ideen, wie die Bewohnbar-Haltung der Erde aussehen könnte. Ich bin auch ein großer Fan davon, wie die Autorin den Alien-Romance-Subplot gehandhabt hat.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Die Elenden“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Victor Hugo ist ein massiver Schinken von einem Buch, aber  definitiv der Lektüre wert – insbesondere, wenn man Abschweifungen mag. Ich fand auch den geschwätzigen allwissenden Erzähler sehr erfrischend, weil der Großteil zeitgenössischer Literatur ja im Kontrast dazu den Abstand zwischen Leser*in und Figuren möglichst minimiert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Klassiker, den ich nun endlich gelesen habe, ist Franz Kafkas
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Metamorphose“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           . Es handelt sich um eine kurze Geschichte, die sich ins Gedächtnis schreibt, und in der ich persönlich eine Auseinandersetzung mit Ableismus lese.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Im Minus-Bereich“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Jana Costas ist ein Bericht über die bewusst verborgene Welt der Menschen, die öffentliche Räume, Büros und dergleichen sauber halten. Die Autorin begleitet sie bei ihrer Arbeit und schreibt über die „Dramen der Würde“ die sich in ihrem Arbeitsalltag abspielen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „A Paradise Built in Hell”
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Rebecca Solnit eröffnet eine überraschende Perspektive darauf, wie Menschen auf Katastrophen reagieren und berichtet anhand mehrerer Beispiele von Kooperation, Gemeinschaft und Gleichheit und der Erfahrung von Selbstwirksamkeit durch gegenseitige Hilfe. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Arne Semsrotts
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Machtübernahme“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           ist ein unangenehm aktuelles, dabei aber sehr hilfreiches Buch: Es schlüsselt auf, was im Fall einer AfD-Regierung passieren kann, aber vor allem auch, was Menschen in verschiedenen Positionen zur Prävention und als Widerstand tun können. Es bezieht entschieden Stellung und gibt konkrete Tipps.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Amitav Ghosh kenne ich dank „Die große Verblendung“ und in
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Der Fluch der Muskatnuss
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           “ greift er das Thema Klima- und Umweltzerstörung und dessen Verbindung mit unseren Erzählungen über die Welt noch einmal auf und verbindet es mit einer Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Folgen des Kolonialismus. Ich gehe nicht mit allen Schlussfolgerungen konform, aber es ist ein ehrgeiziges Buch voller Denkanstöße.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Ronen Steinke ist kurz und zugänglich geschrieben und zeigt auf, wie arme Menschen vor Gericht durch eine Kombination aus Vorurteilen und institutionellen Faktoren wie der Gestaltung von Prozessen benachteiligt werden. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch mehrere konkrete Verbesserungsvorschläge beinhaltet.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 20:03:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buchhighlights-2025-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/library-488690_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/library-488690_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>„Das Buch der Augen“ 2025 – e-Book und neue Gedanken</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/das-buch-der-augen-2025-e-book</link>
      <description>Ich überarbeite "Das Buch der Augen" für die e-Book-Veröffentlichung und das ist ein schöner Anlass, nochmal über das Buch nachzudenken.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/DasBuchDerAugen.jpg" alt="Das Cover von &amp;quot;Das Buch der Augen&amp;quot; von Swantje Niemann ist in Rot- und Grautönen gehalten. Hinter dem großen Titel sieht man Gebäude, zwei Monde und eine zweigartige Struktur."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Dieses Jahr nehme ich mich endlich eines überfälligen Projekts an: Ich habe die e-Book-Rechte für „Das Buch der Augen“ zurückbekommen und bin jetzt dabei, das Buch für die e-Book-Veröffentlichung vorzubereiten.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Was gehört zu einer e-Book-Veröffentlichung?
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Meine Arbeitsschritte für die Veröffentlichung sind:
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Lizenz für das Cover erwerben (Ich kann zum Glück das fantastische Cover der Print-Ausgabe verwenden)
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Einen e-Book-Distributor finden, für den es kein Problem ist, dass die Print-Rechte anderswo liegen
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Einen seriösen Impressumsservice buchen, damit ich im Buch nicht meine Adresse angeben muss
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Die Chance nutzen, noch einmal den Text auf Fehler zu checken (zwei Durchgänge)
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Das Buch formatieren und tatsächlich hochladen
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Aktuell bin ich bei Schritt vier. Ich möchte mein Buch auf jeden Fall auf mehreren Plattformen zugänglich machen – ich bin nicht konsequent genug, Amazon zu boykottieren, aber ich respektiere die Leute, die es tun, und möchte, dass sie das e-Book auch anderswo kaufen können. Ich hatte aber über eine gestaffelte Veröffentlichung nachgedacht, bei der ich „Das Buch der Augen“ erstmal drei Monate oder so ausschließlich auf Amazon veröffentlichen, damit ich Kindle Unlimited nutzen kann. Wahrscheinlich werde ich es jedoch auf allen Plattformen gleichzeitig veröffentlichen und auf Kindle Unlimited verzichten. Der Termin, den ich dafür anstrebe, ist Ende Juni/Anfang Juli.
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Der zeitaufwändigste Schritt ist die Überarbeitung. Ich habe mir das aktuellste Word-Dokument gegriffen, das ich finden konnte, und gehe es nun noch einmal durch. In erster Linie geht es mir um Rechtschreib- und Grammatikfehler, die mir und dem Lektorat zuvor durchgerutscht sind, sowie um die exzessiven Gedankenstriche, die auch Satzanfänge sein könnten. In seltenen Fällen glätte ich auch Formulierungen; inhaltlich fasse ich das Buch nahezu nicht an, mit einer Ausnahme.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Hello, fellow kids
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Die Geschichte ist für mich weiterhin in alternativen 2020ern verortet, in denen die Corona-Pandemie nicht stattgefunden hat, schließlich gibt es keine Anspielungen auf diese im Buch. Trotzdem mag ich es immer sehr, wenn man sich bei Urban-Fantasy, die nicht untrennbar mit einem bestimmten Ereignis verknüpft ist, ein wenig Spielraum hat, wo man die Ereignisse zeitlich verortet.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Um das Buch etwas zeitloser wirken zu lassen, habe ich die also Namen und Verweise auf konkrete Social-Media-Plattformen herausgenommen. Als ich das Buch 2019 geschrieben habe, war Twitter der Ort, wo man eine junge, eher linke Frau wie Renia finden würde. In 2025 hingegen kann ich sie mir da hingegen nicht mehr so richtig vorstellen, und Facebook-Nutzung will auch nicht so recht zu ihr passen.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Allgemein finde ich es spannend, zum Buch zurückzukehren und jetzt fast zehn Jahre älter als die Protagonistin zu sein. Kultur entwickelt sich sehr schnell und ich hatte einige Vergleiche eingebaut, die eine Frau, die heute um die 21 ist, nicht so machen würde. Zum Beispiel zieht Renia Vergleiche zum Stil clickbaitiger BuzzFeed-Überschriften oder vergleicht etwas mit einem Nightcore-Remix – beides Sachen, bei denen ich beim Schreiben schon dachte, dass sie nicht mehr super aktuell sind, und jetzt würde ich das auf keinen Fall an der Oberfläche des Bewusstseins eines jungen Erwachsenen vermuten.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Was denke ich jetzt über das Buch?
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Ich bin manchmal fast ein bisschen verlegen, wie gradlinig „Das Buch der Augen“ erzählt ist. Es gibt graduelle Enthüllungen von Informationen über die Welt und neuer Facetten der Haupt- und Nebenfiguren, aber es ist keine komplexe politische Fantasy voller Twists. Mit etwas zeitlichem Abstand bin ich aber positiv überrascht, wie gut mich die Sprache in den Kopf meiner Hauptfigur und in die geschilderte Urban-Fantasy-Welt führt, und wie viel Spaß ich daran habe, mir letztere bildlich vorzustellen. „Das Buch der Augen“ spielt in einem Setting, das weder Lesende noch Figuren je komplett verstehen, dafür erleben sie es aber in all seiner düsteren Opulenz. Ich mag die Ästhetik und Atmosphäre des Buches sehr: das kalte, heruntergekommene, aber doch irgendwie vertraute Berlin und die anderen Welten mit all ihrem Anlass zu Staunen und Schrecken, ihren Formen und Farbschemata und beängstigenden (oder auffällig abwesenden) Bewohnern.
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Wahrscheinlich werde ich nie objektiv beurteilen können, wie gut Renia als Figur funktioniert – sie ist in vieler Hinsicht anders als ich, aber gleichzeitig habe ich bei ihr stärker aus meinen persönlichen Erfahrungen geschöpft als bei jeder meiner High-Fantasy-Figuren, die einen völlig anderen Hintergrund haben und bei denen psychische Gesundheit auf andere Weise thematisiert wird. Daher mag es an unseren Gemeinsamkeiten liegen, dass ich sie beim Lesen unglaublich plausibel finde. Ich bin aber vorsichtig optimistisch, dass der Text sie tatsächlich gut mit all ihrer Verletzlichkeit und Sehnsucht, ihrer Arroganz und ihren Zweifeln einfängt. Renia, ihre Entwicklung und ihr Kampf gegen offensichtliche und weniger offensichtliche Gefahren ist das Herz des Buches und ich bin sehr zufrieden mit ihr und ihrer Stimme.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Ich wünschte, DBDA wäre nicht relevant
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
           Eine sehr ambivalente Erfahrung ist es, „Das Buch der Augen“ zu lesen und festzustellen, dass das Buch vielleicht aktueller ist als zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. Viel hat sich nicht geändert – Renia hat zum Beispiel nach wie vor allen Grund, bei einem Klimaprotest zu stehen, der im Vergleich zu früher an Teilnehmenden und Hoffnung verloren hat, und an politischer Stagnation zu verzweifeln.
          &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Das große Thema im Buch ist jedoch Renias Kampf mit Depression und Einsamkeit und fehlendem Selbstwertgefühl und früher oder später wird allen Lesenden (und Renia als allerletztes) auffallen, dass ihre Versuche, wenigstens ihr Essverhalten zu kontrollieren, gefährlich ausgeartet sind. Renias Geschichte ist eine Charakterstudie und eine actionreiche Urban-Fantasy-Geschichte über Menschen und Monster, aber ein kleines bisschen auch warnendes Beispiel. Und das sie fühlt sich in einer Zeit vermehrter Schlagzeilen über die Rückkehr von sehr dünnen Körpern als Schönheitsideal und Influencer und Online-Bubbles, die gefährlich restriktives Essverhalten propagieren, leider sehr gegenwartsbezogen und relevant an.
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
          Oft sind es die Realitätsbezüge, die die Arbeit an einer Geschichte für mich interessant machen – gerade bei meinen jüngeren Projekten, die sich mehr aus meinen Erfahrungen, meinen Gedanken und meinem Wissen über die reale Welt in Geschichte und Gegenwart speisen als noch die Drúdir-Trilogie, die sehr ein Remix meiner Fantasy-Einflüsse war. Gleichzeitig schaue ich meine Bücher an und wünsche mir, dass Leute sie als puren Eskapismus lesen könnten, bei dem sich die geschilderten Probleme weit weg anfühlen. 
         &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 10:25:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/das-buch-der-augen-2025-e-book</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/DasBuchDerAugen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>„The Malazan Book of the Fallen” – nicht perfekt, aber unglaublich interessant</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/malazan-rezi</link>
      <description>Lohnen sich die 10.683 Seiten?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/MLZN.jpg" alt="Die zehn Bände des &amp;quot;Malazan Book of the Fallen&amp;quot; in einer Reihe in einem weißen Regal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Meine erste Begegnung mit „The Malazan Book of the Fallen“ von Steven Erikson war in Form der Hörbuchfassung des ersten Romans. Da ich sehr oft gehört hatte, dass sie zunächst sehr verwirrend sei und alles erst später im Buch einen Sinn ergebe, habe ich also eine ganze Weile geduldig hin- und herspringenden Kapiteln zugehört – bis ich feststellte, dass mein MP3-Player die Tracks der ersten und zweiten CD durcheinander gewürfelt hatte und die Handlung bei weitem nicht so verwirrend ist, wie erst gedacht.  2023 habe ich bei meinem zweiten Versuch die Reihe beendet und fühle mich sehr bereichert von der Erfahrung. Gleichzeitig muss ich aber zugeben, dass sich die Lektüre stellenweise wie Arbeit angefühlt hat. Und das nicht nur, weil die Reihe insgesamt 10.683 Seiten hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist das "Malazan Book of the Fallen"?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Dekalogie – auf Deutsch als „Das Spiel der Götter“ erschienen – ist eine dieser Reihen, um die man im englischsprachigen Raum kaum herumkommt. In Deutschland scheint sie sich zwar zu verkaufen (zumindest sehe ich die Bücher oft genug in Buchläden und es sind immer neue Bände der Übersetzung herausgekommen), aber ich sehe sie kaum diskutiert. Es ist auch eine Buchreihe, die ziemlich polarisiert – während einige Fans sie feiern und bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit empfehlen, finden andere sie mehr oder weniger unlesbar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Worum geht es eigentlich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Äh … hm. Zehn massive Bücher bieten viel Platz, und Erikson nutzt ihn voll aus, um ein Setting zu entwerfen, das sich in alle Richtungen ausdehnt. Die Handlung entfaltet sich auf mehreren Kontinenten und gelegentlich auch in den magischen „Warrens“ oder „Holds“ und der Zeithorizont der Reihe ist ähnlich beeindruckend. Der Großteil der – nicht chronologisch erzählten – Handlung findet zwar in einem vergleichsweise übersichtlichen Zeitfenster statt, aber es gibt auch immer wieder aus gutem Grund Rückblenden auf Ereignisse, die teilweise mehrere Jahrtausende zurückliegen, aber dennoch massiven Einfluss auf die Gegenwart haben. Unzählige Akteur*innen mit mehr oder weniger versteckten Agenden beeinflussen das Geschehen. Erikson hat seine eigenen, sehr spannenden Versionen klassischer Fantasy-Völker und einige sehr originelle komplett neue Gruppen und Wesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ersten vier Bände fungieren als eine Art Tetralogie: In Band 1 und 3 folgen wir einer Gruppe von Soldat*innen des Malazan Empire und ihren teilweise sehr ungewöhnlichen Verbündeten auf dem Kontinent Genabackis, Band 2 und 4 spielen auf dem Kontinent Seven Cities, wo sich Aufständische um eine geheimnisvolle Anführerin scharen, um die Vertreter*innen des Malazan Empire zu vertreiben. Bereits hier ist die Chronologie etwas exzentrisch: Das erste Viertel von Band 4 liegt chronologisch vor Band 2 und erzählt die Geschichte einer Figur, die wir dort zum ersten Mal sehen, um sie dann jedoch weiterzuerzählen. Und Band 5 spielt noch vor Band 1 und teilt nur wenige Figuren mit den anderen Büchern. Ab Buch sieben werden schließlich allmählich die angefangenen Fäden verwoben, aber es kommen auch immer neue Handlungsstränge und Subplots hinzu – tatsächlich bis kurz vor dem Ende des letzten Buches.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Hintergrund der Kämpfe der Sterblichen stehen die Gottheiten der Welt, wobei die Grenze zwischen Sterblichen und Gottheiten hier fließend ist – wir sehen Sterbliche aufsteigen und Götter ihre Macht verlieren. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass ein Gott besonders zerstörerische Pläne hat und aufgehalten werden muss. Aber auch hier gibt es noch ein paar unerwartete Wendungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fakt, dass die Reihe irgendwie alles mal thematisiert und das häufig auf eine interessante oder epische Weise macht, führt dazu, dass Malazan eigentlich bei so gut wie allen Fragen zu einem „Buch, in dem es um X“ geht, empfohlen wird. Allerdings mit der manchmal unausgesprochenen Einschränkung, dass sich Lesende erstmal durch sehr viel Buch wühlen müssen, dass mit „X“ nichts zu tun hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was macht die Malazan-Romane so interessant?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Malazan-Reihe ist ehrgeizig, komplex, politisch, provozierend und in sehr vieler Hinsicht vielfältig. Das fängt bei der großen Diversität des Figurenensembles an – inklusive selten abgedeckte Achsen von Diversität wie zum Beispiel POV-Figuren mit geistigen Behinderungen –, aber auch Themen und Ton sind sehr abwechslungsreich. Ein großes Thema der Serie ist Mitgefühl. Aber es geht auch um Macht, Religion, Kapitalismus, Kolonialismus, Schuld, Vergebung und vieles mehr. Auch Geschichte und die Art, wie Menschen und die nicht-menschliche Welt aufeinander einwirken, werden immer wieder thematisiert - auf Tor-Online findet ihr zum Beispiel einen Artikel, den ich über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.tor-online.de/magazin/fantasy/kann-fantasy-dem-anthropozaen-gerecht-werden" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           MBOTF als Modell für das Erzählen des Anthropozän
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            geschrieben habe. Teilweise ist die Serie sehr tragisch und konfrontativ, teilweise philosophisch und teilweise aber auch humorvoll bis albern. Diese drei Aspekte sind eng miteinander verflochten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein weiterer Aspekt: Erikson wagt sich an viele unbehagliche Themen und geht gnadenlos mit seinen Figuren um, aber gefühlt immer mit der Grundeinstellung, dass einzelne Personen und ihr Leid wichtig sind. Ich empfehle, Content Notes für die Bücher zu googeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es dauert manchmal eine ganze Weile, mit den Figuren warm zu werden, und bei manchen Figuren bleibt es ganz aus. Aber es gelingt der Reihe immer wieder, Lesende emotional zu packen. Einige Szenen sind bewegend genug, um sich mir dauerhaft eingeprägt zu haben, und genauso geht es mir mit vielen Zitaten. Denn Erikson wartet mit so einigen tiefgründigen Statements auf, die viel Relevanz für die Realität haben. Zu den Highlights der Bücher gehören bildgewaltig-epische Momente ebenso wie clevere, witzige Dialoge und bizarre Situationen ebenso wie emotionale Momente oder Schilderungen der Welt, die deren immenses Alter und deren Komplexität zeigen. Eriksons Hintergrund ist Archäologie und Anthropologie und das spiegelt sich im Weltenbau wieder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was macht die Romane manchmal frustrierend?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Buchreihe verlangt Lesenden einiges an Geduld und Vertrauen ab, da die Bücher oft längere Abschnitte haben, die sich verwirrend oder ziellos anfühlen, bis schließlich rückblickend alles einen Sinn ergibt. Und wie es bei einer Serie sein muss, die halb Epos, halb Anthologie ist, werden wahrscheinlich alle Lesenden auf Handlungsstränge und Figuren stoßen, mit denen sie nichts anfangen können. Es ist oft klar, was passiert, aber nicht, ob und warum es wichtig ist – Vordergrund und Hintergrund des Geschehens sind nicht so klar abgegrenzt wie in vielen anderen Büchern. Zum Ende der Reihe hin habe ich mich auch mehrfach bei dem Wunsch ertappt, dass der Autor lieber die bereits eingefügten Handlungsfäden verknüpfen statt neue hinzufügen würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und während ich tatsächlich sehr mag, wie progressiv die Reihe in vieler Hinsicht ist (stilistisch und inhaltlich) und ihre Schilderungen von Freundschaften brillant finde, wird es bei bei Schilderungen von romantischen und/oder sexuellen Beziehungen und beim Humor manchmal ein bisschen boomerig. Das ist aber nicht immer der Fall. Es gibt auch ein paar romantische Beziehungen, die ich sehr gelungen geschildert finde. Dass die Serie auch nicht vor sehr aufwühlenden Themen wie sexualisierter Gewalt zurückschreckt, ist prinzipiell völlig in Ordnung und in vielen Fällen gelingt die Auseinandersetzung damit, aber nicht in allen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hatte nicht zu jedem Zeitpunkt 100 Prozent Spaß an der Lektüre, aber bin ungemein froh, die gesamte Reihe gelesen zu haben. Wenn ihr Geduld für eine massive Buchreihe aufbringt, die außerdem eigentlich mehrfach gelesen sein will, kann ich euch nur empfehlen, es mit dem „Malazan Book of the Fallen“ zu probieren. Die Reihe zeichnet ein gewaltiges, abwechslungsreiches Panorama einer fiktiven Welt, und speist sich auch aus viel empathiegetriebener Wut über den Zustand von unserer. Sie hat es geschafft, meine Vorstellung davon zu verändern, was eigentlich alles im Fantasy-Genre möglich ist, und bietet ungemein viel, worüber man nach der Lektüre noch lange nachdenken kann. Sie inspiriert mich auch, mir als Autorin Eriksons Mahnung „ambition is not a dirty word“ zu Herzen zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 06 Jun 2025 14:33:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/malazan-rezi</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension,Fantasy</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bücher des Jahres 2024 - 2</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buecher-des-jahres-2024-2</link>
      <description>Auch in der zweiten Jahreshälfte von 2024 habe ich viele gute, und einige großartige Bücher gelesen. Ich habe viel aussortiert, um bei einer übersichtlichen Liste zu landen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2025-01-20_20-42-22-c9c7b3ea.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Auch in der zweiten Jahreshälfte von 2024 habe ich viele gute, und einige großartige Bücher gelesen. Ich habe viel aussortiert, um bei einer übersichtlichen Liste zu landen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zwei meiner Highlights waren absolut vorhersehbar: In Vorbereitung auf einen Artikel für tor-online.de habe ich
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „The Ruin of Angels“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Max Gladstone und
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „City of Stairs“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Robert Jackson Bennett zum zweiten Mal gelesen, und bei den Re-Reads bestätigt gefunden, dass diese zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Diese Bücher haben etwas zu sagen – zum Beispiel über Erinnerung und Kolonialismus –, und sie machen es mit originellem Worldbuilding, einprägsamen Figuren und mitreißenden Plots. Außerdem ist „merkwürdige, düstere Stadt mit Lage um Lage komplizierter Geschichte und alter Magie“ eines meiner Lieblings-Mikro-Genres der Fantasy.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Weil es in meinem aktuellen eigenen Romanprojekt um eine Revolution geht, habe ich die „
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Age of Madness“-Trilogie
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Joe Abercrombie gehört. Mir fehlt einiger Kontext, weil es viele Jahre her ist, dass ich die „First Law“-Trilogie gelesen habe und außerdem habe ich Bücher übersprungen. Trotzdem hatte ich ein tolles Leseerlebnis mit den geschliffenen Dialogen, dem Humor, den zutiefst makelbehafteten Figuren und dem gleichzeitig zynischen und empathischen Blick auf Welt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „The Navigator’s Children“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Tad Williams – der Abschluss der „The Last King of Osten Ard”-Tetralogie – hingegen ist eine großartige Brücke von „altmodischer“ zu moderner Fantasy. Hier kommen Leute mit den verschiedensten Hintergründen zusammen, um die Welt zu retten. Und das ist ein Plotpunkt, der eine wunderbare Pause von einer Realität darstellt, in der eine nationale, geschweige denn globale Einigung auf Schritte gegen die Krisen der Gegenwart weit außer Reichweite scheint. Die Reflektionen darüber, wie schmerzhaft, aber auch notwendig es ist, Unwissen und vermeintliche Unschuld loszulassen, fühlen sich gleichzeitig sehr aktuell und zeitlos an.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mein Science-Fiction-Highlight der zweiten Jahreshälfte waren die letzten beiden Bücher – und mein Re-Read der ersten Bände – der
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Terra Ignota“-Tetralogie
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Ada Palmer. Diese vielleicht nicht super zugängliche, aber aggressiv interessante Reihe schlägt eine Brücke zwischen dem 18. und dem 25. Jahrhundert und ist vollgestopft mit Ideen, die mich noch eine Weile nach dem Lesen begleiten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Über
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Yellowface“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von R.F. Kuang hatte ich gemischte Dinge gehört, aber habe mich schnell mitgerissen und schließlich sehr überzeugt von dem Buch gefunden. Der Roman greift die Thematik Aneignung auf, aber zeichnet auch ein sehr informiertes Bild des Literaturbetriebs und wie er Menschen nicht unbedingt zum Besseren verändert. Das Ende mag etwas dick aufgetragen sein, aber bis dahin glänzt das Buch damit, wie wunderbar überzeugend seine Anti-Heldin ist. Am vorherigen Buch der Autorin, „Babel“ finde ich viel Positives (Recherche, die Botschaft, die Reflektion über die Notwendigkeit und den Preis von Revolutionen), aber teilweise wurden die Lesenden zu sehr an die Hand genommen. Hier hingegen kommt die Botschaft rüber, ohne dass das Buch sehr didaktisch wird.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich habe auch endlich den feministischen Sachbuch-Klassiker
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Caliban and the Witch“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           über wirtschaftliche Transformationen und Hexenjagden in der frühen Neuzeit gelesen, und verstehe, wieso dieses Buch den Klassikerstatus hat. 
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Black England“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Gretchen Gerzina ist ein mittlerweile älteres Geschichtsbuch, das wirklich empfehlenswert ist. Es zeichnet ein sehr komplexes Bild des Lebens Schwarzer Menschen im England der frühen Neuzeit, und die neueste Auflage wird von einem ausgezeichneten Vorwort von Zadie Smith eingeleitet.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Für die Lektüre des massiven
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            „Zwischen Erde und Himmel“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           von Peter Frankopan habe ich eine Weile gebraucht, aber es war den Zeitaufwand auf jeden Fall wert. Aus dieser langen Geschichte von Menschen und Klima habe ich viel darüber gelernt, wie Menschen das Klima beeinflussen, aber auch, wie viele Entwicklungen menschlicher Kontrolle entzogen sind und welche Ausgangsbedingungen sie wiederum geschaffen haben.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 19:55:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buecher-des-jahres-2024-2</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2025-01-20_20-42-22.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Anfang 2025: Rück- und Ausblick</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/anfang-2025-rueck-und-ausblick</link>
      <description>2024 endet, 2025 beginnt, und damit gehen große Veränderungen einher</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;img/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h1&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Privates
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h1&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Berufliche Neuorientierung und buchige Wiederentdeckung
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
             Ich habe Ende 2024 meinen letzten Arbeitstag in meinem vorherigen Job gehabt und bin nun auf der Suche nach einer neuen Stelle. Wenn es sich irgendwie realisieren lässt, steht dabei für mich im Vordergrund, dass ich mich mit meiner neuen Arbeit identifizieren kann und einen positiven Beitrag leiste.  Einen kleinen Schritt in Richtung sinnvolle Arbeit habe ich getan, indem ich seit Oktober 2024 einmal im Monat ehrenamtlich in der Heinrich-Schulz-Bibliothek im Digital-Café helfe – ein sehr unterstützenswertes Projekt, bei dem Freiwillige meist älteren Leuten bei Problemen mit Handy, Internet und Co. zur Seite stehen. 2024 habe ich insgesamt Bibliotheken wieder für mich entdeckt, nachdem ich sie als Kind intensiv genutzt habe, als Studentin viel in wissenschaftlichen Bibliotheken war, aber dann in erster Linie Bücher gekauft habe und zu Hause geblieben bin. In der Zwischenzeit haben sie sich immens weiterentwickelt. Es gibt tolle digitale Angebote wie die Libby-App, Maker Spaces in öffentlichen Bibliotheken und noch viel mehr … Das war für mich die (Wieder)Entdeckung des Jahres.
            &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Warten und schöne Momente
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Das Jahr hat mir auch einen wunderschönen Tag beschert: Am 22.03. habe ich geheiratet und der Tag war nochmal viel schöner, als ich mir vorgestellt hatte. In mancher Hinsicht waren 2023 und 2024 merkwürdige Jahre, ein bisschen im Wartemodus. Aber es gab auch wirklich schöne Momente.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
             ﻿
            &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h2&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Kreatives
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h2&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Abschied von Patreon
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Wie schon 2023 war 2024 kreativ nicht so ergiebig, wie ich mir das gewünscht hätte. Aus gesundheitlichen Gründen war ich mit Arbeit und Alltag nahezu ausgelastet und ich hatte mehrere Fehlstarts beim Versuch, ein ehrgeiziges neues Manuskript zu schreiben. Auch kurze Texte wie Blogposts und Kurzgeschichten für mein Patreon konnte ich nicht so zuverlässig liefern, wie ich mir das vorgestellt habe. Daher ziehe ich jetzt die Konsequenz und schließe meine Patreon-Seite.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Projekte von 2024
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Das bedeutet aber nicht, dass gar nichts passiert ist. Ich konnte immerhin einige Artikel und Kurzgeschichten schreiben und habe Texte zu zwei Ausgaben des Phantast-Magazins eingeworben oder beigesteuert. Und ich habe eine Mini-Novelle beendet, die meine Patrons erhalten haben. Ein sehr nettes Erlebnis war eine Lesung im Planetarium Potsdam. Ich schreibe auch wieder an einem LARP mit Inhalten zur politischen Bildung mit, was spannend, aber auch sehr anstrengend ist, da damit ein immenser Koordinationsaufwand einhergeht. Glücklicherweise wird der zu einem Großteil von anderen Teammitgliedern getragen.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Neues Manuskript!
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Außerdem habe ich angefangen, ein neues Manuskript zu schreiben. Was ursprünglich der Versuch sein sollte, das Trendthema Fantasy-Romance aufzugreifen, entwickelt sich gerade zu einem sehr spannenden Projekt, das seine Inspiration unter anderem aus Mooren und der Rolle von Frauen während der Deutschen Revolution von 1848 zieht. Der erste Entwurf ist zu mehr als der Hälfte abgeschlossen, ich rechne jedoch damit, dass ich den zweiten Entwurf quasi neu schreiben muss, was eigentlich selten für mich ist.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Trotzdem hoffe ich, vor Ende des Jahres mit einem merkwürdigen kleinen Buch dazustehen, dass ich veröffentlichen kann. Noch bin ich zu keinem festen Schluss gekommen, wie ich das angehen will. Ich bin immer noch versucht, mich mal wieder an Self-Publishing zu versuchen, nur diesmal etwas professioneller als noch bei meiner allerersten Veröffentlichung von Drúdir eins.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;h3&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Weitere Vorhaben
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/h3&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Apropos: Eine weitere Neuigkeit ist, dass ich die eBook-Rechte für „Das Buch der Augen“ und eine Lizenz für Anke Koopmanns brillantes Cover bekommen habe. Mein aktueller Plan ist, das Buch zwischen Beendigung und Überarbeitung meines Manuskripts zu überarbeiten und als eBook zu veröffentlichen, sodass es nicht länger nur als die Print-Ausgabe von Edition Roter Drache vorliegt.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Irgendwann müsste ich auch mal meine Website überarbeiten, aber was ich nun wie schnell realisieren kann, hängt stark davon ab, wie sich meine berufliche Situation entwickelt.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Wie ihr seht, habe ich große Pläne für 2025 und ich werde mein Bestes tun, ihnen gerecht zu werden. Und wenn das aktuelle Manuskript abgeschlossen ist, vage ich mich vielleicht wieder an das ehrgeizige Projekt heran, das mich mittlerweile seit mehreren Jahren begleitet.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
      &lt;p&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
            Was ich gerne tun würde, aber absolut nicht verspreche: aktiver auf Social Media sein. Ich habe jetzt einen Account auf Bluesky und bin ja immer noch auf Instagram, aber soziale Medien bespielen – zumindest im eigenen Namen – ist weit davon entfernt, meine Lieblingstätigkeit zu sein.
           &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h1&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Privates
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h1&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Berufliche Neuorientierung und buchige Wiederentdeckung
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Ich habe Ende 2024 meinen letzten Arbeitstag in meinem vorherigen Job gehabt und bin nun auf der Suche nach einer neuen Stelle. Wenn es sich irgendwie realisieren lässt, steht dabei für mich im Vordergrund, dass ich mich mit meiner neuen Arbeit identifizieren kann und einen positiven Beitrag leiste.  Einen kleinen Schritt in Richtung sinnvolle Arbeit habe ich getan, indem ich seit Oktober 2024 einmal im Monat ehrenamtlich in der Heinrich-Schulz-Bibliothek im Digital-Café helfe – ein sehr unterstützenswertes Projekt, bei dem Freiwillige meist älteren Leuten bei Problemen mit Handy, Internet und Co. zur Seite stehen. 2024 habe ich insgesamt Bibliotheken wieder für mich entdeckt, nachdem ich sie als Kind intensiv genutzt habe, als Studentin viel in wissenschaftlichen Bibliotheken war, aber dann in erster Linie Bücher gekauft habe und zu Hause geblieben bin. In der Zwischenzeit haben sie sich immens weiterentwickelt. Es gibt tolle digitale Angebote wie die Libby-App, Maker Spaces in öffentlichen Bibliotheken und noch viel mehr … Das war für mich die (Wieder)Entdeckung des Jahres.
            &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Warten und schöne Momente
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Das Jahr hat mir auch einen wunderschönen Tag beschert: Am 22.03. habe ich geheiratet und der Tag war nochmal viel schöner, als ich mir vorgestellt hatte. In mancher Hinsicht waren 2023 und 2024 merkwürdige Jahre, ein bisschen im Wartemodus. Aber es gab auch wirklich schöne Momente.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             ﻿
            &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Kreatives
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Abschied von Patreon
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wie schon 2023 war 2024 kreativ nicht so ergiebig, wie ich mir das gewünscht hätte. Aus gesundheitlichen Gründen war ich mit Arbeit und Alltag nahezu ausgelastet und ich hatte mehrere Fehlstarts beim Versuch, ein ehrgeiziges neues Manuskript zu schreiben. Auch kurze Texte wie Blogposts und Kurzgeschichten für mein Patreon konnte ich nicht so zuverlässig liefern, wie ich mir das vorgestellt habe. Daher ziehe ich jetzt die Konsequenz und schließe meine Patreon-Seite.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Projekte von 2024
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Das bedeutet aber nicht, dass gar nichts passiert ist. Ich konnte immerhin einige Artikel und Kurzgeschichten schreiben und habe Texte zu zwei Ausgaben des Phantast-Magazins eingeworben oder beigesteuert. Und ich habe eine Mini-Novelle beendet, die meine Patrons erhalten haben. Ein sehr nettes Erlebnis war eine Lesung im Planetarium Potsdam. Ich schreibe auch wieder an einem LARP mit Inhalten zur politischen Bildung mit, was spannend, aber auch sehr anstrengend ist, da damit ein immenser Koordinationsaufwand einhergeht. Glücklicherweise wird der zu einem Großteil von anderen Teammitgliedern getragen.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Neues Manuskript!
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Außerdem habe ich angefangen, ein neues Manuskript zu schreiben. Was ursprünglich der Versuch sein sollte, das Trendthema Fantasy-Romance aufzugreifen, entwickelt sich gerade zu einem sehr spannenden Projekt, das seine Inspiration unter anderem aus Mooren und der Rolle von Frauen während der Deutschen Revolution von 1848 zieht. Der erste Entwurf ist zu mehr als der Hälfte abgeschlossen, ich rechne jedoch damit, dass ich den zweiten Entwurf quasi neu schreiben muss, was eigentlich selten für mich ist.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Trotzdem hoffe ich, vor Ende des Jahres mit einem merkwürdigen kleinen Buch dazustehen, dass ich veröffentlichen kann. Noch bin ich zu keinem festen Schluss gekommen, wie ich das angehen will. Ich bin immer noch versucht, mich mal wieder an Self-Publishing zu versuchen, nur diesmal etwas professioneller als noch bei meiner allerersten Veröffentlichung von Drúdir eins.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Weitere Vorhaben
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Apropos: Eine weitere Neuigkeit ist, dass ich die eBook-Rechte für „Das Buch der Augen“ und eine Lizenz für Anke Koopmanns brillantes Cover bekommen habe. Mein aktueller Plan ist, das Buch zwischen Beendigung und Überarbeitung meines Manuskripts zu überarbeiten und als eBook zu veröffentlichen, sodass es nicht länger nur als die Print-Ausgabe von Edition Roter Drache vorliegt.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Irgendwann müsste ich auch mal meine Website überarbeiten, aber was ich nun wie schnell realisieren kann, hängt stark davon ab, wie sich meine berufliche Situation entwickelt.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Wie ihr seht, habe ich große Pläne für 2025 und ich werde mein Bestes tun, ihnen gerecht zu werden. Und wenn das aktuelle Manuskript abgeschlossen ist, vage ich mich vielleicht wieder an das ehrgeizige Projekt heran, das mich mittlerweile seit mehreren Jahren begleitet.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Was ich gerne tun würde, aber absolut nicht verspreche: aktiver auf Social Media sein. Ich habe jetzt einen Account auf Bluesky und bin ja immer noch auf Instagram, aber soziale Medien bespielen – zumindest im eigenen Namen – ist weit davon entfernt, meine Lieblingstätigkeit zu sein.
           &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Jan 2025 20:47:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/anfang-2025-rueck-und-ausblick</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/new-years-eve-1283521_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/new-years-eve-1283521_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die brillanten Titelblätter von „Terra Ignota“</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/terra-ignota-titelblaetter</link>
      <description>Willkommen zu einem Artikel, der eine Lupe über circa fünf Buchseiten hält.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-29_21-07-22-2654468b.jpg" alt="Die drei Bücher &amp;quot;Dem Blitz zu nahe&amp;quot;, &amp;quot;Sieben Kapitulationen&amp;quot; und &amp;quot;Der Wille zum Kampf&amp;quot; hintereinander in einem Regal."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Romane können eine Menge Informationen transportieren, bevor die eigentliche Geschichte losgeht (zum Beispiel in Karten der Schauplätze oder dem Vorwort eine*r fiktiven Herausgeber*in) – und vor kurzem bin ich auf ein neues Beispiel dafür gestoßen: Die Titelblätter der „Terra Ignota“-Tetralogie von Ada Palmer. Ich muss zugeben, dass ich das Titelblatt des ersten Buchs vor dem Lesen erstmal nach einem kurzen Blick überblättert hatte, aber später ist mir klar geworden, wie viel Information dieses eigentlich transportiert. Also, willkommen zu einem Artikel, der eine Lupe über circa fünf Buchseiten hält.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Achtung: Es gibt Spoiler für die grobe Entwicklung des Settings und politischen Hintergrunds der Serie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist „Terra Ignota“ eigentlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine kurze Hintergrundinfo zu „Terra Ignota“: Es handelt sich um eine Science-Fiction-Tetralogie voller interessantem sozialem Worldbuilding, philosophischen und mythologischen Einflüssen. Alle vier Bücher beginnen mit einem intradiegetischen Titelblatt, das den jeweiligen Roman als einen innerhalb des Universums existierenden Text ausweist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weltenbau auf kleinstem Raum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Titelblatt von Band eins, „Dem Blitz zu nahe“, enthüllt, dass die Schilderung Ereignisse im Jahr 2454 abgdeckt, „auf Wunsch bestimmter Personen“ verfasst und ihre Veröffentlichung durch mehrere Stellen abgesegnet wurde. Auch die Figur des*der Anonymnin* wird eingeführt, weil diese*r eine Empfehlung für das Buch ausspricht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Veröffentlichungsfreigaben führen bereits mehrere wichtige Organisationen des Settings ein und auch die Vielsprachigkeit der Welt von Terra Ignota wird bereits angedeutet – Teile des Textes sind auf Latein oder Französisch verfasst. Dass der Text mit dem Einverständnis aller dargestellten „freien und unfreien Personen“ freigegeben wird und dass auch die Cousins-Kommission für den humanen Umgang mit Diensterninnen*, ist auch schon ein interessantes Stück Worldbuilding: Es gibt unfreie Menschen, aber gleichzeitig wird darauf geachtet, dass bestimmte Rechte von diesen gewahrt bleiben. Außerdem haben alle dargestellten Figuren der Veröffentlichung zugestimmt – was angesichts des später folgenden Texts schon ziemlich interessant ist. Was auch bereits auffällt, ist die geschlechtsneutrale Sprache. *Die Endung "-nin" ist die Übersetzungslösung, welche Übersetzerin Claudia Kern für die neutralen Endungen und Pronomen gefunden hat, welche der Großteil der Buchfiguren verwendet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es folgt die Einordnung des Textes als „garantiert nicht bekehrend“, was auch ein wichtiger Einblick in den Umgang mit Religion in dem Setting ist. Die „Inhaltsfreigabe der gordischen Kommission“ gibt ebenfalls Einblick in die Tabus und Sorgen der Kultur, in deren Rahmen der Text entstanden ist. Neben Warnungen rund um Sex, Gewalt und beleidigende Inhalte, wie wir sie auch aus zeitgenössischen Content Notes kennen, wird auch hier wieder die Diskussion religiöser Inhalte als etwas behandelt, wovor Lesende gewarnt sein wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anleitung für den Umgang mit dem Text
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gleichzeitig fungiert die Inhaltsfreigabe auch als an die externen Lesenden gerichtete Content Notes – die Warnung zum Thema Gewalt zum Beispiel ist sehr angebracht und bereitet Lesende auf eine Enthüllung vor, die vor dem Hintergrund des eigentlich recht friedlichen und stabilen Settings, in das wir zunächst eingeführt werden, doch ziemlich heftig einschlägt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fakt, dass das Titelblatt überhaupt existiert und deutlich macht, dass eine Absicht hinter der Veröffentlichung steckt und dass das Manuskript durch mehrere Hände gegangen ist, bereitet Lesende darauf vor, den Text als das Werk eines unzuverlässigen Erzählers und womöglich als Propaganda zu lesen. Die Frage kommt auf: Welche Änderungen oder Auslassungen haben sich die dargestellten Personen womöglich im Austausch gegen ihre Veröffentlichungserlaubnis gewünscht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte einer Eskalation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während das Titelblatt des zweiten Bandes, „Sieben Kapitulationen“ relativ ähnlich ist – mit Ausnahme der Empfehlung, die durch ein sehr bedeutungsvolles anderes Zitat ausgetauscht wurde – sieht es im dritten Band, „Der Wille zum Kampf“ ganz anders aus: Der Text ist nun streng geheim und statt Freigaben zu erteilen, benennen die verschiedenen Institutionen, unter deren Aufsicht das Werk entstanden ist, nun die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor es an die Öffentlichkeit gehen kann. Welche Bedingungen das sind, liefert einige Vorausdeutungen für die weiteren Ereignisse, aber auch wieder einen kleinen Einblick in die Kultur und Struktur der Leute und Organisationen hinter den Geheimhaltungsgeboten. Teilweise wird die Geheimhaltung begründet und die Einleitung endet schließlich mit einer Androhung von Konsequenzen für eine illegale Betrachtung oder Veröffentlichung, die sehr „in character“ für die Institution ist, die sie ausspricht. Es wird sehr deutlich: Die friedliche Welt der ersten beiden Bände existiert nicht mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der vierte Band, „Perhaps the Stars” (noch nicht auf Deutsch erschienen) hat schließlich statt einem offiziellen Titelblatt ein kurzes, informelles Vorwort, das auch wieder Vorausdeutungen liefert, aber auch den Zerfall der alten Ordnung spiegelt. So erzählen die Titelblätter allein schon für sich genommen eine Geschichte. Rückblickend nach der Lektüre aller vier Bücher weiß ich das als ein weiteres spannendes und clever gemachtes Detail der Serie zu schätzen. Es erinnert mich ein bisschen an das „environmental storytelling“ von Filmen und Spielen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bonus: Mein Tipp zum „Terra Ignota“ lesen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Apropos rückblickend: „Terra Ignota“ ist nicht die zugänglichste Buchserie, aber die Lektüre lohnt sich. Ich empfehle, Band eins und zwei dicht nacheinander zu lesen und drei und vier vielleicht auch. Es gibt eine Vielzahl von handelnden Figuren und es ist leicht, den Überblick zu verlieren, aber Lesen und Wieder-Lesen wird von der Reihe reich belohnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 19:23:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/terra-ignota-titelblaetter</guid>
      <g-custom:tags type="string">Analyse,Science-Fiction</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-29_21-07-22.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-29_21-07-22.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchentdeckungen 2024 - Sachbücher (Teil 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/sachbuecher-2024-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-24_22-13-22-92a0a2d3.jpg" alt="Stapel aus vier Büchern mit dem Schnitt nach vorne, zwischen den Seiten stecken zahlreiche Post-its."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe in den letzten Monaten nicht nur eine Menge interessanter Romane gelesen, sondern auch spannende, informative Sachbücher für mich entdeckt. Hier ist eine Auswahl:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Outlaw Ocean
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Ian Urbina ist aus einer Sammlung von investigativen Recherchen hervorgegangen, die sich alle um das Meer drehen. Ian Urbina erforscht, wie verschiedenste Personen und Unternehmen für sich ausnutzen, dass sie sich auf internationalen Gewässern leicht rechtlichen Einschränkungen und Kontrollen entziehen können. Er verfolgt unter anderem mit Umweltschützer:innen illegale Fischereischiffe, forscht moderner Sklaverei auf den Meeren nach und erzählt die Geschichten blinder Passagiere. Outlaw Ocean ist ein fesselndes Buch, das ein Schlaglicht auf die Ausbeutung von Menschen und Natur auf den Meeren wirft und auch spannende Einblicke in die Arbeitsweise und Erfahrungen des Autors als investigativer Journalist gibt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Klimabuch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , herausgegeben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Greta Thunberg, ist eine Sammlung von Artikeln, die den Klimawandel, dessen Hintergründe und mögliche Gegenmaßnahmen aus vielen verschiedenen Perspektiven erklären. Darunter sind zugängliche Erklärungen der physikalischen, ökologischen und meteorologischen Verflechtungen, vor deren Hintergrund erst klar wird, was für ein großes Problem der Klimawandel ist. Die Texte sind gut ausgesucht und werden von Fotos und hilfreichen Grafiken begleitet. Viele von ihnen stammen von Menschen, für die die Klimakrise nicht länger eine nebulöse Bedrohung in der Zukunft, sondern längst angekommen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fen, Bog and Swamp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Annie Proulx geht es unter anderem um das Klima – genauer gesagt, um die Rolle, die Moore, Sümpfe und Fenns für dieses und für Artenvielfalt spielen. Das Buch ist eine ebenso poetische wie für die relevante Geschichte von Feuchtgebieten und deren Rezeption und Zerstörung durch Menschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Klassenbeste
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           analysiert Marlen Hobrack anhand der Geschichte ihrer Familie – vor allem der ihrer Mutter, aber auch ihrer Großmutter und ihrer eigenen –, was es für sie bedeutet hat und bedeutet, Frau, Arbeiterin, Ostdeutsche und Mütter zu sein. Sie nimmt dabei mit Frauen aus der Arbeiterklasse eine Kategorie in den Fokus, die jeweils in Diskursen über Geschlecht und über Klasse häufig ausgeblendet wird. Das Buch bietet auf kleinem Raum viele Infos und auch konkrete Handlungsaufforderungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mythos Bildung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Aladin El-Mafaalani bietet ebenfalls eine hohe Dichte von Informationen und ist dabei sehr zugänglich geschrieben. Es handelt sich um eine soziologische Analyse der Bildungslandschaft in Deutschland, in welcher der Begriff des Habitus eine Schlüsselrolle spielt. El-Mafaalani analysiert, ob und zu welchen Bedingungen ein gesellschaftlicher Aufstieg möglich ist und zeigt auf, dass es eine starke Bildungsexpansion gegeben hat, dass also alle gebildeter werden, aber dass sich dabei auch Ungleichheiten vergrößert haben. Die Lösungsvorschläge, die er für Ungleichheiten im Bildungssystem macht, haben meiner Meinung nach eine gute Balance aus Ehrgeiz und Pragmatismus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Jul 2024 22:28:44 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/sachbuecher-2024-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,Sachbücher</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-24_22-13-22-0e8fe8ea.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-24_22-13-22.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchentdeckungen 2024 - Fiktion (Teil 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-2023-fiktion-teil-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-09_21-44-18.jpg" alt="Die drei Bücher &amp;quot;Ink Blood Sister Scribe&amp;quot;, &amp;quot;The Book that Wouldn't Burn&amp;quot; und &amp;quot;A Midsummer's Nightmare&amp;quot; in einem Regal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe in der ersten Jahreshälfte wieder einige Buchentdeckungen gemacht. Hier ist ein Zwischenbericht:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fantasy
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Blood over Bright Haven
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von M.L. Wang erzählt mit großer emotionaler Intensität die Geschichte der brillanten, ehrgeizigen Magierin Sciona, die sich in einer feindseligen Universität durchsetzen muss – und über eine Wahrheit stolpert, welche ihr gesamtes Weltbild ins Wanken bringt. Das Buch ist nicht subtil in seinen Aussagen zu Rassismus und Sexismus, aber sie sind interessant und komplex genug (z.B. was das Ineinandergreifen von Rassismus, Sexismus, Klassismus und die sehr engen Grenzen des Feminismus der Hauptfigur betrifft), dass das nicht negativ ins Gewicht fällt.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Robert Jackson Bennetts
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           The Tainted Cup
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verbindet gleich mehrere Genres: High Fantasy mit originellem Worldbuilding trifft hier auf einen klassischen Krimi-Plot mit einem exzentrischen Ermittler*innen-Duo, während im Hintergrund eine Katastrophe abgewendet werden muss. Das Resultat ist originell und sehr zufriedenstellend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           The Book that Wouldn’t Burn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            beginnt Mark Lawrence eine neue Trilogie, die gut genug geschrieben ist, um mich darüber hinwegsehen zu lassen, dass einige Elemente des Plots (z.B. Zeitreisen) eigentlich gar nicht mein Ding sind. Das Setting ist eine gigantische Bibliothek, die Fokus eines uralten Streits um das zweischneidige Schwert des Wissens ist. Was mich überrascht hat: die überraschend süße Liebesgeschichte, die eine große Rolle für den Roman und seinen Folgeband spielt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Urban Fantasy
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Naomi Noviks
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Scholomance
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -Trilogie ist eine kurze YA-Reihe, die auch erwachsene Leser*innen überzeugen kann. Sie wartet mit einer originellen Variante einer Zauberschule und einer Protagonistin auf, die äußerst schlecht gelaunt das Richtige tut und deren Erzählstil die düsteren Aspekte des Settings auf Distanz hält. Das besondere an der Reihe ist, dass sie ihre Figuren nicht wirklich gegen Antagonist*innen, sondern gegen ein systemisches Problem arbeiten – und dass es, was bei solchen Ausgangssituationen nicht sehr häufig ist, trotzdem eine optimistische Geschichte ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ink Blood Sister Scribe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Emma Törsz geht es um zwei Halbschwestern, deren Leben auf sehr verschiedene von der Sammlung magischer Bücher bestimmt wird, die ihre Familie hütet. Das Buch beginnt, als  sie sich nicht länger vor ihren Gegenspieler*innen verbergen können. Das Figurenensemble ist klein und statt einer ausgreifenden verborgenen Welt gibt es hier nur einige wenige übernatürliche Elemente. Figuren und Magie sind aber sorgfältig ausgearbeitet und greifen gut ineinander. Ink Blood Sister Scribe nimmt sich viel Zeit für atmosphärische, präzise Beschreibungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist auch mal wieder original deutschsprachige Fantasy dabei: Noah Stoffers reiht sich mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            A Midsummer’s Nightmare
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            in die Reihe der Autor*innen ein, die den Dark-Academia-Trend aufgreifen. Protagonist*in Ari muss die übernatürlichen Geheimnisse einer elitären, altehrwürdigen Universität erkunden, bevor diese Ari und Aris Freund*innen gefährlich werden. Stoffers setzt aus anderen Büchern des Subgenres wie zum Beispiel „Das neunte Haus“ bekannte Elemente gekonnt um (z.B. auch das Topos marginalisierter Figuren, die Außenseiter*innen in einer Hochburg alter Privilegien sind). Sier ergänzt eine großzügige Prise originelles Worldbuilding und stellt eine nicht-binäre Figur ins Zentrum, was insbesondere in der deutschsprachigen Phantastik bisher ziemlich selten ist. Das fügt sich alles zu einem harmonischen Ganzen zusammen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Science Fiction
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arboreality
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hat Rebecca Campbell einen berührenden Roman aus ineinandergreifenden Geschichten geschrieben, in denen Menschen und Bäume die Klimakrise überdauern. Sie schildert eine nahe Zukunft voller Melancholie und Hoffnung.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weitaus bissiger geht es in
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Venomous Lumpsucker
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Ned Beauman zu. Der Near-Future-Roman denkt Trends der Gegenwart weiter und fügt sie zu einem temporeichen Thriller rund um Umweltzerstörung und den Verlust von Artenvielfalt zusammen, mit einer Menge gezielter Seitenhiebe und dunkler Situationskomik.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Exordia
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Seth Dickinson ist ein abgedrehter First-Contact-Roman, der wild Genres mixt und seine Figuren immer wieder vor moralische Dilemmata stellt – inklusive der Entscheidung über das Schicksal der Erde. Humor, Schrecken und emotional berührende Momente liegen hier dicht beieinander. Das Buch greift auch die Geschichte der Kurden und amerikanischer Interventionen im Nahen Osten auf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich bin endlich dazu gekommen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Machineries of Empire
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Yoon Ha Lee zu beenden. Dabei handelt es sich umi eine Science-Fantasy-Trilogie rund um ein interstellares Imperium, in dem Mathematik und Rituale die Realität verändern können und die Funktion von Technologie vom Einhalten des imperialen Kalenders abhängt. Wer sich auf die steile Lernkurve des Buches einlässt, wird mit einer mitreißenden Geschichte, einer farbenprächtigen Welt, relevanten Themen und charismatischen Figuren belohnt (insbesondere Shuos Jedao, der untote General, der eine Schlüsselrolle für die Bücher spielt).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 09 Jul 2024 19:50:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-2023-fiktion-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,2024</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-09_21-44-18.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2024-07-09_21-44-18.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Meine Bücher des Jahres 2023</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buecher-2023</link>
      <description>Ich habe dieses Jahr wieder einige Bücher entdeckt, die ich nur zu gerne weiterempfehle.</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe dieses Jahr wieder eine Menge guter Bücher gelesen. Hier sind ein paar Empfehlungen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/B%C3%BCher2023.jpg" alt="Die vier Bücher &amp;quot;Über Emily Bronte&amp;quot;, &amp;quot;Herkunft&amp;quot;, &amp;quot;Spaceman of Bohemia&amp;quot; und &amp;quot;Alleiner kannst du gar nicht sein&amp;quot; in einem weißen Regal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sachbücher
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Richard Thompson Ford: Dress Codes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Dress Codes“ beleuchtet die Geschichte von Mode und ihre enge Verflechtung mit Ideen über Geschlecht, Zugehörigkeit und Status über mehrere Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart hinein. Detailreich, unterhaltsam und aktuell enthüllt das Buch spannende Details über den Alltag in der Vergangenheit und Gegenwart und ordnet diese in einem größeren historischen Kontext ein. Besonders interessant fand ich unter anderem den Teil über die symbolische Rolle der Kleidung Schwarzer Aktivist*innen in der USA in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Paul Craddock: Spare Parts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            “Spare Parts” ist ebenfalls ein Buch, das einen bestimmten Gegenstand über mehrere Epochen hinweg begleitet. In diesem Fall geht es um die Geschichte der Transplantationschirurgie, die überraschend früh ihren Anfang nahm. Craddock erzählt von der Weiterentwicklung des Wissenstands über und der technischen Möglichkeiten für Transplantationen und beschreibt ihre Wechselwirkung mit dem Blick, den Menschen auf ihre Körper haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Carmilla Townsend: Fifth Sun
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Fifth Sun“ war ein interessanter Einblick in ein Thema, mit dem ich mich bisher kaum auskannte: Die Geschichte der Mexíca (Fremdbezeichnung: Azteken) vor und nach der Eroberung durch Spanien. Townsend nutzt als Grundlage ihrer Darstellung Texte, die von von Mönchen ausgebildeten Mexíca verfasst wurden, also lateinische Schrift und die historiografische Tradition der Mexíca zusammenführen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Patrick Wyman: The Verge - Reformation, Renaissance, and Forty Years that Shook the World
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “The Verge” erzählt die Geschichte Europas im Zeitraum von 1490 bis 1530 und hebt diesen als wichtigen Wendepunkt der Weltgeschichte hervor. Anhand von zehn historischen Figuren schreibt Wyman über Buchdruck, Globalisierung, Steuern, Religion und vieles mehr. Bei den Figuren handelt es sich um Herrscher*innen und „Entdecker“ ebenso wie um Kaufleute oder Buchdrucker. So entsteht ein spannendes, zugängliches Buch, das großen Zusammenhängen greifbare Gesichter gibt. Die eigentliche Hauptfigur von „The Verge“ ist mehr oder weniger das Kapital.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eduardo Galeano: Open Veins of Latin America
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Open Veins of Latin America” ist ein Klassiker zum Thema Kolonialismus. Der Autor erzählt darin wütend und detailreich von der Ausbeutung Lateinamerikas. Die genaue Gestaltung der Einflussnahme anderer Länder habe sich mit der Zeit geändert, die fehlende Selbstbestimmung und der Abfluss wichtiger Ressourcen nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mithu Sanyal: Über Emily Bronte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mithu Sanyals Buch bietet eine lesenswerte Perspektive auf Emily Bronte und ihren Klassiker „Sturmhöhe“. Es geht sowohl um die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Buches als auch um Sanyals persönlichen Zugang dazu. Definitiv bereichernde Lektüre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Peter Dausend, Horand Knaup: Alleiner kannst du gar nicht sein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Alleiner kannst du gar nicht sein“ ist eine Serie von interessanten Einblicken in die Lebenswelt von Abgeordneten – darüber, wie Abläufe im Bundestag funktionieren, mit welchen Privilegien und Belastungen die Tätigkeit als Abgeordnete*r einhergeht und wie schwer es sein kann, anschließend wieder in den Alltag zurückzufinden. Neben den teilweise sehr persönlichen Portraits liefert das Buch auch eine Menge Information über die Institutionen der deutschen Politik.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thomas Piketty: Eine kurze Geschichte der Gleichheit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Thomas Piketty wollte mit “Eine kurze Geschichte der Gleichheit“ ein zugängliches Buch über (Un)Gleichheit schreiben und das ist ihm gut gelungen. Das Buch liefert eine spannende historische Betrachtung von lang nachwirkenden Ungerechtigkeiten ebenso wie überraschenden Entwicklungssprüngen, was Gleichheit und politische Teilhabe betrifft. Darüber hinaus macht Piketty konkrete Vorschläge für die Zukunft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Romane
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Peter McLean: War for the Rose Throne 3 und 4
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Jahr habe ich mit „Priest of Gallows“ und „Priest of Crowns“ die letzten beiden Bände der „War for the Rose Throne“-Reihe gelesen. Die Grimdark-Tetralogie um einen Gangster-Boss, der mehr und mehr in die höchsten politischen Zirkel seines Landes hineingezogen wird, überzeugt vor allem durch die unverkennbare Stimme des Protagonisten und Ich-Erzählers. Seine Persönlichkeit durchdringt jede Zeile – und alles, was zwischen den Zeilen steht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Max Gladstone: The Craft Sequence
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin 2023 auch endlich dazu gekommen, Max Gladstones „Craft Sequence“ zu Ende zu lesen. Die Serie aus sechs ineinander verflochtenen Romanen schildert eine von Magie und den Kräften von Gottheiten durchdrungene Welt, die sich trotzdem in mehrfacher Hinsicht analog zu unserer entwickelt hat. Bildgewaltig erkundet sie Kompromisse und Widerstand in einer von ökonomischer Ungleichheit und mächtigen Institutionen geprägten Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Malcolm Devlin: And then I Woke up
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “And then I Woke Up” ist eine clevere Horrornovelle, die dem Subgenre der Zombie-Epidemie einen ungewöhnlichen Twist gibt. Ich will ihn nicht vorwegnehmen, aber er ermöglicht es der Geschichte, aktuelle Themen wie drastisch divergierende, manchmal komplett unvereinbare Wahrnehmungen der Realität in verschiedenen Bubbles und deren gefährliche Auswirkungen zu beleuchten. Auf der persönlichen Ebene geht es viel darum, wie Figuren mit ihrer Schuld umgehen.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Christopher Buehlmann: Between Two Fires
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Roman, den ich dieses Jahr sehr gerne gelesen habe, ist Christopher Buehlmanns „Tale of Medieval Horror“, in dem ein gefallener Ritter sich plötzlich als Beschützer eines Mädchens mit einer göttlichen Mission wiederfindet, während das Land um sie herum nicht nur von der Pest, sondern auch von übernatürlichen Übeln heimgesucht wird. Darunter sind Monster, die ich mir tatsächlich gut in den Marginalia eines mittelalterlichen Manuskripts vorstellen könnte. „Between Two Fires“ ist düster und geht stellenweise sehr brutal mit seinen Figuren um, aber hat einen hoffnungsvollen, versöhnlichen Kern. Ich habe beim Lesen mit den Figuren mitgefiebert und ihnen ein Happy End gewünscht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jaroslav Kalfař: Spaceman of Bohemia
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “Spaceman of Bohemia” ist ein kurzer, literarischer Science-Fiction-Roman über einen tschechischen Astronauten, der ein merkwürdiges Phänomen im Weltall erkunden soll. Die Erzählung seiner Erlebnisse im Weltraum ist eng verflochten mit seiner Familiengeschichte und der Geschichte seines Landes. Es geht um Schuld und nationale Identität und vieles mehr und stellenweise bleibt mehrdeutig, was nun wirklich passiert. (Überraschenderweise soll nächstes Jahr eine Netflix-Filmadaption für das Buch herauskommen, womit ich angesichts der teilweise sehr introspektiven Natur des Ganzen nicht gerechnet hätte).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nghi Vo: The Empress of Salt and Fortune
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “The Empress of Salt und Fortune” ist eine ruhige Novelle, die auf ihrer kurzen Seitenzahl viel Atmosphäre, Spannung und interessante Figurencharakterisierung mitbringt. Kleriker*in Chih interviewt darin eine Frau, deren Geschichte eng mit der einer berühmten Kaiserin verwoben war, und erfährt eine überraschende Enthüllung nach der anderen. Die Geschichte entfaltet sich in einem spannenden, ostasiatisch inspirierten Setting.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           T. Kingfisher: Saint of Steel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Horror ist nicht das einzige Genre, in dem ich dieses Jahr mehr als sonst gelesen habe. Ich habe auch mal in Fantasy-Romance reingeschnuppert. Viele Bücher des Genres sind eher nicht mein Ding, aber T. Kingfishers „Saint of Steel“-Series war eine echte Entdeckung. In den Büchern geht es um die letzten Überlebenden eines Ordens von Paladinen, die ihren Gott verloren haben und nun desorientiert nach ihrem Platz in der Welt suchen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nacheinander finden sie neue Partnerschaften. Der Weg dahin ist aufgrund der Selbstzweifel der Figuren manchmal unnötig lang, aber alle Paare in der Reihe sind liebevoll geschrieben und es ist absolut glaubwürdig, dass sie sich ineinander verlieben. Es gibt viele witzige Dialoge und der „Order of the White Rat“, dem einige sehr coole Nebenfiguren angehören, ist eine Institution, wie sie in Fantasy-Romanen selten im Rampenlicht steht: eine Fraktion von Leuten, die langsam, stetig und pragmatisch Dinge um sich herum verbessern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Shida Bazyar: Drei Kameradinnen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Shida Bazyar erzählt in “Drei Kameradinnen“ die Geschichte dreier sehr verschiedener Freundinnen – und thematisiert durch die Ich-Erzählerin neben Themen wie Migrationsgeschichte, Gentrifizierung, Rassismus, Klassismus, Traumata, Freundschaft und Solidarität auch immer wieder den Akt des Erzählens an sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           M.A. Carrick: The Mask of Mirrors
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “The Mask of Mirrors” geht es um Ren, die sich vor dem Hintergrund eines schillernden, gut entwickelten Settings den Weg in eine Adelsfamilie erschwindeln will und dabei in ein sehr gefährliches politisches und magisches Ränkespiel verwickelt wird. Es dauert nicht lange, bis man beim Lesen mit den verschiedenen Figuren mitfühlt und sich fragt, welche Geheimnisse sie alle verstecken. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das liebevolle Worldbuilding mit einem besonderen Fokus auf den beiden Kulturen, die sich die Stadt teilen, in der das Buch spielt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brian McClellan: In the Shadow of Lightning
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Brian McClellan übernimmt für “In the Shadow of Lightning” eine Menge Dinge, die bereits in den Powder-Mage-Büchern gut funktioniert haben wie zum Beispiel die verschiedenen PoV-Figuren mit jeweils verschiedenen Spezialisierungen, durch die viel Abwechslung in die Geschichte kommt. Wieder spielt ein neu ausgedachtes Magiesystem eine große Rolle, aber nie zu dem Punkt, wo es interessantere Elemente der Handlung oder Charakterisierung der Figuren verdrängt. Ein paar Punkte, die mich besonders angesprochen haben, war, wie gut die Figuren zusammenarbeiten, und die Gestaltung von einer der Hauptfiguren: Nachdem ein traumatisches Ereignis das Selbstvertrauen des jungen Politikers Demir zutiefst erschüttert hat, muss er Jahre später sein altes Leben anknüpfen und Verantwortung übernehmen, was er auch gut, aber eben mit einer neuen Verletzlichkeit macht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Saša Stanišić: Herkunft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Herkunft“ ist nicht nur ein emotionales und für die Gegenwart sehr relevantes autobiografisches Buch über die Komplexität von Migrations- und Fluchterfahrung, Identität und Erinnerung, sondern macht trotz der ernsten Themen auch einfach Spaß. Stanišić bricht wieder und wieder auf der Mikro- und Makroebene mit Erwartungen und erzählt witzig und formal innovativ.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h2&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sonstige Empfehlungen (keine Bücher)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h2&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           The Many Meanings of Bloodborne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe über längere Zeit T.B. Skyens ausgezeichnete Mischung aus Spiel-Stream und Analyse zu „Bloodborne“ verfolgt und habe auf die abschließende Episode, „
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/"&gt;&#xD;
      
           The Many Meanings of Bloodborne
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “, gewartet, weil ich es immer sehr spannend finde, was verschiedene Leute aus Kunst mitnehmen. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie dieses Jahr herausgekommen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           The Gamification of Public Discourse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=1LpbGW3qLVg" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           The Gamification of Public Discourse
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ” ist ein spannender Vortrag des Philosophie-Professors C. Thi Nguyen. Nguyen verbindet darin seine Gedanken zu der Verführungskraft von Vereinfachungen, Echo Chambers, Filter Bubbles, Gamifizierung und „moral outrage porn“ zu einer ziemlich guten und sympathisch präsentierten Analyse, was bei öffentlichem Diskurs schiefgehen kann. Einiges fühlt sich aus anderen Auseinandersetzungen mit dem Thema vertraut an, aber Nguyen fügt einige neue, sehr anregende Überlegungen hinzu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Link
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grimdark Magazine
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe die letzten Tage genutzt, um die Ausgaben des Grimdark Magazine zu lesen, die ich heruntergeladen hatte, nur um sie zu vergessen – und ich bin froh darüber. Die Literaturzeitschrift liefert solide bis ausgezeichnete Kurzgeschichten, spannende Interviews und Rezensionen und auch das eine oder andere gute Essay. (Bei den Essays stört mich allerdings manchmal der defensive Ton – ich glaube nicht, dass sich Leser*innen und Autor*innen düsterer Phantastik vor Leuten rechtfertigen müssen, die eine Literaturzeitschrift namens „Grimdark Magazine“ abonnieren.)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 28 Dec 2023 16:01:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buecher-2023</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,Buchempfehlung,Jahresrückblick</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/B%C3%BCher2023.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/B%C3%BCher2023.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Erfahrungsbericht: Ein LARP entwickeln</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/erfahrungsbericht_larp</link>
      <description>Gleich noch ein spannendes Team-Projekt!</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/mindmap-1469592_640.png" alt="Bild einer Mindmap"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In meinem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/koenigsgift"&gt;&#xD;
      
           letzten Post zu „Königsgift“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – einem Roman von 10 Autor*innen – habe ich über ein großes kollaboratives Projekt erzählt, das ich dieses Jahr beendet habe. Aber es war nicht das einzige. Zwischen Juli und November 2023 habe ich auch zusammen mit einem großen Team daran gearbeitet, ein zweitägiges LARP zu entwickeln, vorzubereiten und schließlich durchzuführen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für diejenigen, die den Begriff zum ersten Mal hören: LARP steht für Live Action Role Playing und beschreibt Rollenspiel, bei dem Leute eine Rolle verkörpern und flexibel aufeinander reagieren. Es hat ein bisschen was von Theater, nur, dass es kein Drehbuch und kein Publikum gibt. Die Grundsituation und Impulse für die Handlung kommen von der Spielleitung, aber die Entscheidungen der Spielenden tragen entscheidend dazu bei, wie alles ausgeht. Häufig denken sich die Spielenden relativ frei die Figur aus, die sie verkörpern, manchmal bekommen sie aber auch eine Rolle. Letzteres war bei uns der Fall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LARP-Projekt, an dem ich beteiligt war, ist ein LARP des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.waldritter.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Waldritter e.V.
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , einer Organisation, die unter anderem LARP als Vehikel nutzt, um Leute an politische Themen heranzuführen – und die dafür mit einem ehemaligen Kaufhaus in Herten, das nun zu einer Art Raumschiff umgebaut ist, ein tolles Ambiente zur Verfügung stellt. Unser LARP war als humorvoll satirisches LARP angelegt, dass jedoch auch einige ernste Themen berührt. Die Idee und die Grundlagen des LARP entstanden im Sommer im „LARPWriter Summercamp“ und anschließend ging der Austausch über eine Vielzahl von virtuellen Meetings weiter.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während der Entstehungsprozess von „Königsgift“ linear war – das Manuskript machte die Runde und wurde in jedem Schritt von jeweils einer Person um ein Kapitel erweitert –, passierte bei unserem LARP vieles gleichzeitig und in ständigem Austausch. In einer Google-Ablage sammelten sich allmählich lange Dokumente zu Worldbuilding, Spielmechaniken sowie die Hintergründe und Verknüpfungen aller Figuren und lange To-Do-Listen, welche Gegenstände wir brauchten und wie die Räume vorbereitet werde mussten Am Ende hatten wir mehr als 30 Figuren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Ganze war sehr intensiv, aber hat auch viel Spaß gemacht. Ein LARP zu schreiben ist völlig anders, als einen Roman zu schreiben – teilweise auf eine Weise, die mir ganz angenehm ist. Denn ich denke mir gerne Settings und Figuren aus, aber finde das Entwickeln eines tatsächlichen Plots schwieriger. Bei einem LARP kann man eine interessante Ausgangssituation schaffen, Plots und Subplots und dann sehr viel den Spielenden überlassen. Und während Romane schreiben trotz aller Beteuerungen in Danksagungen meistens doch ziemlich einsam ist und daraus besteht, lange an einem Projekt zu schreiben und dann lange auf Rückmeldung zu warten, war dieser Prozess von Anfang bis Ende Teamarbeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Aspekt, der ein LARP von einem Roman unterscheidet: Die Figuren werden von echten Menschen gespielt, die – in diesem Fall für etwa anderthalb Tage – in ihre Rollen eintauchen. Entsprechend wichtig ist es auch, dafür zu planen, dass es ihnen gut geht, dass sie zum Beispiel genug Zeit zum Schlafen und Essen und auch Rückzugsräume außerhalb des Spiels haben. Eine weitere Herausforderung im Zusammenhang damit, dass man es bei einem LARP mit echten Menschen zu tun hat: Leute, die es wegen Krankheit und anderen Gründen nicht zum LARP schaffen, was gerade bei einigen wichtigen Figuren Lücken in die angelegten Plots zu reißen droht. Zudem sorgtn die vorhandenen Räume, die technische Ausstattung, die Requisiten und das Budget für die Möglichkeiten und Grenzen, um die herum wir geplant haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bevor es am 10. November losging, war noch einiges zu tun. Aber wir sind rechtzeitig mit allen Vorbereitungen fertig geworden. Es war ein tolles Erlebnis, die Spielenden zu sehen, die sich als ihre Figuren verkleidet hatten und ihre Interpretation der Rollen mitzubekommen. Ich war selbst als Nicht-Spieler-Charakter (NSC) dabei, also als Figur, die in erster Linie dafür da ist, für die Spielleitung alles im Auge zu behalten und für Handlungsimpulse und Atmosphäre zu sorgen. Meine Erfahrung ist, wenig überraschend, dass ich deutlich mehr Spaß am Entwickeln von Figuren und Situationen habe als daran, tatsächlich selbst eine Rolle zu spielen. Und zu ersterem werde ich wahrscheinlich auch in Zukunft kommen, weil ich mich schon in die nächste LARP-Planung habe verwickeln lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 20 Nov 2023 21:06:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/erfahrungsbericht_larp</guid>
      <g-custom:tags type="string">LARP,Schreiben</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/mindmap-1469592_640.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/mindmap-1469592_640.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Neues Buch, neues Buch!</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/koenigsgift</link>
      <description>"Königsgift" und seine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Königsgift“ und seine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/K%C3%B6nigsgift.jpg" alt="Cover des Romans &amp;quot;Königsgift&amp;quot;. Darauf ist eine Frau in Rot abgebildet, die eine Phiole umklammert, aus der grüner Dampf aufsteigt.
"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Projekt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor kurzem ist „Königsgift“ erscheinen. Das besondere an dem Buch: Es wurde von mehr als 10 Autor*innen geschrieben, aber ist keine Anthologie, sondern ein Roman. Jede*r von uns ein Kapitel geschrieben, ohne dass wir vorher einen Plan hatten, wie sich die Handlung entwickeln würde. Die Idee, das erste Kapitel und der Großteil der Organisation kommt von Bernhard Stäber, der inspiriert von einem Kinderbuch mit einer ähnlichen Struktur ein Team von Autor*innen versammelt hat, um gemeinsam einen Fantasyroman zu schreiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Autor*innen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bernhard Stäber (Erstes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Christian von Aster (Zweites Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Sonja Rüther (Drittes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fabienne Siegmund (Viertes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vincent Voss (Fünftes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alessandra Reß (Sechstes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich (Siebtes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Christian Handel (Achtes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Thilo Corzilius (Neuntes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Theresa Hannig (Zehntes Kapitel)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Geschichte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Geschichte, die sich nach und nach entsponnen hat, ist ein Portal-Fantasy-Roman: Anders, ein Bibliothekar im Ruhestand, dessen Frau verstorben und dessen Sohn erwachsen ist, sucht seinen Platz in der Welt. Doch stattdessen findet er zunächst etwas sehr anderes: Ein Portal in das Land Karran, in dem Geschichten zum Leben erwachen und Anders ein mächtiger Mann mit einer großen Zielscheibe auf dem Rücken ist. Denn die Regentin Karrans will die Praxis des Geschichtenerzählens ein für alle Mal beenden. Ein wenig musste ich beim Lesen an die Tintenwelt-Romane von Cornelia Funke denken, da wir ähnliche Motive von zum Leben erwachenden Geschichten hatten und auch bei uns der Tod eine große Rolle spielt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Buch ist etwa 220 Seiten lang und liest sich meiner Meinung nach überraschend einheitlich dafür, wie viele verschiedene Personen beteiligt waren. Gleichzeitig bringen viele Schreibende etwas eigenes ein, zum Beispiel merkt man in Vincents Kapitel einen gewissen Horror-Einfluss. Es gibt auch viele Geschichten in der Geschichte, die von den einzelnen Figuren erzählt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entstehungsprozess
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Entstehungsprozess der Geschichte sah wie folgt aus: Bernhard hat die Idee an verschiedene Leute herangetragen, bis er zehn Autor*innen beisammen hatte, und das erste Kapitel geschrieben. Das hat er dann an Christian von Aster geschickt, der das zweite Kapitel schreib. Diese drei Kapitel gingen dann an Sonja Rüther und so ging es weiter, bis wir schließlich ein Buch beendet hatten. Ich war mit Kapitel sieben relativ in der Mitte und habe schon ein paar Mal anderen Leuten gegenüber erwähnt, dass ich meiner Meinung nach eines der einfachsten Kapitel geschrieben hatte. Während Bernhard und Christian den Grundstein der Geschichte gelegt haben und Thilo und Theresa am Ende alle Fäden sinnvoll wieder zusammenführen mussten, konnte ich mich ein wenig auf der Arbeit der Leute vor mir ausruhen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Korrekturen haben wir teilweise in einem gemeinsamen Google-Doc gemacht. Ich habe mich erboten, das ganze Buch noch einmal zu lesen und zu prüfen, ob uns nicht durch unsere Arbeit einige Fehler bei der Kontinuität der Geschichte unterlaufen sind. Das war teilweise gar nicht so leicht zu beantworten, denn durch die Magie der Geschichten sind Geschichte und Kausalität in Karran etwas unzuverlässig. Wir mussten aber nur relativ wenig anpassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann ging das Buch ins Lektorat. Das hat Isa Theobald für Edition Roter Drache übernommen, wo auch die Print-Ausgabe des Buches erschienen ist. Das Cover stammt von Anke Koopmann, die bereits das fantastische Cover für „Das Buch der Augen“ designt hat. Es wird auch eine E-Book-Ausgabe von „Königsgift“ geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir hatten mehrere Zoom-Calls um zu entscheiden, wie es mit dem fertigen Buch weitergehen soll. Ich bin rückblickend ziemlich beeindruckt, wie oft es uns gelungen ist, alle zehn von uns gleichzeitig vor den Bildschirm zu bekommen. Insgesamt hat sich die Zusammenarbeit an dem Projekt relativ lange hingezogen, weil die Kapitel immer dann entstanden sind, wenn die Autor*in, der*die an der Reihe war, Zeit dafür freischaufeln konnte. Der Prozess insgesamt war sehr harmonisch und produktiv und ich freue mich sehr, dass ich mich daran beteiligen konnte!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 04 Nov 2023 19:32:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/koenigsgift</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,Fantasy,Königsgift,Gemeinsames Schreiben</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/K%C3%B6nigsgift.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/K%C3%B6nigsgift.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchentdeckungen von 2022</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-von-2022</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2023-04-23_00-40-06-fedc4481.jpg" alt="Print-Ausgaben von &amp;quot;Faultiere&amp;quot;, &amp;quot;The Light Brigade&amp;quot;, &amp;quot;Pantopia&amp;quot; und &amp;quot;Dem Blitz zu nah&amp;quot; in einem weißen Regal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Liste der Bücher, die sich mir 2022 eingeprägt haben, ist mal wieder sehr lang geworden. Hier sind ein paar davon:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fantasy
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2022 habe ich die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Green Bone“-Saga
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           beendet und zusätzlich die Novelle „The Jade Setter of Janloon“ gehört. Fonda Lee führt die Geschichte um den No-Peak-Clan zu einem sehr befriedigenden Ende und weitet immer weiter aus, wie viel von ihrer sehr modern und realistisch anmutenden Sekundärwelt ihre Geschichte abdeckt. Sie schreibt charismatische, moralisch ambige Figuren, die sich beim Lesen ins Gedächtnis schreiben und deren Überzeugungen und Charakterzüge überzeugende Wechselwirkungen mit ihrer Gesellschaft haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich habe im letzten Jahr auch den bisher neuesten Band der „Masquerade“-Reihe von Seth Dickinson gelesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „The Tyrant Baru Cormorant“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ve
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           rvollständigt das relativ unbefriedigende „The Monster Baru Cormorant“ zu einem schließlich doch sehr überzeugenden Ganzen. Es geht um Krebsmagie, um Imperialismus, Kolonialismus und Widerstand, und um eine faszinierende, zerrissene Hauptfigur, die viel(e) opfert, um ein Imperium zu Fall zu bringen. Der Weltenbau ist originell und komplex, die Auseinandersetzung mit Imperialismus und Kolonialismus tiefer, als ich es von dem Genre gewohnt bin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ähnlich explizit anti-imperial geht es in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Babel“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von R.F. Kuang zu (tatsächlich hätte die Autorin dem Publikum hier und da ein bisschen mehr darin vertrauen können, dass es angesichts der geschilderten Ereignisse schon zu den gleichen Schlüssen kommt wie sie). In einem alternativen magischen Oxford des 19. Jahrhunderts findet der junge Übersetzer Robin intellektuelle Herausforderungen, Luxus und Freundschaft – vorausgesetzt, er spielt weiter brav seine Rolle als Handlanger eines Imperiums, das auf ihn angewiesen ist, aber ihm echte Zugehörigkeit verweigert. Schließlich erreicht Robin einen Punkt, an dem er eine Entscheidung treffen muss. Ein wütendes, mitreißendes Buch voller Wissen zu Geschichte und Linguistik (bei dem ich bei allen seinen Stärken allerdings kritisieren würde, dass bestimmte Figuren sich eher wie Werkzeuge, um bestimmte Punkte zu illustrieren, als wie dreidimensionale Persönlichkeiten anfühlen – Robins Charakterisierung ist jedoch gut gelungen).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Außerdem konnte ich eines meiner großen Leseprojekte beenden: Ich habe nun alle zehn Bände des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Malazan Book of the Fallen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gelesen. Es handelt sich um eine Buchreihe, die eine unglaubliche Bandbreite an Figuren, Schauplätzen, Plots, Registern und Themen abdeckt. Wie in einer so vielfältigen Reihe manchmal nicht anders zu erwarten, konnte ich mit einigen Abschnitten mehr anfangen als mit anderen. Aber die emotionalen Momente sind kraftvoll, die heraufbeschworenen Bilder episch und die Themen der Bücher sehr relevant. Malazan lesen fühlt sich manchmal ein bisschen wie Arbeit an, aber wie Arbeit, die es absolut wert ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manchmal scheuen Autor*innen davor zurück, Figuren mit marginalisierten Identitäten moralisch graue oder auch nur unsympathische Züge zu geben. In
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Sanguen Daemonis“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist das nicht der Fall. Anna Zabinis sehr diverses Figurenensemble steckt voller innerer und äußerer Konflikte, und hinzu kommt ein Setting voller Paranoia und Düsternis. Der dystopische Urban-Fantasy-Roman ist antichronologisch erzählt und ist insgesamt angenehm ehrgeizig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Rot der Nacht“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von Kathrin Ils ist ein solider, in sich geschlossener Roman mit einem atmosphärischen, mittelalterlich inspirierten Setting. In der klaustrophobischen Atmosphäre eines von Misstrauen erfüllten Dorfes muss die Protagonistin, Belanca, mit einer sehr gefährlichen Situation umgehen. Im Zuge dessen stellt sie fest, dass mehr in ihr steckt, als erwartet. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Science-Fiction
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin durch einen Artikel namens „The Edgy Writing of Blindsight“ auf Peter Watts Roman gestoßen und auch wenn ich nachvollziehen kann, wieso die Verfasserin nichts mit dem Buch anfangen konnte, war meine Neugier durch die Zitate geweckt – und ich bin froh darüber, das Buch gelesen zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Blindsight“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist ehrgeizig, vollgestopft mit Ideen und eine ebenso düstere wie hypnotische Kombination aus Science Fiction und Cosmic Horror. Das Buch wartet mit einem kühnen Gedankenexperiment zu Intelligenz und Bewusstsein und mit einer starken zentralen These auf, der man nicht zustimmen muss, um etwas von dem Buch zu haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich verstehe das Worldbuilding von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Ninefox Gambit“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zugegebenermaßen immer noch nicht komplett, aber diese Welt mit einem Imperium, dass einen speziellen Kalender befolgt und verteidigt und Macht aus diesem zieht, ist ebenso überwältigend, wie sie spannend ist. Darüber hinaus ist das Buch spannend, gut geschrieben und wartet mit einer außergewöhnlichen Figurenkonstellation (die Hauptfigur trägt den Geist eines vermeintlich wahnsinnigen Generals mit sich) und einigen überraschenden Wendungen auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „The Light Brigade“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist gritty, gesellschaftskritisch und hat mir gefallen, obwohl ich überhaupt kein Fan von Zeitreisegeschichten bin. In einer dystopischen Zukunft kämpfen hier Soldat*innen, die sich in Licht auflösen, um sich dann wieder an ihren Einsatzorten zu manifestieren, gegen einen mysteriösen Feind. Aber schnell bekommt die Protagonistin das Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Kameron Hurley hat ein spannendes, wütendes Buch voller einprägsamer Zitate geschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Dem Blitz zu nah“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist vielleicht eher interessant, als dass das Buch Spaß macht – aber dafür ist es wirklich sehr interessant. Ada Palmer entwirft eine Zukunft, in der nicht nur Technologien, sondern auch zum Beispiel der Umgang mit Geschlecht, mit „nationaler“ Zugehörigkeit und vielem mehr radikal geändert haben. Ein Protagonist mit einer sehr dunklen Vergangenheit erzählt unter zahlreichen Bezügen auf die Zeit der Aufklärung von der Verschwörung, die sich unter dem scheinbar utopischen Frieden der „Hives“ verbirgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirklich utopisch geht es in
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Pantopia“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu – allerdings ist der Weg zu der Welt, in der die Menschenrechte das oberste Gebot und ethische Entscheidungen deutlich leichter sind als in der Gegenwart, holprig und voller Ungewissheiten. Und genau über diesen erzählt Theresa Hannig gekonnt. Sie erzählt von überzeugend gezeichneten Figuren, von moralischen Kompromissen und zweiten Chancen, und nicht zuletzt radikal hoffnungsvoll. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „How High We Go in the Dark”
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            habe ich quasi zusammen mit einem Buchclub gelesen – allerdings sind einige der Lesenden zwischendrin ausgestiegen und auch ich hatte Schwierigkeiten, das Buch zu beenden. Das liegt aber keineswegs daran, dass Sequoia Nagemutsus ineinander verflochtene Geschichten schlecht wären, sondern vielmehr daran, wie bedrückend nah sich der Roman anfühlt. Es geht um eine Pandemie, Klimawandel und das oft vergebliche Bemühen, geliebte Menschen zu beschützen. In diesem Roman bricht der oft verdrängte Tod mit solcher Macht wieder in unsere Gesellschaft ein, dass den Figuren nichts anderes als eine kollektive Auseinandersetzung damit – und damit, was sie verbindet – übrigbleibt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sachbuch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Faultiere - Ein Portrait“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobias Keiling, Heidi Liedke und Judith Schalansky (Hg). konnte mich mit seinem originellen Konzept und einer Menge neuem Wissen beeindrucken. Das Buch stellt quasi eine kurze Rezeptionsgeschichte des Faultiers dar, eine Geschichte der Projektionen auf dieses ungewöhnliche Tier, die wiederum viel über die Betrachtenden verraten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Entstellt“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           von Amanda Leduc verbindet die Autorin autobiografisches Schreiben mit einer Analyse der Darstellung von Menschen mit Behinderungen oder Entstellungen in Märchen und moderner Popkultur. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 22 Apr 2023 22:48:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-von-2022</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,Fantasy,Science-Fiction</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Erzählen in der ersten Person – zwei sehr effektive Ansätze</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/erste-person-detailstudie</link>
      <description>Zwei sehr verschiedene Bücher erzählen beide in der ersten Person. Ich schaue mir mal genauer an, was ihren Ansatz dabei unterscheidet und wieso das in beiden Fällen sehr gut funktioniert.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Bones_Kameradinnen-d6b08be0.jpg" alt="Print-Ausgaben von &amp;quot;Priest of Bones&amp;quot; und &amp;quot;Drei Kameradinnen&amp;quot; in einem Regal vor anderen Büchern"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den ersten Monaten dieses Jahres habe ich zwei Bücher beziehungsweise Reihen gelesen, die meiner Meinung nach das meiste aus ihrer gewählten Perspektive – Erzählen aus der ersten Person – herausholen. Dabei könnten ihr Setting, ihr Genre, viele zentrale Themen und die Art, wie sie diese Perspektive einsetzen, kaum verschiedener sein. Und weil ich viel zu lange keinen Blogpost mehr geschrieben habe, schaue ich mir das jetzt mal öffentlich im Detail an:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           War for the Rosethrone: Pseudo-Autobiografie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Relativ traditionell, aber einfach fantastisch umgesetzt ist das Erzählen in der ersten Person in Peter McLeans „War for the Rosethrone“-Reihe, deren letzten beiden Bände ich diesen Monat beendet habe. Die „War for the Rosethrone“-Tetralogie (aktuell sind die ersten beiden Bände auch auf Deutsch erhältlich) stellt quasi einen Ausschnitt aus der Autobiografie des Protagonisten, Tomas Piety, dar. Als Kriegsveteran, Priester, Gangster, Vollstrecker für einige sehr gefährliche Leute und schließlich politischer Spieler mit einer eigenen Agenda spielt er im Verlauf der Handlung so einige Rollen und erzählt im Rückblick sehr offen davon.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tomas erzählt in einer unverwechselbaren Stimme und mit so einigen Signatur-Formulierungen von brutalen Machtkämpfen, von Familie, Freundschaft und den Traumata, die ihn teilweise seit seiner Kindheit begleiten. Peter McLean schafft es wirklich, das Gefühl zu vermitteln, dass Tomas direkt seine Geschichte erzählt.* Viel erzählt sein Protagonist explizit, hat immer wieder Momente der Introspektion und wechselt zwischen Rechtfertigung, Selbstanklage und Resignation, und was zwischen den Zeilen steht, vermittelt noch mehr über Tomas’ Verletzlichkeit und Widersprüche.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tomas erzählt ehrlich – oder zumindest gibt es im Buch keine Anzeichen dafür, dass er sein Publikum in die Irre führen möchte, vertraut er dem Papier doch Dinge an, die der auf Status und Kontrolle bedachte Mann nicht in eine offizielle Biografie packen würde. Die Auslassungen und Rechtfertigungen im Buch scheinen sich daran anzulehnen, was Tomas selbst glauben will. Der Text hat also etwas von einem (literarisch geglätteten) Tagebuch oder Geständnis. Ich denke, es ist in erster Linie dieser sehr charismatischen Erzählstimme zu verdanken, dass die Bücher trotz ihrer allgegenwärtigen Düsternis einen starken Sog entwickeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Meine Rezensionen zu der Reihe findet ihr auf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/"&gt;&#xD;
      
           Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die Rezensionen für Band eins bis drei sind online, die für Band vier lade ich in den nächsten Tagen hoch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Drei Kameradinnen: Meta-Perspektive auf das Erzählen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz anders sieht es in „Drei Kameradinnen“ aus – hier wechseln wir nicht nur das Genre von Düster-dreckiger Low Fantasy zu einem Gegenwartsroman, sondern auch die Art, wie das Erzählen in der ersten Person eingesetzt wird, ist eine ganz andere. Auch hier erwacht die erzählende Person – in diesem Fall Kasih, eine junge Woman of Color in Deutschland – dank ihrer individuellen Erzählstimme zum Leben. Aber die imaginierte Erzählsituation ist eine ganz andere. Denn Kasih schreibt bewusst für ein Publikum und spricht dieses direkt und konfrontativ an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kasih ist sich sehr bewusst, dass sie kontrolliert, was das Publikum von ihr erfährt. Sie spielt mit der Chronologie und hin und wieder auch mit der Wahrheit, konfrontiert das Publikum mit dessen Erwartungen und ihren eigenen Erfahrungen. So führt sie die Lesenden auf chaotische Weise durch die Vorgeschichte eines Tages, an dessen Ende jemand tot sein wird. Auf dem Weg dorthin entspinnt sich eine Geschichte um eine enge Freundschaft, um Rassismus, Klassismus und Selbstbehauptung, erzählt mit Humor und scharfzüngigen, präzisen Beobachtungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch die Art des Erzählens, diese unübersehbare Aneignung der Kontrolle und Perspektive durch die Protagonistin, wird unmittelbar die Aufmerksamkeit auf den Akt des Erzählens an sich gelenkt und darauf, wer normalerweise redet und durch wessen Perspektive wir normalerweise auf die Welt blicken. Dies ist einerseits literarisch spannend, aber unterstreicht andererseits perfekt die gesellschaftskritischen Themen des Buches. Auch "Drei Kameradinnen" habe ich für
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27960:drei-kameradinnen-shida-bazyar&amp;amp;catid=61&amp;amp;Itemid=126" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            rezensiert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Explizite Erzählsituation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was beide Bücher machen, ist, dass sie den Rahmen für die Erzählsituation relativ explizit machen: Sowohl Tomas als auch Kasih schreiben ihre Geschichte auf, auch wenn bestimmte Details dabei vage bleiben. Das unterscheidet sich von einer anderen typischen Verwendungsweise der ersten Person, bei der es sich weniger anfühlt, als würden wir eine Geschichte erzählt bekommen und mehr, als wären wir als blinde*r Passagier*in im Kopf der Figur unterwegs, während sich die Ereignisse entfalten. Auch dies ist in einigen Büchern sehr effektiv eingesetzt. Mehr zu meinen allgemeineren Überlegungen zum Erzählen in der ersten Person, Variationen davon und Vor- und Nachteilen gegenüber anderen Perspektiven findet ihr in diesem mittlerweile ziemlich alten Post:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/schreiben-tipps-analysen-eine-frage-der-perspektive-1"&gt;&#xD;
      
           Eine Frage der Perspektive #1
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *Natürlich fehlen dem Buch die kleinen Imperfektionen, die man zum Beispiel von einem Tagebuch erwarten würde. Aber ich denke, dass jede Buchfigur, die einen längeren Text schreibt oder eine Geschichte erzählt, plötzlich den*die routinierte Autor*in in sich entdeckt, ist eine Abweichung von Realismus, die Lesende gern akzeptieren. Und die „War for the Rose Throne“-Bücher haben gerade genug Mündlichkeits-Marker wie zum Beispiel die refrainhaften Lieblingsformulierungen des Protagonisten, dass trotzdem das Gefühl eines sehr authentischen Texts aufkommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 13 Apr 2023 11:05:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/erste-person-detailstudie</guid>
      <g-custom:tags type="string">Erzählperspektive,Schreibtipp,Fantasy,Belletristik</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Bones_Kameradinnen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Bones_Kameradinnen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Polidoris „The Vampyre“ – Ein Blick in den ersten modernen Vampir-Roman</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/polidoris-vampyre</link>
      <description>Zusammenfassung, Rezension und ein bisschen Literaturepochen-Kontext</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Vampyre_title_page_1819-ce13a970.jpg" alt="Ausschnitt aus der Titelseite einer Ausgabe von &amp;quot;The Vampyre&amp;quot; von 1819"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn es um den Vampir in der Literaturgeschichte geht, wird immer wieder ein Werk erwähnt: John Polidoris „The Vampyre“. Da so einige Ausgaben davon im Internet herumschwirren, habe ich mich entschieden, die kurze Erzählung auch einmal zu lesen. Und darum geht es:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aubrey, ein naiver junger Mann, macht die Bekanntschaft des charismatischen Lord Ruthven, der sich einen Spaß daraus macht, Menschen um sich herum die Werkzeuge in die Hand zu geben, um ihre Leben zu ruinieren. Unser Ich-Erzähler wird von Ruthven als Reisegefährte ausgewählt und befreit sich nur langsam aus dem Bann seines vermeintlichen Freundes. Briefe über dessen Verhalten anderswo und seine eigenen Beobachtungen bringen ihn dazu, ihn in Rom zu verlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Griechenland verliebt sich Aubrey in Ianthe, die ihm auch von Sagen über Vampire erzählt und tatsächlich an sie zu glauben scheint. Aubrey hingegen ist skeptisch – bis Ianthe getötet wird. Ausgerechnet dann taucht Ruthven wieder auf und der verzweifelte Aubrey erlaubt es ihm, ihn von neuem zu begleiten. Im Wald werden sie von Räubern angegriffen und Ruthven anscheinend tödlich verwundet. Im Sterben fordert er Aubrey auf, seine Leiche im Mondlicht zurückzulassen und ein Jahr und einen Tag Schweigen über seinen Tod zu bewahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aubrey hält sein Versprechen – was er nicht hätte tun sollen. Denn als er nach London zurückkehrt, will seine Schwester einen mysteriösen Adligen heiraten – niemand anderes als Ruthven. Verzweifelt will er sie warnen, denn mittlerweile weiß er, was Ruthven ist und dass Menschen, die diesen lediglich für einen gefährlichen Verführer halten, die Gefahr unterschätzen. Aubreys Warnungen fallen auf taube Ohren oder kommen zu spät an. Ruthven und Aubreys Schwester reisen ab, Aubrey stirbt allein und verzweifelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anfang von „The Vampyre“ entstand 1816 in einer Villa am Genfer See. Anlass war ein Wettbewerb, bei dem George Byron, Mary und Percy Shelley und John Polidori ihre Fähigkeiten im Schreiben von Schauergeschichten maßen. 1816 ist als „Das Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte eingegangen – von einem Vulkanausbruch hochgeschleuderte Asche verdunkelte den Himmel und führte zu Missernten. Ein Resultat des Abends war ein noch ikonischeres Werk der Literatur: Mary Shelleys clever konstruierter, düsterer „Science Fiction“-Roman „Frankenstein“ – ein Buch, das nicht nur als ein Fenster in eine andere Zeit funktioniert, sondern auch sehr spannende Dinge mit der Erzählperspektive macht und zwei spannende Antihelden miteinander konfrontiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber zurück zu Polidori und „The Vampyre“: Die Geschichte umfasst gerade einmal 40 Seiten und erschien zunächst fälschlicherweise Byron zugeordnet in einem Magazin (ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass es kein Versehen war, dürfte doch Byrons Name das Interesse vieler Lesender geweckt haben) und war ein großer Erfolg. Es ist nicht das erste Werk, dass sich mit der Vampir-Thematik beschäftigt (z.B. war ihm da Goethe mit „Die Braut von Korinth“ oder Coleridge mit der unvollendeten Ballade „Christabel“ voraus, die beide verführerische, vampirhafte Frauen schildern), aber doch ein frühes und einflussreiches Werk zu dem Thema und – so weit ich weiß – der erste Prosa-Vampirroman.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „The Vampyre“ passt ausgezeichnet in seine Zeit. Die Geschichte sortiert sich in das Genre des Gothic Novels ein, und spiegelt auch die verbreitete Faszination mit Griechenland wieder, das hier einer der Schauplätze ist und zu dem Ort wird, wo das Wissen über Vampire überliefert ist und wo das Übernatürliche unübersehbar in Aubreys Leben einbricht. (In Griechenland, das wir heute eher weniger mit Vampirgeschichten assoziieren, spielt auch „Die Braut von Korinth“ – und tatsächlich sind aus dem griechischen Altertum mehrere Sagen vampirischer Wesen überliefert, z.B. trinken Geister in der Odyssee Blut, um temporär ins Leben zurückzukehren, und haben es Wesen wie die Lamia oder Striges auf menschliches Blut abgesehen. Vor allem scheinen aber Schreibende der Romantik Griechenland und Italien gerne zu romantisierten, altertümlichen Orten zu machen, wo Realität und Mythos nicht so klar getrennt sind wie anderswo – in Eichendorffs „Marmorbild“ tritt hier z.B. eine heidnische Gottheit in Erscheinung). Die Tendenz der Figuren, schwer zu erkranken, wenn Schuld und Schreck zu viel werden, erinnert mich an „Frankenstein“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch einige der unsympathischeren Trends der Zeit kommen im Buch durch – Damen der Gesellschaft werden als eitel, oberflächlich und allzu anfällig für Ruthvens Charme geschildert. Ianthe hingegen kommt besser und würdiger weg, weil sie naturverbunden, kindlich und unschuldig ist. Was sie jedoch nicht dafür bewahrt, für Plot und Gruselfaktor geopfert zu werden. Ein Brief Polidoris, welcher der Ausgabe von „The Vampyre“, die ich gelesen habe, beigefügt war, zeigt auch, dass der Autor kaum einer Frau zugesteht, Männern intellektuell gewachsen zu sein (gnädigerweise nimmt er Germaine de Stael von diesem Urteil aus).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frauenfiguren scheinen so eine Schwachstelle der Literatur der Romantik zu sein. Selbst in „Frankenstein“, einem in vieler Hinsicht überraschend fortschrittlichen Roman, sind die sanften, aufopferungsvollen Frauen im Vergleich zu den moralisch ambigen Männern einfach langweilig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Interessant ist, dass in „The Vampyre“ tatsächlich viele Eigenschaften des modernen Vampirs angelegt sind: Ruthven ist offensichtlich ein Außenseiter, aber er weiß Menschen zu faszinieren und zu beeinflussen. Er gibt sich aristokratisch, bewegt sich elegant in der Gesellschaft und tritt vor allem als Verführer in Erscheinung, vielleicht gerade weil er spürbar einen Fuß außerhalb der sozial akzeptierten Welt hat. Auch in seiner Beziehung zu Aubrey gibt es Anklänge davon. Ruthven kann sich von Verletzungen erholen, die einen Menschen getötet hätten (hier scheint es das Mondlicht zu sein, das ihn zurückbringt – eine Idee, die später in dem Fortsetzungsroman „Varney der Vampir“ aufgegriffen wird) und er ist unter zahlreichen Namen unterwegs. Auch das ist ein beliebter Trope in klassischen Vampirromanen, z.B. in Sheridan le Fanus „Carmilla“. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ruthven ist bei weitem keine positive, aber eine durchaus interessante Figur und scheint von Byron inspiriert zu sein, der ebenfalls ein skandalumwitterter, aber auch mit Faszination betrachteter Außenseiter war und in dem auch Züge der „byronischen Helden“ steckten, über die er geschrieben hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist „The Vampyre“ heute noch lesenswert? Gute Frage. Mit gerade einmal 40 Seiten ist der Roman auf jeden Fall kurz genug, dass man für die Lektüre nicht allzu viel Zeit aufwenden muss, und er stellt ein interessantes Fenster in die Wertevorstellungen des frühen 19. Jahrhunderts und in die Ursprünge eines für lange Zeit sehr einflussreichen Vampir-Archetyps dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 26 Nov 2022 23:50:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/polidoris-vampyre</guid>
      <g-custom:tags type="string">Literatur,Literaturgeschichte,Vampire</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Vampyre_title_page_1819-facbc3e0.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Vampyre_title_page_1819-facbc3e0.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Warum lieben Fantasy-Autor*innen Monarchien?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantasy-monarchien</link>
      <description>Ein paar Überlegungen zu einem Lieblingstrope des Fantasygenres.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/crown-2924543_1280.jpg" alt="Rostige Krone liegt seitlich auf Moos"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe – wie eine Menge Leute – die Gelegenheit genutzt, mir auf Youtube legal die erste Episode von „House of the Dragon“ anzusehen. Mein Eindruck: Wer „Game of Thrones“ mochte und gerne mehr davon hätte, was die Serie ausgezeichnet hat, dürfte auch „House of the Dragon“ mögen. Ich persönlich hätte mir tatsächlich gewünscht, dass das Prequel sich etwas weniger nach „Mehr von dieser Sache, die ihr kennt und mögt“ anfühlt, aber das ist nicht so relevant für diesen Artikel. Relevant ist, dass ich dadurch wieder mal darüber nachgedacht habe, wieso so viele erfolgreiche Geschichten im Fantasygenre um Könige, Adelshäuser und Panik um die Thronfolge kreisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fantasy-Literatur hat nach wie vor den Ruf, rückwärtsgewandter als Science Fiction zu sein – vor allem wegen der häufig von der Vergangenheit inspirierten Settings. Ich denke jedoch, dass bei vielen Autor*innen mehr als Nostalgie für eine Vergangenheit, die so nie existiert hat (aber trotzdem gerne von Leuten beschworen wird, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kommentar-fantasy-historische-korrektheit"&gt;&#xD;
      
           „historische Korrektheit“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            fordern) oder die Nachahmung von frühen Klassikern des Genres dahintersteht, dass sie immer wieder Geschichten erzählen, in denen Adlige oder König*innen die großen Entscheidungen treffen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich denke, einer der wichtigsten Gründe dafür ist praktischer Natur: Gerade bei epischer Fantasy geht es um wortwörtlich weltbewegende Konflikte. Aber gleichzeitig ist selbst in den größten Epen nur Platz für eine bestimmte Anzahl von Akteur*innen, deren Charakter und Motive man in voller Tiefe erkunden kann. Und bei Nebenfiguren passiert es schnell, dass Lesende sie nicht mehr auseinanderhalten können, wenn es zu viele von ihnen gibt. Entsprechend bieten sich Settings an, in denen relativ wenige Schlüsselfiguren statt größeren Gremien wichtige Entscheidungen treffen. Auch lassen sich Entscheidungsprozesse einzelner Menschen oft besser dramatisch inszenieren als die größerer Gruppen oder große gesamtgesellschaftliche Trends (wobei letzteres zum Beispiel Fonda Lee in ihrer „Green Bone Saga“ gut gelingt).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich denke, es sind nicht nur praktische Erwägungen, die Autor*innen dazu bringen, immer wieder über Königshöfe zu schreiben. Ich hatte erwähnt, dass die existierende literarische Tradition nur ein Faktor von mehreren ist, aber sie ist ein Faktor. Märchen, Sagen, mittelalterliche Epen (sehr bekannt sind zum Beispiel Beowulf oder die immer wieder aufgegriffene Artus-Sage) und nicht zuletzt Klassiker des Fantasy-Genres haben eine starke Tradition von Geschichten rund um (gute) Könige und ihren Hofstaat. Und das ist etwas, das Autor*innen aufgreifen können, entweder, um sich in diese Tradition einzureihen, oder aber um sie zu dekonstruieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzteres ist relativ einfach und gibt auch gute Geschichten ab. Denn einer der Gründe, wieso Monarchien und Aristokratien (oder so ziemlich jede Situation, in der eine inkompetente oder unsympathische Person unverdient Macht hat und missbrauchen oder einfach nur ungeschickt einsetzen kann) einen so guten Hintergrund für Geschichten abgeben, ist eben, dass sie massive Probleme und eine Menge Konfliktpotenzial abgeben. Erbfolgestreitigkeiten, unfähige Herrschende, die völlig unqualifiziert für ihre Position sind und dergleichen liefern eine Menge Plotpunkte. Ich hatte ja schon einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/wie-kommt-die-figur-zum-plot"&gt;&#xD;
      
           Blogpost
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            darüber geschrieben, dass Geschichten häufig einen Teil ihrer Spannung daraus beziehen, dass es Figuren in Rollen verschlägt, für die die sie ungeeignet sind oder in die sie zumindest erst hineinwachsen müssen. Ein Setting, in dem Macht vererbt wird, beschwört eine Menge dieser Situationen herauf. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich würde allerdings daran zweifeln, ob Autor*innen, die in ihren Büchern demonstrieren, wieso eine starr stratifizierte Gesellschaft mit sehr mächtigen Individuen an der Spitze nicht so toll ist, damit per se etwas Subversives oder Gesellschaftskritisches machen. Ich glaube nicht, dass eine relevante Anzahl von Menschen noch an Monarchie als das überlegene System glaubt, sodass ein Buch, das illustriert, wieso man nicht naiv auf den „guten König“ vertrauen sollte, wahrscheinlich eher so eine „haha, gut dass wir weiter sind“-Reaktion und wenig Nachdenken über die Gegenwart hervorruft. Erfolgreicher darin, sich als Fantasy-Geschichte kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, fand ich zum Beispiel den Film „The Shape of Water“, der sich die häufig von konservativeren Teilen der Gesellschaft idealisierten 50er-Jahre vorknüpft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube also nicht, dass es zwangsläufig ein Ausdruck von Sehnsucht nach einer vermeintlich einfacheren Vergangenheit ist, wenn Fantasy- (und auch einige Science-Fiction-)Autor*innen über Herrscherdynastien und Adelshäuser schreiben. Und wie so ziemlich jeder Gegenstand von Literatur kann dies je nach Ausführung spannend oder uninteressant sein. Es gibt einige Fantasyromane, die um König*innen und ihre Angehörigen kreisen, die ich sehr mag – Anfang des Jahres konnte mich zum Beispiel Tad Williams mit „Die Hexenholzkrone“ beeindrucken, einem Roman, in dem sich unter anderem ein älteres Königspaar sich damit abfinden muss, dass sie die nächste Generation nicht werden beschützen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich finde es aber trotzdem immer sehr erfrischend, wenn mir in einem Buch mal ein anderes System begegnet und wenn ich vor allem das Gefühl habe, dass Dinge in Bewegung sind. Hier fallen mir zum Beispiel die „Dandelion Dynasty“-Romane von Ken Liu ein, in denen Rebell*innen einen Kaiser stürzen und nun herausfinden müssen, wie sie besser mit der Macht umgehen. Oder die verschiedenen Herrschaftssysteme, die sich in „Die 13 Gezeichneten“ von Judith und Christian Vogt begegnen. Oder die blutigen Anfänge einer Republik, die Leser*innen in Brian McClellans
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/brian-mcclellan-promise-of-blood-powder-mage-trilogie-buch-1"&gt;&#xD;
      
           „Promise of Blood“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            beobachten. Oder die verschiedenen Nationen, die in Seth Dickinsons „The Masquerade“-Reihe mit dem Expansionswillen der „imperial republic of Falcrest“ konfrontiert sind (wirklich, lest diese Bücher – sie ziehen teilweise sehr runter, aber sind gleichzeitig so gut).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Fazit: Es ist nicht per se ein Zeichen von Rückständigkeit oder politisch fragwürdig, wenn Fantasy-Autor*innen über Monarch*innen und Adlige schreiben und diese sind in mancher Hinsicht sehr praktisch fürs Erzählen (ein Grund, wieso Weltraum-Feudalismus auch bei Science-Fiction-Autor*innen beliebt ist – er kann in solchen Settings aber auch als eine Warnung vor der Verfestigung wirtschaftlicher und politischer Machtasymmetrien fungieren). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kann sich aber auch lohnen, darüber hinauszudenken und sich entweder selbst andere Systeme auszudenken oder in der Geschichte nach Beispielen dafür zu suchen. Ich habe beispielsweise vor einer Weile eine sehr spannende Biographie über Niccoló Machiavelli („Be like the fox“ von Erica Benner) gelesen und bin dadurch an die interessante Geschichte von Stadtstaaten während der Renaissance erinnert worden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 20:27:12 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/crown-2924543_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/crown-2924543_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gelesene Bücher – rezensieren, dokumentieren, einfach genießen?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/lesen-rezensieren-dokumentieren</link>
      <description>Eine kleine Reflektion über Buchjournals, Rezensionen und dergleichen</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2022-08-12_22-59-26.jpg" alt="Aufgeschlagenes Notizbuch mit schwarzem Papier, auf das viele kleine ausgeschnittene Buchcover geklebt sind."/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe seit 2015 für Literatopia, das Phantast-Magazin, meine Autorinnenseite und meinen mittlerweile gelöschten ersten Buchblog ein paar hundert Buchrezensionen geschrieben. Doch in den letzten Jahren habe ich in dieser Hinsicht weniger gemacht. Das tut mir ein wenig leid, denn Rezensionen sind eine Möglichkeit, Autor*innen – gerade denen, deren Bücher nicht in Buchläden ausliegen oder allgemein zu wenig Aufmerksamkeit bekommen – mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ausformulieren meiner Überlegungen darüber, welche Emotionen ein Buch in mir geweckt hat, was darin gut und was weniger gut funktioniert hat, hat mir auch geholfen, mich als Autorin weiterzuentwickeln und meine eigenen Reaktionen auf Literatur zu reflektieren. Und nicht zuletzt bin ich durch Literatopia und die Zusendung von Rezensionsexemplaren auf spannende Bücher aufmerksam geworden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings nehme ich schon seit längerer Zeit nur noch sehr selten Rezensionsexemplare an. Denn es ist eine echte Erleichterung, ein Buch lesen zu können und nicht innerlich aufzustöhnen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich nichts Interessantes dazu zu sagen habe – es gibt Bücher, zu denen keine ausgeprägte Meinung habe, und deren Rezension dementsprechend sehr nahe an einer bloßen Inhaltsangabe wäre. Manchmal berühren Bücher wichtige Themen, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich sie in der Rezension ansprechen sollte, aber gleichzeitig weiß ich nicht genug über sie, um ihre Darstellung qualifiziert zu bewerten. Gelegentlich ist ein Buch auch nichts für mich. Ein Buch, das ich privat lese, kann ich dann einfach abbrechen, eines, das ich rezensieren soll, dagegen nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mir ist erst aufgefallen, dass mit dem Rezensieren jeden gelesenen Buchs auch ein gewisses Gefühl des Drucks einherging, als ich damit aufhörte. Es war nicht notwendigerweise ein unangenehmer Druck – er hat mich dazu bewegt, mehr Zeit mit Lesen zu verbringen, als ich es normalerweise getan hätte, und das ist angesichts der vielen Ablenkungen von Literatur, die es derzeit gibt, durchaus etwas Positives. Falls man also mehr und analytischer lesen und nebenbei Autor*innen unterstützen möchte, ist es wahrscheinlich keine schlechte Idee, sich vorzunehmen, jeden Monat eine bestimmte Anzahl von Rezensionen auf einer der vielen dafür zur Verfügung stehenden Plattformen hochzuladen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ich merke auch, dass es mir guttut, mich weniger mit Rezensionen unter Druck zu setzen. Ich rede jedoch nach wie vor gerne über Bücher, mache mir hin und wieder Notizen, was mir in gelesenen Büchern handwerklich aufgefallen ist, und überschütte Menschen online wie offline mit Leseempfehlungen, wenn ich den kleinsten Anlass dazu sehe. Und die langen, ausführlicheren Buchrezensionen für den Phantast schreibe ich nach wie vor sehr gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin dazu übergegangen, zu notieren, welche Bücher ich noch lesen möchte, sie abzuhaken, und auch festzuhalten, wie viele Bücher ich in einem Monat gelesen habe. In dieser Form eine Rückschau auf den Monat zu haben, erinnert mich daran, dass nicht annähernd so viel Zeit ungenutzt verflogen ist, wie es mir manchmal im Rückblick erscheinen will, und es ist auch eine Motivation, mehr zu lesen. Außerdem helfen mir meine Notizen, mich besser an gelesene Bücher zu erinnern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lesen ist nach wie vor meine liebste Freizeitbeschäftigung, aber auch hier stellen sich manchmal Flauten ein, in denen diverse soziale Netzwerke leichter verfügbare Unterhaltung versprechen. Allerdings birgt auch das gelesene Bücher Zählen das seine eigenen Fallstricke, selbst, wenn es nicht mal öffentlich passiert: Die Dokumentation der gelesenen Bücher kann dazu verleiten, Bücher zu schnell zu lesen, um sie noch in diesen Monat, noch in dieses Jahr zu quetschen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist es also die beste Methode, Bücher einfach zu genießen, und alle Gedanken dazu im eigenen Kopf und vielleicht im Gespräch mit Freunden und Familie zu lassen? Ich glaube, für mich ist eine Kombination aus allen drei hier vorgestellten Methoden ideal: Bücher rezensieren, wenn ich unbedingt mehr Leuten davon erzählen möchte. Immer bereit sein, mit begründeten Buchempfehlungen herauszuplatzen. Vermerken, was und wie viel ich lese, aber mir zunächst bescheidene Ziele setzen, die ich mit der Zeit erweitere, sodass ich mich nicht zu sehr unter Druck setze, schnell durch Bücher zu hetzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 12 Aug 2022 21:06:50 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Was bringt historische Recherche für Fantasy?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/historische-recherche</link>
      <description>Fantasy, auch solche in von der Vergangenheit inspirierten Settings, kann Geschichte nicht einfach kopieren. Trotzdem ist die Beschäftigung damit mitunter eine echte Bereicherung fürs Schreiben.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/books-4515917_1920-8114b1a6.jpg" alt="Alte Bücher in einem Regal"/&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           High Fantasy spielt in Sekundärwelten, die eine andere Geschichte, andere Bedingungen haben als unsere – das ist das Kernmerkmal des Genres. Trotzdem stürzen sich Schreibende regelmäßig tief in Recherchen über vergangene Epochen. Und Lesende bringen mehr oder weniger gute Argumente, wieso ihre Immersion diese oder jene Abweichung von (ihrer Idee) der historischen Realität nicht überlebt hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über letzteres habe ich bereits relativ ausführlich in meinem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kommentar-fantasy-historische-korrektheit"&gt;&#xD;
      
           Artikel über „Historische Korrektheit“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (und wieso Verweise darauf in Bezug auf Fantasy oft faule und schnell auseinanderfallende Argumente sind) geschrieben. Aber ich wollte mich auch noch einmal damit beschäftigen, wie Geschichtswissen das eigene phantastische Schreiben trotzdem bereichern kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vielfalt menschlicher Erfahrung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lektüre vieler historischer Texte führt zu einer Erkenntnis: Die Welten, in denen unsere Vorfahren lebten, sind aus unserer Perspektive sehr, sehr merkwürdig. Nicht nur das Geschehen selbst, sondern auch die Art, wie Menschen es interpretierten, und ihre Idee von ihrer Rolle in der Welt. Die Beschäftigung mit Geschichte – und hier empfehle ich tatsächlich Originalquellen, ergänzt um erklärende Sekundärtexte – ist eine wunderbare Erinnerung an die Vielfalt menschlicher Erfahrung, aus der Ideen für Figurenmotivationen und Konflikte in fiktiven Welten erwachsen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Geschichte kann also, ohne dass allzu direkt Aspekte übernommen werden, ein gutes Gefühl dafür vermitteln, was eigentlich alles möglich ist – das bezieht sich auf große historische Entwicklungen ebenso wie auf unerwartete, fast schon skurrile Details wie den Fakt, dass Assassinen ein Motiv der Minnedichtung des 13. Jahrhunderts waren und dort Treue und Aufopferung für die Geliebte repräsentierten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch war die „reale“ Geschichte sehr viel diverser und überraschender, als man auf der Basis von populärkulturellen Darstellungen annehmen würde: Auf dem Mittelmeer der frühen Neuzeit waren z.B. Piratencrews unterwegs, die sich aus muslimischen Korsaren und christlichen Renegaten zusammensetzten – und auch mal ein Bündnis mit protestantischen Ländern eingingen, um katholischen Nationen zu schaden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch interessant zu verfolgen ist, wie sich Zuschreibungen von Geschlechtern mit der Zeit veränderten. Sich mit der historischen Entwicklung von Dingen auseinander zu setzen, hilft generell ganz gut, aus dem „das ist/war eben so und muss in jeder überzeugenden fiktiven Welt genauso sein“-Mindset rauszukommen, was sehr bereichernd für das Schreiben sein kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andere Arten des Erzählens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenso können historische Texte daran erinnern, dass wir Geschichten nicht immer so erzählt haben, wie wir sie heute erzählen, und dass es auch stilistisch immer neue Weiterentwicklungen gibt. In meinem Studium habe ich z.B. einen Text darüber gelesen, dass dem „Nibelungenlied“ eine ganz andere Idee von narrativer Kohärenz zu Grunde liegt, als wir sie heute haben. Und Sagas wie „Olafs Saga Tryggvasonar“ aus der „Heimskringla“ (12. Jh) geben einen Einblick in eine Welt, in der das „Natürliche“ und das, was wir heute als „magisch“ oder „übernatürlich“ bezeichnen würden, nicht starr getrennt sind – in dieser Historienerzählung verwandeln sich Magier in Wale und kämpfen vor den Küsten Islands mit Landgeistern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anregungen fürs Worldbuilding
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenso kann die Beschäftigung mit Geschichte eine wichtige Inspirationsquelle dafür sein, wie kulturelle und technologische, religiöse und politische Entwicklungen und geografische Gegebenheiten miteinander verflochten sind und sich gegenseitig befördern, blockieren oder erst ermöglichen. Zum Beispiel gibt es starke Argumente dafür, dass Einstellungen zu staatlicher Armenfürsorge heute noch von konfessionellen Traditionen geprägt sind, die wiederum interessante Wechselwirkungen mit wirtschaftlichen Strukturen hatten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Historische Agency
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Interessant ist auch die Frage: Wer „macht“ Geschichte? Leo Tolstois berühmter Roman „Krieg und Frieden“ wird immer wieder von Passagen unterbrochen, in denen die Erzählinstanz darüber philosophiert, wie selbst die Personen, die wir als „Geschichtsmacher*innen“ bezeichnen würden, von den Bedingungen ihrer Zeit und von den Erwartungen ihrer Zeitgenoss*innen vor sich hergetrieben werden – von der Spannung zwischen strukturellen Bedingungen und individueller historischer Agency. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verschiedene Schulen der Geschichtswissenschaft legen mal den Fokus auf die Handlungen von Individuen, von Klassen, von Gruppen, aber auch von geografischen und technischen Gegebenheiten. Auch das ist eine interessante Frage, die unterschwellig in phantastischer Literatur erkundet werden kann. Ein gutes Beispiel dafür ist Guy Gavriel Kays melancholischer, eng an die Geschichte der Song-Dynastie angelehnter Roman „River of Stars“, wo es immer wieder unterschwellig oder explizit um den Platz von Individuen in der Geschichte geht. Meine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27045:am-fluss-der-sterne-guy-gavriel-kay&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu dem Buch findet ihr bei Literatopia.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Imitation und Inspiration
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir alle kennen die fantastischen Gegenstücke historischer Kulturen, die quasi als „Abkürzung“ für den Weltenbau fungieren und Lesenden rasch eine Idee vermitteln, wie sie sich das Setting vorstellen können. Gerade, wenn dies gut recherchiert ist, kann das auch sehr gut funktionieren. Ein spannendes Beispiel dafür findet sich in „Gunpowder Gods“. Hier hat sich der Autor, Zamil Akhtar, stark vom osmanischen Reich, von Kreuzrittern und nomadischen Kulturen inspirieren lassen, um eine düstere Geschichte vor dem Hintergrund lebhaften kulturellen Austauschs zu erzählen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses sogenannte Coding kann eine Menge Zeit sparen und einen effizienten Weg darstellen, die Vielfalt einer Welt zu zeigen, aber es bringt auch einige Risiken mit sich, z.B. den, real existierende Personengruppen zu exotisieren oder Stereotypen zu stärken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der Beschäftigung mit Alltagsgeschichte können auch viele kleine Details entnommen werden, die eine fiktive Welt realistischer erscheinen lassen, zum Beispiel wie bestimmte handwerkliche Tätigkeiten funktionierten. Auch kann man sich bei der Geschichte bedienen, um nicht jedes Mal das Rad neu erfinden zu müssen - ich habe erst vor kurzem ein Sachbuch über verschiedene Ritterorden gelesen, weil ich überlege, mir die Organisationsstrukturen eines solchen Ordens für einen Roman "auszuleihen".
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 10 Jul 2022 20:27:49 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/historische-recherche</guid>
      <g-custom:tags type="string">Fantasy,Geschichte</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/books-4515917_1920.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/books-4515917_1920.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Judging books by their titles: Einige meiner Lieblingsbuchtitel</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/judging-books-by-their-titles</link>
      <description>5 Buchtitel, die sofort meine Neugier geweckt haben.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/titel.jpg" alt="Die Bücher &amp;quot;Ghosts of Tomorrow&amp;quot;, &amp;quot;Die Götter müssen sterben&amp;quot;, &amp;quot;Midnight Tides&amp;quot; und &amp;quot;Anarchie Déco&amp;quot; stehen auf einem weißen Regalbrett. Sie verdecken einander teilweise."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin wahrscheinlich nicht die einzige Autorin, die ewig über ihren Buchtiteln brütet, auf der Suche nach etwas, das gut klingt und entweder Inhalt oder Atmosphäre des Buches perfekt einfängt. Wie wichtig ein guter Titel ist, merke ich selbst immer wieder beim Stöbern in Buchläden. Vor einer Weile habe ich darüber nachgedacht, was eigentlich meine Lieblings-Buchtitel sind – und bin zu dem Schluss gekommen, dass diese fünf definitiv dazugehören:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Midnight Tides
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich mag den geheimnisvollen und noch nicht abgenutzten Klang von „Midnight Tides“ – und nach der Lektüre des Romans (der fünfte Teil von „The Malazan Book of the Fallen“ von Steven Erikson) finde ich ihn noch viel besser, denn nicht nur zitiert er einen Satz aus dem Dritten Band der Reihe, der die Geschehnisse dieses Buches andeutet. Das Meer spielt auch eine besondere Rolle in diesem Buch und darüber hinaus passt der Titel auch im metaphorischen Sinne, denn viele Figuren werden hier wider besseres Wissen von den Strömungen gesellschaftlicher Entwicklungen mitgerissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27359:kinder-des-schattens-gezeiten-der-nacht-steven-erikson&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Götter müssen sterben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich liebe die herausfordernde Energie dieses Titels. Sie passt in jedem Fall gut zu Nora Bendzkos ungewöhnlichem Roman über Amazonen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27014:die-goetter-muessen-sterben-nora-bendzko&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ghosts of Tomorrow
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ghosts of Tomorrow” ist ein sehr atmosphärischer Titel und deutet eine Vorahnung einer eher düsteren Zukunft an. Ich weiß aber nicht, ob ich nur an den Titel allein denke, oder ob es nicht zum Teil auch das Titelbild von Michael R. Fletchers Cyberpunk-Roman ist, dass sich mir so eingeprägt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26858:ghosts-of-tomorrow-michael-r-fletcher&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=131" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           The Autumn Republic
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „The Autumn Republic“ ist der dritte Band der Powder-Mage-Reihe von Brian McClellan – und mich spricht der Titel an, weil Republiken in Fantasy-Romanen relativ selten sind und der Titel also schon auf eines der Alleinstellungsmerkmale des Romans hindeutet. Hinzu kommt noch, dass „Autumn Republic“ entweder auf eine im Herbst gegründete oder auf eine nur sehr kurzlebige Republik hindeuten könnte, also auch in dieser Hinsicht Interesse weckt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27541:die-powder-mage-chroniken-herbstrepublik-brian-mcclellan&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia (nicht von mir)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anarchie Déco
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anarchie Déco von Judith und Christian Vogt mag ich aus ganz ähnlichen Gründen – der Titel deutet eine Menge interessanter Dinge zu Plot und Setting ab, die das Buch dann auch abliefert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27142:anarchie-deco-j-c-vogt&amp;amp;catid=63&amp;amp;Itemid=128" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia (auch nicht von mir)
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassend: Ich glaube, ich mag Titel, die andeuten, dass der Status Quo in diesem Buch einen kräftigen Schubser erhalten wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Jun 2022 20:08:40 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/judging-books-by-their-titles</guid>
      <g-custom:tags type="string">Fantasy,Buchtitel,Science Fiction</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/titel.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/titel.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Buchentdeckungen von 2021 – Teil 2</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-von-2021-teil-2</link>
      <description>Eine neue Ladung Buch-, Serien- und Comic-Empfehlungen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/2021-2-983572db.jpg" alt="Print-Exemplare von &amp;quot;Empire of the Vampire&amp;quot;, &amp;quot;Ghost Talkers&amp;quot;, &amp;quot;Berlin - Magische Knochen&amp;quot;, &amp;quot;Anarchie Deco&amp;quot; und &amp;quot;Dune&amp;quot; in einem weißen Regal"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2021 war in mancher Hinsicht kein sehr gutes Jahr für mich, aber hat auch einiges Gutes gebracht. Mit „Das Buch der Augen” habe ich dieses Jahr ein Buch veröffentlicht, auf das ich sehr stolz bin. Ich habe an zwei Phantast-Magazine mitgewirkt, es trotz allem geschafft, zuverlässig Patreon-Content zu liefern, und habe einen kleinen Beitrag zu einem sehr spannenden kollaborativen Schreibprojekt geleistet. Und, persönlicher: Ich habe mich verlobt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber selbst Dinge machen ist nur ein kleiner Teil davon, ein Jahr gut zu nutzen. Wenn ich durch mein Buch-Journal blättere, erinnert mich das daran, dass 2021 auch von vielen schönen Erfahrungen geprägt war, die ich der Vorstellungskraft und harten Arbeit anderer Leute verdanke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und wie immer, wenn ich gute Bücher gelesen habe, möchte ich euch davon erzählen. Hier findet ihr meine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/meine-buchentdeckungen-von-2021-teil-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Lieblingsbücher aus der ersten Jahreshälfte
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und das hier sind einige meiner Favoriten aus der zweiten Hälfte von 2021:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Talia Lavin: Culture Warlords
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Talia Lavin hat für die Recherchen für dieses Buch diverse Online-Räume, in denen sich Rechtsextreme austauschen, infiltriert und schreibt hier unterhaltsam, aber auch eindringlich über ihre Erfahrungen. Ein erschreckender, aber auch wichtiger Einblick in Radikalisierung und ihre Kontexte. (Ein ganz ähnliches Buch mit einem stärkeren Fokus auf Europa ist übrigens „Radikalisierungsmaschinen“ von Julia Ebner)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mary Robinette Kowal: Ghost Talkers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Historische Fantasy vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, in der nicht nur die fantastischen, sondern auch die historischen Elemente faszinieren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27079:ghost-talkers-mary-robinette-kowal&amp;amp;catid=63&amp;amp;Itemid=266" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sarah Stoffers: Berlin – magische Knochen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fortsetzung zu „Berlin – rostiges Herz“ eröffnet den Blick die Welt jenseits des steampunkigen Berlins der Zukunft. Überzeugende Figuren, eine Welt, in der es viel zu entdecken gibt, und Plotpunkte und Themen, die gekonnt gesetzt und wieder aufgegriffen werden, machen das Buch zu einem sehr runden Leseerlebnis. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frank Herbert: Dune
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dune ist ein Epos, das sich mehr wie High Fantasy als wie Science-Fiction liest und in dem es eine Menge großer Ideen geht. Ich habe einige Kritikpunkte an dem Buch, aber bin froh, es gelesen zu haben, weil es aus gutem Grund ein Klassiker ist. Sehr interessant fand ich den Einsatz des mittlerweile sehr unüblichen allwissenden Erzählers.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/dune-rezension-zu-buch-und-film" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Meine Rezension zu Buch und Film
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Xiran Jay Zhao: Iron Widow
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Radikal, brutal und farbenprächtig geht es in „Iron Widow“ zu, einem Roman, in der chinesische Geschichte auf Science-Fiction trifft. Hier nimmt es die Protagonistin mit einem frauenfeindlichen System auf und sieht dabei keinen Grund, rücksichtsvoller vorzugehen, als man es ihr gegenüber war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27221:iron-widow-xiran-jay-zhao&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=269" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jay Kristoff: Empire of the Vampire
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jay Kristoff schreckt in diesem Buch nicht vor Klischees und Handlungs- oder Stilelementen, die stark an bestimmte andere Werke erinnern, zurück. Aber vielleicht weil sich das Buch so unentschuldigend freudig in seine bewährte, düster-opulente Ästhetik (in Sprache und Setting) lehnt und weil es einige schöne, dynamische Beziehungen zwischen den Figuren gibt, war „Empire of the Vampire“ ein Roman, den ich erst ironisch, aber dann sehr schnell aufrichtig genossen habe. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           J.C. Vogt: Anarchie Deco
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Historische Fantasy hat immer auch die Möglichkeit, nicht nur spannende Situationen zu schaffen, sondern auch im öffentlichen Bewusstsein weniger präsente Geschichte auszuleuchten. In Anarchie Deco sind das etwa die queere und die anarchistische Szene des Berlins der 20er.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Django Wexler: Hard Reboot
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Novelle über zwei junge Frauen – eine Wissenschaftlerin und einer Bastlerin auf einer aufgegebenen, vermüllten Erde der Zukunft – und riesige Roboter erzählt auf wenigen Seiten eine sehr runde Geschichte, die einfach richtig Spaß macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gareth Hanrahan: The Shadow Saint
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist kein Geheimnis, dass ich seltsame, düstere Fantasy-Metropolen liebe, und Guerdon mit seinen eklig-faszinierenden alchemistischen Schöpfungen und dem Krieg der Gottheiten, der langsam auch auf die bisher neutrale Stadt übergreift, konnte mich bereits im ersten Band, „The Gutter Prayer“ überzeugen. „The Shadow Saint“ übertrifft seinen Vorgänger jedoch noch einmal in puncto Figurenzeichnung und schickt überraschend menschliche und sympathische Protagonist*innen durch die eindrucksvolle, chaotische Welt des Romans.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27271:the-shadow-saint-gareth-hanrahan&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Steven Erikson: Deadhouse Gates
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe mir vorgenommen, endlich „The Malazan Book of the Fallen“ (eine Serie aus zehn langen, komplexen Büchern) zu Ende zu lesen, da ich zuvor beim vierten Band hängen geblieben bin. Darum habe ich jetzt den zweiten Band noch mal gelesen – und bin sehr froh darüber, denn „Deadhouse Gates“ ist ein in vieler Hinsicht episches und bei aller geschilderten Gewalt und Trostlosigkeit auch ein sehr mitfühlendes Buch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Honorable Mentions
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Cassandra Khaw: Hammers on Bone
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kazuo Ishiguro: An Artist of the Floating World
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeanette Walls: The Glass Castle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eleanor Bardilac: Knochenblumen welken nicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keine Bücher, aber auch toll
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2021 war definitiv ein gutes Medien-Jahr. Neben den Büchern, die ich in diesem Post erwähne, habe ich auch Zeit mit toller Musik, Serien und Youtube-Videos verbracht. Auf Youtube konnten mich wieder mal Abigail Thorne von Philosophy Tube (z.B. mit ihrem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=dh4G1Gjv7bA" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           neuesten Video
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ) und T.B. Skyen überzeugen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich komme deutlich weniger dazu, Serien und Filme zu schauen als viele andere, aber ein paar Mal habe ich dieses Jahr doch die Zeit und Ruhe gefunden. Ich bin überrascht, dass es sich bei einigen meiner Favoriten um animierte Serien handelt, immerhin ist das ein Format, dass ich noch vor kurzem so gut wie gar nicht geschaut habe. Aber die vierte Staffel von „Castlevania“ hat mich mit ihrer Mischung aus Spannung und witzigen Figuren-Interaktionen überzeugen können, und wie so viele Zuschauende war ich von „Arcane“ beeindruckt. Hier erwachen Figuren und Schauplätze eindrucksvoll zum Leben und die Animation und das Design der Serie sehen nicht nur künstlerisch aus, sondern fangen auch auf spannende Weise die Subjektivität der Figuren ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die „Dune“-Verfilmung hat mir gut gefallen. Ein toller Geschichten-Snack ist „Trese“ – in dieser Urban-Fantasy-Serie packen die Macher*innen eine Menge Story in sechs kurze Episoden und geben einen spannenden Einblick in die Sagenwelt der Philippinen. Darüber hinaus hatte ich auch Spaß an dem Webcomic „Covenant“ (auf Webtoon).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Dec 2021 20:02:17 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/buchentdeckungen-von-2021-teil-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,Fantasy,2021,Rezensionen,Science-Fiction</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/2021-2.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/2021-2.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Das Buch der Augen" - das waren meine Einflüsse</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/das-buch-der-augen-das-waren-meine-einfluesse</link>
      <description>Ein paar Inspirationsquellen und Einflüsse für "Das Buch der Augen"</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Playlist-d9bf7aed-35f60fbe.png" alt="Weiße Schrift vor rotem Hintergrund und Line-Art von Renia: &amp;quot;Das Buch der Augen - Schreibplaylist: Diary of Dreams: Epicon;  Svalbard: Try not to die until you're dead; Icon For Hire: Think I'm Sick; Bring me the Horizon: One Day the only Butterflies left ...; Miracle of Sound, Aviators: A Thousand Eyes;  Epica: Reverence - Living in the Heart"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bücher existieren nicht in einem Vakuum – sie bauen auf vorherigen Büchern auf, entwickeln Ideen und Konzepte weiter oder machen Dinge bewusst ganz anders oder beleuchten die Ränder vertrauter Geschichten. Ich finde diese Beziehungen zwischen Texten ziemlich interessant und habe mich entschieden, einmal öffentlich darüber nachzudenken, was mich beim Schreiben von „Das Buch der Augen“ beeinflusst hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während für mich relativ offensichtlich ist, welche Bücher mich beim Schreiben der „Drúdir“-Romane geprägt haben (interessanterweise wenig Steampunk – ich bin erst durch das Schreiben in einem steampunkigen Setting wirklich intensiv auf das Genre aufmerksam geworden), sind die Inspirationen für „Das Buch der Augen“ subtiler und weitaus vager in ihrer Wirkung – tatsächlich steckt ein bisschen Raten in diesem Post.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	„The Arcadia Project“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielleicht kein direkter Einfluss, aber eine große Ermutigung war für mich „The Arcadia Project“ von Mishell Baker – hier stellt die Autorin eindrucksvoll unter Beweis, dass Romane gleichzeitig eine mitreißende, witzige und clever konstruierte Urban-Fantasy-Geschichte erzählen und gleichzeitig ausführlich und empathisch erkunden können, was es bedeutet, mit einer psychischen Krankheit zu leben. Hier findet ihr meine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1"&gt;&#xD;
      
           Rezension zu dem ersten Band der Reihe
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	„Grim“ und „Die Chroniken der Schattenwelt“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin in meiner Schulzeit über Gesa Schwartz’ Romane gestolpert und ich denke, meine Schilderung der „Grauzone“ ist ein wenig davon inspiriert, wie sie ihre Anderswelten schildert, auch wenn mein Weltenbau ganz anders ist. Ich wollte eine atmosphärische, von den Augen der Menschen verborgene Welt, die tödlich ist, aber auch mit ihren Geheimnissen und ihrer Schönheit lockt und ohne klare, transparente Regeln auskommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Non-Fiction
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Buch der Augen“ existiert auch, weil ich in der Zeit, in der es noch ein akutes Problem für mich war, einige Biografien und Selbsthilfebücher zum Thema Anorexie gelesen habe. Diese Bücher erfüllen einen bestimmten Zweck und machen das auch teilweise sehr gut, aber ich habe zunehmend gemerkt, dass ich gerne ein Buch gehabt hätte, dass sich auf andere Weise mit dem Thema auseinandersetzt – ich wollte einen Roman, der auf die seltsamen, erschöpfenden und beängstigenden Erfahrungen einer anorexiekranken Person eingeht, aber diese nicht zu dem einen, zentralen Thema macht. Daher ist „Das Buch der Augen“ ein Urban-Fantasy-Roman mit einer Protagonistin, die sich zusätzlich zu all ihren anderen Problemen auch mit ihrer psychischen Erkrankung herumschlagen muss. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	„Prince of Thorns“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiteres Buch, das sehr wenig mit „Das Buch der Augen“ gemeinsam hat, aber dennoch eine Rolle gespielt hat, weil es mir vor Augen geführt hat, wie wirkungsvoll ein gekonnt eingesetzter Ich-Erzähler ist. Mark Lawrence schafft es, Lesende mit einem Ich-Erzähler mitfiebern zu lassen, der eigentlich perfektes Antagonisten-Material ist, und das hat mich ermutigt, Lesende in den Kopf einer Figur mitzunehmen, deren Gedanken und Handlungen bei einer distanzierteren Perspektive schwer nachzuvollziehen wären. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5.	YA-Fantasy
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer vager Einfluss war das ganze Genre von Jugendbüchern, in denen eine junge Heldin in eine düstere, magische Welt stolpert oder in denen geheime Organisationen Menschen vor Monstern schützen (z.B. „Die Chroniken der Unterwelt“). Ich musste der aus gutem Grund beliebten Grundidee jedoch ein paar Twists verpassen und die Überforderung der jungen Dämonenjäger*innen betonen, um die Geschichte zu erhalten, die ich haben wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Visuelle Einflüsse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe natürlich meine visuellen Einflüsse für „Das Buch der Augen“, aber es gibt nicht ein bestimmtes Werk, das mich besonders beeinflusst hat. Ich denke, das „Hotel Labyrinth“ ist noch ein bisschen von der Zeit beeinflusst, in der ich noch mehr Steampunk gelesen habe, und ich denke, die etwas futuristischere Ausrüstung der Elstern hat einiges damit zu tun, dass ich so ab 2018 zunehmend Science Fiction für mich entdeckt habe. Ein weiterer visueller Einfluss für die Grauzone waren mein Faible für gotische Architektur sowie ein paar vage Erinnerungen an die Kunst von H.R. Giger. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Keine Einflüsse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und, als kleiner Bonus, noch ein paar Bücher/Franchises, bei denen ich froh bin, dass sie mir erst nach dem Beenden des ersten Entwurfs von „Das Buch der Augen“ begegnet sind, weil sie mich sonst verunsichert oder eben doch sehr beeinflusst hätten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	„Ring Shout“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            P. Djèlí Clarks genialer Kurzroman über eine Schwarze Monsterjägerin in den USA der 20er erzählt die gradlinige, aber auch mit einer Menge Tiefe und Gesellschaftskritik aufgeladene Geschichte einer jungen Frau, die sich persönlichem Trauma stellen muss, um Monster zu besiegen, so viel besser und gesellschaftskritischer als alles, was ich je schreiben könnte, dass mich die Lektüre ein wenig entmutigt hätte. Hier ist übrigens meine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26776:ring-shout-p-djeli-clark&amp;amp;catid=67&amp;amp;Itemid=268" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu dem Buch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	„Boss Designs of Bloodborne“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich schaue jetzt schon seit einer Weile
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=nf_ACAQXqOw&amp;amp;list=PLgXBK8VQ11v-7Dy73Hnqguwps02o3o1YC" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           T.B. Skyens Videos über das Spiel „Bloodborne“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und habe gemerkt, dass Bilder aus dem Spiel ein wenig beeinflussen, wie ich mir die „Grauzone“ und die Monster von „Das Buch der Augen“ vorstelle. (Ich hatte „Bloodborne“ vage durch den Miracle-of-Sound-Song „A Thousand Eyes“ auf dem Schirm, der mich auch beim Schreiben begleitet hat, aber hatte mich ansonsten nicht weiter damit beschäftigt). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch bei dem Spiel „Othercide“, das ich über meinen Freund entdeckt habe, sind mir einige thematische und ästhetische Parallelen aufgefallen – und das Farbschema passt perfekt zu „Das Buch der Augen“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Musik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Schreiben und Überarbeiten hat mich auch Musik begleitet. Immer wieder aufgetaucht sind Lieder der Bands „Icon for Hire“ (die Lyrics dieser Lieder sind exakt die Sorte ehrlicher, bewegender, aber auch selbstkritischer Repräsentation von Mental Health Issues, nach der ich auch in „Das Buch der Augen“ gestrebt habe), „Diary of Dreams“ und „Epica“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 18 Nov 2021 16:14:44 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Dune" - Rezension zu Buch und Film</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/dune-rezension-zu-buch-und-film</link>
      <description>Alle reden über "Dune" - ich will mitmachen</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/patou_ricard_pixabay-92c21848.jpg" alt="Dünen unter einem rötlichen Sonnenuntergang"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich wollte Frank Herberts „Dune“ schon seit einer Weile lesen und dieses Jahr hat mir der Film den Stupser gegeben, den ich brauchte, um das endlich zu machen. Und ich bin tatsächlich sehr froh darüber, denn es handelt sich um ein Buch, das nicht perfekt ist, aber seinen Status als Science-Fiction-Klassiker dennoch verdient hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Worum geht es? Auf dem Planeten Arrakis wird „Spice“ abgebaut, eine psychoaktive Substanz, die u.a. eine entscheidende Rolle für die Raumfahrt spielt. Aktuell wird der Planet von dem Adelshaus Harkonnen kontrolliert, aber das ist nicht mehr lange der Fall: Der Gott-Kaiser übergibt den Planeten dem konkurrierenden Haus Atreides – nur um dann insgeheim die Harkonnens bei einem Angriff auf ihre Nachfolger zu unterstützen, denn der wachsende Einfluss von Haus Atreides war ihm seit einer Weile ein Dorn im Auge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedoch überleben die Gefährtin des Fürsten, Lady Jessica, und ihr Sohn Paul die Attacke. In der Wüste Arrakis finden sie so einige Geheimnisse und in den nomadischen Fremen, die ihre Lebensweise perfekt an den Planeten angepasst haben, auch Verbündete. Paul, der unter dem Einfluss von Spice eine beängstigende Vision seiner Zukunft gesehen hat, hat einen ehrgeizigen Plan, um den Einfluss der Harkonnens und des Kaisers, der seine Familie verraten hat, zu brechen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In vieler Hinsicht liest sich „Dune“ mehr wie High Fantasy als wie Science Fiction. Wegen Schilden, die allzu schnelle Objekte stoppen, kämpfen Menschen hier mit Schwertern gegeneinander, die Fähigkeiten, die das Spice oder besonderes Training verleihen, wirken eher wie Magie und auch das feudale Herrschaftssystem lässt eher an Fantasy denken. Immer wieder fallen Andeutungen, wie sich die Welt zu dem Punkt entwickelt hat, wie sie jetzt ist (z.B. stellt die „Orange Catholic Bible“ einen Versuch dar, mehrere religiöse Traditionen zu vereinen und ist hier und da von einem großen Kampf zwischen Mensch und Maschine in der Vergangenheit die Rede, welcher die Abwesenheit von Computern erklärt). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinter dem Kaiser und den Adelshäusern ziehen die Bene Gesserit die Fäden – eine Organisation von Frauen, die über Jahrtausende hinweg ein ehrgeiziges Eugenik-Projekt verfolgt hat, das nun in einem oder einer Auserwählten seinen Höhepunkt finden. Und auf mehreren Planeten hat die „Missionaria Protectiva“ die Samen von Mythen gepflanzt und Prophezeiungen verbreitet, die sich Paul und Jessica zu Nutze machen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In „Dune“ treffen so einige Themen aufeinander. Einerseits erscheinen Figuren wie Paul und die bei den Bene Gesserit aufgewachsene Jessica mit ihren magischen Fähigkeiten und ihrer einzigartigen Einsicht in die Zukunft wie überlebensgroße Gestalten inmitten von NPCs – ein wenig erinnert das an den „Große Männer machen Geschichte“-Ansatz von Historiographie. Andererseits wird Paul von seinem eigenen Mythos vor sich hergetrieben und versucht verzweifelt, den Djihad in seinem Namen, den er vorhersieht, abzuwenden. „Dune“ ist ein Buch über die Instrumentalisierung von Mythen ebenso darüber, wie sie ein Eigenleben entwickeln und ihren vermeintlichen Protagonist*innen Handlungsspielräume rauben können (ich musste ein bisschen an Tolstoys Reflektionen über Napoleon in „Krieg und Frieden“ denken).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedes Kapitel wird von einem Zitat von Prinzessin Irulan eingeleitet, die erst spät im Verlauf der Handlung direkt in Erscheinung tritt. Aus diesen Zitaten geht wieder und wieder hervor, dass Paul ein anderer Mann ist als der, zu dem die Geschichtsschreibung ihn stilisiert. Die Person, die er stattdessen ist, wird jedoch immer schwerer greifbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Denn während die ersten Kapitel des Buches wie in Zeitlupe geschrieben sind und die Spannung und dunklen Vorahnungen während der Ankunft der Atreides und ihrer Gefolgsleute auf Arrakis detailliert schildern, bewegt sich das Buch schließlich in immer größeren Schritten durch die Ereignisse, liefert Zusammenfassungen von epischem Geschehen und schafft dabei auch zunehmend Distanz zwischen Lesenden und Figuren. Während die erste Hälfte eher Figuren und ihre Hintergedanken erkundete (ein allwissender Erzähler hat Einblick in die unausgesprochenen, im Text kursiv dargestellten Gedanken aller Figuren), geht es in der zweiten Hälfte um Ideen und große historische Zusammenhänge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine der Stärken von „Dune“ ist, wie hier Religion und Politik, Wirtschaft und Ökologie in Verbindung miteinander gezeigt werden. Der Weltenbau ist interessant, vielschichtig und innovativ. Es wird wenig explizit erklärt, aber nach und nach setzt sich für Lesende das Bild zusammen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist der 1965 veröffentlichte Roman gut gealtert? Teils teils. Unangenehm fand ich beim Lesen die Gegenüberstellung der femininen oder übergewichtigen und bisexuellen Antagonisten und den positiv gezeichneten Figuren, die stärker traditionellen Gender- und Attraktivitätsnormen entsprechen. Und auch wenn einige wenige sehr interessante und mächtige Frauenfiguren wie z.B. Lady Jessica auftreten, sind ein Großteil der detaillierter geschilderten Figuren, die den Plot vorantreiben, Männer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Vorwurf, dem ich jedoch nicht zustimmen würde, ist, dass es sich bei „Dune“ um eine „White Saviour“-Geschichte handle, denn immer wieder wird angedeutet, dass die Fremen benutzt statt gerettet werden. (“No more terrible disaster could befall your people than for them to fall into the hands of a Hero”). Vielleicht hätten die arabisch anmutenden Fremen noch mit etwas mehr Agency gezeichnet werden können, aber alles in allem erscheint mir „Dune“ als ein Buch, dass Kolonialismus und Missionsarbeit sehr kritisch bewertet. Das gleiche gilt für kurzsichtige Ausbeutung von Mensch und Natur. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Neuverfilmung von „Dune“ (2021) schwelgt in epischen Panoramen der Wüste und gigantischer abhebender und landender Raumschiffe. Sie bewegt sich langsam und eng am Original durch die erste Hälfte des Buches. Es geht mit meiner Meinung nach etwas schwerfälliger Exposition los, aber er Film setzt bald auf die Fähigkeit der Zuschauenden, selbst Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Besetzung ist gut gelungen – gerade Jessica sieht genauso aus, wie ich sie mir vorgestellt habe, und auch die anderen Schauspielenden passen gut in ihre Rollen. Der im Buch männliche Ökologe Kynes wird hier von einer Schwarzen Frau gespielt, was mehr Vielfalt in das Figurenensemble bringt, ohne etwas am Kern der Figur zu ändern. Es gelingt dem Film, schnell die Persönlichkeiten der Figuren zu etablieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Statt viel mit Voice-Overs zu arbeiten, zeigt der Film Figuren, die in verschiedenen Sprachen und mit zuvor vereinbarten Handzeichen kommunizieren, um die Atmosphäre eines Hofes zu vermitteln, in dem eine Menge verborgene Botschaften und Intentionen herumschwirren. Der Soundtrack passt gut zu den beeindruckenden Bildern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin tatsächlich sehr gespannt auf den zweiten Film, denn während sich der erste sehr eng an das Buch halten konnte, wird die zweite Hälfte von „Dune“ wahrscheinlich einen Film erfordern, der sich stärker vom Buch entfernt und einige der Lücken zwischen den dort geschilderten Eckpunkten der Entwicklung von Figuren und politischer Situation füllt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anmerkung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : Zu der „Dune“-Ausgabe, die ich gelesen habe (Ace 1990), gehört auch ein sehr spannendes Nachwort über die Hintergründe des Buches, das der Sohn des Autors geschrieben hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mich hat auch eine Amazon-Rezension zu dieser Ausgabe sehr gut unterhalten, denn darin wird dem Buch bescheinigt, dass es eine schöne Cover-Illustration habe, aber leider nicht so gut in der Hand liege (mir ist das nicht aufgefallen). Zum Inhalt könne der*die Verfasser*in jedoch nichts sagen, da sie*er Bücher lediglich kauft, um Nerd-Freunde zu beeindrucken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 30 Oct 2021 06:23:17 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/dune-rezension-zu-buch-und-film</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Das Buch der Augen" ist da!</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/das-buch-der-augen-ist-da</link>
      <description>Ich blicke auf meinen Arbeitsprozess zurück</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2021-10-14_14-58-45.jpg" alt="Offene Kiste mit mehreren Exemplaren von &amp;quot;Das Buch der Augen&amp;quot; (Grau-Rotes Cover, Titel in großer Schrift)"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch früher als erwartet ist mein erster Urban-Fantasy-Roman, „Das Buch der Augen“, im Handel. In diesem Roman habe ich eine sehr alte Idee realisiert: Ich wollte die Geschichte einer Protagonistin erzählen, die begreift, dass das beängstigende, übernatürliche Geschehen um sie herum keine Einbildung ist – aber dass sie sich trotzdem Sorgen um ihre Psyche machen sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Buch der Augen“ erzählt die Geschichte der 21-jährigen Renia, die langsam begreift, dass die anderen Welten und dämonischen Wesen, die sie sich vermeintlich nur eingebildet hat, real sind und dass sich ein Monster an ihre Fersen geheftet hat. Sie lernt auch, dass sie gegen die Dämonen kämpfen kann, aber gleitet nahezu unmerklich mehr und mehr in eine Anorexie-Erkrankung ab, die ihr ebenso zum Verhängnis werden könnte wie ihr übernatürlicher Verfolger. An anderer Stelle habe ich den Roman als eine Geschichte über „Albtraum-Multitasking“ beschrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Frage, die sich vielleicht aufdrängt, ist, ob es mir nicht zu persönlich war, einen Roman mit einer Protagonistin zu schreiben, mit der ich eine (in meinem Fall glücklicherweise überwundene) psychische Erkrankung teile. Doch wie ich auch im Buch selbst schreibe: So originell sind die Gedanken und Symptome, die ich im Griff meiner Essstörung hatte, nicht – ich habe also nicht das Gefühl, allzu viel über mich spezifisch preiszugeben. Dennoch glaube ich, dass meine persönliche Erfahrung mit dem Thema eine Bereicherung für das Buch ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Grundidee hat mehrere Iterationen durchlaufen, bis ich schließlich bei der Variante gelandet bin, die ab heute gekauft oder bestellt werden kann. Mein erster Entwurf war teilweise noch stark von früheren Visionen zu Setting und Atmosphäre geprägt – z.B. hatte ich eine Zeitlang die Idee, Renia, aber auch vielen anderen Monsterjäger*innen weitaus mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein bei ihrer Arbeit zu geben, und auch wenn ich entschied, die Ungewissheit und Angst der Figuren zu betonen und Renia eben nicht zu einer abgebrühten Monsterjägerin zu machen, gab es ein paar Sätze, in denen noch diese ältere, nie geschriebene Version des Buches anklingt. Das habe ich dann im Verlauf des Überarbeitungsprozesses abgeändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere Überarbeitung war, dass ich wieder und wieder Komplexität reduziert habe. Während es in den Drúdir-Romanen oft um zahlreiche Fraktionen, alle mit ihrer eigenen Agenda und ihren eigenen Widersprüchen, geht, und eine große Rolle spielt, wer wann welche Information hat, ist „Das Buch der Augen“ sehr gradlinig. Es ist die Geschichte einer Ich-Erzählerin und zweier sehr symmetrischer, ineinander verwobener Konflikte. Ohne dass ich es beabsichtigt hätte, schmiegt sich das Buch eng an die Struktur der klassischen Heldenreise.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Teil von mir ist nicht so richtig zufrieden damit, hätte gerne eine verschlungenere Struktur, mehr unerwartete Wendungen, mehr Demonstrationen meiner Cleverness als Autorin eingebaut, aber ich denke, da war auch etwas an dieser Idee, das nach mehr Einfachheit, mehr Aufrichtigkeit, gerufen hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fand auch die Umstellung von High auf Urban Fantasy interessant und herausfordernd, denn auch wenn das Anknüpfen an eine vertraute Welt und ihre Grundannahmen Vorteile hat, bedeutet es auch, dass ich nicht länger das gesamte Worldbuilding kontrolliere und bestimmte Fragen beantworten muss, die sich Lesenden aufdrängen, zum Beispiel, was Dämonenjagende zu verschiedenen Zeitpunkten der Geschichte gemacht haben und warum die Welt im Großen und Ganzen unverändert von ihren durchlässigen Grenzen zu anderen Welten ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Großteil des Romans entstand während des NaNoWriMo (National Novel Writing Month, ein Event, bei dem man sich vornimmt, im November 50.000 Wörter zu schreiben) 2019, beendet habe ich das Manuskript im Januar 2020 und jetzt, im Oktober 2021, kommt es schließlich heraus. Zwischendurch ist es durch die Hände mehrerer Test- und Sensitivity-Leser*innen gegangen, sodass die Arbeit nicht wirklich geruht hat, aber ich bin dennoch immer wieder ein wenig überrascht, wie weit das Beenden eines Manuskripts und die Veröffentlichung eines Buches auseinanderliegen können. Noch mehr habe ich das jedoch bei früheren Büchern gemerkt – noch bevor Drúdir 2 erschien, hatte ich bereits Teil 3 beendet, und auch jetzt merke ich wieder eine gewisse Distanz.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Es ist seltsam, in Gedanken schon mindestens ein Buch weiter zu sein, wenn der aktuelle Roman für Lesende noch das glänzende neueste Werk ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber manchmal ist es auch ein Glück, dass sich in der Buchproduktion vieles langsam bewegt (wenn auch nicht die Dinge, die man erwarten würde – zwischen Druckfreigabe und Auslieferung vergeht z.B. sehr wenig Zeit). Thematisch passend zu „Das Buch der Augen“ haben sich bei mir im Verlauf von 2020 und 2021 gesundheitliche Probleme (immerhin neue) gezeigt und stetig verstärkt, sodass an kreative Arbeit kaum zu denken war. Wäre das Buch nicht längst geschrieben gewesen, hätte ich es nicht zum geplanten Termin liefern können. Aktuell kann ich wenig darüber sagen, wie es bei mir karrieremäßig weitergeht, aber ich hoffe, im kommenden November endlich wieder an einem neuen Projekt arbeiten zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 15 Oct 2021 14:40:52 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <g-custom:tags type="string">Urban Fantasy,Neuerscheinung,"Das Buch der Augen",Schreiben,2021</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Lesetipps: Phantastik und Mental Health</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/lesetipps-phantastik-und-mental-health</link>
      <description>Ein paar Phantastik-Romane mit gelungener Repräsentation psychischer Auffälligkeiten.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/SFFmentalhealthbooks-b09d8318.jpg" alt="Die Bücher &amp;quot;Der Atem einer anderen Welt&amp;quot;, &amp;quot;Das gefälschte Siegel&amp;quot;, &amp;quot;Das gefälschte Herz&amp;quot; und &amp;quot;The Calculating Stars&amp;quot; locker hintereinander aufgereiht."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Demnächst erscheint „Das Buch der Augen“ – mein erster Urban-Fantasy-Roman, in dem es ganz klassisch um verborgene Welten und den Kampf gegen dunkle Mächte, aber auch um eine psychische Krankheit geht, die ich in dem Genre bisher relativ selten thematisiert gesehen habe. Für mich ist das ein schöner Anlass, einmal über die sehr positiven Entwicklungen zu schreiben, die ich in Bezug auf die Darstellungen psychischer Krankheiten und Besonderheiten in der Phantastik sehe, und einige sehr gelungene Bücher vorzustellen, in denen solche Themen größeren Raum einnehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt hat sich die Phantastik in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr Themen wie psychischen Krankheiten und Neurodivergenz zugewendet, was meiner Meinung nach eine Bereicherung für das Genre ist, bringt es doch Vielfalt, eine Chance auf Repräsentation, eine Quelle für ungewöhnliche Konflikte, Realismus (wie glaubwürdig ist es, dass in einem großen Figurenensemble alle neurotypisch sind?) und eine Möglichkeit ein, andere Facetten der Welt zu zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem Artikel in „Roll Inclusive – Diversity und Repräsentation im Rollenspiel“ spricht David Grade z.B. an, wie sich psychische Auffälligkeiten in einem phantastischen Setting anders auswirken könnten, als es die Spielenden aus ihrer Alltagserfahrung gewöhnt sind (er nennt hier das Beispiel von ADHS, die in einer Situation, in der Reizoffenheit und viel Energie lebensrettend sein können, eher Vorteil als Einschränkung sein kann) und wie verschiedene kulturelle Kontexte verschiedene Erklärungsmodelle für und Umgangsweisen mit psychischen Auffälligkeiten hervorbringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brandon Sanderson: Die Sturmlicht-Chroniken (The Stormlight Archives)
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein gutes Beispiel dafür findet sich in den Sturmlicht-Chroniken von Brandon Sanderson – einer massiven Reihe, um die man eigentlich nicht herumkommt, wenn die Rede auf Repräsentation psychischer Auffälligkeiten oder Störungen in der Phantastik kommt. Hier sind die psychischen Probleme der Hauptfiguren (Depressionen, Dissoziative Personlichkeitsstörung, etc.) eng mit ihrer Charakterentwicklung, aber auch mit der Magie der Welt verbunden. Auch wenn die Begrifflichkeiten andere sind, ist es sehr spannend zu sehen, wie die Figuren sich mit diesen Auffälligkeiten auseinandersetzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade im vierten Band (bzw. im siebten und achten Band der deutschsprachigen Ausgaben) geht es auch darum, Figuren mit psychischen Auffälligkeiten oder Problemen zu helfen oder aber ihr Umfeld an ihre Bedürfnisse anzupassen, sodass sie ihr Potenzial entfalten können. So entwickelt eine Figur aus ihren eigenen Bedürfnissen heraus etwas, das an Gruppentherapie erinnert, und eine andere nimmt eine junge Wissenschaftlerin mit ADHS-Symptomen unter ihre Fittiche. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mary Robinette Kowal: Die Berechnung der Sterne (The Calculating Stars)
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In „The Calculating Stars“ (das Buch erscheint Anfang 2022 als „Die Berechnung der Sterne“ auch auf Deutsch) lernen wir Elma kennen, eine brillante Mathematikerin, die in einer alternativen Version der 50er Jahre an einem ehrgeizigen Raumfahrtprogramm arbeitet. Die Zeit dafür drängt, denn nach einem Meteoriteneinschlag bleiben der Menschheit nur noch Jahrzehnte, bis die Erde unbewohnbar wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während Elma als Pilotin mutige Manöver fliegt und gegen den Widerstand einer sexistischen Gesellschaft eine der ersten Frauen im Weltraum sein möchte, gibt es immer wieder Situationen, in denen soziale Ängste sie hemmen. Die Panik, die öffentliche Auftritte bei ihr auflösen, macht es ihr mehrfach schlichtweg unmöglich, ihre Ideen selbst zu vertreten. Und es nicht leicht für sie, sich Hilfe zu suchen, denn offen zu ihren Problemen zu stehen, könnte ihre Arbeit gefährden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Buch bildet meiner Meinung nach gut ab, wie einschränkend solche Ängste sein können, aber auch, dass eben noch viel mehr zu Elmas Persönlichkeit gehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eleanor Bardilac: Knochenblumen welken nicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eleanor Bardilacs „Knochenblumen welken nicht“ spielt in einer Stadt in einer Sekundärwelt, die an Wien im späten 19. Jahrhundert erinnert. Hier wird dem exzentrischen Nekromanten Marius die Verantwortung für Aurelia anvertraut, die nach Jahren der Betäubung durch Drogen und sozialer Isolation Zeugin eines Mordes wurde und ihre magischen Kräfte nicht länger verstecken kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Hintergrund einer Mordserie, die eng mit einem der düsteren Aspekte des Settings verbunden ist, findet Aurelia allmählich einen Weg aus dem Nebel, kann langsam wieder klarer denken und Stellung beziehen. Das Buch zeigt eine Figur, die in vielen Situationen Klugheit, Entschlossenheit und auch großen Mut zeigt, aber zum Beispiel trotzdem nicht in der Lage ist, allein einkaufen zu gehen. Auch die langsame Rückkehr zu einer klareren Wahrnehmung der Welt fühlt sich ein wenig wie eine Metapher für den Weg aus einer depressiven Episode an, die zuvor das Denken lähmte und die Wahrnehmung filterte.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maja Ilisch: Die Neraval-Sage
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Maja Ilischs Neraval-Sage (bisher sind Band eins und zwei, „Das gefälschte Siegel“ und „Das gefälschte Herz“) erschienen, treffen gleich mehrere markante Persönlichkeiten, alle mit einer Menge psychischem Ballast, aufeinander. Da ist z.B. der charismatische, manipulative Prinz Tymur oder der Fälscher Kevron, der lange komplett im Griff von Sucht und Paranoia war und noch immer damit kämpft. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden und ihre Reisegefährten treten eine Reise an, um die Wahrheit über ein magisches Artefakt herauszufinden und ihre Welt zu schützen (auch wenn sich schnell herausstellt, dass sie auf der Basis einiger sehr unzuverlässiger Informationen handeln), aber statt eine weite Welt zu eröffnen, fühlt sich die Situation immer klaustrophobischer an, weil die Figuren immer wieder aufeinander und auf ihre Probleme zurückgeworfen werden. Die intensiven, oft zerstörerischen Gefühle und Beziehungen der Figuren werden mit großer Eindringlichkeit geschildert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mishell Baker: The Arcadia Project
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine meiner absoluten Lieblings-Urban-Fantasy-Serien ist „The Arcadia Project“ von Mishell Baker. Die drei Bücher („Borderline“, „Phantom Pains“ und „Imposter Syndrome“) erzählen nicht nur eine originelle Geschichte rund um das heikle diplomatische Verhältnis von Menschen- und Feenwelt und bieten eine Menge scharfzüngigen Witz, sie zeichnen auch ein empathisches Porträt ihrer Hauptfigur, für die ihre Borderline-Störung und Körperbehinderung immer wieder Probleme aufwerfen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Melanie Vogltanz: Shape me
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            „Shape Me“ von Melanie Vogltanz erkundet nicht nur die beunruhigenden Konsequenzen von Körpertausch-Technologien und staatlicher Kontrolle von Gesundheit und Essverhalten der Bevölkerung, sondern auch das komplizierte Verhältnis, dass viele Menschen zu ihren angreifbaren, imperfekten Körpern, zu Essen, Genuss, Kontrolle und ihrer Identität haben. Ein sehr dichter, spannungsreicher Science-Fiction-Roman.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein schwieriges Verhältnis zum eigenen Körper und die oft langanhaltenden, zerstörerischen Auswirkungen von Fatshaming werden z.B. auch in so verschiedenen Büchern wie „Der Atem einer anderen Welt“ von Seanan McGuire und der „Licht“-Saga von Brent Weeks thematisiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin sehr froh darüber, dass es mittlerweile viele Schreibende gibt, deren empathische Portraits von psychischen Problemen betroffener Figuren mich beeindruckt haben oder sogar eine Inspiration für mich waren, meine persönlichen Erfahrungen mit der Thematik ebenfalls literarisch zu verarbeiten, weil sie mir gezeigt haben, dass es in der Phantastik einen Platz für Figuren mit psychischen Auffälligkeiten gibt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 14:50:17 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/lesetipps-phantastik-und-mental-health</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,"Das Buch der Augen",Fantasy,Science-Fiction,Lesen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/SFFmentalhealthbooks.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Welt(en) von „Das Buch der Augen“</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/die-welt-en-von-das-buch-der-augen</link>
      <description>Das Setting von "Das Buch der Augen" in drei Exzerpten.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/BdA-Logo.jpg" alt="Notizbuch mit schwarzem Papier und Punktraster, auf einer Seite ist ein Symbol mit Dreiergruppen von Kreisen und Pfeilen, auf der anderen verschwommener Text."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das „Buch der Augen“ spielt in Berlin – weitestgehend. In diesem Post stelle ich euch mehrere Schauplätze vor, von denen nicht alle hundertprozentig in der Realität verwurzelt sind. Wenn ihr wissen wollt, was genau es mit ihnen auf sich hat und wie sie zusammenhängen, könnt ihr das im Buch nachlesen, wenn es im Oktober erscheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebene 1 bzw. unsere Welt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Langsam gingen Lichter um uns herum an und beleuchteten etwas, das einst ein opulent eingerichtetes Hotel-Foyer gewesen war: Auf dem Boden formten Mosaiksteinchen ein Labyrinth. Ihre Blau- und Grüntöne ließen mich an eine Unterwasserwelt denken. Die Wände waren mit cremefarbener Brokattapete bedeckt. Das Licht ging von altmodischen Lampen in schweren Bronzehalterungen aus, und auch wenn die vereinzelten Möbel zum größten Teil neu zu sein schienen, sahen die Rezeption und die Getränkebar doch aus, als könnten zumindest Teile davon mehr als ein Jahrhundert alt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich fühlte mich, als hätte ich nicht nur Berlin verlassen, sondern auch die Zeit, und befände mich nun in einem sonderbaren Limbus, wo vergessene Dinge aus verschiedenen Jahrhunderten koexistierten.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebene 2 bzw. „Die Grauzone“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Die Skizzen erwachten zum Leben, wurden zu dunkel schimmernden Häusern, in feinen Nebel gehüllt und fest im unheimlichen Raum zwischen Wiedererkennen und fundamentaler Fremdheit verankert. Der Boden unter meinen Füßen war glatt und schwarz, als sei dunkles Glas durch die Straßen geflossen und schließlich erstarrt, und tatsächlich glaubte ich, Schatten darin zu erkennen, vielarmig und vielbeinig, wie Insekten in schwarz-grünlichem Bernstein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Himmel über uns war bleich und grau. Das Licht hier war anders – alles Rot und Gelb war aus der Landschaft verschwunden, und als ich eine Hand vor mein Gesicht hob, schimmerte meine Haut mondbleich. Zwei bedrohlich nahe Monde zeichneten sich hinter der Wolkendecke ab. Ich wich einem ausgeweideten Vehikel aus, das halb in den glasartigen Boden gesunken war, und mich mit seinen scharfkantigen, organischen Formen und seinem leicht glänzenden Material an ein Insekt erinnerte. Überall machte sich Verfall bemerkbar, und dass noch immer bleiche Laternen in verschnörkelten, asymmetrischen Halterungen brannten, fühlte sich so falsch an wie eine Leiche, die den Kopf wandte, um mich anzulächeln. Langsam registrierte ich auch die Kälte, die einen Weg durch meine Kleidung fand.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebene 3 bzw. „Die Rote Welt“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Auf den letzten hundert Kilometern vor Berlin sah ich die Welt flackern und zerreißen. Der Boden wurde zu Glas und unter mir gähnte ein roter Himmel. Geflügelte Silhouetten kreisten dort, gerade nahe genug, um zu erahnen, dass es keine Vögel waren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einem gereizten Seufzen blinzelte ich die Bilder weg. Manchmal wünschte ich mir, alle meine Albträume wären so atmosphärisch wie die Landschaften aus Rot und Anthrazit und Knochenweiß, die sich manchmal über meine Realität legten wie ein wenig schmeichelhafter Filter.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Falls ihr wissen möchtet, aus welcher Perspektive diese Exzerpte geschrieben sind:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/figurenvorstellung-renia"&gt;&#xD;
      
           Hier erfahrt ihr mehr über die Protagonistin
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/BdA+Logo.jpg" length="103765" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 15 Aug 2021 13:40:45 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/die-welt-en-von-das-buch-der-augen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Urban Fantasy,"Das Buch der Augen",Fantasy</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/BdA+Logo.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Meine Buchentdeckungen von 2021 - Teil 1</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/meine-buchentdeckungen-von-2021-teil-1</link>
      <description>Einige der Bücher, die ich dieses Jahr für mich entdeckt habe.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Buchentdeckungen.jpg" alt="Einige der im Beitrag genannten Bücher in einem weißen Regal."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Normalerweise veröffentliche ich am Ende jedes Jahres eine Liste der Bücher, die mich beeindruckt oder besonders gut unterhalten haben. 2021 bin ich jedoch sehr viel zum Lesen gekommen und hatte außerdem eine Menge Glück bei der Auswahl der gelesenen Bücher. Darum gibt es dieses Jahr zwei Posts, diesen hier für die ersten sechs Monate des Jahres und dann einen zweiten am Jahresende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           T.R. Napper: Neon Leviathan
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Sammlung intelligenter, empathischer Cyberpunk-Geschichten, die ganz nah an ihren spannenden Hauptfiguren bleiben. Definitiv eine neue Lieblings-Anthologie.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26771:neon-leviathan-t-r-napper&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=269" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           P. Djélì Clark: Ring Shout
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese antirassistische Adaption von Lovecrafts Mythologie verflechtet amerikanische Geschichte, Urban Fantasy und Horror zu einem beeindruckenden Gesamtbild und transportiert auf weniger als 200 Seiten eine Menge. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26776:ring-shout-p-djeli-clark&amp;amp;catid=67&amp;amp;Itemid=268" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Malka Older: Null States, State Techtonics
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin endlich dazu gekommen, Band 2 und 3 von Malka Olders „Centenal Cycle“ zu lesen. Die Bücher erkunden nicht nur auf spannende Weise die Zukunft der Demokratie in einer digitalisierten, globalisierten Welt. Older schafft es auch, die zentralen Figuren ihres großen, sehr vielfältigen Figurenensembles gleichzeitig hyperkompetent, aber auch sehr menschlich und manchmal unsicher zu zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brian Staveley: Skullsworn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines dieser Bücher, welche demonstrieren, wie wirkungsvoll gekonnt gemachtes Erzählen aus der ersten Person ist – aus der Perspektive der Attentäterin/Priesterin Pyrre ergibt eine ziemlich abgedrehte Handlung komplett Sinn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26844:skullsworn-brian-staveley&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pragya Agarwal: Sway
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein meiner Meinung nach sehr wichtiges, zugängliches Buch über die psychologischen Mechanismen hinter Vorurteilen und die Auswirkungen, die Vorurteile auf die Leben der davon betroffenen Menschen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26901:sway-unravelling-unconscious-bias-pragya-agarwal&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Silvia Klein: Nachts sind alle Gedanken Grau
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Silvia Klein liefert eine der überzeugendsten Darstellungen einer Hauptfigur mit einer psychischen Krankheit, die ich kenne, und erzählt zurückhaltend, aber präzise von Beziehungen im Schatten verschiedener Probleme und dem Erwachsenwerden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26913:nachts-sind-alle-gedanken-grau-silvia-klein&amp;amp;catid=61&amp;amp;Itemid=264" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fonda Lee: Jade War
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf im zweiten Band der „Green Bone Saga“ zeigt Fonda Lee, dass sie eine Meisterin darin ist, eine dynamische Welt zu schaffen, die sich unglaublich real anfühlt, und spannende Interaktionen zwischen ihrer fiktiven Kultur und den Persönlichkeiten der Hautpfiguren zu zeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brandon Sanderson: Rhythm of War
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brandon Sanderson ist in “Rhythm of War” (Stormlight Archive #4) gewohnt episch unterwegs und zeigt verstärkt die Verbindungen zu seinen anderen Welten auf. Aber auch hier gibt es einige bewegende Momente, die viel mit den inneren Konflikten der Figuren zu tun haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Peter McLean: Priest of Bones
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Priest of Bones“ stellt mit Thomas Piety einen spannenden, zwielichtigen Protagonisten ins Zentrum der Geschichte. Viele Fantasyromane legen einen starken Fokus auf Figuren, die sich in Kämpfen behaupten können, und entsprechend erfrischend fand ich es, hier eine Figur erkundet zu sehen, die eher auf die richtige Organisation/Manipulation setzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27000:priest-of-bones-peter-mclean&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           M.L. Wang: The Sword of Kaigen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In „The Sword of Kaigen” trifft bildgewaltige Phantastik mit japanischem Flair auf tiefe (verletzte) Emotionen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26991:the-sword-of-kaigen-m-l-wang&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nora Bendzko: Die Götter müssen Sterben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nora Bendzko verpasst vertrauten Geschichten um Götter und Helden ihre ganz eigenen, progressiven Twists und entwirft dabei eine ebenso farbenprächtige wie blutige Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27014:die-goetter-muessen-sterben-nora-bendzko&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Guy Gavriel Kay: River of Stars
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses melancholische, vom China der Song-Dynastie inspirierte Epos folgt den Pfaden mehrerer spannender Figuren durch ein zerfallendes Imperium.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27045:am-fluss-der-sterne-guy-gavriel-kay&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elea Brandt: Mutterschoß
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein düsterer Fantasythriller voller origineller Ideen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=27085:mutterschoss-elea-brandt&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Ausführliche Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Honorable Mentions
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Michael R. Fletcher: Ghosts of Tomorrow (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26858:ghosts-of-tomorrow-michael-r-fletcher&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=269" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Rezension auf Literatopia
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           )
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hengameh Yaghoobifarah: Das Ministerium der Träume
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Margaret Atwood: The Handmaid’s Tale
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Buchentdeckungen.jpg" length="132304" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 01 Aug 2021 17:00:01 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/meine-buchentdeckungen-von-2021-teil-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,Fantasy,Science-Fiction,Lesen</g-custom:tags>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Figurenvorstellung und Character Art</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/figurenvorstellung-renia</link>
      <description>Hier stelle ich die Protagonistin von "Das Buch der Augen" vor.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Renia_final.jpg" alt="Skizze einer jungen, dunkelhaarigen Frau, um deren Finger sich so etwas wie Rauch kringelt. Sie kniet auf dem Boden und ist von Büchern und angefangenen Notizen umgeben."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich habe es vielen meiner Kolleg*innen, die Character-Art für ihre Buchfiguren in Auftrag gegeben haben, gleichgetan und bei Đặng Tuyên diese Skizze von Renia, der Protagonistin von "Das Buch der Augen" bestellt (mehr von Đặng Tuyêns Arbeit könnt ihr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.artstation.com/artuyen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           hier
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sehen. Ihr seid da definitiv an einer guten Adresse, wenn ihr euren Auftrag in beeindruckender Geschwindigkeit bearbeitet sehen wollt). Ich wollte bewusst etwas Skizzenhaftes, Stilisierteres, das den Betrachtenden trotzdem Raum für ihre eigene Vorstellung lässt, und ich fand es sehr spannend zu sehen, wie sich eine andere Person Renia auf der Basis meiner Beschreibung vorstellt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer ist Renia?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Renia ist zu Beginn des Romans 21 - eine intelligente, perfektionistische Frau, die nach einem abgebrochenen Literaturwissenschaften-Studium nach Berlin zurückkehrt. Dort trauert sie noch immer ihrer letzten Beziehung nach und versucht, mit der für sie ungewohnten Erfahrung des Scheiterns umzugehen. Sie hat einige Probleme, die vielen Menschen vertraut sein dürften: Ihre Bekannten aus der Schule sind von ihr weggedriftet, sie ist theoretisch erwachsen, aber irgendwie auch nicht, und natürlich hat sie es mit ganz praktischen Schwierigkeiten wie der Suche nach einer Wohnung, einem Job und einem neuen Ziel in ihrem Leben zu tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andere Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, sind jedoch ungewöhnlicherer Natur: Immer wieder brechen Visionen einer fremdartigen Welt mit einem roten Himmel, einer geisterhaften Stadt und hungriger Monster in Renias Alltag ein, und langsam beginnt sie zu zweifeln, dass es sich um Halluzinationen handelt. Doch selbst, wenn die Dinge, die Renia sieht, real sind, bedeutet das nicht, dass sie keine psychischen Probleme hat - sie wird von leichten, aber anhaltenden Symptomen einer Depression verfolgt und nach und nach schleicht sich auch eine Essstörung in ihr Leben und weigert sich, ihren Klammergriff wieder zu lösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einige der Gefahren, denen sich Renia stellen muss, lauern also in ihrem eigenen Inneren. Allerdings ist fraglich, ob Renia überhaupt die Zeit haben wird, sich damit auseinanderzusetzen, denn ein Wesen aus der roten Welt hat die Verfolgung aufgenommen. Renia muss sehr schnell in einer porösen, gefährlichen Realität überleben lernen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Zitat aus "Das Buch der Augen"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hier sind Renias Gedanken von relativ weit am Anfang des Buches (noch nicht lektoriert):
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elisa hatte mir von einer anderen ehemaligen Mitschülerin erzählt, die nun hier in der Gegend wohnte. Ich fragte mich, ob ich vielleicht den Kontakt erneuern sollte. Ich hasste es, die erste Person zu sein, die schrieb, oder – noch schlimmer –, die wiederholt Kontakt aufnahm und damit preisgab, dass sie diejenige war, die ihn mehr brauchte. Aber vielleicht musste ich mich einfach überwinden, wenn ich in den Köpfen anderer mehr sein wollte als die Erinnerung an einen eloquenten Partygast oder diese eine Studentin, die immer eine Antwort parat hatte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber wollte ich das? Was du anderen preisgibst, wird von ihnen nicht aufbewahrt wie ein historisches Artefakt unter Glas. Du nimmst in ihren Gedanken ein Eigenleben an, das du nicht länger kontrollieren kannst, und irgendwann besitzen sie eine Abbildung von dir, die dir gerade ähnlich genug ist, dass dich die Verzerrungen stören. Ich hatte mich schon oft innerlich gewunden, wenn mir andere Menschen ihre Version meiner Geschichte erzählten. Dann lieber eine glatte, flüchtige Präsenz voller Widersprüche sein, an der die Haken vorgefertigter Kategorien und Narrative keinen Halt fanden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="/buecher"&gt;&#xD;
      
           Mehr zu "Das Buch der Augen"
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Renia_final.jpg" length="450463" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 25 Jul 2021 19:36:22 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/figurenvorstellung-renia</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,"Das Buch der Augen",2021</g-custom:tags>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie kommt die Figur zum Plot?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/wie-kommt-die-figur-zum-plot</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/nature-3824498_1280-3de46ecc.jpg" alt="Straße führt zum Horizont. Es sind Berge und Wolken zu sehen." title="Bild von Matty Rogers auf Pixabay"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Das Schicksal der Welt hängt in der Schwebe! Wie schön, dass sich die bestqualifizierte und am höchsten motivierte Person damit beschäftigen kann. Das klingt ein wenig langweilig, oder?
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Zumindest scheinen das viele Schreibende so zu sehen, denn die Literatur ist voll von unwahrscheinlichen Held*innen. Das Paradebeispiel dürften Tolkiens Hobbits sein, aber wie viele Bücher gibt es, in denen plötzlich Teenager Entscheidungen von ungeheurer Tragweite treffen müssen? Und selbst Bücher, in denen Figuren ihre wichtige Rolle spielen wollen, machen diese häufig zu Underdogs, um so Sympathie und Spannung zu erzeugen und die Neugier der Lesenden zu wecken, wie die Protagonist*innen das Beste aus ihrer suboptimalen Startposition machen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Es gibt eine Menge gute Gründe, bestimmte Rollen in Büchern nicht mit Figuren zu besetzen, die diese perfekt ausfüllen – das zu tun würde bedeuten, eine Menge Potenzial für Konflikte wegzuwerfen. Mögliche Konflikte sind z.B.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Selbstzweifel oder Ärger einer Figur, die eigentlich ganz andere Pläne mit ihrem Leben hatte und sich nun in einer unvertrauten Situation zurechtfinden muss
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Die Figur muss ihr wahres Wesen verstecken, um den neuen Erwartungen zu genügen
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Schuldgefühle anderer Figuren, wenn sie der Hauptfigur nicht helfen können (ich würde tatsächlich sehr gerne mal ein Buch aus der Sicht eines Elternteils oder einer Mentorfigur eines*einer Auserwählten lesen, das ihr Ringen damit erkundet, dass sie nur sehr eingeschränkt helfen können)
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Zweifel anderer Figuren: Andere Figuren denken, dass die Figur ihrer Verantwortung nicht gewachsen ist
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Scheitern, das die Konsequenzen von Fehlentscheidungen verdeutlicht und Stress und Unsicherheit bei der Hauptfigur erhöht
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Etc.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Auf der anderen Seite gibt es hier auch einige typische Fallstricke. So haben Lesende, wenn die Hauptfigur nicht sehr überzeugend geschrieben ist, manchmal wenig Sympathie für eine Figur, die immer wieder ihrem alten, normalen Leben nachtrauert und sich selbst bemitleidet, während sich ihre neue, gefährlichere Situation so viel spannender liest – obwohl es sich um eine absolut verständliche Reaktion handelt. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Eine weitere Schwierigkeit ist es, eine widerstrebende oder eigentlich nicht qualifizierte Figur auf glaubwürdige Weise in ihre neue Rolle zu stoßen. Ich lese immer wieder, dass Leute genervt von Prophezeiungen und Auserwählten sind und sie für eine sehr faule Lösung halten, dieses Problem zu lösen. Mir persönlich sind seit einer ganzen Weile nur sehr wenige solche Figuren begegnet – vielleicht, weil Autor*innen den Mangel an Begeisterung für dieses Motiv mitbekommen haben und es daher seltener in Büchern auftaucht oder zumindest nicht, ohne dass es kritisch reflektiert wird.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Eine weitere Schwierigkeit: Die Erklärung, wieso keine erfahreneren Menschen den Teenager-Protagonist*innen einiger Bücher die Arbeit abnehmen oder ihnen zumindest dabei helfen, die Welt zu retten, fordert Schreibenden oft einige Verrenkungen und Lesenden oft ein wenig Aussetzung des Unglaubens ab. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Darum kann es sich auch anbieten, Figuren zu wählen, die tatsächlich eine sehr intuitive Besetzung sind. Beispiele wären hier z.B. Feldmarshall Tamas aus den
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/brian-mcclellan-sins-of-empire-gods-of-blood-and-powder-buch-1"&gt;&#xD;
        
                        
            „Powder Mage“-Büchern
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           – der alte Militärstratege ist in der perfekten Position und sehr motiviert, seinen König zu stürzen und sein Land gegen eine Invasion des Nachbarstaates zu verteidigen. Eine ganze Reihe von mehr oder weniger verborgenen Gegnern sorgt dafür, dass er es trotzdem mit einer Menge unerwarteter Herausforderungen zu tun bekommt.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Und in der Urban Fantasy gibt es nicht ohne Grund die typische Figur des übernatürlichen Detektivs – jemanden, der sich gut mit dem Übernatürlichen auskennt, aber trotzdem in Situationen geraten kann, die weitaus gefährlicher und konsequenzenreicher sind als erwartet. Hier ist es schlichtweg der Job der Hauptfigur, sich mit Problemen zu beschäftigen, die in den Hauptkonflikt übergehen. Ihre Motivation ist dadurch gegeben, dass sie ihre Miete bezahlen muss. Allerdings ist auch das mittlerweile ein Klischee. Aber es gibt auch andere Varianten, wie man es zum „Job“ der Hauptfigur machen kann, sich mit einem Problem zu beschäftigen, das sie dann in weitaus größere Ereignisse hineinzieht.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber wie schaffen es Schreibende, widerwillige oder nicht offensichtlich für diese Rolle prädestinierte Figuren in weltbewegende Ereignisse zu verwickeln? Hier sind ein paar Beispiele, wie Autor*innen begründet haben, dass eigentlich nicht auf diese Rolle vorbereitete Figuren auf wichtige Positionen berufen werden:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Eine sehr originelle Lösung, wieso die Protagonistin in die Handlung verwickelt wird, gibt es z.B. in
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1"&gt;&#xD;
            
                            
              „The Arcadia Project“
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             von Mishell Baker – hier wird Millie, eine Frau mit einer Vorgeschichte psychischer Erkrankungen, von einer Geheimgesellschaft rekrutiert, die im Kontakt mit Feen steht. Der Grund: Wie viele andere Mitarbeiter*innen wäre Millie wegen ihrer psychischen Probleme wenig glaubwürdig, wenn sie vorhätte, der Welt von diesen zu erzählen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             In Christopher Ruocchios „Das Imperium der Stille“ ist es die Fähigkeit des Protagonisten, eine seltene Alien-Sprache zu verstehen, die ihm Zugang zu Informationen und einer Rolle in einer Mission verschafft, die ihm ansonsten verwehrt geblieben wären. Seltene Fähigkeiten (häufig magischer Natur, aber wie man hier sieht, kann es sich auch um besonderes Wissen handeln) geben auch eine gute Erklärung dafür ab, wieso eine unwahrscheinliche Figur in einen wichtigen Konflikt verwickelt wird. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Ich will nicht behaupten, dass ich das Problem immer super elegant und originell gelöst habe, aber hier ist auch ein Beispiel aus einem meiner Bücher: In „Drúdir – Masken und Spiegel“ wird der Maskenmacher Jathrades zum Mitglied des inneren Zirkels von Revolutionär*innen, weil er ohne verdächtig auszusehen Kontakte zu Menschen aus den verschiedensten Schichten pflegen kann und dadurch eine wichtige Rolle dabei spielt, Informationen weiterzugeben und Kontakte herzustellen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Eine klassische Methode, Figuren in konfliktträchtige Schlüsselpositionen zu bringen, demonstriert Fonda Lee in ihrer
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26119:jade-city-fonda-lee&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              „Green Bone Saga“
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             – hier „erben“ drei Geschwister Positionen in einem Clan, die nicht mit ihren jeweiligen Persönlichkeiten zusammenpassen. Es folgt eine sehr spannende Geschichte darüber, wie sich ihre Beziehungen und Persönlichkeiten dadurch verändern, dass sie diese Rollen einnehmen müssen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich hoffe, dieser Artikel bietet ein paar spannende Anregungen. Ich denke, dass es sich auf jeden Fall lohnt, sich ungewöhnlichere Erklärungen zu überlegen, wieso eine Figur auf unerwartete Weise in einen großen Konflikt hineingezogen wird, aber es lassen sich auch definitiv neue Facetten vertrauter Begründungen herausarbeiten. Und selbst die traditionellste Geschichte kann gut funktionieren und eine fadenscheinige Erklärung akzeptiert werden, wenn nur die Figuren und ihr Umgang mit der Situation spannend genug sind.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/nature-3824498_1280.jpg" length="83174" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 22 May 2021 20:18:06 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/wie-kommt-die-figur-zum-plot</guid>
      <g-custom:tags type="string">Fantasy
Schreibtipp,Schreiben,Fantasy,Science-Fiction</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Einleitende Zitate – wann, wie, warum, warum nicht?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/einleitende-zitate-wann-wie-warum-warum-nicht</link>
      <description>Was tragen Zitate zu Büchern bei? Wann passen Sie weniger? Ein paar Überlegungen</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/document-1729019_1280.jpg" alt="Pergament mit Schrift"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Henryk Niestrój auf Pixabay 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Es gibt so einige Dinge, die ich in meinem Debütroman heute anders machen würde. Neben größeren Sachen, die mich teilweise so sehr beschäftigen, dass ich sie unbedingt zwischen den Auflagen ändern möchte, würde ich die Überabschnitte des Buches nicht länger mit Literaturzitaten aus dem 19. Jahrhundert einleiten. Ich würde maximal das E.T.A. Hoffmann-Zitat behalten, das meiner Meinung nach ein hübsches Nicken in die Richtung der literarischen Tradition ist, in die ich mich mit der Verwendung eines bestimmten Topos stelle. Wer „Drúdir – Dampf und Magie“ kennt, weiß, wovon ich rede. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich glaube nicht, dass die Zitate stören, aber sie tragen auch nicht wesentlich etwas bei, und ich glaube, ich habe sie damals – ich habe das Buch irgendwann 2015 beendet – vor allem eingefügt, weil ich so etwas aus den Büchern von anderen Autor*innen kannte und begierig war, mein Schreibprojekt wie ein „echtes“ Buch aussehen zu lassen. Ok, vielleicht wecken sie ein bisschen 19. Jahrhundert-Atmosphäre, passen thematisch und verleiten womöglich die eine oder andere Person, sich die lange Version der Lyrik- und Prosatexte anzuschauen, aus denen sie stammen. Aber mittlerweile glaube ich, dass die Frage bei der Verwendung eines einleitenden Zitates neben „Geht das rechtlich?“ eher „warum?“ als „warum nicht?“ sein sollte. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Warum manchmal Vorsicht geboten ist
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Einleitende Zitate können Kontext beisteuern, einen Hinweis geben, dass di*er Autor*in das Buch als Antwort auf etwas versteht oder in einem Aspekt das Kernthema sieht. Ebenso können sie wie eben erwähnt ein höfliches Nicken in Richtung von Inspirationsquellen darstellen. Aber sie können auch irritieren, indem sie falsche Erwartungen wecken oder aber das eigentliche Buch im Vergleich mit ihnen weniger gut aussehen lassen. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ein Beispiel: Ich stehe dem „Lessons from the bad writing of …”-Format der Seite Mythcreants ein wenig ambivalent gegenüber (ich mag es nicht besonders, wenn Kritiken mir das Gefühl geben, dass sich jemand darüber profilieren will), aber
            
                        &#xD;
        &lt;a href="https://mythcreants.com/blog/lessons-from-the-bad-writing-of-the-mortal-instruments/" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             Chris Wrinkle hat Recht, wenn sie darauf hinweist
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
                        
            , dass die Klassiker-Zitate in Cassandra Clares „City of Bones“ prätentiös erscheinen und nicht zum Ton des restlichen Buchs passen. Ich muss zugeben, dass ich dieses Risiko auch bei den Drúdir-1-Zitaten sehe.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Aber noch häufiger, dass sie auffällig irritieren, haben Zitate aus Büchern schlichtweg keinerlei Effekt auf Leser*innen und sind vergessen, kaum dass die Geschichte richtig anfängt.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Wann passen Zitate?
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Aber es gibt auch Bücher, in denen Zitate am Buchanfang, über Zwischenabschnitten und Kapiteln eine echte Bereicherung darstellen. Welche sind das? Zunächst fällt mir da meine erste bewusste Begegnung mit diesem Buchelement ein, nämlich die Tintenwelt-Bücher von Cornelia Funke – natürlich passt es in einer Trilogie, die eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher ist und in der die Grenzen zwischen verschiedenen Romanwelten durchlässig wird, jedes Kapitel mit einem Zitat aus einem anderen Buch einzuleiten.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ebenso finde ich, dass Originalzitate aus der Zeit der Handlung sehr gut geeignet sind, um in historischen Romanen zur Atmosphäre beizutragen. Markus Heitz nutzt z.B. in „Die dunklen Lande“ Zitate aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, die helfen, ein Bild des historischen Settings heraufzubeschwören und die teilweise sehr fantasyelementelastige Geschichte zu erden. Und in einer anderen Serie Cassandra Clares, die im 19. Jahrhundert spielt, wirken Zitate aus dieser Zeit ebenfalls nicht fehl am Platze. Jeannette Ng setzt in
            
                        &#xD;
        &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26123:under-the-pendulum-sun-jeanette-ng&amp;amp;catid=63&amp;amp;Itemid=266" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             „Under the Pendulum Sun”
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
                        
            sehr wirkungsvoll echte historische Zitate ein, die minimal an eine Welt angeglichen sind, in welcher das Feenreich Arcadia existiert.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ebenso finde ich, dass ein Zitat immer dann richtig gesetzt ist, wenn es eine neue Interpretation eines Textes eröffnet und intertextuelle Bezüge oder Kontexte erhellt.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Fiktive Zitate
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ein besonderer Favorit von mir sind fiktive Zitate. Ich finde diese in den Elfen-Romanen Bernhard Hennens und James Sullivans sehr gekonnt eingesetzt. Nicht nur helfen die fiktiven Zitate aus Sagen und historischen Aufzeichnungen dort, Orientierung in einer von Zeitsprüngen geprägten Handlung zu geben, sie laden auch zu einer Reflektion von Historiographie an sich ein, zeigen widerstreitende Meinungen, Verzerrungen und Instrumentalisierungen von tatsächlichen Ereignissen.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Solche Zitate erlauben es auch, Figuren zu Wort kommen zu lassen, denen eigentlich keine Erzählperspektive zugeordnet ist. In „Drúdir 3“ verwende ich dieses Stilmittel, bestärkt von meiner Sensitivity-Leserin Nora Bendzko, um eine Nebenfigur und Angehörige einer in-Universe-Minderheit zu Wort kommen zu lassen, sodass ich nicht komplett in der Perspektive mehr oder weniger privilegierter Figuren verharre.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Fazit
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Zitate in Büchern können eine wertvolle Ergänzung sein und spannende Impulse geben, die Atmosphäre eines Settings heraufbeschwören oder aber unnötig und vielleicht etwas prätentiös wirken. Es ist alles eine Frage des Zusammenspiels von Zitat und Text.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 20 Feb 2021 21:17:35 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/einleitende-zitate-wann-wie-warum-warum-nicht</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Sachbuch-Entdeckungen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/sachbuch-entdeckungen</link>
      <description>Eine Liste der Sachbücher, die mich in den letzten beiden Jahren besonders beeindruckt haben.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sachb-C3-BCcher.jpg" alt="Die im Beiträg erwähnten Sachbücher im Regal."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         In den letzten Jahren habe ich angefangen, vermehrt auch Sachbücher zu lesen. An einige davon kann ich mich kaum erinnern. Andere hingegen sind mir sehr deutlich im Gedächtnis geblieben. Hier ist eine Liste der Sachbücher, die ich besonders spannend und/oder relevant fand (wenn ich dazu gekommen bin, sie auf Literatopia zu rezensieren, habe ich Links zu meinen ausführlichen Rezensionen gesetzt):
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Robert Sapolskys „Behave“ ist faszinierende Lektüre – ein Blick auf die Ursprünge menschlichen Verhaltens, insbesondere die Wahl zwischen Gewalt und Kooperation, unter den Gesichtspunkten zahlreicher verwandter Wissenschaften. Das Buch ist nicht ganz anspruchslos, aber auch für Laien gut verständlich und ein spannender Einblick in viele Wissensgebiete.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Rutger Bregmans „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=24945:utopien-fuer-realisten-rutger-bregman&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Utopien für Realisten
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ ist ein Buch, dass nicht nur gute Vorschläge, sondern auch Mut macht. Unter Rückgriff auf Daten aus verschiedenen Experimenten erklärt Bregman, wie z.B. mit weniger Arbeit, einem Grundeinkommen für alle und effektiverer Entwicklungshilfe eine bessere Welt möglich wäre.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25799:david-graeber-bullshit-jobs&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Bullshit Jobs
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ von David Graeber basiert auf seinem sehr erfolgreichen Essay im Strike-Magazin. Vielleicht mit einem gewissen Selection Bias, aber auf jeden Fall mit sehr großer Relevanz und einem zugänglichen Schreibstil untersucht er das Phänomen von Jobs, die vielleicht einträglich sein mögen, aber absolut niemandes Leben besser machen, worunter selbst die Leute leiden, die sie ausüben.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
            
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Mit „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26202:was-weisse-menschen-nicht-ueber-rassismus-hoeren-wollen-aber-wissen-sollten-alice-hasters&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ hat Alice Hasters eine solide, zugängliche Einführung in das Thema anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland geschrieben. Wer sich bereits ausführlicher mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird hier eher wenig neues finden, aber für Menschen, die sich bisher kaum damit auseinandergesetzt haben, kann ich das Buch sehr empfehlen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die beiden Herausgeber*innen Fatya Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah liefern zusammen mit zahlreichen anderen Autor*innen in „Eure Heimat ist unser Albtraum“ eine Sammlung kritischer (post)migrantischer, queerer, etc. Perspektiven auf Deutschland und die Idee einer homogenen „Heimat“. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Passend dazu nimmt Max Czollek in „Desintegriert euch“ unter anderem scharfzüngig die allzu bequeme Erinnerungskultur in Deutschland aufs Korn.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Howard Zinns „A People’s History of the United States” ist zurecht dafür kritisiert worden, dass das Buch z.B. durch die Ausblendung von Religion seinem ehrgeizigen Anspruch, die gesamte Geschichte der USA darzustellen, nicht gerecht wird. Was es jedoch liefert, ist eine faszinierende Perspektive auf die Geschichte der Vereinigten Staaten aus der Perspektive von Arbeiter*innen und marginalisierten Amerikaner*innen, mit einem Fokus auf deren Einfluss auf die Geschichte.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           In einer Sammlung humorvoller, poetischer Texte schreibt Ursula K. le Guin in ihrem leider vergriffenen Buch „The Language of the Night” – die einzelnen Texte lassen sich verstreut übers Internet aufstöbern – eindrucksvoll über die Macht der Literatur und die Rolle der Phantastik, wobei sie auch die SFF-Szene ihrer Zeit kritisch beleuchtet. Einige ihrer Kritikpunkte sind leider immer noch aktuell. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Amitav Ghoshs „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26164:die-grosse-verblendung-der-klimawandel-als-das-undenkbare-amitav-ghosh&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            The Great Derangement“/”Die große Verblendun
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           g“ ist ein interdisziplinärer Blick auf den Klimawandel und dessen Folgen. Ghosh geht nicht nur auf das konkrete Geschehen ein, sondern auch darauf, wie Erzähltraditionen das Weltbild von Menschen beeinflussen und es ihnen schwer machen, das Ausmaß der bevorstehenden Veränderungen zu begreifen. Dabei vergleicht er sachkundig westliche und indische Erzähltradition und hat auch spannende Fakten zu Geschichte und Politik auf Lager.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           In „Radikalisierungsmaschinen“ beschreibt Julia Ebner ihre Nachforschungen zu verschiedenen extremistischen Gruppen (Rechtsextreme, Islamist*innen, etc.) und deren Rekrutierungsstrategien on- und offline – ein leider sehr relevantes Buch.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=24956:licht-aus-dem-osten-eine-neue-geschichte-der-welt-peter-frankopan&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=275" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Licht aus dem Osten
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ von Peter Frankopan erzählt Weltgeschichte mit einem Fokus auf Handelsrouten und interkulturellen Kontakten. Im Zentrum steht hier Vorderasien, wo sich zahlreiche Handelsrouten kreuzten und wo Einflüsse von überall auf der Welt aufeinandertrafen. Ein spannendes, sehr umfassendes Buch, das deutlich macht, wie verflochten die Welt von früh an war.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sachb%C3%BCcher.jpg" length="113351" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 17 Jan 2021 20:24:27 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/sachbuch-entdeckungen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,Buchempfehlung,Liste,Sachbücher</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rückblick: 2020</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rueckblick-2020</link>
      <description>Meine 2020-Entdeckungen und ein kleiner Ausblick</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/firecracker-84715_1920-ee5b77f8.jpg" alt="Wunderkerze"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: PublicDomainPictures auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Während ich diesen Rückblick schreibe, haben die meisten meiner Kolleg*innen ihre schon gepostet. Ich schätze, in letzter Minute mit etwas fertig zu werden, nachdem ich es aus Energiemangel lange herausgezögert habe, ist aber recht repräsentativ für dieses Jahr.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Vom (nicht) Schreiben
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben mich nicht annähernd so schlimm erwischt wie viele andere Leute, aber es war trotzdem ein anstrengendes Jahr. Außerdem das erste seit langem, in dem ich kein neues Manuskript geschrieben habe. Auch mit Kurzgeschichten sah es schlecht aus. Ich habe mich für einen Großteil des Jahres kreativ wie ausgwrungen gefühlt, und ein wenig geht es mir immer noch so. Dafür habe ich meine Masterarbeit in Europäischer Kulturgeschichte eingereicht und kann mich jetzt M.A. nennen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Darüber hinaus kam Drúdir 3 heraus, womit ein ziemlich langer Lebensabschnitt, durch den mich die Figuren der Trilogie begleitet haben, zu Ende geht. Die ersten drei Rezensionen sind positiv ausgefallen, was mir viel bedeutet. Außerdem habe ich Bücher für verschiedene Kund*innen und Freund*innen lektoriert/korrigiert/beta-gelesen
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Lieblingsbücher 2020
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich bin auch in meiner Freizeit viel zum Lesen gekommen. Einige meiner Lieblingsbücher waren:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „The Left Hand of Darkness“ und „The Dispossessed“ von Ursula K. le Guin – keine Ahnung, wieso ich so lange gebraucht habe, um diese Bücher zu lesen, die ihren Klassiker-Status absolut verdienen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26350:10-minutes-38-seconds-in-this-strange-world-elif-shafak&amp;amp;catid=61&amp;amp;Itemid=264" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              10 Minutes, 38 Seconds in this Strange World
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” von Elif Shafak – ein wütender, mitfühlender Roman mit einer der ungewöhnlichsten Strukturen und Rahmenhandlungen, die ich kenne.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26489:the-gutter-prayer-gareth-hanrahan&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              The Gutter Prayer
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ von Gareth Hanrahan – düstere, idealerweise semi-industrialisierte Fantasystädte voller Geheimnisse in Kombination mit chaotischer, beängstigender Magie gehören zu meinen liebsten Fantasy-Motiven, und dieses Buch liefert das definitiv.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26488:stormblood-jeremy-szal&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=269" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Stormblood
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ von Jeremy Szal – ein nicht klischeefreier, aber mitreißender und überraschend idealistischer und sehr actionreicher Liebesbrief an das Science-Fiction-Genre. Außerdem verdanke ich dem Buch ein ziemlich gutes Cocktail-Rezept.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-best-served-cold-joe-abercrombie"&gt;&#xD;
            
                            
              Best Served Cold
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ von Joe Abercrombie – der Roman, der mich den Abercrombie-Hype hat verstehen lassen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „The Gurkha and the Lord of Tuesday” von Saad Z. Hossain – eine clevere Novelle, die Science-Fiction und islamische Folklore, Augenzwinkern und einen sehr soliden Plot kombiniert.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „Behave“ von  Robert Sapolsky – eine faszinierende, locker und sachkundig erzählte Beleuchtung menschlichen Verhaltens aus der Perspektive mehrerer Wissenschaften.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „A People’s History of the United States” von Howard Zinn – eine spannende Betrachtung der Geschichte der USA mit Fokus auf der historischen Agency von Arbeiter*innen und Angehörigen verschiedener Minderheiten.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „Slipping“ von Lauren Beukes – eine Kurzgeschichtensammlung, die mich noch einmal darin bestärkt hat, dass ich Kurzgeschichten doch mag, nachdem ich jahrelang die Finger von allem unter Romanlänge gelassen habe. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Andere Lieblingsmedien
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich habe dieses Jahr entschieden zu viel Zeit auf Youtube verbracht, aber das hat mich auch mit einigen Videos in Kontakt gebracht, die ich unbedingt weiterempfehlen möchte:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Ellen Brock: „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=WEFC5Oz_Dco&amp;amp;ab_channel=EllenBrock" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              How to start editing your novel: A Technique for Gaining Perspective
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – diesen Tipp möchte ich unbedingt ausprobieren
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Philosophy Tube: “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=3IG0Y63LkDM&amp;amp;ab_channel=PhilosophyTube" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Artists and Fandoms
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ”, “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=CqCx9xU_-Fw&amp;amp;t=6s&amp;amp;ab_channel=PhilosophyTube" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Climate Grief
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – kluge, aufwendig inszenierte und sehr aktuelle Videos
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Hello Future Me: “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=SQCb7GiNOrE&amp;amp;ab_channel=HelloFutureMe" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              On Writing: Mental Illness in Videogames
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ”, “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=6c8o68ghGBM&amp;amp;ab_channel=HelloFutureMe" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              The Complex Problems with Mental Illness in Fiction
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – zwei Videos, die gut zu meinem nächsten Romanprojekt fallen und das Thema sensibel und sachkundig behandeln
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Sarah Z.: “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=n2YptT8l3jM&amp;amp;ab_channel=SarahZ" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Rise of the Doomer: Why So Many People Are Giving Up
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – ein Video über Resignation und Social Media
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Alexa Donne: “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=Sj57reY2TBw&amp;amp;t=31s&amp;amp;ab_channel=AlexaDonne" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              When your Book Fails
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – in diesem Video geht es um ein Thema, über das in der Autor*innencommunity meiner Meinung nach zu wenig gesprochen wird
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             T.B. Skyen: “
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=nf_ACAQXqOw&amp;amp;list=PLgXBK8VQ11v-7Dy73Hnqguwps02o3o1YC&amp;amp;ab_channel=TBSkyen" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Boss Designs of Bloodborne
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ” – eine schöne Mischung aus verärgertem Quietschen und spannenden Analysen
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ansonsten hatte ich viel Spaß an „Birds of Prey“ und „Knives out“, zwei Filmen, die ich tatsächlich Anfang des Jahres noch im Kino gesehen habe – etwas, das mir gerade ein wenig unwirklich vorkommt. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Blogposts
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich bin dieses Jahr ziemlich unzufrieden mit meiner Produktivität, aber eines habe ich geschafft: Ich habe ein paar (Serien von) Blogposts geschrieben, mit denen ich sehr zufrieden bin:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/haben-geschichten-macht"&gt;&#xD;
            
                            
              Haben Geschichten Macht?
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/darkness-induced-audience-apathy-vermeiden"&gt;&#xD;
            
                            
              Darkness induced audience apathy vermeiden
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ”
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/dont-do-writing-kids"&gt;&#xD;
            
                            
              Don’t do writing, Kids
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/kurzempfehlungen-fuer-mehr-diversity-im-buecherregal"&gt;&#xD;
            
                            
              30+ Kurzempfehlungen für mehr Diversity im Bücherregal
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/gedanken-ueber-genres-grimdark-ein-rueckblick"&gt;&#xD;
            
                            
              Grimdark Fantasy – ein Rückblick
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung"&gt;&#xD;
            
                            
              Es muss nicht immer ein Krieg sein – Ideen für andere Fantasykonflikte
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ + Teil 1-4 der Artikelserie (unten im Auftaktpost verlinkt)
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich würde mich sehr über mehr Leser*innen auf meinem Blog freuen (auch wenn man es mir dank meiner Social-Media-Faulheit nicht anmerkt). 
           
                      &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Außerdem war ich jeweils mit mehreren Artikeln, Rezensionen und Interviews an den beiden Phantast-Ausgaben beteiligt, die dieses Jahr herausgekommen sind.
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/phantast/phantast23.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Deutschsprachige Phantastik
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/phantast/phantast24.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Hoffnung
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Der Download ist wie immer kostenlos, also schaut gerne rein.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Wie geht es 2021 weiter?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Obwohl ich dieses Jahr keinen Roman geschrieben habe, wird es voraussichtlich im Herbst 2021 eine neue Veröffentlichung von mir geben: ein Urban-Fantasy-Roman-Projekt aus dem Jahr 2019, das in diesem Jahr von mehreren fantastischen Sensitivty- und Beta-Leser*innen kommentiert wurde, sodass ich eine gute Grundlage für die Überarbeitung habe. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Gerade fühlt es sich noch recht unfertig an, aber es ist das interessanteste und persönlichste, was ich bisher geschrieben habe und ich freue mich schon sehr auf den Überarbeitungs- und Veröffentlichungsprozess. Keine Ahnung, welches der vielen Projekte, die mir durch den Kopf geistern, ich anschließend in Angriff nehmen werde.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ansonsten möchte ich wieder aktiver sein, was das Schreiben von Buchrezensionen betrifft und hier vielleicht mit mehr kreativen Formaten dafür experimentieren. Vielleicht kann ich das ja mit Journaling kombinieren, das ich dieses Jahr sehr intensiv betrieben habe.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich wünsche euch allen einen
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://youtu.be/GxKoNfM5B5c?t=4" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            guten Rutsch
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/firecracker-84715_1920.jpg" length="467392" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 31 Dec 2020 16:22:26 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rueckblick-2020</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,2020</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Haben Geschichten Macht?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/haben-geschichten-macht</link>
      <description>Mini-Essay - wissenschaftlich nachlässig, aber sehr nachdenklich.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/read-3048651_1280-764e552e.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Evgeni Tcherkasski auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Diese unwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Macht von Geschichten habe ich vor ein paar Monaten geschrieben und dachte, dass es mal an der Zeit ist, sie zu posten. Betrachtet sie eher als eine Art öffentlichen Tagebucheintrag. Bücher, auf die ich zurückgegriffen habe, sind unten verlinkt.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe vor fast drei Jahren einen Artikel über die Macht der Sprache und die politische Kraft von Fantasy und Science-Fiction geschrieben, aber wenn ich ehrlich sein soll, bin ich nicht sicher, ob ich mir das noch abnehme. Immerhin ist es die größte Stärke und die größte Schwäche dieser Genres, dass sie Leser*innen entscheiden lassen, in welchem Maße sie das Gelesene/Gesehene/Gehörte auf ihre Realität anwenden. Botschaften müssen schon sehr „in your face“ sein, damit wirklich niemand darum herumkommt, sie zu rezipieren und sich dazu zu positionieren. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ist unsere Debatte um die Macht von Sprache und Literatur und die Verantwortung, die Gesellschaft voranzubringen, die schwer auf unseren Schultern lastet, letztlich nur ein verzweifelter Versuch von Autor*innen – gerade denen, deren Schaffen gerne als trivial abgetan wird – uns ein bisschen relevant zu fühlen? Ist Literatur inhärent politisch und gleichzeitig immer nur so politisch, wie die Lesenden das zulassen? Es sind immerhin zu einem Großteil ihre Voreinstellungen, die bestimmen, ob und in welche Richtung sie sich von einem Buch beeinflussen lassen – die Fragen, mit denen sie an Literatur herangehen, die Überzeugungen, die sie bestätigt sehen wollen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ist das nur mein Pessimismus? Ich habe einmal recherchiert.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Zumindest haben Geschichten dahingehend Macht, dass sie Leser*innen verletzen und ihnen vermitteln können, dass in bestimmten Arten für Geschichten kein Platz für sie ist / dass sie nur stereotype Repräsentation erfahren, bzw. selbst zur Erhaltung von Stereotypen beitragen. Psychologische Phänomene wie Quellenamnesie (das Sich-Erinnern an Fakten, aber nicht an ihre Quelle, was dazu führt, dass Fiktion als Fakt oder sogar eigenes Erleben erinnert werden kann) oder der Fakt, dass Menschen fiktionale Medien zwar weniger kritisch rezipieren, aber durch sie durchaus Einstellungen oder Ideen davon, wie häufig bestimmte Begebenheiten auftreten, aufnehmen können, sind ein weiterer Grund dafür, wieso beim Erzählen manchmal Vorsicht geboten ist. Ich habe z.B. eine Historische-Fantasy-Kurzgeschichte zurückgezogen, teils wegen Aneignungsbedenken, aber vor allem, weil ich nicht damit rechnete, dass Leser*innen genug über die geschilderte Kultur wussten, um Fehler und künstlerische Freiheiten als solche zu erkennen, und sich womöglich Dinge falsch einprägen würden. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mein Fazit aus meiner kleinen, unprofessionellen Recherche der Psychologie von Unterhaltungsrezeption ist dementsprechend: Glückwunsch. Du kannst Schaden anrichten. Aber kann dein Roman auch etwas Gutes bewirken? 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Zumindest
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.tor-online.de/feature/buch/2020/06/das-gegenteil-von-faschismus-ist-kunst/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Catherynne Valente ist dieser Meinung
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          . Und auch ich glaube, dass wir durch Lesen viel über Empathie und kritisches Denken lernen können. Auch wissenschaftliche Studien liefern ziemlich überzeugende Argumente dafür. Gerade „Literary Fiction“ – also Literatur, die tief in die Psyche der Figuren eintaucht, aber die Lesenden auch selbst die eine oder andere Lücke durch ihr Einfühlungs- und Vorstellungsvermögen füllen lässt –
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.scientificamerican.com/article/novel-finding-reading-literary-fiction-improves-empathy/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           steigert erwiesenermaßen die Empathie der Lesenden
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          .
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Gleichzeitig stößt aber auch gerade Genre-Literatur dabei teilweise an ihre Grenzen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.tor.com/2020/02/26/the-revolution-will-be-dramatized/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           The Revolution Will be Dramatised
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ” und “
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.tor-online.de/feature/und-der-ganze-rest/2017/03/sind-nerds-die-besseren-menschen/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Sind Nerds die besseren Menschen
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ” schreiben Bethany C. Morrow und Tommy Krappweis über ihre Frustration mit Menschen, die den Revolutionär*innen in „Die Tribute von Panem“ zujubelten, um dann angesichts von rassistischer Gewalt stumm zu bleiben, oder die stur die fortschrittlichen Botschaften der Science-Fiction-Serie ihrer Wahl ignorieren. Auf Facebook habe ich eine Zeitlang regelmäßig die Augen über eine Gruppe für Cyberpunkkunst verdreht, weil in der dreckig-neonfarbenen Traumwelt so einiger Mitglieder kein Platz für die Repräsentation von Frauen und LGBTQ+-Personen jenseits von objektifizierenden Darstellungen und jede Kritik eine unverzeihliche Herausforderung war. Und vor ein paar Monaten (kein Phantastik- und nicht mal ein Literatur-Beispiel, aber einfach zu unterhaltsam) erklärte ein ehemaliger Fan von „Rage Against the Machine“, dass er jahrelang ihre Musik gehört habe, aber sie jetzt nicht mehr unterstützen wolle, weil sie plötzlich „politisch würden“.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Freiheitskampf als pure Ästhetik und das Bestehen auf einer ausschließlich cis-männlichen Perspektive in einem Genre, das für sich in Anspruch nimmt, Kategorien wie Körper und Geschlecht zu verwischen … das klingt nicht gerade, als hätte der Konsum phantastischer Geschichten positive Spuren hinterlassen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Rezipient*innen haben so eine Angewohnheit, zu ignorieren, was in einem Werk nicht ihrer bevorzugten Interpretation entspricht. Das kann positiv und ermächtigend sein, indem es z.B. Menschen erlaubt, sich in Geschichten repräsentiert zu sehen, die ursprünglich nicht mit ihren Erfahrungen im Hinterkopf geschrieben wurden. (Es gibt z.B. einen Fantasyroman, in dem ich meine Auseinandersetzung mit einer psychischen Krankheit besser wiedergespiegelt fand als in so manchem Sachbuch zu dem Thema, und das ich daher zu etwa einem Drittel als Metapher lese.) Aber auf der anderen Seite erlaubt es auch einige eher merkwürdige Aneignungen phantastischer Inhalte, siehe z.B. die unironische Verwendung von Memes, die Donald Trump als den Kaiser aus Warhammer 40.000 – einem over-the-top und zumindest noch halb satirischen dystopischen Universum – zeigen und das positiv meinen. Phantastische Welten lassen sich also in den Köpfen der Lesenden mit den verschiedensten politischen Botschaften füllen oder aber – vermeintlich – von ihnen befreien, auktoriale Intention wird beiläufig zur Seite gewinkt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und wenn ich ehrlich sein soll: Ich habe die Politik in der Phantastik auch erst gesehen, als ich dafür bereit war. Ich bin zwar durch meinen Kontakt mit der deutschen Phantastikbubble politisch in den letzten Jahren noch mal ein ganzes Stück nach links gerutscht und sensibler gegenüber Botschaften in Büchern geworden – auch in meinen eigenen  –, aber das hat mehr mit den Leuten hinter den Büchern zu tun als mit den Büchern selbst.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ja, das hier sind Anekdoten, aber ich glaube nicht, dass sie ganz ohne Aussagekraft sind. Den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Beeinflussbarkeit von Menschen durch Medien steht gegenüber, dass gerade phantastische Literatur den Lesenden oft die Wahl lässt, wie stark sie diese auf ihr Leben beziehen wollen. Im gleichen Buch, in dem ich auch über die Indikatoren für die Macht von Medien gelesen habe, wurde auch ein Experiment beschrieben, bei dem das gleiche Bild bei Männern und Frauen verschiedene Stereotypen und Urteile abrief. Das Medium interagiert also immer auch mit der einzigartigen Perspektive, des/der/* Betrachtenden.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Nur fürs Protokoll: Ich stehe nach wie vor als Autorin und Lektorin voll dahinter, dass wir anspruchsvolle Phantastik mit maximaler Vielfalt von Figuren und Perspektiven schreiben und lesen sollten, die mit einem diversen Publikum im Kopf geschrieben wurde. Ich habe großen Respekt vor Autor*innen, die sich in ihren Büchern zum Kampf für Toleranz, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit bekennen - oder aber Geschichten erzählen, die Leser*innen eben keine klare Orientierung geben und somit zum eigenständigen Nachdenken, Interpretieren und Urteilen anregen, was für mich eine ebenso wichtige Aufgabe von Literatur ist.  
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber ich glaube auch, dass ein*e individuelle Autor*in nicht annähernd so viel Einfluss hat, wie wir es uns manchmal einreden. Autor*innen haben Macht, aber die Rezipient*innen haben auch einiges zu sagen und das würde ich auch gerne mehr diskutiert sehen. Gelegentlich werden Lesende in Diskussionen um dieses Thema beinahe als Vakua dargestellt, die sich bereitwillig und ohne zu hinterfragen mit den Ideen anderer Leute füllen lassen. Und das ignoriert meiner Meinung nach sowohl ihr Potenzial zur kritischen Rezeption als auch ihr Potenzial, Botschaften und Implikationen schlichtweg nicht zu bemerken. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Tja, und jetzt … Nichts weiter, würde ich sagen. Ich werde weiter Romane schreiben, in denen zwischen einer Menge Ideen, die meinen diametral entgegengesetzt sind, ich die eine oder andere aufrichtige Überzeugung verstecke, und versuchen, die beste und verantwortungsvollste Autorin zu sein, die ich sein kann – ohne viel Glauben daran, dass ich irgendetwas Positives bewirke, außer der einen oder anderen Person etwas eskapistische Entspannung zu verschaffen (was ja an sich schon wertvoll ist), aber vielleicht mit ein bisschen Hoffnung. Ich glaube, so zu tun, als hättest du als Schreibende*r Einfluss, ist eine ziemlich sichere Wette – im schlimmsten Fall richtest du keinen Schaden an, im Besten bewirkst du vielleicht wirklich etwas. Letzten Endes führen die Gedankenpfade von Pessimismus und Hoffnung an denselben Ort. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Meine Quelle für Unterhaltungspsychologie: "The Psychology of Entertainment Media - Blurring the Lines Between Entertainment and Persuasion" (Hrsg. L.J. Shrum, 2004)
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Meine Quelle für Quellenamnesie: "Das kommunikative Gedächtnis" (Harald Welzer,  2002)
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/read-3048651_1280.jpg" length="98233" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 03 Dec 2020 20:41:10 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/haben-geschichten-macht</guid>
      <g-custom:tags type="string">Reflektion,Literatur,Essay</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>"Literarische Phantastik" - 9 Empfehlungen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/literarische-phantastik-9-empfehlungen</link>
      <description>Diese Bücher haben mich nachhaltig beeindruckt.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/books-462579_1280.jpg" alt="9 Bücher, man sieht nur den Schnitt" title="(c) Hermann Traub, Pixabay"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
          Was macht Phantastik "literarisch"?
         
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe in meinem Blogpost zum Thema „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/gedanken-zu-genres-1-was-ist-eigentlich-hochliteratur"&gt;&#xD;
      
                      
           Was ist eigentlich Hochliteratur
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “ die Frage gestellt, ob das Wort (hoch)literarisch irgendeine Aussagekraft besitzt – und zu meiner eigenen Überraschung festgestellt, dass es das das tut. Allerdings fand und finde ich die Trennlinie zwischen Literatur und Genre allzu scharf gezogen und glaube, dass Leser*innen, die literarische Fiktion bevorzugen, in der Phantastik mehr Lektüre nach ihrem Geschmack finden könnten, als angenommen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In diesem Blogpost stelle ich euch ein paar Bücher vor, auf die Folgendes zutrifft:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Das Buch erkundet eher eine Idee und/oder das Innenleben der Figuren, als dass sein großer „Selling Point“ ein actionreicher Plot ist. Der Plot ist in vielen Fällen sehr gut, aber ist eher Vehikel für Ideen oder Katalysator für spannende Figurenentwicklungen und -Gedanken.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Handlung, Figuren und Erzählweise brechen mit Konventionen.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Die Schreibenden haben interessante stilistische Entscheidung getroffen.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Lesende werden zum Nachdenken angeregt.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Broken Earth
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          N.K. Jemisin beginnt den ersten Roman der Trilogie mit dem Ende der Welt. Sie arbeitet gekonnt mit verschiedenen Zeitebenen, bringt in einem der drei Erzählstränge das sonst verrufene Erzählen in der zweiten Person zum Funktionieren und erzählt eine düstere, sehr politische Geschichte voller Wut, aber auch mit einem Funken Hoffnung. Der Schauplatz der Geschichte teilt die große Stärke vieler anderer Fantasywelten, dass er mit einem originellen Magiesystem aufwartet und dass es ein großes Geheimnis in der Vergangenheit dieser Welt gibt, das im Verlauf der Trilogie gelüftet wird. Es ist eine gnadenlose, von Erdbeben geschüttelte Welt. Sie hat Gesellschaften hervorgebracht, die von Unterdrückung durchdrungen ist, und Jemisin beschreibt unter anderem beklemmend, wie diese einen Weg in die Köpfe ihrer Figuren findet.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Deathless
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „Deathless“ verbindet Catherynne M. Valente das Russland des 20. Jahrhunderts mit den Sagen um „Koschei the Deathless“. Sie erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die von einem übernatürlichen Wesen entführt wird. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zerstörerische Liebesgeschichte, die unbehaglich zu beobachten ist und auch sein soll. Marya, die Protagonistin, bewegt sich zwischen zwei Welten. Sowohl die magische als auch die reale Welt sind hier Orte voller kaum verborgener Grausamkeit. Marya ist entschlossen, sich in ihnen zu behaupten. „Deathless“ ist in einer poetischen Sprache geschrieben. Immer wieder gibt es Anklänge an die Märchen, die der Roman letztlich komplett auf den Kopf stellt. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           The Left Hand of Darkness
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ursula K. Le Guins berühmter Roman über einen Planeten, auf dem es nur ein einziges Geschlecht gibt, steht zurecht in dem Ruf, ein Meisterwerk der Science-Fiction zu sein. Er ist vor allem berühmt für seine Reflektionen zum Thema Geschlecht, die teils im Kopf des sehr voreingenommenen Protagonisten, aber noch viel mehr in dem der Leser*in stattfinden. Aber das ist nicht das einzelne Thema, um das es hier geht. Die Sprache des Romans ist von einer scharfen Beobachtungsgabe geprägt und die Welt ist nicht nur konzeptuell interessant, sondern wird auch auf eine Weise beschrieben, die sie lebendig werden lässt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           The Dispossessed
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Noch ein Roman Ursula K. le Guins: In „The Dispossessed” lernen Lesende den Urras Anarres kennen, auf dem eines der größten Experimente der Menschheitsgeschichte stattfindet. Ehemalige Bewohnerinnen des Planeten Urras versuchen in ihrem Exil, eine anarchistische Gesellschaft zu realisieren. Le Guin macht es sich nicht leicht dabei, ihre „ambige Utopie“ zu schildern – sie zeigt sie in Krisenzeiten, aus der Sicht einer Figur, die sich manchmal von ihr eingeengt führt. Eine nachdenkliche machende Begegnung von zwei Welten. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Dandelion Dynasty
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ken Lius Epos „Dandelion Dynasty“ ist eine Serie, die mal mit der Distanz eines Epochen umspannenden Epos, aber manchmal auch voller Nähe und Mitgefühl für einzelne Figuren, die Geschichte einer erfolgreichen Revolution erzählt, auf welche die große Frage folgt: Was jetzt? Es gibt große Schlachten und Gottheiten haben ihre Finger im Spiel, aber letztlich liegt der Fokus des Buches auf den Figuren und auf der Frage, wie Herrschaft zum Wohle aller funktionieren kann.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Exit West
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mohsin Hamid erzählt die Geschichte eines jungen Paars, dem mysteriöse magische Türen, die sich überall auf der Welt öffnen, die Flucht aus einem Kriegsgebiet eröffnen. Empathisch, aber auch zurückhaltend, werden die Erlebnisse der beiden und ihre jeweilige Entwicklung beschrieben, vor dem Hintergrund einer Welt, in der Grenzen einen Teil ihrer Bedeutung verloren haben, was einige Menschen bereitwillig akzeptieren und andere nicht. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Frankenstein
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mary Shelleys Klassiker ist aus gutem Grund eines meiner Lieblingsbücher. Es ist vor allem dafür bekannt, eines der ikonischsten Monster der Horrorliteratur geschaffen zu haben, aber sein Ruf wird dem Buch nicht gerecht. „Frankenstein“ hat seine Probleme – z.B. einen Mangel an interessanten Frauenfiguren –, aber auch große Stärken. Darunter ist die Erzählstruktur der Geschichte in der Geschichte im Briefwechsel, die Lesende dazu bringt, sich mit Figuren und deren Ansichten zu identifizieren, nur um ihre Meinung dann jäh zu hinterfragen. Darüber hinaus sind in das Buch Ideen eingeflochten, deren Fortschrittlichkeit so einige Lesende überraschen dürfte – aus der Perspektive des Außenseiters, des Monsters, werden so einige Defizite der menschlichen Gesellschaft sichtbar.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Der letzte Schattenschnitzer
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Christian von Aster greift das Motiv des verlorenen bzw. eigenständig handelnden Schattens auf. „Der letzte Schattenschnitzer“ ist eine vielstimmig erzählte Geschichte – es gibt eine nüchterne Erzählstimme, einen Ich-Erzähler mit seiner ganz eigenen Stimme und natürlich mehrere Figuren. Langsam entspinnt sich bemerkenswerte Geschichte mit einprägsamen Protagonisten. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           This is how you lose the Time War
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Amal el-Mohtars und Max Gladstones Briefroman geht davon aus, dass das Publikum vertraut genug ist, um die Lücken in der Geschichte zu füllen, sich die spektakulären Raumschiffschlachten und historischen Panoramen auszumalen, deren Existenz nur angedeutet wird. Der wahre Fokus des Buches liegt auf Red und Blue, zwei Agentinnen aus konkurrierenden Zukünften, die „flussaufwärts“ und „flussabwärts“ reisen, um die Geschichte in die von ihrer Fraktion gewünschten Bahnen zu lenken. Ihre Briefwechsel sind verwirrend, voller sinnlicher Details und sprachlicher Verspieltheit. Das Geschehen um sie herum und die Hintergründe ihres Agierens werden jedoch nie vollständig erklärt. Nicht mit dem Genre und langsamer Exposition vertraute Lesende werden vielleicht vor einem Buch zurückschrecken, das Lesenden so wenig Orientierung bietet, aber diejenigen, die sich auf diese Geschichte in teils freischwebenden Puzzleteilen einlassen, erwartet eine poetische Liebesgeschichte voller einprägsamer Bilder.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 13 Nov 2020 22:06:09 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/literarische-phantastik-9-empfehlungen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,Fantasy,Science-Fiction</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>"Darkness-Induced Audience Apathy" vermeiden</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/darkness-induced-audience-apathy-vermeiden</link>
      <description>Wie schaffen es Schreibende, dass sich das Publikum gerne auf ihre dunklen Welten einlässt?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/bread-1284438_1920.jpg" alt="Ein Korb voller Croissants"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Pexels auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wer meinem Blog seit einer Weile folgt, weiß, dass ich
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/gedanken-ueber-genres-grimdark-ein-rueckblick" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           düstere Phantastik
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          mag, die auch mal zynischere Perspektiven auf das Leben erkundet, und auch in die Bücher, die ich selbst schreibe, schleichen sich Themen wie psychische Krankheiten, Gewalt oder der Umgang mit einer Welt, deren Strukturen und Wertesysteme es dir sehr, sehr schwer machen, ein guter Mensch zu sein. Okay, sie treten eher die Tür ein, als dass sie schleichen. Daran ist meiner Meinung nach auch nichts auszusetzen, insbesondere, wenn das Publikum eine Idee hat, was es erwartet. Aber es ist auch eine Sorte Literatur, die mit ihren ganz eigenen Herausforderungen einhergeht. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Eine davon ist es, zu vermeiden, was TV Tropes
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/DarknessInducedAudienceApathy" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Darkness-Induced audience apathy“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          nennt – die Gleichgültigkeit des Publikums gegenüber der Handlung, hervorgerufen davon, dass sämtliche Figuren unsympathisch sind und kein möglicher Ausgang des Geschehens erstrebenswert erscheint. Hinzu kommt noch die mentale Distanz, die Lesende unwillkürlich zwischen sich und Figuren schaffen, für die es allzu offensichtlich kein gutes Ende geben wird. Die Toleranz für unsympathische Protagonist*innen und trostlose Welten ist von Leser*in zu Leser*in verschieden, aber irgendwann ist sie bei den meisten Menschen erschöpft.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wie schaffen es Schreibende also, Bücher über gnadenlose Welten und deprimierende Ereignisse zu schreiben, ohne dass Lesende diese augenverdrehend weglegen? Ich habe schon darüber geschrieben, was
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-antiheld-inn-en" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Antiheld*innen
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          für Lesende attraktiv macht, aber zusätzlich kommt hier eine kleine Liste der Tricks, welche die Autor*innen verschiedener Bücher sehr erfolgreich angewendet haben, um Lesende für Geschichten voller Trauma und Verlust zu begeistern. Es sind Zutaten, die den meisten Büchern guttun, aber sie werden hier noch einmal besonders relevant.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1.	Sympathische Hauptfiguren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Nicht jedes Buch braucht eine sympathische Hauptfigur mit positiven Beziehungen zu anderen Figuren, aber gerade, wenn der Rest des Buches eher deprimierend ist, sind solche Figuren eine willkommene Abwechslung. Peter Newmans
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=24914:vagant-peter-newman&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Vagrant“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          -Trilogie lebt von dem Kontrast zwischen einer von Dämonen überrannten Welt und verblüffend idealistischen Figuren, die einander mit Vertrauen und Mitgefühl begegnen. Auch Vakov, der Protagonist von Jeremy Szals
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26488:stormblood-jeremy-szal&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=269" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Stormblood“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          , ist nicht annähernd so verbittert, wie man es von einem Mann in seiner Situation (ein ehemaliger Elite-Soldat, der gegen seine Abhängigkeit von einer Alien-Kampfdroge kämpft) erwarten würde, sondern lässt sich auf Beziehungen ein und gibt Menschen zweite Chancen. Nora Bendzkos düstere Rumpelstilzchen-Adaption „Kindsräuber“ lässt diverse Figuren mit dunklen Geheimnissen auftreten, aber stellt ihnen eine durch und durch positiv gezeichnete Protagonistin, eben eine klassische Märchenheldin, gegenüber. Gelegentlich reichen auch schon kleine Momente. Gareth Hanrahans
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26489:the-gutter-prayer-gareth-hanrahan&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „The Gutter Prayer“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          zeichnet seine Hauptfiguren zu Beginn als sehr auf ihr eigenes Überleben fixiert und von den Ereignissen mitgerissen, aber es gibt einen sehr einprägsamen Moment, in dem eine Figur einer anderen hilft, obwohl es ihr selbst zum Nachteil gereicht. Und vor allem gibt es eine klare Figurenentwicklung.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2.	Humor
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Humor und eine leicht distanzierte Erzählweise nehmen den erschütterndsten Ereignissen oft einiges von ihrer Schärfe. Sebastian de Castell stellt in seinen
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26049:blutrecht-sebastian-de-castell&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Greatcoats“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          -Romanen eine humorvoll-selbstironische Erzählstimme, Running Gags und den freundschaftlichen Hickhack zwischen dem zentralen Figurentrio dem Fakt gegenüber, dass der Protagonist und Ich-Erzähler von einer traumatischen Erfahrung in die nächste rennt. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.	Bewusster Bruch der Immersion
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Sehr einprägsam und aktiv, aber eher nicht im klassischen Sinne sympathisch ist das Figurenensemble von Joe Abercrombies
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-best-served-cold-joe-abercrombie" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Best Served Cold“/ „Racheklingen“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          . Auch hier arbeitet der Autor viel mit Humor, aber auch mit viel mit literarischen Stilmitteln wie Wiederholung, sprachlichen Manierismen, extrem geschliffenen Dialogen und großen und kleinen Momenten gemeiner Ironie im Plot, die Lesende daran erinnern, dass sie gerade ein Buch lesen. Hinzu kommt, dass die Figuren einfach sehr unterhaltsam sind. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.	Offene Fragen
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Der ungewöhnliche Schreibstil - es wird in nicht nur in der dritten, sondern auch in der zweiten Situation erwähnt - macht auch einen Teil der Faszination von N.K. Jemisins „The Fifth Season“/ „Zerissene Erde“ aus. Ein weiterer Grund, wieso Lesende „Zerissene Erde“ nicht weglegen konnten, waren die vielen Fragen, die das Buch aufwarf: Okay, die Welt geht unter. Aber warum? Und was hat es mit der ungewöhnlichen Erzählsituation eines der drei Erzählstränge auf sich?
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Auch „The Gutter Prayer“ wird von den spannenden offenen Fragen, welche die ersten Kapitel aufwerfen, über die Zeit hinweggetragen, bis die Figuren wirklich greifbar werden.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
           
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           5.	Agency
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Hilflosigkeit und Passivität mögen realistische Charakterzüge sein, aber es sind welche, die Lesende Hauptfiguren eher selten verzeihen. Wenn die Welt schon deprimierend ist, dann sollte die Hauptfigur eine reale Chance haben, sie zu verbessern – oder auch nur ein kleines Stück Welt in ihrem Sinne zu verändern, unabhängig davon, was das jetzt für andere Menschen bedeutet. Monza Murcatto aus „Racheklingen“ ist unter anderem deshalb eine spannende Protagonistin, weil sie ein klares Ziel hat und Dinge in Bewegung setzt. Das gleiche gilt auch für die Figuren aus China Miévilles
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26103:perdido-street-station-china-mieville&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=267" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Perdido Street Station“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          – sie sind mit einer übermächtigen Bedrohung konfrontiert, aber sie schmieden Pläne und finden nach und nach heraus, was sie dagegen tun können. Wenn die Figuren Ziele und ihre Entscheidungen Gewicht haben, ist es viel leichter, eine mitreißende Geschichte zu erzählen. Auch weckt jede Art von Charakterentwicklung erstmal Interesse.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           6.	Sense of Wonder
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Einer der Gründe, wieso Lesende „Perdido Street Station“ bis zum letzten gemeinen Plottwist treu bleiben, ist meiner Meinung nach das Worldbuilding: Der Roman entwirft das Panorama einer chaotischen Industriestadt voller magischer Wesen, miteinander streitender Fraktionen und dunkler Geheimnisse, die gleichermaßen abgedreht und glaubwürdig ist. Die Faszination für diesen eindrucksvoll geschilderten Ort gleicht den eher langsamen Einstieg in den eigentlichen Konflikt aus. Auch der Schauplatz von „The Gutter Prayer“ weiß mit gefährlichen alten Götter, unheimlicher Alchemie und einer ganz eigenen Ästhetik zu faszinieren. Das gleiche gilt für Compass, die mehretagige Weltraumstadt, in der „Stormblood“ spielt und die Rückblenden, die Lesenden den Planeten New Vladivostok zeigen: Schneelandschaften, Raumschiffe und die Weite des Weltraums regen zum Staunen an. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           7.	Kleine entspannte Momente
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Noch gelungener als die großen, beeindruckenden Dinge sind die schönen, kleinen Details in „Stormblood“, die sich noch besser als die großen Science-Fiction-Panoramen eignen, um die blutigen Ereignisse des Romans auszugleichen, weil sie persönlicher sind, mehr Identifikationspotenzial haben und auch mehr Sinne ansprechen. (Letzteres passt zu dem starken Fokus auf Sinneserfahrung und dem immer wieder beleuchteten Verhältnis des Protagonisten zum eigenen, technologisch veränderten Körper). Jeremy Szal hat die sehr kluge Entscheidung getroffen, Vakov gelegentlich eine Pause in einem Swimmingpool oder bei einem großen Frühstück zu gönnen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Düstere Geschichten mit unsympathischen Figuren und einem ungnädigen Schicksal gelegentlich durch positive Interaktionen oder schöne Seiten der geschilderten Welt aufzulockern – selbst wenn es nur kurze, trügerische Momente sind –, trägt auch dazu bei, Abwechslung, aber auch etwas mehr Tiefe und meiner Meinung nach auch Realismus in die Geschichte zu bringen. Den meisten Menschen präsentieren sich Welt und Menschheit nicht als uniform gut oder schlecht, und Literatur kann das gerne wiederspiegeln. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 18 Oct 2020 23:39:55 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <g-custom:tags type="string">Schreibtipps,Fantasy,Schreiben</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kurzgeschichte zum "Phantastischen Montag"</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/kurzgeschichte-zum-phantastischen-montag</link>
      <description>Eine Kurzgeschichte zum Monatsthema "Tag der Verschwundenen"</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
          Monatsthema: "Tag der Verschwundenen" und/oder "Frankenstein"
         
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Der "Phantastische Montag" ist ein Kurzgeschichten-Projekt des Berliner PAN-Stammtischs. Wer mich kennt, wird wahrscheinlich überrascht sein, dass ich mich dagegen entschieden habe, etwas zu Mary Shelleys Roman zu schreiben, den ich sehr mag. Die Idee hinter dieser Geschichte (eine Welt, in der die einzige Magie die Fähigkeit einiger Menschen ist, die Erinnerungen anderer auszulöschen, in der "investigative:r Biograph:in" ein Beruf ist und Menschen sich gegen Gedächtnisverlust versichern) begleitet mich schon seit einer ganzen Weile. Es hat sich angeboten, das mit dem "Tag der Verschwundenen" zu verbinden. 
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich betrete die Dachstube und blinzle, geblendet von dem Licht, dass durch eine große, dreckige Scheibe in den Raum fällt. Nach einer Weile haben sich meine Augen daran gewöhnt und ich kann mehr als Umrisse erkennen. Der Raum ist mittelgroß, gesäumt von Bücherregalen. Ich erkenne eine Waage, ein Maßband und eine Liege ebenso wie einen großen, chaotischen Schreibtisch, an den sich Amea Vadaan lehnt. Sie wäre eine unauffällige Erscheinung, wiese sie nicht die selbst in Vecidia seltene Kombination aus dunkelbrauner Haut und blonden Locken auf. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Was wollen Sie von mir?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Wahrscheinlich das gleiche wie die Mehrheit ihrer Kunden: Antworten. Ich habe unter verdächtigen Umständen meine Erinnerungen verloren.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Können Sie mich bezahlen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich hatte gehofft, dass wir uns da vielleicht auf eine Alternative einigen können. Vielleicht darauf, dass ich Ihnen einen Gefallen schulde.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Und was könnten Sie für mich tun?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich hoffe, das können wir gemeinsam herausfinden.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Sie nickt langsam. „Nun gut ... Ich denke, wir werden uns einigen können. Was haben Sie verloren?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Alle biographischen Erinnerungen. Mein Allgemeinwissen scheint intakt. Ich habe einen großen Wortschatz in mehreren Sprachen, vermute jedoch, dass Vecidisch meine Muttersprache ist.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Was wissen Sie, das über Allgemeinwissen hinausgeht?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich bin ... nennen wir es, misstrauisch. Ich halte unwillkürlich nach verborgenen Waffen und ähnlichem Ausschau ... und nach der Aura von Neuroturgen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Sie selbst sind ...“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Womöglich.“ Ich verschweige ihr die Leichtigkeit und Präzision, mit der ich diese Fähigkeit einsetzen könnte – mit der ich anderen antun könnte, was mir alle Orientierung geraubt hat und mich hat aus einem Leben verschwinden lassen, das einmal meins war. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ihre Brust hebt und senkt sich unübersehbar, als sie tief durchatmet. „Nun gut. Ich schätze, ich sollte Sie darüber informieren, dass ich unter dem Schutz einiger sehr mächtiger Menschen stehe und dass der junge Mann, der sie empfangen hat, nie ein Gesicht vergisst.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Nun ist es an mir, jähe Beunruhigung niederzukämpfen. „Verstanden. Was ist das hier für ein Ort?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Zur Möwe im Sturzflug ist neutrales Territorium. Hier können Menschen, die verschiedenen Gruppierungen angehören, die lieber unter dem Radar der Behörden bleiben, Verhandlungen führen, medizinische Hilfe erhalten – oder meine Dienste in Anspruch nehmen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich lächele schief. „Gut zu wissen.“ 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Dann fangen wir mal an. War das die Kleidung, in der sie zu sich gekommen sind?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich nicke.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Hm. Einfache, praktische Kleidung, aber auf der modischen Seite. Eingenähte Schilder?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Nein. Ich nehme an, dass es sich um Massenware handelt – von der Stange gekauft und in einer Schneiderei geändert. Relativ neu.“ 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Würden Sie ihr Oberteil ausziehen? Ich möchte mir ihren Körper anschauen“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Bringt das etwas?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Natürlich. Ihr Körper erzählt Ihre Geschichte – er ist von ihrer Umwelt geformt, ihren Gewohnheiten und Vorlieben, den Erwartungen und Schönheitsidealen, mit denen sie aufgewachsen sind. Auch wenn die Frau, die ihn geschaffen hat“ – sie deutet auf meine Stirn – „jetzt nicht mehr da ist, können wir ein paar Schlüsse auf sie ziehen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Wieder lächle ich freudlos. „Ein bisschen verantwortungslos von ihr, sich einfach so davonzumachen. Ich frage mich, warum." Habe ich mein Schicksal herausgefordert?
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
             „Ich hoffe, wir finden das gemeinsam heraus. Bis dahin lassen Sie uns mit den Schuldzuweisungen warten.“
            
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich schlüpfe aus Mantel und Oberteil. Darunter trage ich ein enges Bustier wie es auch Athletinnen benutzen, die nicht wollen, dass ihre Brüste schmerzhaft auf und abhüpfen. Bei mir gibt es da nicht viel festzuhalten, aber immerhin bewahrt es mich davor, mich völlig nackt Ameas Blick preisgeben zu müssen. Es ist es ein kühler, klinischer Blick, der nicht nach Schönheit, sondern nach Funktion fragt, aber er macht mich trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – nervös. Fürchte ich, keine Antwort zu erhalten, oder fürchte ich, was sie herausfinden könnte?
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ihr linker Unterarm – könnten Sie ihn vor ihr Gesicht heben ... Ja, das dachte ich mir.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Was?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ich glaube, Sie haben sich diese Narbe zugezogen, als sie einen Messerstich abwehrten.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Hm“, sagte ich, um überhaupt etwas zu sagen. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Als Nächstes betrachtet sie meine Hände. „Hornhaut auf den Fingerkuppen – ich tippe auf ein Seiteninstrument. Winzige, nahezu verblasste Schnitte auf den Fingern. Die Nägel kürzer, als es gerade in Mode ist. Etwas breitere Handflächen, wie sie Menschen bekommen, die eine zeit lang auf Krücken gegangen sind.“ Sie streicht über meinen rechten Mittelfinger. „Eine kleine Erhebung, wo ein Stift aufliegt. Sie haben wohl viel geschrieben.“ Sie lächelt schief. „Die Hände einer Akademikerin, die Narben einer Kämpferin.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Sie tritt einen Schritt zurück, betrachtet meinen Oberkörper. „Sie müssen viel Sport getrieben haben.“ Sie deutete auf ein ausgeblichenes Filmposter hinter sich an der Wand. „Können Sie den Namen des Regisseurs und der Hauptdarstellerin lesen?“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ja.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Dann sind sie wahrscheinlich nicht kurzsichtig. Warten Sie mal... Könnten Sie sich das Haar aus dem Gesicht streichen.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich tue wie geheißen. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Ihre Ohrstecker. Geben Sie sie mir, bitte..“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich folge Ihrer Anweisung. „Sind die etwas wert?“, frage ich hoffnungsvoll.
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „Das werden wir gleich sehen.“ Sie nimmt sie entgegen, doch sie gleiten ihr aus den Fingern – zumindest glaube ich das im ersten Moment, bevor ich begreife, dass sie den Schmuck mit Absicht hat fallenlassen. Ich will sie schon aufheben, aber da stampft sie mit einem ihrer harten, flachen Stiefelabsätze darauf. 
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            „He!“, protestiere ich, aber sie grinst triumphierend und holt zwischen Glasscherben und verbogenem Metall einen hauchdünnen Zettel hervor, und präsentiert ihn mir. „Ich wusste doch, dass eine sonst so praktisch gekleidete Frau, die sich auf einen Kampf vorbereitet hat, einen guten Grund braucht, um auffälligen Schmuck zu tragen. Der hier war zwischen Stein und Fassung versteckt.“
           
                      &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2020 12:41:00 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/kurzgeschichte-zum-phantastischen-montag</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Fantasy,PAN</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Best Served Cold (Joe Abercrombie)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-best-served-cold-joe-abercrombie</link>
      <description>Ich verstehe endlich den Abercrombie-Hype</description>
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           Cover: (c) Gollancz
          
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
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          Das Land Styria ist von Krieg zerrissen – für die meisten Menschen bedeutet das ein Leben in Armut und ständiger Gefahr. Für Monzcarro („Monza“) Murcatto und ihren Bruder Benna bedeutet es Profit. Immerhin stehen sie an der Spitze eines erfolgreichen Söldnerheeres. Zumindest, bis ihr Erfolg ihrem Auftraggeber, Herzog Orso, suspekt wird. Eine Audienz endet mit Bennas Tod und Monzas knappem Überleben. Sie verdankt es einem mysteriösen Fremden, der sich ihrer angenommen hat, nachdem sie mit einer zerschnittenen Hand und unzähligen gebrochenen Knochen am Fuß eines Berges landete.
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Obwohl Monza selbst den einen oder anderen Verrat auf ihrem Konto hat, schwört sie Rache – alle sieben Personen, die den Mord geplant oder zumindest tatenlos mitangesehen haben, müssen sterben. Dafür rekrutiert sie Unterstützung: Den manierierten Giftmischer Morveer, seine ausgeglichene, immer hungrige Assistentin Day, den von Zahlen und wenigen Skrupeln besessenen, sozial verunsicherten Friendly, Shylo Vitari (eine alte Bekannte für Fans der First-Law-Trilogie), Monzas ehemaligen Mentor Nicomo Cosca, dessen Alkoholproblem so groß ist wie sein Ego, und schließlich Caul Shivers, einen Barbaren aus dem Norden, der in Styria ein neues Leben als ein besserer Mensch anfangen will. 
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Nach und nach wandert diese Gruppe von Stadt zu Stadt und meuchelt nach und nach die Schuldigen, wobei sie ihrem herausforderndsten Ziel, Herzog Orso, immer näherkommen. Mit von der Partie: Eine Menge Entwicklung in den Persönlichkeiten und Beziehungen der Figuren und eine noch größere Menge Kollateralschaden. Denn auch wenn Monza eigentlich nur sieben Menschen töten will, haben ihre Angriffe eine Angewohnheit, zu eskalieren und sie tief in die Kämpfe und Ränkespiele des styrischen Adels zu verstricken, wobei sich wieder zeigt, dass ihr Seitenwechsel wenig ausmachen.
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Es ist das Versprechen von viel Geld, das das Team um Monza zusammenhält, und Vertrauen und Zuneigung kommen nur in Ausnahmefällen auf oder mischen sich mit weitaus zerstörerischen Gefühlen. Das hält die Figuren aber nicht davon ab, unterhaltsame Dia- und Monologe zu halten. Cosca erweist sich als überraschend selbstreflektiert – beziehungsweise genießt es, sich selbst zu reflektieren, sobald sich ihm ein Publikum bietet. Shivers hat einige erstaunlich kluge Dinge zu sagen und denkt sich entschieden mehr, als er sagt. Er und Monza sind die beiden Figuren, welche die größte Charakterentwicklung durchlaufen und welche durchgehend „menschlich“ bleiben. Beide Figuren handeln auf ihre Weise extrem, aber ihr Handeln ist bei aller Widersprüchlichkeit nachvollziehbar. Die anderen Figuren – gerade Cosca – erleben wir manchmal in sehr nachvollziehbaren Momenten, in denen sie Mitgefühl wecken, aber oft erscheinen sie bewusst überzeichnet, ihre Manierismen übertrieben, ihre Dialoge ein wenig zu poliert. Das Resultat ist eine Art „Schaukeln“ beim Lesen – ich wurde in die Perspektive der Figuren hineingezogen, und erlebte das Geschehen dann wieder wie ein schwarzhumoriges Theaterstück, bei dem die Figuren vielleicht nicht an die vierte Wand klopfen, aber kurz davor sind. Auch einige der Plotentwicklungen tragen zu diesem Gefühl bei. 
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Überhaupt ist „Best Served Cold“ ein von grimmigem Humor durchzogenes Buch – das beginnt auf der Ebene von Sätzen, aber zieht sich auch durch die oft mehr als nur ein wenig grausamen Ironien, welche die Handlung auf Kapitel, aber auch auf Buchebene durchziehen. Die Sprache des Buches ist halb schlicht, halb verspielt – Abercrombie benutzt Wiederholungen, die Kapitel als Motiv durchziehen, oder die verschiedene Perspektiven miteinander verknüpfen. Es ist ein schönes Stilmittel, dass vielleicht sogar noch wirkungsvoller gewesen wäre, wenn er es seltener und subtiler eingesetzt hätte.
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Der Humor und der Fakt, dass einige der Figuren verblüffend entspannt im Angesicht brutaler Gewalt sind, ändert nichts an der Macht der Ereignisse, das Leseerlebnis manchmal auf die beste Weise ungemütlich zu machen – das Buch lädt dazu ein, um tote Figuren, vor allem aber um die Ideale lebender Figuren zu trauern. Gewalt, ob sie nun von den Protagonist:innen ausgeht oder sich gegen sie richtet, ist gleichzeitig alltäglich und eine erschütternde Erinnerung an die Fragilität menschlicher Körper und Persönlichkeiten. 
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Ich erinnere mich kaum noch an die Lektüre der „First Law“-Trilogie, aber weiß noch, dass ich den Weltenbau etwas flach und blutleer fand. Auch „Best Served Cold“ ist in dieser Hinsicht eher minimalistisch, arbeitet mit vertrauten Abkürzungen des Genres und liefert gerade genug Kontext und Kulisse, um die Figuren im Setting zu verwurzeln. Aber vielleicht, weil immer wieder auf die Ereignisse der „First Law“-Trilogie verwiesen wird und Andeutungen über Ereignisse in der Ferne fallen, fühlt sich die Handlung hier angenehm in die Ereignisse einer größeren Welt verstrickt an.
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Ich habe auch ein paar kleine Beschwerden – bei Day tritt „immer hungrig“ gelegentlich an die Stelle einer Persönlichkeit, und Shylo Vitaris Rolle ist am Anfang halbwegs und am Ende wieder wichtig (oder zumindest für eine Überraschung verantwortlich), aber in der Zwischenzeit ist sie gerade im Vergleich zu den markanteren Figuren mehr oder weniger „irgendwie da“. Und die Motivation einer wichtigen Figur bleibt im Dunkeln – auch wenn angedeutet wird, dass sie in einem anderen Buch bereits enthüllt wurde. 
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Aber alles in allem ist mein Eindruck von dem Buch sehr positiv. Es ist auch, so ungerecht die geschilderte Welt ist, keineswegs ein Manifest für rücksichtsloses Verhalten, wie man vielleicht vermuten könnte. Zahlreiche Figuren bewundern Mitgefühl und Integrität – nur eben aus sicherer Entfernung.  
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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          Biographische Angaben: Gollancz (2010), 672 Seiten, ISBN: 978-0575082489
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    
          Der Roman ist auf Deutsch als „Racheklingen“ erschienen.
         
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
                  
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 27 Aug 2020 08:42:03 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-best-served-cold-joe-abercrombie</guid>
      <g-custom:tags type="string">Grimdark,Rezension,Fantasy</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Drúdir 1 &amp; 2 - eine Zusammenfassung</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/drudir-1-2-eine-zusammenfassung</link>
      <description>Eine kleine - und spoilerige - Zusammenfassung der ersten beiden Drúdir-Bände, um den Einstieg in Teil 3 leichter zu machen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/15_Ganze%2BTrilogie.jpg" alt="Ausschnitt aus den Covern von Buch 1, 2 und 3 der Drúdir-Trilogie"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Für diejenigen, deren Lektüre von Drúdir 1 und 2 schon ein bisschen her ist und die ihr Gedächtnis auffrischen wollen, bevor sie Teil 3 lesen, kommt hier eine Zusammenfassung der Ereignisse der ersten beiden Bände. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            HINWEIS 1: SPOILER (!)
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           HINWEIS 2: Fantasyromane klingen zusammengefasst sehr, sehr albern.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Band 1: Drúdir - Dampf und Magie
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Drúdir ist ein Uhrmacher in der Union, der föderalistischen Nation der Zwerge. Das mysteriöse Verschwinden der Magie hat der Unterdrückung der Zwerge ein Ende gesetzt. Dank ihrer besonders fortschrittlichen Dampftechnologie ist die Union nun die wirtschaftlich und allmählich auch politisch stärkste Macht des Kontinents. Es handelt sich bei ihr auch um eine junge Demokratie, welche von extremer sozialer Ungleichheit und den militärischen und politischen Ambitionen einer nationalistischen Partei bedroht wird. Magie hat hier einen sehr schlechten Ruf, und ihre allmähliche Rückkehr macht die Zwerge sehr nervös.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Darum misstraut Drúdir seinen magischen Kräften, die es ihm erlauben, die Erinnerungen von Toten zu lesen und ihm eine besondere Kontrolle über Maschinen geben. Aber als sein einstiger Lehrmeister Fragar ermordet wird, liest er dessen Erinnerungen. Dabei wird er von der Polizistin Findra erwischt, die herausfinden will, warum ihre Vorgesetzten Fragars Tod nicht untersuchen wollen. Die beiden folgen den Indizien in die unterirdische Seestadt Schwarzspiegel. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Dort treffen sie auf die Journalistin Svalris und die beiden Elfen Phandrael und Kyrai, die aus dem weitgehend isolierten Inselkönigreich Cirdaya gekommen sind. Die beiden sind Drasirai, Elfen, die einem sonderbaren Ritual vergleichsweise starke magische Kräfte verdanken, aber wegen dessen angeblichen und realen Auswirkungen auf ihre Psyche und ihrer fanatischen Loyalität zu ihrer Königin Außenseiter in ihrer Gesellschaft sind. Sie jagen Valedas, einen abtrünnigen Elfen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Drúdir lernt eine geheimnisvolle Fremde kennen: Moryn. Er beginnt, ein wenig für sie zu schwärmen, doch bevor ihre Beziehung sich vertiefen kann, erfährt er die Wahrheit: Eine Gruppe Zwerge aus Politik, Militär und Industrie will sich an die Macht putschen und einen Krieg gegen Cirdaya beginnen, teils aus Macht- und Geldgier, teils, um einen Präventivschlag gegen einen alten Feind zu führen, der durch die Rückkehr der Magie wieder an Macht gewinnt und erneut versuchen könnte, die Union unter Kontrolle zu bringen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Moryn ist in Wahrheit keine Zwergin, sondern ein von Dämonenmagie animiertes Maschinenwesen, dass den Befehlen der Verschwörer gehorchen muss. Valedas, der der Wirt eines Dämons geworden ist, hat sie zum Leben erweckt (ursprünglich wollte er die Verschwörer seinerseits hinters Licht fühlen, aber der Dämon war stärker als er, und es blieb wenig von seiner Persönlichkeit übrig).
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Bei der finalen Konfrontation opfert Moryn ihr Leben, um sich der Kontrolle der Verschwörer zu entziehen. Drúdir benutzt seine nekromantischen Fähigkeiten, um sich an einem von ihnen – Wuthri – zu rächen, indem er ihn mit den Erinnerungsscherben Toter bombardiert. Er weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass er damit irreversiblen Schaden anrichtet. Wenigstens hat er in Findra und Svalris Freundinnen gefunden.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Band 2: Drúdir - Masken und Spiegel
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Drúdir versucht vergeblich, wieder in seinem alten Leben heimisch zu werden. Seine Freundschaft zu Findra kühlt merklich, als sie herausfindet, was seine Magie Wuthri angetan hat. Als ein Kollege Findras versucht, Drúdir eines Verbrechens zu überführen, entscheidet er sich, das Land zu verlassen. Einem Hinweis Phandraels folgend reist er nach Rhuvien, um dort von dem Maskenmacher Jathrades Elytti, der einige Bücher über Magie geerbt hat, mehr über seine Kräfte zu lernen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Doch als er ankommt, ist Jathrades tot. Zusammen mit dessen Tochter Nodia findet Drúdir mehr über Jathrades’ Vergangenheit heraus: Der Maskenmacher war (genau wie Phandrael) bei der sogenannten Revolution der Masken involviert, die Rhuvien etwas demokratischer machte, aber deren Anführer sich nicht darauf einigen konnten, wie radikal sie sein sollte. Jathrades schritt nicht ein, als einige seiner Mitrevolutionär*innen einen anderen aus ihren Reihen, Artolo, ermordeten, um einen Kompromiss und ein Ende des Bürgerkriegs herbeizuführen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Jianata, Artolos erwachsene Tochter, macht nun nach und nach Jagd auf die Mörder ihres Vaters, und entscheidet schließlich, dass die ganze Regierung, die auf seinen Tod und die Lügen über ihn aufgebaut ist, wortwörtlich in Flammen aufgehen muss. Drúdir und Nodia können sie aufhalten und die von ihr platzierte Bombe entschärfen. Sie wollen, dass Jianata einen fairen Prozess bekommt und erzählen kann, was bei der Revolution wirklich geschehen ist, doch sie wird von einem widerwilligen Verbündeten getötet, der fürchtet, dass ihre Aussage ihn belasten könnte.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Schließlich kehrt Drúdir mit dem aus Jathrades’ Büchern gewonnenen Wissen in die Union zurück. Er beschließt, die Person zu suchen, welche die magische Putzroboter gebaut hat, die ihm in Rhuvien gesehen hat, in der Hoffnung, von ihr mehr über seine Technomantie zu lernen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 27 Aug 2020 08:28:38 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/drudir-1-2-eine-zusammenfassung</guid>
      <g-custom:tags type="string">Drúdir,Spoiler,Zusammenfassung</g-custom:tags>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gedanken zu Genres: Was ist YA?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/gedanken-zu-genres-was-ist-ya</link>
      <description>Ich wollte vor einer Weile einen YA-Roman schreiben. Daraus ist nichts geworden, aber ich habe einiges über das Genre gelernt.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/coffee-3025022_1280-e0c2e97c.jpg" alt="Kakao, Buch, Herbstblätter"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Melk Hagelslag auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Vor einer Weile habe ich darüber nachgedacht, einen Young-Adult-Roman zu schreiben, was mich zur Recherche darüber angeregt hat, was diese Richtung von Literatur eigentlich ausmacht. Ich habe die Idee erstmal auf unbestimmte Zeit verschieben, aber fand die Ergebnisse meiner Recherche durchaus interessant. Weil ich mich mit YA-Belletristik nicht so gut auskenne, wird mein Fokus hier auf Phantastik liegen, ohne die paar in unserer Welt angesiedelten YA-Bücher, die ich kenne, auszublenden.  
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Was ist Young-Adult-Literatur?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Young-Adult-Literatur – YA – ist kein Genre, sondern eine Marketingkategorie. Bzw. Literatur, die sich (ursprünglich) an eine bestimmte Zielgruppe richtet. Grob gesagt: an Leser*innen zwischen 12 und 17. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Allerdings ist diese Kategorie enger mit bestimmten Genres assoziiert als mit anderen – darunter Liebesgeschichten, Fantasy, und, vor ein paar Jahren, Dystopien. Weitere Zuschreibungen, die eigentlich wenig mit der Idee „Bücher für Teenager“ zu tun haben, sind, dass Bücher von, über und für Frauen eher als YA vermarktet werden, oder dass die Repräsentation von People of Color oder LGBT+-Geschichten gerade im US-amerikanischem Raum hier besonders öffentlichkeitswirksam diskutiert wird. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           So hat es z.B. „Godblind“ von Anna Stephens und „The Poppy War“ von R.F. Kuang in Buchläden in die YA-Regale verschlagen – zum Missfallen der Autorinnen, die sich nicht nur missverstanden und stereotypisiert fühlten, sondern sich auch Sorgen darum machten, wie junge Teenager mit den teilweise ziemlich verstörenden Inhalten ihrer Bücher umgehen würden. Ebenso kommt es immer wieder zu Halo-Effekten – so habe ich z.B. kritisiert gesehen, dass bei Cornelia Funkes und Leigh Bardugos neuesten Büchern, die sich eher an Erwachsene richteten („Das Labyrinth des Fauns“ und „Das neunte Haus“) nicht noch viel stärker betont wurde, dass es keine YA- bzw. Jugendbücher sind. Unterdessen wird Mark Lawrence‘ „Buch des Ahnen“, obwohl es so einige YA-Tropes bedient und alles in allem überraschend hoffnungsvoll daherkommt, wohl unter dem Einfluss seiner berühmten ersten Trilogie, „Broken Empire“, als (grimdarkishe) Trilogie für Erwachsene behandelt.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           YA war lange ein Synonym für Jugendliteratur, und ein sehr erfolgreiches, weil es Jugendlichen das Gefühl gab, Literatur für ein reiferes Publikum zu lesen und sich klar von Kinderliteratur abgrenzte. Tatsächlich scheinen die Leser*innen derzeit aber zu einem großen Teil junge Erwachsene im wörtlichen Sinne zu sein. Als ich in einem Buchladen arbeitete, habe ich so einige YA-Romane an Mittzwanzigerinnen verkauft. (Das -innen ist kein Zufall – bei SFF konnte ich ziemlich klar beobachten, dass Männer eher zu den „Fantasy“- und „Science Fiction“-Regalen gingen und Frauen bei den Romanen für ältere Jugendliche stöberten). 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Themen/Inhalte
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Eines der wichtigen Merkmale von YA ist, dass es darin um junge Protagonist*innen (in der Regel in paar Jahre älter als die Kernzielgruppe) geht, die, im Fall von YA-Phantastik, zwar Erfahrungen machen, die weit von der Lebenswirklichkeit vieler Leser*innen entfernt sind, aber auch Emotionen und Entwicklungen erleben, mit denen sich diese identifizieren können. Typisch sind z.B. das Hinterfragen von Autorität und die erste Liebe. Z.B. erzählte John Greens sehr erfolgreiches „The Fault in our Stars“ vor ein paar Jahren die Geschichte zweier krebskranker Jugendlicher, die sich ineinander verliebten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Geschichten können sich vor den verschiedensten Hintergründen entfalten. Bücher, die ich vor kurzem gelesen habe, waren z.B. Jess Rothenbergs „The Kingdom“, wo eine Androidin allmählich Freiheitsdrang entwickelt, oder Ava Reeds „Ashes and Souls“, ein Urban-Fantasy-Roman über eine junge Frau, die sich in einer gefährlichen Welt auf sich gestellt wieder- aber auch den Weg zu einem charismatisch-bedrohlichen Verbündeten findet. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Bücher können auch mehr oder weniger explizit Bezug auf politische Ereignisse nehmen. Eines der einflussreichsten YA-Bücher der letzten Jahre war Angie Thomas‘ „The Hate U Give“, ein Roman über eine junge Schwarze Amerikanerin, der nicht nur eine individuelle Geschichte erzählte, sondern auch die Realität von Diskriminierung, sozialer Ungleichheit und Polizeigewalt beleuchtete. Und in dem von westafrikanischer Kultur und Mythologie inspirierten Fantasyroman „Children of Blood and Bone“ von Tomi Adeyemi wird Rassismus ebenfalls so stark thematisiert, dass der Kommentar der Autorin im Nachwort, dass sie das Buch allegorisch verstanden sehen will, eigentlich unnötig ist.  
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die beiden letztgenannten Bücher, aber auch so einige andere YA-Romane die ich gelesen habe, lassen das Unterscheidungskriterium zwischen Young Adult und Adult, dass Fluchen, Sex, Gewalt, Drogen etc. bei ersteren deutlich reduziert sind, übrigens fragwürdig erscheinen. Romane wie die „Hunger Games“-Trilogie von Suzanne Collins oder noch früher „Twilight“ von Stephanie Meyer, die eine Zeitlang als Paradebeispiel für YA-Romane behandelt wurden, sind z.B. entweder sehr brutal oder behandeln schließlich Themen wie Ehe, die für jugendliche Leser*innen noch recht weit weg sein dürften. Und dann gibt es noch Bücher, die zwar junge Protagonist*innen haben, aber doch eher für ein älteres Publikum bestimmt sind.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Stil
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Daher glaube ich, dass sich neben jungen Protagonist*innen stilistische Merkmale von YA tendenziell besser eignen, um die Kategorie daran festzumachen. Was sind das für Merkmale?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Zum einen ist da in vielen Fällen ein schnelleres Erzähltempo – der große Konflikt setzt früher ein, die Handlung spitzt sich schneller zu. Exposition wird auf ein absolutes Minimum reduziert. Darin liegt meiner Meinung nach einer der Gründe für das oft kritisierte eher flache Worldbuilding von YA-Fantasy und Science-Fiction – Autor*innen kommen weniger dazu, etwas zu zeigen und zu erklären, was nicht unmittelbar plotrelevant ist. Die Bücher sind auch insgesamt kürzer als ihre Gegenstücke für Erwachsene – 100.000 Wörter, was eher das Minimum für einen Fantasy- oder Science-Fiction-Roman für Erwachsene ist, ist für einen YA-Roman in den meisten Fällen die Obergrenze. Damit korrespondiert auch, dass es in der Regel weniger Handlungsstränge und Hauptfiguren gibt. In YA findet man häufiger Ich-Erzähler*innen als in anderen Genres. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Insgesamt versuchen YA-Romane, auch für unerfahrenere Leser*innen attraktiv zu sein – die Bücher sind kurz, spannend, leicht zu lesen, Botschaften werden selten zwischen den Zeilen versteckt, die Komplexität von Welt und Plot hält sich in Grenzen. Etablierte Tropes, mit denen Viel-Leser*innen schon sehr vertraut sind, können hier tendenziell mit weniger Zurückhaltung verwendet werden, weil sie für einen Teil des Publikums noch neu und aufregend sind. Die Sprache ist oft einfach und flüssig gehalten. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, z.B. Jenny-Mai Nuyens und Gesa Schwartz‘ sehr poetisch geschriebene Jugendbücher. Ebenso ergibt sich durch ein junges Publikum mit noch nicht so fest gefügten Erwartungen an (Sub)Genres auch Freiheit zum Experimentieren.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Der Fakt, dass ein YA-Roman in der Regel kein 800-Seiten Epos mit unzähligen Handlungssträngen und Figuren ist, ist meiner Meinung nach einer Gründe, wieso sie in unserer stressigen Zeit mit tausend Ablenkungen auch unter Erwachsenen beliebt sind – sie lassen sich schnell und mühelos lesen, und gerade, wenn ich z.B. für die Uni hunderte Seiten anspruchsvolle Sachtexte lese, ist das eine sehr attraktive Eigenschaft in einem Buch. (Allerdings greife ich in solchen Situationen eher zu actionlastiger Urban Fantasy). 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            YA-Crossover
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Es gibt auch ein paar Bücher, bei denen ich mich sehr wundere, dass sie als YA vermarktet wurden, auch wenn es sich bei ihnen um einige der erfolgreichsten Bücher des Genres handelt. Beispiele dafür wären Leigh Bardugos „Six of Crows“ (mehrere Perspektiven &amp;amp; Figuren, die zwar nominell Teenager sind, aber wie Erwachsene denken und agieren) und die mit „Throne of Glass“ und „A Court of Thorns and Roses“ beginnenden Bücher Sarah J. Maas‘ (gerade in späteren Büchern mit einem sehr großen Fokus auf Erotik). Das sind die Bücher, die Alexa Donne in dem unten verlinkten Video als „YA-Crossover“ bezeichnet. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Vermarktung
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Gewissermaßen ist YA aber vor allem, was als YA vermarktet wird – und es gibt durchaus auch Gemeinsamkeiten bei der Präsentation der Bücher. Im YA-Bereich gibt es besonders viele Hardcover und auch gewisse Konventionen bei der Gestaltung – häufig sind Mädchen/junge Frauen auf dem Cover zu sehen, gerne in Abendkleidern oder im Portrait. Es gibt eine Tendenz zu besonders dickem Papier und großer Schrift, sodass die Bücher oft ein wenig länger erscheinen, als sie tatsächlich sind. In Buchläden hat YA oft einen eigenen Tisch, häufig, aber nicht immer, in der Nachbarschaft von Fantasy und Science Fiction. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           YA richtet sich erfolgreich an eine internetaffine Altersgruppe, so dass dieses Genre auf Buchblogs, aber auch auf Seiten wie Instagram stark repräsentiert ist. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Warum ich einen YA-Roman schreiben wollte und warum ich es doch nicht mache
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           YA-Romane haben (u.a. deshalb, weil sie eng mit Teenagerinnen assoziiert sind, was leider pauschale negative Bewertungen einlädt, aber auch aus anderen, meiner Meinung nach
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://geekgefluester.de/young-adult-hat-ein-feminismus-problem" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            gerechtfertigteren
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           Gründen) zumindest bei einigen Lesenden einen eher zweifelhaften Ruf - ich glaube, Daniel Greene bringt im unten verlinkten Teil 2 seiner Youtube-Serie ganz gut zum Ausdruck, was einige ältere Lesende in diesen Büchern vermissen. Warum wollte ich also einen YA-Roman schreiben?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Weil sie kurz sind und oft auf ein einziges, Interesse weckendes und konfliktträchtiges Konzept setzen. Die Idee kann tatsächlich sehr originell und sich sogar über Subgenregrenzen hinwegsetzen, da sie sich an ein Publikum mit weniger verfestigten Erwartungen richtet. Das ist eine Eigenschaft dieser Kategorie, die ich sehr attraktiv finde, auch wenn mich wiederum ein wenig abschreckt, dass das erwartete Handlungstempo und die erwartete Buchlänge oft weniger Raum lassen, um die Implikationen dieser Idee wirklich in der Tiefe zu erkunden.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Sympathisch ist auch, dass sich tendenziell leichter mit coolen, aber unplausiblen Sachen davonkommen lässt. Die Elemente, die in YA gerne kritisiert werden, sind zwar damit assoziiert, aber längst kein zwingender Bestandteil. Und ja, kommerzielle Überlegungen haben auch mit reingespielt.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Allerdings habe ich bei meinen Recherchen festgestellt, dass ich zwar verstehe, wieso Leser*innen jeden Alters YA mögen, aber ich tendenziell lieber Bücher für eine erwachsene Kernzielgruppe lese und schreibe – ich bin einfach ein zu großer Fan von ausgiebigem Worldbuilding und vielen Erzählperspektiven und kann mich entschieden leichter in erwachsene Figuren hineinversetzen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=xmMEGxLBLhA" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Alexa Donne über YA
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=wbArK8oql_0" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Alexa Donne über YA-Wordcounts
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Daniel Greene über YA:
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=ElGFNgods08" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Teil 1
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           und
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=7dkXYiaeSJI" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Teil 2
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/coffee-3025022_1280.jpg" length="176626" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Aug 2020 23:42:39 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/gedanken-zu-genres-was-ist-ya</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,Genre (Neues Tag),YA</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/coffee-3025022_1280.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/coffee-3025022_1280.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gedanken zu Genres: Was ist eigentlich Hochliteratur?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/gedanken-zu-genres-1-was-ist-eigentlich-hochliteratur</link>
      <description>Hochliteratur - so angestaubt, wie sie klingt?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/literature-3091212_640.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild (Teetasse auf einem Bücherstapel) von Ylanite Koppens auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Ich schlage ein kleines Experiment vor: Sprecht einen Fantasy-Fan an, und erwähnt das Wort „Hochliteratur“. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass euch als Antwort eine Tirade darüber erwartet, wie die akademische Welt hochinteressante Genre-Literatur ignoriert, dass Hochliteratur nur aus langweiligen Texten besteht, mit denen Schulen und Universitäten Lernende quälen, und dass Shakespeare auch Fantasy geschrieben hat. Vielleicht haben sie auch noch einen spöttischen Kommentar über Ian McEwan übrig, der
         
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.nytimes.com/2019/05/02/books/review/ian-mcewan-machines-like-me-john-sandford-rules-of-prey-best-seller.html" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          darauf bestand
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         , dass sein Roman über künstliche Intelligenz auf gar keinen Fall Science Fiction sein könne, weil er ja den Fokus darauf lege, welche ethischen Dilemmata und psychologischen und philosophischen Implikationen diese habe. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Darüber, was Hochliteratur eigentlich ist und was einen Text „literarisch“ macht, gibt es viele Meinungen und noch mehr vage „Ich erkenne es, wenn ich es sehe“-Einstellungen. Und das hat mich inspiriert, diesen Artikel zu schreiben, in welchem ich zwei Fragen zu beantworten versuche: Was ist Hochliteratur? Und ist sie besser als ihr Ruf?
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Letzteres ist nicht wirklich schwer, immerhin fühlt sich „Hochliteratur“ oder gar „Höhenkammliteratur“ zu sagen ein wenig an, als würde man mit Staub gurgeln. Ich nehme kurz eine Hand von der Tastatur, um zu checken, ob meine Haare in den letzten Sekunden ein wenig grau geworden sind. Okay, sind sie nicht. Also weiter im Text.
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.br.de/alphalernen/faecher/deutsch/5-hochliteratur-trivialliteratur100.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Dieser Artikel
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          definiert Hochliteratur als Literatur, die inhaltlich, formal und stilistisch innovativ sei und zum Nachdenken anrege. Dadurch unterscheide sie sich von der Populärliteratur, welche mit etablierten Formen arbeite, primär unterhalten wolle und gerade beliebte Themen aufgreife, und von der Trivialliteratur, welche quasi Populärliteratur mit Stereotypen und allzu einfachen Lösungen sei. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Der Artikel weist jedoch auch auf die Probleme des Begriffs hin, denn Literatur, die in ihrer Zeit als populär und unterhaltsam galt, sei später als Hochliteratur anerkannt worden, und auch viel Populärliteratur der Gegenwart könne spannend und lehrreich sein. Ebenso, möchte ich ergänzen, kann die Lektüre von Hochliteratur Spaß machen. Um Lesende bei der Stange zu halten, müssen Autor*innen von Hochliteratur das Handwerkszeug meistern, dass auch ihre kommerzieller denkenden Kolleg*innen nutzen, um ihre Texte attraktiv zu machen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Literary_fiction" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Wikipediaseite
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          zu „literary fiction“ stellt einen Gegensatz zwischen Literary Fiction und Genre Fiction und „Commercial Fiction“ auf, aber erwähnt gleichzeitig, dass z.B. anerkannte LitFic-Autorin Margaret Atwood auch letztere geschrieben habe. Ian McEwan habe ich ja bereits erwähnt. Auf der Seite sind mehrere Kriterien für Literary Fiction gelistet:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
             Sie sei gesellschaftskritisch oder setzte sich mit der „Human Condition“ auseinander.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Sie sei introspektiv und lege den Fokus auf die Entwicklung interessanter Figuren.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Die Handlung schreite langsamer fort.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Sie sei komplex und stilistisch besonders interessant.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Der Plot sei weniger wichtig als bei „commercial fiction“
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Sie sei auch oft düsterer als diese.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Gegenüberstellung „düstere, aufwühlende Literary Fiction vs. Heile-Welt-Genre-Fiction“, die auch in dem zuvor wiedergegebenen Artikel auftaucht, irritiert angesichts der Hochkonjunktur von Dystopien und gnadenlosen Fantasywelten in der Genre-Fiction der letzten dreißig Jahre ein wenig, aber mit anderen Kriterien lässt sich schon mehr anfangen.  
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mark Lawrence hat kürzlich auf seiner Facebookseite auch nach Definitionen für „Literary Fiction“ gefragt, und seine eigene Interpretation angeboten, bei der es bei Hochliteratur vor allem darum ginge, „themes“ zu erkunden – unabhängig vom Genre. Ich halte das für einen ziemlich nützlichen Debattenbeitrag, denn er hat mich zu dem Gedanken geführt, dass der Hauptunterschied zwischen „Hoch“-, und „Unterhaltungsliteratur“ für mich darin liegt, wie wir darüber reden. Wenn Rezensionen und Analysen uns fragen, was uns das Buch uns beibringt und außerdem innovative sprachliche und stilistische Entscheidungen gelobt werden, ist es Hochliteratur. Wenn Rezensionen und Analysen vor allem um Plot, Spannung und darum kreisen, ob und warum Figuren sympathisch sind: keine Hochliteratur. In der Wissenschaft werden bei ersterer einzelne Werke tiefgehend untersucht, bei letzterer viele Bücher ausgewertet, um Trends zu identifizieren. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Allerdings macht diese Unterscheidung das Gegensatzpaar „literary“ und „genre fiction“ ziemlich nutzlos, da sie definitiv „literary fantasy“ zulässt. Das Adjektiv „literary“ ist jedoch nicht nutzlos, da es durchaus etwas über Stil und Inhalt des Buches und die Reaktion, die es bei vielen Lesenden auslöste (e.g. Nachdenken, eine veränderte Perspektive), aussagt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Gleichzeitig ist es eine Unterscheidung, die auf der Rezipient*innenseite erfolgt – es ist durchaus möglich, die Kriterien von Unterhaltungsliteratur (Ergibt der Plot Sinn? Ist das Buch spannend?) an Hochliteratur anzulegen (auch wenn dabei eine Menge Aspekte unbeachtet bleiben), und zu fragen, was uns ein vermeintlich triviales Buch sagen will.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und bei der Rezeption spielen auch Halo-Effekte eine Rolle: Hat di*er Autor*in bereits anerkanntermaßen Hochliteratur geschrieben? Dann kann ihr aktuelles Buch über Unsterbliche/Roboter/eine dystopische Zukunft keine Genre Fiction sein. Leider spielt hierbei auch das Geschlecht der Schreibenden eine Rolle, müssen sich Frauen doch deutlich mehr hervortun, um als innovativ anerkannt zu werden. Ebenso hat es auch etwas mit regionaler Kultur zu tun, wo und wie scharf die Trennlinie zwischen Hoch- und Populärliteratur gezogen wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Tja, und mein Fazit:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            „Hochliteratur“ ist ein klobiger Begriff, der staubig und arrogant klingt, aber er ist nicht inhaltsleer. 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
             Trotzdem ist „Hochliteratur“/“literary fiction“ bei weitem kein objektiver Begriff. Faktoren, die nichts mit dem Werk selbst zu tun haben, spielen eine Rolle, darunter Vorurteile gegenüber bestimmen Gruppen von Schreibenden oder bestimmten Genres.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Das Genre, in welchem ein Buch erschienen ist, hat eigentlich keinen Einfluss darauf, wie „literarisch“ das Buch ist, dafür jedoch die Frage, ob das Buch Genrekonventionen folgt, oder innovative Dinge mit Stil, Charakteren und Plot anstellt.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Eine Frage, mit der ich zurückbleibe: Ab welchem Verhältnis von Innovation und Konvention ist ein Buch literarisch? Kann ein Buch literarische Passagen in einem ansonsten eher trivialen Text haben und triviale Aspekte in einem ansonsten überwiegend literarischen Werk? Hm.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Wir brauche mehr Raum für literary SFF, gerade in Deutschland, wo das Potenzial dieser Genres, Fragen über Mensch, Natur und Gesellschaft aufzuwerfen und überraschend zu beantworten, sowie spannende stilistische Experimente durchzuführen, gerne unterschätzt wird
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Um noch mal auf Punkt zwei zurückzukommen: Leute, die sagen, dass ein Buch keine Fantasy/SFF mehr ist, weil es „zu gut“ ist, nerven
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Ich würde nicht von einer Hierarchie zwischen literary fiction und nicht-literary-fiction ausgehen, sondern eher von einer Aufgabenteilung
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/literature-3091212_640.jpg" length="32464" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Aug 2020 23:21:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/gedanken-zu-genres-1-was-ist-eigentlich-hochliteratur</guid>
      <g-custom:tags type="string">Genre
Überlegungen
Lesen</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Do writing, kids</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/do-writing-kids</link>
      <description>Ein paar Gründe, wieso Schreiben trotz allem ein toller Job ist.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/light-bulb-2010022_1280-91a740f5.jpg" alt="Glühbirne vor schwarzem Hintergrund"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Gerd Altmann auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich kann die geballte Negativität
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/dont-do-writing-kids" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           meines letzten Posts
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          so nicht stehen lassen, also kommt hier der Ausgleich-Listicle: Arten, auf die Schreiben mein Leben bereichert. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1.	Spaß
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Schreiben ist eine dieser Tätigkeiten, in denen ich komplett versinken kann, um dann nach mehreren Stunden auf eine gute Weise erschöpft in die Realität zurückzukehren. Ich denke viel über meine Projekte nach, und es gibt wenig, was an das elektrisierende Gefühl herankommt, wenn ich eine inspirierende Idee habe oder mir die Lösung für ein Problem begegnet. Beim Schreiben komme ich zur Ruhe und bin gleichzeitig auf die bestmögliche Weise aufgeregt. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2.	Greifbare Fortschritte
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es gibt Tätigkeiten (Haushalt, Studieren, …) bei denen es sich nicht anfühlt, als würde ich je wirklich Fortschritte machen. Ich investiere zwar Arbeit, aber entweder sind Erfolge nicht dauerhaft oder ich sehe kaum, welche Fortschritte ich eigentlich gemacht habe. Beim Schreiben sieht es anders aus – nicht nur steigen Wordcounts und Seitenzahlen hier befriedigend schnell an, auch der Blick auf ältere Manuskripte, bei dem mir sofort Stellen auffallen, die ich heute anders schreiben würde, ruft mir ins Bewusstsein, wie sehr ich dazugelernt habe. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.	Tolle Begegnungen
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wenn ich keine Romane geschrieben und mich nicht um eine Veröffentlichung bemüht hätte, würde ich den Großteil der Kolleg*innen, Blogger*innen, mein Team bei Edition Roter Drache und viele Menschen, die ich bei Messen/ in meiner schreibendenlastigen Online-Bubble kennengelernt habe, nicht kennen. Ich habe mit großartigen Künstler*innen zusammengearbeitet und bin durch Auftritte, aber auch durch Gespräche mit vielen verschiedenen Menschen viel selbstbewusster geworden und habe viel gelernt. Ich beschwere mich gerne darüber, dass ich mittlerweile nicht mehr ganz zufrieden mit meinem Frühwerk bin – aber wenn ich es nicht veröffentlicht hätte, wäre ich womöglich nicht mit den Ideen in Kontakt gekommen, die mich jetzt einzelne Aspekte kritischer sehen lassen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.	Lesen+
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Durch mein eigenes Schreiben und die theoretische Beschäftigung mit Literatur habe ich gelernt, besser zu durchschauen, was Autor*innen in ihren Büchern machen. Dieser Blick hinter die Kulissen hat Büchern aber keineswegs ihren Zauber genommen, vielmehr genieße ich sie dadurch auf einer zusätzlichen Ebene. Auch Bücher, die mich nicht überzeugen, sind vielleicht immer noch ein bisschen enttäuschend, aber auch eine Lerngelegenheit, weil ich darüber nachdenke, was falsch gelaufen ist und wie sie sich verbessern ließen. Das neue Vokabular, um Geschichten zu beschreiben, erlaubt es mir auch, besser über Bücher, Filme etc. zu sprechen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2020 07:16:29 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/do-writing-kids</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben</g-custom:tags>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Don’t do writing, kids</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/dont-do-writing-kids</link>
      <description>Die Arbeit von Autor*innen wird gerne romantisiert und idealisiert. Hier sind ein paar Schattenseiten, über die ich gerne früher Bescheid gewusst hätte.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/garbage-3259455_1280-49496507.jpg" alt="Zusammengeknülltes Papier neben einem Notizblock."/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Steve Johnson auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Schreiben kann erfüllend und manchmal therapeutisch sein. Trotzdem geben mir Artikel anderer Autor*innen und mein sehr schreibendenlastiger erweiterter Online-Bekanntenkreis das Gefühl, dass Depressionen, Angststörungen usw. unter Autor*innen besonders verbreitet sind. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben – vielleicht sind Menschen, die gut darin sind, Verständnis erzeugende Texte zu schreiben, eher geneigt, über solche Erfahrungen zu sprechen, und vielleicht sind auch Menschen aus Millieus überrepräsentiert, in denen psychische Krankheiten nicht so stigmatisiert sind. Ich weiß also nicht mal, ob es eine Korrelation gibt und möchte auch nicht über Kausalitäten spekulieren.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          ABER: Ich denke, dass es wichtig ist, darüber zu sprechen, wieso das Schreiben und Veröffentlichen literarischer Texte mit Belastungen verbunden sein kann, die eventuell bestehende psychische Verletzlichkeiten verschlimmern. Denn, wenn ich ein sehr persönliches Geheimnis preisgeben darf: Für mich ist Schreiben in den letzten anderthalb Jahren eher eine Quelle von Stress als von Stolz gewesen und hat alles, was in meiner Psyche nicht so toll lief, schlimmer gemacht, und ich habe den Verdacht, dass es auch anderen zumindest manchmal so geht.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Was also sind Aspekte des Autor*innenlebens, welche die Entscheidung für diesen Job fragwürdig erscheinen lassen? Ich will die positiven Aspekte und schönen Erfahrungen, die auch damit einhergehen, nicht leugnen, aber dieser Artikel dient dazu, Stress und Enttäuschung Raum zu geben. Außerdem bin ich gerade übermüdet und habe milde Kopfschmerzen. Also stellt euch auf eine Menge – vielleicht notwendiger – Negativität ein. Bitte versteht das auch nicht als Aufforderung, mich zu bemitleiden. Dafür gibt es angesichts dessen, wie viel Glück ich an unzähligen Punkten in meinem Leben hatte, keinen Anlass. Ich liste nur ein paar Sachen auf, auf die ich gerne besser vorbereitet gewesen wäre bzw. die meiner Meinung nach von vielen Schreibenden unterschätzt werden.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1. Schreiben als Niedriglohnjob
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Erfolgsgeschichten von Menschen, deren Bücher in Millionenauflage erscheinen oder die reichen Autor*innen, die man in so einigen Filmen und Büchern trifft, wecken hohe Erwartungen. Nicht umsonst darf das „Wann schreibst du deinen ersten Bestseller/ wirst du reich und berühmt/ verkaufst du die Filmrechte“-Feld auf keinem „Dinge, die Leute zu Autor*innen sagen“-Bullshit-Bingo fehlen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Realität sieht anders aus, ganz besonders außerhalb des englischsprachigen Buchmarkts mit seinem riesigen Pool potentieller Leser*innen. Selbst Bestsellerautor*innen verdienen nur sehr bescheiden. Dazu kommt noch, dass der Erfolg eines Buches kaum kalkulierbar ist, es sei denn natürlich, man hat bereits Ruhm und ein großes Marketingbudget hinter sich. Schreiben ist also für viele Autor*innen eher etwas, das sie mit Einnahmen aus einem anderen Job querfinanzieren, und fällt gelegentlich in diesen unkomfortablen Zwischenraum zwischen Arbeit und Hobby. Zu sehr Arbeit, um es so entspannt und genüsslich wie ein Hobby zu praktizieren, aber dahingehend wie ein Hobby, dass man nicht mal in die Nähe einer normalen Kompensation für investierte Arbeitszeit kommt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und wenn dann auch noch der andere Job anstrengend ist oder nur wenig Geld bringt, ist das ein Rezept für ein prekäres und entsprechend stressreiches Leben. 
          
                    &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Für mich ist das dank einer Familie, welche die Mittel hat, um mich großzügig zu unterstützen, zum Glück kein Problem, aber es dürfte das Leben so einiger Kolleg*innen sehr viel schwerer machen, als so manche*r Leser*in, di*er sich über hohe Buchpreise beschwert, ihnen zugestehen will. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich bin sehr froh, dass ich nicht hauptberuflich schreibe, weil ich nicht mit dem Druck umgehen könnte, schnell ein Buch nach dem anderen zu produzieren, damit ich und von mir abhängige Menschen weiter die Miete bezahlen können. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Darüber hinaus ist Bücher schreiben zwar nicht so teuer wie andere Unternehmungen, aber erfordert trotzdem Investitionen, die nicht notwendigerweise durch Gewinne ausgeglichen werden. Als Verlagsautorin muss ich nicht für Cover und Lektorate zahlen, aber habe z.B. Ausgaben für meine Website, Messebesuche und Sensitivity-Reading. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2.	Einsamkeit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es ist mittlerweile eine Art Klischees, dass Autor*innen im Nachwort ihrer Bücher betonen, dass Schreiben nur für eine einsame Arbeit gehalten wird, aber in Wahrheit ein Teamsport ist. Das ist natürlich wahr – sobald das Manuskript fertig ist, kommen Lektor*innen, Coverdesigner*innen usw. ins Spiel, und bereits vorher sind Freund*innen, Familie und, wenn Autor*innen gut vernetzt sind, auch Beta-Leser*innen ins Spiel. Wie viele andere Schreibende habe ich eine Menge Menschen, denen ich Dank schulde, weil sie direkt oder indirekt zur Veröffentlichung meiner Romane beigetragen haben.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber Schreiben kann trotzdem ein sehr einsamer Prozess sein. Irgendwann ist auch das geduldigste Familienmitglied vom lauten Nachdenken über das eigene Buch genervt, und viele Probleme sind so spezifisch, dass sie zu erklären viel zu lange dauern würde. Zweifel an bestimmten Plotentscheidungen und am Schreiben selbst können langweilig oder schwer nachvollziehbar sein, und ein Großteil der Arbeit findet allein am eigenen Schreibtisch statt. Teilweise muss auch Zeit dafür durch Verzicht auf soziale Events freigeschaufelt werden. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.	Vergleiche und Leistungsdruck
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wie viele andere Autor*innen habe ich online meine Bubble von Leuten gefunden, die auch schreiben. Und viele von ihnen schreiben besser, mehr und erfolgreicher als ich. Während es mir vor fünf Jahren noch wie eine große Leistung vorkam, einen Roman zu beenden, erscheint es mir jetzt eher wie das absolute Minimum, was man können sollte, und nahezu bedeutungslos. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wir haben wahrscheinlich alle schon mantrenhaft wiederholt gehört, dass es eine schlechte Idee ist, sich mit dem zu vergleichen, was andere online von sich erzählen, aber in der Realität funktioniert das nicht besonders gut. Andere Leute sind talentierter, fleißiger, geistreicher und kritischer als ich oder haben bessere Ausgangssituationen, um über bestimmte Themen/ überhaupt zu schreiben, und das ist eine Realität, mit der ich leben muss. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Darüber hinaus ist Leistung nicht nur auf dem Gebiet des Schreibens gefordert – unabhängig davon, wie unwohl sie sich damit fühlen, wird von den meisten Autor*innen erwartet, dass sie Werbung für ihre Bücher machen. Dass gilt für Verlagsautor*innen ebenso wie für Selfpublisher*innen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.	Schreibblockaden
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Schreibblockaden, werden so einige Menschen erzählen, gibt es nicht. Es wäre schön, wenn sie das dem Grund dafür erzählen würden, wieso ich zwar in zwei bis vier Monaten einen Roman schreiben kann, aber trotzdem derzeit maximal einen pro Jahr. Klar, Disziplin, Entschlossenheit, Übung und ein gutgefüllter literarischer Werkzeugkasten bewirken eine Menge und passiv auf Inspiration zu warten ist keine Lösung, aber es kann immer wieder Gründe in jemandes Psyche oder Lebensumständen geben, wieso es mit dem Schreiben nicht klappt. Oder plötzlich kann ein angefangenes Projekt in sich zusammenfallen. Und es ist wirklich belastend, schreiben zu wollen, und es dann doch nicht zu können. Das sind die Tage, an denen ich entschieden zu viel Zeit auf verschiedenen sozialen Medien verbringe, weil ich theoretisch schreiben sollte, mich also nicht auf etwas anderes wie z.B. Lesen oder Lernen einlassen kann, aber auch nicht mit dem Manuskript vorankomme.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dieser Zustand ist zwar meist nicht von Dauer, aber extrem belastend, so lange er vorherrscht. Denn Schreiben ist eine dieser Tätigkeiten, die viel zu schnell Teil der eigenen Identität werden. Die Unfähigkeit, das zu machen, stellt somit eine wichtige Gewissheit über mich selbst in Frage.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           5.	Kritik
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich amüsiere mich gelegentlich darüber, dass einige der empfindsamsten Menschen die ich kenne Monate in Texte stecken, in denen sie über Ideen schreiben, die ihnen wichtig sind, und kleine Bruchstücke von sich selbst in den Figuren verarbeiten – und dies dann der öffentlichen Bewertung preisgeben. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und teilweise haben die Leute, die ihre Bücher bewerten, auch ein Interesse daran, jede Kritik zu scharf wie möglich rüberzubringen. Youtube bietet mir regelmäßig Rage-Reviews, gehässige Parodien usw. an, einfach weil das die Dinge sind, die viel geklickt werden, und auch Twitter belohnt Hot Takes. Rezipient*innen haben natürlich das Recht jede Meinung auf die Art zu vermitteln, die ihnen am meisten Spaß macht/ am angemessensten erscheint, und Autor*innen sind nicht gezwungen, darauf zu reagieren (bzw. sollten das in den meisten Fällen gar nicht). Also ist es auf jeden Fall ein Teil des Jobs,  den eigenen Text, und manchmal auch die eigene Person dieser Behandlung preiszugeben, und gleichzeitig selbst immer reflektiert und verantwortungsvoll aufzutreten, weil man entweder tatsächlich mehr Reichweite und Einfluss hat als die kritisierende Person oder zumindest so wahrgenommen wird, als hätte man sie. Und Ruhe zu bewahren ist nicht immer einfach. Ich kenne eine Autorin, die durch ihren ruhigen, reflektierten Umgang mit einer ziemlich vernichtenden Rezension mehr Respekt gewonnen als verloren hat. Aber ebenso haben sich Leute, die ansonsten einen eher beherrschten, selbstbewussten Eindruck machen, angesichts von Kritik zu unklugen, defensiven Reaktionen hinreißen lassen, die weitere Probleme für sie und andere aufgeworfen haben.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Noch schlimmer wird es, wenn Kritik gerechtfertigt ist. Manchmal hat man tatsächlich beim Schreiben ziemlichen Mist gebaut, und dann gilt es, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Das fällt dann in die Kategorie „notwendig, aber belastend.“
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           6.	Verantwortung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Gelegentlich muss die Kritik auch gar nicht von außen kommen. Alle ein bis zwei Wochen liege ich stundenlang wach, weil ich über Momente nachdenke, in denen ich als Autorin und Lektorin versagt habe, überlege, wie ich das irgendwie im Nachhinein reparieren kann/was ich machen müsste, um das auszugleichen, und fühle mich wie eine ziemliche Hochstaplerin angesichts des Respekts, den mir manche Leute entgegenbringen. Und auch meinen künftigen Projekten sehe ich mit einer gewissen Nervosität entgegen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe vor einer Weile im Radio den Begriff der „Moral Fatigue“ gehört – da allerdings in Bezug auf Einkaufen in Zeiten von Corona. Es ging darum, wie etwas, das eigentlich eine Routinetätigkeit ist, plötzlich eine Menge Aufmerksamkeit erfordert, weil es mit dem Risiko einhergeht, anderen Schaden zuzufügen. So ähnlich ging es mir mit dem Schreiben. Binnen weniger Jahre hat sich mein Blick auf die soziale Verantwortung Schreibender und die Implikationen fiktionaler Geschichten sehr verändert, und damit auch mein Blick auf meine eigenen Texte. Mein Fokus liegt mittlerweile stärker darauf, wie ich es vermeiden kann, anderen Leuten mit meinen Texten zu schaden, als dass sie eine Quelle von Spaß und Stolz sind. Gerade zu meinen früheren Werken bin ich innerlich weit auf Distanz gegangen, und empfinde keine Zufriedenheit mehr, wenn ich daran denke. Tja, Risiken und Nebenwirkungen des Dazulernens.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Natürlich ist es nicht annähernd so schwer, ein Buch zu schreiben, das Menschen mit den verschiedensten Hintergründen respektvoll repräsentiert und nicht unfreiwillig fragwürdige Botschaften aussendet, wie gerne behauptet wird. Aber gleichzeitig sind eine Menge fragwürdige Ideen in unserer Gesellschaft und Literatur so normalisiert, dass sie sich schnell in Texte einschleichen, und habe ich wie die meisten anderen Menschen auch Wissenslücken, die dazu führen, dass mir nicht immer alle Kontexte und Assoziationen für alles, was ich schreibe, bekannt sind. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aus der Rolle der/des/* stolzen Schöpfer*in in die der/des/* Beauftragten für Schadensbegrenzung zu wechseln und das eigene Werk aus dieser Perspektive zu betrachten ist auch wieder eine dieser Sachen, die ein unvermeidlicher Teil des Jobs, aber emotional nicht ganz mühelos zu verarbeiten sind. Dass es mir persönlich schwerfällt, diese Rolle wieder zu verlassen und zu Stolz und Zufriedenheit zurückzufinden, mag nicht repräsentativ sein, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es einzigartig ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           7.	Scheitern
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber was, wenn das Buch geschrieben ist, exakt das ausdrückt, was es ausdrücken soll, und wirklich gut ist? Wenn es rechtzeitig fertig wurde? Der eigene Umgang mit Kontexten, Themen, Verlagsmitarbeiter*innen, Rezensent*innen und Kolleg*innen mustergültig ist? Wenn du also alles richtig machst – und trotzdem scheiterst, weil sich einige Dinge einfach deinem Einfluss entziehen?
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Denn genau das kann passieren. Auf Buchmärkten gibt es Trends, und auch Entwicklungen außerhalb der Literaturwelt können beeinflussen, was veröffentlicht und was gelesen wird. Z.B. beeinflusst die finanzielle Lage eines Verlags, welche Risiken dieser eingehen kann. Oder der Verlag selbst kann nicht vertrauenswürdig sein – allein 2019 stellte sich heraus, dass zwei Verlage ihre Autor*innen belogen hatten und nicht länger bezahlten. Ebenso kann ein unglücklich gewähltes Cover dazu führen, dass ein Buch nicht von seinem Zielpublikum gefunden wird. Oder das Buch erscheint einfach zur falschen Zeit. Ebenso gibt es auch Genres, die sich einfach nicht aus ihren Nischen befreien können, wie z.B. Steampunk. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Auch Ereignisse außerhalb der Literaturwelt können bestimmte, an sich unschuldige Entscheidungen in Romanen plötzlich geschmacklos wirken lassen oder sorgfältig geplante Werbekampagnen durcheinanderbringen. Und gerade erst wurden unzählige Werbeveranstaltungen für Veröffentlichungen wegen des Corona-Virus abgeblasen, sodass so einige Bücher nahezu unbemerkt herausgekommen sind. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Tja, es gibt also immer Faktoren außerhalb der eigenen Kontrolle, die das Werk, das eigentlich der große Durchbruch werden sollte, mehr oder weniger in einen Schrei ins Leere verwandeln. Diese Enttäuschung ist ein weiteres Risiko, das zum Schreiben gehört. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Warum schreiben Menschen – einschließlich meiner selbst – Bücher? Sehr, sehr gute Frage. Ich habe ein paar Antworten darauf, aber auch gerade keine Energie mehr. (Deshalb bekommen diese Antworten
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/do-writing-kids" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           ihren eigenen Blogpost.)
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/garbage-3259455_1280.jpg" length="87949" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 10 Jul 2020 07:11:11 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Januar bis Juni 2020: Ein buchiger Rückblick</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/juni-2020-ein-buchiger-rueckblick</link>
      <description>Was habe ich in der ersten Jahreshälfte erlebt und gelesen?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/science-fiction-2907434_1280.jpg" alt="Raumschiff und Planet"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich - bisher eher ein Science-Fiction-Muffel - bin gerade dabei, das Genre für mich zu entdecken. (Bild: Thomas Budach, Pixabay)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Die erste Hälfte von 2020 geht zu Ende. Es ist ein merkwürdiges Jahr: Ich habe meinen Master-Abschluss gemacht, ein Manuskript beendet, „Drúdir 3“ eingereicht und zusammen mit meiner Lektorin Isa Theobald optimiert und angefangen, als Lektorin zu arbeiten, während draußen in der Welt Australien und der Amazonas in Flammen aufgingen, sich das Corona-Virus verbreitete und nahezu jede Woche neue Nachrichten über rassistische Gewalt durchs Internet rasten. Mir war der Kontrast zwischen meinem unmittelbaren Erleben und der „Welt da draußen“ selten so bewusst wie in diesen Monaten. Darüber hinaus habe ich mich endlich dazu durchgerungen, mich um einen Therapieplatz zu bemühen. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber irgendwie ist es mir gelungen, trotz allem, was mir im Kopf herumwirbelte, fast 53 Bücher zu lesen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In diesem Post erzähle ich von ein paar davon, die sich mir besonders eingeprägt haben.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe z.B. endlich eine große Phantastik-Wissenslücke gefüllt – und bereue sehr, dass ich „The Left Hand of Darkness“ und „The Disposessed“ von Ursula K. le Guin nicht schon viel früher gelesen habe. Was für fantastische, zum Nachdenken anregende Bücher!  
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Bisher war ich ein ziemlicher Science-Fiction-Muffel, aber allmählich beginne ich, das Genre liebzugewinnen, und hatte z.B. auch viel Spaß an James Sullivans „Die Granden von Pandaros.“ Auf die Empfehlung meines Freundes hin habe ich auch Brandon Sandersons „Skyward“ gelesen. Durch das erste Drittel habe ich mich eher durchgequält, weil ich die Protagonistin anstrengend fand, aber später habe ich das Buch und seine Figuren liebgewonnen – dieser Science-Fiction-Roman holt das Beste aus so einigen YA-Tropes heraus und stellte ein paar andere auf den Kopf. Ein weiterer Science-Fiction-Klassiker, den ich dieses Jahr gelesen habe, war „The Parable of the Sower“ von Octavia Butler. Keine leichte Lektüre, angesichts dessen, wie sehr die Realität gerade an das dort geschilderte dystopische Szenario erinnert. Im Gegensatz dazu war Jeremy Szals „Stormblood“ sehr tropey, aber auch unglaublich unterhaltsam. Ein brutaler, rasanter Cyberpunk-Roman, der liebevoll Genre-Klischees zelebriert, aber auch einige emotionale Momente hat.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das Steampunk-Genre ist traditionell eng mit Großbritannien verbunden, aber meiner Erfahrung nach tut es Steampunkromanen meistens gut, sich von den eurozentrischen Wurzeln des Genres zu entfernen oder multikulturelle Settings zu schildern. Das hat sich dieses Jahr wieder bestätigt, denn ich mochte Sarah Stoffers schillerndes, postapokalyptisches Steampunk-Berlin aus „Berlin – Rostiges Herz“ sehr gerne. Und P. Djéli Clark konnte mich mit „The Black God’s Drums“ überzeugen, einer Novelle, die in einem alternativen New Orleans spielt. 
         
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          Nachdem mir „Foundryside“ (Robert Jackson Bennett) so gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf den Folgeband „Shorefall“ gefreut. Ich weiß nicht, was ich vom Ende des Buches halte, aber der Weg dahin war sehr klug und unterhaltsam. Der Autor ist sehr in sein Worldbuilding und Magiesystem verliebt, aber ich auch, und deshalb stören mich die langen Erklärungen nicht. Die Figuren sind toll, die Handlung spannend. Ein weiterer High-Fantasy-Roman, der mich sehr überzeugen konnte, war Gareth Hanrahans „The Gutter Prayer“, das eine einprägsame, immersive Welt voller übernatürlicher Bedrohungen und unheimlicher Alchemie heraufbeschwört.
         
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  &lt;/div&gt;&#xD;
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          Ich habe Lauren Beukes’ „Zoo City” vor allem gekauft, weil ein Faultier eine Schlüsselrolle spielt, aber der Roman hat mich auch mit seiner Sprache, seiner Protagonistin und seiner Schilderung einer Urban-Fantasy-Version Johannisburgs in seinen Bann gezogen. Sehr ungewöhnlich geht es auch in Neil Gaimans „Fragile Things“ zu – einige der Kurzgeschichten haben mich eher wenig angesprochen, andere wie z.B. „A Study in Emerald“ haben mich wirklich beeindruckt. 
         
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          Gleich zwei meiner Lieblingsbücher dieses Jahres spielen in New York: Helene Weckers „Golem und Dschinn“ und N.K. Jemisins „The City we became“. Ersteres schildert New-York im ausgehenden 19. Jahrhundert und malt ein atmosphärisches Bild einer Stadt mit vielen Gesichtern, letzteres könnte nicht gegenwartsbezogener sein. Jemisin schreibt mit Humor, Präzision und Wut über eine in sechs markanten Figuren personifizierte Stadt.
         
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Nora Bendzkos „Kindsräuber“ hat sich mir ins Gedächtnis geschrieben, weil viele Bücher versprechen, eine düstere Märchenadaption zu liefern, aber dann doch davor zurückschrecken, sich wirklich auf eine Erkundung menschlicher Abgründe einzulassen. „Kindsräuber“ hingegen legt einen Kopfsprung in ebendiese hin.
         
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          Elif Shafaks „10 Minutes, 43 Seconds in this Strange World“ hat mich beeindruckt– hier ist die Geschichte in eine ungewöhnliche Rahmenhandlung eingebettet, und in ihr kommen zahlreiche einprägsame Figuren zu Wort, deren Perspektiven sonst gern ignoriert werden. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Oyinkan Braithwaités „My Sister, the Serial Killer“ hat etwas von einem ausführlichen, schwarzhumorigen Witz, der in einem präzisen, literarischen Stil erzählt wird.
         
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Ich habe dieses Jahr auch einige Sachbücher gelesen: Ich kann Tupoka Ogettes „Exit Racism“ (als Print gerade ausverkauft, aber noch als e-Book und auf Spotify verfügbar) nur empfehlen. Ebenfalls vielen Dank an das Autor*innen-Team hinter „Roll Inclusive“ – die Essays in diesem Buch liefern nicht nur Anregungen für Rollenspieler*innen. Das ebenso polemisch wie intelligent geschriebene „Desintegriert euch!“ von Max Czollek liefert eine zeitgenössische jüdische – und sehr kritische – Perspektive auf deutsche Vergangenheitsbewältigungsstrategien, mit denen Leute es sich allzu leicht machen, auf Kontinuitäten von Rassismus und Antisemitismus und die Probleme mit gegenwärtigen Ideen von Integration und „Leitkultur.“
         
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    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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          Bestimmt habe ich ein paar Bücher vergessen, die auch eine Erwähnung in diesem Thread erwähnt hätten.
         
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  &lt;/div&gt;&#xD;
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          Wie geht es jetzt weiter?
         
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          Im Herbst (wahrscheinlich schon im September) erscheint „Drúdir – Schatten und Scherben“, der Abschlussband der Drúdir-Trilogie, und ich möchte mich um die Überarbeitung und Veröffentlichung des Urban-Fantasy-Romans zu kümmern, den ich diesen Winter geschrieben habe. Ich habe natürlich auch schon eine lange Leseliste für die nächsten Monate.
         
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und wie sieht es bei euch aus? Was waren eure Lesehighlights bisher, welche Bücher wollt ihr dieses Jahr noch lesen?
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 04 Jul 2020 13:31:53 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/juni-2020-ein-buchiger-rueckblick</guid>
      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung,2020</g-custom:tags>
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      <title>30+ Kurzempfehlungen für mehr Diversity im Bücherregal</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/kurzempfehlungen-fuer-mehr-diversity-im-buecherregal</link>
      <description>Endlos-Empfehlungspost</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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         In den letzten Jahren wird immer – aus gutem Grund – dazu aufgerufen, mehr Diversität ins eigene Buchregal zu bringen. Mir haben dabei Blogposts und Empfehlungsthreads auf Twitter sehr geholfen. Also habe ich mich entschlossen, den Gefallen einfach mal weiterzureichen, und eine Endlos-Liste mit Buchempfehlungen auf meinen Blog zu setzen, die ich stetig weiter ergänzen werde. 
         
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Hier sind (in alphabetischer Reihenfolge) 40 Bücher von POC und Menschen aus der LGBT+-Community, die ich mit viel Spaß und/oder Interesse gelesen habe:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone 
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Für mich persönlich war „Children of Blood and Bone“ ein Fall von „Ich mag das, was das Buch repräsentiert, mehr als das Buch selbst“, aber ich glaube, gerade jüngere Lesende dürften eine positivere Erfahrung haben. Tomi Adeyemi versetzt eine typische YA-Quest-Geschichte in ein alternatives Fantasy-Afrika und macht sehr deutlich, dass die Parallelen zu Unterdrückung und Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen in den USA voll und ganz beabsichtigt sind.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Americanah war nicht umsonst ein großer Bestseller: An der Seite von Ifemelu und Obinze, zwei jungen Nigerianer:innen, deren Wege sich trennen und schließlich Jahre später wieder zusammenführen, lernen die Lesenden so einiges über die Gesellschaft in Lagos, in den USA und in England. Ein Buch mit lebendigen Figuren und vielen klugen, großen und kleinen Beobachtungen über Haare, Vorurteile, Medien und Beziehungen. 
         
                  &#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Saladin Ahmed: Das Schwert der Dämmerung/Throne of the Crescent Moon
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dieses Buch spielt in der atmosphärischen, von der arabischen Welt des Mittelalters inspirierten Metropole Dhamsawaat, wo der alternde Ghouljäger und Teeliebhaber Adoulla sich vor dem Hintergrund wachsender sozialer Spannungen einem mächtigen Gegner stellen muss. Dabei stehen ihm eine junge Werlöwin und ein Derwisch zur Seite. Ich mochte das Setting und den Fakt, dass hier auch mal ein älterer Protagonist zu Wort kommt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Mishell Baker: Borderline
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „Borderline“ und den Folgebänden der „Arcadia Project“-Trilogie erzählt Mishell Baker mit einer Menge scharfem, schwarzhumorigem Witz aus der Perspektive einer körperbehinderten, von BPD betroffenen Regisseurin, die plötzlich dafür verantwortlich ist, Menschen und Feen vor verschiedenen Bedrohungen zu schützen. Ein Buch mit einer brillanten Balance zwischen Humor, Plot und empathischen Schilderungen des Lebens mit einer psychischen Krankheit.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Nora Bendzko: Kindsräuber
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Nora Bendzko erfüllt das Versprechen, das viele Märchenadaptionen machen, aber dem sie selten wirklich gerecht werden: Sie erzählt sehr düstere Version des Märchens von Rumpelstilzchen. Ihre Version bewart zwar einige archetypische Elemente, aber verortet die Geschichte sehr konkret im Prag des 17. Jahrhunderts und erkundet den einen oder anderen menschlichen Abgrund. Unheimlich, unbehaglich und sehr, sehr gut. 
         
                  &#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
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           Aliette de Bodard: The House of Broken Wings
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In diesem Roman beschwört Aliette de Bodard ein düsteres Paris des 19. Jahrhunderts herauf, in dem spannende Figuren mit zahlreichen Geheimnissen und die Mythenwelten verschiedener Kulturen aufeinandertreffen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Oyinkan Braithwaité: My Sister, the Serial Killer
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Oyinkan Braithwaité erzählt in einem dem Buch beigeführten Interview, wie sie sich von dem Anspruch befreit hat, „die nigerianische Erfahrung“ einfangen zu wollen. Stattdessen erzählt sie eine sehr individuelle, absurde, ziemlich brutale, dabei aber seltsam nachvollziehbare Geschichte über eine Krankenschwester, die wieder und wieder die Morde ihrer Schwester vertuscht. Kurz, gekonnt erzählt und unglaublich unterhaltsam. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Octavia E. Butler: The Parable of the Sower
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Octavia Butler entwirft ein erschreckend realistisches dystopisches Szenario. Inmitten von Chaos und der Wiederkehr von Sklaverei in den zerfallenden USA bricht Lauren Olamina gezwungenermaßen auf eine gefährliche Reise auf. Doch ihr Ziel ist mehr als bloßes Überleben: Lauren ist die Begründerin einer neuen Religion. Ein Science-Fiction-Klassiker, dessen Alter man nur am langsameren Erzähltempo merkt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           P. Djèli Clark: The Black God’s Drums
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Steampunk ist meiner Erfahrung nach oft gerade dann am besten, wenn er sich von seinen eurozentrischen Wurzeln entfernt – wie in dieser Novelle: In einer alternativen Vergangenheit, in welcher die Haitianische Revolution (über die meiner Meinung nach viel zu wenige Menschen Bescheid wissen) unter anderem mit fantastischen Technologien bestritten wurde, erfährt das Mädchen Creeper von einer Bedrohung für New Orleans. Mit einer Luftkapitänin und einer Gottheit auf ihrer Seite tritt sie ihr entgegen. Eine Novelle, die genau die richtige Menge Worldbuilding in ihre wenigen Seiten packt und gekonnt eine größere, faszinierende Welt andeutet.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           P. Djèli Clark: Ring Shout
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wieder stellt Clark unter Beweis, dass er auf wenigen Seiten eine bemerkenswerte, originelle Geschichte entfalten kann: "Ring Shout" spielt in den USA der 20er Jahre und erzählt die Geschichte von Maryse, die mit einem magischen Schwert Jagd auf die wortwörtlichen Monster macht, die sich unter die banaleren Monster des Ku-Klux-Klans gemischt haben - historische Fakten und Phantastik vermengen sich hier zu einem sehr gelungenen Gesamtergebnis.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Dhonielle Clayton: The Belles 
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In einer von Schönheit besessenen Welt kommt der Protagonistin dieses YA-Romans eine besondere Rolle zu: Als Belle kann sie die Körper anderer Menschen verändern und ihnen die so begehrte Schönheit geben. Als sie den von ihr begehrten Posten am königlichen Hof erhält, findet sie jedoch rasch einiges über dessen dunkle Seiten heraus. Auch dieses Buch richtet sich eher an ein jüngeres Publikum und ich fand die Protagonistin gelegentlich etwas anstrengend, aber ich mochte die bedrohlichen Untertöne so einiger Szenen, und das Thema, dessen sich Clayton annimmt, ist zweifellos sehr aktuell.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Tananarive Due: My Soul to Keep
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          „My Soul to Keep“ ist über weite Strecken im Ton eines realistischen Romans über ein Schwarzes amerikanisches Paar gehalten – mit der kleinen Ausnahme, dass David, der vermeintlich perfekte Ehemann, ein Unsterblicher ist, der tötet, um sein Geheimnis zu wahren. Lesende sehen mit hilfloser, entsetzter Faszination zu, wie das Paar auf eine scheinbar unausweichliche Katastrophe zuschlittert. Ein spannender und erschütternder Aspekt sind die Einblicke in die Geschichte Schwarzer Menschen in den USA durch Davids Erinnerungen. Eine spannende Variation des Vampirromans.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Sarah Gailey: River of Teeth
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „River of Teeth“ schickt die queere Autorin ein diverses Team von sehr kompetenten Figuren in die Sümpfe eines alternativen Nordamerikas, in dem der historisch verbürgte Vorschlag, dort Flusspferde anzusiedeln, angenommen wurde. Kurz, spannend, fantasievoll.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Amitav Ghosh: Die Inseln/Gun Island
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Letztes Jahr habe ich Amitav Ghoshs „The great Derangement“/„Die große Verblendung“ gelesen – ein Buch, das unter anderem die Unfähigkeit des klassischen Romans beschreibt, die welterschütternden Veränderungen durch den Klimawandel einzufangen. „Die Inseln“ versucht, dies besser zu machen: Der Roman verbindet weit entfernte Länder und Zeiten. Diese spannenden Zusammenhänge und lebendige, mit Klischees brechende Nebenfiguren gleichen aus, dass der Protagonist die uninteressanteste Figur des Romans ist.
         
                  &#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Mohsin Hamid: Exit West
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mohsin Hamid erzählt zurückhaltend, aber gleichzeitig mit großer Wucht von einem Paar, das wie so viele andere plötzlich erschienene magische Türen nutzt, um vor einem Krieg zu fliehen. Eindringlich und empathisch.
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Saad Z. Hossain: The Gurkha and the Lord of Tuesday
          
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          In diesem witzigen, originellen Roman treffen ein uralter Dschinn, ein Gurkha, der noch eine Rechnung mit einigen Leuten offen hat, und eine von einer KI regierte, futuristische Stadt aufeinander. Auf fantasyuntypisch wenigen Seiten entfaltet sich hier eine unterhaltsame Geschichte mit spannenden Enthüllungen, einprägsamen Figuren und einem interessanten Weltenbau.
         
                  &#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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           Marlon James: Schwarzer Leopard, roter Wolf / Black Leopard, Red Wolf
          
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          Ich bin kein Fan davon, ständig Parallelen zwischen der Arbeit von Autor:innen of Color und weißen Schreibenden zu ziehen, aber bei „Schwarzer Leopard, roter Wolf“ hat sich mir tatsächlich der Vergleich mit Steven Eriksons „Malazan Book of the Fallen“ aufgedrängt. Nicht wegen des Inhalts – Marlon James erschafft auf der Basis afrikanischer Geschichte und Mythologie ein Setting, wie es mir noch nie zuvor begegnet ist –, sondern vielmehr wegen des Gefühls, in eine vielschichtige, vielfältige Welt geworfen zu werden, deren Regeln und Geheimnisse, wenn überhaupt, nur allmählich enthüllt werden: eine ebenso immersive wie anspruchsvolle Erfahrung. In „Schwarzer Leopard, Roter Wolf“ folgen wir dem Protagonisten, Sucher, auf eine faszinierende, eigenwillig und kunstvoll erzählte Reise voller schockierender Momente.
         
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           N.K. Jemisin: How long ‘til Black Future Month?
          
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          N.K. Jemisins Kurzgeschichtensammlung steckt voller einprägsamer Figuren mit den verschiedensten Hintergründen und spannender stilistischer Experimente. Einige der Geschichten sind die Keime späterer Romane, andere spinnen existierende Geschichten weiter, wieder andere entwerfen ihre ganz eigenen fiktiven Universen. Spannend und zum Nachdenken anregend.
         
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           N.K. Jemisin: The City We Became
          
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          „The City We Became“ ist ein mal verspieltes, mal wütendes Buch, ein Portrait New Yorks und der Vielfalt seiner Einwohner und sechs sehr einprägsamer Figuren, welche die verschiedenen Teile der Stadt verkörpern. Sorgfältig recherchiert und unterhaltsam, scheut dieses Buch nicht davor zurück, Rassismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen zu zeigen und zu benennen. Ein Buch voller ungewöhnlicher Ideen und Bilder.
         
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           N.K. Jemisin: Zerissene Erde/The Fifth Season
          
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          Für die paar Leute, die „Zerissene Erde“ noch nicht gelesen haben: Holt das nach. Gewagte stilistische Entscheidungen, eine klare politische Haltung, ein diverser Cast und originelles Worldbuilding rechtfertigen den Hype um die „Broken Earth“-Trilogie.
         
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           Cassandra Khaw: Food of the Gods
          
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          In diesem Urban-Fantasy-Roman, der in Kuala Lumpur und London spielt und die Pantheons und Folklore zahlreicher Kulturen verbindet, geht es ziemlich blutig zu. Ein sarkastischer, auf Menschenfleisch spezialisierter und tatsächlich ziemlich sympathischer Koch versucht, zwischen Göttern und Monstern zu überleben. Das Buch wartet mit spannenden Neu-Interpretationen von alten und modernen Mythen auf.
         
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           R.F. Kuang: The Poppy War/Im Zeichen der Mohnblume - die Schamanin
          
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          R.F. Kuang entwirft eine Welt, in der Magie ebenso beängstigend wie teuer ist, und eine Protagonistin, die sich nach und nach zu einer halb beeindruckenden, halb bemitleidenswerten Antiheldin entwickelt. Ein mitreißender, brutaler Roman, der etwa in der Mitte eine dramatische Kehrtwende von einer Fantasy-Schulgeschichte hin zu einem erschütternden Roman über Krieg und Trauma nimmt, was noch einmal zusätzliches Gewicht dadurch erhält, dass die Autorin Bezug auf den zweiten Weltkrieg nimmt. 
         
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           Fonda Lee: Jade City
          
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          „Jade City“ ist das Buch, das ich heranziehe, wenn ich ein Beispiel für makelloses Worldbuilding brauche. Diese Familiensaga, deren Hintergrund an China im 20. Jahrhundert erinnert,  präsentiert Lesenden Magie, Politik und Kampfkunst, aber vor allem spannende, sich entwickelnde Figuren mit komplexen Beziehungen.
         
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           Jeannie Lin: Gunpowder Alchemy
          
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          Diese Steampunk-Version der Opiumkriege wartet unter anderem mit einer Liebesgeschichte zwischen zwei sympathischen Figuren auf und bietet erfrischende Abwechslung von phantastischer Literatur, in der Figuren sich oft allzu sehr auf ihre Fähigkeiten im Kampf verlassen: Soling und ihr Reisegefährte können das nicht, und setzen daher auf Verhandlungen und den Wert ihres medizinischen und technischen Wissens, um gefährlichen Situationen zu entkommen.
         
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           Ken Liu: Die Schwerter von Dara
          
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          Ken Lius Epos „Seidenkrieger“ stellt eine meiner Lieblingsfragen: Was passiert nach der Revolution? Ruhig, mit einem Blick fürs Detail, aber auch für die Vogelperspektive, erzählt er von Menschen, die ein Imperium zu Fall bringen, aber dann von der Frage entzweit werden, was sie aus den Ruinen erbauen sollen. Klug, nachdenklich, und trotz des Silkpunk-Settings, in dem hin und wieder auch mal ein Gott interveniert, voller aktueller Fragen. 
         
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           Seanan McGuire: Der Atem einer anderen Welt/Wayward Children
          
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          Was passiert mit den Kindern aus Portal-Fantasy-Geschichten, nachdem ihre Abenteuer in anderen Welten zu Ende sind? Dieser Frage geht Seanan McGuire in ihren „Wayward Children“-Novellen voller Empathie nach. Es sind Bücher über fantastische Welten, aber auch über das erdrückende Gewicht von Erwartungen. Ein Detail, das mich persönlich gefreut hat: Neben vielen anderen LGBT+-Figuren gibt es auch eine asexuelle Protagonistin, was explizit so benannt wird.
         
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           Annalee Newitz: Autonom/Autonomous
          
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          Annalee Newitz schildert in „Autonom“ eine Zukunft mit intelligenten Maschinen und gefährlichen Drogen, idealistischen Patent-Pirat*innen und einer Verfolgungsjagd durch mehrere Länder. Dieser kurze Roman ist spannend und actionreich, aber erlaubt es dabei, die Figuren und ihre Beziehungen gut kennen zu lernen.
         
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           Jeanette Ng: Under the Pendulum Sun
          
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          Diese sich langsam entwickelnde Geschichte war ein echtes Lesehighlight für mich: Eine junge, britische Missionarin folgt ihrem Bruder nach Arcadia, doch die Feen dort haben ihre ganz eigenen Pläne mit dem Geschwisterpaar. Dieser moderne Gothic Novel ist düster, atmosphärisch, voller origineller Ideen und trotz des fantastischen Worldbuildings überzeugend im 19. Jahrhundert verwurzelt.
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Jenny-Mai Nuyen: Nocturna
          
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          Eine Stadt, die an europäische Metropolen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert. Drei Jugendliche mit bemerkenswerten Fähigkeiten. Buchbasierte Magie. „Nocturna“ war einer der Fantasyromane, die mich als junge Jugendliche nachhaltig beeindruckt haben.
         
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  &lt;div&gt;&#xD;
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Jenny-Mai Nuyen: Die Töchter von Illian
          
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          In „Die Töchter von Illian“ macht Jenny-Mai Nuyen etwas, das sie sehr gut kann: Sie schnappt sich die Anfänge einer traditionellen Fantasygeschichte, aber verwandelt sie mithilfe spannender, makelbehafteter Figuren in etwas weitaus Komplexeres, Tragischeres. Ein atmosphärischer, melancholischer Roman.
         
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           Nnedi Okorafor: Lagune
          
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          In dieser ungewöhnlichen First-Contact-Geschichte landen Aliens in Lagos und verändern das Leben drei sehr verschiedener Menschen. „Lagune“ beleuchtet auf spannende Weise die Reaktionen verschiedenster Gruppierungen auf ihre Ankunft. 
         
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           Nnedi Okorafor: Binti
          
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          In der deutschen Ausgabe sind drei Novellen über Binti, eine junge Himba mit Mathematik-Magie auf dem Weg in den Weltraum, zusammengefasst. Es geht ums Abreisen und Nachhausekommen, um Tradition, Konflikte und sich überlagernde Identitäten. 
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Elif Shafak: 10 Minutes, 36 Seconds in this Strange World
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
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          10 Minuten, 36 Sekunden – so lange dauert es, bis die letzte Aktivität im Gehirn der ermordeten Leila erstirbt. In diesen Minuten steigen Erinnerungen aus ihrem Leben an die Oberfläche, teils traumatisch, teils aber auch mit Freundschaft und Liebe verbunden. In Leilas Freundeskreis gibt es Menschen mit den verschiedensten Hintergründen und sexuellen Identitäten, und in „10 Minuten …“ kommen sie alle dazu, ihre Geschichten zu erzählen. Ein gleichzeitig wütendes und liebevolles Buch.
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Nisi Shawl: Everfair
          
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          Nisi Shawls „Everfair“ basiert auf einer faszinierenden Grundidee: Was, wenn sich Kongoles:innen und europäische Sozialist:innen zusammengetan hätten, um Kongo von der Schreckensherrschaft der belgischen Kolonialherr:innen zu befreien, und stattdessen eine Steampunk-Utopie zu errichten. Viele verschiedene Erzählperspektiven sorgen für ein teilweise eher schleppendes, distanziertes Leseerlebnis, aber liefern gleichzeitig eine Vielzahl interessanter Blickwinkel.
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Rebecca Roanhoarse: Jägerin des Sturms/Trail of Lightning
          
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    &lt;/b&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dieser postapokalyptische Urban-Fantasy-Roman erzählt von einer jungen Diné-Frau, die sich auf die Monsterjagd spezialisiert hat. Die Handlung wird sehr von einer Beziehung in der Vergangenheit der Hauptfigur bestimmt, die gleichzeitig sehr präsent ist, aber auch sehr vage beschrieben wird, aber die Handlung schreitet schnell voran und das Worldbuilding ist faszinierend.
         
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           Sarah Stoffers: Berlin – Rostiges Herz
          
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          Noch mehr Steampunk! Diesmal geht es in ein multikulturelles Steampunk-Berlin, in welchem Magie und Technologie unbehaglich koexistieren. Ein Zauberer und eine Erfinderin werden von ihrer Liebe für die gleiche Frau in eine Tragödie und schließlich in ein Abenteuer verwickelt. Eine originelle, farbenprächtige Geschichte.
         
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           James A. Sullivan: Die Granden von Pandaros
          
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          Cosima Amberson und John A. Glennscaul, die charismatischen Oberhäupter zweier Schattenkonzerne, werden bereits auf den ersten Seiten des Romans von erbitterten Feinden zu Menschen, die zähneknirschend kooperieren, weil ihnen die Umstände keine andere Wahl lassen. Wie sich ihre Beziehung danach weiterentwickelt hängt sehr davon ab, ob ihnen ein gewagter Beutezug im Weltraum gelingt. Ein spannender Science-Fiction-Roman, der den Fokus auf Zusammenarbeit legt und Vermittler:innen und Organisator:innen – Figuren, die sonst eher im Hintergrund stehen – Momente im Rampenlicht, und Lesenden den eskapistischen Spaß gönnt, sich in hyperkompetente Figuren hineinzuversetzen. 
         
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Angie Thomas: The Hate U Give
          
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          „The Hate U Give“ bricht den Trend von YA-Romanen, die mich nicht so ganz überzeugen konnten, denn ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist die Geschichte von Starr, einer Schwarzen US-amerikanischen Teenagerin, die Zeugin wird, wie einer ihrer Freunde von einem Polizisten ermordet wird. Im Verlauf des Buches erhält sie Unterstützung von vielen Seiten, aber muss auch erleben, wie weiße Menschen in ihrem Umfeld sich als illoyal erweisen. „The Hate U Give“ zeigt die tödliche Realität des US-amerikanischen Rassismus, aber auch den Kampf dagegen und den Zusammenhalt in Starrs Heimatviertel.
         
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Judith und Christian Vogt: Die 13 Gezeichneten
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          „Die 13 Gezeichneten“ wartet mit einem napoleonisch anmutenden Setting, einem interessanten Magiesystem und einer mitreißenden Geschichte über gleich mehrere Revolutionen auf.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Judith und Christian Vogt: Wasteland
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich muss leider zugeben, dass „Wasteland“ auch wieder so ein Fall von „Ich mag, was das Buch repräsentiert, aber irgendwas fehlte mir“ war – ich bin aber trotzdem froh, dass ich es gelesen habe, denn die einzelnen Ideen sind brillant: Eine Zukunftsvision, welche die Diversität der Gegenwart vollauf anerkennt und von dieser ausgehend extrapoliert, Neurodivergenz unter den Figuren, kein generisches Maskulinum und – nicht ganz so innovativ, aber meiner Meinung nach viel zu selten genutzt – zwei Ich-Erzähler:innen mit markanten, individuellen Stimmen. Gerade Zeetos Erzählstimme ist genial. "Wasteland" ist ein Buch, das person gelesen haben sollte, einfach als Beweis dafür, was in dem Genre möglich ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Evan Winter: The Rage of Dragons
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Evan Winters „The Rage of Dragons” war eines der aufsehenerregenden Debüts von 2019. Hier kämpft sich der junge Schwertkämpfer Tau mit besorgniserregender Besessenheit näher an sein Ziel: Rache an den mächtigen Menschen nehmen, die ihm etwas Wertvolles genommen haben. Das Setting und die Magie sind originell, die Handlung actiongeladen, und auch wenn ich die unzähligen Kämpfe, mit denen Tau und seine Gefährten versuchen, in einer kriegerischen Gesellschaft aufzusteigen, irgendwann ermüdend fand, kündet das Ende des Buches vielfältigere Konflikte in den Folgebänden an. Auf jeden Fall liefert das Buch eine gute Antwort auf die Fantasy-Tropes rund um ererbte Macht und Auserwähltentum – Tau setzt einer Gesellschaft, die Menschen in starr abgegrenzte Klassen unterteilt, was sich sogar in ihren Körpern spiegelt, schiere Entschlossenheit entgegen und hat damit Erfolg.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           J.Y. Yang: The Black Tides of Heaven
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          J.Y. Yang versucht vielleicht, in bisschen zu viel Plot in ein vom Novellenformat begrenztes Buch zu quetschen, aber die Figuren und das Worldbuilding sind unglaublich spannend: Es gibt Dinosaurier, epische Familienauseinandersetzungen, und eine Gesellschaft, bei der erstmal alle per Default nicht-binär sind. Hinzu kommen interessante Magie und ein ostasiatisch anmutendes Setting.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/B%C3%BCcher.jpg" length="116849" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 21 Jun 2020 09:51:19 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/kurzempfehlungen-fuer-mehr-diversity-im-buecherregal</guid>
      <g-custom:tags type="string">Bücher,Buchempfehlung,Diversity,Fantasy,Belletristik,Science Fiction</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Gedanken zu Genres: Grimdark Fantasy - ein Rückblick</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/gedanken-ueber-genres-grimdark-ein-rueckblick</link>
      <description>Rückblick auf den Erfolg und das Erbe eines milde kontroversen und leicht missverstandenen Trends.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/ruin-4274498_1280.jpg" alt="Burgruine vor graublauem Himmel"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         In den letzten Jahren habe ich hin und wieder Bemerkungen à la „Mich stört dieser neue Trend hin zu super düsterer, brutaler Phantastik“ gelesen und war ziemlich irritiert. Nicht von dem Bedürfnis, ein Buch zu lesen, in dem Figuren auch mal gute Menschen sein dürfen und nicht das Mikroskop auf hässliche Details gerichtet wird, sondern von der Aussage, dass es sich dabei um ein neues Phänomen handelt.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Denn Fantasy, welche
          
                    &#xD;
    &lt;a href="http://unitedfederationofcharles.blogspot.com/2017/08/the-grimdark-drinking-game.html" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           diese Kriterien
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          (ein eher humorvoller Artikel, der aber mMn sehr zutreffend klassische Grimdark-Topoi identifiziert) erfüllt, ist nicht länger neu, schockierend und provokativ. Wer fleißig all diese Punkte abhakt, folgt einem tatsächlich mittlerweile abklingenden Trend, dessen Beliebtheit wahrscheinlich in der aktuellen Situation, in der ich online mehr und mehr Leute nach Comfort-Reads fragen sehe, einen weiteren scharfen Knick nach unten erleben wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Daher denke ich, dass weniger eine Auseinandersetzung mit einer neuen Geschmacksrichtung der Phantastik angemessen ist, sondern vielmehr ein Rückblick, der nach Wegbereiter*innen, dem aktuellen Status und den eventuell bleibenden Einflüssen von Grimdark fragt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Worüber reden wir hier eigentlich?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wie bei so vielen Kategorien, in welche (phantastische) Romane einsortiert werden, ist Grimdark so eine „Ich erkenne es, wenn ich es sehe“-Sache – eine Kombination von bestimmten Tropes, aber auch einer gewissen Grundeinstellung und Atmosphäre. Die Kategorie ist eng mit High-Fantasy assoziiert, aber ich habe den Begriff auch hin und wieder auf Science-Fiction angewendet gesehen (wie ich später erklären werde, wurde er durch die Bescheibung einer Science-Fantasy-Welt geprägt), und in der „Grimdark Readers and Writers“-Facebookgruppe hat jemand mal Cyberpunk als „grimdark-adjacent“ bezeichnet. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber was genau sind diese Topoi, die Grundeinstellung und die Atmosphäre, über die ich spreche? Das in der Einleitung verlinkte Trinkspiel benennt ziemlich viele davon (bitte verantwortungsvoll ausprobieren).
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In vielen Fantasyromanen geht es brutal zu, schließlich ist das Genre verliebt in seine Kriegsgeschichten, aber grimdark Fantasy schildert Gewalt oft besonders schonungslos und unheroisch. Für uns inakzeptable Ungerechtigkeiten sind dort nicht die Störung einer wiederherzustellenden Ordnung, sondern die Ordnung selbst – und eine Entwicklung zum Besseren scheint unwahrscheinlich, bestenfalls kann ein Abgleiten in eine schlimmere Situation verhindert werden. Meine persönliche, sehr vereinfachte Formel ist: 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Traditionell heroische Fantasy: Der Status Quo bzw. ein goldenes Zeitalter in der Vergangenheit ist gut und sollte bewahrt/wiederhergestellt werden. 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Hopepunk: Der Status Quo ist inakzeptabel, und wir wollen und können positive Veränderungen herbeiführen. 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Grimdark: Der Status Quo ist ziemlich mies, und mit ein bisschen Glück können wir verhindern, dass alles schlimmer wird.
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          (Ein gutes Beispiel dafür wäre Ed McDonalds „Im Zeichen des Raben“ – hier folgen wir einem Protagonisten, der im Grunde genommen der stereotype mid-management Scherge eines bösen Zauberers ist, und finden uns letztlich auf seiner Seite wieder, weil der Sieg seines Gegenspielers den Zustand der Welt von „trostlos“ zu „katastrophal“ ändern würde.)
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Anders als in vielen Büchern, die als „Dark Fantasy“ bezeichnet werden, arbeitet Grimdark weniger mit dem Unheimlichen. Die Frage ist hier nicht, ob es ein Monster gibt, sondern wie man damit umgeht, dass eins in den meisten Menschen steckt. Grimdark-Romane sind oft Geschichten über Schadensbegrenzung, persönliches Überleben oder den Versuch, Gegner*innen zu überwinden, indem man ihre Rücksichtslosigkeit noch übertrifft  Im Hintergrund stehen oft ein gewisser Pessimismus und Zynismus – idealistische Figuren tauchen zwar auf und werden durchaus mit Zuneigung und Respekt geschildert, aber müssen damit rechnen, einen hohen Preis für ihre Prinzipien zu zahlen, oder am Ende mit ihnen zu brechen. Unmoralische Figuren hingegen kommen oft ungestraft davon. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Sprache von Grimdark-Romanen kann lyrisch, experimentell oder aber bewusst schlicht gehalten sein. Wenig überraschend herrscht hier kaum Zurückhaltung in Bezug auf Vulgarität. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Tatsächlich lässt sich Grimdark-Fantasy gewissermaßen als Rückkehr zu einer sehr alten literarischen Tradition betrachten. Die Helden altgriechischer Epen erweisen sich als ebenso makelbehaftet wie mächtig, die Potagonist*innen altnordischer Sagas sind ebenfalls – zumindest nach modernen Standards, aber wahrscheinlich auch nach denen ihrer Zeit – moralisch ambige Leute in einer feindseligen Welt. Diese Texte passen natürlich nicht perfekt, da sie nicht als Fantasy geschrieben wurden. Sie stützen sich auf historische Überlieferung und wurden in einer Zeit verfasst, in welcher die Wahrnehmung von Realität und Übernatürlichem eine ganz andere war. Aber z.B. Olafs Saga Tryggvasonar ist meiner Meinung nach nur eine sprachliche Modernisierung davon entfernt, ein düsterer Wikinger-Fantasyroman zu sein, der dem Topos von der Rückkehr des rechtmäßigen Königs seinen eigenen, zynischen Twist verpasst, also erwähne ich diese Epen und Sagas mal ehrenhalber. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es gibt auch noch einen anderen Grund, alte Epen hier zu nennen, denn teilweise dienen sie modernen Autor*innen als Inspirationsquelle. Anna Smith Sparks „Empires of Dust“ ist nach ihrer eigenen Aussage unter anderem eine kritische Auseinandersetzung mit dem Ideal kriegerischer Maskulinität, das in vielen dieser Geschichten heroisiert wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber wie gesagt: Der Begriff „Grimdark“ tauchte erst Jahrhunderte später auf. Er stammt aus dem Spiel „Warhammer 40.000“, in dem es hieß: „In the grim darkness of the far future, there is only war“ und etablierte sich rasch als etwas spöttische Bezeichnung für brutale und deprimierende Fantasywelten. Warhammer 40.000 entwarf eine übersteigert-dystopische Science-Fantasy-Welt, die sich zumindest zu Anfang nicht allzu ernst nahm. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          „Grimdark“ wird gerne kritisch oder spöttisch zur Charakterisierung von Büchern verwendet und kaum jemand setzt sich mit der Absicht hin, einen Grimdark-Roman zu schreiben, wenn man den Interviews im Grim Tidings Podcast glauben kann. Aber viele Autor*innen und Leser*innen haben das Label angenommen und in eine neutrale oder positive Beschreibung umgewandelt. Ich verwende es in diesem Artikel ebenfalls neutral. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Und warum wollen Leute das lesen/schreiben?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Warum wollen Leser*innen eines als eigentlich angenehm eskapistisch bekannten Genres Bücher lesen, welche manchmal wie eine Art Best-Of menschlicher Abgründe im Fantasygewand daherkommen? (Sie lesen sich manchmal so, aber
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://thegrimtidingspodcast.podbean.com/e/interview-with-seth-dickinson/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Seth Dickinson hat einmal zutreffend bemerkt
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          , dass es historisch verbürgte Verbrechen gibt, die so karikaturenhaft böse sind, dass sie in jedem Roman als unglaubwürdig hervorstechen würden.) 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Zum einen womöglich, weil Grimdark-Literatur, auch wenn ich davor zurückschrecken würde, sie als realistischer als andere Fantasy zu bezeichnen, gerne verleugnete Aspekte der Realität spiegelt und Ängste artikuliert (Was, wenn die Welt wirklich voller schlechter Menschen ist? Was, wenn mir schlimme Dinge passieren können, obwohl ich doch alles richtig gemacht habe?). Gleichzeitig schafft sie durch das Setting in einer anderen Welt und die Perspektiven von Figuren, die das Überleben unter solchen Umständen halbwegs (wenn auch nie mit Gewissheit) gemeistert haben, sichere Distanz. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Matthew Cropley, der
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.grimdarkmagazine.com/the-odd-hopefulness-of-grimdark/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           diese Aspekte viel besser beschreibt
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          , bemerkt zutreffend, dass etwas Tröstliches darin liegt, zu sehen, dass moralisch richtige Entscheidungen und große Leistungen nicht immer belohnt werden, und das sture Überleben von Grimdark-Protagonist*innen seine eigene Art von hoffnungsvoller Botschaft beinhaltet.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Auf der Seite der Schreibenden hilft das Verfassen düsterer Literatur oft, eigene Erfahrungen oder allgemeine Verzweiflung an der Welt zu verarbeiten, oder sich kritisch mit Ideen von Heldentum und Ähnlichem auseinanderzusetzen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Eine der Leistungen von grimdark Fantasy ist es auch, ein neues Licht (bzw. neue Schatten) auf die Figur des Helden und allzu heroisierende Darstellungen von Kriegen zu werfen. Diese Literaturrichtung entwickelte mit der Zeit ihre ganz eigenen Klischees, aber im Großen und Ganzen erweiterte sie die Vielfalt unter den Fantasy-Protagonist*innen, denn hier finden sich häufiger als in heroischerer Fantasy Menschen mit Behinderungen, ältere und nicht normschöne Menschen oder Menschen mit psychischen Erkrankungen in dem Hauptrollen, so werden z.B. Suchterkrankungen, Leben mit chronischen Schmerzen, Depressionen und Posttraumatische Belastungsstörungen thematisiert. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Kleine Abschweifung: Grimdark-Autorinnen, Diversity und mein Problem so einigen Tweets
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich bin daher ein wenig unzufrieden, wenn ich im Diskurs über Phantastik die Dichotomie: „Weiße Männer, die Grimdark für andere weiße Männer schreiben“ vs. „Frauen, die für andere Frauen YA mit viel Diversity schreiben und dafür nicht genug Anerkennung erhalten“ sehe. Es steckt ein Körnchen Wahrheit im zweiten Statement – Literatur von Frauen und mit einem diversen Figurenensemble wird gerne abgewertet/nicht als „Erwachsenliteratur“ betrachtet, und auch die Idee, dass ein Buch unbedingt düster und schockierend sein muss, um relevant zu sein, ist kritikwürdig. Aber das Problem mit dieser Dichotomie ist, dass sie Frauen unsichtbar macht,
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://thegrimtidingspodcast.podbean.com/e/grim-panel-ladies-of-grimdark/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           die Grimdark lesen und schreiben
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          und darin einen validen Weg sehen, Ängste, Erfahrungen und Ideen zu artikulieren. Darüber hinaus lassen Autorinnen wie Elea Brandt, Sarah Chorn, Seth Dickinson und Anna Smith Spark Figuren mit den verschiedensten ethnischen Hintergründen, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen auftreten. R.F. Kuang schöpft für die Geschichte ihrer Protagonistin aus der jüngeren Vergangenheit und Mythologie Chinas und erkundet ausgiebig die Psyche einer Antiheldin – was in einer Literaturlandschaft, in der Frauenfiguren oft immer noch ein bisschen sympathischer sein müssen als ihre männlichen Gegenstücke, sehr erfrischend ist. Und N.K. Jemisins „Broken Earth“-Trilogie, ein Meilenstein für politische, inklusive Phantastik, weist auch so einige Grimdark-Elemente auf. (Immerhin wird eine so tief von ausbeuterischen Strukturen durchzogene Welt geschildert, dass es sich eigentlich recht nachvollziehbar anfühlt, als jemand ihr Ende auslöst). Pauschale Kritik an Grimdark-Fantasy trägt also leider auch nur dazu bei, die Arbeit von Frauen und vor allem die Vielfalt des literarischen Schaffens von Frauen zu ve
          
                    &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           rschleiern.  
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Abschweifung beendet, weiter im Text.
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dann ist da natürlich noch der Aspekt von Schock und Tabubruch, der sich aber mMn schnell abnutzt – leider ist das so einigen Autor*innen nicht bewusst, welche die falschen Lehren aus dem Erfolg von Franchises wie „Game of Thrones“ gezogen haben. Ja, die Fans konnten nicht aufhören, darüber zu reden, dass Ned Stark am Ende von Buch Eins hingerichtet wird, aber die Stärke des Buches und der darauf basierenden Serie lag nicht darin, dass sie den vermeintlichen Protagonisten getötet haben. Sie lag darin, ihn zunächst zu einer Figur zu machen, für die sich das Publikum interessierte, und seinem Tod so viele interessante Konsequenzen zu geben, dass die Serie für die Konsument*innen nicht zusammen mit seinem Leben beendet war. Explizite Nacktheit und schockierende Gewalt waren zwar Bestandteil der Geschichte, aber keineswegs ihr Kern. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Trotzdem würde ich nicht alle schockierenden Elemente in Literatur als billigen Trick abtun. Gekonnt eingesetzt, können sie als Träger interessanter Ideen fungieren, und das
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/darkness-induced-audience-apathy-vermeiden" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Wechselbad von Entsetzen und Erleichterung
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          , das sie erzeugen, ist ein wichtiger Teil des Leseerlebnisses. Und, wie gesagt: Eine Menge beängstigender Dinge gibt es auch in der Realität und dass einige Menschen sich beim Lesen damit auseinandersetzen wollen, finde ich nicht weiter überraschend. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Warum verschwindet Grimdark allmählich wieder?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wie bereits gesagt, flaut die Beliebtheit von Grimdark-Fantasy allmählich ab. Es ist weniger ein harter Schnitt als vielmehr ein fließender Übergang zu optimistischeren Geschichten, den teilweise auch Autor*innen innerhalb ihres Werks oder sogar einer einzigen Serie vollziehen. So kontrastiert Mark Lawrence seine nach wie vor lebensfeindlichen Welten mittlerweile gerne mit loyalen, hoffnungsvollen Figuren (man vergleiche „Prince of Thorns“ mit „Holy Sister“).  Und Brent Weeks hat innerhalb seiner „Lightbringer“-Pentalogie eine fast schon irritierende Kehrtwende von Romanen voller schmerzhafter Konsequenzen hin zu einem letzten Band vollzogen, in dem es von gesunden Beziehungen, an ihren Herausforderungen wachsenden Figuren, belohnter Opferbereitschaft und unerwarteten Happy-Ends wimmelt. Teilweise wird aber auch klar ein Bedürfnis nach optimistischen, sich klar hinter bestimmten Werten positionierenden Büchern artikuliert, und solche Bücher machen wieder einen wachsenden Teil der Neuerscheinungen und Debüts aus. 
          
                    &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich habe einmal über die Gründe dafür nachgedacht.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Zunächst fällt mir schlichtweg der Wunsch nach Abwechslung ein, aber ich denke, der Trend hin zu optimistischerer Phantastik steht in einem größeren kulturell-politischen Kontext. Die letzten Jahre waren in vieler Hinsicht davon geprägt, Probleme zu benennen, was mittlerweile jedoch zu einer erschöpfenden Routine geworden ist. Ich denke, daraus ergibt sich ein großes Bedürfnis, über Welten zu lesen, in denen es nicht naiv ist, an Lösungen zu glauben und für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Ebenso ist Fantasy mit klareren Fronten besser geeignet, um die Polarisierung der Gegenwart zu spiegeln. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ein weiterer wichtiger Aspekt dürfte ebenfalls in der Erfahrung der letzten Jahre begründetes Misstrauen gegen Zynismus und Resignation sein, welche dazu einladen, Ungerechtigkeit und Diskriminierung als unabänderlichen Fakt zu dulden und sich aus gesellschaftlichen und politischen Aushandlungsprozessen zurückzuziehen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Darüber hinaus liegt es in der Natur der Sache, dass grimdark Romane eine Menge potenzieller Trigger enthalten, die – gerade im Zusammenhang mit fehlenden oder nur lückenhaften Informationen darüber, welche genau es sind – Grimdark-Fantasy weniger zugänglich machen, weil viele Lesende hier extra vorsichtig sein müssen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Was bleibt? Was sollte bleiben?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Trotz seiner abflauenden Beliebtheit hat der Grimdark-Hype auch Spuren jenseits einer expliziten Gegenbewegung hinterlassen. Das Spektrum dessen, wer Protagonist*in eines Fantasyromans sein kann, hat sich erweitert, im Hinblick auf Diversity im klassischen Sinne, aber auch im Hinblick darauf, dass Protagonist*innen nun konfliktreichere Gefühle in Lesenden auslösen dürfen. Ich würde mir auch wünschen, dass einige Aspekte wie z.B.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            moralisch ambige Hauptfiguren
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            die Abwesenheit allzu klarer Einordnungen von Handlungen, sodass Lesende diese Arbeit selbst leisten müssen
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            die Erfahrung, das gut gemeinte Handlungen nicht immer in Belohnungen/spürbaren Verbesserungen in der Welt resultieren
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
           vielleicht nicht in dieser Intensität und natürlich nicht allgegenwärtig, aber doch wahrnehmbar, in zeitgenössischer Phantastik präsent bleiben, da ich sie als echte Bereicherung empfinde.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Und auch wenn ich alle verstehe, die sich idealistischere Literatur wünschen, glaube ich, dass sich eine der Grundannahmen von Grimdark-Phantastik sich als sehr wertvoll für nachfolgende Trends erweisen könnte: Nämlich die, dass „ein guter Mensch sein“ keineswegs die langweilige Default-Einstellung jeder Person ist. Der Grund, wieso negativ gezeichnete Figuren manchmal interessanter als die Held*innen der Geschichte erscheinen und unter Umständen mehr Fans haben bzw. sogar gegen den Willen ihrer Schöpfer*innen zu Identifikationsfiguren werden, ist zum Teil darin begründet, das sie teilweise ikonischer/geheimnisvoller/besser ausgearbeitet sind als die „guten“ Figuren. Aber ein weiterer Grund ist meiner Meinung nach, dass sie als die interessante, rebellische Abweichung vom Standard des Guten erscheinen. Ein Wechsel der Perspektive hin dazu, dass die ein guter Mensch sein ein fortwährender, schwieriger Prozess inmitten von Strukturen ist, die Anreize für das Gegenteil setzen, könnte die Grundlage dafür sein, die Faszination des Bösen mit der Faszination des Guten abzulösen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Anhang – einige der einflussreichsten Grimdark-Romane der letzten 30 Jahre (aus meiner Perspektive)
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Glenn Cook: „The Black Company” 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Dieses Buch um eine Gruppe von Söldnern wird immer wieder genannt, wenn das Gespräch auf Grimdark-Fantasy kommt, ich habe es allerdings nicht gelesen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            George R.R. Martin: „A Song of Ice and Fire” 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Um diese unvollendete Buchreihe kommt wohl niemand herum. Martin zeichnet darin eine detailreiche mittelalterlich anmutende Fantasywelt und verweilt bei prachtvollen Kleidern und aufwendigen Banketten ebenso wie bei Elend und Gewalt, die in-universe so selbstverständlich sind, wie sie für moderne Leser*innen empörend wirken. Zahlreiche Figuren aus verschiedenen Schichten und Fraktionen kommen zu Wort. Die auf den Büchern basierende Serie „Game of Thrones” war über Jahre ein gewaltiges kulturelles Phänomen, das bisherige Fantasymuffel an die Idee heranführte, dass es auch in diesem Genre komplexe Figuren und interessante Geschichten gibt, nur, um dann nach der großen Welle der Empörung über das enttäuschende Ende in nahezu vollkommener Bedeutungslosigkeit zu versinken. Die letzten Bücher der Romanreihe werden jedoch nach wie vor mit Spannung erwartet. (Ich werde sie allerdings, fürchte ich, nicht mehr lesen – ich habe mittlerweile zu viel aus den ersten Büchern vergessen, und habe zu viel FOMO, um einem Reread den Vorzug vor dem Entdecken neuer Bücher zu geben.)
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Joe Abercrombie: „The First Law” 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Ein wenig wie “A Song of Ice and Fire” war Joe Abercrombies “The First Law” eine dieser Serien, die ich gut fand, ohne die Begeisterung zu verstehen, die sie bei ihren Fans auslöste. In dieser lakonischen Trilogie schickt Abercrombie seine ganz eigene Version verschiedener Fantasy-Archetypen (der Barbarenkrieger, der Zauberer, der im Hintergrund die Fäden zieht, etc …) mit einer Menge Schuld und Trauma im Gepäck durch eine etwas kulissenhaft anmutende Welt. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            R. Scott Bakker: „The Prince of Nothing”
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Der Hintergrund dieser Serie erinnert an das Silmarillion, die Schilderung eines von den Intrigenspielen korrupter Herrscher gelenkten, von vornherein fragwürdigen „Kreuzzugs“ bedient Erwartungen, die man an Grimdark-Fantasy hat, aber der unentschuldigend introspektive Schreibstil ist ungewöhnlich und meiner Meinung nach eine der großen Stärken der Serie. Er, zahlreiche bemerkenswert zitierfähige Passagen und die eine wirklich sympathische Figur der Reihe gleichen den Mangel an weiblichen Figuren mit Agency und die entschieden zu große Freude des Autors an unnötigen Sonderzeichen aus und haben Bd. 2 der Serie bei allem, was ich problematisch fand, zu einem Buch gemacht, über das ich viel nachgedacht habe.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Mark Lawrence: „Broken Empire” 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Auf die Frage, ob Jorg of Ancrath ein unerträglicher Edgelord oder einer der besten Protagonisten des Fantasygenres ist, wird man von verschiedenen Leser*innen der Broken-Empire-Trilogie verschiedene Antworten erhalten (ich vermeide gerade bewusst einen Reread, weil ich ahne, dass sich meine Position dazu mittlerweile geändert hat), aber seine poetisch erzählte Geschichte war definitiv eines der aufsehenerregendsten Fantasy-Debüts der letzten Jahre.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            R.F. Kuang: „The Poppy War”
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
                            
              Wegen des Schulsettings am Anfang der Serie und der relativ jungen Hauptfigur(en) landen „The Poppy War“ und die Folgebände gerne mal gegen den Willen der Autorin im YA-Regal von Buchläden, haben dort aber eher wenig zu suchen. Denn die vom China des 20. Jahrhunderts inspirierte Geschichte, die u.a. das Massaker von Nanking spiegelt, ist nur sehr eingeschränkt für junge Leser*innen zu empfehlen. Der Schreibstil und die flapsigen Dialoge wären in einem YA-Roman allerdings nicht fehl am Platze gewesen. 
             
                          &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            N.K. Jemisin: „Broken Earth”
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Dieses Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit rassistischer Diskriminierung und Sklaverei. Es schildert eine Welt, die so davon gezeichnet ist, dass sie zerstört werden muss, und das Überleben in ihren Trümmern. (Ja, ich weiß, dass einige Leute nicht glücklich darüber wären, die Trilogie als Grimdark klassifiziert zu sehen, weil sie diesem politische Apathie als Merkmal zuschreiben, aber ich sehe Grimdark nicht notwendigerweise als unpolitisch).
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Jenny-Mai Nuyen: "Die Töchter von Ilian"
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Ein weiterer Roman, der klassische Fantasy-Tropes auf den Kopf stellt, und lyrisch erzählt, wie die großen, idealistischen Pläne der Figuren an einer chaotischen Welt zerbrechen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Marlon James: "Schwarzer Leopard, Roter Wolf"
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Dieser experimentell erzählte Roman führt Lesende in ein alternatives mittelalterliches Afrika voller Magie und Gewalt. Die zugrundeliegende Geschichte und Mythologie sind sorgfältig recherchiert, der Protagonist nicht sympathisch, aber definitiv einprägsam und interessant.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Honorable Mentions (Bücher, die nicht so beliebt und einflussreich, aber besonders repräsentativ und/oder interessant sind):
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Michael R. Fletchers “Beyond Redemption” liefert die düstere Version einer responsive Reality: Hier verformt sich die Welt, um die Wahnvorstellungen psychisch kranker Menschen wahr werden zu lassen. Es führt derzeit Mark Lawrence‘ Grimdark-Ranking an. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Anna Smith Sparks „Empire of Dust“ wartet mit einem ungewöhnlichen Stream-of-Consciousness-Schreibstil auf. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Seth Dickinsons „The Traitor Baru Cormorant” setzt sich unter anderem mit Kolonialismus und dem hohen Preis des Kampfes dagegen auseinander. Die (lesbische) Hauptfigur ist eine der spannendsten Fantasprotagonistinnen, die ich kenne. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Sarah Chorns in eigenwilliger, poetischer Sprache gehaltener Roman „Seraphinas Lament“ zieht seine Inspiration aus einigen der dunkelsten Kapitel der Geschichte der Sowjetunion. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             In Deutschland hat z.B. Elea Brandt mit „Opfermond“ einen Fantasythriller in geschrieben, der mit viel Diversity im Figurenensemble und einer kunstfertigen Umsetzung vertrauter Tropes ebenso wie neuer Ideen aufwartet.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 06 Jun 2020 13:10:19 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eine Handvoll Dinge, die ich heute anders machen würde</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/ein-handvoll-entschuldigungen</link>
      <description>Falls jemand wissen möchte, was es mit meinen vagen Andeutungen über Sachen, auf die ich nicht stolz bin, auf sich hat ...</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/glass-3099629_1280.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Ich bin relativ zufrieden mit der Person, die ich gerade bin. Leider war mein Weg auch mit Versuch und Irrtum verbunden, und es waren Irrtümer darunter, die womöglich Menschen verletzt haben. Also: Zeit für einen Post, der eine klare Linie zwischen „akzeptabel“ und „Probiert das bitte nicht zu Hause aus!“ ziehen. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              1. Was ich als Lektorin gerne besser gemacht hätte
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
                            
              Als ich noch Praktikantin war, wurden mir mehrere Manuskripte zum Lektorieren anvertraut. Pflichtbewusst entfernte ich holprige Formulierungen, sich lang hinziehende Passagen und Rechtschreibfehler. Was ich aus einer Mischung aus Konfliktvermeidung und dem Verdacht, dass ich einfach zu empfindlich sei, in zwei Fällen nicht ansprach: Passagen, die diskriminierende Stereotype reproduzierten und sexuelle Gewalt auf verharmlosende Weise darstellten, was bei mir zu einem unbehaglichen Leseerlebnis geführt hat. Ich hätte die Autoren rückblickend gerne darauf angesprochen, ob sie über die Perspektive betroffener Lesender nachgedacht haben.
             
                          &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              2.	Fragwürdige Formulierungen in meinem ersten veröffentlichten Roman
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Tja, und dann habe ich es noch fertig gebracht, eine Handvoll Dinge in meinen ersten Roman zu packen, hinter denen ich definitiv nicht mehr stehe. Da ist zum Beispiel eine Szene, in der ein Elf einem Zwerg scherzhaft Rassismus vorwirft, was als Rechtfertigung der Idee von "umgekehrtem Rassismus" gelesen werden könnte - oder zumindest als Passage, die Leute an die nervigeren Comment-Sections auf diversen Seiten erinnert. Außerdem bin ich angesichts der hässlichen Renaissance der Hufeisentheorie nicht glücklich darüber, dass ich nicht noch stärker hervorgehoben habe, dass das zwergische Äquivalent von Nazis in meinen Büchern weit schlimmer ist als die ebenfalls gegen die herrschende Ordnung kämpfenden Zwerge auf der linken Seite des politischen Spektrums. (Irgendwie war ich so sehr davon ausgegangen, dass das selbstverständlich ist, dass es das nicht auf die Seiten geschafft hat). Und dann sind da noch viel zu sehr auf ihr Äußeres und dessen Bewertung fixierte Einführungen weiblicher Figuren, die wiederum PoV-Figuren sexistischer erscheinen lassen, als mir lieb ist, sowie Formulierungen und Tropes, denen man anmerkt, dass ich noch nicht so ganz meine eigene Stimme gefunden hatte und mich sehr an dem orientierte, was ich bisher gelesen hatte. Außerdem war es ein reiner Glücksfall, dass ich in der Verlagsveröffentlichung eine Aneignung jüdischer Folklore vermieden habe, indem ich entschied, meine künstlichen Menschen/Zwerge nicht länger als Golems zu bezeichnen (mir waren die Wurzeln der Geschichte vage bekannt, aber die Figur war durch das vielfache Aufgreifen des Mythos in Populärkultur sehr verwässert/von ihrem ursprünglichen Kontext gelöst – was aber, wie ich jetzt finde, kein Grund ist, diesen nicht zu respektieren). Es sind letztlich kleine Details in einem Buch, dass ich größtenteils recht gelungen finde, aber sie stören mich trotzdem.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Für diejenigen, die interessiert, welche Konsequenzen ich daraus gezogen habe
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Ich versuche, stetig mehr über das Schreiben, aber auch die reale Welt zu lernen, und ziehe Sensitivity-Leser*innen hinzu, wenn ich mir bei einem Manuskript nicht sicher bin, ob meine Darstellung einer Person oder Thematik realistisch und respektvoll ist. Mein Anspruch an mich selbst ist, dass jedes Buch besser wird als das vorherige, und dass ich auch in meiner Funktion als Lektorin nicht davor zurückscheue, unbequeme Fragen zu stellen.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 05 Jun 2020 18:19:05 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Frauenfiguren schreiben</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/frauenfiguren-schreiben</link>
      <description>Ich möchte manchmal sagen: „Wenn deine Frauenfiguren klischeehaft rüberkommen, benutzt du nicht genug“, aber natürlich ist die Sache nicht so einfach.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/adult-1867694_1280-490a6584.jpg" alt="Hinterkopf und Schultern einer Frau"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Ich möchte manchmal sagen: „Wenn deine Frauenfiguren klischeehaft rüberkommen, benutzt du nicht genug“, aber natürlich ist die Sache nicht so einfach. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Einleitung: Brauchen wir diesen Artikel wirklich?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Es überrascht mich ein wenig, aber ich glaube, schon. Ich stoße online wieder und wieder auf Posts von Männern, die nicht sicher sind, ob sie Frauen überzeugend darstellen können, und sich große Sorgen machen, ihr weibliches Publikum vor den Kopf zu stoßen. Das überrascht mich regelmäßig. Ich kann diese Vorsicht gut nachvollziehen, wenn es darum geht, Mitglieder einer benachteiligten und selten repräsentierten Gruppe, mit deren Mitgliedern man wenig Berührung hatte, akkurat darzustellen. Aber Frauen? Es lässt sich eigentlich nicht vermeiden, mit Frauen zu interagieren, und Geschichten von und über Frauen, die als Vorbilder dienen können, sind allgegenwärtig. Woher kommen also diese Zweifel?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich vermute zwei Gründe dahinter. Einer ist das leider tief in unserer Kultur verwurzelte Narrativ, dass Frauen mysteriöse, zutiefst von Männern verschiedene Wesen sind. Der andere ist die verschiedene Bewertung von frauen- und männerzentrierten Geschichten, bei der die einen als Bücher für eine weibliche Zielgruppe, die anderen als universell wertvolle Literatur wahrgenommen werden. Ebenso ist es akzeptierter für Frauen/Mädchen, Medien mit einer explizit männlichen Zielgruppe zu konsumieren – es kann sogar mit einem höheren Status einhergehen – als umgekehrt. Dass etwas „nach Mädchen aussieht“ war – zumindest noch in meiner Kindheit – ein Grund für so einige Jungen, es mit spitzen Fingern anzufassen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Dies führt dazu, dass Frauen von ihrer Kindheit an daran gewöhnt sind, männliche Protagonisten zu begleiten und sich in sie hineinzuversetzen, während das umgekehrt nicht der Fall ist. Auch bei meinen ersten dilettantischen Schreibversuchen wäre ich nicht auf die Idee gekommen, einen Roman zu schreiben, in dem maximal eine oder zwei benannte Frauen vorkommen, wie ich es bei einigen unerfahreneren männlichen Autoren gesehen habe. Im Gegenteil, ich habe instinktiv mehr Männer als Frauen in meine Bücher geschrieben (über nicht-binäre Repräsentation, bzw. deren komplette Abwesenheit, reden wir an dieser Stelle lieber nicht). Ich habe nicht wirklich daran gezweifelt, dass ich eine überzeugende männliche Figur schreiben konnte, immerhin war ich von Beispielen dafür umgeben, wie man es – anscheinend – richtig machte. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Mittlerweile bin ich auch etwas vorsichtiger, weil ich weiß, dass es auch bei männlichen Figuren ein paar Narrative und Klischees gibt, ohne die ein Buch tendenziell besser ist, aber nicht annähernd so verunsichert, wie es einige Männer zu sein scheinen, die sich Sorgen machen, dass ihre Frauen flach oder gar karikaturenhaft erscheinen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Ratschläge auf Plot- und Figurenebene
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Meiner Meinung nach sind die drei wichtigen Schritte, um ein unfreiwillig sexistisches Buch zu vermeiden, die folgenden:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Frauenfiguren mit Agency ausstatten, 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Frauen zeigen, die mit den Erwartungen an ihr Geschlecht brechen, 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             aber ohne dabei weiblich konnotierte Verhaltensweisen und Fähigkeiten pauschal abzuwerten. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Frauen sollten Entscheidungen treffen und Handlungen ausführen, welche den Plot maßgeblich beeinflussen, und auch einige traditionell männlich konnotierte Dinge tun. Gleichzeitig sollte das nicht damit einhergehen, dass eine weibliche Figur sich möglichst männlich geben und das Verhalten anderer Frauen abwerten muss, um als „stark“ gesehen zu werden. Ebenso sollten auch männliche Figuren hin und wieder weiblich konnotierte Verhaltensweisen zeigen, ohne damit entweder hochgezogene Brauen oder übertriebenes Lob zu ernten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ein paar Dinge, die ich jenseits dieser universellen Ratschläge gerne öfter sehen würde, wären die folgenden.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Freundinnen/Mentorinnen/Expertinnen – Frauen, die kein Love Interest sind, und die Hauptfigur mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten, aber auch emotional unterstützen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Herrscherinnen/Frauen auf mittleren Machtpositionen – sagt nicht einfach, dass in eurer Welt Gleichberechtigung herrscht, sondern zeigt es!
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Frauen, die auch mal mittelmäßig in etwas sein dürfen – in sehr vielen Büchern und Filmen sind Frauen, die sich in traditionellen Männerdomänen bewegen, sehr gut in dem, was sie tun. Das hat etwas mit der traurigen Realität zu tun, dass sie es in der Wirklichkeit oft sein müssen, um überhaupt eine Chance zu haben, und wahrscheinlich auch mit der Sorge, dass ihr Scheitern als Botschaft missdeutet werden könnte. Aber durch solche Geschichten ergibt sich manchmal der Eindruck, dass eine Frau sich nicht aus ihrer Rolle wagen kann, ohne stellvertretend für ihr ganzes Geschlecht etwas beweisen zu müssen. Ich persönlich würde gerne mehr über mittelmäßige Schwertkämpferinnen, Physikerinnen, die es gerade so durchs Studium schaffen, und weibliche Gamer, die mit mehr Spaß als Talent bei der Sache sind, lesen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber wie macht man Letzteres, ohne dass es erscheint, als unterstellte man Frauen mangelndes Talent für männlich konnotierte Hobbys und Berufe? Hier kommt der Ratschlag vom Anfang des Kapitels ins Spiel: Zeigt einfach mehr Frauenfiguren, die ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Interessen abdecken. Unsere Protagonistin, die sich fragt, ob die Naturwissenschaften wirklich das Richtige für sie sind, könnte von Professorinnen und Tutorinnen lernen, die ganz klar nicht die gleichen Probleme haben. Unsere untalentierte Schwertkämpferin könnte als kleines Mädchen gespielt haben, dass sie eine der großen Heldinnen der Vergangenheit ist.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Viele und vielfältige Frauenfiguren helfen auch, es nicht aussehen zu lassen, als werte man weiblich konnotierte Fähigkeiten und Interessen ab. Femininere und maskulinere Frauen auftreten zu lassen, die voneinander und vom Plot mit dem gleichen Respekt behandelt werden, ist eigentlich ein ziemlich gutes Rezept dafür, Punkt zwei und drei meiner ersten Aufzählung zu erfüllen. Ebenso sind die meisten Leute eine Mischung aus Eigenschaften und Interessen, die stereotyp mal dem einen, mal dem anderen Geschlecht zugeordnet sind, und das kann und sollte sich auch in ihrem Verhalten wiederspiegeln.  Wie wäre es z.B. mit der aufwändig zurechtgemachten Ballschönheit, die mit ihrem leeren Champagnerglas vorsichtig eine Spinne fängt und aus dem Fenster befördert, bevor sie zurückkehrt, um weiter mit ihren Freundinnen herumzukichern? Der durchsetzungsfähigen Handwerkerin, die sich abends gerne mal beim Schauen eines Makeup-Tutorials entspannt? Der Romance-Autorin mit der pastellfarbenen Website, welche regelmäßig ihren Freund*innen bei der Steuererklärung hilft, weil ihr alles, was mit Wirtschaft und Recht zu tun hat, leicht von der Hand geht? 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber gerade habe ich vor allem über „normale“ Frauenfiguren gesprochen – ich möchte natürlich auch überlebensgroße Heldinnen und Unfälle auf zwei Beinen, eben die ganze Bandbreite von Rollen und Archetypen, die es auch bei männlichen Figuren gibt. Gerade in den weniger auf Realismus abzielenden Fantasy- und Science-Fiction-Stoffen gibt es viel Raum für Figuren, die gerade deshalb faszinieren, weil sie Dinge tun und können, welche die Fähigkeiten und Grenzen normaler Menschen weit überschreiten. Da sind z.B. Mentorfiguren wie Abess Glass aus „Book of the Ancestor“ oder Elayne Kevarian aus „Three Parts Dead“, die jeden Schritt ihrer Gegenspieler*innen voraussehen. Oder Figuren wie Harley Quinn in „Birds of Prey”, die auf unterhaltsame Weise den „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/HeroicComedicSociopath" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Comedic Heroic Sociopath
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “-Trope verkörpert. Oder tragisch-beeindruckende Gestalten wie Baru Cormorant aus „Die Verräterin“, die sich fragt, wie weit sie zu gehen bereit ist, um ein Imperium von innen heraus zu Fall zu bringen.
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/protagonistinnen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Hier
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           ist ein ausführlicher Post über besonders gut gemachte Frauenfiguren in Fantasyromanen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Männliche vs. weibliche Figuren – gibt es da Unterschiede?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Menschen positionieren sich bewusst oder unbewusst dazu, was ihnen über Geschlechter vermittelt wurde und wird, und Buchfiguren tun dasselbe. Und selbst wenn sie selbst bestimmte Stereotype für albern halten, wissen sie doch, dass sie in den Köpfen anderer Menschen präsent sind, und dass sie diese mit ihrem Verhalten entweder wiederlegen oder bestätigen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Wenn eine Geschichte also nicht in einem Setting spielt, in welchem Geschlechterrollen nahezu inexistent sind, sind Angehörige verschiedener Geschlechter mit unterschiedlichen Erwartungen aufgewachsen. In unserer Gesellschaft gibt es z.B. verschiedene Erwartungen, wie fordernd/offen aggressiv Menschen auftreten dürfen, wer Schwäche zeigen und von anderen Menschen abhängig sein darf und wem Kompetenzen auf welchem Gebiet zugeschrieben werden. Figuren können solche Erwartungen internalisieren, ablehnen oder aber eine ambivalente Position dazu haben, z.B. einerseits unrealistische Schönheitsideale kritisieren, aber sich gleichzeitig schlecht fühlen, weil sie ihnen nicht entsprechen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Also ja, es gibt Unterschiede, die man im Hinterkopf behalten sollte, ohne ihnen wiederum zu viel Raum zu gewähren. Es lohnt sich durchaus, darüber nachzudenken, was geschlechtsspezifische Rollenerwartungen sind, wie die Figur zu ihnen steht und was sie zu gewinnen und zu verlieren hat, wenn sie mit ihnen bricht oder ihnen folgt. Und natürlich werden verschiedene Figuren verschiedene diesbezügliche Entscheidungen treffen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Beschreibungen
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ok, aber wie sollte man seine vielseitigen und vielfältigen Frauenfiguren äußerlich beschreiben, ohne zu riskieren, dass ein Schnappschuss der entsprechenden Passage auf r/menwritingwomen landet? Hier sind ein paar Tipps, die ich teilweise auch gerne früher gehabt hätte, weil ich diesbezüglich auch einige schlechte Angewohnheiten von etablierten Autoren übernommen habe.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Vergleicht die Art, wie männliche und weibliche Figuren beschrieben werden – was fällt auf? Wenn es Unterschiede gibt, die sich nicht durch die Erzählperspektive erklären lassen, ist hier wahrscheinlich Arbeit nötig.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Beschreibt, ohne zu bewerten. Wörter wie „schön“ oder „hübsch“ sind oft sowieso nicht besonders nützlich, weil sie kein konkretes Bild entstehen lassen. Wie wäre es stattdessen z.B. mit einer Beschreibung wie: „Sie hatte ein rundes Gesicht und ein breites, etwas nervöses Lächeln. Im richtigen Licht sah man auf ihrem hellen Haar noch die letzten Reste beinahe ausgewaschener, türkisfarbener Tönung.“? Oder: „Auf dem Weg zur U-Bahn hob der Wind ihr schulterlanges Haar an und spielte mit ihrem Schal. Ungeduldig ruckte sie mit dem Kopf, um sich eine Strähne aus dem Gesicht zu schütteln. Ihre Schritte waren lang und zielstrebig wie immer, und ich musste mich beeilen, mit ihr mitzuhalten.“? Bewertungen der Attraktivität einer weiblichen Figur würde ich mir für die paar Situationen aufheben, in denen es wirklich relevant ist, z.B. wenn sich eine andere Figur in diese verliebt, oder wenn sie so strahlend gutaussehend ist, dass es sich unmöglich übersehen lässt.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Es gibt durchaus Situationen, in denen Frauen bewusst über ihre Brüste nachdenken, z.B. wenn sie gerade in kurzer Zeit stark zu- oder abgenommen haben, und entsprechendes Wachstum/Schrumpfen im Brustbereich bemerken, oder – aaaaah! – einen Krümel im BH haben und versuchen, sich unauffällig so zu winden, dass er rausfällt. Die Krümel-im-BH-Szene würde ich tatsächlich gerne mal lesen, das hätte definitiv Identifikationspotential, aber abgesehen davon sind die Körperformen von Figuren auch wieder nur in sehr spezifischen Kontexten relevant und beschreibenswert. Es ist eine ziemlich schlechte Idee, sie als allererstes zu beschreiben, auch aus der Sicht anderer Figuren, weil es sonst schnell die P.o.V.-Figur objektifizierend wirken lässt. (Falls das Absicht ist, ist das natürlich eine andere Sache.)
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Eher ein Film- als ein Buchproblem: Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau in einer Situation, in der sie womöglich kämpfen/rennen muss, hohe Schuhe und offene Haare hat oder für dünne Kleidung optiert, die nur wenig von ihrem Körper bedeckt – eine Jacke kann bei einem Sturz vor gemeinen Schürfwunden schützen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Vermischte Klischees
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Hier sind auch noch ein paar Klischees (jenseits der Berühmteren wie der Trophäe oder den monolithischen „other girls“, von denen sich die Protagonistin abhebt, über die schon andere Leute ausgiebig geschrieben haben), von denen ich gerne weniger sehen würde:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Die Spaßverderberin: Der Protagonist möchte einfach in Ruhe seinen Hobbys nachgehen oder Abenteuer erleben, aber seine Frau/Freundin erinnert ihn daran, dass die gemeinsame Wohnung gerade in Dreck ertrinkt/ dass eine Familienfeier bevorsteht/ dass er irgendeine andere banale Aufgabe erfüllen muss. Die Art, wie all das gezeigt wird, suggeriert, dass wir Mitgefühl mit dem grob unterbrochenen Protagonisten haben sollten, der von seinen mundanen Verpflichtungen davon abgehalten wird, erfüllende Dinge zu tun. Was wir nicht sehen: Die Frau/Freundin hat sicher auch ihre inspirierenden Projekte, denen sie sich lieber widmen würde, statt nicht nur ihre eigenen Verpflichtungen, sondern zusätzlich noch die ihres Partners im Kopf zu behalten. Aber das Narrativ (teilweise in Film- und Buchform, aber noch häufiger in Memes und Witzen) zeichnet sie als Hindernis und Nervensäge, die nur an banale Dinge denkt, statt dass herausgestellt wird, dass der Protagonist seinen Teil der Arbeit/des Mitdenkens längst erledigt haben sollte.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Keine Freundschaft/Kooperation zwischen Angehörigen verschiedener Geschlechter ohne sexuelle/romantische Spannung. Ich bin kein Fan der Idee, dass Frauen und Männer keine Freunde sein können, und finde es immer ein wenig schade, wenn sich in einem Buch eine vielversprechende Freundschaft zu entwickeln scheint, nur um sich dann in eine generische Liebesgeschichte zu verwandeln. Ich möchte mehr Geschichten, in denen es darum geht, wie Freundschaft und Respekt zwischen Figuren aufkeimen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Die intrigante Verführerin: Diese Figur lässt andere Leute die Arbeit für sie machen, und stellt ihnen dafür implizit oder explizit Sex in Aussicht. Das ist ein Trope, der es in vielen Fällen schafft, Frauen
             
                          &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
                            
              und
             
                          &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
                          
             Männer zu beleidigen, weil die fragliche Frau oft nur ihren Körper einsetzt, statt auch mit Argumenten zu arbeiten, und die Männer in ihrem Umfeld komplett triebgesteuert wirken. Dass Menschen Sex benutzen, um andere zu manipulieren, ist durchaus möglich, aber wenn es das einzige Werkzeug im Repertoire einer Figur ist, erntet das bei mir Augenverdrehen, und füttert auf gesamtgesellschaftlicher Ebene ein paar doofe Vorurteile. 
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Fazit
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Unzählige Artikel zu dem Thema und die Länge dieses Posts lassen etwas anderes vermuten, aber ich denke dennoch, dass solide, vielleicht sogar gute Frauenfiguren zu schreiben ziemlich einfach ist. Im Zweifelsfall ist es meist „sicher“, einfach über die spannenden Dinge zu schreiben, die eine Figur tut, welche zufälligerweise weiblich ist. Und, wie gesagt: Packt einfach viele Frauenfiguren mit verschiedenen Persönlichkeiten und Hintergründen in eure Bücher. Das macht die Geschichte a.) realistischer und sorgt b.) dafür, dass nicht eine Figur die Hälfte der Menschheit repräsentieren muss. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/adult-1867694_1280.jpg" length="138512" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 14 May 2020 12:45:27 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/frauenfiguren-schreiben</guid>
      <g-custom:tags type="string">Protagonistinnen
Fantasy
Buchtipps
Lesen
Frauen,Plot,Fantasy,Figuren</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Produktivität – Hacks und ihre Grenzen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/produktivitaet-hacks-und-ihre-grenzen</link>
      <description>Warum steigern Seiten wie NaNoWriMo oder Codecademy unsere Produktivität? Was können wir davon lernen?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Wordcount.jpg" alt="Grafik, die Gesamtanzahl geschriebener Wörter repräsentiert"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Die Kerninformation dieses Posts ist wohl „Swantje mag Listen und Tabellen“, aber vielleicht könnt ihr darüber hinaus auch noch ein paar nützliche Infos mitnehmen. Denn in Ergänzung zu meinem „So kann man mit Notizbüchern und Journals dekorativ und genüsslich Zeit verschwenden“-
         
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fluff-wohin-mit-den-vielen-notizbuechern" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          Post
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         kommt jetzt ein Beitrag darüber, wie z.B. die Visualisierung von Schreibfortschritten produktiver machen kann.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            1.	Produktiver Schreiben durch Visualisierung
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Jahr für Jahr melden sich tausende Menschen beim NaNoWriMo, dem National Novel Writing Month, an, und nehmen sich vor, einen Roman (bzw. die erste Hälfte eines Romans – mehr zu Standard-Manuskriptlängen für Phantastik hier) zu schreiben. Letztes Jahr habe ich dazugehört, und war positiv überrascht, dass ich das Ziel von 50.000 Wörtern bereits vor Monatsende erreicht habe. Zeit zum Schreiben, die relative Abwesenheit von Ablenkungen und der Fakt, dass mir die Geschichte schon seit Jahren im Kopf herumspukte, waren dabei ein wichtiger Faktor. Aber ein weiterer dürften die psychologischen Mechanismen gewesen sein, die sich Seiten die des NaNoWriMo und auch Lernseiten wie Codecademy zu Nutze machen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich habe mir einmal angeschaut, was genau sie machen, um Lernende/Schreibende zu motivieren, am Ball zu bleiben. (Bei ein paar Sachen kann ich dazu aber nicht viel sagen – ich habe viele der sozialen Features von NaNoWriMo nie ausprobiert bzw. nicht so richtig verstanden, was die bewirken sollen.)
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Etwas, das beide Seiten gemeinsam haben: Visualisierung von Fortschritten. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Words+per+Day.jpg" alt="Grafik, die pro Tag geschriebene Wörter repräsentiert"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Sie halten z.B. die tägliche und gesamte Anzahl der geschriebenen Wörter fest oder zeigen, welche Lektionen bereits abgehakt sind. Das lässt sich auch gut zu Hause machen – sei es als schönes (und latent prokrastinatorisches) Projekt in einem Notizbuch oder per Excel. Gerade der Vergleich der täglichen Wordcounts lädt dazu ein, sich durch die Konkurrenz mit sich selbst anspornen zu lassen.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wenn die angestrebte Manuskriptlänge bereits feststeht, oder beim Überarbeiten, bietet sich auch dieser Typ von Visualisierung an:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Manuscript%2Bloading.jpg" alt="Manuskript-Ladebalken"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Allerdings bergen diese Darstellungen ein Problem: Es ist ziemlich leicht, entmutigt zu werden, wenn der Balken nur langsam wächst und die Word-Count-Kurven unangenehm flach bleiben. Darum haben beide Seiten noch ein anderes Feature: Streaks – sie halten fest, an wie vielen Tagen in Folge Menschen (Teile von) Lektionen absolviert bzw. ihren Wordcount erweitert hat. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das ermuntert dazu, jeden Tag wenigstens ein bisschen zu machen – woraus dann oft überraschen mehr wird, und gute Angewohnheiten zu entwickeln. In meinen persönlichen Journals habe ich für Sachen, die ich möglichst täglich machen möchte, kleine Bubbles, die ich ausmale, selbst wenn ich nur ein kleines bisschen daran gearbeitet habe. Mein Ziel ist es, dass am Ende eines Monats die meisten davon ausgefüllt sind. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Streaks-20e4b4ad.jpg" alt="Ausgefüllte und auszufüllende Bubbles, die Tage repräsentieren"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
          2.	Durch den ersten Entwurf fliegen
         
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Events wie der NaNoWriMo setzen ein Zeitlimit und ermuntern dazu, viel zu schreiben, weil dadurch die Idee von „Irgendwann beende ich dieses Manuskript …“ entfällt. Allerdings ist das dort vorgegebene Tempo sehr schnell, und es einzuhalten hat für mich bedeutet, die eine oder andere rechercheintensive oder schwierige Szene erstmal zu überspringen und sehr, sehr viel Überarbeitungsarbeit einzuladen. Ein so hohes Tempo kann funktionieren, insbesondere, wenn die Handlung bereits relativ kleinteilig vorausgeplant ist oder wenn das Ziel erstmal ist, irgendetwas zu Papier zu bringen. Das empfiehlt sich z.B. gerade, wenn es der allererste Roman ist, der, nachdem er seine ehrwürdige Rolle als Übungsprojekt erfüllt hat, ohnehin meist ein komfortables Zuhause in einer Schublade findet. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber gelegentlich arbeiten Vorgaben wie 50.000 Wörter in einem Monat auch gegen die Qualität des Manuskripts, weil sie einen Anreiz schaffen, nicht zurückzugehen und einen Handlungsverlauf gegen einen vielversprechenderen einzutauschen, da das den Fortschritt verlangsamen oder sogar zeitweise umkehren würde. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Solche Vorgaben von außen können also hilfreich sein, aber es ist auch wichtig, zu wissen, wann sie es nicht sind und vielleicht eigene Ziele/Tracking-Methoden besser geeignet sind, um am Ende mit einem vollständigen Manuskript dazustehen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.	Fürs Überarbeiten
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Fürs Überarbeiten nutze ich To-Do-Listen, auf denen ich Dingen, die ich überarbeiten möchte, abhake, sowie die bereits erwähnten Fortschrittsbalken. To-Do-Listen helfen mir auch, den Überblick über meine Patron-Inhalte, Blogposts und Buchrezensionen zu behalten – die hake ich in zwei Spalten ab: „geschrieben“ und „online“. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Als Ansatzpunkt für die Entscheidungen, wo Überarbeitungen nötig sind, empfehle ich mal wieder dieses Video.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.	Die Grenzen von Produktivitätshacks
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es gibt so einige Situationen, in denen auch das disziplinierteste Vorgehen und die cleverste psychologische Selbstmanipulation nichts bringen – und die zeigen, dass es meist ein Fehler ist, die eigenen Schreibfortschritte mit denen anderer zu vergleichen. Gründe, warum es mit dem Schreiben nicht klappen will, sind für mich persönlich folgende:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Keine Inspiration – das ist für mich kein valider Grund, wenn die Arbeit an einem Manuskript erstmal angefangen hat, aber es können bei mir durchaus Monate bis Jahre vergehen, bis ich nach einem abgeschlossenen Projekt wieder an einem neuen arbeiten kann
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Die Idee für das Projekt ist noch nicht ausgereift genug
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
             Ich habe noch nicht die Fähigkeiten/ die Reife um sie umzusetzen
            
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Zu viele andere Projekte (z.B. habe ich während meiner Arbeit an meiner Masterarbeit erstmal meinen Roman zur Seite gelegt) – es gibt allerdings auch Menschen, die wunderbar mit mehreren Projekten gleichzeitig zurechtkommen
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Stress/psychische Probleme/etc. – es gibt dieses Klischee von leidenden Künster*innen, aber das trifft auf mich überhaupt nicht zu. Damit ich schreiben kann, muss es mir (halbwegs) gutgehen
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Bei vielen Menschen kommen noch externe Stressfaktoren, familiäre und berufliche Verpflichtungen hinzu, von denen zurzeit ich sehr wenige habe. Außerdem vernachlässige ich über der Produktion von neuen Büchern auch die Vermarktung derjenigen, die bereits erschienen sind. Meine Produktivität ist zu einem Großteil ein Produkt all der Dinge, um die ich mich derzeit nicht kümmern muss, womit ich mich in ziemlich großer Gesellschaft befinde – historisch hatten die meisten Autoren (kein generisches, sondern ein bewusst gesetztes Maskulinum) Leute, die ihnen lästige Alltagsarbeit abgenommen haben. Also, wie gesagt: Wie viel jemand in einer bestimmten Zeit schreiben kann, sagt wahrscheinlich mehr über die Situation als über die Person aus. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Words+per+Day.jpg" length="90603" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 14 May 2020 11:46:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/produktivitaet-hacks-und-ihre-grenzen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Produktivität,Schreiben,Tipps</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Words+per+Day.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Words+per+Day.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fluff: Wohin mit den vielen Notizbüchern</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fluff-wohin-mit-den-vielen-notizbuechern</link>
      <description>Autor*innen haben viel zu viele leere Notizbücher? Ich nicht!</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sloths+Title+Image.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Mit Blättern und einem Faultier dekorierte Titelseite mit der Aufschrift "Pläne, Listen, Ideen"
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich werde noch einen weiteren Beitrag darüber schreiben, wie sich Notizbücher nutzen lassen, um produktiver zu schreiben, aber in diesem gebe ich einen kleinen Einblick, wie ich persönlich meine vielen Notizbücher benutze - und wie diese von einem Werkzeug für mehr Überblick und Produktivität binnen kürzester Zeit zu einer meiner Lieblingsausreden für Prokrastination geworden sind.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Es ist wichtig, ein Inhaltsverzeichnis zu haben. Ich bin nicht sicher,  ob der Fakt, dass ich Weltraum-Washi-Tape und einen dazu passenden Sticker mit Astronaut*innenschnabeltier habe, nicht aussagt, dass die ganze Journaling-Sache ein bisschen eskaliert ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Platypus.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Ich führe eine Liste der Bücher, die ich noch lesen möchte:
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Leseliste.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Mein Notizbuch mit schwarzem Hintergrund nutze ich, um mir stilvoll und thematisch passend Notizen zu meinem Web-Development-Kurs zu machen:
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CodeBook-a0f11152.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         In einem dritten Notizbuch mache ich mir Notizen zu meinen Schreibprojekten und meiner Autorinnenseite. Z.B. visualisiere ich hier die Entstehung meines neuesten Romans und den Fortschritt der Überarbeitung von Drúdir 3:
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Drafts+loading.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Dr%C3%BAdir.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Oder ich halte fest, was ich in meinem aktuellen Manuskript noch verbessern muss:
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/To+do+Liste.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Neben tatsächlich nützliche Einträgen, die mich z.B. daran erinnern, welche Blogposts und Kurzgeschichten ich noch schreiben will, To-Do-Listen für den Alltag und Sammlungen loser Notizen für zukünftige Schreibprojekte mache ich auch so wunderbar unnötige Dinge, wie meine Stimmung zu dokumentieren, indem ich nach und nach eine Mood-Tracking-Rundschwanzseekuh gestalte:
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Manatee-68d09899.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Zusammenfassung des Beitrags: Für mich fällt das Füllen und Gestalten meiner diversen Notizbücher in den komfortablen Raum zwischen Selbstorganisation und genüsslicher Zeitverschwendung. 
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sloths+Title+Image.jpg" length="58071" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 07 May 2020 07:59:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/fluff-wohin-mit-den-vielen-notizbuechern</guid>
      <g-custom:tags type="string">Fluff
Bullet Journaling
Zeichnen
Notizbücher
Produktivität</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sloths+Title+Image.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sloths+Title+Image.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Geniale Fantasy-Protagonistinnen: Eine Auswahl</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/protagonistinnen</link>
      <description>Ein paar Buchempfehlungen</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/3PartsDead-c934bc92.jpg" alt="Three Parts Dead Cover"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild (c) Tor Books
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
            Heute war ich zu einem Online-Panel über Frauenfiguren in der Phantastik eingeladen – und habe natürlich die Gelegenheit genutzt, ein paar Buchempfehlungen herunterzurattern. Hier sind sie noch einmal ausführlicher:
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Strategin und „Powdermage“ Vlora – und ihre tolle Beziehung zu ihrem Partner – habe ich bereits in meinem Post über meine
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantastische-paare" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Lieblingspaare der Phantastik
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           beschrieben. Seit ihrem ersten Auftritt in der „Powder Mage“-Trilogie hat sie eine große Entwicklung durchlaufen, und begegnet Leser*innen in „Gods of Blood and Powder“ (Brian McClellan) als durchsetzungsfähige, intelligente und mutige, aber trotzdem nicht unbesiegbare Frau.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           In Mishell Bakers
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Borderline“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           lernen Leser*innen Millie kennen. Diese scharfzüngige Ich-Erzählerin stößt nach einem gescheiterten Selbstmordversuch auf eine Welt voller Magie, und jongliert ab sofort eine hochgradig stigmatisierte psychische Erkrankung und eine körperliche Behinderung, anspruchsvolle Jobs im Filmgeschäft … oh, und das Schicksal zweier Welten. Millie erlebt Momente der Schwäche und des Scheiterns ebenso wie solche, in denen sie ihre Stärken ausspielen kann. Humor, Situationskomik und Beziehungsdramen, gegen die Liebesdreiecke harmlos aussehen, treffen auf überzeugend geschilderte Verzweiflung und Themen wie den Kampf gegen strukturelle Ungerechtigkeit. Ich habe beim Lesen laut gelacht und zutiefst mit Millie mitgefühlt. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Mark Lawrence hat mit
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25943:red-sister-mark-lawrence&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Red Sister“/„Waffenschwestern“
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           den Auftakt zu einer Trilogie voller charismatischer Frauen jeden Alters geschrieben, deren Beziehungen zueinander so vielfältig sind wie sie selbst. Sie sind Liebhaberinnen, Freundinnen, Rivalinnen … und gelegentlich mehr als eines davon. Im Zentrum steht Nona, ein Mädchen, das ebenso loyal wie nötigenfalls tödlich ist, und zu einer beeindruckenden jungen Frau heranwächst. Ein weiterer Pluspunkt: Die poetische Sprache.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           In Max Gladstones
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-max-gladstone-three-parts-dead-craft-sequence-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Three Parts Dead”
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           suchen zwei sehr kompetente Frauen nach der Wahrheit über den Tod eines Gottes: Die junge Nekromantin Tara und ihre Mentorin Elayne. Tara besticht durch ihre Tatkraft und Geistesgegenwart und ihre nach und nach hervortretenden starken Prinzipien, Elaynes überlegene Ausstrahlung macht sie zu so etwas wie der Power Fantasy, von der ich nicht wusste, dass ich danach gesucht habe. Ihre Geschichte findet in einer der ungewöhnlichsten Fantasywelten statt, die ich kenne.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Turyin Mulaghesh, die Protagonistin von
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25331:die-stadt-der-toten-klingen-robert-jackson-bennett&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           „Die Stadt der toten Klingen”/„City of Blades”
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           (Robert Jackson Bennett) ist eine Frau, wie man sie eher selten in der Hauptrolle eines Fantasy-Romans sieht: eine fünfzigjährige Ex-Offizierin mit einem amputierten Arm. Entschlossen, verfolgt von einer alten Schuld und mit weitaus mehr Klugheit und Subtilität, als sie sich selbst zugesteht, navigiert sie durch eine Stadt, die von Lage um Lage alter Geheimnisse umhüllt ist.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/phantast/phantast21.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           "The Poppy War"
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          (Rezension in Phantast #21) ist von der Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert inspiriert, und erzählt von einer jungen Frau, die eine entscheidende Rolle in einem mit verstörendem Detailreichtum geschilderten Krieg spielt. Rin ist eine faszinierende Antiheldin, wie ich ihr in Fantasyliteratur noch nie begegnet bin, und deren Geschichte im zweiten Band, "The Dragon Republic" spannend weitergeht: Während viele Fantasyfiguren geborene Anführer*innen sind, sucht Rin verzweifelt nach einer Sache, der sie sich mit all ihrer zerstörerischen Macht anschließen kann, aber fragt sich zugleich, wem sie vertrauen kann.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26119:jade-city-fonda-lee&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           "Jade City"
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           von Fonda Lee verflechtet meisterhaft Figurenzeichnung und Weltenbau und zeigt abseits von Klischees, wie drei sehr verschiedene Frauen (eine Hauptfigur, zwei sehr markante Nebenfiguren) jeweils auf ihre Weise das Leben in einer in einer patriarchal geprägten Gesellschaft bewältigen, ohne sie auf diesen Konflikt zu reduzieren. Der Großteil der Akteure in diesem Buch sind Männer, aber Shae, Wen und Ayt Mada schreiben sich Lesenden mit ihrer Kompetenz, ihren Zwiespälten und ihrer Willensstärke definitiv ins Gedächtnis.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-the-fifth-season-the-broken-earth-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           "Broken Earth"
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           von N.K. Jemisin bedient sich ungewöhnlicher stilistischer Mittel, um eine ganze Menge Dinge zu erreichen. Eines davon ist es, die Facetten und die Wandlungsfähigkeit ihrer Protagonistin zu zeigen, die wir in gleich mehreren Rollen erleben. Hinzu kommen eine einprägsame, von seismischen Katastrophen geformte Welt und eine Geschichte, die ohne je an immersiver Kraft zu verlieren vielfach Bezug auf die reale Welt nimmt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/3PartsDead.jpg" length="628870" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 27 Apr 2020 21:22:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/protagonistinnen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Protagonistinnen
Fantasy
Buchtipps
Lesen
Frauen</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fantasykonflikte jenseits von Krieg #4: Politik</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-4-politik</link>
      <description>Ideen für spannende politische Konflikte in Sekundärwelten.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/choice-2692466_640.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild (Tafel, auf der "Choice" steht) von Gerd Altmann auf Pixabay
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Einer meiner liebsten Fantasytropes ist folgender: Der tyrannische Herrscher /die Besatzungsmacht /die korrupte Regierung sind gestürzt – und nun ist es an den Rebell*innen, ein besseres System aufzubauen. Denn ich finde die Frage, was Menschen mit politischer Autorität anfangen wollen, wenn sie diese erst einmal haben, und welche Bedingungen ihre Entscheidungen lenken und Handlungsspielräume begrenzen, fast interessanter als die, ob sie diese Autorität denjenigen entreißen können, die sie illegitimerweise haben.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Ein Beispiel für gut gelungene politische Konflikte
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Das ist einer der Gründe, wieso ich Buchreihen wie
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            „Die Göttlichen Städte“
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           (Robert Jackson Bennett) oder
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=23863:seidenkrieger-die-schwerter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            „Seidenkrieger“
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           (Ken Liu) so sehr mag. Gerade letztere erzählt vom Sturz eines Kaisers – und darüber, wie sich die beiden großen Anführer der Rebellion über der Frage zerstreiten, was auf diesen folgen soll. Im zweiten Band der Reihe,
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25580:seidenkrieger-die-goetter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            „Die Götter von Dara“
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           , wird viel explizit darüber diskutiert, wie sich Chancengleichheit herstellen lässt und ungewollte Effekte gut gemeinter politischer Entscheidungen vermieden werden können. In Ken Lius Serie prallen oft nicht Gut und Böse, sondern vielmehr einfach Menschen mit sehr verschiedenen Hintergründen und Erfahrungen aufeinander, die nur teils verschiedene Prioritäten/ nicht alle Aspekte ihrer Entscheidungen durchdacht haben. Eine der großen Fragen ist auch, wie viel Wandel sich einem Land in kurzer Zeit zumuten lässt, und wie sich Vertreter einer alten Ordnung in eine neue integrieren lassen. Daraus ergibt sich ein Buch, das sich nicht nur spannend liest, sondern relevant anfühlt, wird doch ein ungewöhnliches „Silkpunk“-Setting mit Fragen kombiniert, die auch politisch aktive Menschen in unserer Welt in der Gegenwart umtreiben. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Wie mache ich Politik interessant?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Auf den ersten Blick klingen friedlich ausgetragene politische Konflikte als Gegenstand eines High-Fantasy-Romans langweilig – da habe ich ein tolles Setting mit spektakulärer Magie, und soll es darauf verwenden, Menschen miteinander diskutieren, Kreuze auf Zetteln machen und trockene Gesetzestexte entwerfen zu lassen?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber während viele politische Prozesse eher kleinteilig und langweilig sind, sind ihre Auswirkungen es doch keineswegs, entscheiden sie doch über die Verteilung von womöglich lebenswichtigen Ressourcen, über die Perspektiven, die Hoffnungen und Ängste unzähliger Menschen. Hohe Positionen in Institutionen geben Figuren die Möglichkeit, viel Gutes zu bewirken, aber auch folgenschwere Fehler zu machen. Konträre Meinungen dazu, was am besten für den Großteil der Bevölkerung ist, können einen Keil zwischen ehemalige Freund*innen treiben oder Figuren zwingen, sich zwischen ihren Überzeugungen und den Interessen von Menschen, die ihnen persönlich nahestehen, zu entscheiden.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Es ist in Geschichten über Politik auf jeden Fall eine gute Idee, die Auswirkungen zu zeigen, die sie auf Menschen außerhalb des Ortes, wo die Entscheidungen getroffen werden, hat. Ich habe leider so einige Romane gelesen, in denen sich die Welt kulissenhaft, die politischen Auseinandersetzungen mehr wie ein Spiel um den Stolz von Aristokrat*innen anfühlte, weil so wenig von der Welt außerhalb der Herrscherhöfe gezeigt würde. Entsprechend gleichgültig war mir, wer sich am Ende durchsetzen konnte. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Was sind mögliche Konflikte?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Auf der Seite Mythcreants wurden ein paar
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://mythcreants.com/blog/five-dualities-that-can-replace-good-and-evil/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Beispiele für Wertekonflikte
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           aufgezählt, die auch politischen Konflikten zugrunde liegen können. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Eine weitere Inspirationsquelle findet ihr in der Geschichte – was für Konflikte haben Systeme umgetrieben, die eurem ähneln. Ihr könnt auch in (historischen) Politik- und Sozialwissenschaften nach Ideen suchen. Ich empfehle z.B. einen Blick auf die
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cleavage-Theorie" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Cleavage-Theorie
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           Lipsets und Rokkans.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Politische Entscheidungen hängen oft zunächst mit den Institutionen zusammen – gibt es eine parlamentarische Demokratie? Eine Monarchie? Aristokratie? Etwas ganz anderes? Ein mehr oder weniger gelungenes Nebeneinander von Systemen? 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber natürlich auch mit der Situation: Befindet sich die zu regierende politische Einheit gerade in einer Phase der Stabilität? Müssen Gruppen mit Einstellungen, die konträr zueinander sind, versöhnt werden? Wie läuft die Wirtschaft? Gibt es eine Bedrohung von außen? Funktionieren die Institutionen gut, oder besteht großer Reformbedarf? Wer könnte bei Reformen profitieren, wer hat Gründe, das bestehende System trotz seiner Makel zu verteidigen? Welche Gruppen haben Macht (in Form von Geld, Sichtbarkeit, etc)? Ein paar gute Fragen, die ihr euch z.B. in Bezug auf ein
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=51MWp0Hgo90" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Imperium
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           oder eine
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=8o0X8TE4aPk" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Monarchie
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           stellen könntet, schlägt „Hello Future Me“ in seinen Videos vor.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Politik erlaubt es auch, die Besonderheiten einer fiktionalen Kultur hervorzuheben, immerhin werden Politiker*innen an verbreitete Wertevorstellungen ihrer Kultur appellieren und auf die spezifische Situation antworten, in der sie sich befinden. Rituale, die Politik in einem Land umgeben, und bestimmte symbolische Gesten können auf seine Geschichte verweisen. Zeigen sich z.B. hochrangige politische Würdenträger demonstrativ auf Festen bestimmter Bevölkerungsgruppen in einem multiethnischen Staat? Welche politischen Entscheidungen wären undenkbar? 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           In der Regel gibt es immer mehr als einen Konflikt auf einmal – so können z.B. gleichzeitig Debatten über die Rolle von Religion, über Umverteilung, die Förderung bestimmter Familienmodelle, die Implementierung von Checks &amp;amp; Balances, über Meinungsfreiheit, die Integration von Menschen mit Behinderungen, den Umgang mit natürlichen Ressourcen und Außenpolitik stattfinden, in denen Figuren die verschiedensten Kombinationen von Überzeugungen und die verschiedensten Prioritäten haben können. Zu zeigen, dass sehr viele gesellschaftliche Debatten parallel stattfinden, ist ein gutes Mittel, um die geschilderte Situation realistischer erscheinen zu lassen, aber multipliziert auch das Potenzial für unerwartete Konflikte und unbehagliche Allianzen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Hauptfiguren
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Bei den Protagonist*innen einer solchen Geschichte ist natürlich die Frage interessant, aus welcher Position sie agieren. Haben sie ein Regierungsamt inne? Sind sie Teil einer provisorischen Regierung, die erst dabei ist, neue Institutionen zu schaffen? Drängen sie von außerhalb auf Reformen eines politischen Betriebs, in dem sie nicht repräsentiert sind? Welche Mittel stehen ihnen zur Verfügung, wo endet ihr Einfluss?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ebenso interessant ist aber auch, was sie motiviert und wie es ihnen mit ihrer Rolle geht: Haben sie Erfahrungen gemacht, die sie anderen ersparen wollen? Agieren sie aus persönlichem Ehrgeiz? Fühlen sie sich ihrer Arbeit gewachsen? Fühlen sie sich wie Hochstapler oder haben vielleicht in der Vergangenheit Fehler begangen, bei denen ihnen sehr bewusst ist, dass diese sie jederzeit einholen könnten? Wo sind sie bereit, Kompromisse zu machen, was ist für sie nicht verhandelbar? Sind sie all zu gut darin/ zu abgeneigt, andere vor den Kopf zu stoßen? Haben sie Versprechen gemacht, die sie nun verzweifelt zu halten versuchen? 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Fazit
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Politik interessant zu machen, ist eine Herausforderung, aber es bietet auch das Potenzial, Figuren in spannende schwierige Situationen zu bringen, und Fragen nach Werten und der Effektivität bestimmter Policies zu erkunden, die auch in der Realität relevant sind, sowie Facetten einer fiktionalen Welt zu zeigen. Der Blick auf historische und zeitgenössische politische Systeme und Konflikte in unserer Welt kann eine gute Inspirationsquelle sein, aber sollte nicht davon abhalten, ein ganz eigenes System mit zutiefst in einer anderen Welt verwurzelten Konflikten zu schaffen. Auf jeden Fall kann der Konflikt zwischen verschiedenen politischen Fraktionen, aber auch zwischen politischen Überzeugungen und persönlichen Interessen viele Möglichkeiten für spannende Konflikte eröffnen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Die anderen Beiträge der Reihe
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Einleitung
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-1-naturkatastrophen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Naturkatastrophen
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-2-gerichtsdramen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Gerichtsdramen
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-3-wissenschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Forschung
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/choice-2692466_640.jpg" length="57847" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 17 Apr 2020 08:15:55 GMT</pubDate>
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plot
fantasy
konflikt</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fantasykonflikte jenseits von Krieg #3: Wissenschaft</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-3-wissenschaft</link>
      <description>Potenzial für phantastisches Drama rund um Forschen, Lernen und Entdecken.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Maqamat_hariri-3267b794-6cd1a391.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Bibliothek mit Lehrer und Schülern (Yaha al-Wasiti, 13. Jahrhundert,
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maqamat_hariri.jpg" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Wikimedia Commons
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           )
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Wissenschaft gehört zu diesen Dingen, die gleichzeitig sehr spannend und sehr langweilig sind – auf jeden gewälzten Artikel, der ein zielführende Informationen enthält, auf jede Quelle, die den Forschungsgegenstand in ganz neuem Licht erscheinen lässt, auf jedes gelungene Experiment kommen Fehlschläge und Wartezeiten. Doch Wissenschaftlerfiguren sind, wenn auch eher selten der Fokus der Geschichte, nicht aus dem Fantasygenre wegzudenken. Insbesondere, wenn es die Protagonisten mit einer uralten Bedrohung zu tun haben, findet sich in der Regel eine*r Expert*in für die entsprechenden Texte, und in Genres wie Steam- oder Flintlockfantasy sind neue Erfindungen allgegenwärtig. Die Erfinder*innen, Forscher*innen und Entdecker*innen der Phantastik aus Nebenrollen ins Zentrum der Geschichten zu holen, ist eine Herausforderung - aber eine, die sich lohnen könnte.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Entdeckungsreisende
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Wer eignet sich z.B. besser dafür, die Sekundärwelt eines Fantasyromans zu beschreiben, ohne aus der Rolle zu fallen, als eine Figur, die sich ihrer Erkundung verschrieben hat? Umso mehr, wenn sich die entsprechende Figur auf unvertrautem Gebiet bewegt – vielleicht eine fremdartige Landschaft erkundet, vielleicht allmählich beginnt, eine andere Kultur zu verstehen. Ein historisches Beispiel für letzteres könnte z.B. Ahmad ibn Fadlān sein, ein Botschafter aus Baghdad, der 922 zu den Wolgabulgaren reiste und vielleicht den frühesten ausführlichen Bericht über die Lebensweise der Wikinger verfasste. Solche Geschichten leben stark vom Sense of Wonder, den das Publikum mit dem PoV-Charakter teilt. Der Aufbruch ins Ungewisse kann auch mit Spannung, Rivalitäten und hohen Risiken einhergehen, wie z.B. das Wettrennen um das Erreichen des Nord- und Südpols im 19. und 20. Jahrhundert zeigen. Mary Shelley greift das Thema in der Rahmenerzählung ihres berühmten Romans „Frankenstein“ auf – hier begegnen wir dem ehrgeizigen Forscher Walton, der in Frankenstein nicht nur den Erzähler einer faszinierenden Geschichte, sondern auch eine Kontrastfolie findet, und sich schließlich entscheiden muss, ob er seine Mannschaft in Gefahr bringt oder seine Expedition lieber abbrechen soll.  Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich in dieser Sorte Geschichte Mensch-vs.-Natur-, von einer schwierigen Lage angestachelte Mensch-vs.-Mensch-und schließlich auch noch ethische Konflikte ergeben.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Allerdings ist bei dem Thema auch Fingerspitzengefühl geboten: Das Erforschen und „Entdecken“ anderer Teile der Welt ist historisch eng mit Kolonialismus, Gewalt, Ausbeutung von Menschen und natürlichen Ressourcen und der Produktion rassistischer Stereotype und Narrative verbunden. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Forschung, Kultur und Macht
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Narrative ist ein gutes Stichwort, denn in der Wissenschaft spielt nicht nur eine Rolle, welche Theorien sich auch tatsächlich bewähren, sondern auch, von wem sie kommen und ob sie sich mit weit verbreiteten Überzeugungen vereinbaren lassen. Oft ist die Produktion von Wissen auch mit gegenwärtigen Machtverhältnissen verbunden, z.B. haben Nationen und Herrscher*innendynastien oft Gründungsmythen oder berufen sich auf vermeintliches Allgemeinwissen, das ihre Überlegenheit bestätigt; vermeintliche historische Fakten werden genutzt, um Gruppenidentitäten zu stärken. Ein Beispiel aus der Gegenwart wäre z.B. der Bezug rechter Gruppen heute auf das antike Sparta oder Kreuzzüge. Der Autor und autodidaktische Historiker Myke Cole
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://newrepublic.com/article/154563/sparta-myth-rise-fascism-trumpism" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            hat einiges zu Ersterem zu sagen.
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
            
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Konflikte könnten auch daraus entstehen, dass eine Figur, die normalerweise keinen Zugang dazu hätte, sich in einer feindseligen akademischen Umgebung beweisen muss. Feindseligkeit kann offen sein und sich z.B. gegen unorthodoxe Ideen richten oder sich in offener Ablehnung von Forscher*innen mit bestimmten Merkmalen richten, aber auch einfach in (fehlender) Infrastruktur begründet liegen, z.B. darin, dass in Bibliotheken nicht genug Bücher für diejenigen sind, die sich ihre Lektüre nicht kaufen können, oder dass Menschen, die Sorgearbeit für andere übernehmen müssen, mehr Flexibilität und ein größeres Arbeitspensum abgefordert wird, als sie leisten können. Ein Beispiel hierfür wäre „The Name of the Wind“ von Patrick Rothfuss: Hier ist der Protagonist ein Außenseiter, der permanent in Geldnöten ist, und sich aus dieser schwierigen Position heraus an einer magischen Universität behaupten muss. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Schul- und Universitätszeit mit permanenten Tests, zumindest in einigen Fächern sehr kompetitiver Atmosphäre und der latenten Sorge um eine ungewisse Zukunft und Zweifeln, ob man sich in die richtige Richtung orientiert, ist für viele Menschen auch in der Realität selbst dann eine konfliktgeladene Zeit, wenn äußere Umstände ihnen das Leben nicht unnötig schwer machen. Auch hier liegt Konfliktpotenzial
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ihre Forschungen könnten eine Figur auch mit tief verwurzelten Tabus ihrer Kultur in Konflikt bringen – ein historisches Beispiel dafür war z.B. das
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4582158/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Verbot, Leichen zu sezieren, was jedoch trotzdem im geheimen stattfand
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           . 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Stakes bei Forschung können sehr hoch sein. Das wird besonders deutlich, wenn eine Lösung für ein akutes Problem gefunden werden muss, z.B. herausgefunden werden, wie sich eine Krankheit verbreitet. Ein berühmtes Beispiel dafür ist
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.theguardian.com/news/datablog/2013/mar/15/john-snow-cholera-map" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            John Snow
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           , der sich, nachdem er Mitte des 19. Jahrhunderts mittels Datenvisualisierung eine Wasserpumpe als Cholera-Herd identifizierte, wahrscheinlich seltener als sein fiktiver Namensvetter „You know nothing“ anhören musste. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Magie!
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Aber das Schöne daran, dass wir hier über Fantasysettings reden, ist, dass es eine Menge Potenzial für spannende Verbindungen von Magie und Wissenschaft gibt. Ich könnte mir z.B. spannende und/oder ziemlich beklemmende Geschichten über soziale Experimente in magischen Traumwelten vorstellen oder Psycholog*innen bzw. Fantasyäquivalente dazu, welche die Auswirkungen jahrhundertelanger Lebenserfahrung auf die Psyche Unsterblicher untersuchen. Nahezu jedes Thema, das in der traditionell stärker mit Gedankenexperimenten und der Frage nach der Verbindung von Körper, Geist und Technik assoziierten Science-Fiction (insbesondere in Subgenres wie Cyberpunk) erforscht wird, kann auch ins Zentrum eines High-Fantasy-Romans treten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Oder, um wieder an das Thema Wissen &amp;amp; Macht anzuknüpfen: Was wäre z.B., wenn sich herausstellt, dass Magie, welche die Grundlage der Macht einer bestimmten Gruppe/der Wirtschaft eines Landes ist, gefährliche Nebenwirkungen hat? Was, wenn das Wissen um solche negativen externen Effekte den Status Quo ernsthaft bedroht? Welche Konsequenzen würden die Forschenden, die das herausgefunden haben, daraus ziehen?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Machen Bücher das bereits?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich habe Patrick Rothfuss‘ „The Name of the Wind” mit seinem Universitätssetting bereits erwähnt. In Brandon Sandersons „Mistborn“- und „Stormlight-Archive“-Romanen ist immer mindestens eine PoV-Figur Gelehrte*r – und findet im Verlauf der Handlung Informationen, die den großen Konflikt in einem anderen Licht erscheinen lassen. Eine Serie, die eher den Ideen aus dem ersten Abschnitt entspricht, wären Marie Brennans „Memoirs of Lady Trent“, welche die Geschichte einer Drachenforscherin erzählen. Mary Shelleys „Frankenstein“ ist, wenn auch kein High-Fantasy-Roman, der Klassiker. Es ist ein Thema, bei dem es sich lohnt, in anderen Genres nach Inspiration zu suchen – Science Fiction, Wissenschaftsthriller, historische Romane, Biographien realer Wissenschaftler*innen …  
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Andere Beiträge der Reihe
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Einleitung
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-1-naturkatastrophen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Naturkatastrophen
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-2-gerichtsdramen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Gerichtsdramen
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Politik
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 06 Apr 2020 15:23:59 GMT</pubDate>
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Schreibtipp
Fantasy</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Fantasykonflikte jenseits von Krieg #2: Gerichtsdramen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-2-gerichtsdramen</link>
      <description>High-Fantasy-Gerichtsdramen? Könnte einen Versuch wert sein.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CodexRunicus-b0b935c3.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Ausschnitt aus dem Codex Runicus aus dem 14. Jh (
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Codex_Runicus#/media/Datei:CodexRunicus.jpeg" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Quelle
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           )
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Oft tritt im Verlauf von High-Fantasy-Romanen mehr und mehr hervor, dass die Figuren ein anderes Rechts- und Wertesystem haben als die Leser*innen. Ihre impliziten Vorstellungen von Richtig und Falsch sowie die Schwere, die sie verschiedenen Regelverstößen zuordnen, können demonstrieren, dass wir uns in eine andere Welt begeben haben, und dazu beitragen, fiktive Kulturen zum Leben zu erwecken. Aber wie würde sich die Auseinandersetzung mit den Gesetzen einer Fantasywelt und denjenigen, die sie brechen, im Zentrum einer Geschichte machen?
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Gesetze, Regeln und Werte als Worldbuilding
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Um wieder Fonda Lees „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26119:jade-city-fonda-lee&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Jade City
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ als Beispiel anzuführen: Das Buch wird als eine Geschichte über Verbrecherdynastien verkauft, aber in-Universe werden die Clans, um die es geht, keineswegs als solche betrachtet. Die Einstellung dazu, wer Gewalt ausüben darf und unter welchen Umständen, ist ebenfalls eine sehr andere als in unserer Welt. Und in China Miévilles „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26103:perdido-street-station-china-mieville&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Perdido Street Station
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ beginnt der Plot, als ein Garuda (eine Art Vogelmensch) mit abgeschnittenen Flügeln bei dem Wissenschaftler Isaac auftaucht. Die Begriffe, in denen er Isaac das Verbrechen erklärt, für das er verstümmelt wurde, sagen diesem zunächst überhaupt nichts, weil das Rechts- und Wertesystem der Garuda – und die gesamte Gesellschaftsstruktur, aus der es hervorgegangen ist und die es aufrecht erhält – diesem vollkommen fremd sind. Dieses Aufeinanderprallen von zwei Kulturen lässt auch die Welt diverser und damit größer und realistischer erscheinen. Und in Robert Jackson Bennetts „Die Stadt der tausend Treppen“/„
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              City of Stairs
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ leistet ein Gerichtsprozess am Anfang einiges an Exposition: Ein Händler wird wegen der Verwendung eines vermeintlich harmlosen Symbols angeklagt. Allerdings stellt sich auf den nächsten Seiten heraus, dass es das Symbol eines Gottes ist, mit dem die neuen Herrscher der Stadt traumatische Erinnerungen verbinden. Ihr Bemühen, das Gedenken an die alten Götter auszulöschen, hat einen Weg ins Rechtssystem gefunden.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Gesetze und Verbote können ihren Ursprung zum Beispiel in Religionen haben, oder in Umweltfaktoren. So ist es z.B. in den kleinen Communities von Überlebenden der Vampirapokalypse in Justin Cronins „Der Übergang“ streng verboten, nach Einbruch der Dunkelheit die Tore zur Siedlung zu öffnen. Das ist angesichts dessen, dass das den Tod aller Menschen innerhalb der schützenden Mauern bedeuten könnte, nicht gerade überraschend. Historische Institutionen hatten ihre eigenen, teilweise für heutige Verhältnisse skurril und kleinteilig wirkenden Regeln – ein historisches Beispiel wäre der
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.history.com/news/the-knights-templar-rulebook-included-no-pointy-shoes-and-no-kissing-mom" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Code of Conduct der Tempelritter
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
              (CN Homophobie).
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Auch die Strafen, die von Gerichten verhängt werden, sind oft in kulturellen Einstellungen (Rehabilitation vs. Rache), aber auch den ökonomischen Umständen verankert: So wurden z.B., als in neugegründeten englischen Kolonien billige Arbeitskräfte gebraucht wurden, viele Todesurteile in eine Verurteilung zu Indentured Servitude umgewandelt. Wer vor Gericht mit Milde zu rechnen und wer eigentlich schon von Anfang an verloren hat, sagt auch viel über Machtstrukturen und Vorurteile in einer Gesellschaft aus.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Eine weitere Frage ist die danach, wie der Prozess aussieht? Was gilt als Beweis? Wie, wenn überhaupt, wird die Unabhängigkeit des Gerichts gewährleistet? Gibt es Gottesurteile/Duelle/ähnliches? Ist das aktuelle Vorgehen in einer langen (eventuell schon seit langem nicht mehr funktionierenden) Tradition verankert, oder wurde es erst kürzlich eingeführt und muss sich bewähren?
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Szenen, aus denen hervorgeht, was als ein strafwürdiges Vergehen gilt, von wem und wie es geahndet wird, können einiges über die beschriebene Kultur enthüllen, und so einige Autor*innen machen von diesem Potenzial Gebrauch. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Auseinandersetzungen vor Gericht als zentraler Konflikt
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Etwas, was ich jedoch nur sehr selten gesehen habe, aber faszinierend fände, wäre ein High-Fantasy-Gerichtsdrama. Es wäre eine Gelegenheit, tief in die Denkweise und das Wertesystem einer fiktiven Kultur einzutauchen, eine Menge persönliches Drama und offene Fragen einzubauen und eine Situation zu schaffen, in welcher für einige wenige Figuren eine Menge auf dem Spiel steht - was womöglich eine angenehme Abwechslung von den für das Genre typischen Plots ist, bei denen sich mindestens das Schicksal eines Landes und vielleicht sogar das einer Welt entscheidet.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Die Suche nach Beweisen könnte Figuren an eine Vielzahl von Orten und zu vielen verschiedenen Leuten führen, ablaufende Fristen eine tickende Uhr im Hintergrund schaffen. 
             
                          &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
                            
              Es ist auch eine schöne Gelegenheit, um Ungewissheit und Ambivalenz zu schaffen: Was ist die Wahrheit? Welche Geheimnisse hüten Figuren? Was ist unverzeihlich, was kann gerechtfertigt werden? 
             
                          &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Ein paar Szenarien, die ich mir vorstellen könnte:
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;ul&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Eine Figur verteidigt jemanden, von dem sie nahezu sicher ist, dass er unschuldig angeklagt wurde. Sie versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist, redet bei ihren Recherchen mit vielen Leuten, und weiß bald nicht mehr, wessen Aussage sie trauen kann. 
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Die Revolution hat stattgefunden und nun müssen die Sieger*innen entscheiden, was mit den gestürzten Herrscher*innen passieren soll.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Eine Figur bricht ein skurriles, veraltetes Gesetz. Es stellt sich heraus, dass es aus magischen Gründen im Gesetzeswerk verankert ist, und dass die Figur etwas Uraltes und Mächtiges entfesselt hat.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Mehrere Figuren versuchen, jemand Mächtigen für ein Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, selbst wenn die Kräfteverhältnisse ungleich verteilt sind.   
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Ein scheinbar unauffälliger Fall wird zum Anlass, aufzudecken, was alles in der Justiz eines Landes schiefläuft.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;/ul&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Ein spannender Aspekt wären auch konkurrierende Rechtssysteme, z.B. kirchliches und weltliches Recht, oder ein Fall, der zum Stellvertreterkonflikt für konkurrierende politische Fraktionen wird.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Gibt es Fantasyromane, die so etwas bereits machen? 
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Max Gladstone beschreibt in der „Craft Sequence“ Magie, die auf Verträgen basiert, und der Umgang mit ihr scheint von teilweise von Wirtschaft und Rechtswesen inspiriert zu sein. So agieren die Nekromant*innen im ersten (oder dritten, je nachdem, ob man die Bücher chronologisch oder in Veröffentlichungsreihenfolge liest) Band „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-max-gladstone-three-parts-dead-craft-sequence-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Three Parts Dead
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “ sehr wie Anwält*innen. Gleichzeitig erinnern Gerichtsverhandlungen hier an magische Duelle. Valerie Colbergs vom antiken Rom inspirierter Roman
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=24673:talvars-schuld-valerie-colberg&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              "Talvars Schuld"
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             hingegen kommt ohne viel Magie aus und macht einen Gerichtsfall, der wieder aufgerollt werden soll, zum Ausgangspunkt der Handlung.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             In Sebastian de Castells „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26049:blutrecht-sebastian-de-castell&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Greatcoats
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             “-Tetralogie reisten die sogenannten Greatcoats durch das Land Tristia, brachten Leuten in eingängige Lieder verwandelte Gesetze bei, urteilten in Konflikten und vertraten die Interessen der einfachen Bevölkerung gegenüber dem Adel. Allerdings sind sie zu Beginn der Handlung alle offiziell entlassen und auch wenn immer wieder viel vom Urteil und dem Gerechtigkeitssinn des Protagonisten (und der nahezu vollkommenen Abwesenheit seines Selbsterhaltungstriebs) abhängt, werden die meisten Konflikte hier doch mit Schwertern und Bögen ausgetragen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Die Protagonisten so einiger Fantasyromane finden sich temporär vor einem ziemlich feindseligen Gericht wieder, z.B. in „Harry Potter und der Orden des Phönix“ oder in George R.R. Martins „A Storm of Swords“, aber in der Regel sind die Prozesse dort nur kurz und dienen vor allem dazu, zu zeigen, wie korrupt die Institutionen sind, vor denen sie sich verantworten müssen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Die anderen Beiträge der Serie
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Einleitung
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-1-naturkatastrophen" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Naturkatastrophen
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-3-wissenschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Forschen &amp;amp; Entdecken
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Wahlen &amp;amp; Gesetzgebung
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Mar 2020 15:08:14 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Schreibtipp
Fantasy
Plot</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fantasykonflikte jenseits von Krieg #1: Naturkatastrophen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-1-naturkatastrophen</link>
      <description>Inspiriert von meiner MA-Arbeit über das Erdbeben von Lissabon: Das Potenzial von Naturkatastrophen als Quelle von Konflikt in Sekundärwelten.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Earthquake+Lisbon+Titelbild.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Lissabon vor und nach dem Erdbeben von 1755 (Wikimedia Commons)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Dieser erste Beitrag in meiner Serie für Quellen von Konflikt in Fantasywelten jenseits von Kriegen ist von den Recherchen für meine Masterarbeit über das Erdbeben von Lissbon inspiriert.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Fallbeispiel: Lissabon 1755
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           „The populace, it seems, were all full of the notion that it was the Judgement-day“, schrieb Augenzeuge Thomas Chase über das Erdbeben, das Lissabon 1755 erschütterte. Es ist tatsächlich nachvollziehbar, wurde die Stadt doch in rascher Folge von drei Erdstößen, einem Tsunami (das Epizentrum des Erdbebens befand sich auf dem Meeresboden) und einem von Sturmwinden angefachten Feuer heimgesucht. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Menschen flohen in Panik aus der Stadt. Doch schon Tage später begann man, Aufräum- und Wiederaufbau-Arbeiten zu organisieren: Schiffsladungen und die Waren in Speichern wurden beschlagnahmt, Köche und Bäcker durften die Stadt nicht verlassen, es wurden Routen festgelegt, auf denen der Schutt entfernt wurde, und eine komplett neue Altstadt entworfen. Seine kaltblütige Reaktion im Angesicht einer Katastrophe war der entscheidende Wendepunkt in der Karriere des späteren Marquis de Pombal, der nun in der Lage war, als Staatsminister seine ehrgeizigen Pläne zur Modernisierung Portugals umzusetzen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Religion wurde plötzlich sehr wichtig – Menschen baten Gott um Vergebung, wollten unbedingt Beichten oder zwangen Angehörige anderer Konfessionen, sich zum Katholizismus zu bekennen –, aber erwies sich zugleich als flexibel: Der Erzbischof von Lissabon erteilte die Erlaubnis, es bei den christlichen Bestattungsriten nicht zu genau zu nehmen und die zahlreichen Toten im Tejo zu versenken, um ein Infektionsrisiko zu verhindern. Innerhalb der katholischen Kirche gab es widerstreitende Meinungen, was zu tun war: Einige Prediger beteiligten sich aktiv an der Katastrophenhilfe und betonten in ihren Predigten Gottes Gnade. Wieder andere, wie der Jesuit Gabriel Malagrida, hoben Gottes Zorn hervor und betrachteten den Wiederaufbau der Stadt als Akt des Trotzes gegen ihn. Dies brachte Malagrida in direkte Opposition zu den säkulären Autoritäten, die das Erdbeben strikt als Naturphänomen verstanden wissen wollten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Notwendigkeit, nach einer Katastrophe schnell zu handeln, machte festgefügte Traditionen verhandelbar und erwies sich als Katalysator für Wandel, aber intensivierte auch religiöse Gefühle und wurde zum Anlass, Freiheiten zu beschneiden: Nahrungsmittel konnten beschlagnahmt, die Bewegungsfreiheit von Menschen eingeschränkt, Plünderer nahezu ohne Prozess hingerichtet werden. Neben dem Kampf ums Überleben und die Organisation der Versorgung mit Wasser, Nahrung und der Herstellung hygienischer Verhältnisse fand auch ein eng damit verbundener Kampf um die Interpretation des Erdbebens statt: Naturphänomen oder Strafe eines unversöhnlichen Gottes? Die Sieger des Kampfes um die Interpretation würden bestimmen, welche Lehren Menschen aus dem Erdbeben zogen und wie sie auf dieses reagierten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
                          
             Naturkatastrophen als Bewährungsprobe für Menschen und Ideen
            
                        &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Und das ist einer der Aspekte, der den Umgang mit Naturkatastrophen zu einer Gelegenheit macht, um die Kontinuitäten, aber auch die Veränderungen in einer Kultur zu zeigen: Die Katastrophe kann zum Katalysator für Wandel werden, wie es in einem der Sachbücher über Naturkatastrophen heißt, die ich für mein Studium gelesen habe, aber Menschen können sich in ihrer Reaktion darauf auch an festgefügten Traditionen orientieren. Darin, wen sie verantwortlich machen (Hexen? Götter? Sich selbst, weil sie auf erdbebengefährdetem Land/ an einer Küste, die regelmäßig überflutet wird/ zu eng beieinander und nicht feuersicher gebaut haben?) zeigen sich ihre religiösen Überzeugungen und das Verhältnis von Mensch und Natur, von dem sie ausgehen, tritt klarer hervor. Teilweise werden hier auch Widersprüche in Glaubensvorstellungen sichtbar oder wütende, erschütternde Menschen setzen sich über gesellschaftliche Konventionen hinweg, und kritisieren den schwachen Trost der Religion oder aber unbeholfene staatliche Reaktionen. Voltaires Gedicht über die Katastrophe von Lissabon ist berühmt, weil es Religion und Wissenschaft Scheitern attestiert. Naturkatastrophen sind auch Gelegenheiten für Herrschende, ihre Position zu schwächen oder zu stärken, teils mit realen, teils mit symbolischen Maßnahmen: Beispielsweise konnten sich z.B. nach Lissabon König João und Pombal als tatkräftige Retter in der Not inszenieren und in den letzten Jahren zementierten Donald Trump und seine Familie mit ihren unbeholfenen, unempathischen Reaktionen auf Naturkatastrophen die Verachtung großer Teile der Bevölkerung für sie.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Maßnahmen gegen Katastrophen müssen ins Weltbild der Menschen integriert und teilweise auch gerechtfertigt werden. So hieß es z.B. in einem Text aus dem 18. Jahrhundert mit dem griffigen Titel „Historisch-theologisch Denkmal der wundervollen Wege Gottes in den großen Wassern, welche sich anno 1717, den 25. Dezember zu vieler Länder Verderben so erschröcklich ergossen: mit den vielen so unglück- als glücklichen Folgen, die sich bis in das 1721. Jahr zugetragen“ (Johann Friedrich Janssen: Jever/Bremen 1722, S. 784):
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           „Es streitet solches nicht mit dem Vertrauen auff die Göttliche Vorsorge, als wann wir dadurch zu erkennen gäben, Gott sey nicht allmächtig oder er wolle uns nicht versorgen. Ach nein! Das Vertrauen auf Gottes Schutz schliesset nicht aus die ordentlichen Mittel, die uns als nützlich und gut zu gebrauchen bekannt sind vielmehr sind wir verbunden, uns derselben zu bedienen.“
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Brandschutzbestimmungen oder der Bau von Deichen, der ein hohes Maß an Kooperation und Koordination erfordert, sind seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden etablierte Maßnahmen, und im 16. Jahrhundert schriebt ein Architekt einen Traktat über erdbebensicherere Bauweisen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Was hat das alles mit Fantasy-Romanen zu tun? 
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich denke, dass Naturkatastrophen aus einer Worldbuilding-Perspektive interessant sind: Welche materiellen und kulturellen Ressourcen bringen Figuren mit, um sie zu bewältigen? Wie erklären sie sich Katastrophen? Werden gesellschaftliche Strukturen gestärkt oder destabilisiert? Der Kontrast zur Krise erlaubt es, Aspekte der Welt zu zeigen, die für die Figuren so selbstverständlich sind, dass sie erst durch die Abweichung wirklich sichtbar werden.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Die Schilderung von Naturkatastrophen eine Gelegenheit, Menschen in Extremsituationen zu zeigen. Wie gehen individuelle Figuren mit Schock, Trauer, Verletzungen und womöglich dem Verlust ihrer Lebensgrundlage um?
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ich kann mir gleich mehrere Figuren vorstellen, deren Geschichten spannend wären:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ol&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Einfache Menschen, die einfach nur zu überleben versuchen.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Eine junge Herrscherfigur (durch eine Wahl/Eroberung/Erbkönigtum/etc an die Macht gekommen), deren Land von einer Katastrophe ereilt wird, als ihre Herrschaft noch neu und ungefestigt ist, und die weiß, dass jetzt alles von seiner Reaktion abhängt. (Oder jemand, der in der zweiten Reihe steht, und nun, je nach der Qualität seiner Ratschläge, aufsteigen oder fallen wird).
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Eine Figur, die öffentlich die vorherrschende, aber falsche religiöse oder wissenschaftliche Interpretation einer bestimmten Katastrophe in Zweifel zieht, um durch fundierte Reaktionen/Schutzmaßnahmen Leben zu retten, und sich damit erbitterte Feinde macht.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          
                          
             Feinde (z.B. Angehörige verfeindeter Adelsfamilien), die angesichts einer Katastrophe gezwungen sind, zusammenzuarbeiten, und darüber bemerken, dass ihre Differenzen nicht so groß sind wie zuvor geglaubt.
            
                        &#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Verwenden Bücher dies bereits?
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Es gibt einige Fantasyromane, in denen Gesellschaften von großen Katastrophen in ihrer Vergangenheit und Gegenwart geprägt wurden. So ist z.B. fast die gesamte Kultur der Menschen in N.K. Jemisins „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-the-fifth-season-the-broken-earth-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Zerissene Erde
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ darauf ausgerichtet, seismische Katastrophen zu überleben. Und Roschar, der Schauplatz von Brandon Sandersons „Sturmlicht-Chroniken“ ist von zyklisch wiederkehrenden „Highstorms“ geprägt, welche Flora und Fauna, Architektur und Wirtschaft beeinflussen. In Fonda Lees „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26119:jade-city-fonda-lee&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Jade City
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ tritt die Feindseligkeit zweier beinahe-feudaler Clans in den Hintergrund, als sie Katastrophenhilfe für die von ihnen abhängigen Menschen leisten.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Die anderen Beiträge der Serie
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Einleitung
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-2-gerichtsdramen" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Gerichtsdramen
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-3-wissenschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Forschen &amp;amp; Entdecken
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wahlen &amp;amp; Gesetzgebung
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Earthquake+Lisbon+Titelbild.jpg" length="98573" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 10 Mar 2020 14:23:07 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Fantasy
Schreibtipp</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Es muss nicht immer ein Krieg sein – Ideen für andere Fantasykonflikte</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/es-muss-nicht-immer-ein-krieg-sein-plotideen-fuer-alternative-fantasykonflikte-einleitung</link>
      <description>Einleitung zu einer neuen Blogserie</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Bayeux-Titelbild-Blogpost.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Ausschnitt aus dem Bildteppich von Bayeux (Wikimedia Commons)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         High und Urban Fantasy, Science-Fiction und Horror haben alle eine wahrnehmbare Tendenz, Konflikte zu schildern, die durch Gewalt heraufbeschworen und durch Gewalt gelöst werden – selbst Romane, die versuchen, ausgetretene Pfade zu verlassen, wie z.B. der Science-Fiction-Roman „Wasteland“, setzen auf diese Formel,
         
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.teilzeithelden.de/2020/01/31/was-ist-hopepunk-der-lange-weg-zu-einem-vagen-nebuloesen-genre/" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          wie Heike Lindhold zutreffender Weise bemerkte
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         . Und das Urban-Fantasy-Genre liebt zum Beispiel seine übernatürlichen Detektive, die nicht nur Spürsinn, sondern auch eine Menge Munition magischer und gewöhnlicher Art mitbringen und ohne große Hemmungen einsetzen. Auch das High-Fantasy-Genre hat seine Geschichten über früher oder später sehr gefährliche Nachforschungen – so balancieren nahezu alle „
         
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/brian-mcclellan-promise-of-blood-powder-mage-trilogie-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          Powder Mage
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
         “-Romane Brian McClellans gekonnt Handlungsstränge, in denen ein Detektiv oder Spion im Vordergrund steht, und solche, in denen es um Soldat*innen und Offizier*innen geht, um eine abwechslungsreiche Geschichte zu schaffen. Aber früher oder später münden ihre Geschichten in die eines großen Kriegs. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Denn in den Sekundärwelten der Phantastik herrscht selten Frieden: Krieg steht bevor, ist in vollem Gange oder Menschen müssen mit dem komplizierten Erbe gewonnener oder verlorener Kämpfe umgehen. Letzteres ist seltener. Dies ist nur eine Beobachtung, keine Kritik. Kriege sind im Leben vieler Menschen unmittelbar und in dem anderer indirekt präsent – in den Nachrichten hören wir von bewaffneten Konflikten andernorts und vergangene Kriege sind zum Teil dafür verantwortlich, in welchen Grenzen wir leben und welche Sprachen wir sprechen. Es ist nicht überraschend, dass das High-Fantasy-Genre seine einzigartigen Möglichkeiten ausschöpft, sich mit dem Phänomen Krieg auseinanderzusetzen. Und dieses eröffnet wiederum eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die verschiedensten Geschichten zu erzählen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Natürlich ist das nicht allgegenwärtig. Der Protagonist von Saladin Ahmeds „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=23235:das-schwert-der-daemmerung-saladin-ahmed-2&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Das Schwert der Dämmerung
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “ ist nicht nur Teeliebhaber, sondern auch ein Mann mit einem klar abgegrenzten Job: Adoulla Makhslood jagt Ghule. Scott Lynchs „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-scott-lynch-the-lies-of-locke-lamora-gentlemen-bastards-series-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Die Lügen des Locke Lamora
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “ ist ein Heist-Novel, der zwar stellenweise brutal ist, aber wo nur eine Handvoll Personen gegeneinander kämpft. Katherine Addison ist berühmt dafür, dass sie mit „Der Winterkaiser“ einen Fantasyroman geschrieben hat, in welchem es nicht um Kämpfe geht. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dennoch hat High Fantasy eine lange Tradition von Kriegsgeschichten: „Der Herr der Ringe“ und dem „Silmarillion“, die teilweise ihrerseits aus poetischen Traditionen schöpfen, welche heroische Kämpfer in den Mittelpunkt stellen, erzählen beide Geschichten von Kriegen. Und selbst „Der Hobbit“ endet mit einer großen Schlacht. Gerade der „Hobbit“ betont die Tragik und Sinnlosigkeit des von Stolz und Gier heraufbeschworenen Konflikts. Viele Fantasy-Romane neueren Datums positionieren sich ähnlich kritisch, weniger durch explizite Kommentare von Figuren, sondern vielmehr, indem sie in Beschreibungen von außer Kontrolle geratenen Armeen schwelgen und ihre Protagonisten physische und psychische Verletzungen davontragen lassen, welche sie für den Rest ihres Lebens begleiten. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wieder andere Romane, wie zum Beispiel Robert Jackson Bennets „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Göttliche Städte
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “-Trilogie und Ken Lius „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=23863:seidenkrieger-die-schwerter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Seidenkrieger
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “-Reihe, setzen sich mehr mit dem Danach auseinander. Letzterer fragt: Was folgt auf den Sturz eines tyrannischen Kaisers? Doch selbst in „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25580:seidenkrieger-die-goetter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Die Götter von Dara
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “, in welchem der Aufbau einer gerechten politischen Ordnung im Vordergrund steht, gibt es am Ende eine Schlacht. Sie wirkt sonderbar unmotiviert, als habe Liu die eher blassen Gegenspieler seiner Protagonist*innen ins Spiel gebracht, weil er damit rechnete, dass Fantasyleser*innen nun einmal aufeinanderprallende Armeen erwarteten, nicht, weil sie ihn tatsächlich interessierten.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das wirft interessante Fragen auf. Bei allem, was High Fantasy zur Auseinandersetzung mit Krieg und sogar der Vermittlung pazifistischer Botschaften leisten kann, und bei allen Möglichkeiten, welche Kriege (oder die Gefahr eines solchen) für Fantasyplots eröffnen: Ist die Erwartung, dass es in High-Fantasy-Romanen früher oder später um Krieg gehen wird, nicht mittlerweile ebenso einschränkend für das Genre, wie sie beflügelnd ist? Ich bin immer offen für eine gute, respektvoll erzählte Kriegsgeschichte (einige meiner Lieblingsromane spielen vor dem Hintergrund eines beginnenden/stattfindenden/erst vor kurzem geendeten Krieges), aber ich habe mir auch Gedanken gemacht, was für bisher seltener genutzte Konflikte Potenzial für spannende Geschichten in Sekundärwelten hätten.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Dabei standen für mich mehrere Kriterien im Vordergrund: 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Ist der Konflikt spannend und steht viel auf dem Spiel? 
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Berührt er Erfahrungen und Fragen, die auch in der realen Welt relevant sind?
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
                        
            Gibt er eine Gelegenheit, die Besonderheiten des Fantasy-Settings aufzuzeigen?
           
                      &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mir sind auf Anhieb 4 Konflikte eingefallen, die ich bisher relativ selten in High Fantasy gesehen habe (zumindest als Hauptkonflikt), die ich mir aber sehr interessant vorstelle:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-1-naturkatastrophen" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Schadensbegrenzung/Wiederaufbau nach einer Naturkatastrophe
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-2-gerichtsdramen" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             Gerichtsdramen
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-3-wissenschaft" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             Forschen und Entdecken mit seinen Rivalitäten und Folgen
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/fantasykonflikte-jenseits-von-krieg-4-politik" target="_blank"&gt;&#xD;
          
                          
             Konflikte rund um Wahlen und Gesetzgebung
            
                        &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In den nächsten Wochen und Monaten werde ich nach und nach Artikel dazu hochladen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Bayeux-Titelbild-Blogpost.jpg" length="174439" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 27 Feb 2020 14:42:42 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Plot
Schreibtipp
Fantasy</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fantastische Paare</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/fantastische-paare</link>
      <description>Passend zum Valentinstag: Ein Post über meine Lieblingspaare in Fantasyromanen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Sl%C3%B6th%21.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Gerade(1) wird mal wieder darüber diskutiert, dass romantische Elemente in SFF bei Leser*innen, die sich keinen zu „mädchenhaften“ Geschmack anmerken lassen wollen, gerne mal ein „iiiiih“ auslösen. Andere haben schon ausführlich darüber geschrieben, was das mit der Abwertung von Romantik als „Frauenliteratur-Merkmal“ zu tun hat, also lasse ich das mal und benutze die ganze Debatte stattdessen als Anlass dazu, von Büchern zu schwärmen – denn so einige Romane, die ich absolut fantastisch finde, legen zwar nicht den Fokus auf Liebesgeschichten, aber wären ohne diese sehr viel ärmer.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Hier sind ein paar High- und Urban-Fantasy-Bücher, in denen ich mich für Paare begeistern konnte:
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1.	Brian McClellan: Gods of Blood and Powder [Achtung, Spoiler für die Powdermage-Trilogie]
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In Brian McClellans zweiter Trilogie im Powder-Mage-Universum kommt gleich dreimal einer meiner Lieblingstropes vor, wenn es um Beziehungen geht: Ein Paar, das sich bereits gefunden hat, und bei dem sich beide Partner komplett aufeinander verlassen können. Umso besser, wenn beide auch noch hyperkompetente Fantasyfiguren sind. Da sind Taniel und Ka-Poel, die mal zusammen auftreten, mal von verschiedenen Orten aus auf ihre gemeinsamen Ziele hinarbeiten, im Wissen, dass die jeweils andere Person auf sich aufpassen kann und dass sie zueinander zurückkehren werden. Dass die beiden beängstigend mächtige magische Fähigkeiten haben (Taniel ist ein Powder Mage, der es allein mit einer Armee aufnehmen kann, Ka-Poels Magie kann Menschen in Marionetten verwandeln) hilft. Dann sind da auch noch Borbador und Nila – ein lässiges Magierpaar, das der Protagonistin zur Seite steht, deren Beziehung diesen Beitrag inspiriert hat: Die Strategin Vlora. Während das Ende ihrer Verlobung mit Taniel in der Powder-Mage-Trilogie eine Menge Dinge verkompliziert, erweist es sich später als echter Glücksfall. Denn Vloras neuer Partner, Olem, ist einfach perfekt für sie. Humorvoll und gelassen unterstützt er Vlora, die sich des Gewichts ihrer Verantwortung nur zu bewusst ist. In der Welt der Powder-Mage-Romane herrscht Gleichberechtigung, und das spiegelt sich auch darin, dass die männlichen Figuren kein Problem damit haben, wenn ihre Partnerin mehr Macht oder Verantwortung hat als sie. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2.	Mark Lawrence: The Book of the Ancestor
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Konvent „Sweet Mercy“ sind so einige eindrucksvolle Figuren unterwegs – wie man es von einem Ort erwarten würde, wo Kriegernonnen ausgebildet werden und eine Äbtissin Pläne spinnt, die Jahre umfassen. Eine davon ist Sister Kettle, eine verschmitzte junge Nonne, die den Novizinnen im Kloster hilfsbereit und freundlich begegnet – und, wie man in Buch 2 und 3 mitverfolgen kann, eine ausgezeichnete Spionin und Attentäterin ist, die große Risiken eingeht, um ihre Schwestern zu schützen. Sie und ihre langjährige Partnerin, Sister Apple, sind ein anderes dieser Paare, die bereits vor Beginn des Buches zusammengekommen sind und sich nun vollkommen aufeinander verlassen. Die Freundschaften und Liebesbeziehungen zwischen den Frauen von Sweet Mercy sind einer der besten Aspekte des Buches und bilden einen starken und willkommenen Kontrast zur Düsternis der sterbenden Welt, in welcher die Trilogie spielt.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.	Gesa Schwartz: Grim
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Die Grim-Trilogie erzählt die klassische Geschichte einer jungen Frau, die magische Wesen sehen kann, zur Schlüsselfigur für weltbewegende Ereignisse wird und sich in einen mächtigen, attraktiven Mann verliebt, der kein Mensch ist. Doch fast ebenso sehr wie in den Gargoyle Grim verliebt sich Mia in dessen Welt, und schon nach kurzer Zeit ist sie nicht länger auf seinen Schutz angewiesen, sondern wird eine wertvolle Verbündete für ihn. Die Beziehung der beiden ist tief und bedeutet ihnen viel, aber sie verlieren darüber nie ihre eigenen Ziele und Konflikte aus den Augen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.	Mishell Baker: The Arcadia Project
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          The Arcadia Project ist eine Trilogie über Menschen, Feen, Magie und Verantwortung – aber vor allem über komplizierte Menschen in komplizierten Beziehungen. Figuren, denen psychische Krankheiten und Traumata das Leben schwer machen, navigieren teilweise mehrere ambivalente Beziehungen gleichzeitig und versuchen dabei (mit wechselndem Erfolg) niemanden zu verletzen. Millie, die Protagonistin, hat gleich mehrere Partner*innen, auf deren Gefühle sie Rücksicht nehmen muss. Das Ganze wird sensibel und einfühlsam, aber auch mit einer Menge Situationskomik erzählt, aus der Perspektive einer Figur, die vielleicht meine Lieblings-Urban-Fantasy-Protagonistin ist und Schwierigkeiten in eine unterhaltsame Fantasy-Geschichte hineinträgt, die dort sonst eher selten thematisiert werden (z.B. Leben mit einer Borderline-Störung und einer körperlichen Behinderung)
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           5.	Brandon Sanderson: The Bands of Mourning [Achtung: Spoiler für “Mistborn: Era 2”]
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In „The Alloy of Law“, dem ersten Band der neuen Trilogie im Mistborn-Universum, lernen Leser*innen zwei sehr verschiedene Schwestern kennen: Marasi, die sich für Verbrechen interessiert und rasch für den Protagonisten, den Ermittler Waxillium, zu schwärmen beginnt, und Steris, die Frau, die Wax tatsächlich heiraten soll. Auf den ersten Blick wirkt Steris steif, langweilig und unbeholfen – die Kontrastfolie zu ihrer unternehmungslustigen Schwester. Doch mit jedem Buch gewinnen sie mehr und ihre Beziehung zu Wax mehr an Tiefe. Die Charakterzüge, bei denen es zuerst aussah, als sollten sie Steris unsympathisch machen, erweisen sich später als Stärken oder erscheinen als liebenswert exzentrisch. Sanderson schildert eine sich langsam entwickelnde Beziehung, in der zwei sehr verschiedene PartnerInnen einander schätzen lernen und versteckte Facetten ihrer Persönlichkeit offenbaren, und liefert mit der Darstellung Steris’ auch positive Repräsentation von Menschen auf dem Autismusspektrum, die, soweit ich das mitbekommen habe, gut angekommen ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          (1)	Das ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels schon wieder eine Weile her, aber da das Thema immer wieder aufkommt, könnte es bald wieder aktuell werden.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 14 Feb 2020 14:09:31 GMT</pubDate>
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      <g-custom:tags type="string">Buchempfehlung
Lesen
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Romantik</g-custom:tags>
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      <title>Schreibtipp: Erwartungen wecken und (nicht) erfüllen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreibtipp-erwartungen-wecken-und-nicht-erfuellen</link>
      <description>Wie wecken Bücher Erwartungen? Was passiert, wenn sie diese nicht erfüllen?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bild: Plot-Twist - niemand hat mit dem Auftauchen der fliegenden Rundschwanz-Sekuh gerechnet! (Zeichnung (c) Swantje Niemann)
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
                  
         Wer mir schon seit einer Weile folgt, weiß, dass ich lange ein großer Fan des Podcasts „Writing Excuses“ war (ich bin es theoretisch immer noch, aber komme einfach nicht mehr dazu, die neuen Episoden zu hören). Eine Sache wurde darin immer wieder angesprochen: „Promises to the reader“ und die Art, wie sie das Leseerlebnis beeinflussen. 
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Enttäuschte Erwartungen und offene Fragen - ein Beispiel
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
                        
            Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, das mich daran erinnert hat, wie wichtig dies ist. 
            
                        &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                          
             Es handelt sich um einen Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche (was eigentlich auch nicht wirklich mein Genre ist, also bin ich in meiner Bewertung womöglich auch ein bisschen voreingenommen). Er hat definitiv Stärken. Aber da andere Aspekte des Buches hier als Negativbeispiel herhalten müssen, lasse ich es lieber ungenannt.
            
                        &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Das Setting und der schöne, flüssige Schreibstil sind zwei der Versprechen, mit denen mich das Buch dazu gebracht hat, es aufzuschlagen, zu kaufen und weiterzulesen (weitere Versprechen werden durch den Paratext, also durch Titel, Cover und Klappentext, gemacht). Und die hat das Buch auch eingehalten: Darin warten konkrete, atmosphärische Beschreibungen einer realen Stadt, die durch die Nähe des Phantastischen noch einmal verwunschener wird, und das Ganze liest sich wirklich angenehm. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Plot- und Stilentscheidungen bestätigen, was Cover, Klappentext und Platzierung im Buchladen bereits implizieren: Es ist ein Jugendbuch. Die Protagonistin ist jung. Dagegen sind die Figuren aus der magischen Welt, mit denen sie interagiert, sind Jahrhunderte bis Jahrtausende alt, aber die Jahre haben keine Weisheit, Melancholie oder Verbitterung mit sich gebracht – sie präsentieren sich und denken, als wären sie Menschen in ihren Zwanzigern, teilweise mit einer ausgeprägten kindischen Seite. Diese Darstellung wird konsequent durchgehalten und ist wahrscheinlich gut geeignet, um jüngere Leser*innen anzusprechen und eine Liebesgeschichte zwischen einer jungen Menschenfrau und einem uralten Unsterblichen zu ermöglichen. Die andere Welt hat auch humorvolle oder niedliche Aspekte (z.B. flauschige Wesen und einen lächerlichen Bürokratieapparat), die ihre düster-gefährlich-rätselhafte Seite ausgleichen. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Leser*innen bekommen in den ersten Kapiteln gleich mehrere Rätsel präsentiert:
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;ol&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Die Protagonistin will etwas über ihre Familiengeschichte und ihre belastende magische Gabe erfahren. Was wird sie herausfinden?
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Wir lernen zwei verfeindete Unsterbliche kennen und es fallen wieder und wieder Andeutungen darüber, was zwischen ihnen vorgefallen ist. Welches schreckliche Ereignis ist für ihre Feindschaft verantwortlich?
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Leute aus der magischen Welt sind hinter der Protagonistin her und es wird wieder und wieder gesagt, dass ihre Fähigkeiten in den falschen Händen gefährlich sind. Warum?
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Später im Buch (aber eigentlich schon von Anfang an, weil man dies bei Büchern des Genres erwartet) stellt sich auch die Frage, ob die Protagonistin mit einem der beiden Unsterblichen zusammenkommen wird.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;/ol&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Auch die Art, wie die magische Parallelwelt funktioniert, bleibt ein bisschen rätselhaft. Okay, es kann Spaß machen, sich nach und nach zusammenzureimen, wie Dinge funktionieren, und ein bisschen Geheimnis tut der Atmosphäre gut. Aber hier wirkt der Mangel an Erklärungen frustrierend. Und von den vier Fragen wird leider kaum eine befriedigend beantwortet (eigentlich nur Nr. 4), was ein wenig enttäuschend ist. Darüber hinaus endet das Buch noch in einem Cliffhanger – die Protagonistin ist in der Gewalt eines Antagonisten, der wieder und wieder erwähnt, aber nie eingeordnet und mit einer Motivation versehen wurde, und am Ende überraschend aufgetaucht ist. Und das, obwohl alles auf eine Konfrontation zwischen den beiden Unsterblichen hinauszulaufen schien. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Ich bin sowieso ein wenig skeptisch, was Cliffhanger betrifft, aber ich komme damit zurecht, wenn das Buch vorher wenigstens einige der Fragen beantwortet hat, die am Anfang aufgeworfen wurden. Hier jedoch muss man das nächste Buch kaufen, um überhaupt nur herauszufinden, was die eigentlich die Stakes der Handlung sind, die Konfrontation zu erleben, auf die der Roman lange hinauszulaufen schien und zu erfahren, was zentrale Figuren motiviert.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Ich werde auch gerne von Büchern überrascht, aber eine gute Überraschung besteht meiner Meinung nach darin, falsche Fährten zu legen, und dann etwas anderes zu tun, als Leser*innen erwarten würden, oder mit Genre-Konventionen zu spielen (und auch all diese Dinge müssen in der Handlung angelegt und gut vorbereitet sein) – nicht darin, anzudeuten, dass etwas passieren wird, und dann einfach nichts oder etwas Unverbundenes passieren zu lassen.  
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Wie gesagt, in anderer Hinsicht hat das Buch meine Erwartungen erfüllt: Atmosphärisches Setting? Check. Liebesgeschichte? Check. Leicht zu lesen und nicht zu lang? Check. YA-Urban-Fantasy-Tropes (welche, die ich mag, und welche, von denen ich gerne weniger sehen würde, gleichermaßen)? Check. Ich hatte schließlich Lust darauf, ein Buch zu lesen, dass nicht versucht, sein Genre neu zu erfinden.  
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Aus den schon genannten Gründen habe ich das Buch jedoch irritiert und unbefriedigt zugeschlagen und werde schon aus Trotz den zweiten Band nicht kaufen, weil ich mich von dem Cliffhanger am Ende plump manipuliert fühle. 
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Allgemeinere Überlegungen
             
                          &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Aber vom konkreten Beispiel zu abstrakteren Überlegungen über Versprechen an Leser*innen: Was für Versprechen machen Bücher und wie?
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;ol&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Genre, Thematik, zentraler Konflikt, Zielgruppe – das passiert meist schon durch Cover und Klappentext, auch wenn diese täuschen können, und in der Regel bereits auf den ersten Seiten. Hier lernen wir Schauplatz, Hauptfigur(en) und die Bedürfnisse und Probleme, die sie motivieren, kennen. Oft wird hier mindestens eine der großen Fragen angesprochen, die im Verlauf des Buches geklärt werden sollten. Am Ende, so die Erwartung, wird die große Frage beantwortet, die Hauptfigur ihrem Ziel ein großes Stück näher oder daran gescheitert sein.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Die Gestaltung des Buches verrät oft auch einiges darüber, wer sich davon angesprochen fühlen soll. Mit dem Genre kommen auch einige Erwartungen an den Plot, so wird bei einem Liebesroman z.B. die Erwartung bestehen, dass am Ende zwei Figuren zusammenkommen. 
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Atmosphäre, Ton, Schockpotenzial, Erzähltempo – die Sprache des Buches und die ersten Ereignisse geben bereits auf den ersten Seiten Hinweise darauf, was für eine Geschichte zu erwarten ist. Eine locker-humorvoll geschilderte Alltagssituation auf den ersten Seiten weckt doch entschieden andere Erwartungen als, sagen wir mal, die ersten Seiten von „Prince of Thorns“, wo der Protagonist durch ein Dorf schlendert, das seine Leute niedergebrannt haben, und ohne jedes Mitleid die Sterbenden beobachtet. Ein schockierendes erstes Kapitel kann effekthascherisch wirken, aber gleichzeitig ist es auf seine Weise fair: Leser*innen, für die bestimmte Inhalte zu unangenehm zu lesen sind, werden nicht mitten im Buch davon überrascht, sondern wissen von Anfang an, womit sie zu rechnen haben. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit subtiler Vorausdeutungen am Anfang, die bei scheinbar alltäglichen Szenen ein bedrohliches Gefühl entstehen lassen, die bei schockierenden Ereignissen dann eine „ich habe es geahnt“-Reaktion hervorrufen.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Ebenso wecken die ersten Kapitel Erwartungen darauf, in welchem Tempo sich die Handlung entfalten wird. Es ist ein wenig enttäuschend, wenn ein Buch nach einer atemlosen Eröffnungssequenz „in der Mitte durchhängt“. 
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Explizite Fragen über Plot und Worldbuilding: Ereignisse in der Vorgeschichte von Figuren werden angedeutet, Menschen tun Dinge, aber ihre Motive bleiben im Dunkeln, kleine Informationsbröckchen schreien nach Kontext, die Autor*in weckt unser Interesse daran, wie sich ein Unterfangen/eine Beziehung/der Charakter der Hauptfigur entwickelt? Natürlich weckt dies die Erwartung, dass die Neugier der Lesenden zumindest zum Teil gestillt wird.
              
                            &#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
            &lt;li&gt;&#xD;
              
                              
               Nicht so wichtig, aber ein Favorit: Fragen, von denen man nicht wusste/schon fast vergessen hat, dass man sie hatte. Eines meiner persönlichen Lieblingsbeispiele hierfür ist folgendes:
               
                              &#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                
                                
                SPOILER FÜR „PERDIDO STREET STATION
               
                              &#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
              
                              
               “ In China Miévielles Roman „Perdido Street Station“ tötet ein Mann namens "Jack Half a Prayer" Agent*innen der Regierung. Erst, wenn die meisten Lesenden schon halb vergessen haben dürften, dass es ihn gibt und dass er einen rätselhaften Namen hat, taucht er wieder auf und es wird enthüllt, warum er so heißt, was es seinem Modus Operandi auf sich hat, und was ihn motiviert: Ihm wurde im Rahmen des brutalen, ungerechten Justizsystems von New Crobuzon die Schere einer Gottesanbeterin (einer „Praying Mantis“) an den Arm operiert, und nun will er Rache.
               
                              &#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                
                                
                SPOILER ENDE
               
                              &#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;/ol&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, z.B. im Fall von Ton und Schockpotenzial Bücher, die mit dem Publikum „mitwachsen“ – so hat „Harry Potter“ mehr und mehr "erwachsene" Themen und nicht für Kinder geeignete Inhalte eingeführt, als die Figuren und die Zielgruppe älter wurden. Und Patrick Rothfuss ist mit den ersten beiden Bänden einer Trilogie erfolgreich geworden, in welchen der große Konflikt, der am Anfang etabliert wurde, wieder und wieder in den Hintergrund tritt und wenig von dem eingelöst wurde, was der Klappentext verspricht. Aber ich denke, im Großen und Ganzen kann man es schon so sehen, dass die ersten Seiten Leser*innen Versprechen machen und es zu Enttäuschung führt, wenn diese nicht erfüllt werden.
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Okay, das sind meine Überlegungen zu „Promises to the reader“. Hattet ihr schon ähnliche Erfahrungen mit Büchern, die euch eine bestimmte Sorte Geschichte versprochen und dann eine ganz andere geliefert haben?
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
                            
              Mehr zum Thema
             
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          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
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             Hier sind noch ein paar Links, die vielleicht nützlich sein könnten:
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://writingexcuses.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Writing Excuses
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=afuwh0GXwbQ" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Red von „Overly Sarcastic Productions” über Plot Twists
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             (ich habe meinen Punkt über gute Überraschungen nicht weiter ausgeführt, also empfehle ich zu dem Thema dieses Video)
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
                          
             Mythcreants-Artikel über „
             
                          &#xD;
          &lt;a href="https://mythcreants.com/blog/establishing-and-transitioning-atmosphere/" target="_blank"&gt;&#xD;
            
                            
              Establishing and Transitioning Atmosphere
             
                          &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
                          
             ”
            
                        &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Manatee.jpg" length="69381" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 04 Feb 2020 10:20:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/schreibtipp-erwartungen-wecken-und-nicht-erfuellen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben
Schreibtipp
Erwartungen
Marketing</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Manatee.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Manatee.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Swantje sortiert Bücher</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/sorting-books-by-their-covers</link>
      <description>Fluff-Content: Fantasyromane, nach Covermotiven sortiert.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Kapuzen.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Mir war ein wenig langweilig, also habe ich für diejenigen, die so etwas befriedigend finden, mal meine Fantasyromane nach Cover-Motiven sortiert Die Inspiration dafür war
         
                  &#xD;
  &lt;a href="https://twitter.com/leesteffen/status/1217167850009440257" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
          dieser Twitter-Thread. 
         
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ein Muster, das sich abzeichnet: Fantasycovergestalter*innen mögen Kapuzen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Mehr+Kapuzen.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Ein weiterer Favorit: Schwerter
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Schwerter.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Mit dem Kapuzenmotiv verwandt, aber nicht identisch: Personen, die man von hinten und in einer trotzig-heroischen Pose sieht, manchmal mit 1-2 Waffen in den Händen.
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Person+von+hinten.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Etwas seltener, aber doch so präsent, dass ich ein Muster sehe: Ein einzelnes Ornament auf dem Cover.
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Ornament.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Und dann gibt es noch Cover mit Architektur-Motiven.
        
                &#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Architektur.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Ich möchte den Post nicht so verstanden wissen, dass ich mich über bestimmte Klischees bei der Covergestaltung lustig mache - ich hatte nur zu viel Zeit und irgendwie Lust darauf, Dinge zu sortieren. Viele der hier abgebildeten Cover, z.B. die zu den Büchern von N.K. Jemisin oder das von "Das gefälschte Siegel", "Der Atem einer anderen Welt" oder "Die Töchter von Ilian" gefallen mir sehr gut und auch wenn sie vielleicht ein wenig zu allgegenwärtig sind, haben Cover, die Menschen mit Kapuzen oder von hinten zeigen tatsächlich einen großen Vorteil - sie können durch Körperhaltung, Kleidung usw. einen Eindruck von einer Figur vermitteln, ohne zu viel von ihr zu zeigen. Ich habe tatsächlich so etwas ähnliches für das Cover von Drúdir 3 vorgeschlagen.
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Motive, über die ich für diesen Post auch nachgedacht habe, waren übrigens Raben/Krähen, Drachen und entschlossen wirkende Menschen im 3/4-Profil oder Leute mit Schwertern in der Hand. Aber gerade bei letzterem hätte es zu große Überlappungen mit den Kapuzen-Covern gegeben.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Kapuzen.jpg" length="144117" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 23 Jan 2020 13:58:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/sorting-books-by-their-covers</guid>
      <g-custom:tags type="string">Fantasy,Cover,Bücher,Fluff</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Kapuzen.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Kapuzen.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Neuerscheinungen, auf die ich mich freue: Frühling 2020</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/neuerscheinungen-auf-die-ich-mich-freue-fruehling-2020</link>
      <description>2020 wird ein gutes Bücherjahr</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2020-01-20_12-05-12.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Seit einer Woche habe ich 5 statt 4 Bücherregale. Statt über und vor einander zu liegen, haben meine Bücher jetzt sogar mehr als genug Platz. Das bleibt aber wahrscheinlich nicht lange so, denn es
          
                    &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
            sieht ganz so aus, als würde 2020 ein gutes Bücherjahr werden: In der ersten Jahreshälfte kommen beinahe jeden Monat 1-2 Bücher heraus, die ich unbedingt lesen will oder anderen ans Herz legen würde. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Januar
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Tor.com hat einen ziemlich guten Track Record, was politische SFF betrifft. Deshalb, und weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat, werde ich „Riot Baby“ von Tochi Onyebuchi auf jeden Fall kaufen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Februar
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Februar erscheint bei Droemer Knaur eine Übersetzung, die mir sehr willkommen ist – mehr Leute sollten N.K. Jemisins „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-the-fifth-season-the-broken-earth-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Broken Earth
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “-Trilogie lesen und darüber reden können, und die Veröffentlichung von „Brennender Fels“ (Bd. 2) ermöglicht das. Außerdem kommt bei Bastei Lübbe Judith und Christian Vogts Trilogieabschluss „Die 13 Gezeichneten - Der krumme Mann in der Tiefe“ heraus. Band 1 &amp;amp; 2 haben mir gut gefallen und ich finde es gut, dass Flintlock-Fantasy mittlerweile nicht nur als Übersetzung auch in Deutschland angekommen ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           März
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Mehr Jemisin! Im März erscheint „The City we became” bei Orbit. Ich verlasse mich darauf, dass dieses Buch, in dem es unter anderem um anthropomorphe Städte geht, gewohnt gut sein und zum Nachdenken anregen wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           April
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im April kommen gleich zwei Bücher heraus, die ich unbedingt lesen will. Robert Jackson Bennets „Shorefall“ (Jo Fletcher) ist Pflichtlektüre für mich, nachdem mir Vorgängerband, „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-foundryside-founders-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Foundryside
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “, so gut gefallen hat. Und ich freue mich auch sehr auf „The Girl and the Stars“ (Harper Voyager) von Mark Lawrence. Dieser Serienauftakt spielt in der gleichen Welt wie die „Book of the Ancestor“-Trilogie, die mich letztes Jahr begeistert hat.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Juni
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Apropos Mark Lawrence: Im Juni erscheint die Übersetzung von „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25955:holy-sister-mark-lawrence&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Holy Sister
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “, dem „Dritten Buch des Ahnen“, bei Fischer Tor. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2020-01-20_12-05-12.jpg" length="130085" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 20 Jan 2020 11:17:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/neuerscheinungen-auf-die-ich-mich-freue-fruehling-2020</guid>
      <g-custom:tags type="string">Empfehlungen,Fantasy,Bücher,Lesen</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2020-01-20_12-05-12.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/photo_2020-01-20_12-05-12.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Jahresrückblick 2019</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/jahresrueckblick-2019</link>
      <description>Ein kleiner Rück- und Ausblick und meine Lesehighlights von 2019.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/fireworks-574739_1280.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Bild: Gerd Altmann auf Pixabay
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Rückblick
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          2019 war ein seltsames Jahr – ich hatte das Gefühl, dass der Großteil davon unbemerkt an mir vorbeigeglitten ist, bis sich plötzlich etwa Mitte Oktober die gefühlt Zeit verlangsamte und ich immer wieder staunte, wie viel Monat noch übrig war. Das hatte unter anderem etwas damit zu tun, dass ich es irgendwie geschafft habe, im Rahmen des NaNoWriMo den Roman zu schreiben, der mir schon lange im Hinterkopf und in zahlreichen, aufgegebenen Anfängen in Ordnern auf meinem Laptop herumspukte. Nun ist er bei meinem ersten Testleser und ich bin gespannt auf die Reaktionen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Aber bei genauerem Hinsehen trügt auch mein Eindruck von der vernachlässigbaren ersten Jahreshälfte. Immerhin ist Drúdir 2 erschienen und hat die eine oder andere positive Rezension erhalten. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich war auf der Leipziger Buchmesse und hatte sogar eine Lesung dort. In Leipzig, in Frankfurt, beim LitCamp Berlin, wo ich den Organisatorinnen ein wenig assistieren konnte, und schließlich auch auf der Buch Berlin habe ich Menschen getroffen, die ich bisher nur aus dem Internet kannte. Allmählich werden solche Veranstaltungen von einschüchternden Angelegenheiten zu willkommenen Gelegenheiten, gute Bekannte wiederzusehen. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          In diesem Jahr bin ich auch noch einmal kritisch Drúdir 1 durchgegangen – ein Buch, auf das ich stolz bin, aber in dem ich heute einiges anders, mit entschieden mehr Sensibilität bei der Darstellung wichtiger Themen schreiben würde. Nächstes Jahr werde ich darüber schreiben, um welche Änderungen ich meinen Verleger gebeten habe.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Was steht 2020 bevor?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich werde mein Studium (M.A. Europäische Kulturgeschichte) abschließen und anfangen, als Lektorin bei dem Berliner Kleinverlag Periplaneta zu arbeiten. Im späten Frühling geht Drúdir 3 ins Lektorat, um dann im Herbst zu erscheinen. Mit ein bisschen Glück werde ich einen Verlagsvertrag für ein Urban-Fantasy-Manuskript abschließen, dass ich im Dezember 2019 beendet habe. Ich hoffe sehr, dass ich es auf die Leipziger Buchmesse schaffe. Die Frankfurter Buchmesse dieses Jahr war sehr schön, aber auch zeitaufwendig und teuer, und ich weiß nicht, ob ich das nächstes Jahr schon wieder machen möchte. Dafür bleibt die Buch Berlin ein Pflichttermin.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Und hier kommt noch eine Best-Of-Liste meiner Lieblingslektüre von 2019
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Spannendstes Setting
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Der Schauplatz von „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="/"&gt;&#xD;
        
                        
            Perdido Street Station
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “, das düstere, vielschichtige New Crobuzon, hat sich mir zutiefst eingeprägt. China Miéville geht ungewöhnlich mit Perspektive um, zoomt mal ganz nah heran und liefert dann wieder große Panorama-Aufnahmen und historische und politische Kontexte, um das komplexe Bild einer Stadt zu zeichnen, die bei all ihrer Seltsamkeit überzeugt.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Eine andere Stadt, die sich für mich absolut real angefühlt hat, ist Janloon aus „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26119:jade-city-fonda-lee&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Jade City
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “. Fonda Lee entwirft das Bild einer organischen, historisch gewachsenen Kultur. Ebenso bin ich ein großer Fan von Robert Jackson Bennetts Rennaissance- Cyberpunk-Welt in „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-foundryside-founders-1" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Foundryside
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Schließlich hat mich noch das Worldbuilding von „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25921:the-black-tides-of-heaven-j-y-yang&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            The Black Tides of Heaven
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ beeindruckt. Auch wenn J.Y. Lang meinem Empfinden nach versucht hat, zu viel Geschichte in eine dünne Novelle zu packen, war es dennoch ein schönes Erlebnis über eine ungewöhnliche Fantasywelt zu lesen, in der Dinosaurier herumlaufen und das Geschlecht eines Menschen nicht bei der Geburt festgelegt wird. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Beste Figuren/Beziehungen
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ich hätte Brian McClellans Flintlock-Fantasy-Trilogiefinale „Blood of Empire“ beinahe in die Action-Kategorie gepackt, aber letztlich waren es Vlora und Michel, deretwegen ich das Buch wirklich genossen habe. In Vloras Geschichte begegnen sich dunkle und triumphale Momente, eskapistisch-spektakuläre Darstellungen von Gewalt mischen sich mit einer sehr realistischen Darstellung davon, wie sie die Psyche der Beteiligten belastet. Michel, der Meisterspion, muss in „Blood of Empire“ durch eine komplexe Situation voller widerstreitender Loyalitäten navigieren, und zeigt neue Facetten seiner Persönlichkeit. Darüber hinaus finde ich McClellans Darstellungen von Paaren toll: erwachsene Menschen, die wissen, dass sie sich absolut aufeinander verlassen können.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Auch hier verdient „Jade City“ eine Erwähnung, denn die drei Kaul-Geschwister sind vielschichtige, einprägsame Figuren, mit denen ich nur zu gerne Zeit verbracht habe. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Ebenso muss ich mal wieder von Mark Lawrence‘ „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25943:red-sister-mark-lawrence&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Book of the Ancestor“
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           -Trilogie schwärmen – so viele markante Frauenfiguren mit vielfältigen, sich dynamisch entwickelnden Beziehungen.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
                        
            Unterhaltsamste Action
           
                      &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Bücher, die ich deshalb genossen habe, weil ich mich bei ihrer Lektüre gedanklich mit Popcorn zurücklehnen konnte, waren Steve McHughs „Sorcery Reborn“, V.E.Schwabs Supervillain-Roman „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26193:vicious-das-boese-in-uns-v-e-schwab&amp;amp;catid=63&amp;amp;Itemid=128" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Vicious
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “, Elea Brandts düsterer Fantasy-Thriller „
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25830:opfermond-elea-brandt&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
            Opfermond
           
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
           “ und Sarah Gaileys originelle Novelle „River of Teeth“ – hier finden Leser*innen nicht nur Flusspferde, sondern auch eine Menge Diversity. 
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Bestes Gedankenfutter
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                      
           Mehr als ein Jahr nach dem Hype habe ich „The Hate U Give“ von Angie Thomas gelesen, einen YA-Roman, in welchem eine von Polizeigewalt betroffene junge Schwarze Amerikanerin zu Wort kommt. Es ist ein Buch, das ich absolut empfehlen kann. Ich habe auch endlich N.K. Jemisins „Broken Earth“-Trilogie beendet und fand „The Stone Sky“ und fand den letzten Band genauso klug wie den ersten. Ebenso spannend fand ich Steven Eriksons „Rejoice, a knife to the heart“ – ein Buch über eine Alien-Intervention, das sehr viel über Menschen verrät.
          
                    &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Beste stur-hoffnungsvolle Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Ich muss zugeben, dass mich ein paar Aspekte der Diskussion um Hopepunk ein wenig genervt haben (mehr dazu vielleicht nächstes Jahr), aber auch ich habe mich ertappt, dieses Jahr gerade die Bücher am meisten zu genießen, die sich als überraschend optimistisch erwiesen haben. Da war z.B. "
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25706:sieben-vagant-trilogie-3-peter-newman&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Sieben
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ", der dritte Teil der „Vagrant“-Trilogie, in welcher das Mitgefühl der Hauptfiguren auch die Apokalypse überlebt, oder die „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26049:blutrecht-sebastian-de-castell&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Greatcoats
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “-Tetralogie mit ihrem Wechsel zwischen Over-the-Top-Elend und Over-the-Top-Bestätigung, dass hoffnungsvolle, prinzipientreue Individuen eine Menge bewirken können. Auch „
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25955:holy-sister-mark-lawrence&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Holy Sister
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          “ hatte in Puncto Hoffnung, Freundschaft und Vergebung einiges zu bieten.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Sachbuch-Highlights
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          2019 habe ich ungewöhnlich viele Sachbücher gelesen. Meine Favoriten darunter waren Amitav Ghoshs "
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26164:die-grosse-verblendung-der-klimawandel-als-das-undenkbare-amitav-ghosh&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=136" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           The Great Derangement
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ", das in seiner Auseinandersetzung mit dem Klimawandel Natur- und Kulturwissenschaft vermischt, David Graebers "
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25799:david-graeber-bullshit-jobs&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=136" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Bullshit Jobs
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ", das mit Arbeit abrechnet, die sinnlos und belastend ist, und Alice Hasters' "
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=26202:was-weisse-menschen-nicht-ueber-rassismus-hoeren-wollen-aber-wissen-sollten-alice-hasters&amp;amp;catid=65&amp;amp;Itemid=136" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ", das viel von dem, was ich im Verlauf der letzten beiden Jahre aus verschiedensten Online-Quellen zu dem Thema gelernt habe, noch einmal kompakt und zugänglich zusammenfasst.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/fireworks-574739_1280.jpg" length="447989" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 22 Dec 2019 17:46:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/jahresrueckblick-2019</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension
Rückblick
Bücher
2019</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Schreibtipp: Vergleiche und Metaphern</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreibtipp-vergleiche-und-metaphern</link>
      <description>Sind Vergleiche und Metaphern bloß Purple Prose oder machen die was?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/115588.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Während ich in früheren Artikeln mehr auf Figurengestaltung, Weltenbau oder Plotstrukturen eingegangen bin, möchte ich nun Sprache und Wortwahl unter die Lupe nehmen – um genau zu sein: Vergleiche, Metaphern und was sie bewirken können. (
         
                  &#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
                    
          Anmerkung: Dieser Artikel beschäftigt sich nur mit den Grundlagen - erfahrende Schreibende finden hier wahrscheinlich wenig Neues.)
         
                  &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Um zu verhindern, dass sich dieser Text wie Deutschunterricht anfühlt, erspare ich euch lieber die Definition von Metaphern und Vergleichen, und fange gleich mit der Frage an, was sie bewirken. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Hier sind ein zwei Beispiele, die ich mir gerade aus den Fingern gesogen habe:
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           „
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Die wenigen intakten Straßenlaternen waren Tupfer aus warmem Gelb vor den nachtdunklen Fassaden.
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
           “ 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           .„
           
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
            Die wenigen intakten Straßenlaternen waren Irrlichter, die Wanderer auf Abwege locken wollten.“
           
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           In beiden Fällen wird das Gleiche beschrieben: Vereinzelte Straßenlaternen in einer nächtlichen Stadt. Doch das erste Zitat lässt sie einladend erscheinen und gibt der ganzen Szene durch das Wort „Tupfer“ etwas von einem Gemälde. Das zweite Zitat dagegen lässt die Umgebung trügerisch und gefährlich erscheinen und düstere Vorahnungen entstehen. Die Wahl der Metapher sagt auch einiges über die Stimmung der Figur aus. Zitat 2 beschreibt die Umgebung und macht es gleichzeitig überflüssig zu sagen: „[Name] fühlte sich nicht sicher.“ Es ist somit ein Beispiel für das vielbeschworene „Show, don’t tell.“
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Darüber hinaus kann eine gut gewählte Metapher auch etwas über den Hintergrund einer Figur verraten. „Etwas drückte schwer auf meine Brust wie der Nachtmahr aus diesem Füssli-Gemälde.“ oder „Sie ließ ihren Regenschirm aus dem Handgelenk nach vorn schnappen wie eine Kendoka ihr Shinai.“ zeigen, dass sich die Figur, aus deren Perspektive geschrieben wird, zumindest mal oberflächlich mit der Kunst der Romantik oder mit Kendo auseinandergesetzt hat, ohne ihre Hobbys und Interessen aufzählen zu müssen. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Umgekehrt kann ein Vergleich auch zeigen, womit sich eine Figur nicht auskennt: „Es ist das silberne Auto, dessen Lampen so aussehen, als würde es schielen“ statt „Es ist der silberne Toyota“ zeigt, dass jemand entweder nicht auf Automarken achtet oder sich dessen bewusst ist, dass die angesprochene Person das nicht tut. 
           
                      &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                        
             
           
                      &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Vergleiche können also dazu beitragen, eine bestimmte Atmosphäre heraufzubeschwören, oder aber etwas über die Stimmung, den Hintergrund und die Interessen der Figur zu verraten. 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Ein Vergleich kann auch genutzt werden, um eine Geschichte in einer bestimmten Zeit zu verorten, ohne sie aber auf eine Jahreszahl festzunageln – so vergleicht eine Nebenfigur den Protagonisten von „Sorcery Reborn“ (Autor: Steve McHugh) mit der Filmfigur John Wick, was eine ungefähre Idee davon vermittelt, wann die Geschichte spielt, aber auch die Möglichkeit offen lässt, dass sie einen älteren Film gesehen hat. Das ist meiner Meinung nach eine gute Sache, weil ich Urban-Fantasy-Geschichten, wenn es nicht explizite Marker gibt, immer in der Gegenwart verorte, was auch einen Teil ihres Reizes ausmacht: Das Fantastische, so die Fiktion, die sie mir vermitteln, existiert im Hier und Jetzt. Daher bin ich ein wenig irritiert, wenn einige dieser Geschichten allzu fest in einem bestimmten Jahr verankert sind, insbesondere, wenn dieser Fakt erst spät im Buch eingeführt wird. Pop-Kultur-Vergleiche können auch ein schöner Aspekt von High-Fantasy-Worldbuilding sein und, insbesondere, wenn sie nicht erklärt werden, das Gefühl einer realistischen Welt verstärken, die nicht nur eine Kulisse um die Figuren ist, sondern in welcher Kulturen ihre eigenen Geschichten und Trends hervorbringen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Vergleiche lassen sich auch sehr gut für einen humoristischen Effekt benutzen, insbesondere, wenn sie überraschend sind und mit Leser*innenerwartungen und der durch sie heraufbeschworenen Atmosphäre spielen. Bei Terry Pratchett heißt es z.B.: „Dann vernahmen sie es alle: ein leises, beständiges Knirschen. Irgendetwas eilte ziemlich schnell über die Schneekruste.“ Das klingt ein wenig wie eine Situation, die das Potenzial hat, ins Bedrohliche umzuschlagen. Dieser Eindruck verstärkt sich sogar noch: „Das Knirschen wurde lauter, ein anschwellender, monotoner Rhythmus …“ aber dann kommt der Vergleich: „so als stopfe jemand Sellerie in sich hinein“, was sofort die Spannung entschärft (Aus: „Das Licht der Phantasie“). Der kontraintuitive, aber irgendwie auch passende Vergleich ist auch das, was viele Memes zum Funktionieren bringt. Ich glaube, euch allen fallen genug Beispiele ein.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Bei Vergleichen handelt es sich also um ein nützliches, vielseitiges Werkzeug, aber man kann sich bei ihrem Gebrauch auch ähnlich geschickt anstellen wie ich bei Ballsportarten. Ein Beispiel für den nicht ganz so gelungenen Einsatz eines Vergleichs wäre ein Zitat aus Cassandra Clares „Lady Midnight“ (ich glaube, sie ist erfolgreich genug, dass ich sie als Negativbeispiel nutzen kann). Hier denkt jemand über das Haar der Frau, in die er verliebt ist: „Doch die langen, schwungvollen, blonden Strähnen waren ihm immer wie Kabel vorgekommen, die sich direkt mit seinem Nervensystem verbanden.“ 
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Meine Reaktion darauf war eine Mischung aus: „Bitte was?“ und „Klingt schmerzhaft.“, was wahrscheinlich nicht der gewünschte Effekt war. Bei Vergleichen lohnt es sich also, vor ihrer Verwendung darüber nachzudenken, ob sie wirklich die beabsichtige Aussage und Stimmung transportieren.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Natürlich spielt auch kultureller Kontext eine Rolle. So dürfte „Sie war gekleidet wie eine Braut“ in Ländern mit verschiedenen Traditionen verschiedene Vorstellungen wecken. Mein Kendo-Vergleich von früher im Artikel wird sich einem Großteil der Leser*innen nicht wirklich erschließen, weil es sich bei dem Fakt, dass ein „Shinai“ ein Bambusschwert ist, nicht um Allgemeinwissen handelt. Auch Vergleiche mit Berühmtheiten oder fiktiven Figuren setzen auf ein gewisses Vorwissen. Und dann gibt es noch Vergleiche und Metaphern, die zwar relativ klare Bilder entstehen lassen, aber aufgrund ihres Kontexts trotzdem keine gute Idee sind. Das Paradebeispiel hierfür sind klischeehafte Beschreibungen von People of Colour, bei denen gerne mal die verschiedensten Kaffeegetränke oder Schokoladensorten herangezogen werden, um Hautfarben zu beschreiben (lest dazu, warum das problematisch ist und welche guten Alternativen es gibt, am besten Texte von Betroffenen).
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Dann kommt noch hinzu, dass Leute eine unterschiedliche Toleranz für Vergleiche und Metaphern mitbringen – während sie für einige zu einem guten Schreibstil dazugehören, bevorzugen andere einen minimalistischen Umgang mit derartigen Stilmitteln. So haben mein Freund und ich sehr verschieden auf den Prolog von Tana Frenchs "In the Woods"/"Grabesgrün" reagiert - ich fand ihn schön und poetisch, er fand die Sprache zu dick aufgetragen.
          
                    &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;div&gt;&#xD;
      
                      
           Also läuft es wie üblich auf Folgendes hinaus: Ja, das hier beschriebene Stilmittel kann, richtig eingesetzt, ziemlich nützlich sein, aber es wird immer Leute geben, die wenig damit anfangen können. Ich persönlich gehöre zu diejenigen, die finden, dass ein gut gewählter Vergleich oder eine treffende Metapher einen Textabschnitt eindeutig um weitaus mehr spannende Informationen anreichern kann, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, und damit eine Bereicherung darstellt.
          
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      <pubDate>Wed, 11 Dec 2019 10:14:08 GMT</pubDate>
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   Name="table of figures"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope return"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="line number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="page number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="table of authorities"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="macro"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="toa heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Closing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Message Header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Salutation"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Date"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Note Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Block Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="FollowedHyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Document Map"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Plain Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Bottom of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Keyboard"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Link"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
 &lt;/w:LatentStyles&gt;
&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--[if gte mso 10]&gt;
&lt;style&gt;
 /* Style Definitions */
 table.MsoNormalTable
	{mso-style-name:"Normale Tabelle";
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	mso-tstyle-colband-size:0;
	mso-style-noshow:yes;
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Gerade ist der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) zu
Ende gegangen, und wahrscheinlich sind allen, deren Freund*innen sich daran
beteiligt haben, allerlei Zahlen um die Ohren geflogen – denn beim NaNoWriMo
ist das Ziel, binnen eines Monats 50.000 Wörter zu schreiben. Aber wie viel ist das eigentlich?
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Zumindest für die großen Verlagsveröffentlichungen im Bereich Fantasy und Science Fiction gilt: Ein Roman dieser Länge wäre untypisch kurz. Ich habe mal auf Kobo die Wortzahlen für Fantasy- und
Science-Fiction-Bücher einiger Kolleg*innen herausgesucht. Die vollständigen
Titel findet ihr in Fußnote 1, Urban Fantasy ist dunkelgrün, High Fantasy
hellgrün, Science Fiction türkis. Bitte keine Türkis-Hellblau-Grün-Diskussion.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Link"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
 &lt;/w:LatentStyles&gt;
&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--[if gte mso 10]&gt;
&lt;style&gt;
 /* Style Definitions */
 table.MsoNormalTable
	{mso-style-name:"Normale Tabelle";
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Mir sind sehr selten SFF-Romane für Erwachsene unter 80.000
Wörtern begegnet (bei SFF für Jugendliche ist das etwas anderes – das im
Titelbild abgebildete „Ashes &amp;amp; Souls“ hat 72.000 Wörter). Es gibt auch
einen Unterschied zwischen den Genres: Zwar zeigen bereits die von mir gewählten
Wörter die Bandbreite innerhalb der Genres, aber tendenziell sind in der High
Fantasy mehr Endlos-Epen zu finden, in der Urban Fantasy mehr kürzere Romane.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Das dürfte darin begründet sein, dass es in der High Fantasy
oft mehr Hauptfiguren und Handlungsstränge gibt, größere Zeiträume abgedeckt
werden, und mehr Worldbuilding-Informationen vermittelt werden müssen. Für
Urban Fantasy sind 1-2 Erzählperspektiven (typisch: ein*e Ich-Erzähler*in, oder
eine Liebesgeschichte, die aus der Sicht beider zukünftiger Partner*innen erzählt
wird) verbreiteter, und es müssen nur die magischen Elemente erklärt werden,
die einer bereits vertrauten Welt hinzugefügt wurden. Hier gibt es auch
teilweise mehr episodisches Erzählen: Vergleichsweise kurze, in sich abgeschlossene Detektiv- oder
Liebesgeschichten fügen sich im Rahmen einer Buchreihe aus zu einem großen Ganzen zusammen. Im Science-Fiction-Genre habe ich nicht
genug gelesen, um Tendenzen in der Buchlänge und die Gründe dafür analysieren
zu können.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Allerdings messen nicht alle ihre Bücher in Wortzahlen. Wenn
es z.B. darum geht, die Länge eines Buches präzise zu berechnen, ist die Anzahl
der Zeichen wichtiger. Eine andere Maßeinheit ist die
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literaturcafe.de/normseite-dokumentvorlage-download/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Normseite
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          . Viele Lektor*innen und Korrektor*innen berechnen ihr Honorar nach diesen, und
die Angaben, wie viele Seiten Leseprobe Verlage bei Manuskripteinsendungen
wollen, beziehen sich in der Regel auf Normseiten. Allerdings sind Buchseiten
oft ein wenig enger bedruckt als diese – die Drúdir-Romane sahen beide im
Normseiten-Format beeindruckend lang aus, als gedruckte Bücher für
Fantasy-Romane wirken sie dann doch eher schlank. (Das sind sie mit einem
Wordcount von ca 130k und 104k auch).
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Insgesamt überträgt sich die Länge eines Buchs nicht
notwendigerweise auf seine Dicke.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auch bei deren Dicke gibt es regionale und zielgruppenspezifische Unterschiede: Während es im
englischsprachigen Raum „Mass Market Paperbacks“ mit dünnem Papier gibt, die sogar
in die eine oder andere große Jackentasche passen, sind in Deutschland die
Bücher meist größer (es sei denn, es handelt sich um Sonderausgaben im Taschenformat), das Papier stabiler. Deutsche Wörter sind auch länger, sodass
Bücher mit der Übersetzung meist voluminöser werden – Christian Handels Recherche zu diesem Thema habe ich unten verlinkt. In Buchläden
sehe ich meist auf den SFF-Tischen, die sich primär an Erwachsene richten, mehr Paperbacks mit teilweise
recht kleiner Schrift. Jugend- oder YA-Bücher dagegen sind häufiger Hardcover,
mit größerer Schrift und dickeren Seiten.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Also, meine Beobachtungen zu Romanen noch einmal
zusammengefasst:
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
           High-Fantasy-Romane sind selten weniger als 90.000
Wörter lang, Bücher mit an die 300.000 Wörtern sind nicht unbedingt typisch,
aber auch keine absoluten Ausreißer. Die meisten pendeln sich zwischen 110.000
und 180.000 Wörtern ein.
          
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
           Urban-Fantasy-Romane sind meist kürzer, zwischen
80.000-150.000 Wörtern
          
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
           Es gibt viele Möglichkeiten, mit Format und
Materialien herumzuspielen, sodass ein Buch länger oder kürzer aussieht
          
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Was ist mit Phantastik jenseits des Romans? In den USA
bringt der Tor-Verlag seit ein paar Jahren vermehrt Novellen heraus, darunter
z.B. die „Wayward Children“-Bücher von Seanan McGuire oder die „Murderbot
Diaries“ von Martha Wells. Diese sind auch im Deutschen herausgekommen, allerdings
als dicke Sammelbände, die mehrere Novellen beinhalten. Novellen und
Anthologien oder auch nur ungewöhnlich kurze Phantastikromane werden hier eher
von Kleinverlagen wie Art Skript Phantastik oder Periplaneta herausgebracht. Vielleicht
ist es eine kulturelle Sache, dass es hier zumindest im Bereich der Genre-Fiction eine Präferenz für lange oder zumindest lang aussehende Bücher gibt. Allerdings gibt es dank der schon erwähnten experimentierfreudigen Kleinverlage, Selfpublishing und dem e-Book-Format an sich mittlerweile eine neue Flexibilität, was Buchlängen betrifft.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Für Debüt-Autor*innen, die einem Verlag oder einer Agentur
ihr erstes SFF-Buch anbieten wollen habe ich den Tipp
gehört, dass sich da ein Manuskript zwischen 90.000 und 110.000 Wörtern am besten
eignet – lang genug, um den Genre-Konventionen zu genügen, aber nicht so lang,
dass der Druck zu teuer wird. Denn gerade bei kleinen Auflagen machen ein paar
Seiten mehr einen großen Unterschied.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Interessante Links:
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=iaBrZhVtvew" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Video mit ausführlicher Diskussion dieses Themas
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.fantasy-news.com/2019/03/25/warum-werden-us-buecher-in-deutschland-geteilt/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           Artikel über sich verändernde Buchlängen bei Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           (1)
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           High Fantasy (Hellgrün)
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Bernhard Hennen, James Sullivan: Die Elfen („tolkieneske“
Fantasy, Epos) 291.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Brian McClellan: Blutschwur (Flintlock Fantasy) 180.000
Wörter
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Elea Brandt: Opfermond (Fantasythriller) 114.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Mark Lawrence: Prinz der Dunkelheit (Grimdark, Coming of
Age) 95.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Urban Fantasy (Dunkelgrün)
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Gesa Schwartz: Grim – Das Siegel des Feuers („Epische“ Urban
Fantasy) 170.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Markus Heitz: Oneiros – Tödlicher Fluch (Urban-Fantasy-Thriller)
154.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Elizabeth May: Die Feenjägerin (Historische Urban Fantasy)
105.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Jim Butcher: Sturmnacht (Fantasy-Detektivroman) 87.000
Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Science
Fiction (Türkis)
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          James Sullivan: Die Granden von Pandaros (Weltraum SF? - ich muss das Buch noch lesen) 173.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Linda Nagata: Morgengrauen – The Red 1 (Military SF) 123.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Judith &amp;amp; Christian Vogt: Wasteland (Postapokalyptische Fiktion) 110.000 Wörter
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 28 Nov 2019 22:47:34 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: The new annotated Dracula</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-the-new-annotated-dracula</link>
      <description>Da jetzt demnächst bei Fischer Tor die deutsche Übersetzung erscheint und Halloween vor der Tür steht, habe ich mich entschieden, meine alte Rezension zu diesem Buch noch einmal hier zu veröffentlichen.</description>
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   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Link"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Smart Link Error"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Da jetzt demnächst bei Fischer Tor die deutsche Übersetzung erscheint und Halloween vor der Tür steht, habe ich mich entschieden, meine alte Rezension zu diesem Buch noch einmal hier zu veröffentlichen.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Traveling
through two hundred years of popular culture and myth as well as graveyards and
the wilds of Transylvania, Leslie S. Klinger separates fact from fiction and
provides information on every aspect of the Stoker novel (including a detailed
examination of the original typescript with its shockingly different ending).
Employing the literary detective skills for which he has become famous, Klinger
mines this 1897 classic for nuggets what will surprise even the most die-hard
Dracula Fans. Including:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      1,500
notes that provide information on virtually every aspect of the novel
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      hundreds
of illustrations, from Victorian maps to movie posters
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      peculiar
historical oddities such as the science of blood transfusion
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      a
novel approach that for the first time treats 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Dracula
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       as a historical document
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      new
revelations about the cast of characters: Jonathan Harker, Van Helsing, Lucy
Westenra, and, of course, the count himself
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      a
classic introduction by Neil Gaiman
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Rezension
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Stokers berühmter Roman beginnt mit der Reise des
unerfahrenen Anwalts Jonathan Harker nach Transsilvanien, um dort einem
mysteriösen Adligen bei den Vorbereitungen seines Umzugs nach London zu
assistieren. Schon bald nach seiner von dunklen Vorzeichen begleiteten Ankunft
auf dem verlassenen Schloss werden ihm zwei Dinge klar: 1. Etwas stimmt ganz
und gar nicht. 2. Seine Rückkehr ist nicht vorgesehen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Unterdessen wartet seine Verlobte Mina in einer kleinen
Küstenstadt in England auf seine Rückkehr, zusammen mit ihrer Freundin Lucy,
die soeben einen von drei Heiratsanträgen angenommen hat. Doch auch dort häufen
sich bald seltsame Vorkommnisse: Ein nur mit einer Leiche und einem großen,
schwarzen Hund bemanntes Schiff fährt in den Hafen ein, der Psychiater John
Seward beobachtet merkwürdige Verhaltensweisen bei einem seiner Patienten, der
einen „Meister“ zu erwarten glaubt und Lucy scheint jäh von einer seltsamen
Krankheit betroffen, so dass Sewards alter Professor Van Helsing zur Hilfe gerufen
wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als Jonathan schließlich zurückkehrt, fügen sich die
Puzzleteile allmählich zusammen und es wird klar, dass Dracula, ein uralter
Vampir, der im Buch nur einige wenige, aber sehr wirkungsvolle Auftritte hat,
hinter allem steckt. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Harker, Mina, Seward, Lucys Verlobter Arthur Holmwood und
sein amerikanischer Freund Quincey Morris machen sich auf die Jagd nach einem
Feind, dessen Kräfte sie nicht vollkommen begriffen haben und die sie,
beginnend im viktorianischen London, durch ganz Europa führt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Während Arthur Holmwood und Quincey Morris zwar eine
wichtige Rolle spielen, aber als Figuren nicht allzu häufig in Erscheinung
treten und sich nicht wirklich ins Gedächtnis einschreiben, lernt der Leser
Lucy, Mina, Jonathan, Seward und Van Helsing gut kennen (in letzteren Fällen
eigentlich besser, als einem lieb ist, handelt es sich doch bei beiden um sehr
von sich eingenommene und eher eingeschränkt fähige Männer: Van Helsing ist
allzu redselig und fest von ungeprüften Hypothesen überzeugt, Seward wenig
flexibel in seinem Denken und ohne jede Empathie für seine Patienten).
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Lucy ist naiv und die meiste Zeit über ziemlich aufgekratzt.
Im Gegensatz dazu steht die Ruhe der klugen, empfindsamen Mina, die den anderen
Figuren bei ihrer Jagd auf Dracula zur Seite steht und wichtige Beiträge
leistet und noch mehr hätte leisten können, wenn diese nicht seltsame
Vorstellungen darüber gehabt hätten, dass sie als Frau unbedingt abgeschirmt
werden müsse. Jonathan stimmt ihrem Ausschluss etwas zu bereitwillig zu, ist
aber ansonsten eine recht sympathische Figur, die zutiefst von ihren
Erlebnissen auf dem Schloss Draculas und dem Kampf mit ihm gezeichnet bleibt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dracula selbst ist eine eindrucksvolle Figur. Er erscheint
zwar als einseitig böse, aber seine genauen Absichten und Fähigkeiten bleiben
verschwommen, seine Aktionen unberechenbar.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Roman setzt sich aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen,
Zeitungsausschnitten und Telegrammen zusammen, was dem Ganzen den Charakter
eines historischen Dokuments verleiht (als welches Klinger es in seinen
Anmerkungen ja auch behandelt hat). Gerade in den Briefen und
Tagebuchaufzeichnungen kommen die individuellen Stimmen und Charaktere der
Figuren gut zur Geltung. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Obwohl das Buch so alt ist, empfindet man es beim Lesen als
spannend und stellenweise wirklich unheimlich. Stoker hat auch ein Talent für
wirkungsvolle Andeutungen, die auf ein weitaus größeres und komplexeres Bild
verweisen und so die Welt des Buches zum Leben erwecken.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Darüber hinaus wird der Roman durch die Anmerkungen noch einmal aufgewertet. Leslie S. Klinger ist nicht nur ein sehr guter Kenner der
verschiedensten Textfassungen Draculas, sondern auch der viktorianischen Zeit
und er hat sich voller Enthusiasmus in die Aufgabe gestürzt, das Buch mit
Anmerkungen zu versehen, welche sich auf alles Mögliche beziehen. Da werden Vergleiche
und Hintergründe erläutert, auf die Perspektiven anderer „Dracula-Forscher“
verwiesen und über Dracula und das Ausmaß seiner Pläne und Fähigkeiten
spekuliert. Tatsächlich hat er es stellenweise sogar ein wenig übertrieben und
es ist nicht mit dem Lesefluss vereinbar, alle Anmerkungen zu lesen (einige
davon sind ein wenig enttäuschend, der Großteil aber hochinteressant), so dass
man den Roman eigentlich zweimal lesen muss, einmal für den Plot, einmal für
die Anmerkungen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch die Einleitungen und Anhänge sind sehr lesenswert. Das
Schöne am Ansatz Klingers ist, wie Neil Gaiman in seinem Vorwort schreibt, dass
er es nicht darauf anlegt, dem Leser zu erklären, worum es „eigentlich“ geht,
sondern den ursprünglichen Spaß an der Geschichte und den Spekulationen, zu
denen sie einlädt, zu erhalten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es gibt auch zahlreiche Bilder (Filmposter, Illustrationen
für „Dracula“ und andere Vampirromane, Skizzen, Karten und Fotos, die den
Inhalt der Anmerkungen erläutern) und der Umschlag der schweren Hardcover-Ausgabe
ist sehr schön gestaltet.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Dracula“ liest sich auch für moderne Leser verblüffend
leicht, spannend und atmosphärisch und es ist nur zu verständlich, wieso dieses
Buch einen so gewaltigen Einfluss entwickeln konnte. Zwar sind einige der Vorstellungen
der Figuren aus der heutigen Perspektive ziemlich befremdlich, aber – auch
gerade in Kombination mit den Anmerkungen – gerade daraus ergeben sich auch
interessante Einblicke in die Entstehungszeit des Buches. Die Anmerkungen
(zumindest viele davon) und Anhänge sind eine echte Bereicherung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 978-0-393-06450-6
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Verlag: W.W. Norton
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Sprache: Englisch
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 12 Oct 2019 16:34:39 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps und Analysen - Magiesysteme</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/tipps-und-analysen-magiesysteme</link>
      <description>Wie schafft man ein Magiesystem, das Leser*innen staunen lässt, aber nicht den Plot zerbricht?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Wie schafft man ein Magiesystem, das Leser*innen staunen lässt, aber nicht den Plot zerbricht? Ich habe mir einmal angeschaut, wie verschiedene Autor*innen das gemacht haben.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. Harte Magiesysteme
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein relativ neuer Trend in der Fantasy sind sogenannte harte Magiesysteme – Magiesysteme, deren Regeln klar und transparent definiert sind, sodass Leser*innen wissen, was die Figuren tun und nicht tun können. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel ist Brandon Sandersons „Kinder des Nebels“ – hier können Menschen mit der entsprechenden Begabung gelöste Metalle verdauen, um damit sehr spezifische Dinge, zum Beispiel Druck gegen nahegelegene metallische Objekte, zu erreichen. Das klingt zuerst unspektakulär, aber weil Figuren sich ihrer Kräfte auf kreative Weise bedienen, können sie nahezu die Schwerkraft austricksen und noch andere beeindruckende Dinge tun, die eher noch staunenswerter sind, weil man weiß, dass die Figuren ihre Erfolge ihrer Cleverness und den Schlupflöchern in den Gesetzen der Magie verdanken. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein anderes „hartes“ System ist Brent Weeks auf Farben basierende Magie, die wir in „Schwarzes Prisma“ kennenlernen. Hier wandeln Magier farbiges Licht in Materie um, und es ist relativ klar, was man (nicht) bewirken kann, wenn man in der Lage ist, eine bestimmte Farbe zu „wandeln“. (Weeks baut das System in den Nachfolgebänden mehr und mehr aus und es kommen „weiche“ Aspekte hinzu, aber zumindest am Anfang wirkt alles sehr klar und eindeutig). Magie hat hier nicht nur klare Limits, sondern auch einen präzise definierten Preis – wer sie häufig benutzt, muss mit einem frühen Tod rechnen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Diese Systeme sind deshalb interessant, weil sie die Figuren zwingen, einfallsreich mit den begrenzten Mitteln umzugehen, die ihnen zur Verfügung stehen, und weil sie einige Probleme weicher Magiesysteme vermeiden. Dadurch, dass magische Fähigkeiten sehr spezifisch sind, gibt es Situationen, in denen sie nutzlos sind und Figuren andere Lösungen suchen müssen, und die Transparenz des Systems und der Fähigkeiten der Figuren vermittelt Leser*innen einen klaren Eindruck davon, wie große Sorgen sie sich um sie machen müssen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auch sind beide in den Beispielen erwähnte Magiesysteme deshalb interessant, weil sie auch Möglichkeiten zur Neutralisierung der Magie beinhalten. Selbst eine so mächtige „Nebelgeborene“ wie Vin ist ohne ihre Metalle geschwächt und ein/e „Wandler*in“ muss Licht in seiner/ihrer Farbe sehen können, um Magie nutzen zu können. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Was bei diesen Systemen also entfällt, ist die Gefahr eines magischen Deus ex Machina, aber ebenso gehen sie oft mit Abstrichen einher, was das Staunen der Leser*innen über eine mysteriöse Fantasywelt angeht. Ein erklärtes Geheimnis ist keines mehr und die Atmosphäre der Welt wirkt weniger phantastisch.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2. Weiche Magiesysteme
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Weiche Magiesysteme haben den Vorteil, dass sie ein Gefühl des Numinosen wecken, die Aura von Staunen und Geheimnis in Fantasy bringen, die viele Leser*innen ursprünglich für das Genre begeistert hat.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Jedoch verbergen sich hier auch Gefahren. Schnell kann es beliebig wirken, was eine Figur kann oder nicht kann. Womöglich sieht es sogar aus, als sei die Magie den Erfordernissen des Plots untergeordnet, was wiederum der inneren Konsistenz und Glaubwürdigkeit der Welt schadet. Auch stellt sich, wenn Magie keine klar abgesteckten Grenzen hat, die Frage, wieso die Figuren sie nicht zur Lösung aller Probleme verwenden.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Allerdings lässt sich das auch vermeiden. Hier sind sechs Versionen weicher Magie, die meiner Meinung nach relativ leicht zu akzeptieren sind.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.1 Es gibt (wahrscheinlich) Regeln, aber wir sehen sie nicht
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es wird nie explizit erklärt, was Magie kann und was nicht, aber gleichzeitig passt alles irgendwie zusammen und Leser*innen haben eine Idee, was sie erwarten können. Bernhard Hennen zeigt z.B., dass die Figuren in „Die Elfen“ und den Nachfolgebänden kleinere Zauber relativ mühelos (oder sogar unbewusst) meistern, aber an anderen Dingen hart arbeiten müssen. Zwar gibt es auch Figuren, für die diese Regeln nicht gelten, aber auch wenn Leser*innen nicht genau benennen können, wie die Magie funktioniert und wer was damit bewerkstelligen kann, haben sie doch ein gutes Gefühl dafür, wozu die Protagonisten (die tw. nur sehr spezifische Zauber beherrschen) in der Lage sind. Verstärkend kommt hinzu, dass es sich größtenteils um relativ traditionelle Magie handelt, die Fantasy-Leser*innen zu akzeptieren gewohnt sind. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Als am Ende Magie eine große Rolle spielt, um einen zentralen Konflikt zu lösen, erscheint das nicht wie Deus ex Machina, weil die Gegenstände und Zauber, die dabei involviert sind, bereits vorher eingeführt wurden. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.2 Magie folgt narrativen Mustern/ greift auf Motive aus Märchen und Mythen zurück
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die meisten Leute, die Türstopper von Fantasyromanen lesen, sind auch mit einer Menge anderer Bücher vertraut und haben sich bewusst oder unbewusst deren Strukturen eingeprägt, gerade die von Märchen und Mythen. Wenn ein Buch einer solchen Struktur oder aber direkt auf einen bekannten Mythos Bezug nimmt, wie z.B. Rick Riordans Percy-Jackson-Romane, dann verleiht der Bezug auf den Mythos, der für die Dauer des Romans gewissermaßen zum historischen Text wird, den phantastischen Elementen Legitimität. Hier werden Kugelschreiber zu Schwertern und Lehrerinnen zu Monstern, und es fühlt sich stimmig an, weil das Schwert und das Monster mehr oder weniger bereits existieren. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenn die Hauptfigur zweimal versagt, aber es beim dritten Mal schafft, oder aber die Kraft der Liebe/ die Lösung eines Rätsels/ etc. magische Fähigkeiten freilegt, dann kann das deshalb akzeptiert werden, weil es Leser*innen aus zahlreichen Märchen vertraut ist. Dabei kommt es jedoch aufs Genre an. In einer expliziten Märchenadaption oder einem Fantasyroman, der eher märchenhaft-träumerisch daherkommt, wird dies wahrscheinlich leichter akzeptiert werden, während Leser*innen, denen sich ein Buch auf den ersten Seiten als Grimdark-Roman zu erkennen gegeben hat, vermutlich eher damit rechnen werden, dass naiver Glaube an die Kraft der Liebe ihre Hauptfigur geradewegs ins Verderben führt. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.3 Magie als Metapher
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Nicht alle, aber viele Leser*innen sind auch gewillt, Magie oder das Übernatürliche sogar mit kleinen Inkonsistenzen zu akzeptieren, wenn es eigentlich nicht primär um die Magie geht, sondern sie etwas anderes repräsentiert. Das Universum der Serie „Buffy“ weist eine Reihe von Ungereimtheiten auf, aber da die diversen Monster und Probleme in erster Linie Probleme des Erwachsenwerdens symbolisieren, ist es leichter, sie hinzunehmen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auch in den meisten Büchern Gesa Schwartz' dient Magie in erster Linie dazu, entweder widerzuspiegeln oder durch das Heraufbeschwören sonderbar spezifischer Prüfungen und Konflikte Situationen zu schaffen, die enthüllen, was in den Protagonist*innen vor sich geht. Bei ihr kommt noch eine sehr lyrische, metaphernreiche Sprache hinzu, die die Grenze zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit, poetischer Umschreibung und beobachtbarem Geschehen verwischen lässt. Das erleichtert es, über die sehr diffusen Regeln der Magie in ihrer Welt hinwegzusehen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.4 Magie dient eher der Atmosphäre
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und dann gibt es noch die Geschichten, in denen Magie unerklärt existiert. Sie hat die wichtige Rolle, zur Atmosphäre der Welt beizutragen und hier und da den Plot zu beeinflussen, aber da i.d.R. keine zentrale Figur sie beherrscht oder versteht, steht sie nicht im Mittelpunkt. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  So verhält es sich z.B. mit Geistern oder der Zauberei eines Nomadenvolks in Guy Gavriel Kays „Der Schatten des Himmels“: Magie ist real, aber es geht primär um die Intrigen von Menschen, die nicht einmal an sie glauben, und so ist sie über weite Strecken nur eine weitere Lage von Rätsel und Geheimnis.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Tatsächlich ist es ohnehin ein guter Worldbuilding-Ratschlag, dass die Figuren nicht alles über ihre Welt wissen und die Grenzen zwischen Fakt und Aberglaube fließend sein könnten. Z.B. glaubten in unserer Welt Menschen im Mittelalter den Schilderungen John de Mandevilles, der, ohne je dort gewesen zu sein, davon erzählte, dass einige Bewohner Äthiopiens einen einzigen großen Fuß hätten. Es macht eine Welt eher überzeugender, wenn Figuren nicht noch ihren letzten Winkel erkundet und nicht all ihre Regeln verstanden haben und widersprüchliche Geschichten und Überlieferungen kursieren. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.5 Göttermagie
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  In dieser Version gibt es sehr eindeutig Magie und diejenigen, die sie ausüben, scheren sich nicht um Regeln – allerdings handelt es sich bei ihnen nicht um die Protagonist*innen, sondern um (manchmal unberechenbare) Götter. Robert Jackson Bennett hat mit seiner „Die göttlichen Städte“-Trilogie eine sehr einprägsame Version eines solchen Modells geschaffen: Die Götter in seiner Welt sind ebenso vom Glauben der Menschen beeinflusst, wie sie deren Leben formen, und die Realität selbst ist Wachs in ihren Händen – was angesichts der labilen Natur der Götter ziemlich beängstigend ist. Hinzu kommt noch die einzigartige und leicht verstörende Ästhetik, die er den Spuren ihres Wirkens verleiht. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Diese Variante erlaubt es, mächtige, unerklärliche Magie im Spiel zu haben, aber die Figuren dennoch mit den Limits normaler Menschen agieren zu lassen. Schwierig wird es, wenn die Götter Interesse am großen Konflikt der Handlung haben – warum greifen sie dann nicht direkt ein? 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ken Liu hat das z.B. in „Seidenkrieger“ damit gelöst, dass die Götter auf verschiedenen Seiten stehen und sich an Regeln für den Umgang mit Sterblichen und das erlaubte Ausmaß ihrer Einflussnahme gegeben haben – und sie sind auch nicht so leidenschaftlich bei der Sache, sondern scheinen die Sterblichen eher unterhaltsam zu finden.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.6 Responsive Realities
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenn die Welten so funktionieren, dass sich der Glaube oder die Gefühle von Menschen in Veränderungen ihrer physischen Umwelt übersetzen, handelt es sich um Responsive Realities. Ein sehr düsteres Beispiel ist Michael R. Fletchers „Beyond Redemption“ – hier formt sich die Realität nach dem Glauben der Menschen um, und wer am meisten von seinen Ideen überzeugt ist, hat die größte Macht. Dies führt dazu, dass gerade Wahnvorstellungen oft Realität werden. So verwest eine Figur, die am Cotard-Syndrom leidet (und daher glaubt, eine wandelnde Leiche zu sein) tatsächlich. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eine „Responsive Reality“ ist eine gute Grundlage, um extrem vielgestaltige Magie und teilweise auch die Existenz von Göttern oder höheren Wesen zu erklären – Menschen haben sie „in die Welt geglaubt“.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Fazit
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Harte und weiche Magiesysteme haben beide ihre Vorteile und werden beide akzeptiert, solange Magie nicht einfach eine bequeme Lösung für Plotprobleme wird und den Rest der Handlung überflüssig macht, oder aber die Frage aufwirft, wieso Figuren nicht ständig darauf zurückgreifen. Eine weitere Herausforderung ist es, ein Kräftegleichgewicht zu gewährleisten: Keine Figur sollte so mächtig werden, dass niemand mehr einen wirklich bedrohlichen Gegner für sie darstellt. Man kann das durch sehr spezifische Fähigkeiten, einen hohen Preis oder den Fakt, dass sich Magie nur schwer kontrollieren lässt, ausgleichen, sodass Figuren entweder teilweise nicht in der Lage sind, etwas mit ihren Kräften auszurichten, oder aber zögern, sie einzusetzen. (So habe ich das z.B. mit Drúdir gelöst – seine Fähigkeiten sind mächtig, aber sehr spezifisch, und es ist ihm nahezu unmöglich, sie in einem Kampf einzusetzen, ohne dass sein*e Gegner*in dabei dauerhaften Schaden nimmt).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wovon ich persönlich abraten würde, sind wissenschaftliche Erklärungen für Magie, die bei genauerem Hinsehen auseinanderfallen. Dann lieber doch einfach ein Magiesystem herbeiwinken, aber dann auf dieser Grundlage konsistent bleiben. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein weiterer wichtiger Aspekt: Wie ist die Magie in die Welt integriert? Wenn z.B. ausreichend Menschen die Fähigkeit der Teleportation haben und Dinge mitnehmen können, wird das die Art beeinflussen, wie Handel und Kommunikation funktionieren. Wenn genug Menschen magische Kräfte haben, wird das den Verlauf der Geschichte, gesellschaftliche Hierarchien, technische Entwicklungen usw. auf vielfältige Weise beeinflussen. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Artikel, den ich vielleicht irgendwann schreiben werde.
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 15 Aug 2019 19:51:10 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hinter den Kulissen: Sensitivity Reading</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/hinter-den-kulissen-sensitivity-reading</link>
      <description>So kann das ach so kontroverse Sensitivity-Reading in der Realität aussehen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/111792.jpeg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Wie versprochen erzähle ich ein bisschen über das Wie und Warum meines Sensitivity-Readings. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Kontext:  „Drúdir 3“
    
                      
                      &#xD;
      &lt;!--EndFragment--&gt;                                                      

 und das Erbe der Tolkien-Tropes
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Im dritten Roman meiner Drúdir-Trilogie passiert eine Menge. Es geht um alte Magie, persönliche Rache und eine Fantasy-Spezies, die in Teil 1 einmal am Rande erwähnt wird: Trolle. Letztere sind groß, haben steinartige Haut, Hörner, eine Menge Geheimnisse und sind am unteren Ende eines hässlichen Machtgefälles zu finden.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und hier beginnen die Dinge, kompliziert zu werden. Das gesamte 


  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;                                              „Drúdiversum“ ist ein Versuch, alte Fantasytropes, wie sie von Tolkien und Dungeons &amp;amp; Dragons popularisiert wurden, zu modernisieren und Themen wie Industrialisierung, Rechtsextremismus, Kolonialismus etc. hineinzutragen. Rückblickend betrachtet bin ich nicht sicher, ob das eine gute Idee war, da diese Tropes einer zutiefst rassistischen Zeit entstammen (womit ich nicht sagen will, dass unsere okay ist) und meine Version wahrscheinlich eher noch dazu beiträgt, Aufmerksamkeit auf ihren historischen Ballast zu lenken. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Habe ich „Tolkien dekolonisiert“? Eher nicht. Vielleicht wegen meiner persönlichen blinden Flecken, die noch deutlich größer waren, als ich angefangen habe zu schreiben (wie anderswo gesagt, würde ich heute einiges anders machen), vielleicht, weil das generell schwierig ist. Das droht sehr deutlich zu werden, wenn ich eine Situation schildere, in welcher eine lange Geschichte von Diskriminierung die Interaktionen zwischen meinen Protagonist*innen und Troll*innen überschattet.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Das Problem (unbeabsichtigter) Rassismusmetaphern
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein beiläufiger Kommentar eines Beta-Lesers, dass er Parallelen zu Rassismus gegen Schwarze Personen bemerkte(1),  und meine eigenen Gedanken zu dem Thema haben mich darin bestärkt, dass ich bei diesem Projekt jemanden brauchte, der mir über die Schulter schaut. Denn ich möchte vermeiden, dass der Troll-Subplot in „Drúdir 3“ wie eine bewusste Analogie für realen Rassismus gegen eine spezifische Gruppe aussieht. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich will mir nicht anmaßen, ohne echte Recherche, ausgiebige Gespräche mit Betroffenen und durch ein Fantasysetting dekontextualisiert die Geschichte einer echten Bevölkerungsgruppe zu erzählen. Insbesondere, wenn Diskriminierungserfahrungen im Vordergrund stehen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Ein häufiges Problem mit Unterdrückungsmetaphern in Fantasy ist, dass sie Xenophobie nachvollziehbar erscheinen lassen. Wenn eine Gesellschaft „normaler“ Menschen keine Magier*innen in der Nähe haben will, die mit einem Gedanken ein Gebäude platt machen können, oder wenn ein*e Zwergin sich in der Gegenwart eine*r doppelt so großen Troll*in zunächst unwillkürlich etwas unbehaglich fühlt, ist das zwar nicht fair, aber auch ein bisschen verständlich. Darüber hinaus ist es gleichzeitig eine völlig andere Situation als in unserer Welt, in welcher diskriminierte Bevölkerungsgruppen eben nicht auf Fähigkeiten/Ressourcen zurückgreifen können, die der Mehrheit entzogen sind.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    3.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Fantasy"völker“, die tatsächlich große Unterschiede aufweisen (z.B. unterschiedliche Lebensspannen, unterschiedlich ausgeprägte Intelligenz und Körperkraft) als Analogie für verschiedene ethnische Gruppen unter Menschen zu benutzen, ist deshalb eine gefährliche Metapher, weil hier Essentialismus, Hierarchien und die Behauptung von nicht überbrückbaren Unterschieden vom Weltenbau gerechtfertigt werden. (Das ist der Grund, wieso Elfen so oft mit Aussagen/Verhaltensweise davonkommen, die bei Menschen unter aller Kritik wären – irgendwie ist klar, wo sie ihre Überlegenheitsideen herhaben.)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    4.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Wenn es in einem Fantasysetting um rassismusartige Diskriminierung geht, dann wird häufig vereinfacht. Es wird selten darauf eingegangen, dass diskriminierende Strukturen eine Geschichte und lange fortdauernde Konsequenzen haben, und dass sie existieren, weil Menschen von ihnen profitieren. Diese Komplexität, und die Arbeit, die es erfordert, Gerechtigkeit herzustellen, werden allzu leicht heruntergespielt. Das liegt teils an mangelndem Verständnis, teils aber auch daran, dass sich Fantasyautor*innen immer sorgfältig überlegen müssen, worauf sie die Menge an Exposition verwenden, die ihnen Leser*innen zugestehen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    5. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  In meinem speziellen Fall ist nicht nur das Fantasy-Äquivalent von Rassismus das Problem, da meine Trolle auch einige Probleme von Menschen mit Behinderungen teilen:  Obwohl sie für Menschenverhältnisse normal bis überdurchschnittlich intelligent sind, können sie aus einem magischen Grund nicht lesen und schreiben. Außerdem sind sie sehr viel größer und schwerer als Zwerge. Sie sind gezwungen, sich durch eine Welt zu bewegen, in der man sie immer wieder unterschätzt, aber sich zugleich weigert, auf ihre besonderen Bedürfnisse einzugehen: Straßenschilder und offizielle Dokumente werden nicht trollfreundlich gestaltet, es gibt in Eisenbahnen und Theatern keine Sitze in Trollgröße, und sie können manche Gebäude nicht betreten, aus Angst, eventuell eine zerstörte Treppe bezahlen zu müssen. (Ich erwähne nicht alles davon, aber hatte es beim Schreiben und Überarbeiten im Hinterkopf).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Sensitivity-Reading: Was habe ich verändert?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Um sicher zu stellen, dass mein Roman nicht dazu einlädt, die falschen Parallelen zu ziehen oder Stereotype verstärkt, habe ich Nora Bendzko beauftragt, sich als Sensitivity-Leserin meines Projekts anzunehmen – untypischerweise nicht, um sicherzustellen, dass ich eine reale Bevölkerungsgruppe richtig repräsentiere, sondern um dafür zu sorgen, dass die Trolle in  
  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;                                              „Drúdir 3" eben nicht als Analogie für eine solche gelesen werden, und dass Diskriminierung als ungerechtfertigt erscheint. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich habe Nora das Manuskript geschickt und ihr gesagt, zu welchen Aspekten ich mir Feedback wünsche. Es hat nicht lange gedauert, bis ich den Text mit Anmerkungen sowie eine Mail mit ausführlicheren Informationen zu historischen und kulturellen Kontexten bestimmter unfreiwillig fragwürdiger Details zurückbekam. Es war auch die eine oder andere konkrete Idee dabei, was ich hinzufügen könnte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Bei ein paar Sachen, die ich aus Schilderungen von Trollen in anderen Fantasyromanen übernommen habe, um einen gewissen Wiedererkennungswert zu gewährleisten (z.B. dass Nacktheit nicht tabuisiert ist und sie Schmucknarben tragen) habe ich mir Sorgen wegen möglicher Assoziationen mit kolonialen Ideen von „Wilden“ gemacht, aber zu meiner Überraschung wurden sie durchgewinkt. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Anderes habe ich auf Noras Rat hin geändert, darunter die Assoziation von Trollen mit Gewalt (die Zwerge haben sie nach wie vor, aber ich habe mehrfach betont, dass ihre Ängste keine Grundlage in der Realität haben) und Drogenkonsum. Letzteren hatte ich erwähnt, weil es mir als eine relative intuitive Konsequenz der Armut und Perspektivlosigkeit der Trolle erschien, dass diese durch den Konsum von „Nebelkraut“ versuchen, ihren Alltag erträglicher zu machen, aber angesichts der Parallelen zu Cannabis, auf die mich Nora hingewiesen hat, habe ich das lieber gestrichen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Darüber hinaus hat sie mich darin bestärkt, kleine Passagen aus der Perspektive einer Trollin dorthin zu setzen, wo in „Drúdir 1“ Gedichte stehen, damit nicht nur Zwerge, Menschen und Elfen zu Wort kommen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sollte das nicht sagen müssen, aber Nora hat nichts anderes getan, als mir Anregungen zu liefern, wie ich mein Buch verbessern könnte, und mich für kulturelle Kontexte, die seine Rezeption beeinflussen könnten, zu sensibilisieren. Schriftsteller*innen werden daran gemessen, wie gut ihre Bücher ausdrücken, was sie sagen wollen, und Sensitivity-Reading verhindert unfreiwillig widersprüchliche Botschaften. (2)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Und jetzt?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ist „Drúdir 3“ komplett unproblematisch? Wahrscheinlich nicht. Ich muss schließlich einigen grundlegenden Worldbuilding- und Figurenentscheidungen treu bleiben, die ich getroffen habe, als ich noch weniger reflektiert und informiert war, und dann ist da noch der historische Ballast der tolkien’schen Fantasyvölker. Darüber hinaus beschreibe ich eine Welt, in welcher Gerechtigkeit immer wieder realpolitischen Überlegungen untergeordnet werden muss – in einer Zeit, in der wir eigentlich Geschichten brauchen, die uns daran erinnern, dass positive Veränderungen möglich sind.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Aber es steckt meiner Meinung nach genug Gutes in „Drúdir 3“, dass ich das Buch dennoch mit einem guten Gefühl veröffentlichen kann. Stellt es euch als eine Synthese aus Bd. 1 &amp;amp; 2 vor: Düsterer High-Fantasy-Steampunk trifft einen High-Stakes-Racheplot – und Drúdir trifft eine neue Figur, die ich sehr mag. (Ja, ich beende einen Artikel, in dem ich potenzielle Probleme in meinen Büchern und vergangene Fehler reflektiere, mit vorsichtiger Eigenwerbung – zum Ausgleich findet ihr in Fußnote (3) ein paar Empfehlungen für Bücher anderer Leute, die in puncto Diversity deutlich mehr leisten).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Praktische Tipps
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Falls ihr mehr über Sensitivity-Reading wissen wollt oder vielleicht sogar selbst jemanden dafür sucht, schaut doch 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://sensitivity-reading.de/" target="_top"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    hier
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
   vorbei.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://sensitivity-reading.de/" target="_blank"&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
   (4) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Meiner Meinung nach hat Sensitivity-Reading aus Autorenperspektive gegenüber dem Einholen der Meinung von Bekannten zwei Vorteile. 1. Es handelt sich um eine professionelle Beziehung. Wo Freund*innen vielleicht zögern würden, ein Projekt zu kritisieren, ist es wortwörtlich der Job eine*r Sensitivity-Leser*in, genau das zu tun. 2. Der/die/* Leser*in wird bezahlt, sodass sich der/die/* Autorin nicht (allzu) schlecht dafür fühlen muss, jemandem Aufwand zu verursachen und die betreffende Person eventuell zur Konfrontation mit unangenehmen Themen zu zwingen. (5) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sensitivity-Reading ist nicht, wie gerne geschrien wird, Zensur, (6) sondern vielmehr ein Rechercheschritt, der dabei helfen soll, einer diversen Gruppe von Leser*innen ein Leseerlebnis zu bieten, das sie nicht zum Augenrollen angesichts mieser Repräsentation zwingt bzw. schlimmstenfalls bestehende Stereotypen verstärkt und Leser*innen verletzt. Ich beschwere mich auch nicht bei meiner Lektorin, dass ich mich durch ihre Anmerkungen in meiner Freiheit eingeschränkt fühle.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Dinge zum im Hinterkopf behalten: Sensitivity-Reading bringt nur etwas, wenn man bereit ist, die Kritik tatsächlich anzunehmen und einzuarbeiten, und kann nicht garantieren, dass wirklich niemand von einer Geschichte verletzt wird. Idealerweise kennen sich Sensitivity-Leser*innen gut mit dem aktuellen Stand des Diskurses um problematische Aspekte von Literatur aus, aber auch sie wissen nicht alles. Außerdem lohnt es sich manchmal, mit Leuten zu sprechen, 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    bevor
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
   man sich ernsthaft in ein neues Projekt stürzt – Kleinkram lässt sich reparieren, aber das gilt nicht, wenn die Probleme schon mit der Grundidee des Romans anfangen. (Das war mit meine größte Sorge, als ich das Sensitivity-Reading in Anspruch genommen habe und ich war erleichtert, dass Kommentare in dieser Richtung ausgeblieben sind).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Ein bisschen wohlverdiente Werbung für meine Sensitivity-Leserin
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Hier könnt ihr mehr über Nora herausfinden, die nicht nur als Lektorin und Sensitivity-Leserin die Bücher anderer Leute besser macht, sondern vor allem als Autorin und Musikerin selbst kreativ ist: 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="http://www.norabendzko.com"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    www.norabendzko.com
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Fußnoten
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (1) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Relativ viele Leute, denen ich z.B. auf Twitter folge oder deren Artikel ich lese, sind PoC und/oder antirassistische Aktivist*innen. Ich habe versucht, aus ihren Erfahrungen und Analysen typische Mechanismen der Diskriminierung abzuleiten und dann zu überlegen, was in meinem Setting realistisch wäre, aber wollte eigentlich keine konkreten Details übernehmen. Wahrscheinlich ist das aber zum Teil unbewusst passiert.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (2) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Bewusste Ambivalenz, die Leser*innen zum Nachdenken zwingt und in Frage stellen lässt, ob z.B. die Protagonist*innen wirklich die Guten sind oder unhinterfragte Biases haben oder einfach mal so richtig falsch liegen, sind etwas anderes. Ich vertraue dem moralischen Kompass meiner Leser*innen und käme mir herablassend vor, wenn ich alles, was passiert, überdeutlich einordnen würde. Die Darstellung eines fragwürdigen Verhaltens ist nicht mit dessen Unterstützung/Verharmlosung zu verwechseln. Ein kleines Beispiel: In „Drúdir – Dampf und Magie“ ist mein Protagonist zuerst der Überzeugung, dass eine rechtsextreme Partei schon ihre Unfähigkeit unter Beweis stellen und alle Unterstützung verlieren würde, wenn sie tatsächlich an die Macht käme. Ich hätte ihm am liebsten durch den Bildschirm hinweg zugeschrien, er solle nicht so naiv sein, und verlasse mich darauf, dass es meinen Leser*innen, die das gleiche historische Wissen mitbringen wie ich, genauso geht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (3)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Wie versprochen, ein paar Buchempfehlungen:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  1. N.K.Jemisins „Broken Earth“-Reihe dürftet ihr mittlerweile alle gelesen haben, aber kennt ihr auch schon ihre Anthologie 


  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;                                              „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--EndFragment--&gt;    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-how-long-til-black-future-month" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    How long 'till Black Future Month?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  2. Ken Liu erzählt in seiner ostasiatisch inspirierten „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=23863:seidenkrieger-die-schwerter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Dandelion Dynasty
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “ (dt. 


  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;                                              „Seidenkrieger)-Serie nicht nur davon, wie ein tyrannisches Regime gestürzt wird, sondern auch, wie die erfolgreichen Rebell*innen sich anschließend aufrichtig bemühen, es besser zu machen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  3. Seid ihr manchmal so wütend auf die Ungerechtigkeiten der Gegenwart, dass ihr einfach alles niederbrennen wollt? Nnedi Okorafors „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25114:das-buch-des-phoenix-nnedi-okorafor&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=131" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Das Buch des Phönix
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “ könnte genau die richtige Lektüre für euch sein.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  4. In Mishell Bakers „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Arcadia Project
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “ treffen sensible, ehrliche Schilderungen eines Lebens mit einer psychischen Krankheit auf Humor und unterhaltsame Urban Fantasy mit vielen überraschenden Wendungen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  5. Ihr mögt YA und Grimdark, habt kein Problem damit, sie in einem Roman kombiniert zu sehen, und interessiert euch für chinesische Geschichte? Vielleicht wäre R.F. Kuangs „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/phantast/phantast21.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    The Poppy War
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “ was für euch. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  6. Auf der Suche nach queerer, witziger, mitfühlender Science-Fiction? Schaut euch mal „
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25900:space-opera-catherynne-m-valente&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=131" target="_top"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Space Opera
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  “ von Catherynne M. Valente an
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  7. Elea Brandts „Sand und Wind“ (Rezension &amp;amp; Autorinneninterview folgen in der nächsten Phantast-Ausgabe) zeichnet eine Fantasykultur, in der Gleichberechtigung herrscht und niemand queere Beziehungen als unnormal empfindet
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (4) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  (


  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;!--StartFragment--&gt;    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://sensitivity-reading.de/"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    https://sensitivity-reading.de/
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  )
  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;!--EndFragment--&gt;    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Falls ihr euch bei den Ehrenamtlerinnen hinter der Seite erkenntlich zeigen wollt, geht das z.B. über Paypal.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (5) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Diesen Aspekt würde ich nicht unterschätzen. Ein kleines Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich habe vor einer Weile anonym einen Artikel über ein für mich sehr schwieriges, mit negativen Emotionen und Erinnerungen beladenes Thema geschrieben, der es anderen erleichtern soll, realistischer darüber zu erzählen. Ich bin dabei mehr als einmal in Tränen ausgebrochen, weil mich das darüber sprechen an ziemlich hässliche Orte in meinem Kopf geführt hat.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    (6)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Das Gleiche gilt meiner Meinung nach übrigens auch für Triggerwarnungen/Content Notes. Die Idee dahinter ist ja, dass Autor*innen weiterhin frei sind zu schreiben, was sie wollen, und Leser*innen sich informiert entscheiden können, ob sie sich auf diese Bücher einlassen oder eben nicht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 04 Jul 2019 21:21:30 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hinter den Kulissen: Versuch &amp; Irrtum</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/versuch-und-irrtum</link>
      <description>Ein kleiner Einblick in die Anläufe, die ich brauchte, um Drúdir 2 &amp; 3 zu schreiben.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/D9AwnrBW4AAIKIB-14cd604d-47106f9b.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Über das Überarbeiten, das von vorne Anfangen, und Arbeit, die nur auf den ersten Blick verschwendet ist.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Wenn ich schreibe, geschieht das schubweise. Nur meine ersten, unveröffentlichten Romane und „Drúdir – Dampf und Magie“ sind langsam und stetig entstanden – ich habe mich von einer ersten Szene, die mich irgendwie ansprach, blind weitergetastet, bis ein ganzes Buch da war. Bei „Dampf und Magie“ hatte ich etwas, das an einen groben Plan erinnerte, aber auch hier war eine Menge Discovery Writing involviert.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Bei „Drúdir – Masken und Spiegel“ sah es hingegen ganz anders aus. Die Reaktionen auf den ersten Teil waren spärlich, aber weitestgehend sehr positiv gewesen, woraus sich ein gewisser Erwartungsdruck ergab, ein mindestens genausogutes Buch zu liefern. Ich entwickelte zahlreiche Ideen, wie es mit den Figuren weitergehen konnte. Die Gegnerin, mit der Drúdir es in Rhuvien zu tun bekommen würde, stand schon lange fest, aber das war auch das Einzige, was ich über die Geschichte wusste. Also schrieb ich drauf los. Binnen anderthalb Monaten entstanden fünf Erzählstränge mit fünf verschiedenen Konflikten und nachdem ich etwa 60.000 Wörter (für alle Nicht-Autor*innen: Das entspricht etwa der Hälfte von „Dampf und Magie“) geschrieben hatte, wurde mir klar, dass ich sie nicht befriedigend würde zusammenführen können.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Also: Weg mit dem Findra-Erzählstrang, der sich erst im darauffolgenden Buch wieder mit Drúdirs vereint hätte. Weg mit den Strängen um Phandrael und Kyrai (keine Ahnung, was ich mit denen vorhatte). Weg mit einem Erzählstrang rund um Svalris, in dem es ein paar sehr interessante Dialoge gab und der vermutlich irgendwann auf Phandraels und Kyrais getroffen wäre (ich glaube, der große Plot des Romans war, dass Findra und Svalris ein Heilmittel für eine magisch geschaffene Epidemie finden müssen, welcher primär Elfen zum Opfer fallen, was sie wieder dazu zwingt, mit Phandrael und Kyrai zusammenzuarbeiten – ich habe mir kaum Notizen gemacht, und wenn ich mir jetzt das halbe Manuskript anschaue, kann ich nur raten, wo sich am Ende alles hinbewegen sollte).
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Meine Lösung bestand darin, den Drúdir-Erzählstrang herauszulösen und auszubauen. Einige Kapitel oder Szenen konnte ich in den zweiten Entwurf von „Masken und Spiegel“ übernehmen. Ich ließ Jathrades seine Geschichte erzählen, gab Drúdirs Gegenspielern eine Stimme und schrieb so eine viel fokussiertere und bessere Geschichte, die ein Bündel eng zusammenhängender Konflikte und ihre Auswirkungen auf eine Handvoll Figuren und ihre Beziehungen zueinander auslotet. Ich bin tatsächlich ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Man könnte meinen, dass ich daraus gelernt hätte, doch „Drúdir 3“ entstand auf ganz ähnliche Weise. Wer diesen Artikel ausgräbt, nachdem er/sie/* das Buch gelesen hat, wird über den folgenden Satz lachen:
          
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Eigentlich sollte „Drúdir 3“ in erster Linie eine Liebesgeschichte werden
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
          und Drúdirs Charakterentwicklung damit abschließen, dass er, der nach zu vielen erlittenen Verlusten vorsichtig geworden ist, wieder eine romantische Beziehung eingeht. Mir wurde jedoch klar, dass das nicht passieren würde, denn das gehetzte Queste-Narrativ, vor dessen Hintergrund die emotionale Entwicklung der Figuren stattfinden sollte, ließ dieser nicht annähernd genug Zeit.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Ebenso wenig konnte ich bestimmte Aspekte des Weltenbaus und der zwergischen Gesellschaft ausreichend beleuchten, um sie glaubwürdig und differenziert erschienen zu lassen. Und auch ein wichtiger Antagonist Drúdirs wurde hier aus der Sicht einer Figur eingeführt, die zwar die Handlung vorantrieb, aber wenig geeignet war, um emotionale Reaktionen bei Leser*innen zu wecken. Ich beschloss, dass dieser Zwerg zu einer PoV-Figur werden musste, und dass ich mich nicht zwingen sollte, eine gehetzte Queste zu schreiben, wenn mir eine andere Geschichte mehr Raum gab, um den schweren Themen, die „Drúdir 3 – Version 1“ streifte, wirklich gerecht zu werden.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Hinzu kam noch ein weiterer, persönlicherer Grund: In „Drúdir 3 – Version 1“ hat das zwergische Äquivalent von Nazis die Macht über einen Teil der Union übernommen, und das war ein Szenario, über das zu schreiben ich vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen absolut keine Lust hatte.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Ich musste erst 75.000 Wörter zu Papier bringen (entspricht ¾ von „Drúdir 2“), um mir dessen bewusst zu werden, dass ich eigentlich eine andere, bessere Geschichte schreiben wollte. Eine, in der z.B. ich auf die Hintergrundgeschichte und Situation der Trolle eingehen konnte, die in „Drúdir 3“ eine Rolle spielen (es ist eine fiktionale Kultur, aber ich habe mich trotzdem daran gestört, dass sie nur durch eine einzige Figur repräsentiert wurde und dadurch sehr flach erschien). Außerdem konnte ich eine wichtige Figur so viel besser einführen. Aber ich bin aus diesem nahezu komplett verworfenen ersten Versuch mit einer sehr viel klareren Idee dessen hervorgegangen, was ich haben wollte. Und: Ich konnte ein paar Elemente aus dem verworfenen Entwurf von „Masken und Spiegel“ wiederverwenden, die hier besser passten. (Das mit der Liebesgeschichte hat aber auch in der zweiten Version nicht so richtig geklappt).
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Meine Versuch-und-Irrtum-Methode ist zeitaufwändig, aber ich glaube, mit den Resultaten kann ich ganz gut leben.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Teil 3 ist übrigens größtenteils fertig und hat ein Sensitivity-Reading durchlaufen (vielleicht schreibe ich in einem anderen Post mehr dazu). Jetzt muss ich mich noch um den Feinschliff kümmern, bevor das Manuskript ins Lektorat gehen kann. Voraussichtlich wird das Buch im Frühling 2020 erscheinen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 16 Jun 2019 22:05:35 GMT</pubDate>
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      <title>Rezension: Robert Jackson Bennett – Foundryside (Founders #1)</title>
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      <description>Ein temporeicher, origineller Roman, den ich absolut empfehlen kann.</description>
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  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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 &lt;/w:LatentStyles&gt;
&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--[if gte mso 10]&gt;
&lt;style&gt;
 /* Style Definitions */
 table.MsoNormalTable
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          "Foundryside" hat Robert Jackson Bennetts Status als einer meiner Lieblingsautoren weiter zementiert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Sancia
Grado is a thief, and a damn good one. And her latest target, a heavily guarded
warehouse on Tevanne’s docks, is nothing her unique abilities can’t handle.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          But
unbeknownst to her, Sancia’s been sent to steal an artifact of unimaginable
power, an object that could revolutionize the magical technology known as
scriving. The Merchant Houses who control this magic--the art of using coded
commands to imbue everyday objects with sentience--have already used it to
transform Tevanne into a vast, remorseless capitalist machine. But if they can
unlock the artifact’s secrets, they will rewrite the world itself to suit their
aims.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Now someone
in those Houses wants Sancia dead, and the artifact for themselves. And in the
city of Tevanne, there’s nobody with the power to stop them.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          To have a
chance at surviving—and at stopping the deadly transformation that’s under
way—Sancia will have to marshal unlikely allies, learn to harness the
artifact’s power for herself, and undergo her own transformation, one that will
turn her into something she could never have imagined.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Rezension
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Robert Jackson Bennetts erste Trilogie („Divine Cities“/„Die
göttlichen Städte“) hat mich bereits sehr beeindruckt. Diejenigen, die es interessiert,
können meine Rezensionen zu Teil
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           1
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          ,
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25331:die-stadt-der-toten-klingen-robert-jackson-bennett&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           2
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          und
          
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25458:die-stadt-der-traeumenden-kinder-die-goettlichen-staedte-3-robert-jackson-bennett&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
           3
          
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
          auf meiner Seite oder Literatopia
lesen. Während es sich bei den Divine-Cities-Bänden eher um nachdenkliche
Agententhriller mit einigen Momenten intensiver, blutiger Action handelt,
beschreibt der Autor seinen rasanten, actiongeladenen Trilogieauftakt „Foundryside“ als einen Cyberpunkroman in einem
Fantasy-Renaissance-Setting und das ist eine exzellente Zusammenfassung.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ich möchte das originelle Magiesystem hier nicht näher erklären
– das tut Bennett selbst im Buch ein wenig zu ausgiebig –, aber „Leute hacken
die Realität“ funktioniert ganz gut als verkürzte Beschreibung. Magische
Gegenstände und diejenigen, die sie herstellen können, sind die Grundlage wirtschaftlicher
und politischer Macht in Tevanne. Die Angehörigen wichtiger Handelshäuser leben
und arbeiten unter der Führung der Founder-Dynastien auf abgeschlossenen „Campi“,
die von gesetzlosen Slums umgeben sind. Durch die Namen der Figuren und die
Erwähnungen von Plattenrüstungen und Rapieren fühlt sich das Setting ein wenig
nach italienischer Renaissance an, aber Kolonien mit von Sklaven
bewirtschafteten Plantagen und die alternativen Technologien, die durch die
Magie („Skriving“) ermöglicht werden, lassen eher an das 17. und 18.
Jahrhundert, beziehungsweise an die Zeit der Industrialisierung denken. Immer
wieder werden Ausbeutung, Sexismus und die negativen Folgen von ungezügeltem Kapitalismus,
der Menschen in bloße Ressourcen verwandelt, thematisiert. Das Setting ist
düster und dreckig und immer wieder geraten Unbeteiligte ins Kreuzfeuer, wenn die
Machtinteressen der Founder auf dem Spiel stehen. Es treten jedoch auch Figuren auf, die sich weigern, den Status Quo zu akzeptieren und das Narrativ stellt
sie nicht als zum Scheitern verurteilte Träumer dar.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          In einem der Slums lebt eine junge Frau, der gegen ihren
Willen besondere Fähigkeiten verliehen wurden: Eine „geskrivte“ Metallplatte in
ihrem Kopf lässt Sancia (sprich „Sanschia“) Grado Kontakt mit Gegenständen um
sie herum aufnehmen. Was sie zu einem Ausnahmetalent unter den Dieben und
Einbrechern der Slums macht, bedeutet auch, dass sie durch die konstante
Reizüberflutung nicht in der Lage ist, ein normales Leben zu führen. Sie ist geht
routinemäßig hohe Risiken ein und versteht sich auf Improvisation. Auf den
ersten Blick wirkt sie wie eine Figur, die innerlich abgestumpft einfach das Nächstliegende
tut, aber im Verlauf des Buches wird sowohl die Tiefe ihres Traumas
ersichtlich, als auch, wer sie unter glücklichen Umständen sein könnte, da man
sie auch in Interaktion mit Menschen sieht, die allmählich zu ihren Freunden
werden.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Gleich am Anfang des Buches kreuzt sich ihr Weg mit dem Gregor
Dandolos, dem Sohn des Oberhaupts einer Founder-Familie, der sich nach einer
desaströsen Militärkampagne von den Intrigen der Founder abgewandt hat und nun
versucht, die Welt außerhalb der wohlgeordneten Campi zu einem sichereren Ort
zu machen. Auf den ersten Blick wirkt er streng und langweilig, aber er trägt viel
unterdrückte Wut mit sich herum, und dass er sich von allem abgewendet hat, wofür
die Founder stehen, verrät Unabhängigkeit. Er ist der zweite Protagonist.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auch andere Figuren sind gut gezeichnet. Darunter ist z.B. ein
Schlüssel, der immer einen flapsigen Kommentar parat, aber auch eine komplexe Persönlichkeit
hat (im Kontext der Geschichte ergibt das Sinn^^). Die Antagonisten, von denen
einige lange verborgen bleiben, sind Figuren, die man aus tiefstem Herzen hassen
kann, und auch die Nebenfiguren funktionieren gut in ihren Rollen und zeigen
Persönlichkeit. Sancia und Gregor sind nicht die einzigen Figuren, aus deren Perspektive geschrieben wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Foundryside“ ist, anders als die gemächlicheren,
nachdenklicheren „Divine Cities“-Bücher, ein Roman, in dem eine Actionszene die
nächste jagt. Die Kämpfe sind gleichzeitig brutal und raffiniert, da die
Figuren die Schlupflöcher in dem harten Magiesystem der Welt geschickt
auszunutzen wissen. Ein wenig ist „Foundryside“ wie ein Actionfilm, der einen
regelmäßig staunen lässt, wieviel Schaden eine Figur mit den
unwahrscheinlichsten Waffen anrichten kann.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Gewagte Einbrüche, Duelle in luftiger Höhe, Fluchten in
letzter Sekunde und Verrat hinter jeder Ecke und auch ein bisschen Comic Relief
… All das macht „Foundryside“ zu einem Buch, dessen Lektüre einfach Spaß macht,
aber auch zum Mitfühlen und Nachdenken anregt, da einige der großen Themen in
unserer Welt genauso relevant sind wie in dem Fantasy-Universum, das wir hier
kennenlernen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Tatsächlich ist sind meine einzigen größeren Beschwerdepunkt
nur die etwas schwerfällige Exposition am Anfang (in einer mit dem Textfluss
brechenden Passage werden Aspekte des Magiesystems erklärt, nur um dann später
noch einmal auf natürlichere Weise ein zweites Mal eingeführt zu werden), dass
die Handlung stellenweise vielleicht sogar etwas zu schnell und atemlos
voranjagt, und dass eine Wendung etwas besser vorbereitet sein dürfte.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Stil des Buches – diesmal ist es im Präteritum
geschrieben – ist angenehm zu lesen. Viele kleine Details tragen zum immersiven
Leseerlebnis bei. Die relativ späte Einführung einiger Perspektiven irritiert,
aber jeweils nur für einen Moment. Die Tevanni haben ihre eigenen Slang- und
Fachbegriffe, von denen man sich jedoch nicht erschlagen fühlt. Auch in Bezug
auf Repräsentation schneidet das Buch gut ab: Sancia ist eine WoC und es wird
eine lesbische Liebesgeschichte angedeutet, von der ich im Folgeband, „Hierophant“,
gerne mehr sehen würde.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Foundryside“ hat mich mit seinem innovativen Magiesystem und
Weltentwurf, einer Menge rasanter Action und relevanten Themen begeistert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Buchdaten
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Verlag: Crown (2018)
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Übersetzung: Nachdem „Die göttlichen Städte“ in Deutschland
nicht so gut lief, mache ich mir leider keine großen Hoffnungen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Foundryside.jpg" length="390834" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Jun 2019 20:16:16 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-foundryside-founders-1</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension,Fantasy,Action,Bennett,Lesen</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps und Analysen - Übergangsszenen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-und-analysen-uebergangsszenen</link>
      <description>Was passiert zwischen den Schlüsselmomenten der Handlung?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/d66af493-4641-468c-ba61-e82b5cf44374.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Eng verwandt mit dem Beitrag zu "
    
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-und-analysen-pacing" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
      Pacing
    
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
    ": meine Überlegungen zu etwas, das mich beim Schreiben regelmäßig vor Herausforderungen stellt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Als ich meinem Freund „Drúdir 3“ zu lesen gegeben habe, war eine seiner Anmerkungen, dass Figuren sich an einigen Stellen geradezu von A nach B zu beamen scheinen – obwohl ich erwähnte, dass sie gehen oder die Straßenbahn benutzen, fühle es sich nicht wirklich so an, als läge tatsächlich räumliche und zeitliche Distanz zwischen den beiden Szenen, die ich im entsprechenden Kapitel beschreibe. Und er hat vollkommen recht. Ich neige dazu, Kapitel zu schreiben, die teilweise einfach nur lange Szenen sind, und statt einen Übergang zwischen zwei Szenen zu gestalten, lasse ich lieber das Kapitel enden, wechsle die Perspektive und kehre dann zu den Figuren zurück, wenn sie sind, wo ich sie haben will. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Einerseits basiert das auf der relativ universell anwendbaren Erkenntnis, dass ich nichts schreiben sollte, was mich und Leser*innen bloß langweilt. Aber wie ich am Beispiel meines Freundes gesehen habe, können die „und dann waren sie plötzlich da“-Momente zu einem irritierenden Leseerlebnis führen, und falls ich mal einen Roman mit weniger Perspektiven und längeren Kapiteln schreiben, kann ich mich nicht immer mit einem Perspektivwechsel durchmogeln.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Also, wie gestaltet man Übergänge zwischen den Szenen? Hier sind zwei Fragen, die beim Schreiben guter „Zwischenszenen“ helfen könnten.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. Welche konkreten Details machen eine Szene bildhaft? Wie bewirke ich Abwechslung?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eine Szene, die nur dazu dient, eine Brücke zwischen zwei interessanten Ereignissen zu sein, wird Leser an sich nicht interessieren. Hier lohnt es sich, anzuschauen, was in der Szene unmittelbar davor und unmittelbar danach die Stimmung beherrscht und was diese Szenen im Kontext des Buches bewirken. Waren sie eher erklärungslastig? Dann sollte die „Zwischenszene“ durch einen Dialog/ ein Ereignis aufgelockert werden, dass lustig oder in irgendeiner Form emotional aufwühlend ist. Waren sie actionreich? Dann kann die Figur unterwegs darüber nachdenken und die Ereignisse verarbeiten. Geht es im Buch eher düster zu? Vielleicht könnte die Figur etwas Schönes/ Ermutigendes sehen, um zu verhindern, dass alles zu Schwarz-auf-Schwarz wird. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Vielleicht nimmt die Figur auch ihre Umgebung bewusst war, und die Szene ist somit eine gute Gelegenheit, Worldbuilding-Details einzustreuen. Auf jeden Fall helfen Sinneswahrnehmungen (vielleicht kommt die Figur an einem Stand mit Essen vorbei, bemerkt ihren Hunger und beschleunigt ihren, weil jetzt schnell nach Hause will), um ein „Sie ging los. Wenig später war sie zu Hause.“ in eine lebendigere Darstellung umzuwandeln. Die Körperwahrnehmung der Figuren hilft auch, um das Verstreichen von Zeit deutlich zu machen. Tun ihre Füße nach stundenlangem Stehen oder Laufen weh? Ist sie vielleicht früh morgens fröstelnd losgegangen, aber macht nun ihre Jacke auf, weil die Mittagssonne am Himmel steht? Beides ist ein guter Weg, um zu zeigen, dass jemand seit einer Weile unterwegs ist.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2. Wie kann die Szene für das Buch bewirken?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  In der Regel stellt jeder Roman dem Leser mehr als eine Frage. Es gibt nicht nur den zentralen Plot, sondern z.B. auch die Frage, wie sich die Hauptfigur und ihre Beziehungen zu anderen Figuren durch ihre Erlebnisse verändern werden. Und dann kommen noch Subplots dazu.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Beispiel: 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sagen wir mal, wir haben es mit einem Fantasyplot zu tun: Die undurchschaubare rechte Hand des Königs schickt zwei Mitglieder der Königsgarde in die Hauptstadt des Nachbarlandes, um dort ein mächtiges magisches Artefakt zu stehlen. Die beiden jungen Männer stammen aus konkurrierenden Familien, aber stellen unterwegs fest, dass sie einander sympathisch und sogar attraktiv finden. Daraus ergeben sich nun folgende Fragen:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Wie kommen sie an das Artefakt?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Was steht auf dem Spiel, wenn sie es stehlen/ nicht stehlen/ erwischt werden?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Warum sollen sie es überhaupt stehlen?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Wie entwickelt sich die Beziehung der beiden?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Wem können sie in der Stadt trauen?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eine Szene, in der die beiden unterwegs sind, könnte sie auf verschiedene Weisen näher an die Antwort auf eine dieser Fragen bringen (und nebenbei vielleicht noch einiges über das Worldbuilding/ die Welt verraten).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sagen wir, sie nähern sich dem Stadttor und kommen an einem Galgen vorbei. Ein Schild verrät, dass hier ein „Dieb und Spion“ hängt → sie wissen nun, dass sie lieber vorsichtig sein sollten.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Oder: Einer von beiden reitet voraus. Der zurückbleibende Mann stellt überrascht fest, dass er sich irgendwie doch an seinen Begleiter gewöhnt hat und ihn ein bisschen vermisst.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Oder: Sie langweilen sich. Einer von ihnen wiederholt einen bekannten Witz über den Berater des Königs, der sie losgeschickt hat, der dessen Vertrauenswürdigkeit in Frage stellt. Sie unterhalten sich kurz darüber, wie wenig sie über die Hintergründe ihrer Mission wissen – oder einer von ihnen denkt darüber nach, aber traut sich nicht, dem anderen anzuvertrauen, dass er sich Sorgen macht. Dass er es später tut, zeigt, dass zwischen den Beiden Vertrauen aufgekeimt ist.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Szenen können viele Funktionen erfüllen, zum Beispiel: 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Darstellung von Ereignissen und Informationen, die den zentralen Konflikt vorantreiben/ die Wahrnehmung des zentralen Konflikts ändern 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Charakterentwicklung/ Enthüllung von Eigenschaften eines Charakters
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Charakterinteraktion und Entwicklung von Beziehungen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Darstellung interessanter Worldbuilding-Details: Flora, Fauna, Kultur (Rituale, Wertvorstellungen, mündl. Überlieferungen, ...)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Vorantreiben/ Auftauchen eines Subplots/ einer neuen Frage
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Verhandlung gesellschaftl./ philosoph. Fragen, die das Buch streift 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Nicht alles, was in einem Buch passiert, muss unmittelbar mit dem Hauptplot zusammenhängen. Tatsächlich wirken Welten immer dann sehr kulissenhaft, wenn Leser*innen nur die Informationen über sie erhalten, die sie brauchen, um den Plot zu verstehen – in solchen Fällen fühlt es sich leicht an, als würde die Welt vor der Hauptfigur entstehen und sich hinter ihr wieder auflösen, ohne unabhängige Existenz und Geschichte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Aber Szenen funktionieren immer dann am besten, wenn sie mehr als eine Funktion für das Buch erfüllen. Die relevante Frage bei Szenen, die primär dazu dienen, zwei wichtigere Szenen miteinander zu verbinden, ist also: Wie kann ich etwas in diese Szene packen, dass etwas Neues über die Welt/ die Charaktere/ das zentrale Problem des Buches enthüllt?
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/431e2af7-272d-4ed4-9186-230671a6806f.jpg" length="67951" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 22:23:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-und-analysen-uebergangsszenen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Coverentstehung: Drúdir 2</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/coverentstehung-drudir-2</link>
      <description>So entstand das Cover von "Drúdir - Masken und Spiegel"</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Glücklicherweise hat mir Joerg Schlonies wieder die Erlaubnis gegeben, seine Entwürfe zu teilen, damit ich zeigen kann, wie das Cover zu "Drúdir - Masken und Spiegel" entstanden ist.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Zuerst habe ich ihm wieder den Klappentext des Buches und ein paar Ideen, was auf dem Cover sein könnte, geschickt (meine eigene Spiegelmaske-Skizze könnt ihr in der "Galerie" sehen). 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Daraufhin bekam ich diesen Coverentwurf zurück und habe mich gleich in den herausfordernden Blick Spiegelmaskes - der Figur auf dem Cover - verliebt. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/entwurf+cover_1.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Allerdings gab es ein Problem. Für mich sind Figuren auf dem Cover wie Schauspieler*innen - sie müssen nicht so aussehen, wie ich die Figuren beim Schreiben vor Augen hatte, ich muss sie mir lediglich in der Rolle vorstellen können. Aber sie sollten auch nicht völlig anders aussehen. Also bat ich Joerg, die Haarfarbe zu ändern, was er auch prompt machte.
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/entwurf+cover_2.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Nun fehlte nur noch Farbe, die unter anderem die geniale Skyline im Hintergrund richtig zur Geltung bringen sollte.
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CoverTeil2.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Der letzte Bearbeitungsschritt bestand darin, dass Joerg noch Spiegelmaskes fünften Finger andeutete, damit es nicht aussah, als hätte sie nur 4, und dass ich mich für einen Titel entschied. Ich war tatsächlich lange skeptisch, ob "Masken und Spiegel" ein guter Titel war, da der Gleichklang mit dem Decknamen einer zentralen Figur - Spiegelmaske -  mich irritierte. Gleichzeitig gefiel er mir besser als alle Alternativen, die mir noch eingefallen waren. Also sah das endgültige Cover so aus:
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CoverFinal.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Lustigerweise war ich während der ganzen Covererstellung so auf Details fokussiert, dass mir erst auffiel, wie nackt Spiegelmaske aussieht, als ich das Cover für ein Veranstaltungsfoto nachstellte. (Das Foto ist übrigens ziemlich geworden).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Allerdings lenken ihre Augen auch sehr davon ab. Wie schon gesagt finde ich es toll, dass sie den Betrachter direkt anstarrt - kein scheuer Blick über die Schulter, kein verträumtes In-die-Ferne-Schauen, wie man es auf so vielen Buchcovern sieht, sondern der Blick einer Frau, die eindeutig keine Konfrontation scheut. Das passt sehr gut zu dem dargestellten Charakter - und ich habe schon mit Judith Madera von Literatopia darüber gewitzelt, dass "Masken und Spiegel" dich wortwörtlich vorwurfsvoll anstarrt, wenn es zu lange auf dem Stapel ungelesener Bücher bleibt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/entwurf+cover_1.jpg" length="314547" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 13 Mar 2019 00:12:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/coverentstehung-drudir-2</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps und Analysen - Pacing</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-und-analysen-pacing</link>
      <description>Ein paar Gedanken zum Handlungstempo.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/01c2bd49-8e4b-459a-ae4a-2f6efdab9a5c.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Ein paar Gedanken zum Erzähltempo.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Pacing (schon wieder ein Anglizismus – angesichts dessen, dass mein Bachelor eine Literaturwissenschaftenkomponente hatte, bin ich verblüffend schlecht darin, auf Deutsch über Literatur zu reden) ist die Geschwindigkeit, in der die Handlung fortschreitet – und entscheidend dafür, wie sich das Buch „anfühlt“.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Was sorgt dafür, dass eine Geschichte schnell oder langsam abzulaufen scheint?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    „Beschleuniger“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      unerwartete Wendungen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Enthüllungen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Action
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      offene Konfrontation
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      jede Form von Wettlauf gegen die Zeit/ Figuren unter Zeitdruck
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ellipsen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      einfache, durch Kommas statt durch Punkte verbundene Sätze (wird automatisch schneller gelesen und erzeugt ein Gefühl von Atemlosigkeit)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      kurze Dialogzeilen/Absätze
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Vorteile einer schnell fortschreitenden Handlung
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Spannung, Weiterlesen um jeden Preis
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Gefahren von "zu viel Tempo"
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      kein Interesse an Ereignissen, falls Leser vorher keine Bindung an die Figuren aufgebaut haben
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Verwirrung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      zu viele schnelle, dramatische Szenen hintereinander erschöpfen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Verlangsamer“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Hintergrundinformationen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Alltagsszenen; kleine, nicht plotrelevante Aufgaben
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Introspektion
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      beziehungszentrierte Dialoge
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      ausführliche Beschreibungen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      komplexere Satzstrukturen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Detailbeobachtungen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Vorteile von "gemächlicheren" Szenen
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Welt und Charaktere können eingeführt und entwickelt werden
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Beziehungen zwischen Figuren entwickeln sich weiter
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Actionszenen erhalten ihr Gewicht dadurch, welche Konsequenzen sie für Figuren haben
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Erholung zwischen den schnellen Szenen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Gefahren
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Übermaß an Beschreibung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Langeweile, falls zu lange nichts Dramatisches passiert
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wie mache ich langsame Szenen spannender?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Die vielleicht ultimative langsame Szene ist der gefürchtete Info-Dump. Leider müssen bestimmte Informationen einfach vermittelt werden, damit Leser*innen wissen, worum es eigentlich geht. Wie also bringt man Spannung in diese Szenen?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    1. Humor: 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Infodumps werden leichter akzeptiert, wenn der/die Ich-Erzähler*in sarkastisch und sehr durch seine/ihre Sicht der Dinge gefärbt erklärt, wie oder warum etwas funktioniert. (Bsp.: Jonathan Strouds „Bartimäus“ benutzt Fußnoten, um Aspekte der Welt einzuführen – dieses eigentlich eher mit wissenschaftlichen Arbeiten assoziierte Stilmittel funktioniert, weil die Fußnoten im unverkennbaren Tonfall Bartimäus’ gehalten sind). 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    2. Konflikt:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
   Das ist ein Mittel, das ich gerne benutze, um Info-Dumps aufzubrechen. Wenn z.B. Charakter A Charakter B etwas erklärt, dann geht es in dem Gespräch nicht nur um die einzuführende Information, sondern auch um die angespannte Beziehung der beiden Figuren. Menschen interessieren sich in der Regel nicht wirklich für Dinge oder abstrakte Konzepte, aber sobald es um andere Menschen (oder annähernd menschliche Wesen) und deren Empfindungen geht, wirkt eine Szene plötzlich sehr viel interessanter. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Wenn sich der Ton einer Szene radikal ändert (insbesondere, wenn ein Konflikt eskaliert oder die lockere Atmosphäre plötzlich von einer bedrohlichen Stimmung abgelöst wird), vermittelt das immer das Gefühl von Bewegung. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Figuren in einer Szene etwas wollen, ob es ihnen bewusst ist oder nicht. Das kann etwas Konkretes sein wie die Suche nach einer bestimmten Information oder die Befriedigung eines materiellen Bedürfnisses, aber auch etwas Diffuseres. Z.B. könnte eine Figur im Gespräch mit einer anderen unbedingt deren Anerkennung gewinnen wollen. Eine Szene trägt immer dann etwas zum Handlungsfortschritt bei, wenn sie den Status Quo verändert, idealerweise auf mehreren Ebenen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    3.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
   Die wichtigste Methode zur Straffung der Handlung ist die Offensichtlichste: 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Kürzen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Auf dem sprachlichen Level sollten hier unnötige Adjektive wegfallen (als allererstes die, die kein konkretes Bild entstehen lassen, wie z.B. „hübsch“). Wenn ein Substantiv von drei Adjektiven näher beschrieben wird, würde ich empfehlen, nur das überraschendste oder aussagekräftigste zu behalten. Auch Filterwörter wie „er sah“/ „er fragte sich“/ etc. sind oft unnötig, insbesondere wenn die Erzählperspektive „close third limited“ ist und Leser*innen dem Charakter halb im Kopf, halb auf der Schulter sitzen und implizit wissen, dass alles, was sie sehen, durch seine Wahrnehmungen gefiltert wird. Filterwörter können sogar die Distanz zwischen Leser*innen und Figur erhöhen, was mal gewünscht sein kann, aber es in der Regel nicht ist. Auch durch das Vereinfachen von Satzstrukturen kann helfen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Aber noch wichtiger ist die Frage: Brauchen Leser*innen diese Information? Auch Informationen, die lediglich die Welt oder eine bestimmte Figur plastischer und vielschichtiger erscheinen lassen, haben ihre Berechtigung und sind sogar notwendig, damit es sich nicht so anfühlt, als sie die Welt bloß eine Kulisse für die Figuren und die Figuren gesichtslose Akteure ohne Leben außerhalb des Hauptplots. Meist gilt hier jedoch Qualität&amp;gt;Quantität. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Bei Szenen ist die Frage: Was soll diese Szene bewirken? Falls es hierauf keine befriedigende Antwort gibt, kann die Szene in der Regel weggekürzt werden. Wenn sie doch eine kleine Funktion erfüllt, aber nur sehr wenig beiträgt, können entsprechende Zeilen vielleicht in eine andere Szene integriert werden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wann sollte ich die Handlung verlangsamen?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Auf den ersten Blick erscheint es kontraintuitiv, die Handlung eines Buches verlangsamen zu wollen. Schließlich ist „nicht spannend“ eines der vernichtendsten Urteile, die man über eine Geschichte fällen kann.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Aber auf der anderen Seite kann auch Erschöpfung eintreten, wenn die Handlung über einen zu langen Zeitraum zu schnell dahinrast und ein Plot-Twist den nächsten jagt. Figuren und Leser*innen brauchen Zeit, um Wendungen zu verarbeiten, und die sollten sie auch erhalten. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Darüber hinaus sind es „langsame“ Szenen, in denen im Vordergrund steht, wer die Figuren sind und wie sie sich entwickeln, die es Lesern erlauben, Beziehungen zu diesen Figuren aufzubauen und deshalb mitzufiebern, wenn sie z.B. in eine Verfolgungsjagd verwickelt werden. Während eine Actionszene in einem Film auch außerhalb ihres Kontexts beeindrucken kann, rührt der Nervenkitzel bei Action in Büchern zu einem Großteil daraus, dass etwas auf dem Spiel steht, was dem/ der Leser*in wichtig geworden ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Außerdem drängen „schnelle“ Szenen dazu, schnell zu lesen und bloß nicht aufzuhören. Wenn der Sog nicht ganz so groß ist, erlaubt das den Leser*innen, innezuhalten und nachzudenken. Auch sind es diese Szenen, in denen die Konsequenzen und Implikationen von Ereignissen vorgestellt werden können.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Also bietet es sich, gerade wenn sich ein Manuskript noch sehr hektisch und handlungszentriert liest, an, Szenen einzustreuen, in denen z.B. eine Handlung einer Figur, die etwas über ihren Charakter enthüllt, genau beschrieben wird. Auch Aspekte der Welt könnten genauer geschildert werden oder ein Dialog zeigen, wie die Figuren zu einander stehen und wie sich ihre Erlebnisse auf sie auswirken.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Mögliche „Verlangsamer“ habe ich ja schon am Anfang des Artikels aufgelistet. Und eine nur langsam fortschreitende Handlung ohne Action und große Enthüllungen muss nicht notwendigerweise spannungsfrei sein – ein gutes Beispiel dafür ist „Der Übergang“ von Justin Cronin, wo die Handlung oft eher langsam dahinfließt, aber dabei von der Ahnung einer herannahenden Katastrophe überschattet wird. Und in Jacqueline Careys „Kushiel“-Büchern stören die ausführlichen Beschreibungen von opulenten Kleidern und komplexen politischen und persönlichen Beziehungen nicht, weil sie einfach perfekt zu der Perspektive der Hauptfigur passen und mit den Reiz des Buches ausmachen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Schnelles  und langsames Pacing: Beispiele
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    1. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Richard Morgan: Altered Carbon
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Dieses Buch ist ein gutes Beispiel für einen Roman, in welchem durchgängig ein sehr schnelles Pacing aufrechterhalten wird. Die Handlung ist ziemlich verschachtelt, die Figuren eigentlich immer aktiv. Dass die Handlung schnell fortschreiten kann, scheint eine der Prioritäten des Autors gewesen zu sein, denn er verzichtet auf einige der Vorteile, die „langsame“ Szenen gebracht hätten. Z.B. führt er einen Science-Fiction-Weltentwurf ein, der eine Reihe spannender philosophischer und psychologischer Implikationen hat, aber nimmt sich nicht die Zeit, diese wirklich zu erkunden. Sein Protagonist, Takeshi Kovacs, ist ganz darauf ausgelegt, in Bewegung zu bleiben, und verdankt einer Mischung aus Veranlagung und speziellem Training eine nahezu übermenschliche Resilienz, die verhindert, dass er zwischendurch erst langsam wieder auf die Beine kommen muss. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Das Ergebnis: ein Buch, das man trotz seiner &amp;gt;600 Seiten binnen kürzester Zeit durchgelesen hat, bei dem aber auch viele interessante Aspekte zu kurz kommen und relativ wenig Identifikation mit Figuren stattfindet. Man sieht hier meiner Meinung nach sehr gut die Vorteile, aber auch den Preis eines sehr hohen Handlungstempos.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Für mehr Infos: Meine 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25371:altered-carbon-das-unsterblichkeitssprogramm-richard-morgan&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=131" target="_blank"&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Rezension auf Literatopia
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    2. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Patrick Rothfuss: Der Name des Windes
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  „Der Name des Windes“ verspricht auf dem Klappentext epische Konflikte, aber auch wenn der junge Protagonist mit Verlust und Gefahr konfrontiert wird und es durchaus Actionszenen gibt, handelt es sich eher um einen gemächlichen Coming-of-Age-Roman. Kvothe vergisst nie das Rätsel, dessen Lösung er sich verschrieben hat, aber es wird auch ausgiebig geschildert, wie er mit finanziellen Engpässen umgeht oder sich im Lautenspiel versenkt. Am Ende des Buches ist kaum etwas von dem eingelöst, was der Klappentext versprochen hat, aber dennoch das das Buch viele völlig begeisterte Fans. Weswegen? Ich vermute, es liegt zum Teil an Rothfuss schöner Sprache und seiner Fähigkeit, auch kleinere Konflikte emotional aufzuladen, aber auch daran, dass er hin und wieder kleine Hinweise einstreut, die für die großen Fragen des Romans interessant werden könnten. Dennoch ist er mit einem Fantasy-Roman, der erstmal in Ruhe vor sich hin mäandert und bei dem der Hauptplot teilweise sehr in den Hintergrund tritt, ein gewisses Risiko eingegangen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tipps: Wie schätze ich das Pacing meines Romans ein?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Das ist eine große Herausforderung für Autor*innen, da a.) die eigene Schreibgeschwindigkeit und b.) das Wissen, was später im Roman passieren wird, die eigene Wahrnehmung verzerren. Ich behelfe mir mit zwei Methoden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  1. Ich frage Alpha- und Betaleser*innen (von denen ich übrigens noch mehr gebrauchen könnte). 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  2. Ich teile mein Buch in Kapitel und Szenen ein und markiere sie farblich, je nachdem, ob es sich um Actionszenen, Gespräche, die Charakterbeziehungen ändern, Beschreibungen oder Momente der Introspektion handelt. Dabei achte ich darauf, dass nicht zu viele Abschnitte in der gleichen Farbe nacheinander kommen. Wenn ich mit mehreren Erzählsträngen und Perspektiven arbeite, kann ich Kapitel, die etwa zeitgleich stattfinden, vertauschen, um genau das zu gewährleisten. Falls das nicht möglich ist, greife ich auf die schon vorher genannten Methoden zurück und streue schnelle/ langsame Szenen ein, um für mehr Abwechslung in Erzähltempo und Stimmung zu sorgen. Hier kommt ein detailliertes Beispiel:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Pacing-Reparatur in „Drúdir 3“
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Tatsächlich war meine Unzufriedenheit mit dem Tempo der Handlung einer der Gründe, wieso ich „Drúdir 3“ zweimal geschrieben habe – der erste Entwurf war eine hektische Abfolge von Ereignissen, die so eng getaktet waren, dass den Figuren zwischendurch keine Zeit blieb, sie zu verarbeiten oder Beziehungen zueinander zu entwickeln. Deswegen habe ich mehr oder weniger von vorne angefangen und nur einige wenige Passagen übernommen. Der Großteil von Version 2 findet zwar auch innerhalb von drei bis vier Tagen statt, in denen sich die Ereignisse überschlagen, aber das Buch startet langsamer, sodass Leser*innen erstmal in Ruhe aufnehmen können, wo die bekannten Figuren jetzt sind und wie es ihnen nach den Ereignissen von Band 1 &amp;amp; 2 geht. Sie können auch die neuen Figuren in Ruhe kennenlernen und es gibt mehr Raum für den Weltenbau. Alles in allem ist „Drúdir 3 - Version 2.0" dadurch, dass ich mir mehr Zeit nehme, ein besseres Buch geworden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Auf der anderen Seite habe ich aber auch eine sich nicht unvermeidlich aus der Handlung ergebende Actionszene und eine Wendung, die den Figuren die Bedrohung vergegenwärtigt, mit der sie es zu tun haben, eingestreut, um zu verhindern, dass der Roman zu langsam und dialoglastig wird – aber auch dafür gesorgt, dass diese Szenen aber auch mehr als nur diese Funktion erfüllen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 27 Feb 2019 00:43:33 GMT</pubDate>
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 9"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 9"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footnote text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footer"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="35" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="caption"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="table of figures"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope return"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="line number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="page number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="table of authorities"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="macro"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="toa heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Closing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Message Header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Salutation"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Date"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Note Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Block Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="FollowedHyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Document Map"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Plain Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Bottom of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Keyboard"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hier kommt das zweite Interview mit Erin Lenaris, in dem sie unter anderem erzählt, welche Überraschungen nach der Veröffentlichung ihres Debüts auf sie gewartet haben. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    (Das erste Interview mit Erins Kurzbiographie, den wichtigsten Infos zu den Ringchroniken und ihren Gedanken vor der Veröffentlichung findet ihr 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/interview-mit-erin-lenaris-vorher" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      hier
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
    .)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Hallo Erin, es ist jetzt mehr als ein Jahr her, dass wir uns
vor der Veröffentlichung von „Die Ringchroniken – Begabt“ unterhalten haben.
Jetzt ist das Buch schon seit Monaten draußen. Wie ging es dir, als die
Veröffentlichung näher rückte? Welche Vorbereitungen haben du und dein Verlag
getroffen?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das war ein langer und
spannender Prozess! Schon eineinhalb Jahre vor dem Erscheinungstermin habe ich
die Anmutung meiner Schauplätze im Coverbriefing für die UNIMAK Designagentur
zusammengefasst. Ich erinnere mich noch sehr gut an mein plötzliches
Herzklopfen, als der erste Coverentwurf zurückkam und ich den Anhang geöffnet
habe. Von dem angenehm kitschfreien Ringmotiv und den wunderbaren Farben war
ich sofort begeistert - gelbe Bücher sind schließlich eine Seltenheit!  Das
Lektorat war dann ein großes Stück Arbeit – allein in der ersten Runde kam mein
Manuskript mit über 6000 Änderungen und 400 Kommentaren zurück. Es war jedoch
eine tolle Erfahrung, an der Seite meiner erfahrenen Lektorin noch einmal in
die Welten des Raurings und des Regenrings einzutauchen, sie weiter
auszugestalten und den Figuren noch mehr Leben einzuhauchen. Zuletzt stand dann
das Buchmarketing auf dem Programm. Die Goody-Produktion hat mir einen
Riesenspaß gemacht und die Zusammenarbeit mit meinen kreativen Bloggerfreunden
war der allerschönste Teil meiner bisherigen Autorentätigkeit. Ihr Mädels seid
einfach die Besten! ❤
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51804022_2165168666839760_6739045236384727040_n.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Gab es Reaktionen von Leser*innen, die dich überrascht haben?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Oh ja! So kreative Blogger-Aktionen zu meinen Ring-Chroniken hätte ich nie erwartet. Sonja Mues von Dreams, Books &amp;amp; Fantasy hat sich Emonys „Lügenfeuer“ mit Lippenstift ins Gesicht geschminkt, Jacqueline Sprey von Booksbeautyandcreativity und Annika Hennes von Anni’s Bücherparadies haben sich das Cover auf den Arm gemalt (kein Photoshop!), Sarah von Trimagie und Mel Amanyar von Drachengeschichten und Nordlichter haben einen Ausmalwettbewerb zu meinen Buchchamäleons gestartet … Ich könnte ein ganzes Fotobuch mit genialen Buchbildern erstellen!
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Inhaltlich hat mich vor allem überrascht, wie sehr manche Figuren polarisieren. Vor allem an Felix, dem besten Freund meiner Protagonistin scheiden sich die Geister. Jugendliche Leserinnen aus meiner Hauptzielgruppe ab 14 Jahren lieben seine quirlige Art, während sich Erwachsene oft etwas mehr Ernst wünschen würden. Jeder trägt andere Erwartungen an die Geschichte heran!
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Mich beeindruckt regelmäßig, wie aktiv du auf Facebook und anderen sozialen Medien bist, vor allem die vielen visuellen Inszenierungen von Figuren aus deinen Büchern wie zum Beispiel deine Chamäleon- oder Funko-Werkstatt. Wie schaffst du es, in deinem vollgepackten Alltag noch dazu Zeit zu finden und welche Tipps würdest du anderen Autor*innen geben?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Freut mich, dass du das so positiv siehst! Man könnte die sozialen Medien ja auch als Sucht bezeichnen. Neben dem Beruf hatte ich ein festes Zeitkontingent für meine kreativen Ideen, das in der Elternzeit nun stark geschrumpft ist. Diese Zeit kann ich entweder zum Schreiben nutzen oder für andere Projekte - einen Geheimtipp habe ich hier leider nicht! Mein schriftstellerischer Output ist deutlich geringer als der vieler Kollegen, aber als Kreativjunkie kann ich all den Näh-, Zeichen- und Bastelprojekten rund um meine Romanwelten einfach nicht widerstehen!
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich sehe sehr viele Posts von Autor*innen, die auf ihre Bücher aufmerksam machen wollen, aber deine stechen definitiv aus der Menge heraus. Gibt es irgendetwas, das du mit dem Wissen, das du heute hast, beim Schreiben oder Veröffentlichen anders gemacht hättest?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Danke! &amp;#55357;&amp;#56856; Das Worldbuilding zu den Ring-Chroniken, das Plotting, Ausformulieren und die vielfachen Überarbeitungen, die Zusammenarbeit mit meinem Agenten, die Verlagssuche, Vertragsverhandlungen und anschließende Arbeit an der Veröffentlichung waren eine große Achterbahnfahrt. Dass Euphorie und der Impuls, einfach alles hinzuschmeißen oft nahe beieinander liegen, kannst du als Autorin sicher bestätigen, oder? Letztendlich kann ich aber mit Edith Piaf sprechen: Je ne regrette rien – ich bereue überhaupt nichts! &amp;#55357;&amp;#56836;
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ja, das kommt mir bekannt vor. Wie geht es jetzt bei dir weiter?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Band 2 und 3 sind in ihrer Rohfassung bereits im Kasten. Momentan feile ich am Mittelteil der Trilogie und habe eine Menge Freude daran, meine Figuren weiter zu entwickeln und neue Facetten ihrer Welt zu zeigen. Meine Dystopie spielt im Jahr 2210 und führt die Helden als nächstes in die verfallenen U-Bahn-Schächte des ehemaligen München. Immer wenn ich die Rolltreppen am Stachus hinunter fahre, blende ich die Leute aus, setze ich meine dystopische Brille auf und tauche ein in den rußig-finsteren Untergrund...
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Das klingt spannend. Hattest du nicht auch mal erwähnt, dass du die Geschichte so schreiben möchtest, dass Leser*innen und Figuren sozusagen gemeinsam erwachsen werden können?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ja, die Entwicklung meiner Figuren bildet das Gerüst, um das sich die ganze Handlung aufbaut. In Band 1 muss Emony noch lernen, ihre besondere Fähigkeit, Lügen zu erkennen, als wertvolle Gabe anzunehmen. Nun hat sie ihre Identität akzeptiert und muss entscheiden, wie sie damit umgeht. Darf sie auf der absoluten Wahrheit bestehen oder sind kleine Lügen manchmal verzeihlich? Ihre Verantwortung wächst mit jeder Entscheidung, die sie trifft - und Emony wächst an ihren Aufgaben!
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Zu dem im ersten Band dominanten Thema Klimawandel kommen nun noch Fragen zu Medizinethik und Überwachungsstaat hinzu - hinter der Abenteuergeschichte verbergen sich also auch nachdenkliche Themen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51632719_2275189169424544_7805985163627724800_n.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Weißt du schon, was du als nächstes schreiben möchtest, wenn du die Ringchroniken abgeschlossen hast?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ein Prequel zu den Chroniken ist bereits geplottet. ☺️ Es spielt im Jahr 2210 in dem vom steigenden Meeresspiegel bereits zur Hälfte überschwemmten Hamburg. Ströme von Klimaflüchtlingen wandern nach Norden, während der Regen im Inland versiegt. Inmitten dieser Unruhen tauchen junge Menschen mit besonderen Fähigkeiten auf... Dieser Einzelband zeigt den Weg von unserer Gesellschaft zur Welt der Ring-Chroniken.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Wann und wie schreibst du? Hast du feste Zeiten oder wirst du eher von Inspirationsschüben überfallen?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Feste Zeiten kann ich mir als Mama eines quirligen Babys leider nicht mehr reservieren. Wenn ich allerdings zum Schreiben komme, arbeite ich mich kontinuierlich nach der "Schneeflockenmethode" voran. Zunächst skizziere ich die Grundzüge der Handlung grob skizziert, dann zurre ich die wichtigsten Wendepunkte der Geschichte fest und richte die Entwicklung der Figuren daran aus. Diese Stichpunkte werden schließlich in einzelne Szenen und Kapitel unterteilt. Im Laufe dieser Arbeitsschritte füge ich immer mehr Details zu meinen Notizen hinzu. Ich beginne, die Szenen im Kopf durchzuspielen, die Schauplätze zu gestalten, die Reaktionen meiner Protagonisten und die Dynamik zwischen ihnen zu durchleben ... Die Handlung läuft unzählige Male in meinem Kopf ab und wird bei jedem Durchgang klarer und logischer strukturiert. So verleihe ich meiner „Schneeflocke“ immer detailliertere Zacken und Muster. Natürlich gibt es auch kleine kreative Sprünge und Heureka-Momente, wenn mich (beim Sport, beim Stillen oder unter der Dusche) ganz unerwartet Ideen anspringen. Dann greife ich ganz schnell zu meiner Notiz-App, um sie festzuhalten
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Und zum Abschluss: Was war dein schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Schreiben?
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Am schönsten war für mich der Bericht einer Leserin, dass mein Buch eine neue Tradition gemeinsamer Leseabende mit ihrer zwölfjährigen Tochter begründet hat. Die Mama wollte sie schon seit längerem mehr fürs Lesen begeistern. Durch die Teilnahme an meiner Wanderbuch-Aktion und den Austausch mit mir kam sie dann auf die Idee, mit ihrer Tochter zusammen zu lesen. Die beiden lasen sich Abend für Abend wechselseitig aus den Ring-Chroniken vor und diskutierten über die Geschichte - mit teils ganz unterschiedlichen Ansichten. &amp;#55357;&amp;#56898; Das hat ihnen so gut gefallen, dass sie diese Leseabende seither beibehalten. Was hätte mein Buch Schöneres bewirken können?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51714879_375384936593361_8800809579198808064_n.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 11 Feb 2019 21:26:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/interview-mit-erin-lenaris-nach-der-veroeffentlichung</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: N.K. Jemisin - How Long 'til Black Future Month</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-how-long-til-black-future-month</link>
      <description>Rezension zu einem Buch, das selbst einen Kurzgeschichten- und Science-Fiction-Muffel wie mich zutiefst beeindruckt hat.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Jemisin+Cover.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    In einer eindrucksvollen Anthologie zeigt N.K. Jemisin den ganzen Facettenreichtum ihres literarischen Schaffens.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Rezension
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eigentlich mag ich Romane deutlich mehr als Kurzgeschichten, Fantasy deutlich mehr als Science-Fiction. Aber N.K. Jemisins eher Science-Fiction-lastige Anthologie „How Long 'till Black Future Month“ war trotzdem ein Must-Read für mich und hat mich trotz meiner bereits hohen Erwartungen positiv überrascht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es handelt sich um eine Sammlung von Phantastik-Geschichten, die teilweise schon in Zeitschriften und Anthologien erschienen sind. Bestimmte Themen – Vorurteile, Unterdrückung und der Kampf dagegen, menschliche Anmaßung, etc. – tauchen immer wieder in verschiedenen Formen auf, aber die Geschichten sind so angeordnet, dass sie maximale Abwechslung bieten. Darin lernen Leser*innen verschiedene Fantasywelten, aber auch unzählige mögliche Zukünfte unserer Welt kennen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Mal sehr dunkel, aber immer übersprudelnd vor originellen Ideen entführt „How Long 'til Black Future Month“ sein Publikum in eine verfallende Stadt der Zukunft, in welcher es keine Menschen mehr gibt und verwaiste Götter durch die Straßen irren, in eine Welt, in der Menschen in Zeitschleifen gefangen sind und nur noch online in Kontakt bleiben, oder in die Welt der „Dreamblood Duology“, wo Magie eng mit Schlaf und Traum verbunden ist. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Einige Geschichten verbinden auch die Geschichte der Amerikas mit Fantasy- oder Science-Fiction-Elementen. Zum Beispiel lernt man eine Angehörige der afroamerikanischen Widerstandsbewegung kennenlernen, die sich auf einen fatalen Handel mit einem Feenwesen einlassen muss. „The Effluent Engine“ war eine meiner Lieblingsgeschichten, weil sie das traditionell eurozentrische Steampunk-Genre, in dem gerne mal die hässlichen Realitäten des Kolonialismus ignoriert werden, benutzt, um eine alternative Geschichte der Jahre nach der haitianischen Revolution (→ 
  
                    
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    &lt;a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Haitian_Revolution" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Wikipedia
  
                    
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    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  ) zu schreiben. Die originelle, actionreiche Geschichte leidet aber ein wenig an den Restriktionen des Kurzgeschichtenformats, da eine wichtige Beziehung durch die Kürze des Texts und des abgedeckten Zeitrahmens zu einer Zeitraffer-Entwicklung gezwungen wird. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  In anderen Geschichten geht es um personifizierte Städte und das Leben unter einem rosafarbenen Himmel, um das nach dem Hurrikan Katrina überflutete New Orleans und ein Mädchen, dessen Intelligenz und Ehrgeiz sie zu einer Außenseiterin machen. Einige Geschichten sind auch mit den Roman-Universen Jemisins verknüpft.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die Vielfalt der auftretenden Charaktere ist sehr groß. Wir lernen eine aufbrausende italienische Köchin kennen, eine muslimische Forscherin, die mit zahlreichen anderen Frauen auf einem Planeten gestrandet ist, einen New Yorker Obdachlosen, eine lesbische haitianische Spionin und eine Frau, die Kinder großzieht, nur, damit deren Körper unheimlichen Wesen als Wirte dienen können. All diese Figuren haben ihre ganz eigenen Stimmen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ebenso experimentiert Jemisin mit verschiedenen Erzählstilen. Einige Geschichten sind so gut wie nur als Nachrichten-Wechsel geschrieben, wieder andere wirbeln die Chronologie der Ereignisse durcheinander und in der ersten Geschichte wendet sich die Erzählinstanz direkt an die Leser*innen. Wie bei den meisten Anthologien ist die Vielfalt der Geschichtensammlung Stärke und Schwäche zugleich, da wahrscheinlich jede/r Leser*in Geschichten finden wird, die sie/ihn/* weniger ansprechen als andere, aber die Qualität ist durchgängig hoch.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    Fazit
  
                    
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  „How Long 'til Black Future Month“ ist eine intelligente, gesellschaftskritische Anthologie, die zeigt, wie vielfältig das Fantasy- und Science-Fiction-Genre und seine Protagonist*innen sein können. 
  
                    
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    Buchdaten
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Verlag: Orbit (November 2018)
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Übersetzung: Hoffentlich!
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Jemisin+Cover.jpg" length="40422" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 06 Feb 2019 11:53:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-how-long-til-black-future-month</guid>
      <g-custom:tags type="string">Jemisin,Kurzgeschichten,Rezension,Fantasy,Science-Fiction,Phantastik</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Interview mit Erin Lenaris: Vor der Veröffentlichung</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/interview-mit-erin-lenaris-vorher</link>
      <description>Ein Interview mit YA-Autorin Erin Lenaris.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Erin.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Das hier ist eines der Autoreninterviews, die ich 2017 auf meinem mittlerweile gelöschten Blog "Cygnus Reviews" veröffentlicht habe.  Darin spreche ich mit Erin Lenaris über ihr YA-Debüt, das zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienen war (sogar der Titel musste noch ein Geheimnis bleiben). Mit dabei: ihre Zeichnungen ihrer Charaktere, die als erstes mein Interesse geweckt haben (das Interview erschien in meiner "Autor*in und ..." Reihe, in welcher ich Autor*innen interviewt habe, die neben ihrem Schreiben noch eine andere kreative Tätigkeit ausüben).
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich werde demnächst ein zweites Interview mit ihr veröffentlichen, in welchem wir darüber reden, wie es nach der Veröffentlichung weiterging. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Erins Kurzbiographie 
    
                      
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  Erin Lenaris steht mit einem Bein in der Wissenschaft und mit dem anderen in phantastischen Welten. Sie verpackt aktuelle Debatten in Fachartikel und Jugendbücher, Vorlesungen und Lesefutter. Ihre Studenten und Romanfiguren begleitet sie durch alle Höhen und Tiefen in der Hoffnung auf ein Happy End für alle.
  
                    
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    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;!--EndFragment--&gt;      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Wie kommt es zu den vielen Chamäleons in deiner FB-Chronik? 
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sie spielen eine Nebenrolle in meinen Romanen. Die Hauptperson Emony hält sich ein Hauschamäleon, dem wir in der Geschichte beim Ausschlüpfen zuschauen. Der kleine Zungenschnalzer braucht viel Pflege, entwickelt aber bald seinen eigenen Willen. Weil mir dieses Detail der Romanwelt so gut gefällt, habe ich die Chamäleons zu meinem Markenzeichen gemacht. Ich nähe kleine Anstecker und Lesezeichen aus Filz und Stoff, die sich als Goodies zu meinen Lesern aufmachen werden, sobald ihre Geschichte erscheint. Bis dahin krabbeln sie quer über meine Chronik! 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    Schöne Idee! Das ist außerdem eine gute Überleitung zu deinen Büchern. Du hast mir ja schon erzählt, dass du noch nicht so viel verraten darfst, aber gibt es vielleicht ein oder zwei "freigegebene" Infos, die du teilen kannst?
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Dieser Obertitel steht fest, wird aber noch durch einen Subtitel ergänzt. Es handelt sich um eine romantisch-dystopische Young Adult-Reihe, die aktuelle Umweltdebatten in ein spannendes Zukunftsszenario verpackt. Die Ich-Erzählerin Emony will sich mit den Umständen nicht abfinden und macht durch ihre Aufmüpfigkeit haarsträubende Entdeckungen. Damit wird sie zur Gefahr für die Machthaber, gerät selbst aber umso mehr in die Schusslinie. Und dann ist da noch Kohen, Emonys Ausbilder. Mal hilfsbereit, mal düster … sie weiß nicht so recht, welche Rolle er spielt. Doch sie will es herausfinden! 
  
                    
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  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Emony.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
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&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Ich bin vor allem durch deine Zeichnungen der Hauptfiguren auf dich aufmerksam geworden und so auf die Idee gekommen, dich zu diesem Thema zu interviewen. Wie entsteht eine solche Zeichnung? Hast du die Figuren erst gezeichnet nachdem sie in deinem Kopf Gestalt angenommen haben und du vielleicht schon eine Weile über sie geschrieben hast? Sind sie schon früh entstanden und haben dir geholfen herauszufinden, wer deine Figuren sind? Oder trifft vielleicht etwas ganz anderes zu? 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Diese Portraits habe ich tatsächlich erst gezeichnet, als schon einiges geschrieben war. Ich hätte viel früher damit anfangen sollen! Grundsätzlich starte ich immer mit einem Figurenfragebogen. Der liest sich wie eine Mischung aus polizeilichem Steckbrief, psychologischem Gutachten und Freundschaftsalbum. Dann suche ich nach Inspirationsbildern zu meinen Charakteren. Meistens werde ich bei Portraitfotografen, manchmal auch in Filmgalerien fündig. Es gibt aber nur selten Fotos, die alle Eigenschaften meiner Figuren abbilden. Daher greife ich zu meinen Bleistiften und verschmelze verschiedene Anregungen in ein Gesamtbild. Ich liebe den Moment, wenn ich die Augen ausmale und die Figur plötzlich lebendig wird! Auf die Art lerne ich meine Protagonisten viel besser kennen. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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    Das klingt, als würde deinen Büchern eine Menge Vorarbeit vorausgehen. Überlegst du dir Figuren und wirfst sie dann zusammen, um zu sehen, was passiert, oder hast du bereits die gesamte Handlung geplant, bevor du zu schreiben anfängst? 
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich bin ein absoluter Planungsfreak! So sind meine Notizen gut und gerne mal 40.000 Wörter lang, bevor ich mit dem Ausformulieren beginne. Den Anfang macht der Schauplatz. Ausgehend von der Frage „Was wäre, wenn?“ entwerfe ich eine Welt mit einem speziellen Problem und denke mir dazu passende Landschaften, Gesellschaftssysteme, Bräuche, Berufe usw. aus. In diese Welt setze ich dann 
  
                    
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  eine rebellische Protagonistin mit einer besonderen Eigenschaft, die ihr das Leben richtig schwer macht. Wenn ich sie jetzt noch mit Freunden und Feinden gegensätzlicher Charaktere umgebe, gibt es jede Menge schönen Konfliktstoff! Mit diesem Material gerüstet entwerfe ich den groben Handlungsverlauf und arbeite ihn nach der „Schneeflockenmethode“ schrittweise aus. Erst wenn ich schon sehr genau weiß, was ich sagen möchte, fasse ich die Geschichte in Worte. 
  
                    
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  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Kohen.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Von so viel Organisation kann ich nur träumen! Ich überlege mir zwar mittlerweile mehr im Voraus und mache mir mehr Notizen als noch ganz am Anfang. Trotzdem muss ich immer erst eine Weile drauflos schreiben, um ein Gefühl für die Figuren zu bekommen, bevor ich dann den Rest des Buches planen kann. Gab es trotz deiner ausgiebigen Planung Figuren und Szenen, die dich beim Schreiben überrascht haben? 
  
                    
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  Große Überraschungen gab es im Schreibprozess bisher kaum, aber einige Nebenfiguren waren mit ihrer Rolle unzufrieden. Sie lagen mir immer wieder in den Ohren, dass ich ihnen noch mehr Backstory geben soll – die sie dann auch bekommen haben. Mein Schurke hat mich genauso zur Brust genommen: „Hey, du musst schon auch erwähnen, warum ich so drauf bin!“ Da hatte er natürlich Recht, schließlich ist der Fiesling der Held seiner eigenen Geschichte. 
  
                    
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    Stimmt - und ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte davon profitiert hat. Um noch einmal auf deine Bilder zurückzukommen: Neben Figurenportraits und Chamäleons hast du auch zwei „Stimmungscollagen“ zu deinem Buch auf FB geteilt. Was hat es damit auf sich? Gibt es bestimmte Bilder, die dich beim Schreiben begleitet/ inspiriert haben? 
  
                    
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  Oh, ja! Meine Festplatte ist voll mit Siedlungsbunkern, Kraftwerken, Magnetpistolen, Wüstenbuggys, Stealth-Umhängen und Galakleidern. Im Internet nach Bildern zu surfen ist doch die schönste Ablenkung, oder? ;-) Das nehme ich immer als Ausrede, wenn ich gerade nicht schreiben will, schließlich helfen die Illustrationen ja wirklich bei der Ausgestaltung meiner Welten. Grandiose Inspirationen finde ich meistens in der Concept Art für Computerspiele oder Filme. Wenn ich mit meinen Figuren in diese detailreichen Darstellungen eintauche, kommt das Kopfkino so richtig in Gang. Weil ich diese Bilder leider nicht auf Facebook zeigen darf, habe ich Moodboards aus frei verfügbaren Fotos gemacht. Ich hoffe, sie vermitteln euch einen ersten Eindruck von meinen Schauplätzen! 
  
                    
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  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/34596913_1027518197406844_5054865165212712960_n.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
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    &lt;!--StartFragment--&gt;    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Ich habe auch schon Witze darüber gemacht, dass ich unbedingt "Drúdir 2" schreiben muss, damit ich es als Recherche bezeichnen kann, wenn ich mich durch Bilder von Ballkleidern aus dem 19. Jahrhundert klicke. Gab es Reaktionen auf die Bilder oder die Ankündigung der Veröffentlichung, die dich überrascht haben? 
  
                    
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  Kohen wurde anhand meiner Zeichnung für James Dean oder Humphrey Bogart gehalten – dabei gebe ich meinen Figuren für das Jahr 2210 einfach gerne 50er Jahre-Frisuren! Besonders geehrt haben mich die Anfragen zweier Kollegen, die ihre neuen Bücher gerne von mir illustriert hätten. Ich würde das unglaublich gerne machen, aber mein Hauptberuf macht das leider unmöglich. Ich finde ja schon kaum Zeit, meine eigenen Projekte zu verfolgen! 
  
                    
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  Zu meiner geplanten Veröffentlichung kann ich leider noch keine Details verraten, aber meine lieben Autoren- und Bloggerkolleginnen freuen sich trotzdem schon mit mir. Das gibt mir eine Menge kreativen Schwung! Ich brenne schon richtig darauf, euch bald mehr über die Geschichte zu erzählen. 
  
                    
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  Das kann ich mir vorstellen. Ich bin jetzt nach dem Interview auch gespannt darauf, mehr über deine Bücher zu erfahren. 
  
                    
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    Wann wird dein erster Band erscheinen? 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Du machst mir eine Riesenfreude! Der Erscheinungstermin wird im Sommer 2018 sein - bis dahin haben meine Lektorin und ich noch genug Zeit, der Geschichte den letzten Schliff zu verpassen. 
  
                    
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    Das klingt, als würde eine aufregende Zeit vor dir liegen. Viel Erfolg und vielen Dank für das Interview. 
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auch dir ganz lieben Dank, viel Erfolg mit Drúdir und deinem Blog!
  
                    
                    &#xD;
    &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Tarmo.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Und zum Abschluss noch ein Bild aus Erins Chamäleon-Werkstatt
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Cham%C3%A4leons.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 02 Feb 2019 11:46:45 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/interview-mit-erin-lenaris-vorher</guid>
      <g-custom:tags type="string">YA,Dystopie,Chmäleon,Lenaris,Interview,Science-Fiction,Zeichnung,Kreativ</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Robert Jackson Bennett - City of Stairs</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs</link>
      <description>Eine Rezension zu einem innovativen Fantasyroman.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
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&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Ich hatte ganz vergessen, diese Rezension von "Cygnus Reviews" auf meine neue Seite zu übertragen, obwohl ich "City of Stairs" regelmäßig weiterempfehle.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auf Deutsch ist es übrigens mit einer ziemlich solide gemachten Übersetzung als "Die Stadt der tausend Treppen" bei Bastei Lübbe erschienen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
 &lt;/w:LatentStyles&gt;
&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--[if gte mso 10]&gt;
&lt;style&gt;
 /* Style Definitions */
 table.MsoNormalTable
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    An
atmospheric and intrigue-filled novel of dead gods, buried histories, and a
mysterious, protean city--from one of America's most acclaimed young fantasy
writers.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    The city
of Bulikov once wielded the powers of the gods to conquer the world, enslaving
and brutalizing millions—until its divine protectors were killed. Now Bulikov
has become just another colonial outpost of the world's new geopolitical power,
but the surreal landscape of the city itself—first shaped, now shattered, by
the thousands of miracles its guardians once worked upon it—stands as a
constant, haunting reminder of its former supremacy.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Into
this broken city steps Shara Thivani. Officially, the unassuming young woman is
just another junior diplomat sent by Bulikov's oppressors. Unofficially, she is
one of her country's most accomplished spies, dispatched to catch a murderer.
But as Shara pursues the killer, she starts to suspect that the beings who
ruled this terrible place may not be as dead as they seem—and that Bulikov's
cruel reign may not yet be over.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Rezension
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Wissenschaftler Efrem Pangyui wurde ermordet. Auf der
Suche nach dem Täter und seinem Motiv betritt Shara Thivani eine Stadt, die von
Misstrauen und Abscheu von Saypuri und Continentals geprägt ist. Immerhin
hatten die Continentals die Saypuri unter Berufung auf ihre Götter über Jahre
versklavt, bis ein Vorfahr Sharas sämtliche Götter tötete – und damit den
kataklysmischen „Blink“ auslöste.  Die Realität
selbst wurde verbogen, was überall tiefe Spuren hinterlassen hat. Insbesondere in
Bulikov. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nun haben die Saypuri die Macht inne und sie verbieten es
den Continentals, auch nur von ihren Göttern zu sprechen. Die Continentals
fühlen sich ihrer Geschichte beraubt und zu Menschen zweiter Klasse degradiert.
Die Saypuri können die Jahre der Sklaverei und und ihre Furcht vor dem
Göttlichen nicht vergessen. Es ist eine Atmosphäre, in der Fragen nach Göttern
heikel sind, jede politische Interaktion von Vorbehalten geprägt wird und
scheinbar harmlose Formulierungen plötzlich eine unangenehme Bedeutung
erhalten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Doch trotz dieser Probleme hat sich Shara vor Jahren in
den bulikovianischen Politiker Vohannes verliebt, den sie nun wiedersieht. Obwohl
keine der religiösen, persönlichen, sexuellen und kulturellen Komplikationen
verschwunden ist, die ihre Beziehung einst beendet haben, scheint diese doch in
einer seltsamen Form wieder aufzuflammen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Zusammen mit ihrem Leibwächter und Assistenten Sigrud vollzieht
Shara Pangyuis Schritte nach und kommt nach und nach Wahrheiten auf die Spur,
die nicht nur politisch brisant sind, sondern auch vermuten lassen, dass das
Göttliche nicht vollends aus der Welt verschwunden ist. Bald weiß Shara auch
nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Bennetts Roman wartet immer wieder mit neuen Wendungen
und Überraschungen auf. Er schildert nicht nur Sharas Nachforschungen und ihre
unerwarteten Ergebnisse, sondern bettet sie auch in ein komplexes,
geopolitisches Geschehen ein. Das Worldbuilding ist sehr originell, detailliert
und durchdacht, die Ansiedlung in einer Epoche, die ein bisschen an die Wende
vom 19. zum 20. Jahrhundert erinnert, gut gewählt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mit atmosphärischen Beschreibungen erweckt Bennett das
düstere, bizarre Bulikov zum Leben, Ausschnitte aus religiösen Texten oder den
Notizen Pangyuis erläutern den Hintergrund der Geschichte. Allerdings ist die
Zeitform nicht so geschickt gewählt. Das Buch ist im Präsenz geschrieben, was
eine atemlose Unmittelbarkeit vermittelt, die nicht so recht zum Ton des Buches
und der nachdenklichen, distanzierten Beschreibung des Geschehens passen will.
Aber man gewöhnt sich daran.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch die Figuren wissen zu überzeugen: Hinter Sharas
zurückhaltender, unscheinbarer Fassade verbergen sich ein scharfer Verstand und
die Entschlossenheit, die Welt zum Besseren zu wenden. Die Jahre, in denen sie
für ihr Land spioniert und getötet hat, haben ihren Blick auf mehr oder weniger
alles relativiert und sie kritisch, misstrauisch und nachdenklich gemacht. Es
ist ihr aber gelungen, über all die Zeit ihre Integrität zu wahren und sie
hinterfragt ihre Befehle und eigenen Aktionen. Shara ist eine Figur, die ruhig,
aber zielstrebig eigentlich unmögliche Aufgaben bewältigt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ihr Assistent Sigrud ist körperlich und mental von einer
traumatischen Vergangenheit gezeichnet und auf der Flucht vor einer großen
Verantwortung. Momentan konzentriert er sich, ohne Rücksicht auf sein eigenes
Leben zu nehmen, an Sharas Seite darauf, was er am besten kann: Töten. Die
Sprache, die Bennett für seine Dialoge und seinen Bewusstseinsstrom wählt, ist
dem Klischee des barbarischen Kriegers, dem Sigrud auf den ersten Blick zu
entsprechen scheint, entgegengesetzt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der charmante, etwas undurchschaubare Vohannes bietet
Shara bereits früh im Buch die Erneuerung ihrer Beziehung an. Obwohl
hochintelligent und ehrgeizig ist er zugleich ein Mann, der permanent mit
seiner Vergangenheit und einer Kultur ringt, die ihn nicht akzeptieren will,
wie er ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eine weitere Figur ist die undurchschaubare Auntie Vinya,
Sharas Tante und Vorgesetzte, der diese jedoch, wie sie feststellt, nicht
vertrauen sollte. Auch die anderen Figuren sind gut beschrieben und überzeugen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „City of Stairs“ ist mit seinem ungewöhnlichen Schauplatz
und eigenen Magiesystem originell und überzeugend. Der Roman streift zahlreiche
große Themen, ohne sie in ihrer Komplexität zu reduzieren. Rasante, teilweise
sehr blutige Actionszenen werden ebenso gut beschrieben wie die Charaktere und
ihre Beziehungen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Buchinfos
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Verlag: Broadway Books (September 2014)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  "City of Stairs" ist der erste Band der "Divine Cities"-Trilogie. Die beiden anderen Teile heißen "City of Blades" (dt. Titel: "Die Stadt der toten Klingen") und "City of Miracles" (dt. Titel: "Die Stadt der träumenden Kinder")
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 28 Jan 2019 20:37:55 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-robert-jackson-bennett-city-of-stairs</guid>
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      <title>2018 – der unvermeidliche Jahresrückblick</title>
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      <description>Die Lese- und Faultierhighlights von 2018.</description>
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   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
 &lt;/w:LatentStyles&gt;
&lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--[if gte mso 10]&gt;
&lt;style&gt;
 /* Style Definitions */
 table.MsoNormalTable
	{mso-style-name:"Normale Tabelle";
	mso-tstyle-rowband-size:0;
	mso-tstyle-colband-size:0;
	mso-style-noshow:yes;
	mso-style-priority:99;
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	mso-pagination:widow-orphan;
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Beginnen wir mit dem Wichtigsten:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      2018 in Büchern
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich habe dieses Jahr – zumindest privat – etwas weniger
gelesen als sonst, aber blicke trotzdem auf einige Lesehighlights zurück. Zum
Beispiel bin ich dazu gekommen, zwei Trilogien zu beenden, deren ersten Band
ich schon 2016 oder 2017 gelesen, die ich dann aber aus den Augen verloren
hatte:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      „The Arcadia Project“ von Mishell Baker
(“Borderline”, “Phantom Pains”, “Impostor Syndrome”) ist eine eigentlich sehr klassische
Urban-Fantasy-Geschichte über die geheime Welt der Feen, die parallel zu der
der Menschen existiert. Doch der Weltenbau ist mit interessanten Ideen
angereichert und vor allem stehen mit der Ich-Erzählerin Millie und den anderen
Mitarbeitern des Arcadia-Projects Menschen im Vordergrund, die es nicht nur mit
dem Übernatürlichen, sondern auch mit psychischen Problemen zu tun haben. 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Hier
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
      
ist meine Rezension zu Borderline, und für das nächste Phantast-Magazin
schreibe ich eine Rezension zur gesamten Trilogie.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      “The Divine Cities”/”Die göttlichen Städte“ von
Robert Jackson Bennett („City of Stairs“/“Die Stadt der tausend Treppen“, „City
of Blades”/”Die Stadt der toten Klingen“ und „City of Miracles“/“Die Stadt der
träumenden Kinder“) stellt in jedem Buch eine andere Figur in den Mittelpunkt
und erkundet einen anderen Aspekt einer sehr modernen Fantasywelt, die jedoch
noch immer von alter, chaotischer Göttermagie und schmerzhaften Erinnerungen
durchdrungen ist.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber ich habe 2018 auch tolle Einzelbände entdeckt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
       „Exit West“ von Mohsin Hamid ist eine
eigenwillig geschriebene Geschichte, die zwar ein phantastisches Element
aufweist (Menschen können durch mysteriöse Türen immense Distanzen überwinden),
aber sich gleichzeitig sehr realistisch anfühlt. Es geht um Saeed und Nadia,
die aus einem Bürgerkriegsgebiet fliehen und es mit den unzähligen
Ungewissheiten eines Lebens auf der Flucht aufnehmen müssen. Wie sich ihre
Beziehung zueinander und zur Welt ändert ist sensibel geschildert, und kleine
Abschweifungen beleuchten sowohl die Rücksichtslosigkeit als auch die
Hilfsbereitschaft, zu der Menschen in der Lage sind.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
       „How Long ‘til Black Future Month“ ist eine
Sammlung von Kurzgeschichten der Phantastik-Autorin N.K. Jemisin, und
entspricht aufgrund des Kurzgeschichtenformats und des Fakts, dass die meisten
Geschichten eher der Science Fiction als der Fantasy zuzuordnen sind,
eigentlich nicht meinem Beuteschema. Jemisins fantasievolle, oft auch zutiefst
gesellschaftskritische Geschichten sind jedoch ausgezeichnet geschrieben und
stecken voller ungewöhnlicher Ideen, sodass das Buch definitiv zu meinen Entdeckungen
des Jahres gehört. Mal schauen, ob ich die Zeit für eine ausführlichere
Rezension finde.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      „
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-max-gladstone-three-parts-dead-craft-sequence-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Three Parts Dead
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
      “ von Max Gladstone ist zwar Teil
einer Serie, aber lässt sich auch gut unabhängig von den anderen Büchern lesen.
Ein originelles Magiesystem, eine schöne Sprache und einprägsame Figuren und
Schauplätze machen das Buch zu einem absoluten Highlight.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Lobende Erwähnungen:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Annelee Newitz: 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25329:autonom-annalee-newitz&amp;amp;catid=64&amp;amp;Itemid=131" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        „Autonom“
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       (in Ermanglung einer
eigenen Rezension verlinke ich hier einfach mal die meiner Literatopia-Kollegin
Judith)
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
       G. Willow Wilson: 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-g-willow-wilson-alif-der-unsichtbare" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        „Alif der Unsichtbare“
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ken Liu: 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25580:seidenkrieger-die-goetter-von-dara-ken-liu&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        „Die Götter von Dara“
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Josiah Bancroft: 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.literatopia.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=25476:josiah-bancroft-im-turm&amp;amp;catid=62&amp;amp;Itemid=129" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        „Im Turm“
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Und damit ihr wisst, dass ich nicht nur überschwänglich loben
kann: Es gab auch Bücher, die meine durch einen medialen Hype angestachelten Erwartungen
nicht wirklich erfüllt haben, zum Beispiel ...
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Tomi Adeyemi: „Children of Blood and Bone”
(tolles afrozentrisches Setting, aber die Handlung und einige Figuren waren zu wenig
originell)
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Anna Smith-Sparks: „The Court of Broken Knives”
(reizvoll ungewöhnlicher Schreibstil, aber Figuren, zu denen ich keine
Beziehung aufbauen konnte)
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Meine Lesepläne für 2019:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Zu Weihnachten habe ich von meinem Freund und
seiner Familie die gesamte „Malazan“-Reihe von Stephen Erikson geschenkt
bekommen. Die zehn Bände à 600+ Seiten dürften mich für eine Weile
beschäftigen. Außerdem habe ich viel Gutes über „Rejoice, a Knife to the Heart“
vom selben Autor gehört.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe meinem Vater strategisch „Walkaway“ von
Cory Doctorow zu Weihnachten geschenkt (dank des netten Teams der Berliner Buchhandlung "Otherland" habe
ich eine signierte Ausgabe ergattert), und freue mich darauf, es mir irgendwann
im Laufe des Jahres auszuleihen.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Obwohl
mich „
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-the-fifth-season-the-broken-earth-buch-1" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        The Fifth Season
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
      ” (Dt. „Zerissene Erde“) und “The Obelisk Gate”
begeistert haben, habe ich bisher noch nicht den letzten Band von N.K. Jemisins
„Broken Earth“-Reihe, „The Stone Sky“, gelesen. Mal schauen, ob ich diese Lücke
nächstes Jahr schließen kann.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe bereits „Foundryside“ von Robert Jackson
Bennett auf meinem E-Reader und freue mich sehr auf die Lektüre.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ebenfalls auf meinem Radar: „Die 13
Gezeichneten“ von Judith und Christian Vogt
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      2018 in Dingen, die ich erreicht/gemacht habe
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich bin zu Hause ausgezogen
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich war zum ersten Mal auf dem
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/pan-branchentreffen-2018" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
         PAN-Branchentreffen
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe meine Bachelorarbeit „Formen und
Funktionen des Phantastischen in der zeitgenössischen deutschen
Steampunkliteratur“ eingereicht und mein Masterstudium der europäischen
Kulturgeschichte (ebenfalls an der Viadrina) begonnen. Seit Anfang Dezember
habe ich auch einen Job als wissenschaftliche Hilfskraft.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Der erste Entwurf von „Drúdir 3“ ist fertig
geworden, „Drúdir 2“ hat ein 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/cover-reveal-drudir-2" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Cover
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       erhalten, das mir noch besser gefällt als
das des ersten Teils.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich konnte mich im Rahmen eines Praktikums bei

      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.periplaneta.com/" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Periplaneta
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       als Lektorin, aber auch als Covergraphikerin ausprobieren und habe
6 Bücher lektoriert und mehrfach mit eigenen kurzen Texten auf der Lesebühne
des Literaturcafés gestanden.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe trotzdem das Gefühl, zu wenig gemacht
zu haben.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      2018 in Faultieren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe auf Youtube ein 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=ao8Qysi_8ZU" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Video
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       entdeckt, auf dem
Faultiere die Game-of-Thrones-Titelmelodie singen
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich habe eine 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/das-langsame-erwachen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        Kurzgeschichte über ein
Werfaultier
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       geschrieben
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Meine Eltern haben meinem Freund Hausschuhe
gebastelt, auf denen je drei Hornknöpfe die Krallen eines Dreizehenfaultiers
andeuten (siehe oben)
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      2019 in guten Vorsätzen
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich möchte wieder anfangen, Harfe zu spielen,
und endlich lernen, laaaangsaaam vooorzuuuleeeeseen. (Das kann ich dann gleich bei meiner 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/veranstaltungen" target="_blank"&gt;&#xD;
        
                        
                        
        großen Lesung am 18.01.2019
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
                      
                      
       üben.
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      EINEN GUTEN RUTSCH EUCH ALLEN!
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/Faultierhausschuhe.jpg" length="166370" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 29 Dec 2018 14:07:23 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/2018-der-unvermeidliche-jahresrueckblick</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension,2018,Jahresrückblick,Buchtipp,Bücher,Faultiere</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps &amp; Analysen - Antiheld*innen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-antiheld-inn-en</link>
      <description>Wie zieht man das Publikum auf die Seite einer moralisch fragwürdig handelnden Figur?</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/01c2bd49-8e4b-459a-ae4a-2f6efdab9a5c.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Antiheld(*inn)en faszinieren - aber gleichzeitig riskieren sie immer wieder, die Sympathie des Publikums zu verlieren. 
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Fantasy war meiner Erfahrung nach nie ein Genre, bei dem die Hauptrollen ausschließlich von strahlenden Held*innen besetzt wurden, aber ich kann schon sehen, wieso es einen mittlerweile wieder abflauenden Trend gibt, möglichst "graue" Figuren ins Zentrum von Romanen zu stellen. Schließlich sind es solche Charaktere, die a.) Dinge erledigt bekommen, egal wie hoch der Preis ist (sie stellen ja sowieso sicher, dass ihn jemand anders zahlt) und b.) das Publikum immer wieder zwingen, seine Einstellung zu ihnen in Frage zu stellen. Es ist genau diese Ambivalenz, die Mischung aus Faszination, Sympathie und Abscheu (und vielleicht noch der kathartische Effekt dessen, einer Figur dabei zuzusehen, wie sie sich z.B. komplett ihrer Wut überlässt), die ihre Faszination ausmacht. Joe Abercrombies „Klingen“-Romane und G.R.R. Martins „Lied von Eis und Feuer“ wurden enthusiastisch dafür gelobt, dass sie Figuren in den Mittelpunkt stellen, die nicht nur auf den ersten Blick ziemlich unsympathisch sind, und sie gleichzeitig plastisch, entwicklungsfähig und differenziert gestalten. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  ABER: Gute Antiheld*innen oder un-/amoralische Protagonisten zu schreiben ist nicht einfach. Mittlerweile ist es auch nicht mehr annähernd neu genug, um innovativ oder provokant zu wirken. Es besteht immer die Gefahr, dass ein(e) Leser*in das Buch nach ein paar Seiten in die Ecke wirft, weil er/sie die Hauptfigur nicht ausstehen kann und ihm/ihr dementsprechend egal ist, ob sie bekommt, was sie will. Meiner Erfahrung nach versetzten sich Leser*innen beim Lesen gerne in jeden halbwegs sympathischen Charakter, sogar in Figuren, die relativ wenig Charakter haben (auch wenn Letzteres durchaus negativ auffällt), aber unsympathische oder unmoralische Handlungen brauchen schon ein Gegengewicht, damit die Identifikation oder das Interesse erhalten bleiben. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Was sind also die Eigenschaften, die Leser*innen dazu bringen, mehr Zeit mit einem „unmoralischen“ Charakter verbringen zu wollen?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Anmerkung: Der Begriff "Antiheld*in" ist eigentlich relativ weit gefasst und meine ursprünglich einfach nur eine Hauptfigur, die nicht die typischen Heldencharakteristika (Mut, Tatkraft, Ehrlichkeit, etc.) aufweist. Mittlerweile wird der Begriff jedoch häufiger in Bezug auf Figuren verwendet, die zwar sehr aktiv und kompetent sind, aber regelmäßig gegen gängige Moralvorstellungen verstoßen. Das ist die Definition, die ich auch in diesem Artikel verwende.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    5 Eigenschaften, die vielleicht nicht die Sympathie, aber wenigstens das Interesse des Publikums wecken
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    A.) 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eine Möglichkeit ist es, die Hauptfigur als immer noch deutlich besser als ihre Gegenspieler*innen darzustellen und ihr 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    sympathische Ziele und Momente
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   zu geben (oder zumindest Gegenspieler, die sie und ihre Handlungen als 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    kleineres Übel 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  erscheinen lassen). Zum Beispiel brennt Lucio aus „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“ eine ganze Stadt nieder, um zu verhindern, dass sich die Pest im ganzen Land ausbreitet. Er ist kein sympathischer Charakter, aber seine Motivation ist nachvollziehbar und er schont auch sich selbst nicht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    B.)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Ich habe tragische 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Vergangenheit
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  en oft sehr plump und übertrieben gestaltet gesehen, aber wenn es gelingt, eine Figur auf überzeugende Weise als ein Produkt ihrer Lebensumstände darzustellen, hilft das sehr dabei, Leser*innen auf ihre Seite zu ziehen. Zum Beispiel lässt die Vorgeschichte von Essun aus „Zerrissene Erde“ von N.K. Jemisin ihre Handlungen glaubwürdig und nachvollziehbar erscheinen. Mark Lawrence macht das ebenfalls sehr gut, indem er in „The Liar’s Key“ mit ein paar Rückblicken in die Vergangenheit der „Red Queen“ zeigt, welche Erlebnisse die unnachgiebige Herrscherin geformt haben. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    C.) Selbstreflexion.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Zumindest ich bevorzuge Figuren, die ihr eigenes Handeln immer wieder kritisch beleuchten. Mich stört wenig mehr als ein(e) Protagonist*in der/die sich einen Haufen fragwürdiger Aktionen leistet, ohne auch nur für eine Sekunde in seiner/ihrer selbstgerechten Gewissheit erschüttert zu werden. Solche Figuren sind als Gegenspieler/ unsympathische Nebenfiguren okay, aber ich würde ungern für die Dauer eines ganzen Romans in ihrem Kopf bleiben, falls sie sich nicht weiterentwickeln. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    D.) Kompetenz.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Nahezu alle Antiheld*innen oder Antagonist*innen, die eine große Fangemeinde haben, sind sehr gut in dem, was sie tun. Ein gutes Beispiel hierfür ist Locke Lamora aus "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch - er versucht, nichtsahnende (und recht sympathische) Menschen um ein gewaltiges Vermögen zu betrügen, aber es war einfach zu interessant, die Umsetzung seiner raffinierten Pläne zu beobachten, als dass ich das Buch weggelegt hätte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    E.) Charme.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Unser(e) Antiheld*in ist eine Person von beeindruckender Präsenz/ hat eine Erzählstimme, die eine(n) unweigerlich in ihren Bann zieht/ macht Witze, über die man eigentlich nicht lachen sollte, die in ihrer grimmigen Präzision einfach zu gut sind, um es nicht zu tun – alles Eigenschaften, die eigentlich bewundernswert sind, und die in Kombi damit, dass sie durch nicht besonders viel Gewissen/ Respekt für soziale Konventionen ausbalanciert werden, noch beeindruckender erscheinen. Hier würde ich wieder „Red Queen’s War“ als Beispiel nennen – Jalan macht sich keine Illusionen darüber, dass er ein egoistischer Feigling ist, und seine Handlungen erinnern Leser*innen immer wieder daran, aber das ändert nichts daran, dass er ausgesprochen unterhaltsam erzählt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Weitere Ressourcen zum Thema
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auch auf der Seite "Mythcreants" gibt es 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://mythcreants.com/blog/creating-distinct-and-grounded-anti-heroes/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Tipps zur Erschaffung glaubwürdiger und individueller Antheld*innen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
  .
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und diese 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://writingexcuses.com/2013/11/24/writing-excuses-8-47-roguishness-with-scott-lynch/" target="_blank"&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Episode von "Writing Excuses"
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
   ist nicht nur lehrreich, sondern lohnt sich allein schon wegen ihres Unterhaltungswerts.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich hoffe, das sind hilfreiche Tipps. Welche Bücher mit Antiheld*innen haben euch in letzter Zeit überzeugt? Oder ist es euch wichtig, dass die Protagonist*innen der Bücher, die ihr lest, sich doch näher am heroischen Pol des Spektrums einsortieren? 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/431e2af7-272d-4ed4-9186-230671a6806f.jpg" length="67951" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 15 Dec 2018 17:52:28 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-antiheld-inn-en</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben,Tipps,Antiheld,Fantasy</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Cover-Reveal: Drúdir 2</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/cover-reveal-drudir-2</link>
      <description>Cover und Untertitel für Teil 2 der Drúdir-Trilogie stehen fest!</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CoverFinal.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Nun ist es offiziell: So wird "Drúdir - Masken und Spiegel" aussehen. Joerg Schlonies, der bereits das Cover von "Drúdir - Dampf und Magie" entworfen hat, hat auch dem zweiten Band der Trilogie wortwörtlich ein Gesicht gegeben - und was für eins!
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das hier ist der vorläufige Klappentext:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Nach einem
teuer erkauften Triumph versucht Drúdir vergeblich, wieder in seinem alten
Leben heimisch zu werden. Als sich auch noch herausstellt, dass er bei seinen
zwergischen Landsleuten im Norden nicht länger sicher ist, reist er ins Herz des Kontinents, um dort Jathrades Elytti zu finden. Er hofft, unter seiner
Anleitung seine nekromantischen Fähigkeiten zu meistern. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Doch in
Ch’Ashvaenta, der Stadt, in der die Menschen ihre Gesichter hinter prachtvollen
Masken und ihre Vergangenheit hinter Lügen und Auslassungen verbergen, ist
nichts wie erwartet. 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    

Als Drúdir ankommt, ist
Jathrades Elytti tot – womöglich ermordet. Auf der Suche nach der Wahrheit
lässt sich Jathrades‘ Tochter, die junge Maskenmacherin Nodia, mit gefährlichen
Verbündeten ein. Ehe die beiden es sich versehen, haben sich Nodia und Drúdir
in ein Netz aus Lügen, Rache und Misstrauen verstrickt. Sie können nur
verhindern, dass es noch mehr Tote gibt, wenn sie herausfinden, welches
Geheimnis Jathrades fünfzehn Jahre lang so sorgsam gehütet 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Wenn alles nach Plan läuft, ist das Buch pünktlich zur Leipziger Buchmesse da. Falls ihr es nicht abwarten könnt: Bei meiner 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/veranstaltungen" target="_top"&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Lesung am 18.01. bei Periplaneta 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
                  
  lese ich erstmalig Passagen daraus vor.
                  
                  &#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CoverFinal.jpg" length="70492" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 02 Dec 2018 13:15:26 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/cover-reveal-drudir-2</guid>
      <g-custom:tags type="string">Drúdir,Trilogie,Cover-Reveal</g-custom:tags>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/CoverFinal.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Analyse/ Kommentar: Fantasyhelden kämpfen gegen alles - außer Rollenbilder?</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/analyse-kommentar-fantasyhelden-kaempfen-gegen-alles-ausser-rollenbilder</link>
      <description>In diesem Artikel geht es um Rollen- und Katzenbilder. (Ok, letzteres ist vor allem Deko).</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/animal-cat-face-close-up-416160.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    „Selbst von Helden, an deren Mut kein Zweifel besteht, wird man wahrscheinlich kein ‚Fick dich, kulturelle Konvention, ich knuddele jetzt begeistert quietschend diese kleine Katze!‘ hören.“ Warum eigentlich nicht?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Eine kleine, aber interessante Beobachtung
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Während sie lange in der Unterzahl waren, sind Heldinnen, die sich nicht mit den ihnen zugewiesenen Rollen begnügen, mittlerweile kaum aus der Phantastik wegzudenken. Kriegerinnen, Königinnen, Rebellinnen, Wissenschaftlerinnen, Heerführerinnen, Diplomatinnen ... vielleicht sind sie noch als Antagonistinnen oder Gehilfinnen der/des großen Bösen ein wenig unterrepräsentiert, aber im Großen und Ganzen haben wir es mit einer erfreulichen Anzahl von Figuren zu tun, die auf die Frage „Was kann eine Frau* sein?“ mit einem herzhaften „Alles!“ antworten würden. Einige Geschichten spielen in Gesellschaften, in denen weitgehend Gleichberechtigung herrscht (z.B. in Robert Jackson Bennetts „Die Göttlichen Städte“, in Max Gladstones „Craft Sequence“ oder in den meisten Urban-Fantasy-Romanen), in wieder anderen zeigt sich die Stärke der Hauptfigur unter anderem darin, dass sie herrschende Vorurteile und Narrative ihrer Kultur hinterfragt und gegen alle Widerstände ihren Weg geht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Diese Bereitschaft, ausgetretene Pfade zu verlassen und sich von niemandem einreden zu lassen, wer oder was man sein sollte, ist eine der Eigenschaften, die Leser*innen Respekt für eine Figur einflößen. Dementsprechend müsste es doch ein typischer Charakterzug, starker männlicher Charaktere sein, dass sie mit den Erwartungen brechen, die ihre Kultur und auch die Kultur des Publikums an Männer stellen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Oder?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Interessanterweise fällt mir nicht auf Anhieb ein ganzer Haufen männlicher Fantasyhelden ein, bei denen ich sagen würde, dass sie mit Rollenerwartungen brechen (zumindest nicht in den Hauptrollen,  Nebenfiguren haben in der Regel mehr Spielraum). Mit ein bisschen Nachdenken finde ich welche, aber doch deutlich mühsamer, als das bei "maskulinen" Fantasy-Frauen der Fall ist.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Was wären mögliche Erklärungen (außer, dass ich zu wenig/ nicht aufmerksam genug gelesen habe)? 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    These 1: Männliche Hauptfiguren müssen seltener mit Rollenerwartungen brechen, weil es viel mehr mögliche Rollen für sie gibt
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Während aktive weibliche Hauptfiguren in nicht romantischen und für ein gemischtes Publikum vorgesehenen Geschichten erst allmählich nicht mehr als Abweichung von der Norm wahrgenommen werden und es z.B. auch in unserer Welt noch extra betont wird, wenn eine Frau Computerspiele streamt/ sich in den Naturwissenschaften hervortut/ erfolgreiche Unternehmerin ist/ ein hohes politisches Amt hat (z.B. hoben mehrere Zeitungen eigens hervor, dass der Congress in den USA nach den Wahlen von 2018 weiblicher sei als je zuvor), stehen männlichen Figuren traditionell viele Rollen offen. In der Phantastik begegnen uns weise Mentoren, schüchterne Nerds, die sich zu Helden mausern, charismatische Anführer u.v.m. Es waren einfach so lange so viele interessante Tätigkeiten/Rollen primär mit Männern assoziiert, dass es vielleicht einfach weniger ausschließlich weiblich konnotierte Aktivitäten gibt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  ABER: Es gibt doch einige. Und mir fallen sehr wenige männliche Buchfiguren ein, die gerne basteln/ stricken/ backen/ viel Zeit auf ihr Äußeres/ Wohnungseinrichtung verwenden/ romantische Filme/Bücher/Musik mögen/am liebsten Vollzeitvater wären/platonisch Körperkontakt mit Geschlechtsgenossen suchen ... 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es scheint also, als müssten männliche Figuren nicht so oft mit Erwartungen brechen, weil die an sie gestellten Erwartungen vielfältiger sind. Aber ihr Verhaltensspielraum scheint dennoch durch solche beschränkt zu sein.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    These 2: "Männliche" Stärken und Schwächen passen besser zu Protagonist*innen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Schauen wir uns mal positive und negative Eigenschaften an, die stereotyp mit Männern und Frauen assoziiert werden (das ist jetzt allerdings nur mein Eindruck und auf Deutschland 2018 bezogen. Jede Kultur und Epoche hat ihre eigenen Vorstellungen davon, das typisch für das eine oder andere Geschlecht ist). 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Männer:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Positive Eigenschaften: Mut, Direktheit, Konfrontationsbereitschaft, Entschlossenheit, Selbstbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit, logisches und praxisbezogenes Denken
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Negative Eigenschaften: Arroganz, Aggressivität, übertriebenes Konkurrenzdenken, Rücksichtslosigkeit, Unsensibilität, Verachtung für Schwäche/Emotion 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Frauen:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Positive Eigenschaften: Mitgefühl, diplomatisches Geschick, Rücksichtnahme, Kooperation, Fürsorge, Talent dafür, Gefühle zu artikulieren
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Negative Eigenschaften: Ängstlichkeit, Unehrlichkeit, Eifersucht, Unselbstständigkeit, Eitelkeit, Illoyalität
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Interessanterweise sind die „männlichen“ Schwächen in vielen Fällen die Sorte Schwächen, die man einer Figur geben würde, um sie spannend und differenziert zu machen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Der Held oder die Heldin hat ihre Fähigkeiten überschätzt, und muss jetzt den dadurch heraufbeschworenen Problemen entkommen? Toller Anfang für eine Geschichte. Arrogante(r) Einzelgänger*in muss kooperieren und vertrauen lernen? Rivalität spornt den/die Held*in zu Höchstleistungen an, aber dann stellt sich heraus, dass die beiden Konkurrent(*inn)en zusammenarbeiten müssen? Gutes Material für Charakter- und Beziehungsentwicklung. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Es scheint, als seien die Eigenschaften, die wir traditionell mit Männern assoziieren, genau die Eigenschaften, die es braucht, um einen Plot voranzutreiben, im Großen wie im Kleinen. Z.B. sind Konflikte eine gute Methode, um Leben in Dialoge zu bringen, und da eignet sich ein männlich konnotierter (konfrontativer, direkter) Sprachstil weitaus besser als Dialogzeilen, in denen behutsam um das Problem herumgeredet und die Gefühle aller Anwesenden geschont werden. Und eine weibliche Hauptfigur, die in den Raum stolziert und im vollen Vertrauen auf ihre Kompetenz dafür sorgt, dass sich alle ihrem Kommando unterordnen, verschafft dem Buch außerdem Pluspunkte, weil eben nicht das Bild einer freundlichen, aber passiven Frau perpetuiert wird und es ein bisschen Wish Fullfillment für Leser*innen ist, die sich mehr Mut zum Anecken wünschen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Dagegen sind die „weiblichen“ Stärken zwar eine wichtige Ergänzung zu den „männlichen“, und in der Regel sind sie es, die eine Figur erst sympathisch machen, aber es wäre eine Herausforderung, eine Hauptfigur nur mit diesen Stärken zu schreiben, weil diese sonst leicht zu nachgiebig erscheinen und den Plot nicht aktiv genug vorantreiben würde.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    These 3: Kulturell verwurzelte Wertungen sind verantwortlich
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Aber hatten Frauen wirklich nur Pech, als es darum ging, kulturelle Zuschreibungen von Rollen und Eigenschaften anzusammeln, sodass sie in der Regel „männlicher“ werden müssen, um gute Protagonistinnen abzugeben, während Männer sich nur hier und da bei ihren Stärken bedienen müssen, um zu differenzierteren, überzeugenderen Figuren zu werden? Oder ist hier noch etwas anderes im Spiel?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Ok, stellen wir uns mal Folgendes vor: 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Unsere Gruppe von Fantasy-Abenteurern sitzt in der Wildnis an einem Lagerfeuer. Ihr Anführer, ein Mann mit markanten Zügen abgewetzter Kleidung und Augen, die tendenziell zu viel gesehen haben, erzählt ihnen von seinen vergangenen Reisen, während er a.) Socken strickt b.) Pfeile schnitzt. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Beides sind in dem Kontext sinnvolle Tätigkeiten (wer ist schon gerne mit kalten Füßen unterwegs?). Aber die eine Variante fühlt sich weitaus stimmiger an als die andere. Tatsächlich wird es oft als eine Art Witz oder als peinliches Geheimnis einer männlichen Figur behandelt, weibliche Vorlieben etc. zu haben. Selbst von Helden, an deren Mut kein Zweifel besteht, wird man wahrscheinlich kein „Fick dich, kulturelle Konvention, ich knuddele jetzt begeistert quietschend diese kleine Katze“ hören, und wenn er mal bei Haushaltstätigkeiten gezeigt wird, dann wird ein Protagonist wahrscheinlich eher etwas reparieren oder Holz hacken, als dass er putzt/ bäckt/ Wäsche wäscht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Leider gibt es in unserer Gesellschaft eine Tendenz, typisch weibliche Tätigkeiten abzuwerten oder Tätigkeiten, die (unverdienterweise) wenig Respekt genießen, als typisch weiblich zu betrachten.(1) Zum Beispiel wird bei einem sauberen Flur oft davon ausgegangen, dass hier eine Raumpfleger
  
                  
                  &#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    in
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  
                  
                  
   unterwegs war, und so wichtig z.B. Grundschullehrer*innen und Erzieher*innen für unsere Gesellschaft auch sind, würde niemand Arbeit in diesem (frauendominierten) Bereich als „Karriere machen“ bezeichnen. Vor einer Weile habe ich für Geistes- und Sozialwissenschaften die Bezeichnung „Frauengedöns“ gehört. „Frauenberufe“ sind anscheinend weich, vage, sozial und bringen ein bisschen mitleidige Achtung à la „lieb von dir, dass du das machst“, aber wenig echten Respekt (unabhängig von der Realität dieser Tätigkeiten).
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Und das gilt auch für Eigenschaften und Vorlieben. Z.B. fallen mir einige YA-Romane ein, in denen eine Protagonistin mit ein paar männlich-nerdigen Hobbys und einer Tendenz, sich lieber praktisch als schick zu kleiden, entweder von einem Passepartout aus stereotyp femininen und damit als Hauptfiguren disqualifizierten Figuren eingerahmt wird, damit sie noch besonderer erscheint, oder aber eine tussihafte Neben-Antagonistin als Kontrastfolie erhält (welche mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auch irgendwann gerettet werden muss, weil sie nicht einmal eine kompetente Gegenspielerin ist.)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Einer meiner Geschichtsdozenten hat in einer Vorlesung von einer Umfrage unter Studenten erzählt, in der er fragte, welche der folgenden Menschen sie als potenziell attraktiv betrachten würden:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ol&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Frauen in Frauenkleidern
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Männer in Männerkleidern
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Frauen in Männerkleidern
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Männer in Frauenkleidern
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ol&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Ratet mal, was die einzige Gruppe war, mit der kaum jemand etwas anfangen konnte. Genau, vier. Passend dazu gibt es unzählige Geschichten über Frauen, die sich als Männer verkleiden, um etwas Bemerkenswertes zu erreichen, aber im umgekehrten Fall handelt es sich in der Regel um eine komische und/oder demütigende Szene (als Beispiel für Letzteres würde mir z.B. Irrwicht-Snape in den Kleidern von Nevilles Großmutter in „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ einfallen). 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Irgendwie drängt sich mir das Gefühl auf, dass wir männlich und weiblich Konnotiertes nicht unbedingt als gleichwertig sehen, schließlich gilt: Frau, die sich typisch männliche Stärken und Tätigkeiten zu eigen macht: stark. Mann, der typisch weibliche Stärken und Tätigkeiten übernimmt: schwach/ lächerlich. So weit ist es anscheinend nicht mit dem Respekt für „weibliche“ Verhaltensweisen her, wenn sie einem männlichen Protagonisten den Respekt des Publikums nehmen würden, sobald er auch nur ein bisschen zu viel davon an den Tag legte. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Unkonventionell starke Protagonisten
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Und das ist schade, da es immerhin Protagonisten gibt, die stark wirken, gerade WEIL sie sich über die Erwartungen an ihr Geschlecht hinwegsetzen (und sie damit paradoxerweise wieder erfüllen, da ja eine der wichtigsten positiven traditionell – wenn auch nicht exklusiv – männlichen Eigenschaften Mut ist. Und diesen erfordert es, mit überlebten Traditionen zu brechen, wenn sie einen als Individuum zurückhalten). 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Spoiler "Königsjäger"
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    (Joe Abercrombie) 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Zum Beispiel lässt sich Brand, eine der beiden Hauptfiguren von „Königsjäger“ am Ende des Buches nicht von der Angst, als feige und unmännlich dazustehen, daran hindern, öffentlich Stellung gegen sinnloses Gemetzel zu beziehen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
     Spoiler Ende 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Auch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wurde dafür gelobt, dass mit Newt Scamander ein friedliebender, fürsorglicher Mann im Mittelpunkt steht. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Also mein Tipp für Autor*innen: Vielleicht wäre ein guter Weg, die Stärke eines Helden zu zeigen, ihn in einem Moment zu schildern, in dem er sich traut, eben nicht stereotyp männlich stark zu sein und die diesbezüglichen Erwartungen der Gesellschaft zu hinterfragen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  (1) Womit ich nicht leugnen will, dass es auch typisch männliche Berufe gibt, die, obwohl sie unverzichtbar sind, wenig Respekt erhalten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Zwei interessante Links zum Thema:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;a href="https://mythcreants.com/blog/five-signs-your-story-is-sexist-against-men/" target="_top"&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dieser Artikel 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
                  
  auf „Mythcreants“ setzt sich damit auseinander, welche schädlichen stereotypen Darstellungen von Männern es gibt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Red von "Overly Sarcastic Productions" redet in 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=r4InTzxkd_0&amp;amp;index=11&amp;amp;list=PLDb22nlVXGgcljcdyDk80bBDXGyeZjZ5e&amp;amp;t=781s" target="_top"&gt;&#xD;
    
                    
                    
    diesem Video
  
                  
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  &lt;/a&gt;&#xD;
  
                  
                  
   über implizite Erwartungen an Protagonisten.
                  
                  &#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 28 Nov 2018 17:31:03 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/analyse-kommentar-fantasyhelden-kaempfen-gegen-alles-ausser-rollenbilder</guid>
      <g-custom:tags type="string">Analyse,Kommentar,Phantastik,Fantasy,Gender</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: G. Willow Wilson - Alif der Unsichtbare</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-g-willow-wilson-alif-der-unsichtbare</link>
      <description>Meine Rezension zu einem innovativen Urban-Fantasy-Roman.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Gelegentlich habe ich das Gefühl, dass sich die Urban Fantasy nur noch wiederholt. Und dann stoße ich auf ein Buch wie dieses und ändere meine Meinung. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Klappentext
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Alif, ein junger Hacker in einem arabischen Emirat, sieht es als seine Berufung an, seinen Klienten Anonymität und Schutz vor staatlicher Überwachung zu bieten, ganz gleich welcher politischen Gruppierung sie angehören. Doch als er selbst ins Fadenkreiz der Regierung gerät und sein Rechner gehackt wird, muss Alif sein bisheriges Leben hinter sich lassen und untertauchen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Dass ihm zudem ein uraltes Buch mit dem Titel „Tausendundein Tag“ in die Hände gespielt wird, verkompliziert die Sache enorm. Denn sein Inhalt enthüllt die reale Existenz der Dschinn und scheint der Schlüsel zu einer neuen Informationstechnologie zu sein ...
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Handlung
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Der junge Mann, den seine Kunden und Internetbekanntschaften nur als Alif kennen, lebt als Sohn der Zweitfrau eines bedeutenden Mannes ein Leben in bescheidenem Wohlstand – und hat gleich zwei Geheimnisse. Zum einen bietet er als „Gray Hat“ seine Dienste als Hacker jedem an, der sie benötigt. Zum anderen ist er heimlich mit der schönen, klugen Intisar zusammen, die gesellschaftlich gefährlich weit über ihm steht. Als ihre Familie sie verheiraten will, trennt sie sich von Alif. Verzweifelt und vor den Kopf gestoßen stürzt sich dieser in die Arbeit an einem ganz besonderen und potenziell sehr gefährlichen Computerprogramm. Doch diese findet ein jähes Ende, als er gehackt wird. Und zu allem Überfluss spielt ihm Intisar noch ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk zu: Ein uraltes Buch mit dem Titel „Alf Yeom“, hinter dem so einige (nicht ausschließlich menschliche) Leute her sind.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Zusammen mit seiner Nachbarin Dina, die das Pech hatte, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, muss Alif sein vertrautes Leben hinter sich lassen, um den Fängen des Geheimdiensts zu entgehen. Seine Flucht führt ihn an zwielichtige Orte – und darüber hinaus, denn er lernt das geheimnisvolle Reich der Dschinn kennen, das mit der Welt der Menschen verflochten ist. Er findet an unerwarteter Stelle Beschützer, aber auch mächtige Feinde, und muss mehr als einmal um sein Leben fürchten.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die nicht näher bezeichnete arabische Stadt, in der „Alif der Unsichtbare“ spielt, ist keineswegs nur eine exotische Kulisse, sondern wird von den Figuren mit den Augen von Menschen gesehen, die hier zu Hause sind. Alif und Dina, beide Kinder von Immigranten, kennen die mehr oder weniger subtilen sozialen Hierarchien, durchschauen, was bloß eine Inszenierung für Touristen ist und bewegen sich mit großer Vertrautheit durch ein für westliche Leser*innen tendenziell eher ungewöhnliches Setting, in dem Religion und Politik eine große Rolle spielen – nicht nur, weil Alif die im Koran beschriebenen Dschinn begegnen. Islamische Mythologie und Philosophie vermischen sich auf spannende Weise mit Linguistik und Informatik. Und die gesamte Handlung wäre ohne den Hintergrund strenger Zensur, brodelnder Wut in der größtenteils armen Bevölkerung und Willkürherrschaft nicht denkbar gewesen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein Minuspunkt der Handlung: Was sie ganz am Anfang in Gang setzt, ist eine Reihe recht unkluger und unsympathischer Entscheidungen Alifs (zum Beispiel verschafft er sich ohne deren Wissen Zugriff auf Intisars Computer), aber die späteren Wendungen entschädigen dafür.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Figuren
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Alif beginnt den Roman als ein intelligenter, aber unreifer und unbedachter junger Mann, dessen Gedanken zunächst nur um seine eigenen verletzten Gefühle kreisen und der teilweise nicht bedenkt, welche Konsequenzen seine Handlungen haben werden. Auf die Gefahr, mit der er sich plötzlich konfrontiert sieht, reagiert er zunächst mit sehr nachvollziehbarer Panik und Hilflosigkeit. Im Verlauf der Handlung durchläuft er jedoch eine große Entwicklung. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Seine Nachbarin Dina, die er, seit sie begonnen hat, sich zu verschleiern, primär als etwas langweilig und sonderbar und oft überhaupt nicht wahrgenommen hat, überrascht ihn mit ihrer Mischung aus Besonnenheit und Tatkraft und mit einem weitaus kritischeren Geist, als er ihr zunächst zugetraut hätte. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eine weitere wichtige Figur ist der Dschinn Vikram. Mit seiner einschüchternden Präsenz, seiner Arroganz und seinen überraschenden Bemerkungen ist er eine der einprägsamsten Figuren des Romans und eine durchaus ambivalente Gestalt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Alifs größter Gegenspieler erweist sich, als er ihn schließlich kennenlernt, als eine relativ einseitige Figur, der man herzlich ein baldiges Ende wünscht.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Stil
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Alif der Unsichtbare“ ist in der dritten Person und im Präteritum geschrieben. Einige wenige Formulierungen sind holprig, andere dagegen spannend und ungewöhnlich, meist fließt der Text aber unmerklich dahin. Es gelingt G. Willow Wilson gut, sowohl die reale Welt als auch die Dschinn-Welt mit ihrer ungewöhnlichen Magie, verwirrenden Atmosphäre und ihren manchmal beinahe lustigen Anachronismen (an einer Stelle hilft Alif einem Dschinn, dessen Laptop von Malware zu befreien) zum Leben zu erwecken. Ich bin jedoch darüber gestolpert, dass eine amerikanische Austauschstudentin, die Alif hilft, die ganze Zeit über nur als „die Konvertitin“ bezeichnet wird, obwohl sie zu einer relativ wichtigen Figur und immer wieder erwähnt wird (wobei das eine bewusste stilistische Entscheidung sein kann, da viele Figuren, unterstützt von der Erzählweise, ein Geheimnis um ihre Namen machen). Das Buch ist durchgängig spannend und steuert seine Figuren in verzweifelte Situationen, gönnt ihnen aber auch kraftvolle Momente des Triumphs oder der Erleichterung.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Fazit
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  G. Willow Wilson ist ein origineller Roman gelungen, in dem viele verschiedene Elemente sich zu einem spannenden, atmosphärischen Ganzen zusammenfügen und Leser*innen immer wieder überrascht werden.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Buchinfos
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Verlag: Fischer Tor (Februar 2018)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Originaltitel: Alif the Unseen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Übersetzerin: Julia Schmeink
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 04 Nov 2018 15:28:43 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-g-willow-wilson-alif-der-unsichtbare</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension,Fantasy</g-custom:tags>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kommentar: Fantasy &amp; historische Korrektheit</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/kommentar-fantasy-historische-korrektheit</link>
      <description>Mein Senf zu der immer wieder hochkochenden Debatte um historische Korrektheit und Repräsentation in Phantastik.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/fadf3322-09a3-4fb0-896d-3acca92471cd.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Gerade wird mir wieder ein Haufen Tweets in die Timeline gespült, die ich gefühlt alle schon mal gelesen habe. Anscheinend ist es eines der weniger bekannten Gesetze des Universums, dass sich alle paar Monate ein paar Leute sehr laut online aufregen, weil in einer phantastischen, an eine historische Epoche angelehnten Geschichte in irgendeinem Medium Menschen nicht-europäischer Herkunft oder mit Behinderungen oder LGBTQIA+_Protagonisten auftauchen, woraufhin sie daran erinnert werden, dass ...
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          1. das europäische Mittelalter, auf das sich das generische Fantasy-Mittelalter sehr, sehr entfernt stützt, nicht so homogen war, wie viele anzunehmen scheinen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          2. gerade Fantasy-Romane in Sekundärwelten/ Kulturen in der fernen Zukunft alle ihre eigene Geschichte haben, deren Verlauf nicht mit unserer übereinstimmen muss (und überhaupt: Unsere Geschichte fand nicht nur in Europa statt) – das sollte also keine Einschränkung sein.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          3. niemandem etwas weggenommen wird, wenn bisher marginalisierte Gruppen Repräsentation erfahren.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Und weil mir das erlaubt, über Geschichte, Phantastik und die Idee zu schreiben, dass alle Leser*innen eine Chance haben sollten, sich in Literatur wiederzufinden, gebe ich jetzt auch noch meinen Senf dazu und schreibe einen Artikel, den ich dann alle Monate wieder verlinken kann (lohnt sich sicher leider), und in dem ich noch mal ausführlicher auf jeden der 3 Punkte eingehe. (Ich benutze jetzt mal das Mittelalter als Beispiel, weil ich mich in den letzten Semestern viel damit beschäftigt und das mehrfach online thematisiert gesehen habe, aber was die Differenz zwischen der Realität und den Klischees über eine Zeit betrifft, gibt es Übertragbarkeiten auf andere Epochen. Ein exzellenter Post zum Thema ist "Writing the Victorians" auf "Stürmische Seiten").
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Was für ein Mittelalter?
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe schon immer darüber gestaunt, wie wenig unsere Idee vom Mittelalter mit der tatsächlichen Epoche zu tun hat. Zur Erinnerung: Die Bestimmung, wann das Mittelalter aufhört und anfängt, ist diffus und ein wenig arbiträr, aber auf jeden Fall handelt es sich um einen bemerkenswert langen Zeitraum, in dem einiger historischer Wandel stattgefunden hat. Unser Bild vom Mittelalter speist sich jedoch fast nur aus dem (vergleichsweise gut dokumentierten) Hoch- und Spätmittelalter. Ich erwähne jetzt einfach mal ein paar Mittelalter-Mythen, von denen ich im Laufe meines Studiums gelernt habe, dass sie nicht wahr sind:
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           1.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Das schmutzige Mittelalter - Tatsächlich gab es im Mittelalter zeitweise eine ausgeprägte Badekultur in Städten. Das große Stinken fing an, als die Idee aufkam, dass Badehäuser an der Verbreitung der Pest beteiligt sein konnten.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           2.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Das christliche Mittelalter – Skandinavien wurde erst im 10. und 11. Jahrhundert christianisiert, und die baltischen Völker sogar noch später. (Bei den Kreuzzügen ging es nur ganz, ganz ursprünglich um die Eroberung Jerusalems – das ganze „Tötet die Ungläubigen, schnappt euch ihr Land und steigt zum wichtigen Faktor in der lokalen Politik auf“ ließ sich auch gut aufs heutige Polen/Baltikum übertragen).
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           3.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Isoliertes mittelalterliches Europa – Während Europa noch nach der Völkerwanderung so vor sich hindämmerte, war in Nordafrika/ Vorderasien deutlich mehr los. Händler bereisten die Welt und so kam es z.B., dass im 9. Jh. in Mainz orientalische Gewürze gehandelt wurden und noch früher ein angelsächsischer König Münzen drucken ließ, die Dinaren nachempfunden waren.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           4.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Dunkles Zeitalter – Ob das stimmt, kommt darauf an, wo man hinschaut. Westeuropa war kulturell und wissenschaftlich ziemlich rückständig, bis Urbanisierung und Bildung ca.1200 einen großen Sprung machten. In Asien oder in der islamischen Welt, in der das Wissen der hellenistischen Kulturen und Persiens aufgingen und die z.B. Berührung mit China hatte, war dagegen eine Menge Wissen im Umlauf, wurde weiterentwickelt und angewendet. Der Fakt, dass durch die Kreuzzüge auch eine Menge Wissen aus der islamischen Welt nach Europa gelangte, ist einer der Gründe dafür, dass sich die Wissenschaftskultur in Europa sprunghaft weiterentwickelte.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           5.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Hexenverbrennungen – Sie fanden auch im Mittelalter statt, sind aber eher ein Phänomen der Neuzeit.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           6.
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          Mittelalter = europäisches Mittelalter – Vielleicht ist die Einteilung in Antike, Mittelalter und Neuzeit mit den gleichen Demarkationslinien, wie wir sie nutzen, nicht auf alle Regionen der Welt gleichermaßen anwendbar, aber der Rest der Welt hat keineswegs geschlafen, während in Europa ehrgeizige Könige und Kaiser, Ratten mit Pestflöhen und Gegenpäpste und Gegenpäpste zu Gegenpäpsten unterwegs waren.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Aber für diesen Artikel ist vor allem Punkt 3 relevant: Im Mittelalter reisten Wikinger nach Byzanz, bereisten islamische Händler und Gelehrte die Welt und pilgerten Menschen von England nach Jerusalem. Bereits im 8. Jahrhundert korrespondierte Karl der Große mit Kalif Harun-ar-Raschid. Waren und Menschen überwanden unglaubliche Distanzen. Googelt mal „Ibn Battuta“.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Also, selbst wenn der Anspruch historische Korrektheit ist, schließt das keineswegs aus, das PoC auftreten können. Und dass Menschen mit Behinderungen, Schwule, Lesben, Asexuelle, etc. damals schon existiert haben, steht außer Frage.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          (Falls jemand zu meinen Mittelalter-Fakten Fragen hat, schreibt mich einfach an, ich suche dann gerne die Quellen heraus.)
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Sekundärwelten und historisch gewachsene Kulturen
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          So gut wie jeder Fantasy-Fan hasst es, wenn jemand ihm/ihr erklärt, Fantasy müsse nicht logisch/realistisch sein. Phantastische Literatur stellt ihre eigenen Regeln auf, aber alles, aus auf deren Basis passiert, wird vom Publikum auf seine Plausibilität abgeklopft werden. Tatsächlich ist der Anspruch, was Konsistenz und Realismus betrifft, tendenziell sogar höher, weil Leser*innen der/m Autor*in bereits ein großes Stück entgegengekommen sind, indem sie die phantastische Grundlage der Welt akzeptieren. Aber genau das ist auch der einzige Anspruch an Realismus in der Phantastik: Die einzelnen Aspekte der Welt müssen zueinander passen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Also muss eine Kultur, um überzeugend zu sein, einfach nur auf plausible Weise von ihrer Vergangenheit und den Gegebenheiten um sie herum geformt sein und wiederum die Leute, die unter ihrem Einfluss aufwachsen, prägen (deshalb störe ich mich in historischen/ phantastischen Romanen an Menschen, die, obwohl sie nie mit ihnen in Kontakt gekommen sind, moderne Werte in einer Welt vertreten, in der das sonst niemand tut, würde das aber auch umgekehrt irritierend finden).
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Die Art, wie wir leben, ist keineswegs ein universeller Entwicklungsschritt, den jede Kultur mal durchläuft, sondern das Ergebnis einer merkwürdigen Evolution – und wenn diese (oder unser Bild von ihr) in einer fiktionalen Welt ein exaktes Ebenbild findet, ist das eigentlich erstaunlicher als eine ganz andere Entwicklung.  Gesellschaften entwickeln sich und bilden sonderbare Regeln, Rituale und Werte aus – Kultur eben. Aber das passiert immer in Interaktion mit ihrer Umwelt. Und wenn da in einer phantastischen Welt eine Variable anders ist als in unserer – und selbst in unserer Welt gibt es eine Vielzahl von Kulturen, die sich unter ähnlichen Umständen sehr verschieden entwickelt haben –, dann kann das alle möglichen Folgen haben.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Natürlich ist mir bewusst, dass historische Parallelen eine Menge für ein Buch bewirken können: In der Weltgeschichte verbirgt sich eine Menge Inspiration, und zugleich sind Parallelen zu realen Ereignissen auch eine Quelle von Orientierung für Leser. Aber man muss sich nicht zwanghaft an sie klammern, und so kann eine fiktionale Kultur, die vllt. technologisch auf dem Level der Renaissance ist, weitaus offener und vielfältiger sein, als unsere Welt es damals war.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Repräsentation
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Gibt es wirklich einen Mangel an Geschichten über weiße (heterosexuelle, neurotypische, ...) Menschen? Nicht, dass ich wüsste. Tatsächlich bin ich repräsentationsmäßig so verwöhnt, dass ich es als angenehme Abwechslung empfinde, wenn mal jemand mit einer anderen sexuellen Orientierung/ einer anderen Herkunft etc. die Hauptfigur eines Buches ist. Und ich kann mich trotzdem mit den Figuren identifizieren, weil es andere – wichtigere – Anknüpfungspunkte gibt.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Z.B. schreibt Nnedi Okorafor i.d.R. über afrikanische Frauen, die Erfahrungen machen, die sich nicht mehr von meinen unterscheiden können. Warum ich mich trotzdem mit Figuren wie Binti oder Phoenix identifizieren kann? Weil ich z.B. ihre Wissbegierde und ihr Staunen über die Welt um sie herum teile. Und Shen Tai aus Guy Gavriel Kays „Im Schatten des Himmels“ ist ein Mann und lebt in einem Land, das auf dem spätmittelalterlichen China basiert. Nichts davon trifft auf mich zu, und trotzdem fällt es mir leicht, mich in ihn hineinzuversetzen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Die meisten Leser phantastischer Literatur haben die Welt schon einmal durch die Augen von Elfen und Zwergen, Aliens, Werwölfen etc. gesehen. Was ist jetzt also die Herausforderung daran, z.B. die Perspektive eines Protagonisten of Colour einzunehmen? Ok, der Blick auf die eigene Bevölkerungsgruppe aus den Augen von jemandem, der vielleicht nicht immer die besten Erfahrungen mit dieser gemacht hat, kann schmerzhaft sein, aber eben auch erhellend und notwendig.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Eine Zeit lang habe ich gedacht, dass die Identifikation mit Figuren mit anderem Hintergrund in beide Richtungen funktioniert, aber dann habe ich Artikel und Tweets von Leser*innen aus ethnischen Minderheiten gelesen, die beschrieben haben, dass ihnen die absolute Abwesenheit von Repräsentation in Kinder- und phantastischer Literatur das Gefühl gegeben hat, dass diese nicht für sie bestimmt war, oder dass sie zumindest keine Protagonisten sein könnten.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Ich habe mich auch daran erinnert, dass ich bei der Lektüre von „The Darkness that Comes Before“ dachte: „Interessantes Buch, aber ich hätte wirklich gerne ein paar Frauenfiguren dabei, die nicht bloß Opfer sind.“ Für mich ist so eine Erfahrung die Ausnahme und leicht hinzunehmen, weil ich jederzeit auf eines der unzähligen anderen Bücher zurückgreifen kann, in denen meine Bevölkerungsgruppe positiv repräsentiert ist. Andere Menschen haben dieses Glück nicht.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Also für mich sieht es ziemlich eindeutig so aus, als wäre mehr Repräsentation etwas, bei dem niemand etwas verliert, aber viele Menschen eine Menge gewinnen können.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Eine Art Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          Wer, wie viel, was, über wen, mit wessen Zustimmung/ nach welcher Recherche schreiben darf/kann/sollte/muss, ist etwas, worüber noch ausgiebig debattiert werden kann. Ich bin auch der Meinung, dass es nach wie vor völlig in Ordnung ist, europäisch inspirierte Phantastik zu schreiben (insbesondere angesichts dessen, wie wunderbar seltsam viele Aspekte historischer europäischer Kulturen waren). Aber der Hinweis auf historische Korrektheit ist in den meisten Fällen ziemlich sicher kein valides Argument, um Diversität in phantastischer Literatur abzulehnen.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 04 Oct 2018 17:56:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/kommentar-fantasy-historische-korrektheit</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps &amp; Analysen – Figuren-Pet-Peeves</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-charakter-pet-peeves</link>
      <description>Hier erzähle ich von 3 meiner Pet-Peeves bei der Figurenzeichnung in Büchern, beschreibe, warum sie mich stören, und erkläre, wie sie sich meiner Meinung nach vermeiden lassen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/d66af493-4641-468c-ba61-e82b5cf44374.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Hier wird es ein wenig subjektiv, da ich über Charakter-Tropes in Fantasy schreibe, die mich regelmäßig nerven, für andere Leser*innen jedoch zu funktionieren scheinen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  (Auch ich pfeffere Bücher nicht deswegen in die Ecke, aber verdrehe hin und wieder die Augen, wenn sie besonders aufdringlich sind). In diesem Post stelle ich sie (womöglich etwas bissig und überzeichnet) vor und schreibe, wie man sie meiner Meinung nach elegant vermeiden kann. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Also, los geht’s: Hier sind drei meiner Pet-Peeves in Büchern.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. Figuren, die nur theoretisch eine dunkle Seite haben
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein Trope, an dem ich mich häufiger störe, ist der des Charakters, über den wir zwar hören, dass er eine gefährliche, dunkle Seite/ moralisch fragwürdige Vergangenheit hat, aber sie nie zu sehen bekommen. Ein Beispiel dafür (auch wenn ich hier relativierend anfügen möchte, dass sie schon in Bd. 2 besser mit der Thematik umgeht) wäre Sarah J. Maas' „Throne of Glass“ - ihre Hauptfigur ist eine berüchtigte Assassinin mit dunkler Vergangenheit, aber das wirkt, soweit ich mich erinnere, eher wie ein Accessoire als wie etwas, das tatsächlich einen Einfluss auf ihre Handlungen und Emotionen hat oder sogar – keuch! – eine etwas zwiespältigere Publikumsreaktion auf sie hervorrufen könnte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die Idee bei Antihelden ist doch schließlich, dass sich die Leser*innen nicht einfach zurücklehnen und sich darauf verlassen können, dass der Protagonist schon das Richtige tut. Ich fühle mich ein bisschen betrogen, wenn Autoren einer Figur ein Attribut wie „Assassine“ geben, weil es düster und cool klingt, sich dann aber nicht den Konsequenzen stellen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Mögliche Lösungen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Charaktere, deren dunkle Seite real ist und sichtbare Auswirkungen hat. Ein Beispiel hierfür wäre Jorg of Ancrath aus Mark Lawrence' „Broken Empire“-Reihe, der kaum ein Tabu ungebrochen lässt. Dadurch polarisiert er natürlich, aber diejenigen Leser, die nicht nach den ersten paar Seiten das Buch gegen die Wand schleudern, sind in der Regel ziemlich angetan. Ein ambivalenterer Charakter ist John Cleaver aus Dan Wells' „Ich bin kein Serienkiller“ – er versucht verzweifelt, ein guter Mensch zu sein, doch seine antisoziale Persönlichkeitsstörung (Soziopathie) gepaart mit einer Faszination für Tod und Gewalt machen es ihm schwer, und er ist oft nur einen kleinen Schritt davon entfernt, seine eigenen Regeln zu brechen und die Sympathie des Publikums zu verlieren. Das Ganze ist so gut und empathisch geschildert, dass John eine faszinierende Figur ist, mit der man gerne mitfiebert, obwohl seine Gedanken und Verhaltensweisen oft beängstigend sind. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Charaktere mit einem völlig anderen Moralverständnis, die gewissermaßen dem Zwang enthoben sind, nach den Normen unserer Kultur zu handeln, also eher amoralisch als unmoralisch sind. Das ist besonders typisch für Aliens, künstliche Intelligenzen und die seltsameren Elfen(-substitute) in Fantasy. Das eliminiert Ambivalenz auf der Seite des Lesers, aber auch das Identifikationspotenzial dieser Figuren. Beispiel: die undurchschaubare K.I. „Das Rote“ aus „Morgengrauen“ und den Folgebänden von Linda Nagata.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    3.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Hauptfiguren, denen nicht Charakterzüge oder eine Vergangenheit aufgezwungen wurden, die sie „dunkel“ machen sollen, aber nicht zu ihnen passen. Das funktioniert sogar in düsteren Fantasy-Welten verblüffend gut, wie Peter Newmans „Vagant“ beweist. Hier bewegt sich ein zwar schlagkräftiger, aber auch friedfertiger und fürsorglicher Held durch eine postapokalyptische Welt – und zieht mit seiner mitfühlenden Art sogar Dämonen auf seine Seite. Gut ist nicht gleich schwach.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2. Figuren, denen keine Gefühle erlaubt sind (oder nur, wenn sie durch eine übertrieben tragische Vergangenheit entschuldigt werden)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das beobachte ich nicht ausschließlich, aber besonders bei männlichen Figuren – gerade in Romantasy: Die Figur (oft das oberkörperfrei auf dem Cover abgebildete Love-Interest der Protagonistin) ist immer stoisch und stark. Es sei denn, unser sonst so unnahbarer Held bricht einmal so richtig zusammen, um von unserer Heldin geheilt zu werden (weil vorher mit jemandem über seine Probleme reden ja nicht drin ist). 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und natürlich hat sein Zusammenbruch dann keine Ursache wie ein Übermaß an Alltagsstress oder psychische Probleme (zumindest nicht so etwas wie eine Depression, Angststörung oder Zwangshandlungen, PTBS ist gerade noch erlaubt), sondern ist immer Folge eines großen Verlusts/Verrats/Traumas/alles zusammen in der Vergangenheit. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Dürfen (männliche) Buchfiguren nicht auch mal an ihrem Alltag verzweifeln und dafür vom Erzähler, aber auch von anderen Charakteren ernst genommen werden? Ich hätte absolut nichts gegen einen Vampirkrieger, der ausgelaugt nach Hause kommt, sieht, dass seine Waschmaschine kaputtgegangen ist und die Küche überflutet hat, und erstmal in Tränen ausbricht, weil ihm das gerade einfach alles zu viel wird. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Kleinere Probleme, die trotzdem emotional erschöpfend sind, können Figuren sofort viel menschlicher und sympathischer machen, und irgendwie stört mich diese Erwartungshaltung an Figuren, dass es nur zwei Sorten von Problem gibt: 1.) muss stoisch hingenommen werden 2.) erfordert einen Rachefeldzug. Mir gefällt die Implikation nicht, dass Figuren schon eine sehr, sehr dramatische Begründung brauchen, um ausnahmsweise mal nicht zu funktionieren. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Damit im Zusammenhang steht auch die ÜTV (übertrieben tragische Vergangenheit), die oft zum Einsatz kommt, wenn die Figur eine Rechtfertigung für irgendein fragwürdiges Verhalten braucht, sich aber flach und eben übertrieben anfühlt. Es ist möglich, eine kleine emotionale Verletzung bedeutsam erscheinen zu lassen, wenn die Leser die Figur gut genug kennen und nachfühlen können, wieso sie darunter leidet. Wenn aber die Vergangenheit irgendwie künstlich und aufgesetzt erscheint und Leser*innen in Gedanken nachrechnen, wann die Heldin überhaupt Zeit für die neueste schreckliche Episode in ihrer Vergangenheit hatte, von der wir gerade erfahren haben (hallo, „Penny Dreadful“), ist irgendetwas schiefgelaufen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Mögliche Lösungen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Steht eigentlich schon im Text: Gebt der Figur kleinere Probleme, und macht die Figur selbst so interessant, dass diese dem Publikum signifikant erscheinen. Ein schönes Beispiel hierfür ist Imriel aus „Kushiels Scion“. Zwar hat auch er eine traumatische Vergangenheit, aber er hat auch viel kleinere Probleme, wie z.B., dass seine Adoptiveltern einen beinahe mythischen Heldenstatus genießen und er sich fragt, wie er je aus ihrem Schatten treten soll, sowie die diversen kleinen Konflikte, die nun einmal mit dem Erwachsenwerden einhergehen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auch Brandon Sanderson nimmt in Kauf, dass die Handlung von „Oathbringer“ (Stormlight-Archives 3) langsamer voranschreitet, um sich dafür Zeit für die inneren Konflikte seiner Figuren zu nehmen, die schwer an Drogenabhängigkeit, Schuld oder psychischen Problemen tragen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Spoiler für "The Blood Mirror" 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein weiteres Beispiel  sind Kip und Tisis im 4. Band von Brent Weeks' „Lightbringer“-Serie. Sie fechten Seite an Seite einen bedeutenden Kampf aus und sind starke, fähige Charaktere, aber haben es mit noch einem weiteren Feind zu tun: ihren eigenen Körpern. Kip hat die Serie als ein unsicherer, übergewichtiger Junge begonnen, und obwohl er jetzt, mehrere Bücher später, ziemlich fit ist, ist sein Gewicht noch immer ein wunder Punkt für ihn. Tisis leidet unter Vaginismus (sie kann lange nicht so mit ihrem Partner schlafen, wie sie es von sich selbst erwartet, weil sich jedes Mal ihre Scheidenmuskulatur verkrampft). Sie schämt sich dafür und hat das Gefühl, versagt zu haben.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
     Spoiler Ende
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Unzufriedenheit mit dem eigenen Äußeren und die Erfahrung, teilweise keine Kontrolle über den eigenen Körper zu haben, sind Probleme, die diese Figuren noch einmal menschlicher und realistischer wirken lassen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    3. Die umschwärmte Figur ohne Eigenschaften
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Unsere Hauptfigur taucht neu irgendwo auf. Und plötzlich richten sich alle Blicke auf sie. Die quirlige, beste Freundin mit ihren kleinen Ticks und ohne eigenes Leben taucht auf, zwei bis unendlich viele geheimnisvolle Männer suchen ihre Nähe, und sie muss sich zwischen ihnen entscheiden, und irgendwie hängt noch die Rettung der Welt von ihr ab. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das Problem: Es ist für Leser*innen nahezu unmöglich nachvollziehbar, was unsere Hauptfigur so sehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt, gerade, wenn ihre Auserwähltheit dabei kein Faktor ist. Schließlich versichert sie ja ständig, wie unscheinbar sie aussieht, hat keine starke Handlungsmotivation, kein ausgeprägtes Charisma, das andere in ihren Bann zieht, keine Expertise, die anderen Bewunderung abnötigt ... nichts.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Okay, ich verstehe, wozu solche Charaktere da sind. Nahezu ohne eigene Persönlichkeit (oder mit der Persönlichkeit Typischer-Teenager-wie-ihn-sich-erwachsene-Autoren-vorstellen) bieten sie eine ideale Projektionsfläche für das Publikum. Und ein bisschen Wunscherfüllung („Vielleicht denke ich ja nur, dass ich normal und langweilig bin, aber in Wahrheit ist da etwas Besonderes an mir, das die Welt irgendwann erkennen wird“) ist auch prinzipiell nichts Schlechtes.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Aber ich lese, um neue Menschen kennenzulernen. Um mich in die Gedankenwelt von Figuren hineinzuversetzen, die andere Hintergründe, andere Werte, anderes Wissen haben als ich, und die Welt aus anderen Perspektiven betrachten zu lernen (weswegen ich mehr Vielfalt in Literatur nicht nur aus politischen, sondern auch aus ganz egoistischen Gründen begrüße). Eine gewisse Fremdheit ist für mich ein Plus und eine plastische, entwickelte Persönlichkeit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass mich eine Figur wirklich überzeugt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und es stört mich, wenn alle eine Figur toll finden, aus keinem anderen Grund, als das der/die Autor*in es so beschlossen hat.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Mögliche Lösungen:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Eine offensichtliche Lösung: Macht die Hauptfigur interessant. Lasst sie ihren Auserwähltenstatus akzeptieren oder gar selbst erkämpfen. Macht sie zu einer schillernden Persönlichkeit, die aus gutem Grund Interesse weckt. Hier ist noch ein Beispiel aus den „Lighbringer“-Romanen: Kompetent, charismatisch und listig lässt Gavin Guile es plausibel erscheinen, dass er sowohl begeisterte Gefolgsleute als auch erbitterte Feinde in Hülle und Fülle hat. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
   Schreibt eine Underdog-Figur und werft ihr die Freundschaften, die Bewunderung, etc. nicht hinterher. Lasst sie sich diese Dinge langsam erarbeiten, während sich ihr Charakter entwickelt. Aber macht auch sie interessant, mit inneren Konflikten und starken Interessen. Ein Beispiel: Thomas Senlin aus „Im Turm“ (Josiah Bancroft). Der unbeholfene Dorfschullehrer muss hart darum kämpfen, von anderen Figuren respektiert zu werden, auch wenn er am Ende (auch dank der großen Charakterentwicklung, die er durchläuft) damit Erfolg hat.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Bevor ihr "Drúdir" durchkämmt ...
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich nehme nicht für mich in Anspruch, all das in meinen eigenen Büchern elegant umschifft zu haben – es sind aber sicher Dinge, denen ich in zukünftigen Projekten mehr Aufmerksamkeit widmen werde. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Und noch eine kleine Anmerkung: Ja, es gefällt mir auch nicht, ständig das englische „Trope“ zu benutzen, aber ich habe bisher keine echte deutsche Entsprechung gefunden. Es gibt zwar auch im Deutschen das Wort „Trope“, aber es ist, soweit ich weiß, in seiner Bedeutung nicht ganz deckungsgleich und ziemlich unbekannt. Motiv oder Muster könnte funktionieren, aber beide Wörter haben noch zusätzliche Bedeutungen. Also bleibe ich mal bei „Trope.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Und wie sieht es bei euch aus?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Auf welche Tropes/ Charaktere könntet ihr gut verzichten? Was sind eure Kritikpunkte an Büchern, die euch ansonsten gut gefallen?
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 27 Sep 2018 14:35:21 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-charakter-pet-peeves</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreibtipp,Analyse,Lesen,Pet-Peeves,Charakter</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Palimpsest - Eine Vampirgeschichte</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/das-palimpsest-eine-vampirgeschichte</link>
      <description>Eine Geschichte, die ich ursprünglich für das Anthologieprojekt "Draculas Vermächtnis" verfasst habe.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/antique-art-bookcase-1301585.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    "Das Palimpsest" war eine von 132 Einsendungen für "Draculas Vermächtnis", eine Anthologie des Art-Skript-Phantastik-Verlags.
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
     Allerdings hat sich Herausgeberin Grit Richter entschieden, auf die Veröffentlichung der Anthologie zu verzichten - eine Entscheidung, die sie in 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://art-skript-phantastik.blogspot.com/2018/08/die-vampire-sind-tot.html?m=1" target="_blank"&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
                        
      diesem Blogpost
    
                      
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
     (externer Link) begründet, und für die ich eine Menge Respekt habe. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Wenn ich mich richtig an den Ausschreibungstext erinnere, waren die Anforderungen:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. Es soll um den Umgang moderner Vampire mit dem Tod Draculas gehen
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    2. Die Worte "Draculas Vermächtnis" müssen vorkommen.
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    3. max. 4500 Wörter
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Und das ist genug Kontext. Hier kommt die Geschichte!
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Das Palimpsest
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich unterbrach meinen Vortrag kurz, um die Mitteilung meines Laptops wegzuklicken, dass ich doch bitte ein Update installieren solle. Als ich wieder aufblickte und weitersprechen wollte, blieb mir für einen Moment die Stimme weg. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Weit oben im Hörsaal, in der vorletzten Reihe, hatte ich ein vertrautes Gesicht erspäht. Es war ein halbes Jahrhundert her, dass ich es das letzte Mal gesehen hatte, aber wie könnte ich es nicht wiedererkennen? Der Neuankömmling bemerkte meinen Schreck. Sein feines Lächeln verärgerte mich genug, dass ich das Kinn hob und mit gelassener Stimme weitersprach.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „… und deshalb lässt sich die Literatur dieser Epoche als Antwort auf eine Zeit verstehen, die unserer in vieler Hinsicht ähnelte, einer Zeit, in der die Welt immer größer wurde, immer enger zusammenwuchs und neue Technologien und Ideen neue Freiheiten und Möglichkeiten der Lebensgestaltung versprachen, in der aber auch die Verunsicherung wuchs. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich schaltete Beamer und Laptop aus. Sofort setzte Rascheln ein, als Studierende ihre Sachen zusammenräumten oder nach Handys griffen, die anderthalb Stunden lang vergessen auf ihren ausklappbaren Tischchen gelegen hatten. Ich ermahnte mich, meine Kräfte in Zukunft besser zu dosieren. Meinesgleichen hat eine sonderbare Wirkung auf die Menschen, die uns als Beute dienen. Es fällt uns leicht, sie in unseren Bann zu ziehen. Wir haben diese Fähigkeiten in den letzten Jahrhunderten eingesetzt, um Armeen zu führen und Religionen zu gründen – oder, in meinem Fall, besonders fesselnde Vorlesungen zu halten. Dass ich einen Teil der Zeiten, über die ich sprach, selbst erlebt und Erstausgaben der Klassiker, die wir besprachen, in meinen Regalen stehen hatte, half ebenfalls.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Natürlich ahnte niemand, wer ich war. Niemand wusste, wieso Studierende, die in meine Sprechstunde kamen, diese oft blass und desorientiert verließen, verblassende Bisspuren dort, wo ihre Kleidung sie verdeckte, und einen verschwommenen Fleck dort, wo ihre Erinnerungen an die letzte Viertelstunde sein sollten. Der Mann, der mich noch immer mit diesem kaum wahrnehmbaren, amüsierten Lächeln beobachtete, wusste es hingegen ganz genau. Ohne Hast kam er zu mir herunter.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Maria“, begrüßte er mich.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Leandra“, korrigierte ich kühl. „Leandra Andersen. Es fällt mir schwer zu glauben, dass du nicht weißt, welchen Namen ich derzeit benutzte.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Leandra“, wiederholte er, leisen Spott in der Stimme. Ich zwang mich, nicht die Augen zu verdrehen. Er hätte sich desselben spöttischen Tons bedient, um seine Einkaufsliste vorzulesen. Groß, elegant und stets mit einem feinen Lächeln auf den Lippen gab sich Neculai stets, als amüsiere er sich über einen Witz, den er als einziger verstand. Natürlich fielen die Menschen scharenweise auf ihn herein und hielten ihn für so überlegen, wie er sich präsentierte. Ich hatte die hohle Geste schon vor Jahrhunderten durchschaut. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Bald war der Hörsaal leer. Nur eine Studentin, die offenbar noch mit mir sprechen wollte, war stehen geblieben. Allerdings schien sie die Frage vergessen zu haben, die ihr auf den Lippen gelegen hatte. Mit großen Augen sah sie zu Neculai auf, schon jetzt im Bann einer Kreatur, die sie ohne zu zögern töten würde. Vielleicht würde er es tun, wenn sie das Pech hatte, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Und tatsächlich wandte er ihr den Kopf zu und maß sie mit einem langen Blick.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich suchte Augenkontakt mit ihm und schüttelte warnend den Kopf. Ich mochte diese kleine Universität mit ihren wenigen, aber engagierten Dozenten und ihrem Forschungsprogramm zu osteuropäischer Geschichte, das ich auf verschlungenen Wegen finanzierte. Schließlich hatte ich ein persönliches Interesse daran. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich wollte nicht, dass unbequeme Leichen auftauchten, die Unfrieden auf den Campus brachten und womöglich die Aufmerksamkeit noch weiterer Artgenossen erregten. Schlimm genug, dass Neculai mich gefunden hatte.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ich fürchte, das ist ein wichtiges Gespräch“, erklärte ich der Studentin mit einem betont bedauernden Achselzucken. „Vielleicht möchten Sie in meine Sprechstunde kommen. Sie finden die aktuellen Zeiten auf der Seite des Lehrstuhls. Falls Sie da Veranstaltungen haben, schreiben Sie mir. Wir finden schon ein Arrangement.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Nein … ich hatte nur ein paar Gedanken zur Vorlesung, die ich gerne mit Ihnen besprochen hätte. Es ist wirklich nicht wichtig.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Dann vielleicht nach der Vorlesung nächste Woche“, schlug ich vor. Ich freute mich immer, wenn es mir gelang, junge Menschen für die Themen zu interessieren, die ich jahrhundertelang erforscht hatte. Im Laufe meiner Lehrtätigkeit war ich desinteressierten, stumpfsinnigen Studierenden begegnet, die nur an dem Geld und Status interessiert waren, die ein Abschluss ihnen verschaffen würde. Doch ich hatte auch Menschen getroffen, mit denen ich mich beinahe auf Augenhöhe unterhalten konnte. Sie alle waren erschütternd jung und unwissend, aber einige von ihnen stellten die richtigen Fragen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Neculai betrachtete mich von der Seite, als ich der Studentin nachsah. „Du tust mal wieder so, als wärst du ein Mensch?“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wie wir alle. Ein wenig Täuschung ist ein geringer Preis, um Fackeln und Mistgabeln zu vermeiden, findest du nicht?“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Vergiss nur nicht, was du bist. Er hätte das nicht gewollt.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich lachte spöttisch. „Er wusste am Ende nicht mehr, was er wollte.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Neculais Fassade verrutschte selten, aber der verletzte Ausdruck, der nun über seine blassen Züge huschte, verriet, dass solche Bemerkungen sie immer noch zuverlässig zum Einsturz brachten. Er wollte verzweifelt an den majestätischen Fürsten der Finsternis glauben, der mich zu seinesgleichen gemacht hatte, woraufhin ich dann – ein Fehler, den ich oft bereut hatte – Neculai verwandelte. Jahrzehntelang hatte er nach Dracula gesucht, hatte mir nicht glauben wollen, als ich von Draculas Wahnsinn, seiner Melancholie und seinem Tod sprach. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Er hatte zu lange gelebt“, sagte ich sanft. „Er war … abgestumpft. Er hat Menschen gequält und getötet, nur um herauszufinden, ob ihn das noch berühren konnte – es hat nicht funktioniert. Ich habe ihn dabei beobachtet, wie er eine seiner eigenen Hände beinahe bis auf die Knochen verbrennen ließ, einfach um etwas zu fühlen. Er hat mich verwandelt und jahrelang bei sich behalten, um zu sehen, ob Nähe vielleicht in ihm auslösen würde, was Schmerz nicht mehr konnte. Wie du weißt, war das ähnlich ineffektiv. Also ist er gegangen, um sich seinen Jägern zu stellen.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wie könnten solche schwachen Menschen jemanden wie ihn vernichten? Er kannte Geheimnisse, die uns verborgen geblieben sind!“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Er hat den Tod gesucht.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Das kann ich nicht glauben! Vielleicht hatten ein paar von Unseresgleichen die Hände im Spiel. Vielleicht wolltest du seine Macht über dich nicht länger dulden.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Deine Verdächtigung schmeichelt mir, aber obwohl meine Kräfte mit den Jahren gewachsen sind, wäre ich dazu nicht in der Lage gewesen.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich lächelte unwillkürlich, als ich an die bittere Ironie unserer Existenz dachte. Mit jedem Jahrzehnt, das verging, nahm unsere Stärke zu, doch zugleich fiel es uns immer schwerer, einen Sinn darin zu finden, sie einzusetzen. Woran sollten wir glauben und wer sollte uns noch etwas bedeuten, wenn schwache, kurzlebige Menschen mit ihren Ideen und glühenden Leidenschaften in unsere Leben traten und tot waren, noch bevor wir sie richtig wahrgenommen hatten? Wenn sich die Welt um uns herum weiterentwickelte und trotzdem dieselbe blieb? 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich war stark geworden in den letzten Jahrhunderten. Stark genug, dass nur wenige meiner Art eine Gefahr für mich waren. Doch die Zeit, in der ich meine Kräfte für meinen Ehrgeiz oder gar ein Ideal in die Waagschale geworfen hätte, lag seit langem hinter mir. Alles, was mich jetzt noch antrieb, war milde Neugier. Natürlich hatte ich nie aufgehört, über den Vampir nachzudenken, dessen Biss ich meine untote Existenz verdankte – den Mann, den ich gefürchtet, verehrt und bemitleidet hatte. Und natürlich wollte ich sein Geheimnis lüften: Wieso war er soviel mächtiger gewesen als alle anderen Vampire?
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Doch was bei mir Wissbegierde war, war bei Neculai Besessenheit. Er war Dracula einmal begegnet und aus dieser schmerzhaften, demütigenden Begegnung mit einer Mischung aus Hass und Ehrfurcht hervorgegangen. Sie hatte seine Entschlossenheit nur gesteigert, in die Fußstapfen des uralten Vampirs zu treten, seine Macht zu verstehen und selbst zu erlangen. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Hatte er herausgefunden, dass ich kurz davor war, ebendies zu tun? War er hier, um mir die Ergebnisse meiner Studien zu entreißen? 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wie dem auch sei“, sagte er, „Ich dachte, du freust dich, mich zu sehen.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sah ihn nur an, ließ ihn sich bewusst werden, wie lächerlich seine Worte waren.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Er schnaubte. „Ich hasse es, wenn du das tust, Maria.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Leandra“, wiederholte ich.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Er zuckte die Achseln. „Na schön, das war wohl eine etwas optimistische Aussage. Schließlich hast du mich aus deinem Einfluss entlassen und mir gesagt, dass du mich nicht mehr sehen willst.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Das ist nicht ganz richtig“, korrigierte ich. „Ich habe gesagt, dass ich damit rechne, dich bei unserer nächsten Begegnung töten zu müssen, um das Geheimnis unserer Art zu schützen. Du warst immer schon leichtsinnig.“ Ich lächelte schief. „Vielleicht sollte ich es jetzt tun. Du bist beinahe so alt wie ich, und wir beide kennen das geflügelte Wort über Historiker und Zeitzeugen.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ich dachte, du erforschst und unterrichtest Literatur“, spottete er.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wir arbeiten interdisziplinär.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Dann ist es ja gut, dass ich diskreter geworden bin. So diskret wie du … wenn es für dich wirklich eine Frage des Geschmacks und der Vernunft ist, Zurückhaltung zu üben, und nicht ein falsches Gefühl der Gemeinsamkeit mit deiner Beute.“ 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Um ein Haar hätte er mir damit das erste laute, aufrichtige Lachen seit Jahrzehnten entlockt. Er wusste nur zu gut, wie es sich anfühlte, wenn das 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blau
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
   sich von den Rändern des eigenen Sichtfelds ausbreitete wie Tinte in Wasser und die Welt kalt und blass werden ließ. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  In solchen Momenten waren wir gleichgültige Götter, die nur eines aus ihrer Lethargie wecken konnte: Der Impuls, mit unseren Klauen die Adern zu zerfetzen, die unter weicher, von Verfall gezeichneter Menschenhaut pulsierten. Die Sehnsucht nach dem Blut darin – der einzigen Quelle von Farbe und Wärme, die uns geblieben war.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
     Blau
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
   war mir weitaus vertrauter als ihm. Es lauerte stets am Rande meines Bewusstseins. Ich hatte es nie wieder soweit zurückdrängen können, wie vor der Zeit, in der ich mich ihm ganz ergeben hatte. In seinem Bann hatte ich Dinge getan, die selbst Neculai erschrecken würden und in denen ich meinen alten Meister besser wiedererkannte, als mir lieb war.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Statt Neculai zu verhöhnen, stellte ich die Frage, die mir schon die ganze Zeit über auf der Zunge lag. „Warum bist du hier?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Er griff in sein elegantes Jackett und zog ein zusammengefaltetes Blatt aus der Innentasche. Ich erkannte es sofort – schließlich hatte ich geholfen, diesen Antrag auf Fördermittel zu schreiben. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wie bist du darauf gestoßen?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ein glücklicher Zufall. Wäre der nicht eingetroffen, wüsste ich bis heute nicht, dass du mich belogen und keineswegs aufgehört hast, nach dem Geheimnis hinter Draculas Kräften zu suchen. Hat deine Doktorandin schon etwas zutage gefördert? Oder wird sie dir das erst sagen, wenn sie dich heute Abend trifft.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Woher …?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Sie hat auf einer ihrer Social Media Seiten ihre Rückkehr angekündigt und etwas darüber angedeutet, dass sie es nicht erwarten kann, mit dir über ihre Entdeckungen zu sprechen. Die genaue Uhrzeit und den Ort hingegen hat sie – ein Jammer! – nicht preisgegeben. Daher dachte ich, ich passe dich ab und wir hören uns gemeinsam an, was sie zu sagen hat. Gemeinsam … wie früher!“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sah ihn an. Dieses ebenmäßige Gesicht gehörte dem Mann, in den ich mich einst verliebt hatte. Eine Zeit lang hatte ich gehofft, er würde mir helfen, meine Menschlichkeit wiederzufinden. Ich erinnerte mich noch gut daran, wie er sich schließlich gegen mich gewendet hatte. Doch alles, was ich spürte, waren Überraschung und sogar ein wenig Belustigung über seine Überzeugung, an meine Gefühle appellieren und so tun zu können, als hätte er nie versucht, mich zu töten.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Wie früher, Neculai? Ich glaube nicht. Du bist der letzte, mit dem ich das Geheimnis teilen würde, selbst wenn Matthea etwas gefunden hätte, was ich bezweifle. Es war Nostalgie, die mich dazu gebracht hat, ihre Doktorarbeit zu betreuen, nicht mehr.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Du erwartest doch nicht wirklich, dass ich das glaube. Du hast mir selbst einmal gesagt, dass du in dieser Klosterbibliothek Antworten vermutest.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Und du hast nichts gefunden, als du dort gewesen bist.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Was, wenn du mir nicht die ganze Wahrheit gesagt hast?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich antwortete nicht. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Mari… Leandra“, sagte er beschwörend, „bitte lass uns zusammenarbeiten. Wir könnten sein wie Götter! Wir könnten sein wie er!“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich schüttelte den Kopf. „Macht interessiert mich nicht. Alles, was mir geblieben ist, ist Neugierde. Ein Interesse am Wissen vergangener Zeiten. Du solltest mehr lesen, Neculai. Es ist, als würden vor langer Zeit gestorbene Menschen dir ihre Gedanken ins Ohr flüstern, als wären sie dadurch, dass sie noch immer andere beeinflussen, nicht wirklich tot. Ich fühle mich hier, zwischen Büchern und archäologischen Funden und Menschen, die sich des Weiterlebens der Vergangenheit nur zu bewusst sind, so heimisch, wie ein Wesen unserer Art das kann.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Aber was ist mit der Zukunft? Denkst du nie darüber nach?“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Zum ersten Mal an diesem Tag erlaubte ich ihm einen Blick hinter meine Fassade. „Ich habe keine Zukunft. Da ist nur das 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blau
  
                    
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    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
  . Und der Hunger, den es bringt, natürlich.“ Ich seufzte. „Geh, Neculai. Verschwinde aus meinem Leben. Und vergiss Dracula. All seine Macht, woher sie auch gekommen sein mag, hat ihm nicht zurückgebracht, was er im Austausch dafür aufgeben musste.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ich werde nicht gehen! Und ich werde nicht zulassen, dass du mir die Antworten vorenthältst, nach denen ich mein ganzes Le…“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Früher hätte ich einfach meinen Willen nach ihm ausstrecken können. Doch ich hatte ihn aus meinem Einfluss entlassen und er war kein Mensch, dessen Geist ich so einfach wieder unterwerfen konnte. Also war meine einzige Chance ein brachiales Vorgehen, das mir kein Vergnügen bereitete. Das hätte es auch nicht getan, wenn mir meine Gefühle nicht seit Jahrhunderten wie die einer anderen Person erschienen wären.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich tänzelte zur Seite. 
  
                    
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    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blau
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
   umrankte die Welt. Ein schmerzhaftes Ziehen verriet mir, dass meine Zähne und Fingernägel lang und scharf wurden. Der Schmerz war so ungewohnt real und unmittelbar, dass ich mich für einen Moment beinahe lebendig fühlte. Neculai griff nach mir, aber da hatte ich schon einen flirrend schnellen Schlag geführt. Ein Satz trug mich über mehrere Stuhlreihen hinweg.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Aus großen Augen starrte er mich an und fuhr mit seinen Fingern dahin, wo zähes, schwarzes Blut aus seiner zerfetzten Halsschlagader tropfte. Seine Kräfte schwanden und so verzichtete er darauf, die Illusion aufrecht zu erhalten, die ein menschliches Gesicht vorgaukelte. Seine Augen wurden blau wie gesplitterte Saphire und tiefschwarze Adern zeichneten sich deutlich unter seiner durchscheinenden Haut ab. Lange, scharfe Zähne wurden hinter seinen blutleeren Lippen sichtbar. Zusammen mit den scharfkantigen, symmetrischen Strukturen, die unsere Gesichter mit den vergehenden Jahrzehnten anzunehmen pflegen, verlieh ihm dies das Aussehen einer anmutigen Statue, die zu unheimlichem Leben erwacht war. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich wusste, dass ich in diesem Moment sein Spiegelbild war. „Geh“, wiederholte ich. „Geh und ersetze das verlorene Blut und versuche nicht länger, mich oder Draculas Vermächtnis zu finden. Du ersparst dir nur Leid.“
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „So, wie du dir Leid ersparst … und Freude und alles, was deiner Existenz einen Sinn geben würde?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sah ihn an und fragte mich, ob es ihm irgendwie gelungen war, dem Fluch unserer Art zu entkommen. Ob er nicht an der kalten, schweren Gleichgültigkeit litt, der Last von zu viel Geschichte, in der der Tod die einzige Konstante war und vor deren Hintergrund jede Entscheidung banal und sinnlos erschien. Ein Teil von mir hoffte es, obwohl es bedeuten würde, dass er nicht aufhören würde, sein Ziel mit unbedingter Hingabe zu verfolgen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Du solltest dich beeilen“, sagte ich nur. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Neculai würde heilen, gewiss, aber die tiefen Wunden schwächten ihn. Er würde jagen müssen, was mir wertvolle Zeit gab, Matthea abzufangen und in Erfahrung zu bringen, was sie herausgefunden hatte. Wenn es wirklich ein Hinweis auf das Geheimnis meines Meisters war, würde einen Weg finden müssen, das Wissen vor Neculai zu schützen. Er war schon immer unvorsichtig gewesen und hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er uns Vampire als verehrte und gefürchtete Herrscher über die Menschheit sehen wollte. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Falls er die Macht erlangte, die Dracula einst die Fähigkeit gegeben hatte, sich in Tiere oder Nebelschwaden zu verwandeln und mühelos den Willen dutzender Menschen auf einmal zu kontrollieren, würde er mit Sicherheit alle Geheimhaltung aufgeben. Das würde für alle unserer Art Komplikationen schaffen. Ich mochte mein Leben, wie es war. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich rief ein Taxi und ließ mich zum Flughafen fahren, wo ich auf Matthea wartete. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es fiel mir leicht, sie wenig später in der Menge der Ankommenden auszumachen. Ihr weiß gefärbtes, asymmetrisch geschnittenes Haar war zerzaust und nachlässig von der grauen Wollmütze bedeckt, die sie gegen die Kälte des transsilvanischen Spätherbsts geschützt hatte. Zusammen mit dem schweren Ledermantel, der ihre zierliche Gestalt eher noch betonte, statt sie größer und breiter wirken zu lassen, und ihren Piercings aus dunklem Metall machte sie das zu einer außergewöhnlichen Erscheinung. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wahrscheinlich hätten die Menschen, die sich verstohlen nach ihr umsahen, noch mehr gestaunt, wenn sie wüssten, dass sie eine der vielversprechendsten Studentinnen gewesen war, mit denen ich je zu tun gehabt hatte. Ihre Kenntnisse osteuropäischer Sprachen und Geschichte und ihr analytischer Verstand prädestinierten sie dafür, das verborgene Wissen aufzuspüren, an dem ich interessiert war. Deshalb hatte ich die Betreuung ihrer Doktorarbeit über Schriften in einer alten transsilvanischen Klosterbibliothek übernommen und ihre Forschungen behutsam in eine ganz bestimmte Richtung gelenkt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Frau Andersen!“ Matthea fiel aus allen Wolken, als sie mich am Zeitschriftenkiosk lehnen sah. Ich streckte meinen Willen nach ihrem Geist aus, flüsterte ihr wortlos ein, dass alles seine Richtigkeit hatte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Mein Taxifahrer wartet draußen“, sagte ich. „Vielleicht ist es dir lieber, wenn du dein Gepäck nicht mit dem Bus und der U-Bahn nach Hause transportieren musst.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Aber … das war nicht verabredet.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Nein, aber die Umstände haben sich geändert.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Umstände?“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ich kann unsere ursprüngliche Verabredung leider doch nicht wahrnehmen. Daher dachte ich, ich lade dich kurz zu mir ein, um mir schon mal anzuhören, was du gefunden hast, wenn dir das nicht zu ungelegen kommt.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wie die meisten Menschen hatte sie keine Chance gegen den hypnotischen Blick einer Vampirin.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Äh … okay. Kein Problem.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sie folgte mir und wenig später half ich ihr, ihren Hartschalenkoffer die durch die verwinkelten Flure und Treppen meines alten Mietshauses zu bugsieren. Mittlerweile waren die kleinen, dunklen Wohnungen darin so heruntergekommen, dass außer mir niemand dort leben wollte. Es war mir recht, fiel es mir so doch leichter, unbemerkt unter wechselnden Identitäten hierzubleiben. Früher war ich viel gereist, hatte die Welt in all ihrer Pracht und Schrecklichkeit gesehen. Als mich keines von beidem mehr berührte, war ich zur Ruhe gekommen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich achtete darauf, mir nicht anmerken zu lassen, dass das Gewicht des Koffers für mich so unbedeutend war, als trüge ich einen leeren Schuhkarton. Matthea zögerte ein wenig, als ich ihr die Tür aufschloss. Ahnte sie, dass sie gerade die Wohnung eines Wesens betrat, das sich schon mehr als einmal von ihrem Blut bedient hatte und dabei nur mit Mühe der Versuchung wiederstanden, sie bis zum letzten Tropfen auszusaugen? Ich vermute, zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich jede ihrer Mails rasch und ausführlich beantwortet und ihre Arbeit mit besonderer Sorgfalt begleitet habe.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Schließlich trat sie doch ein und sah sich in den hohen Fluren und Räumen um, in denen zwischen den Bücherregalen kaum ein Streifen Wand sichtbar war. „Keine Küche?“, fragte sie irritiert.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Ich kann etwas bestellen, falls du Hunger hast.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Matthea schüttelte den Kopf. Sie blinzelte und runzelte die Stirn, wie eine Schläferin, die sich fragt, ob sie träumt, aber mein Einfluss war zu stark, als dass die Frage, wieso ich diese sonderbare Einladung ausgesprochen und wieso sie sie ohne zu zögern angenommen hatte, an die Oberfläche ihres Bewusstseins steigen konnte. „Ich habe noch Sandwiches in der Tasche, die ich mir vor dem Flug gekauft und dann komplett vergessen habe. Aber ich müsste mal auf Toilette …“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Moment, das ist gerade unaufgeräumt.“ 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich glitt an ihr vorbei ins Bad, bevor sie reagieren konnte. Segensreicherweise hing dort noch immer die Rolle Toilettenpapier, die ich vor zwanzig Jahren in einem Anfall von Perfektionismus gekauft hatte, um meine menschliche Tarnung zu optimieren. Doch das Knäuel aus Schläuchen und Kanülen im Waschbecken brauchte sie nicht zu sehen. Ich räumte sie weg und hoffte, dass Matthea nicht auf die Idee kam, den kleinen Kühlschrank voller Transfusionsbeutel zu öffnen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Letztere waren übrigens nicht für mich. Abgepacktes Blut kann den Hunger eines Vampirs nicht stillen. Wenn wir unsere Zähne und Klauen im Fleisch unserer Opfer vergraben, dann um ihnen Wärme und Energie zu entziehen, die für wenige, kostbare Sekunden die Taubheit des 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blaus
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
   zurückdrängen. Blut ist nur ein Medium.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Daher benutzte ich die Blutkonserven nur, wenn ich einmal zu viel genommen hatte und mein Opfer dringend eine Transfusion benötigte. Wahrscheinlich würde heute Abend eine davon zum Einsatz kommen. Angesichts der Bedrohung durch Neculai und der Verfügbarkeit menschlichen Bluts war es naheliegend, mich zu stärken. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Eilig versteckte ich das medizinische Zubehör, bevor ich die Doktorandin an mir vorbeiwinkte. „So, jetzt sieht es akzeptabel aus. Ich warte im Wohnzimmer auf dich.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Dort angekommen drehte ich die Heizung auf, bevor ich mich in einen von zwei Sesseln fallen ließ. Es würde lange dauern, bis sich der Raum auf eine Temperatur aufgeheizt hatte, bei der ein Mensch getrost seinen Mantel ablegen konnte. Ich würde behaupten, dass ich vergessen hatte, ein Fenster zu schließen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die Spülung rauschte und Matthea kehrte, meine Bücherregale mit den Augen abtastend, zurück. Sie hielt nur kurz inne, ob Wasser und Sandwiches aus ihrem Handgepäck zu befreien, bevor sie sich auf den Sessel mir gegenüber sinken ließ. Wieder das kaum merkliche Blinzeln und Stirnrunzeln. Ich empfand einen Anflug von Respekt dafür, dass ein Teil von ihr den Eindringling in ihrem Geist bemerkt hatte und Widerstand leistete.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Was hast du herausgefunden?“, fragte ich.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein breites Grinsen breitete sich auf dem Gesicht der jungen Frau aus. „Es klingt wie ein Klischee … aber ich habe tatsächlich Hinweise auf Vampire gefunden.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Sie zog eine Mappe aus ihrem Rucksack und reichte sie mir. Ich öffnete sie und stellte fest, dass es sich um Fotos mittelalterlicher Manuskriptseiten handelte – nur, dass die Aufnahmetechnik den verborgenen Text hinter dem Psalm enthüllte, der auf das Pergament geschrieben war. Ich betrachtete gerade ein Palimpsest, einen alten Text, der abgeschabt und überschrieben worden war – und richtete mich unwillkürlich auf, denn es handelte sich um nicht weniger als die erste wissenschaftliche Arbeit über Vampire, die je geschrieben worden war, kombiniert mit alchemistischen Formeln und Zaubersprüchen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich würde lange brauchen, um alles zu entziffern und einzuordnen, aber ein Teil von mir war sich sicher: Auf diesen Seiten befand sich das Geheimnis, das meinem Meister zu solcher Macht verholfen hatte. Das Geheimnis, für das Neculai alles tun würde.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Vampire!“ Matthea lächelte schief. „Das kann ich nicht in meine Arbeit packen, wenn ich je als seriöse Wissenschaftlerin wahrgenommen werden möchte. Die anderen Texte, die ich mir angeschaut habe, waren dagegen ergiebiger für meine Arbeit. Aber ich dachte mir, dass die hier Sie sicher interessieren.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Das tun sie in der Tat. Vielen Dank.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Als ich aufstand, um ihr die Seiten zurückzugeben, verharrte ich vor ihr und sah ihr in die dunkelgrauen Augen, um sie endgültig inTrance zu versetzen. Die sonderbare Verbundenheit zwischen Vampir und Beute stellte sich ein und ich spürte ihre Freude, ihre Neugier, ihre Wissbegierde, während zugleich Schlieren von 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blau 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
  durch mein Sichtfeld trieben.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich erinnerte mich gut an all die Konsultationen zu ihrer Arbeit, die sich zu langen Gesprächen zwischen uns beiden entwickelt hatten. Sie war fasziniert von dem Wissen gewesen, das ich nach einem jahrhundertelangen Leben zu teilen hatte, und ich fühlte mich dieser klugen, jungen Menschenfrau so verbunden, wie man es einem Wesen nur sein konnte, dessen Haut nach Leben und Verfall roch. Was nichts daran änderte, was ich vorhatte. Ich hatte mich daran gewöhnt, Menschen zu benutzen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Matthea sah voller Vertrauen und Bewunderung zu mir auf und alle Spannung wich aus ihrem Körper. Leicht neigte sie ihren Kopf nach hinten und ich trank gierig die Wärme und Farben, die sie mir anbot.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenig später lag sie bewusstlos mehr in dem Sessel, als dass sie saß. Mein Speichel hatte ihre Wunden nahezu verheilen lassen, aber ohne die Schläuche, die in ihren Armen versanken und Blut aus zwei Transfusionsbeuteln in ihre Adern leiteten, hätte sie gewiss in Lebensgefahr geschwebt. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sah hin und wieder zu ihr hinüber, während ich die Fotos studierte, die sie mir gebracht hatte. Kein Zweifel: In meinen Händen hielt ich die Antwort darauf, wie mein Meister zu dem Vampir geworden war, den ich kennengelernt hatte – zu einer Legende selbst unter seinesgleichen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich wanderte in mein „Schlafzimmer“, um ein Buch zu holen. Doch ich konnte nur wenige Seiten lesen, bevor mich unvertraute Schritte im Treppenhaus aufblicken ließen. Mehrere Menschen mit schweren, starken Körpern stapften entschlossen die Treppe hinauf. Ich ahnte, was dies zu bedeuten hatte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Neculai“, seufzte ich und ging den Eindringlingen entgegen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es waren fünf Männer in dunkler Kleidung, die Gesichter von Sturmhauben verborgen, Schusswaffen mit Schalldämpfern in den Händen. Die Sekunde, in der sie mich ansahen und sich fragten, ob diese kleine Frau – ich wurde in einer Zeit geboren, in der die Menschen nicht annähernd so hochgewachsen waren wie heute – wirklich ihre Zielperson sein konnte, wurde ihnen zum Verhängnis.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich öffnete mich dem 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Blau
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    
                    
                    
  . Meine Wahrnehmung der Welt wurde präziser und detailreicher, schien aber zugleich in weite Ferne zu rücken. Ich sah meine mondblassen, schwarzgeäderten Hände durch die Luft tanzen, Knochen brechen und menschliches Fleisch zerfetzen, als gehörten sie nicht mir. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Mit warmem, süßem Blut auf den Lippen kehrte ich in meine Wohnung zurück. Ich war zuversichtlich, dass niemand auf der Straße den Kampfeslärm gehört hatte. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Doch in meiner Wohnung angekommen begriff ich, dass ich so blind und taub dafür gewesen war, was in unmittelbarer Nähe geschah, wie ein Mensch. Denn in meinem Wohnzimmer erblickte ich Neculai, der sich lächelnd über Mattheas schlaffem Körper aufrichtete. „Ich habe sie ausgetrunken. Ich hoffe, das macht dir nichts aus.“ 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Schwarze Adern züngelten über sein Gesicht. Das spärliche Licht meiner Deckenlampe ließ das Blau seiner Augen glimmen wie die Iris einer Katze und verlieh seinen Zähnen und den Klauen, zu denen seine Fingernägel geworden waren, einen metallischen Glanz. Er hatte sich die Mappe, die Matthea mir gebracht hatte, unter den Arm geklemmt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Zu meiner Überraschung spürte ich etwas in mir aufsteigen, was ich lange nicht gefühlt hatte – Echos von Wut und Trauer. Ich hatte diese junge Menschenfrau, die gerade ihre letzten, flachen Atemzüge tat, wohl mehr ins Herz geschlossen, als ich für möglich gehalten hätte. Ich war nicht einmal sicher, ob es mein Wille war, der meine Zähne und Fingernägel lang und scharf werden ließ, oder diese verloren geglaubten Emotionen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich zwang mich, Matthea nur mit einem gleichgültigen Blick zu streifen und meine Augen dann auf die Mappe zu richten. „Du hast da etwas, was nicht dir gehört. Forschungsergebnisse werden der Öffentlichkeit erst nach einer ausgiebigen Auswertung und Überprüfung zugänglich gemacht. Ich würde ungern von der Policy der Universität abweichen.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Während ich in leichtem Ton weitersprach, schob ich mich unauffällig näher an ihn heran. Diesmal konnte ich ihn nicht überraschen. Er musste sich mit Menschenblut gestärkt haben, denn er schlug mit einer Stärke und Geschwindigkeit nach mir, die ich ihm nach der Wunde, die ich ihm Stunden zuvor zugefügt hatte, nicht zugetraut hatte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich spürte, wie sich mein Fleisch unter seinen Klauen teilte und taumelte zurück. Mein Pullover fühlte sich klamm an, wo er sich mit kaltem Blut aus den Schnitten über meinen Rippen vollsog. Ich stolperte an Neculai vorbei, aber griff dabei nach einem der Tropf-Ständer, die die Transfusionsbeutel für Matthea gehalten hatten. Mühelos zerbrach ich ihn über meinem in die Höhe schnellenden Knie. Nun hielt ich zwei kurze Metallstäbe mit scharfkantig gesplitterten Enden. Ich ging leicht in die Knie und hob meine improvisierten Waffen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Neculai schlug wieder nach mir, aber diesmal sprang ich in die Höhe, überschlug mich über seinem Kopf – die Decke war hoch, aber einen Moment fürchtete ich dennoch, dass ich damit kollidieren würde – und landete hinter ihm. Neculai brauchte nicht lange, um sich zu mir umzudrehen, aber war zu langsam darin, zur Abwehr die Arme in die Luft zu reißen. Ich bohrte ihm beide Metallstäbe in den Hals, riss sie mit brachialer Gewalt wieder heraus und versetzte ihm zwei schnelle Stiche in den Brustkorb. Mattheas Mappe glitt ihm aus den Händen. Obwohl er schwer verletzt war, wollte er sich danach bücken, aber da schleuderte mein Tritt ihn durch das berstende Fenster. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Nach dem Klirren und dem dumpfen Aufschlag kehrte eine Stille ein, die mich zu ersticken drohte. Ich hörte die Geräusche von Autos und Menschen auf den Straßen so deutlich, wie es nur mit dem übermenschlichen Gehör einer Vampirin möglich war, aber zugleich schienen sie Welten entfernt zu sein. In meinem Treppenhaus lagen die Leichen von Menschen, die ich getötet hatte, ohne Wut, ohne Angst, ohne Reue. Der Mann, den ich einst genug geliebt hatte, um ihm das zweifelhafte Geschenk der Unsterblichkeit zu machen, kroch sicher schwerverletzt von dannen – zweifellos in der Absicht, mir doch irgendwann die Aufzeichnungen zu entreißen oder das Original zu finden. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich sollte ihn wahrscheinlich gleich jetzt aufhalten, aber konnte mich gerade zu keiner Bewegung aufraffen. Ich war zu sehr im schmerzhaften Bewusstsein meiner Entfremdung von der Welt gefangen, die heißes, süßes Menschenblut immer nur kurzfristig erträglich machte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Da ließ mich ein leises Stöhnen aufsehen. Matthea lebte noch! Doch ihr blieben nur noch Minuten, wenn ich die Lage richtig einschätzte.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Vampire …“ Sie lächelte benommen. „Doch kein Mythos. Wünschte, ich hätte das gewusst. So viele Bücher – so wenig Zeit, sie alle zu lesen.“
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Mit ihrer blutleeren Haut, den etwas scharfen Zügen und dem schimmernden, weißen Haar sah sie selbst ein wenig wie ein Vampir aus. Ich würde Unterstützung brauchen, wenn ich Neculai auf Dauer von Draculas Geheimnis fernhalten wollte ...
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  „Hättest du gerne mehr Zeit?“, fragte ich leise. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 06 Sep 2018 20:46:29 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/das-palimpsest-eine-vampirgeschichte</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Vampire,Fiction</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps &amp; Analysen - Eine Frage der Perspektive # 2</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-eine-frage-der-perspektive-2</link>
      <description>Wie viele und welche Charaktere sollten Perspektivträger sein? Ein paar Überlegungen.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Das hier ist mein zweiter Post über Perspektiven. (Wieder eher ein Artikel für Leute, die selbst - und womöglich noch nicht so lange - schreiben). 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Während ich in
  
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-eine-frage-der-perspektive-1" target="_top"&gt;&#xD;
      
                      
                      
     "Perspektiven #1"
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
   über die verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben habe, soll es hier darum gehen, welche Figuren sich besonders als Perspektivträger eignen und welche Perspektiven besonders gut zu welchen Geschichten passen, aber auch um die Umsetzung.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Welche Erzählweise?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das hängt davon ab, wie viele Protagonisten ein Buch hat – und das wiederum ist von der Größenordnung der Ereignisse und der Anzahl der handelnden Figuren, die Einfluss auf sie haben/ wichtige Momente mitbekommen, abhängig. Wenn es eine einzige Hauptfigur gibt, durch deren Augen die Figuren alles Wichtige erleben können, würde es sich anbieten, diese zum/r Ich-Erzähler*in zu machen. Ist es wichtig, das Geschehen an verschiedenen Schauplätzen und oder aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, bieten sich mehrere personale Erzähler an. Setzt man auf ironische Distanz zum Geschehen und die Ironie, die sich daraus ergibt, was Charaktere sagen, während sie etwas völlig anderes denken, könnte ein allwissender Erzähler die Lösung sein.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Mehrere PoV (Points of View) geben auch mehr Kontrolle über das gefühlte Tempo der Handlung – wenn nötig, kann immer zu dem Charakter gesprungen werden, bei dem gerade etwas los ist.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Wer bekommt einen PoV?
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wer zum PoV-Charakter wird, ist eine wichtige Entscheidung, denn sobald eine Figur einen PoV (Point of View) bekommt, fangen Leser*innen an, Erwartungen an diese Figur zu stellen, die sie bei Nebenfiguren nicht haben. Darunter:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - eine vielschichtige Persönlichkeit
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - Charakterentwicklung
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  - eine aktive Rolle, die den Plot beeinflusst
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenn eine Figur das nicht leisten kann, sondern nur dafür nötig ist, Lesern bestimmte Informationen zu übermitteln, stellt sich die Frage, ob sie wirklich gutes PoV-Charakter-Material ist und ob sich die Informationen nicht besser auf anderem Wege – z.B., indem jemand der Hauptfigur einfach erzählt, was diese wissen muss, oder durch eine Videoaufzeichnung/ per Kristallkugel/ wie auch immer. Unterentwickelte PoV-Charaktere werden mit ziemlich großer Sicherheit als Schwäche des Buches wahrgenommen werden. Das ist auch der Grund, wieso keine Figuren als Perspektivträger eingeführt werden sollten, für deren Entwicklung es nicht genug Raum gibt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, z.B. kurze Kapitel aus der Sicht eines Antagonisten oder eines seiner/ihrer Helfer/innen, die klar machen, dass der Protagonist in Gefahr ist. Aber auch hier stellt sich die Frage, ob sich die betreffende Person nicht doch etwas weiter entwickeln ließe. Hat der Antagonist Zweifel? Was ist sein Motiv? 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Falls er geheimnisvoll bleiben soll, ist die Perspektive eines seiner Gehilfen vielleicht besser, allerdings müsste dieser dann auch eine voll entwickelte Persönlichkeit erhalten. Hierin liegt aber auch viel Potenzial, denn er kann sowohl zeigen, was den Antagonisten gefährlich macht (ist er z.B. ein charismatischer Führer, der seine Gefolgsleute immer wieder in seinen Bann zieht und ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihres Handelns zerstreut), als auch, welche menschlichen Seiten dieser hat. Oder unser er kann allmählich begreifen, dass er auf der falschen Seite steht und eine große Charakterentwicklung durchlaufen bzw. etwas moralische Ambivalenz schaffen, weil plötzlich nicht mehr alle sympathischen Charaktere auf der einen und alle „bösen“ Figuren auf der anderen Seite stehen. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  PoV-Charaktere sollten also auf jeden Fall gut entwickelt sein und wenn für ihre Geschichte nicht genug Raum bleibt oder sie aber droht, von der Haupthandlung abzulenken, stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich einen PoV erhalten sollten.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Hierbei spielt der Gesamtumfang des Buches eine Rolle. Brandon Sandersons „Stormlight Archives“-Serie besteht aus mehreren Büchern, die alle mehr als tausend Seiten umfassen. Er kann es sich also leisten, in „Interludes“ seinen Lesern andere Teile der Welt und andere Figuren vorzustellen, weil diese im Verhältnis zu den Haupthandlungssträngen einen so geringen Teil der Handlung einnehmen, dass der Fokus der Geschichte nicht in Frage steht. In einem relativ kurzen Urban-Fantasy-Roman mit einem weniger komplexen Konflikt könnte die Einführung eines weiteren PoV-Charakters und eines neuen Schauplatzes hingegen eine irritierende Ablenkung darstellen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  PoV sollten auch immer den interessantesten Charakteren, denen, die die größten Konflikte erleben, vorbehalten bleiben - es sei denn, der Blick in ihr Inneres würde sie zu menschlich machen. Es gibt Charaktere, die genau deshalb funktionieren, weil wir sie nur durch die ehrfürchtigen Blicke anderer erleben. Ein Beispiel dafür wäre Anomander Rake in den „Malazan Book of the Fallen“-Büchern. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenn ein wichtiger Charakter geheimnisvoll oder überlebensgroß erscheinen soll, dann würde ein PoV, der seine schwache, menschliche Seite enthüllt, dieser Wirkung eher schaden. Das gleiche gilt für Charaktere, die sich nur schwer glaubwürdig von innen heraus beschreiben lassen, ohne ihnen dabei ihre Fremdheit zu nehmen, z.B. Figuren die so gut wie gar nichts mit Menschen gemeinsam haben.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Wie viele PoVs?
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das führt wieder zur Frage nach dem Umfang des Buches: Wie vielen Figuren gibt die Handlung Raum, eine befriedigende Entwicklung zu durchlaufen? Ich gehöre zu den Lesern, die gut mit relativ vielen PoVs klarkommen und es genießen, die Handlung aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven zu genießen, viele verschiedene Persönlichkeiten, Orte und Kulturen kennenzulernen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Allerdings sind Leser da sehr unterschiedlich. Z.B. habe ich schon häufig Facebook-Kommentare in der Richtung gelesen, dass bereits 2 Perspektiven manchen Leser*innen zu viel sind. Vielleicht sind auch die Konventionen und Geschmäcker je nach Genre verschieden: Während mir viele Urban-Fantasy-Romane einfallen, die mit wenigen PoV-Charakteren auskommen (Jim Butchers „Dresden Files“: 1 Ich-Erzähler, Steve McHhughs „Hellequin Chronicles“: 1-2 PoV, Gesa Schwartz‘ „Grim“: 2 PoV, Christoph Marzis „London“: 2 PoV), tendiert High Fantasy, die mein Einstieg in die Literatur war, zu weitaus mehr handelnden Figuren und mehr Erzählperspektiven. Ein berühmtes Beispiel ist George R.R.Martins „Lied von Eis und Feuer“, aber auch Brent Weeks „Lightbringer“-Bücher oder Ken Lius „Seidenkrieger“-Romane haben eine Vielzahl von PoV-Charakteren.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich selbst habe in „Drúdir – Dampf und Magie“ tatsächlich 7 PoV-Charaktere. Das sind ziemlich viele für ein Buch von ca 130k Wörtern (was dünn für einen High-Fantasy-Roman ist). Andererseits verbringen sie viel Zeit miteinander, sodass ich in einer Szene oft mehr als einen Charakter weiterentwickeln kann.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Jede dieser Figuren hat ein oder zwei Puzzleteile, die zusammen die Handlung ergeben. Oft sind sie allein und finden z.B. etwas Wichtiges heraus, aber es gibt auch Szenen, in denen mehrere von ihnen anwesend sind und Leser*innen abgleichen können, wie sie sich selbst sehen und wie sie nach außen hin wirken. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es ist mir wichtig, meinen Antagonisten ebenfalls Stimmen zu geben, weil ich mir Sorgen mache, dass Konflikte sonst zu einseitig wirken. Darüber hinaus erlaubt mir das, die Bedrohung durch sie zu etablieren, auch wenn die Protagonisten deren Ausmaß noch nicht kennen. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    PoV-Charaktere einführen
  
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ich versuche immer, alle meine PoV-Charaktere so früh wie möglich einzuführen. Allerdings nicht um jeden Preis, denn ich glaube, dass die Wahrnehmung, dass eine Geschichte zu viele Protagonisten hat, weniger mit deren tatsächlicher Anzahl zusammenhängt als vielmehr damit, wie sie eingeführt werden. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein Beispiel: „Wächter und Wölfe“ von Anna Stephens hat andere Stärken (gerade die dramatische, schonungslose Action), aber ich finde dort z.B. den Umgang mit der Vielzahl an PoV-Charakteren nicht so gelungen – binnen kürzester Zeit lernen wir einen Haufen Leute kennen, die teilweise nur 3-seitige Kapitel haben, bevor die Handlung zur nächsten Figur springt. Ich hatte zuerst Schwierigkeiten, mich zu orientieren, und, noch schlimmer: Ich habe fast das halbe Buch gebraucht, um echtes Interesse für die Figuren aufzubringen, weil ich erst spät das Gefühl hatte, sie wirklich kennengelernt zu haben.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Also sollte sich die Handlung immer erst dann zur nächsten Figur weiterbewegen, wenn die Leser*innen Gelegenheit gehabt haben, eine Beziehung zum aktuellen Charakter aufzubauen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Gerade in High Fantasy ist es typisch, dass sich die Hauptfiguren alle an verschiedenen Orten befinden und ihre Handlungsstränge schließlich konvergieren. In dem Fall lernt man sie notwendigerweise erst durch ihre eigenen Augen kennen. Aber manchmal beginnen Figuren eine Geschichte auch am selben Ort und dann stellt sich die Frage, wie man sie einführt. Sehen wir sie zuerst durch die Augen einer anderen Figur, die womöglich ein verzerrtes und unvollständiges Bild von ihnen hat – oder aber sehr präzise einen Aspekt eines Charakters sieht, den dieser (und vielleicht auch die Leser*innen) lieber ignorieren? 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Anwendung von Perspektive, um die Dinge so richtig schön zu verkomplizieren
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein Beispiel (auch wenn hierbei ein Wegwerf-PoV, etwas, wovon ich sonst abraten würde, ins Spiel kommt): 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Im ersten Perspektiven-Post habe ich über das Problem geschrieben, dass die epische Szene aus der Sicht des handelnden Charakters vielleicht gar nicht so episch ist, weil er/sie zu beschäftigt mit Überleben ist, um sich um die eigene Außenwirkung zu kümmern. Was also, wenn wir ihn/sie durch eine Nebenfigur zeigen – aber eine, auf der gegnerischen Seite, die beiläufig von ihm/ihr aus dem Weg geräumt wird, und unsere Hauptfigur mit Hass und Angst betrachtet. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es gibt dieses geflügelte Wort darüber, dass jeder Bösewicht der Held seiner eigenen Geschichte ist, aber ebenso kann man über viele Protagonisten mit Recht sagen, dass sie die Bösewichte einer anderen Geschichte darstellen. Und das ist etwas, was sich auf ziemlich interessante Weise erkunden lässt. Auf jeden Fall würde es erlauben, die Hauptfigur auf eine Weise einzuführen, die beim Publikum ambivalente Gefühle auslöst – das ist zwar nicht immer beabsichtigt, aber wäre gerade für Romane mit Anti-Helden und mehreren Graustufen eine interessante Strategie.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein interessantes (wenn auch untypisches) Beispiel dafür, wie man Figuren erst aus einer anderen und dann aus ihrer eigenen Perspektive kennenlernen kann, ist Mary Shelleys „Frankenstein“ mit seiner dreistufigen Erzählung:
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  1. Walton findet bei einer Arktisexpedition einen geheimnisvollen, schwerverwundeten Mann – er und Leser*innen sind gleichermaßen fasziniert
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  2. Der Mann – Viktor Frankenstein – erzählt seine Geschichte: Wir lernen ihn kennen und die entsetzliche Gestalt, die er erschafft und die ihn verfolgt. Waltons positive Einschätzung von Viktors Charakter wird in Frage gestellt.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  3. Die Kreatur erzählt Viktor ihre Geschichte und plötzlich erscheinen die Ereignisse in einem ganz anderen Licht.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Durch diese Erzählweise müssen Figuren und Leser*innen gleichermaßen ihr gefasstes Urteil immer wieder revidieren. Und das ist einer der Gründe, wieso ich dieses Buch so mag.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es gibt auch Bücher, die ihre Hauptfigur durchgängig aus der Sicht eines Nebencharakters zeigen – eben um einen geheimnisvollen, überlebensgroßen Charakter haben zu können. Beispiele wären Jeff Salyards‘ „Tanz der Klingen“ oder, ganz klassisch, Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes“.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Zusammenfassung
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  1. Die Zahl der PoV-Charaktere sollte dem Umfang und der Komplexität des Buches entsprechen &amp;amp; es ist wichtig, Leser nicht gleich mit einer Vielzahl von Charakteren zu bombardieren, die sie gar nicht richtig kennenlernen können
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  2. Mehrere PoV-Charaktere erlauben es, mehr Facetten einer Welt/ eines Konflikts zu zeigen
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  3. der Preis für 2. ist aber eventuell, dass man weniger tief in die Erkundung eines Charakters einsteigen kann
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  4. Ein PoV bringt einen Charakter den Lesern näher, aber kann auch dazu führen, dass die Figur weniger beeindruckend und ikonisch wirkt. Außerdem kann ein PoV-Charakter schwerer Geheimnisse vor dem Leser haben.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  5. geschicktes Spiel mit Erzählperspektiven kann helfen, ein differenziertes Bild eines Charakters zu zeichnen und die Leserschaft zum Nachdenken anzuregen.
  
                    
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      <pubDate>Sun, 02 Sep 2018 18:35:48 GMT</pubDate>
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      <title>Rezension: Max Gladstone - Three Parts Dead (Craft Sequence, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-max-gladstone-three-parts-dead-craft-sequence-buch-1</link>
      <description>Rezension zu einem sehr empfehlenswerten Roman.</description>
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   Name="index 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index 9"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="toc 9"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footnote text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footer"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="index heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="35" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="caption"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="table of figures"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="envelope return"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="footnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="line number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="page number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="endnote text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="table of authorities"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="macro"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="toa heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Closing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Message Header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Salutation"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Date"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Note Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Block Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="FollowedHyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Document Map"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Plain Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Bottom of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Keyboard"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Gladstones Roman bietet eindrucksvolle Figuren, eine schöne Sprache und ein Setting, das elegant Magie und Moderne verwebt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Three Parts Dead“ spielt in einer Welt, in der einst
überall Götter herrschten. Nun besitzen sie nur noch einige wenige Territorien,
wo sie in wechselseitiger Abhängigkeit mit ihren Gläubigen leben. Denn als Menschen
begannen, Magie – Craft – für sich zu entdecken, forderten sie in den
traumatischen „God’s Wars“ ihre unsterblichen Herrscher heraus. Obwohl es sich
um eine Sekundärwelt handelt, fühlt sich das Setting sehr modern und urban an. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Magie in Max Gladstones Fantasyuniversum basiert auf
Glaube und Sternenlicht und wird studiert und präzise angewendet. „Applied
Theology“ ist die sehr an Physik und Ingenieurskunst erinnernde Wissenschaft
davon, wie sich göttliche Macht lenken lässt, und die Nekromanten von
Kelathras, Albrecht und Ao erinnern eher an Anwälte, die darüber diskutieren,
welche Verträge die Menschen und Götter, die sie wiedererwecken wollen,
gebunden haben, und wer daher die Erweckung kontrollieren sollte. Doch auch
wenn Magie oft auf eine professionalisierte, formalisierte Weise gewirkt wird,
gibt es immer wieder Momente, wo sie und diejenigen, die sie beherrschen, beeindruckend,
rätselhaft und ehrfurchtgebietend erscheinen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tara Abernathy ist eine Craftswoman, eine junge Nekromantin,
die die „Hidden Schools“ auf eher dramatische Weise verlassen hat und nun ein
überraschendes Jobangebot erhält: Die einschüchternde Ms. Kevarian bietet ihr
einen Job in der Firma Kelethres, Albrecht und Ao an. Ihr erster Auftrag führt
sie nach Alt Coulumb.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Diese Stadt gehört dem Gott Kos, ebenso, wie er ihr gehört.
Verträge und Glaube binden Kos und Alt Coulumb aneinander und die Kräfte des
Feuergottes garantieren die Energieversorgung der Stadt. Als er von einem Tag
auf den nächsten stirbt, ist das eine Katastrophe. Der Priesterschaft bleibt
nichts anderes übrig, als zu offen, dass die Delegation von Kelethres, Albrecht
und Ao ihren Gott wieder zum Leben erwecken kann, bevor sein Tod bekannt wird. Doch
bevor Kos erweckt werden kann, muss das Rätsel um seinen Tod gelöst werden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tara stürzt sich sofort in die Ermittlungen. Auf den Straßen
Alt Coulumbs begegnet sie Gargoyles und verstümmelten Göttern, Vampiren, kettenrauchenden
Novizen und Gesetzeshütern, die süchtig danach sind, sich von der
unbarmherzigen Gottheit „Justice“ lenken zu lassen. Alt Coulumb erweist sich
als ein faszinierender, auffallend modern anmutender Schauplatz voll
origineller Magie und Geheimnisse. Immer wieder manifestiert sich die
untrennbare Verflechtung von Magie und Alltag, Religion und Wirtschaft und
langsam zeichnet sich ab, dass es Kapitel der Stadtgeschichte gibt, die so
einige Bewohner Alt Coulumbs lieber vergessen wissen würden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Für Tara ist der Fall Kos zunächst eine Möglichkeit, sich zu
beweisen und in den Reihen einer renommierten Firma aufzusteigen. Doch als
Alexander Denovo, der Grund für das abrupte Ende ihres Studiums, die Bühne
betritt, und sie mehrmals um ihr Leben fürchten muss, begreift sie, dass mehr
auf dem Spiel steht als ihre Karriere.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Max Gladstone schafft es immer wieder, die Leser zu
überraschen und das Ende des Romans liefert schließlich eine komplexe Lösung
für all die offenen Fragen und ein sehr befriedigendes Finale. Allerdings hätte
er bestimmte Informationen über die Welt und einige Figuren durchaus früher
liefern können, sodass die Orientierung in seinem fiktiven Universum von Anfang
an leichter und einige Figuren schon früher sympathisch werden. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Zum Beispiel ist Tara eine Figur, die einem erst ans Herz
wächst, als man mehr über sie und ihre Vorgeschichte erfährt. Gerade am Anfang
ist sie eine trotz ihrer Jugend beeindruckend kompetente Craftswoman, die
schnell und kühn auf neue Situationen reagiert und nicht davor zurückschreckt,
andere zu manipulieren. Es macht Spaß, ihr zuzusehen, weil sie entschlossen und
einfallsreich agiert und die Handlung vorantreibt. Doch es ist lange Zeit über
ein distanziertes Interesse, bis Details aus Taras Vergangenheit ans Licht
kommen und sie Entscheidungen trifft, die ihr auch Achtung und Sympathie
eintragen und dafür sorgen, dass man beim Lesen mehr Anteil an ihrem Schicksal
nimmt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ms. Kevarian ist ein Bild dessen, was Tara eines Tages
werden könnte: Kühl, beherrscht, allen anderen immer einen Schritt voraus. Auch
sie ist durch ihre Vorgeschichte mit Alexander Denovo verbunden, in dem die
Protagonisten des Buches einen gefährlichen Gegenspieler finden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Abelard, der Novize, der Kos‘ Tod als erstes bemerkt hat und
der Tara bei ihren Ermittlungen hilft, wird in Ereignisse hineingezogen, die
ein wenig zu groß für ihn sind. Er ist manchmal ein wenig unbeholfen, aber
mutig und loyal seinen Freunden und seinem Gott gegenüber. Zu Abelards Freunden
gehört Cat(herine Elle), eine tatkräftige junge Frau, die immer wieder von
„Justice“ übernommen wird, und die die Leere, die sie zwischen den Einsätzen
fühlt, zu füllen versucht, indem sie den Rausch von Vampirbissen sucht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hinzu kommen noch eine Menge einprägsamer Nebenfiguren wie
der Gargoyle Shale. Das Figurenensemble ist interessant und es macht Spaß, die
Figuren zu beobachten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von
Tara, Ms. Kevarian, Cat und Abelard erzählt. Meist wird die Geschichte durch
ihre Wahrnehmung gefiltert, auch wenn es ein paar Einschübe gibt, die mal eine
Vogelperspektive, mal einen Einblick in Ereignisse liefern, die die Hauptfiguren
nicht miterleben. „Three Parts Dead“ liest sich flüssig, teilweise mit
originellen Formulierungen und Vergleichen, und arbeitet gekonnt mit dem
Kontrast zwischen dem seriösen Auftreten der Craftspeople und Kleriker und der ehrfurchtgebietenden
Macht der Magie und der Gottheiten, mit denen sie interagieren. Informationen
über die Welt sind beiläufig eingeflochten. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Fazit
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Three Parts Dead“ ist ein rasanter, gut geschriebener Roman
in einer originellen Sekundärwelt, in der sich das Göttliche mit
Geschäftsstrukturen mischt. Kompetente, entschlossene Charaktere, die immer
einen versteckten Plan haben und sich elegant in moralischen Grauzonen zu
bewegen wissen, sorgen dafür, dass die Handlung nie zum Stillstand kommt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Bullet 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Closing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Message Header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Salutation"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Date"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Note Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Block Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="FollowedHyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Document Map"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Plain Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Bottom of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Keyboard"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Buchinfo:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Tor Books (Juli
2013)
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Paperback
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      333 Seiten, 16,49
EUR
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;i&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN:
9780765333117
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sun, 02 Sep 2018 18:24:25 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <title>Das (langsame) Erwachen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/das-langsame-erwachen</link>
      <description>Eine nette kleine Urban-Fantasy-Geschichte, die ich für eine Lesung geschrieben habe.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Kurzgeschichte/ Bühnentext (Urban Fantasy)

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/IMG-20151101-WA0003.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Ich möchte denjenigen, die es am 24.08. nicht zur "Nacht der Drachefliege" bei Periplaneta geschafft haben, nicht die Geschichte vorenthalten, die ich dort vorgelesen habe. 
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
                      
                      
    Viel Spaß!
  
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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&lt;style&gt;
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&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas mochte Partys. Kein freier Platz auf einem Sofa
entging ihm und so saß er meist schon nach wenigen Minuten glückselig dösend
auf den mehr oder weniger abgewetzten Polstern und hatte jemanden überredet,
ihm ein Bier zu bringen. Auch jetzt lehnte er sich genüsslich zurück und ließ
sich von Musik und Gesprächen berieseln.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hilfsbereite Hände mischten ihm ein weiteres Getränk – Jonas
hatte nur eine vage Vorstellung, was darin war, aber da er sich nicht vom Sofa
hatte hochbequemen müssen, um es zu bekommen, befand er es für gut.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Er unterhielt sich entspannt, als sich sein Magen jäh
verkrampfte. Obwohl es im Raum so warm war, dass die meisten Jugendlichen im
T-Shirt (in einem Fall auch ohne) dasaßen, wurde ihm eiskalt. Eine Gänsehaut
überzog seinen Körper und er spürte, wie klammer Schweiß sein T-Shirt
durchtränkte. Plötzlich schien alles um ihn herum viel zu schnell zu passieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Seine Gesprächspartnerin zuckte zusammen, als er vom Sofa
aufsprang, überzeugt, sich übergeben zu müssen. „Muss kurz ins Bad“, keuchte er.

  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Er hastete in Richtung Badezimmer und fand es
segensreicherweise leer vor. Beide Hände auf die Klobrille gestützt würgte er
über der Toilette, doch obwohl sein Magen sich zu verknoten schien, konnte er
sich nicht erbrechen. Stattdessen begann er, am ganzen Körper zu zittern. Seine
Kleidung scheuerte und juckte auf seiner Haut.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Was passierte? War er gegen irgendeine Zutat dieses
letzten Drinks allergisch? Oder war der gar nicht für ihn bestimmt und mit
jemand anderes Drogen versetzt gewesen?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Verdammt, ich hoffe nicht“, murmelte er. Sprechen fühlte
sich an, als würde Schmirgelpapier über die Innenseite seines Halses schaben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Was war hier los?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dann kam der Schmerz. Für einen Moment wurde ihm schwarz
vor Augen und um ein Haar wäre er vornübergekippt. Als er die Augen wieder
öffnete, war die Welt verschwommen, die Farben anders. Und er sah die Wände des
Raumes, obwohl er doch geradewegs auf den Spülkasten gucken sollte. Waren …
waren seine Augen an die Seite seines Kopfes gewandert?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Whuuuuh!“, machte er fasziniert, obwohl seine Gliedmaßen
noch immer schmerzten, als zögen und bögen unsichtbare Hände an seinen Knochen
herum. Seine Wahrnehmungen ergaben keinen Sinn mehr.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jemand klopfte mit verzweifeltem Nachdruck. „He, kannst
du dich ein bisschen beeilen? Eine Menge Bier sehnt sich nach der Kloschüssel.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas drehte den Kopf in Richtung Tür. „Jaja, gleich“,
brachte er heraus.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nun klang die Stimme besorgt. „Alles klar, Mann?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Alles klar“, entgegnete Jonas instinktiv.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dann wurde ihm bewusst, dass er den Kopf zu Tür gedreht
hatte, ohne seine Schultern zu bewegen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Whuuuh“, wiederholte er. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Er schwankte zur Tür, schloss auf und schaffte es noch,
einen verwirrt dreinblickenden jungen Mann mit zerzaustem, blondem Lockenhaar
an sich vorbeizulassen, bevor ihm den Boden entgegenkam. Die Hände, mit denen
er sich abfangen wollte, waren haariger, als er sie in Erinnerung hatte, die
Nägel an den Zeige-, Mittel- und Ringfingern länger.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Für einen Moment umhüllte ihn wieder Dunkelheit, dann lag
er mit der Wange auf den Dielen. Es war ein schöner, glatter Holzboden, wenn
auch hier und da mit Chipsresten zugekrümelt. Es sprach nichts dagegen, noch
ein bisschen länger hierzubleiben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Whuuuh“, machte er noch einmal. Der Schmerz hatte
nachgelassen. Er fühlte sich seltsam, aber auch irgendwie gut. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Am nächsten Morgen:
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas griff nach einem Ast, der nicht da war. Eine
Bettdecke lag warm und weich auf ihm und machte es ihm schwer, sich zu bewegen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Du bist wach!“ 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Erleichterung in der Stimme seiner Mutter war
unüberhörbar. Stimme seiner Mutter … Moment mal. Er war auf einer Party gewesen
und hatte sich ziemlich angenehm mit Maja unterhalten. Dann hatte er dieses
letzte Glas getrunken, von dem er lieber die Finger hätte lassen sollen. Und
dann …
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Wie bin ich nach Hause gekommen?“, stöhnte er.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Deine Freunde haben dich abgeliefert. Einer von ihnen
hatte ein Auto. Sie meinten, sie wüssten nicht, was du genommen hast. Ich
glaube, ein paar von ihnen haben gesehen, was mit dir passierte, aber sicher
werden sie ihren Erinnerungen nicht trauen.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Passierte?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Keine Sorge, der Großteil der Verwandlung hat hier
stattgefunden. Ich war die ganze Zeit über bei dir.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Sie strich ihm übers Haar. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Bei mir … bei was? Verwandlung? Warum tut mein ganzer
Körper weh?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ich weiß nicht, wie ich dir das jetzt sagen kann, ohne
dass es völlig bescheuert klingt …  Ich
hatte schon immer einen Verdacht. Die Gabe überspringt manchmal eine
Generation, aber deine Persönlichkeit – dein Talent, andere Leute Dinge für
dich erledigen zu lassen, deine entspannte Einstellung zu … naja, allem – hat
mich immer sicherer werden lassen, dass du einer von uns bist. Natürlich musste
sich die Wahrheit vor einem Haufen Zeugen zeigen.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das brachte Jonas schließlich dazu, seine Augen einen
Spaltbreit zu öffnen und viel zu grelles Tageslicht einzulassen. Über ihm
zeichnete sich das Gesicht seiner Mutter als verschwommener, von wirrem,
dunklem Haar umrahmter Umriss ab.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Was? Wovon redest du?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Lach nicht, Jonas, aber du bist ein Werfaultier.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas lächelte genervt. „Muss ich mir den morgen lang
blöde Witze anhören, zur Strafe, weil ich nicht verantwortungsvoll getrunken
habe?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Seine Mutter stand auf und entfernte sich ein paar
Schritte vom Bett, bis sie mit dem Rücken zu ihm stand. Ohne den Winkel ihrer
Schultern zu ändern, drehte sie den Kopf auf einem plötzlich etwas zu langen
Hals zu ihm um. „Es ist ein blöder Witz – aber das heißt nicht, dass es nicht
sehr real ist. Mein Sohn, ich bin stolz auf dich. Ich wusste ja, dass es in dir
steckt.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas ließ sich auf sein Kissen zurücksinken. Das musste
ein Traum sein! „Aufwachen. Bitte. Jetzt.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ich mache Frühstück“, beschloss seine Mutter. „Und dann
erzähle ich dir, was es bedeutet, ein Werfaultier zu sein.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Alfo … waf ift ein
Werfaultier?“, fragte Jonas etwas später.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Keine gute Tischgesellschaft“,
entgegnete seine Mutter trocken. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas schlickte hastig und
setzte eine vorwurfsvolle Miene auf. „Muuuum. Mir wurde gerade enthüllt, dass
ich in nicht ganz menschliches Wesen bin. Und dass es Werfaultiere gibt.
Werfaultiere? Ich meine, Werwölfe kennt man ja, aber WERFAULTIERE? Werde ich
jetzt jeden Vollmond zum Faultier?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ja.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Was? Wirklich?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ja. Der Vollmond zwingt dich
zur Verwandlung, aber an allen anderen Tagen kannst du es kontrollieren. Naja,
noch nicht. Du kannst lernen, es an anderen Tagen zu kontrollieren.
Erfahrungsgemäß wird das eine Weile dauern. Wir sind meist nicht sehr
diszipliniert und der Druck ist nicht so groß.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Das heißt also, ich greife
nachts nicht willkürlich Leute an?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Nein, du plünderst die
Topfpflanze, hängst dich irgendwo an, und schläfst weiter. Hast du etwa
gedacht, ich würde die Klimmzugstange in meinem Zimmer zum Sport nutzen?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jonas blickte an seiner Mutter
herab, wie sie in Spitzenhemd und Schlafanzughose vor ihm saß. Sie war schlank,
aber es war die Schlankheit einer Person, die sehr hungrig werden musste, bevor
sie vom Schreibtischstuhl oder Sessel aufstand, um sich Essen zu machen. Nur,
wenn es im Jonas Bedürfnisse ging, wuselte sie geschäftig durch die Wohnung. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Jetzt wo du es sagst … Kriege
ich auch eine Stange?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Und eine Topfpflanze. Aber du
gießt sie.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Das wird nicht gut gehen.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Wir sollten mal nachschauen,
ob wir einen Pflanzenhändler mit Lieferservice finden.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Leise lachend schüttelte Jonas
den Kopf. „Wir sind wirklich Werfaultiere, oder?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Hm. Kommst du an das Toast
ran?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ja.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Und an die Marmelade?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Ja.“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Schmierst du mir eins?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Dein Ernst?“
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 26 Aug 2018 15:28:35 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/das-langsame-erwachen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Kurzgeschichte,Fiction,Faultiere,Fantasy,Humor</g-custom:tags>
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    </item>
    <item>
      <title>Schreiben: Tipps &amp; Analysen - Eine Frage der Perspektive # 1</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/schreiben-tipps-analysen-eine-frage-der-perspektive-1</link>
      <description>Ein (zugegebenermaßen etwas trockener, aber hoffentlich nützlicher) Beitrag zum Thema Erzählperspektive.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/01c2bd49-8e4b-459a-ae4a-2f6efdab9a5c.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    Das hier ist Teil 1 einer kleinen Serie über Erzählperspektiven. In diesem Blogpost beschreibe ich einige typische Perspektiven, was sie jeweils für die Geschichte bewirken und welche Fallstricke es bei ihrer Nutzung gibt. Was ich hier liefere, ist keine literaturwissenschaftliche Klassifikation (falls ihr eine solche sucht: Genette hat ein System entwickelt, dass die meisten Perspektiven abzudecken scheint), sondern eher eine Unterscheidung der Perspektiven danach, was sie für den Leser bewirken.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    1. Person
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Es gibt zwar auch Geschichten, die in der zweiten Person geschrieben sind (mir fallen vor allem Beispiele aus dem Kinderbuch-Bereich ein), aber letztlich sind es die erste und die dritte Person, die uns meist in Literatur begegnen – auch wenn N.K.Jemisin in ihren „Broken Earth“-Büchern einige sehr interessante Dinge mit der 2. Person anstellt.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Erzählen in der ersten Person trägt uns in den Kopf eines Charakters, limitiert aber auch das Wissen des Lesers darauf, was der Charakter weiß. Die Welt erreicht uns durch seine Wahrnehmungen gefiltert.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Mögliche Varianten sind:
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  1.  Leser*innen erleben live mit, was die Figur denkt und fühlt. Das wird manchmal noch durch Erzählen im Präsens verstärkt. Ein Beispiel dafür ist Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“. In diesem Fall ist der Figur nicht bewusst, dass sie einen „blinden Passagier“ in ihrem Kopf hat. In „Die Tribute von Panem“ führt das dazu, dass man nicht das Gefühl hat, der Schilderung vergangener Ereignisse zu lauschen, sondern sich mitten im Geschehen glaubt – und nicht sicher ist, ob die Figur überleben wird.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  2.  Die Figur liefert einen eindeutig an ein mehr oder weniger klar definiertes Publikum gerichteten Live-Kommentar – zumindest ist das das Gefühl, dass die Lektüre von Büchern wie „The Dirty Streets of Heaven“ von Tad Williams oder „Food of the Gods“ von Cassandra Khaw weckt (auch wenn es natürlich sein kann, dass die Figuren trotzdem im Rückblick erzählen, schließlich stehen die Geschichten im Präteritum, hat die Art, wie erzählt wird, eine gewisse Unmittelbarkeit). Dieser Effekt wird gerne für sarkastische Kommentare zum Geschehen oder aber für Beschreibungen und Erklärungen genutzt (mit Letzteren kommt man als Autor*in deutlich leichter davon, wenn sie durch die einzigartige Stimme eines Charakters gefiltert sind und genauso viel über die Figur wie das Objekt ihrer Aufmerksamkeit verraten). 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Manchmal geht das mit einem Bruch der Vierten Wand einher. Mir fällt gerade kein gutes literarisches Beispiel ein, also nenne ich hier einfach mal die Deadpool-Filme (wo dieses Stilmittel nicht nur für eine Reflektion des Superhelden-Genres genutzt wird, sondern zum Teil auch, um die Leser, mit denen der Protagonist in einen verschwörerischen Dialog tritt, auf dessen Seite zu ziehen).
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  3.  Die Figur erzählt rückblickend einem Publikum, mit dem sich der Leser unwillkürlich identifiziert, oder sogar zum Leser selbst. Ein Beispiel wäre Moshin Hamids „The reluctant fundamentalist“ (das auch Elemente des Erzählens in der zweiten Person hat, wird der Leser doch in die Rolle des Amerikaners gedrängt, dem Changez seine Lebensgeschichte erzählt) oder Jacqueline Careys „Kushiel“, wo Phèdre rückblickend von ihren Erlebnissen berichtet, Vorausdeutungen macht und erklärt, wie sie die Ereignisse im Nachhinein interpretiert, auch wenn die hier implizierte Kommunikationssituation seltsam diffus ist. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Erzählen in der ersten Person hat einige interessante Effekte. Zum Einen schafft es große Nähe zum erzählenden Charakter und verleitet Leser zur Identifikation mit ihm. Das ist meiner Meinung nach – zusammen mit dem Charisma und der fesselnden Erzählstimme des Protagonisten – der Grund, wieso Mark Lawrence‘ „Broken Empire“-Reihe so gut funktioniert. Sein Protagonist ist eine schreckliche Person, aber sein Kopf ist gleichzeitig ein ziemlich faszinierender Ort. Ich vermute, dass die minimal größere Distanz, die ein Erzählen in der 3. Person bewirkt, bei vielen Leser*innen dafür gesorgt hätte, dass die Abscheu gegenüber der Faszination überwiegt. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, wieso gerade Anti-Helden gerne in der ersten Person geschrieben werden, wirken ihre Handlungen doch von außen oft so fragwürdig, dass Leser*innen alle Sympathie mit ihnen einbüßen könnten.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das Erzählen in der ersten Person bietet auch viele Möglichkeiten zum unzuverlässigen Erzählen. Wenn eine Dialogsituation besteht, hat die erzählende Figur natürlich ein Motiv dafür, die Ereignisse in einem bestimmten Licht erscheinen zu lassen und das Publikum/ die Leserschaft haben einen guten Grund, seine Worte zu hinterfragen. Aber er oder sie muss nicht einmal aktiv lügen. Selbst als „blinden Passagieren“ im Kopf einer Figur stellt sich Leser*innen die Frage, wo die blinden Flecken dieser Figur sind, was sie nicht sehen kann oder will, inwiefern Vorurteile ihre Wahrnehmung filtern oder verzerren und ob sie sich nicht hin und wieder selbst belügt, was ihre Situation oder ihre Motivation betrifft. (Hier ein etwas nerviges Beispiel: Protagonistin: „Neeeeein, ich finde den umschwärmten Badboy überhaupt nicht attraktiv!“, Leser*in: „Ach, halt die Klappe, ich weiß genau, dass ihr nach vielen Missverständnissen am Ende des Buches ein Paar sein werdet.“)
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Normalerweise haben Bücher, die in der ersten Person geschrieben sind, nur eine Figur, aus deren Perspektive geschrieben wird, auch wenn es natürlich Abweichungen davon gibt. So bestehen Jonathan Strouds „Bartimäus“-Romane aus 2-3 Handlungssträngen: Bartimäus‘ Perspektive wird in der ersten Person geschrieben, die der beiden anderen Perspektivträger in der dritten. Und in Gordon Kormans „Masterminds“-Serie erzählen mehrere Kinder abwechselnd aus der Ich-Perspektive, was gut funktioniert, weil sich ihre Stimmen und ihre Weltsicht so unterscheiden, dass man sie wahrscheinlich selbst dann hätte identifizieren können, wenn ihre Namen nicht über ihren jeweiligen Kapiteln gestanden hätten.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das ist eine der großen Stärken des Erzählens in der ersten Person: Es macht es leichter, einer Figur eine individuelle (oft humorvolle) Erzählstimme zu geben und diese Figur wirklich gut kennenzulernen. Allerdings liegen hier auch die Beschränkungen dieser Erzählweise, denn auch wenn Leser*innen hier und da durchschauen können, wenn das Urteil einer Figur getrübt ist und vor ihr zu bestimmten Schlüssen gelangen, bleibt ihnen alles verschlossen, was in den Köpfen anderer Figuren passiert oder wovon der Ich-Erzähler nichts wissen kann. 
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Z.B. in epischer Fantasy, in der es eine große Rolle spielt, verschiedene Teile und Aspekte der Welt zu erkunden und zu erklären, was Menschen auf verschiedenen Seiten eines Konflikts motiviert, kann sich ein Ich-Erzähler, bei all den Möglichkeiten zu Introspektion, unzuverlässigem Erzählen und sarkastischen Kommentaren, als eine große Einschränkung erweisen.
  
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    3. Person: allwissend vs. neutral vs. personal (third limited) 
    
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Wenn viele verschiedene Perspektiven abgedeckt werden sollen oder eine gewisse Distanz der Leserschaft zum Geschehen intendiert ist, bietet sich Erzählen in der dritten Person an. Hier gibt es Abstufungen in der Nähe zu den Charakteren und darin, was der Leser weiß.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein neutraler Erzähler sieht z.B. alles, aber gibt keinen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der handelnden Personen. Leser*innen müssen ihre Schlüsse aus ihren Handlungen ziehen. Diese Erzählweise zieht sich vergleichsweise selten durch ein ganzes Buch, kommt aber manchmal in Prologen zum Einsatz (z.B. ist der Prolog von „City of Ashes“ aus einer neutralen Erzählperspektive geschrieben, um die Identität einer der beiden handelnden Figuren geheimnisvoll zu halten, während der Rest des Buches sich der personalen Erzählweise bedient). 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Ein allwissender Erzähler dagegen weiß, was in den Köpfen aller seiner Figuren vor sich geht, kennt ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. Oft erweckt er den Eindruck spöttischer Distanz zum Geschehen, was gerade in humorvollen Büchern ein intendierter Effekt sein kann, aber auch in Leser*innen eine gewisse Distanz hervorrufen und ihre emotionalen Reaktionen auf das Geschehen dämpfen.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Die Perspektive, die uns am häufigsten begegnet, ist die personale. Allerdings finde ich den englischsprachigen Begriff „third limited“ deutlich besser, weil er genau beschreibt, was diese Perspektive bewirkt: Der Autor/ die Autorin schreibt in der dritten Person über einen Charakter und was er wahrnimmt, denkt und fühlt, limitiert und färbt die Beschreibung des Geschehens. Wir sehen nicht, was sich an einem anderen Ort zuträgt und nehmen Gegenstände in der Reihenfolge war, in der auch die Figur sie sehen würde. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Zwar ist die Distanz ein wenig größer als beim Erzählen in der ersten Person, aber trotzdem folgt die „Kamera“, die die Ereignisse für uns aufzeichnet, dem Blick der Figur und neben klar als Gedanken oder unausgesprochenen Worten der Figur markierten (Teil-)Sätzen, die z.B. kursiv geschrieben sein können, stehen doch Sätze und Formulierungen im Text, die sehr nahe an dem Denken und Fühlen des Charakters dran sind. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Natürlich kann auch personales Erzählen relativ distanziert sein, aber in der Praxis erscheint das oft eher als Schwäche des Erzählens. Figuren, über die in der dritten Person geschrieben wird, haben nicht die unverwechselbaren Erzählstimmen von Ich-Erzählern, weil ihr Bewusstseinsstrom sich gewissermaßen mit dem einer externen Erzählinstanz mischt, aber dennoch sollten sie sich klar voneinander abgrenzen und z.B. dabei, worauf sie in ihrer Umwelt achten, andere Prioritäten setzen, und sich auch in der Sprache ihrer Abschnitte/ Kapitel subtil unterscheiden. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Der Wechsel zwischen verschiedenen personalen Perspektiven ist oft durch Leerzeilen oder Kapitelanfänge markiert, muss es aber nicht sein. Ein Beispiel für Perspektivwechsel im Fließtext ist „Mrs. Dalloway“ von Virginia Woolf, wo oft Objekte, die zwei Personen gleichzeitig betrachten, zum Angelpunkt für einen Perspektivwechsel werden. Die verschiedenen Reaktionen, die sie in ihren beiden Betrachtern hervorrufen, vertiefen noch die Einzigartigkeit von deren Stimmen und Persönlichkeiten, die das Narrativ durchdringen. „Mrs. Dalloway“ ist ein gutes Beispiel für eine 3-Person-Perspektive, die sich sehr wie die von Ich-Erzählern anfühlt. 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
    In der Perspektive bleiben
    
                      
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Verschiedene Erzählweisen eignen sich für verschiedene Geschichten und ich sehe für ihre Verwendung nur eine Faustregel: Wenn erst einmal eine Perspektive etabliert wurde, sollte sie beibehalten werden. Es gibt Beispiele für das erfolgreiche Mischen von erster und dritter Person (Stroud: „Bartimäus“) oder dritter und zweiter (Jemisin: „Broken Earth“), aber Autor*innen, die das machen, sollten dabei sehr genau wissen, was sie tun und sehr früh im Buch klarmachen, wo sie sich hinbewegen und dass das alles Absicht ist.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Was mir Leserin, Autorin und Lektorin als einer der großen Fallstricke erscheint, ist das (versehentliche) Mischen von personalem und allwissendem Erzählen in der dritten Person. Wir haben unsere(n) Protagonisten kennengelernt, wissen, dass die Kamera ihm/ihr/ihnen folgt und was die Figur, in deren Kopf wir uns befinden, gerade weiß – aber plötzlich teilt uns die Erzählinstanz mit, was im Kopf einer anderen Figur vor sich geht, was hinter dem Rücken unseres Perspektivträgers passiert oder was ihm/ihr/* in der Zukunft bevorsteht. Das kann auch auf subtile Weise bestehen. Ein Beispiel wäre ein Satz wie: „Figur X [als Perspektivträger bei personalem Erzählen etabliert] sah die verschlossene Tür mit ihren goldenen Augen an.“ 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Das klingt zuerst sinnvoll, aber wenn wir uns daran erinnern, dass die Kamera bei einem nahen personalen Erzähler sozusagen dem Blick der Figur folgt und wir nur mitbekommen, worüber sie/er/* gerade nachdenkt, ergibt es keinen Sinn, dass wir nun über ihre Augenfarbe informiert werden. Wie oft denkt ihr beim Lesen darüber nach, dass es z.B. blaue oder bebrillte Augen sind, die ihr über den Text gleiten lasst? Die Figur hat in dieser Szene keinen Anlass, über ihre Augen nachzudenken.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Gleichzeitig erfüllen solche Sätze auch einen Zweck, denn wenn Leser*innen eine Figur erst spät aus der Perspektive eines anderen Charakters erleben, kann es gut sein, dass sie sich schon eine Vorstellung von ihr gebildet haben und dadurch, dass sie sich z.B. ihre Augen braun vorgestellt haben, sie aber in Wirklichkeit golden sind, schlimmer aus dem Lesefluss herausgerissen werden als durch den kleinen Bruch mit der etablierten Perspektive. In solchen Momenten gilt es, abzuwägen, was das kleinere Übel ist.
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  Tatsächlich ist dieser Verzicht darauf, eine Person von Außen zu zeigen, eine Schwäche vom Erzählen in der ersten Person oder eben bei einem personalen Erzähler, der sehr nahe an seinem Charakter dran ist. Wie vermittelt man in einem solchen Fall, wie die Person aussieht, ohne auf das gefürchtete „Ich betrachte mich im Spiegel und beschreibe mein Gesicht im Detail“ zurückzugreifen? Wie schildert man, wie episch die Protagonistin aussieht, als sie sich mit wehendem Mantel und magischen Flammen in beiden Händen in den Kampf stürzt, obwohl ihr Äußeres in dieser Situation wahrscheinlich das Letzte ist, woran sie einen Gedanken verschwendet? 
  
                    
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
                    
  Doch gleichzeitig haben diese nahen Perspektiven auch große Stärken. Ich kontrastiere beim Schreiben zum Beispiel gerne die Innen- und Außensicht bestimmter Charaktere und finde die Differenz dazwischen, wie sie selbst sich sehen und was andere in ihnen erkennen, oder wie zwei Figuren dieselbe Nebenfigur/ dieselbe Situation völlig anders lesen,spannend. Das ist einer der Gründe dafür, wieso „close third limited“ + mehrere Figuren bisher meine Standarderzählweise war. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, nach dem letzten Band der „Drúdir“-Trilogie einen Roman in der ersten Person zu schreiben.
                  
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      <pubDate>Thu, 02 Aug 2018 19:11:43 GMT</pubDate>
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      <title>"Drúdir" gibt es jetzt auch als e-Book</title>
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   Name="List Number 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Number 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="10" QFormat="true" Name="Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Closing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Default Paragraph Font"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="List Continue 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Message Header"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="11" QFormat="true" Name="Subtitle"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Salutation"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Date"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text First Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Note Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Body Text Indent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Block Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="FollowedHyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="22" QFormat="true" Name="Strong"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="20" QFormat="true" Name="Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Document Map"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Plain Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="E-mail Signature"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Top of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Bottom of Form"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal (Web)"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Acronym"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Address"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Cite"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Code"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Definition"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Keyboard"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Preformatted"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Typewriter"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="HTML Variable"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Normal Table"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="annotation subject"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="No List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Outline List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Classic 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Colorful 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Columns 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Grid 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 7"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table List 8"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
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   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
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    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
    .
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Tue, 24 Apr 2018 21:49:33 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <description>Ein kleiner Rückblick auf ein Branchentreffen voller spannender Denkanstöße.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
                  
  Ein Rückblick auf die ersten beiden Veranstaltungstage

                
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/DSC_0300.JPG" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
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   Name="HTML Sample"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Simple 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Simple 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table Classic 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Table 3D effects 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table 3D effects 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Contemporary"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Elegant"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Professional"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Subtle 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Web 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Balloon Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" Name="Table Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Table Theme"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Placeholder Text"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="1" QFormat="true" Name="No Spacing"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" Name="Revision"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="34" QFormat="true"
   Name="List Paragraph"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="29" QFormat="true" Name="Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="30" QFormat="true"
   Name="Intense Quote"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="60" Name="Light Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="61" Name="Light List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="62" Name="Light Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="63" Name="Medium Shading 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="64" Name="Medium Shading 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="65" Name="Medium List 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="66" Name="Medium List 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="67" Name="Medium Grid 1 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="68" Name="Medium Grid 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="69" Name="Medium Grid 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="70" Name="Dark List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="71" Name="Colorful Shading Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="72" Name="Colorful List Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="73" Name="Colorful Grid Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="19" QFormat="true"
   Name="Subtle Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="21" QFormat="true"
   Name="Intense Emphasis"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="31" QFormat="true"
   Name="Subtle Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="32" QFormat="true"
   Name="Intense Reference"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="33" QFormat="true" Name="Book Title"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="37" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" Name="Bibliography"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="39" SemiHidden="true"
   UnhideWhenUsed="true" QFormat="true" Name="TOC Heading"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="41" Name="Plain Table 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="42" Name="Plain Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="43" Name="Plain Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="44" Name="Plain Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="45" Name="Plain Table 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="40" Name="Grid Table Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="Grid Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="Grid Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="Grid Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 5"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="Grid Table 1 Light Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="Grid Table 2 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="Grid Table 3 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="Grid Table 4 Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="Grid Table 5 Dark Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="Grid Table 6 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="Grid Table 7 Colorful Accent 6"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46" Name="List Table 1 Light"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51" Name="List Table 6 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52" Name="List Table 7 Colorful"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
   Name="List Table 7 Colorful Accent 1"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="48" Name="List Table 3 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="49" Name="List Table 4 Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
   Name="List Table 6 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="List Table 7 Colorful Accent 2"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="46"
   Name="List Table 1 Light Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="47" Name="List Table 2 Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="50" Name="List Table 5 Dark Accent 3"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="51"
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  &lt;w:LsdException Locked="false" Priority="52"
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   Name="Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Smart Hyperlink"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
  &lt;w:LsdException Locked="false" SemiHidden="true" UnhideWhenUsed="true"
   Name="Hashtag"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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   Name="Unresolved Mention"&gt;&lt;/w:LsdException&gt;
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&lt;style&gt;
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&lt;/style&gt;
&lt;![endif]--&gt;    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der zweite Tag des Branchentreffens das Phantastik-Autorennetzwerks
ist zu Ende und ich bin ein bisschen erschöpft von all den anregenden Diskussionen,
informativen Vorträgen und schönen Begegnungen. (Ich bin so froh, dass hier
alle Namensschilder tragen, sonst würde ich mit Verwechslungen und dem
versehentlichen Ignorieren von Bekannten Anti-Networking betreiben).
    
                    
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Organisatoren haben ein spannendes Programm auf die
Beine gestellt. Bereits am ersten Tag ging es um Macht und Märchen und die Impulse,
die die „Was wenn?“-Spiele der Science Fiction der Gesellschaft geben können. (Referentin
Katja Böhne fing sich einige skeptische Reaktionen ein, als sie meinte, dass sie die politisch-gesellschaftswissenschaftlichen
Analysen und Gedankenspiele, für die sie Science Fiction liebt, so in der
Fantasy bisher nicht finden konnte. Wahrscheinlich ist ihre Mailbox gerade dabei, vor lauter Empfehlungen von Fantasy-Fans, die ihr das Gegenteil beweisen wollen, zu explodieren.) 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es folgte ein Panel zum Thema Comic, aus
dem ich erfahren habe, wie schwer es dieses Medium in Deutschland hatte und hat.
Wusstet ihr, dass in den 50ern Comicverbrennungen gab? 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Comic-Fans und Phantastik-Leser haben heute noch in ihrem
Ärger über die typisch deutsche, nur langsam einem differenzierteren Blick weichende
Einteilung von Literatur in E- und U-Schubladen ein Thema, das sie verbindet.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dass Repräsentation, Diversität und Intersektionalität in
der Phantastik und die Frage nach der Verantwortung von Autoren, im Rahmen
ihrer Reichweite etwas für die Wahrnehmung weniger privilegierter Gruppen zu
tun, leidenschaftlich diskutiert wurden, hat wohl niemanden überrascht. Eingeleitet
wurde die Debatte von einem Vortrag von Professor Lars Schmeink, der auf die
vielen verschiedenen Arten von Privilegien in unserer Gesellschaft hingewiesen
hat (und mich wieder daran erinnert, mit wie vielen Schwierigkeiten, mit denen
andere Menschen täglich konfrontiert sind, ich mich nicht herumschlagen muss).
Er benutzte das Bild eines Laufbandes für diskriminierende Strukturen – mit dem
Laufband mitzulaufen oder sich davon weitertragen zu lassen ist einfach, in die
andere Richtung zu laufen dagegen erfordert bewusste Anstrengung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die folgende Diskussion drehte sich vor allem um die
Repräsentation von Frauen, Schwulen und Lesben in Literatur und Film. Es ging
darum, ob Frauen wirklich ihre eigenen Remakes von populären Filmen brauchen
oder nicht viel eher ihre eigenen Geschichten verdienten, um die Frage nach Dumbledores
sexueller Orientierung (was die alte Diskussion darüber berührt, wie man Texte
lesen sollte: Wie wichtig ist das Wissen, dass die Autorin beim Schreiben im
Hinterkopf hatte und das es nie explizit auf die Seiten geschafft hat?
Verschiedene Literaturtheorien haben verschiedene Antworten auf die Frage
geliefert, aber das führt jetzt ein wenig zu weit), und um die Spannung zwischen
der Forderung, marginalisierten Gruppen zu mehr Repräsentation zu helfen und der
Sorge, dabei aus Unwissen etwas falsch zu machen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Panelist Akram el-Bahay schnitt kurz das Thema Repräsentation
anderer Kulturen an, als er erwähnte, dass sein Name und seine Vertrautheit mit
der ägyptischen Kultur sein Schreiben in einem ägyptischen Setting
legitimierten. Die Zusammensetzung des Panels und Publikums führte jedoch dazu,
dass Gender-Themen in der Diskussion dominierten. Dagegen gibt es absolut nichts einzuwenden, da
die Diskussion von Sexualität, Geschlecht, Gesellschaft und Rollenbilder wichtig
ist und die Phantastik ein wunderbares Mittel, um sie aus neuen Perspektiven zu
erkunden. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dennoch hätte ich gerne mehr darüber gehört, wie man Menschen
aus anderen Kulturen gut repräsentiert und dabei einerseits vermeidet, sie wie
moderne Westeuropäer in anderer Kleidung wirken zu lassen, auf der anderen
Seite aber nicht in die Falle von Stereotypisierungen und der Überbetonung von
Unterschieden tappt.  
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Genau das hat mich nämlich beschäftigt, als ich meine Kurzgeschichte
für „Steampunk Akte Asien“ schrieb. Meine Charaktere denken und sprechen sicher
nicht exakt so, wie es angesichts des historischen Settings, Tokugawa-Japan,
angemessen gewesen wäre. Die kurze Zeit, die mir für die Recherche zur Verfügung
stand, und das Format der Kurzgeschichte erlegen mir hier gewisse
Beschränkungen auf und vielleicht hätte ich das Schreiben dieser Geschichte
jemanden mit mehr Wissen und einem geschärfteren Bewusstsein für Fragen der
Repräsentation überlassen sollen. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber gleichzeitig denke ich, dass ich wenigstens versucht
habe, im Rahmen relativ enger (aber auch inspirierender) Vorgaben nach bestem
Wissen eine gute, nicht eurozentrische Steampunk-Geschichte zu schreiben, die sich
auch nur an historische Ereignisse anlehnt, statt den Anspruch einer durchgängig
korrekten Darstellung zu erheben. Falls ich dabei spektakulär gescheitert bin,
lasse ich mir gerne erklären, was ich falsch gemacht habe, in der Hoffnung,
dass dies mir und anderen erlaubt, es in Zukunft besser zu machen. Falsche Repräsentation
kann zweifellos Schaden anrichten, aber meine Geschichte ist nur ein winziger
Mosaikstein in dem Bild japanischer Kultur und Geschichte, das sich aus unzähligen,
größtenteils kompetenter gemachten medialen Repräsentationen ergibt, und
letztlich können wir alle nur lernen, indem wir Fehler machen, sie anerkennen
und in Zukunft vermeiden …. glaube ich.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Okay, rechtfertigende Abschweifung beendet. Zurück zum
Branchentreffen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Am zweiten Tag bewies Tommy Krappweis (Fernseh-Autor,
Comedian und Autor von „Mara und der Feuerbringer“), dass er sich auf der Bühne
zuhause fühlt. Er machte seinem sehr gerechtfertigten Ärger über die ideologische
Vereinnahmung „germanischer“ Mythologie durch (Neo-)Nazis Luft und beschrieb
genüsslich, wie er sich bei jeder Gelegenheit mit ihnen anlegt. Von so vielen
Autoren gefürchtete Attacken im Internet scheint er eher unterhaltsam als
verunsichernd zu finden. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aufgelockert von einem Katzenvideo ging es außerdem um rechtliche
Fragen der Meinungs- und Kunstfreiheit, Youtube als Marketing-Instrument – und schließlich
um die Leidenschaft, die über all den geschäftlichen Erwägungen nicht verloren
gehen darf. Christian von Aster plädierte unter reichlich Verweisen auf seine
eigenwillige Biographie darauf, Vernunft und Gewinnstreben hinter sich zu
lassen, um genau die Bücher zu schreiben, für die man brennt. Als Leserin von „Der
letzte Schattenschnitzer“ würde ich sagen, dass zumindest seine Leser sehr von
dieser Einstellung profitiert haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Anschließend ließ er sich als Gast eines weiteren Panels nieder.
Verleger, Autoren und Publikum sprachen nun über den Balanceakt zwischen
Kalkulation und Inspiration, zwischen der Notwendigkeit, zuverlässig gut
verkäufliche Bücher zu liefern, und dem Wunsch, besondere Geschichten zu schreiben
und an Leser zu bringen. Marketing-Tipps wechselten sich mit leidenschaftlichen
Bekenntnissen zur Literatur ab, aber letztlich stand die Frage im Raum, ob es
wirklich ein Publikum für die anspruchsvollen, schubladensprengenden, herausragenden
Bücher gibt, welche anscheinend so viele Autoren gerne schreiben möchten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Was es im Rahmen des Branchentreffens noch zu sehen/hören/anderweitig
zu erfahren gab:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      viel Essen
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      viel Sonne
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      zwei extravagante Hüte
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Romanideen (ein Vorschlag auf dem abschließenden
Panel: Pferde + Science Fiction + Dinosaurier-Porno)
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      gute Neuigkeiten zu „Drúdir – Dampf und Magie“ –
Details folgen, versprochen
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      ein Video über „Bernd, das Hitler-Brot“, wie die
BILD-Zeitung es nannte: Tommy Krappweis gibt sich wirklich Mühe, klarzumachen,
für wen seine Bücher und Filme 
      
                      
                      &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
                        
                        
        nicht
      
                      
                      &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
                      
                      
       gedacht
sind
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
                      
                      
      und viel, viel mehr
      
                      
                      &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Alles in allem blicke ich auf zwei Tage zurück, für die sich
die Anreise auf jeden Fall gelohnt hat, und bin schon gespannt auf die
Workshops morgen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 20 Apr 2018 18:44:34 GMT</pubDate>
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      <title>Phantastik als Spiegel</title>
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Helfen uns phantastische Bücher dabei, über die Aspekte unseres Lebens zu reflektieren, die wegen ihrer Alltäglichkeit für uns unsichtbar geworden sind? 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      (Ein kleiner Artikel, in den ich tendenziell zu große Ideen zu verpacken versuche).
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Einem Artikel im „Spiegel“ zufolge hat Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro gemischte Reaktionen darauf erhalten, dass einige seiner Romane wie „Der begrabene Riese“ oder „Alles was wir geben mussten“ Elemente der Fantasy oder Science-Fiction aufgreifen. Es heißt, Kritiker hätten ihm eine „Flucht“ in diese Genres vorgeworfen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Meine Meinung zu Kritikern, die jeden Anflug des Phantastischen pauschal verurteilen und phantastischer Literatur das Potenzial absprechen, über literarischen Wert zu verfügen oder sich mit bedeutenden Themen auseinanderzusetzen, habe ich an anderer Stelle deutlich gemacht. Die Grenze zwischen guter und schlechter Literatur verläuft nicht entlang der ohnehin oft verschwommenen Trennlinien zwischen verschiedenen Genres.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber das hier soll kein Meckerpost über die böse elitäre Literaturszene werden, die uns arme 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=7lLfQaSpiMk"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Phantastikleser und -autoren ausschließt
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
    . Stattdessen möchte ich fortsetzen, was die anderen Mitglieder des Literatopia-Teams und ich im 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="http://www.literatopia.de/phantast/phantast18.pdf"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Phantast-Magazin #18
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     begonnen haben: Erkunden, wie und warum sich Autoren sich des Phantastischen bedienen, um in der realen Welt relevante Themen von Herrschaft und Unterdrückung zu beleuchten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hierbei möchte ich den Fokus auf zwei Bücher legen, die sich beide mit einem Aspekt dieser Thematik beschäftigen, welcher in weniger differenzierten Darstellungen von Macht und Auflehnung gerne untergeht: Die Art, wie lebenslange Indoktrination es den Unterdrückten schwermacht, Widerstand überhaupt zu denken. Kazuo Ishiguros „Alles was wir geben mussten“ und N.K. Jemisins „The Fifth Season“ schildern genau dies auf eindrucksvolle Weise.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In „Alles was wir geben mussten“ (engl. Originaltitel: „Never let me go“) beschreibt Ishiguro das Aufwachsen von drei Kindern in einem abgelegenen Internat. Erst allmählich erfahren die Leser, dass ihr Leben nicht ihnen gehört – sie wurden dafür „gezüchtet“, einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Was ihnen bevorsteht, erscheint ungeheuerlich. Figuren und Lesern erschließt sich die Wahrheit gleichermaßen allmählich, doch während man als Leser*in schließlich alarmiert ist und sich wünscht, dass die Figuren davonlaufen oder aufbegehren, fügen sich diese in ihr Schicksal. Dass Kathy und Tommy versuchen, einen Aufschub zu erreichen und dass Tommy auf ihr Scheitern mit einem Wutanfall reagiert (für den er sich gleich darauf entschuldigt) ist das einzige, was sie gegen ihren vorgezeichneten Weg zu unternehmen versuchen. Alle spielen sie nach den Regeln des Systems, Kathy ist sogar eine Helferin, die dazu beiträgt, einen reibungslosen Ablauf des stets nur in Euphemismen beschriebenen Prozesses zu garantieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tatsächlich macht diese Weigerung der Figuren, über die Wahrheit nachzudenken und ihre Unfähigkeit, auch nur an eine Verweigerung ihrer „Pflicht“ zu denken, die Charaktere beim Lesen ziemlich anstrengend. (Der Roman liest sich an sich eher langsam und legt den Fokus auf Alltagsereignisse und zwischenmenschliche Interaktion. Das eigentliche Drama findet oft außerhalb der gezeigten Szenen statt und wird in zurückhaltender, beschönigender Sprache eher angedeutet als wirklich beschrieben. Das Widerstreben und vielleicht auch die Unfähigkeit von Ich-Erzählerin Kathy, sich mit ihrer Situation auseinanderzusetzen, prägt das ganze Buch).
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Vielleicht lässt sich die Resignation der Figuren, ihre Entschlossenheit, ihr Schicksal mit Würde zu tragen und ihr Gefühl, dass jedes Aufbegehren vergeblich ist, als eine Metapher für den Umgang mit der Unausweichlichkeit des Todes deuten, dafür, dass wir sterblich sind und uns allen letztlich viel zu wenig Zeit für die Dinge bleibt, die uns wichtig sind.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber natürlich musste Ishiguro sich der Frage stellen, wieso seine Charaktere nicht zu kämpfen oder zu fliehen versuchen. In einem 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=_jCB59pPG7k"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Interview
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     erklärte er, dass er kein Interesse daran hatte, eine Geschichte über „tapfere Sklaven“ und ihren Widerstand zu erzählen. Stattdessen interessierte ihn, was Menschen dazu bewegt, eben nicht aufzubegehren. Und es ist auf traurige Weise glaubwürdig, dass seine Figuren, die ihr Leben lang auf ihr Ende vorbereitet wurden, dieses schließlich akzeptieren, weil sie in dem Wissen aufgewachsen sind, dass dies von ihnen erwartet wird und es keine Alternative gibt. Widerstand ist für sie sozusagen undenkbar und sie assistieren freundlich bei ihrer eigenen Ausbeutung. Das Szenario regt zum Nachdenken darüber an, welche Behauptungen darüber, was wir tun sollten oder was für uns unmöglich ist, wir internalisiert haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In einem 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.theguardian.com/books/2006/mar/25/featuresreviews.guardianreview36"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Beitrag im „Guardian“
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     begründet Ishiguro seine Entscheidung, ein Science-Fiction-Element zu nutzen, um den Fragen nachzuspüren, die ihn beschäftigt haben, damit, dass er nicht wie die Autoren der Vergangenheit in der Lage sei, Figuren einfach Gespräche über die philosophischen Themen führen zu lassen, die er erkunden wolle. Das Sci-Fi-Szenario habe es ihm erlaubt, das auf natürlichere Weise zu tun.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch N.K. Jemisin nutzt das Potenzial eines phantastischen Elements, um sich des komplexen Themas von Unterdrückung und Indoktrination anzunehmen. Ihr Roman „The Fifth Season“ (Auftakt zur „The Broken Earth“-Trilogie) spielt in einer regelmäßig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen erschütterten Welt, in der einige Menschen – Orogenes – die Gabe haben, Erdbeben zu beherrschen. Ihre Fähigkeiten sind so nützlich, wie sie zerstörerisch sind. Die „Stills“ – Menschen ohne ihre Begabung – wollen sie daher um jeden Preis kontrollieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dazu macht ein Herrscher den Vorschlag, dass man den Orogenes einreden müsste, sie könnten Größe und Zugehörigkeit erlangen – wenn sie sich mühevoll den Respekt verdienen, der jedem anderen einfach so entgegengebracht wird. Um akzeptiert zu werden, so soll es den Orogenes beigebracht werden, müssen sie perfekt sein.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mir ist es kalt den Rücken heruntergelaufen, als ich das gelesen habe. N.K. Jemisin lässt einen Charakter hier einen unangenehm effektiven Unterdrückungsmechanismus beschreiben, dessen Wirksamkeit man in ihrem Roman mehrfach beobachten kann. Diese Schilderung gewinnt noch einmal an Gewicht, wenn man sie darauf bezieht, wie Minderheiten in der realen Welt behandelt werden. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber N.K. Jemisins Portrait der zynischen Idee, Menschen ein selbstzerstörerisches Streben nach Perfektion einzupflanzen, das sie alle Fehler bei sich selbst suchen lässt, davon abhält, aufzubegehren, und sich ausnutzen lässt, hat mich noch an einen anderen Aspekt des realen Lebens erinnert: Ganze Industrien basieren darauf, dass Menschen glauben, nicht gut genug zu sein. Dass sie immer schöner und produktiver werden müssen, um in einer Welt, die keine Fehler verzeiht, eine Chance auf Akzeptanz und Zufriedenheit zu haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Manchmal frage ich mich, ob dieses nagende Gefühl, all den oft widersprüchlichen Erwartungen, die uns mehr oder weniger klar artikuliert im Alltag umgeben, genügen zu müssen, nicht noch größere Probleme aufwirft, als Individuen Schuldgefühle zu verursachen und wertvolle emotionale und kognitive Energie zu binden:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Nein, das ist kein unrealistischer Standard, ich bin bloß zu schwach, um ihm zu genügen.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Das Problem sind nicht die zusätzlichen Hürden, mit denen ich konfrontiert bin, sondern meine Unfähigkeit, sie zu überwinden.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Nur Verlierer beschweren sich über ungerechte Spielregeln.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das sind Gedanken, die gewährleisten, dass sich nichts ändert.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich habe wirklich nichts gegen Selbstkritik), aber manchmal ist eben nicht das Individuum das Problem, sondern eine Gesellschaft, die es diesem schwer macht, Zufriedenheit und Sicherheit zu finden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Fantasy- und Science-Fiction-Autoren – und bei weitem nicht nur die, die ich eben genannt habe – erkunden in ihren Werken genau diese Gefahr, dass wir selbst zu Handlangern werden, die Praktiken, Systeme und Ideen, die uns nicht guttun, unterstützen, weil wir die Forderungen, die sie an uns stellen, verinnerlicht haben. Die Grenzen zwischen dem, was wir wollen und was wir glauben, wollen zu sollen, sind unscharf. Wie auch nicht? Schließlich sind wir ja das Produkt unserer täglichen Interaktion mit unserer Umwelt und sind offen für Einflüsse, weil wir das sein müssen – die Offenheit, die uns verletzlich gegenüber Ideen macht, die uns nicht guttun, erlaubt es auch, zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Es ist unheimlich schwierig, die Kultur zu hinterfragen – oder auch nur bewusst wahrzunehmen – die uns jeden Tag umgibt und uns womöglich ein Leben lang umgeben hat.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Und deshalb glaube ich, dass Phantastik vielleicht geeigneter als andere Genres ist, um uns diese Prozesse der Internalisierung herrschender – oder bewusst in Umlauf gebrachter – Ideen bewusst zu machen und uns zu einer kritischen Reflektion zu bewegen. Unsere Welt in einer alternativen Gegenwart oder aber einer anderen Welt gespiegelt zu sehen, birgt die Chance, sie mit einem anderen, distanzierteren Blick zu sehen und dabei vielleicht Unerwartetes zu entdecken.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Abgesehen davon: Gute phantastische Romane zu lesen macht einfach Spaß.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Bibliographische Angaben:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Kazuo Ishiguro: Alles was wir geben mussten (Heyne 2016, ISBN: 978-3453421547)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    N.K. Jemisin: The Broken Earth 1 – The Fifth Season (Orbit 2016, ISBN: 978-0356508191)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/19161852.jpg" length="69201" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 31 Mar 2018 19:57:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/und-noch-ein-artikel-darueber-warum-phantastik-toll-ist</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Brian  McClellan - Sins of Empire (Gods of Blood and Powder, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/brian-mcclellan-sins-of-empire-gods-of-blood-and-powder-buch-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/28811016.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    "Sins of Empire" übertrifft die Bücher aus Brian McClellans erster Flintlock-Fantasy-Trilogie sogar noch.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    The nation of Fatrasta is a haven for criminals, rebels, adventurers and sorcerers seeking relics of the past. As insurrection grows, only the iron will of the Lady Chancellor holds the capital city of Landfall together. Yet an ancient power as old as time is rising, and the fate of this young nation now rests in the hands of a spy, a disgraced war hero and a mercenary general with a past as turbulent as Landfall’s present.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Bewohner Fatrastas haben sich vor Jahren von der Herrschaft der Kez befreit – und damit den gemeinsamen Feind vernichtet, gegen den sich die beiden ethnischen Gruppen der Kressians und der Palo vorrübergehend zusammengeschlossen hatten. Nun werden die Palo unterdrückt und diskriminiert. In ihren Dörfern und in „Greenfire Depths“, dem unüberschaubaren, labyrinthischen Slum, in dem die Palo von Landfall wohnen, leisten sie mehr oder weniger offen Widerstand gegen die Herrschaft von Lady Chancellor Lindet. Deshalb heuert Lindet die Söldnerkommandantin Vlora und ihre „Riflejacks“ an, um die Rebellion niederzuschlagen und die geheimnisvolle Drahtzieherin hinter dem Aufstand ausfindig zu machen. Vlora fühlt sich zunehmend unwohl mit ihrem Vertrag, sieht sie doch, dass die Palo einige gute Argumente haben. Aber dennoch tut sie wie geheißen und taucht tief in die verwirrende Welt der Greenfire Depths ein. Rasch muss sie feststellen, dass es hier zahlreiche Fraktionen und Spieler gibt, die sich alle nicht in die Karten gucken lassen.
  
                  
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    Ihre Verbindung zu Chancellor Lindet und ihrem ausgedehnten Polizeiapparat, den „Blackhats“, ist der Spion Michel, der hofft, sich mit der Jagd auf Palo-Widerständler und Verräter unter den Blackhats eine Beförderung zu verdienen. Doch seine Ermittlungen fördern nicht nur verblüffendes zu Tage, sie zeigen auch schließlich, dass Michel mehr ist, als er zu sein scheint.
  
                  
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    Der dritte Charakter, aus dessen Perspektive erzählt wird, ist Ben Styke. Einst Anführer der „Mad Lancers“, einer im Kampf um die Freiheit Fatrastas legendär gewordenen Einheit schwer gepanzerter Reiter, ist er nun wenig mehr als ein seiner Identität beraubter Sträfling in einem Arbeitslager – und Fidelis Jes, der hochrangigste Blackhat, hat ein Interesse daran, dass er dort bleibt. Aber als es schon scheint, als sei Stykes Schicksal besiegelt, taucht der geheimnisvolle Gregious Tampo auf – ein undurchschaubarer Mann, dessen Weg sich auch mit dem Vloras und Michels kreuzen wird. Tampo schmuggelt Styke aus dem Lager, aber er hat auch einen Auftrag für ihn: Er soll Vloras Nähe suchen und sie (zunächst) beschützen. Um sich Vloras Achtung zu verdienen und zu zeigen, dass er trotz seines Alters und seiner Verletzungen noch einiges draufhat, stürzt sich Styke mit Eifer in den ersten Auftrag, den sie ihm gibt: In den Greenfire Depths spürt er Gerüchten über „Dragonmen“ nach – Kämpfer, die die meisten für eine Legende halten. Styke stellt fest, dass sie alles andere als das sind und womöglich auch Vorboten einer größeren Bedrohung: Das für Jahrhunderte komplett abgeschottete Imperium der Dynize hat seine Agenten nach Fatrasta geschickt und hat eindeutig Pläne, die dem von innerer Unruhe zerrissenen Land gefährlich werden können.
  
                  
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    „Sins of Empire“ spielt ein paar Jahre nach dem Ende der Powder-Mage-Trilogie, aber erkundet einen neuen Schauplatz. In Fatrasta ist die gleiche Dynamik einer frühindustriellen, in stetigem Wandel begriffenen Fantasy-Welt zu spüren, die auch die Städte in der Powder-Mage-Trilogie prägt. Brian McClellan zeichnet gerade mit seinen Schilderungen Landfalls das Bild einer vielfältigen, atmosphärischen Stadt, in der es an allen Ecken und Enden brodelt. Am Ende des Buches zu einer spektakulären Konfrontation, wo Powder Mages (Magier, deren Magie auf Schießpulver basiert) und die geheimnisvollen „Bone Eyes“ (fatrastische Magier, die eine Art von Blutmagie praktizieren, die allen Figuren, aus deren Perspektive geschrieben wird, ein Rätsel ist) aufeinandertreffen und mit Lanzen, Schwertern und Kugeln brutale Schlachten ausgeschlagen werden. In einem Großteil des Buches stehen jedoch Politik, Spionage und Ermittlungsarbeit im Vordergrund, auch wenn die Figuren sich immer wieder den Weg aus brenzligen Situationen freikämpfen müssen.
  
                  
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    Lange ist relativ unklar, wie die Beobachtungen der verschiedenen Figuren zusammenhängen und wo sich die Handlung hinbewegt, aber McClellan schafft es, einen Eindruck von Ziellosigkeit und Stagnation zu vermeiden, und steigert die Spannung und Neugier seiner Leser immer weiter. Es gibt eine ganze Reihe überraschender Enthüllungen über die Identitäten und Ziele, die Vergangenheit und die Beziehungen der handelnden Figuren. Schließlich werden alle Handlungsstränge befriedigend zusammengeführt.
  
                  
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    Brian McClellan sagt selbst, dass die Lektüre der Powder-Mage-Trilogie nicht unbedingt nötig ist, um „Sins of Empire“, das er als sein bisher bestes Buch bezeichnet, zu lesen, aber ich würde ihm hier wiedersprechen. Schließlich begegnet man in „Sins of Empire“ so einigen alten Bekannten aus der Powder-Mage-Trilogie, deren Wiederauftauchen keinen so starken Effekt hat, wenn sie einem nicht bekannt sind, und auch die Funktionsweise der Magie wurde in der ersten Trilogie noch einmal ausführlicher erklärt. Es ist zweifellos möglich, „Sins of Empire“ als Einstieg in das Powder-Mage-Universum zu lesen, aber meine Empfehlung wäre es, mit dem ebenfalls sehr empfehlenswerten „Promise of Blood“ anzufangen.
  
                  
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
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    Vlora ist eine verantwortungsbewusste Kommandantin, die tatkräftig und entschlossen tut, was sie für nötig und richtig hält – allerdings für einen Großteil des Buches auf der falschen Seite steht, was es etwas schwerer macht, sie sympathisch zu finden. Allerdings gibt es auch viele kleine und große Momente im Buch, wo sie entscheidet, ihrem Gewissen zu folgen, statt zu tun, was opportun ist. Sie ist eine fähige Kämpferin und gelegentlich ziemlich aufbrausend. Die Dynamik zwischen ihr und ihrem wichtigsten Offizier Olem, der auch ihr Partner ist, ist sehr schön zu lesen, da er mit seiner unerschütterlichen Ruhe einen guten Kontrast zu ihr bietet und man ihren Interaktionen anmerkt, dass sie einander lieben und respektieren.
  
                  
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    Michel wirkt auf den ersten Blick wie ein Mann, der viel Ehrgeiz und wenig Persönlichkeit hat, und sich nur für seine Karriere interessiert. Allerdings verleihen kleine Ticks wie seine Neigung zu Selbstgesprächen ihm etwas mehr Profil und seine Mischung aus Intelligenz, Entschlossenheit und der Bereitschaft, Risiken einzugehen, machen ihn zu einem ziemlich fähigen Ermittler – was ihn jedoch nicht davon abhält, sich immer wieder in gefährliche, scheinbar aussichtlose Situationen hineinzumanövrieren. Später im Buch stellt sich heraus, dass Michel ein Geheimnis hat, das alles ändert, was man als Leser über ihn zu wissen glaubte.
  
                  
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    Der hünenhafte Ben Styke ist zu brachialer Gewalt fähig, doch seine Selbstbeherrschung, Bildung und die Fürsorge, mit der er sich um das Waisenmädchen Celine kümmert, stehen im Kontrast dazu. Nach und nach erfährt man mehr über seine Vergangenheit – über seine Rolle bei den Mad Lancers, aber auch darüber, was ihn mit Chancellor Lindet und Fidelis Jes verbindet.
  
                  
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    Diese drei sehr verschiedenen Figuren liefern drei verschiedene Perspektiven auf das Geschehen. Dadurch, dass sie in sehr verschiedenen Zirkeln unterwegs sind, tragen ihre Wahrnehmungen schließlich ein komplexes Bild der Situation in Landfall zusammen. Durch ihre Augen sieht man auch eine Reihe gut entwickelter Nebenfiguren.
  
                  
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      Stil
    
                    
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    &lt;/b&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Sins of Empire“ wird in der dritten Person aus der Sicht von Vlora, Styke und Michel erzählt. Das Buch liest sich schnell und mühelos. Die zahlreichen Kämpfe werden dramatisch und schonungslos geschildert und der physische und psychische Tribut, den sie von den Figuren fordern, nicht ausgeblendet. McClellan bereitet einige Überraschungen und Konfrontationen sorgfältig vor, so dass sie schließlich die maximale Wucht entfalten und dem Leser einige sehr befriedigende Momente verschaffen. Nicht nur die Actionszenen sind spannungsreich geschildert. Die Interaktionen zwischen den Figuren und ihre Versuche, zu durchschauen, was vor sich geht und wer was will, sind mindestens genauso interessant.
  
                  
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    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
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    Mit „Sins of Empire“, dem Auftakt zu der „Gods of Blood and Powder“-Serie, hat Brian McClellan einen würdigen Nachfolger für seine erste Trilogie geschaffen. Spannend, komplex, mit sehr verschiedenen, einprägsamen Figuren und voller Überraschungen und Action, bietet der Roman ausgezeichnete Unterhaltung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Little, Brown Book Group, März 2017
  
                  
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Orbit
  
                  
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9780356509303
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 31 Mar 2018 19:55:10 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Untragische Hintergrundgeschichten: Das Cover von "Drúdir - Dampf und Magie"</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/untragische-hintergrundgeschichten-das-cover-von-drudir-dampf-und-magie</link>
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  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Da ich den Entstehungsprozess meines neuen Covers nicht nur aus den offensichtlichen Gründen spannend fand, erzähle ich hier ein bisschen darüber.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Für meinen Verleger Holger Kliemannel stand sofort fest, das 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.dojoerch.com/"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Joerg „Joerch“ Schlonies
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     der richtige Künstler für „Drúdir“ ist. In seinem Fantasy-Art-Studio entwirft er Illustrationen, Buchcover und Konzepte für phantastische Figuren. Seine Galerie zeigt, dass er eine besondere Affinität zu Zwergen hat, also hat das schon einmal perfekt gepasst.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich habe ihm ein Exposé meines Romans, Auszüge, in denen Figuren und Orte beschrieben sind, und auch einige Skizzen geschickt. Was Joerg daraus gemacht hat, war der Coverentwurf, der auch als Beitragsbild dient. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Da „Drúdir“ eigentlich erst 2018 erscheinen sollte, unerwartet aber doch einen Platz im Herbstprogramm 2017 erhalten hat und das Cover daher schnell fertig werden musste, war klar, dass es keine Zeit für alternative Entwürfe geben würde. Umso besser, dass gleich der Erste so gut aussah.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich bin eigentlich kein Fan von Gesichtern auf Covern, aber gerade die menschliche Gesichtshälfte der Automate ist unglaublich nahe an meinen Vorstellungen (ich schmeichle mir, dass ich bei ihrer Beschreibung wohl etwas richtig gemacht haben muss). Auch die Spannung zwischen menschlichen und Maschinenzügen weckt sofort Interesse.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Drúdir hatte ich mir anders vorgestellt, aber Joerg hatte ziemlich gute Argumente dafür, dass er möglichst zwergisch aussehen soll. Er hat sich aber gerne bereit gefunden, Drúdir einen kürzeren Bart und den langen Mantel zu verpassen, den er im Buch meist trägt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In Farbe und mit präziser ausgearbeiteten Details sah dann fast so aus wie die Version, die ihr auch im Buchladen kaufen könnt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Insbesondere der Hintergrund hat mich überrascht und beeindruckt. Ich hatte mir Schwarzspiegel als „Viktorianisches London meets Moria/Erebor meets Venedig“ vorgestellt, aber was Joerg geschaffen hat, ist viel interessanter und individueller – ganz zu schweigen von „steampunkiger“. Das hat mich wieder darin bestätigt, mich über jeden neuen Leser zu freuen, den mein Buch erreicht, da keine zwei Personen je das gleiche Buch lesen und mich einfach fasziniert, wie verschiedene Vorstellungen meine Worte wecken können.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es gab nur noch ein kleines Problem: Die Haarfarbe der Automate (weißblond) harmonierte wunderbar mit dem Hintergrund und Farbschema, aber ich wurde von ein paar Lesern darauf angesprochen, dass sie in zu krassem Gegensatz zu dem steht, was im Buch beschrieben wird. Also habe ich Joerg noch einmal angeschrieben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das Resultat – und endgültige Cover – kennt ihr. 
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wie ihr vielleicht gemerkt hat, hat „Drúdir“ nicht nur einen Stab mit Glühbirne, sondern auch einen Untertitel bekommen. Da der Roman sehr um die Charaktere kreist, hat mir die Idee gefallen, den Namen meiner Hauptfigur zum Titel zu machen. Für die meisten Leser ist er jedoch ein Fantasy-Wort ohne jede Bedeutung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Dampf und Magie“ vermittelt hoffentlich einen besseren Eindruck davon, was zwischen den Buchdeckeln wartet: Eine Welt, in der Magie und Technologie mal harmonisch koexistieren und sich mal auf eine Weise aneinander reiben, die eine Menge Funken sprühen lässt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 20:51:58 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      <title>Rezension: Cory Doctorow - Little Brother</title>
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ein YA-Roman, der ziemlich gute Schullektüre abgäbe.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Marcus, alias «w1n5t0n», ist 17, smart und ein begeisterter Gamer. Als Terroristen die Oakland Bay Bridge in San Francisco in die Luft sprengen, befinden er und seine Freunde sich zur falschen Zeit am falschen Ort. Agenten der Sicherheitsbehörde halten sie für verdächtig und verschleppen sie auf eine geheime Insel, wo sie tagelang verhört, schikaniert und gedemütigt werden. Als Marcus freikommt, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt. Jeder Bürger – ein potentieller Terrorist; Menschenrechte – zweitrangig; Freiheit – ein «Sicherheitsrisiko». Marcus und seine Freunde können nicht akzeptieren, was geschehen ist – und beschließen, sich zu wehren. Mit Hilfe subversiver neuer Medien organisieren sie sich zu einer «Gamer-Guerilla». Ihr Plan: Sabotage der staatlichen Überwachung. Ihre Waffen: die Zukunftstechnologien. Ihr Ziel: der Sturz der Regierung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nachdem ein Terroranschlag San Francisco erschüttert hat, werden Marcus und seine Freunde unschuldig verdächtigt – und erhaschen einen Blick auf ein Amerika, in dem ihre Rechte nichts wert sind und Menschen spurlos in geheimen Gefängnissen verschwinden können. Nach traumatischen Tagen wird Markus freigelassen, doch von den drei Freunden, die mit ihm verhaftet wurden, nehmen nur zwei mit ihm Kontakt auf. Darryl, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung schwer verletzt war, ist spurlos verschwunden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nach und nach muss Marcus feststellen, dass er in ein anderes San Francisco zurückgekehrt ist. Bereits vorher war Überwachung allgegenwärtig, aber nun erreicht sie einen neuen Höhepunkt. Marcus hat Angst um sich und seine Freunde, aber er ist trotzdem wild entschlossen, Widerstand zu leisten. Er richtet ein Kommunikationsnetz ein, dass es ihm und anderen Jugendlichen erlaubt, unüberwacht zu kommunizieren und sich zu Akten zivilen Ungehorsams zu verabreden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Marcus fängt an, sich mit der Geschichte von Widerstandsbewegungen, mit Freiheitsrechten und Überwachungstechnologien auseinanderzusetzen und tritt entschlossen für Freiheit, Privatsphäre und sein Recht auf friedlichen Widerstand ein. Für viele seiner größtenteils jugendlichen Unterstützer wird er dadurch zum Helden, aber er erlebt auch fassungslos, wie viele Menschen die neue Kontrolle durch die Regierung gutheißen und jeden zum Helfer von Terroristen erklären, der sich dagegen einsetzt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die ganze Zeit über schwebt die Gefahr der Entdeckung über ihm – und die Menschen, die ihn entführt haben, haben deutlich gemacht, dass ihn in diesem Fall kein faires Verfahren erwartet. Marcus erlebt Momente des Triumphs und kommt der klugen, engagierten Ange näher. Aber er hat keine Kontrolle über den von ihm losgetretenen Widerstand und ahnt nicht, wie weit seine Gegenspieler bei den Behörden zu gehen bereit sind. Tatsächlich wirken einige der Reaktionen auf kleine, friedliche Protestaktionen ein wenig überzogen, aber das sorgt für eine schnelle Eskalation der Ereignisse, größere Risiken für die Figuren und viel Spannung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Little Brother“ (der Titel stammt von der Idee, dass die Bürger selbst zu „Little Brothers“ werden sollen, die ihrerseits den Staat überwachen und einer Regierung, die ihre Rechte nicht schützt, ihre Unterstützung entziehen) ist bereits 2006 erschienen, aber die Frage, wie die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit aussehen sollte (und ob der Verzicht auf Freiheit überhaupt mehr Sicherheit bringt) ist immer noch brennend aktuell. Meiner Meinung nach ist Doctorow ein kluges, zeitgemäßes Buch gelungen, in dem es viel um neue Technologien und friedliche, kreative Formen des Widerstands geht, aber auch darum, dass gerne auf junge Menschen, ihre politischen Absichten und ihr Engagement herabgesehen wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Roman ist spannend und leicht zu lesen, die Balance zwischen Momenten, wo man mit den Protagonisten leidet und Angst um sie hat, und zwischen Momenten, wo Marcus trotz allem ein glücklicher Teenager sein darf, der Erwachsene austrickst, die erste große Liebe erlebt und mit Freunden feiert, ist gut gelungen. Es wirkt ein wenig konstruiert, wie ihm die Hinweise und Verbündete begegnen, die ihm in seinem Vorhaben helfen, aber das fällt kaum ins Gewicht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auf den ersten Blick ist Marcus ein typischer rebellischer Teenager, wenn auch intelligenter, technisch versierter und neugieriger als viele andere. Er betrachtet die Welt auf ganz besondere Weise und tastet nahezu instinktiv jedes System auf seine Schwachstellen ab. Er ist idealistisch und tritt auch dann leidenschaftlich für seine Überzeugungen ein, wenn er weiß, dass dies bei seinem Gegenüber nicht gut ankommen wird, lässt sich aber auch gerne von seiner Impulsivität und seinem Widerspruchsgeist mitreißen und trifft ein paar vorschnelle Entscheidungen. Ein sehr sympathischer Zug an ihm ist seine Neugier: Er liebt Lernen um des Lernens willen und ist immer auf der Suche nach neuen Informationen, die ihn zum Nachdenken anregen, und hinterfragt alles. Mit ihm hat „Little Brother“ einen tatkräftigen Protagonisten, dem man als Leser auf jeden Fall die Daumen drückt, dass er es schafft, den Behörden durch die Finger zu schlüpfen. Vielleicht ist Marcus ein wenig klüger, geschickter, mutiger und integrer, als realistisch ist, aber auch mit diesem Gedanken im Hinterkopf begleitet man ihn gerne und identifiziert sich mit ihm.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es gibt ein paar undifferenziert unsympathische Figuren wie z.B. die Menschen, die ihn am Anfang des Buches widerrechtlich einsperren oder seinen unausstehlichen Mitschüler Charles, aber die meisten Figuren erscheinen sehr differenziert. Sowohl seine Freundin Vanessa als auch sein Vater, die seine subversiven Aktivitäten mit hilfloser Wut oder Unverständnis betrachten, haben ihre Gründe für ihr Handeln.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Und auch wenn Marcus und seine Mitstreiter „Traue keinem über Fünfundzwanzig“ zu einem ihrer Slogans machen, beweist die Geschichte selbst, dass es nicht so simpel ist, da z.B. Marcus‘ Lehrerin Ms. Galvez die Schüler zum eigenständigen Denken ermutigt und sich mit den rebellierenden Jugendlichen zu identifizieren scheint.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch Ange ist nicht bloß eine Trophäe für Marcus, sondern eine gut entwickelte, starke Figur mit Humor und Selbstbewusstsein.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auf den ersten Seiten klingt es, als würde der Versuch, Ich-Erzähler Marcus eine betont jugendliche Erzählstimme zu geben, ein wenig übers Ziel hinausschießen, aber dieser Eindruck legt sich rasch. Meist liest sich das Buch schnell und mühelos. Der nicht übertrieben umgangssprachliche, aber einfach und zwanglos gehaltene Stil passt zu Marcus.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Gelegentlich gibt es ziemlich lange Info-Dumps, z.B. über die Funktionsweise bestimmter Geräte oder über Kryptographie, oft mit kleinen Exkursen zur Geschichte bestimmter Technologien und Verschlüsselungsmethoden. Einerseits ist es ein wenig seltsam, dass Marcus dem Leser Dinge erklärt, die für ihn selbst selbstverständlich sind, andererseits passt es zu ihm, weil er seinem Publikum wahrscheinlich unterstellen würde, dass dieses genauso lernbegierig sind wie er, und er Spaß daran zu haben scheint, sein Wissen zu teilen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    An diesen erklärenden Passagen merkt man übrigens auch, dass ein paar Jahre zwischen dem Erscheinen des Buches und der Gegenwart vergangen sind, denn Marcus erläutert ein paar Dinge, die heute selbst für jemanden wie mich keiner Erklärung mehr bedürfen. Von anderen dagegen habe ich zum ersten Mal gehört und fand es ziemlich interessant, mehr über sie zu lernen. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass sich gerade Leser, die noch vertrauter mit der Materie sind, vielleicht ein wenig davon gelangweilt wären.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Cory Doctorow hat einen mitreißenden Thriller um neue Technologien, Überwachung und Widerstand geschrieben. „Little Brother“ wird zwar eine jugendliche Zielgruppe besonders ansprechen, aber dank der gut entwickelten Figuren und der aktuellen Thematik ist das Buch für Leser jeden Alters zu empfehlen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Little Brother“ (das Buch heißt auch im englischen Original so) wurde von Uwe-Michael Gutzschhahn übersetzt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Rowohlt E-Book, März 2010
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9783644422315
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 20:45:44 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Elizabeth Bear - Range of Ghosts (The Eternal Sky, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/elizabeth-bear-range-of-ghosts-the-eternal-sky-buch-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Atmosphärische, asiatisch inspirierte Fantasy.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Temur, grandson of the Great Khan, is walking from a battlefield where he was left for dead. All around lie the fallen armies of his cousin and his brother who made war to rule the Khaganate. Temur is now the legitimate heir by blood to his grandfather’s throne, but he is not the strongest. Going into exile is the only way to survive his ruthless cousin.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Once-Princess Samarkar is climbing the thousand steps of the Citadel of the Wizards of Tsarepheth. She was heir to the Rasan Empire until her father got a son on a new wife. Then she was sent to be the wife of a Prince in Song, but that marriage ended in battle and blood. Now she has renounced her worldly power to seek the magical power of the wizards.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    These two will come together to stand against the hidden cult that has so carefully brought all the empires of the Celadon Highway to strife and civil war through guile and deceit and sorcerous power.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Temur, einer der zahlreichen Söhne des Großkhans des Reitervolks der Quesnyk, wurde nach dessen Tod in die Kämpfe um dessen Nachfolge verwickelt, obwohl er selbst keinerlei politischen Ehrgeiz hat. Nur knapp überlebt er eine verheerende Schlacht, aus der sein Bruder, den er unterstützt hat, als Verlierer hervorgeht. Inkognito schließt er sich einem Zug aus Flüchtlingen an, die das Herrschaftsgebiet seines Cousins, der sich als Khan etablieren will, verlassen wollen. Dort lernt er die junge Frau Edene kennen, in die er sich verliebt. Doch weder sein Cousin noch dessen Verbündete – Angehörige der Sekte der Rahazeen, die ihm mit dunkler Magie beistehen – haben ihn vergessen. Sie zwingen die Seelen der unbestatteten Toten, ihnen zu dienen und das Lager der Flüchtlinge anzugreifen. Hilflos muss Temur mitansahen, wie Edene von Geistern entführt wird. Er schwört, sie entweder zu retten oder zu rächen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dabei kreuzt sein Weg sich mit dem der Zauberin Samarkar, die von ihrem Orden als Kundschafterin ausgeschickt wurde. Samarkar hat sich den Zauberern angeschlossen, um mit ihrer bewegten Vergangenheit als Prinzessin des Reiches Rasa abzuschließen und von ihrem ehrgeizigen Bruder weder als Bedrohung noch politischer Spielball gesehen so werden. Doch sie wird später feststellen müssen, dass sie noch immer in die Politik ihrer Familie verstrickt ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Sie findet heraus, dass die Rahazeen eine Bedrohung für alle Reiche sind. Zusammen mit Temur macht sie sich auf den Weg, um Verbündete gegen sie zu suchen. Doch die beiden haben es mit mächtigen, vorausschauenden Gegnern zu tun.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Durch Temurs und Samarkars Augen lernen die Leser eine Welt kennen, die auf dem Zentralasien des späten Mittelalters basiert. Dieser Raum war bereits in der realen Welt faszinierend, trafen hier doch die Kulturen der Mongolen, der Chinesen und der islamischen Welt, die alle ihre Gegenstücke im Roman haben, aufeinander. Doch in Bears Universum kommt durch Mythologie und Magie (sie hat vielen Kulturen neue Religionen gegeben) eine weitere Dimension hinzu: Jedes Herrschaftsgebiet hat wortwörtlich seinen eigenen Himmel. Der der Quesnyk ist z.B. höher und trägt einen Mond für jedes Mitglied der Herrschaftsfamilie. Und auch die Götter der verschiedenen Kulte scheinen real zu sein und ins Geschehen einzugreifen, auch wenn es manchmal mehrdeutig ist, wo sie Einfluss genommen haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Sowieso sind die Grenzen zwischen Magie, Wissenschaft und Religion in „Range of Ghosts“ fließend. Gerade die Zauberer, wie Samarkar einer ist, sind eine Mischung aus Alchemisten, Magiern und Naturwissenschaftlern. Es gibt viele verschiedene Arten von Magie. Details wie die Existenz von Nebeldrachen oder Rukh-Vögeln sind teils handlungsrelevant, teils einfach Beiträge zu einem schillernd-phantastischen Panorama.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Temur betritt die Bühne als sehr sympathischer, aber nicht sehr einprägsamer Charakter, woran sich über weite Teile des Buches wenig ändert, auch wenn er zum Ende hin leidenschaftlicher und aktiver wird. Von Samarkar hingegen erfährt man mehr und lernt sie schnell für ihren Mut und Lerneifer schätzen. Ihre Vergangenheit hingegen bleibt ein Rätsel. Erst spät wird Temur enthüllt, was geschehen ist, aber ganz befriedigend ist es nicht, da die Leser nicht dazu kommen, Samarkars Version der Ereignisse zu hören.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Range of Ghosts“ verfügt über ein Ensemble gut gezeichneter, spannender Nebenfiguren. Da ist z.B. die Tigerfrau Hrahima, bei der die Autorin nur allzu leicht in die Falle hätte tappen können, sie darauf zu reduzieren, dass sie Angehörige einer exotischen Fantasy-Spezies und eine furchteinflößende Kämpferin ist. Doch stattdessen ist Hrahima ein voll entwickelter Charakter mit dem interessanten Konflikt, dass sie in einer Welt, in der das Wirken der Götter mehr oder weniger eine Tatsache ist, Agnostikerin ist und sich gegen die Idee eines Schicksals zur Wehr setzt. Eine weitere gelungene Figur ist Edene, die plastisch und einnehmend gezeichnet ist und keineswegs passiv auf Rettung wartet. Das sind nur zwei Beispiele.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Rahazeen und ihr Anführer al-Sepehr wirken mysteriös und gefährlich, auch wenn ein wenig unklar ist, was sie eigentlich wollen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Bears Figuren sind zwar einerseits besonders, andererseits aber auch sehr menschlich und damit in ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen eingeschränkt und keineswegs in der Lage, die Erfahrungen, die sie machen, einfach wegzustecken. Ihre Interaktion ist sensibel und voller Aufmerksamkeit für aussagekräftige Details geschildert.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Elizabeth Bear webt poetische Beschreibungen und Informationen über die Welt in die Handlung ein, ohne diese dadurch zu verlangsamen. Die Sprache von „Range of Ghosts“ ist auffallend schön zu lesen und lässt im Kopf des Lesers farbenprächtige Bilder der Welt und der Figuren entstehen. Ein weiterer Pluspunkt ist, wie sie subtil der Figur angepasst ist, aus deren Perspektive gerade geschrieben wird. So bedienen sich z.B. Temur und Samarkar unterschiedlicher Vergleiche, die ihrem jeweiligen kulturellen Hintergrund entsprechen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Range of Ghosts“ ist der erste Teil einer Fantasy-Serie in einem von asiatischer Geschichte und Mythologie inspirierten Setting. Sensibel geschilderte Figuren, eine schöne, durchdachte Sprache und eine atmosphärische Welt, die den Leser immer wieder zum Staunen bringt und mit originellen Ideen überrascht, machen das Buch lesenswert.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tom Doherty Associates, März 2012
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Tor Books
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9781429986489
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/12109372.jpg" length="44521" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 20:34:48 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Mark Lawrence - Prince of Thorns (Broken Empire, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-mark-lawrence-prince-of-thorns-broken-empire-buch-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/12891111.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Mark Lawrence' Debütroman enthält Sätze, die sich einem ins Gedächtnis schreiben - und einen der kontroversesten Protagonisten der jüngeren Fantasy-Geschichte.
          
                    &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          From being a privileged royal child, raised by a loving mother, Jorg Ancrath has become the Prince of Thorns, a charming, immoral boy leading a grim band of outlaws in a series of raids and atrocities. The world is in chaos: violence is rife, nightmares everywhere. Jorg has the ability to master the living and the dead, but there is still one thing that puts a chill in him. Returning to his father’s castle Jorg must confront horrors from his childhood and carve himself a future with all hands turned against him.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Mark Lawrence’s powerful debut novel tells a tale of blood and treachery, magic and brotherhood and paints a compelling and brutal, and sometimes beautiful, picture of an exceptional boy on his journey toward manhood and the throne.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Handlung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          “Prince of Thorns” spielt im mittelalterlich anmutenden Broken Empire, einer Welt ewiger Fehden und Kleinkriege zwischen zahllosen winzigen Königreichen. Hier ist das Leben hart und häufig sehr kurz. Nahezu alle Herrscher teilen ein ehrgeiziges Ziel: Die Königreiche unter ihrer Herrschaft zu vereinen und Kaiser zu werden. Auch Jorg hat diesen Ehrgeiz und seine Chancen stehen gut, weil er – nur mit sehr vagen Vorstellungen über den Wert von Moral und Menschenleben ausgestattet – bereit ist, weiter zu gehen, als jeder andere.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Doch zu Beginn des Buches ist der Vierzehnjährige wenig mehr als der Anführer einer Bande von Gesetzlosen – bis er beschließt, zu dem Vater zurückzukehren, der einer der Gründe dafür ist, wieso er zum „Prince of Thorns“ wurde.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ein Erzählstrang begleitet Jorg dabei, wie er nach Hause zurückkehrt (wo er alles andere als willkommen ist), sein Erbrecht fordert und sein eher vager Hass auf den Rest der Welt sich schließlich wieder in den zielstrebigen, rücksichtslosen Wunsch nach Rache verwandelt. Daneben berichtet eine Reihe von Rückblenden von seiner Kindheit – den Morden an seiner Mutter und seinem kleinen Bruder, die der zehnjährige Jorg hilflos mitansehen musste, und wie er schließlich zum Anführer seiner „Road Brothers“ wurde.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Doch seine eigenen Erinnerungen bergen auch für Jorg Überraschungen und schließlich muss er sich fragen, was er aus eigenem Antrieb tut und wo er von den unsichtbaren Händen der Magier gelenkt wird, die hinter vielen der Throne des Broken Empire stehen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Weltentwurf
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Es wird einem beim Lesen erst spät bewusst, aber bei der „Broken-Empire-Trilogie“ handelt es sich um eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction. Jorg bewegt sich durch eine Welt mit mittelalterlicher Gesellschaft und Technologie und unheimlicher, unerklärlicher Magie. Aber es gibt auch überall Relikte aus der Zeit der „Builder“, einer hochtechnisierten Kultur, die sich schließlich selbst zerstört und dabei die Realität für immer verändert hat. Diese Relikte spielen für die Handlung eine entscheidende Rolle.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Während die meisten Bücher mehrere Hauptfiguren, oder zumindest eine Hauptfigur und wichtige Nebenfiguren haben, ist in „Prince of Thorns“ eigentlich jeder außer Jorg, dem charismatischen, eloquenten Ich-Erzähler, nebensächlich.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Es gibt kaum ein Tabu, was er nicht irgendwann im Laufe des Buches bricht (und für die anderen gibt es die Folgebände). Als Leser ist man gelegentlich selbst erstaunt, dass man es nicht irgendwann zuklappt – immerhin sind Jorgs Ziele (Rache und Herrschaft) wenig sympathisch und es scheint kaum wünschenswert, dass er sich erreicht. Aber er versteht es, den Leser zu faszinieren. Hochintelligent, vollkommen rücksichtslos und meist mit dem Zufall auf seiner Seite wirkt er unaufhaltsam.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Obwohl es wenig glaubwürdig ist, dass er – nicht nur wegen seiner Denk- und Handlungsweise, sondern auch wegen der sehr reif wirkenden Erzählstimme – erst vierzehn ist, überzeugt er auf sonderbare Weise, einfach, weil er eine gleichzeitig konsequent und facettenreich geschilderte Figur ist. Es gibt auch immer wieder Momente, in denen deutlich wird, dass Jorg vielleicht jetzt mehr oder weniger ein Monster ist, aber irgendwann einmal doch halbwegs menschlich war und etwas aus dieser Zeit in ihm übrig geblieben ist (nicht dass es ihn irgendwie beeinflussen würde).
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Es existieren auch zahlreiche, einprägsame Nebenfiguren, die Jorg mit eher beiläufigen Blicken streift und kurz und treffend charakterisiert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Stil
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auch die Sprache von „Prince of Thorns“ ist facettenreich. Sie schwankt zwischen beinahe poetisch oder  philosophisch anmutenden Beschreibungen und Überlegungen, schonungslosen Schilderungen und trockenen, meist sehr zynischen Kommentaren. Aber all dies fügt sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ein besonderes Buch. Nur sehr mäßig glaubwürdig, aber innovativ, atmosphärisch und absolut kompromisslos. „Prince of Thorns“ schockiert und provoziert, aber ohne dass es zum Selbstzweck wird. Es ist eines der wenigen Bücher, denen es gelingt, gleichzeitig spannend, nachdenklich, actionreich, emotional und komisch zu sein.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Übersetzung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auf Deutsch als „Prinz der Dunkelheit“ erschienen, übersetzt von Andreas Brandhorst
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          (Keine Ahnung, wieso sie sich für „Prinz der Dunkelheit“ entschieden haben. Ich finde „Dornenprinz“ – und „Dornenkönig“/ „Dornenkaiser“ für die Folgebände wäre näher am Original und interessanter gewesen)
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          HarperCollins Publishers, August 2011
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Imprint: Harper Voyager
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          ISBN:9780007423309
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/12891111.jpg" length="28100" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 20:30:49 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Über das Schreiben: Hungrige Schubladen</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/ueber-das-schreiben-hungrige-schubladen</link>
      <description>Warum ich sehr viel vom Schreiben für die Schublade halte.</description>
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/img_0906.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ich erzähle von dem entscheidenden Beitrag, den Drúdirs unsichtbare Geschwister zu meiner Entwicklung als Autorin geleistet haben und verteidige das oft belächelte Schreiben für die (virtuelle) Schublade.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich habe mein erstes Buch mit 13 geschrieben (und ein paar Jahre später in einem Anfall von Scham wieder gelöscht und auch alle Kopien vernichtet, was ich mittlerweile doch ein bisschen bereue). Es war genau die Sorte Buch, die man von einer 13-jährigen erwarten würde und ich bin froh, dass nicht einmal meine Eltern es lesen durften. Aber ich habe nie bereut, es geschrieben zu haben. Was ich daraus mitgenommen habe, war die Erfahrung, dass ich ein Buch beenden konnte (dass der Inhalt der 374 A4-Seiten von zweifelhafter Qualität war, hielt und hält mich nicht davon ab, stolz darauf zu sein) und die Erkenntnis, dass ich mir selbst ganz nebenbei 10-Finger-Tippen beigebracht hatte. Aber noch wichtiger waren die durch Versuch und Irrtum gewonnen Ansätze eines Wissens darum, was beim Schreiben funktioniert und was nicht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In den nächsten beiden Jahren folgten zwei weitere Manuskripte, die beide unveröffentlicht in der Schublade gelandet sind. Na schön, bei Nr. 3 habe ich ein oder zwei Versuche gemacht, es Verlagen und Agenturen anzubieten. Ich bin erleichtert, dass nichts daraus geworden ist. Es war ein Buch, in dem einige interessante Ideen steckten und das ein gewisses Potenzial erkennen ließ, aber mehr auch nicht. Es ist ein Glück, dass Selfpublishing damals gerade erst dabei war, sich zu entwickeln. Ich hätte mich sonst möglicherweise dazu verleiten lassen, es damit zu versuchen – und Leser dieses noch etwas unbeholfenen Buches womöglich dauerhaft davon abgeschreckt, je wieder einen anderen Roman derselben Autorin in die Hand zu nehmen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber wieder habe ich viel daraus gelernt, diese Bücher zu schreiben. Als ich begann, mich intensiver mit Schreiben auseinanderzusetzen und z.B. die 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=CbL-84SkT4Q&amp;amp;list=PL2FCD81A6FE4280AC"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Vorlesungen Brandon Sandersons
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     ansah, den Podcast 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="http://www.writingexcuses.com/"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      „Writing Excuses“
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     hörte oder die Artikel auf 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="https://mythcreants.com/"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      „Mythcreants“
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     oder 
    
                    
                    &#xD;
    &lt;a href="http://fantasy-faction.com/"&gt;&#xD;
      
                      
                      
      „Fantasy Faction“
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
                    
                    
     las, stellte ich fest, dass ich viele der Techniken und Überlegungen, die die Autoren dort analysieren und empfehlen, bereits verwendete, ohne mir dessen bewusst zu sein.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich kann diese Seiten/ Videos/ Podcasts nur empfehlen, allerdings glaube ich, dass sie mir weniger geholfen hätten, wenn ich das, was sie beschreiben, nicht in Beziehung mit meiner eigenen Schreibpraxis hätte setzen können. Sie haben mich auch in der Überzeugung bestätigt, dass man Schreiben nur durch Schreiben lernen kann: Brandon Sanderson hat 13 „Übungsbücher“ geschrieben, bevor eines seiner Werke veröffentlichungsreif war.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Meine ersten Romane haben mir nicht nur beigebracht, besser zu schreiben. Ich habe dadurch auch gelernt, effektiver zu überarbeiten und beim Lesen eines Buches nicht nur zu wissen, ob es für mich funktioniert, sondern auch wie und warum. Es hat aus mir eine bessere Rezensentin und mir während meines Praktikums in einer Literaturagentur beim Lektorieren geholfen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Gedanke an eine Veröffentlichung war beim Schreiben dieser ersten Bücher ein glitzernder, aber weit entfernter Wunschtraum. Und das war gut so.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich finde es ein bisschen schade, dass Autoren, die erstmal oder vielleicht sogar ihr Leben lang für die Schublade oder nur ihre engsten Freunde schreiben, so oft belächelt werden und dass so viele junge Autoren sich unter Druck setzen, weil sie glauben, dass ihre Arbeit ohne eine Veröffentlichung nichts wert ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eine Vergleich, um zu illustrieren, was ich meine: In meinem Zimmer steht eine Harfe, an der ich mit Begeisterung herumzupfe. Es gibt kleine Kinder, die mit mehr Talent und Fleiß spielen als ich, aber ich genieße es, mag das Gefühl, etwas zu lernen, oder einfach den Resonanzkörper der Harfe neben meinem Ohr schwingen zu hören. Aus demselben Grund habe ich jahrelang in Schulchören mitgesungen, greife hin und wieder nach dem Bleistift, um zu zeichnen, oder trainiere seit mittlerweile vier Jahren die japanischen Kampfkünste/ -Sportarten Iaido und Kendo. In keinem dieser Bereiche würde ich je ein großes Publikum finden (oder hätte es mit einem wütenden oder enttäuschten großen Publikum zu tun, wenn es mir unter Vorspiegelung falscher Tatsachen doch gelänge) – aber deshalb machen sie mir eher mehr als weniger Spaß. Und aus jeder dieser Aktivitäten habe ich etwas Anderes für mich mitgenommen oder tue es immer noch.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Und weil es mir mit meinem Schreiben ein Stück weit genauso geht, wäre es für mich kein Problem gewesen, wenn „Drúdir“ nicht seinen Weg ins Programm von „Edition Roter Drache“ gefunden hätte. Das Schreiben des Buches – und all seiner Vorgänger – hat mir bereits so viel Freude gemacht und mir so sehr dabei geholfen, mich auf vielen Ebenen weiterzuentwickeln, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hätte.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber als „Drúdir“ fertig und lektoriert war, wusste ich, dass all die Arbeit, die ich – teilweise ohne es selbst zu merken – in meine Entwicklung als Autorin gesteckt hatte, Früchte getragen hatte und dass dieses Buch vielleicht mehr Leuten als mir und meinen Freunden und Verwandten gefallen würde. Ich war schon immer davon fasziniert, wie keine zwei Leser dasselbe Buch lesen, obwohl auf den Seiten vor ihnen die gleichen Worte stehen. Ich wollte mein Buch auf Menschen außerhalb meines (in vieler Hinsicht recht homogenen) engsten Umkreises loslassen und sehen, welche Gestalt die Geschichte in deren Köpfen annimmt. Geld mit dem Ganzen zu verdienen wäre auch nett gewesen, aber ich hatte genug recherchiert, um zu wissen, dass Schreiben sich in der Regel nicht lohnt, zumindest nicht finanziell. Also war Neugier mein primäres Motiv.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber die Resonanz war gut genug, um mich doch noch einmal einen Schwarm Bewerbungen an Verlage schicken zu lassen – mit bekannten Resultaten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/img_0906.jpg" length="70091" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 20:24:47 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/ueber-das-schreiben-hungrige-schubladen</guid>
      <g-custom:tags type="string">Schreiben,Erfahrung,Roman,Schreibtipp</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Seth Dickinson - The Traitor Baru Cormorant (Baru Cormorant, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-seth-dickinson-the-traitor-baru-cormorant-baru-cormorant-buch-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/23444482.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          "Geopolitische" Fantasy, die ihrer Protagonistin fragwürdige Entscheidungen aufzwingt und nicht vor großen, unangenehmen Themen zurückscheut.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          In Seth Dickinson’s highly-anticipated debut The Traitor Baru Cormorant, a young woman from a conquered people tries to transform an empire in this richly imagined geopolitical fantasy.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Baru Cormorant believes any price is worth paying to liberate her people – even her soul.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          When the Empire of Masks conquers her island home, overwrites her culture, criminalizes her customs, and murders one of her fathers, Baru vows to swallow her hate, join the Empire’s civil service, and claw her way high enough to set her people free.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Sent as an Imperial agent to distant Aurdwynn, another conquered country, Baru discovers it’s on the brink of rebellion. Drawn by the intriguing duchess Tain Hu into a circle of seditious dukes, Baru may be able to use her position to help. As she pursues a precarious balance between the rebels and a shadowy cabal within the Empire, she orchestrates a do-or-die gambit with freedom as the prize.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          But the cost of winning the long game of saving her people may be far greater than Baru imagines.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Handlung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Die begabte, junge Baru ist zunächst fasziniert, als die Schiffe des Imperiums der Masken (so genannt, weil es Leistung über Herkunft stellt und all seine Funktionäre Masken tragen) an den Küsten Taranokes anlegen. Sie möchte so viel wie möglich von den Fremden lernen. Doch rasch macht sie auch Bekanntschaft mit den Schattenseiten des Imperiums: Es duldet andere Länder nicht als Partner, sondern nur als Kolonien, und tut alles, um das Leben der Einheimischen zu kontrollieren. Alte Religionen dürfen nicht mehr ausgeübt werden, aber vor allem sind die Menschen nicht mehr frei in der Wahl ihrer Partner. Ehen werden arrangiert, um das Erbmaterial der Menschen zu optimieren, und die Strafen für alle, deren Beziehungen anders als heterosexuell und monogam sind, sind brutal. Als einer von Barus Vätern spurlos verschwindet, schlussfolgert sie, dass das Imperium dahintersteckt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Das Imperium der Masken erobert nicht – oder kaum – mit Waffengewalt. Stattdessen sichert es sich durch seine Finanzpolitik exklusive Handelsrechte, entfremdet die begabtesten Kinder des Landes in abgeschotteten Schulen ihrer eigenen Kultur und macht sich womöglich auch zu Nutze, dass sie neue Krankheitserreger einschleppen, die alle, die keine Impfstoffe des Imperiums erhalten, dezimieren.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Baru versteht all das. Und sie versteht noch etwas: Jeder erfolgreiche Gegenschlag gegen das Imperium muss aus dessen eigenem Machtzentrum kommen. Also lernt sie wie besessen und erhält schließlich in Aurdwynn die Chance, dem Imperium ihren Wert zu beweisen. Als „Imperial Accountant“ übersieht sie alle Geldgeschäfte in der Provinz. Und hier setzt sie auch an, um ihre Pläne umzusetzen. Rebellionen, wie sie in Aurdwynn an der Tagesordnung sind, brauchen Geld. Und das bringt Baru auf die Spur einer Verschwörung.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Sie verstrickt sich tiefer und tiefer in die Politik Aurdwynns, wo sie zwischen Loyalisten und Rebellen und mächtigen Adeligen, die alle ihre ganz eigene Agenda haben, navigieren muss und immer wieder mit ihren eigenen widerstreitenden Loyalitäten konfrontiert ist – und mit ihren Gefühlen für die Herzogin Tain Hu, die sie in den Augen des Imperiums verdammen würden.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Die Welt, in der „The Traitor Baru Cormorant“ spielt, ist die Heimat verschiedenster Kulturen, die jedoch zunehmend unter den Einfluss des Imperiums mit seinem Kult um Wissenschaft und Fortschritt und Kontrolle geraten. Man erfährt nicht allzu viele Details, aber was sichtbar wird, ist originell und interessant.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Roman endet mit einem Höhepunkt und einer überraschenden Enthüllung, aber letztlich ist das Ende offen und die große Frage des Buches bleibt unbeantwortet. Trotzdem ist dieses offene Ende, das seine Figuren an einem Punkt zurücklässt, wo sie sich in die verschiedensten Richtungen entwickeln könnten, befriedigend, weil es gut zum Ton der Geschichte passt und zum Nachdenken und Spekulieren einläd. In einem sehr spannenden Interview mit dem „Grim Tidings Podcast“ hat Seth Dickinson Fortsetzungen angekündigt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „The Traitor Baru Cormorant“ folgt Baru dabei, wie sie sich entwickelt, wie sie Pläne schmiedet, und umsetzt. Wir erleben sie aber auch dabei, wie sie ihre Vorgehensweise ändern muss, weil sie sich verkalkuliert hat. Das geschieht gar nicht so oft, tendiert sie doch dazu, die anderen politischen Spieler zu unterschätzen, wie sie sich selbstkritisch eingesteht. Baru ist gut darin, Strukturen und Zusammenhänge zu erkennen und zu ihren Gunsten zu manipulieren, auch, weil sie sich nicht darüber erhaben fühlt, über die allerbanalsten und -praktischsten Aspekte nachzudenken und genau dort ansetzt. Selbst, als sie mehr oder weniger gegen ihren Willen zu einer Symbolfigur wird, bleibt sie in ihren eigenen Augen die Frau, deren Hauptsorge die Finanzierung der Revolution ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Baru ist hochintelligent und verfolgt voller Entschlossenheit ein eigentlich ehrenhaftes Ziel. Doch die Dinge, die sie tut, um das Vertrauen des Imperiums zu gewinnen, das Wirrwarr aus Loyalitäten, das sie unweigerlich zur Verräterin machen wird, verändern sie – nicht zu ihren Gunsten.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Allerdings ist Baru von Anfang an eine Figur, die aber so gut wie immer Distanz zu anderen Menschen und ihren eigenen Gefühlen wahrt. Nur gelegentlich blitzen ihre Emotionen und ihre starke ursprüngliche Motivation wieder auf und in diesen Momenten ist sie zutiefst sympathisch, doch die meiste Zeit über ist man eher von ihrem Intellekt fasziniert als von ihrer Persönlichkeit eingenommen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Um Baru herum gruppiert sind zahlreiche wichtige politische Spieler, die alle ihre eigene markante Persönlichkeit und ihre ganz eigene Agenda haben und teilweise durch ihre Vorgeschichten miteinander verbunden sind.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Stil
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Das Buch ist in der dritten Person aus der Sicht Barus geschrieben und ihre Perspektive und analytische Denkweise prägen die Erzählung: Man betrachtet das Geschehen häufig wie aus der Vogelperspektive und sieht durch Barus Augen die zugrundeliegenden Strukturen aufgedeckt. Militärische, politische und ökonomische Strategien werden ausführlich erklärt. Vielleicht ist dieser über weite Strecken sehr kühle Ton der Grund, wieso insbesondere später im Buch die (seltenen) Szenen, in denen Baru sich zu einigen ihrer Gefühle bekennt, eine besondere Wucht haben. Sonst muss man sie eher zwischen den Zeilen lesen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Man sieht aber nicht nur die Menschen am Kartentisch, die die Entscheidungen treffen, sondern bekommt auch mit, welche Konsequenzen sie für die Betroffenen haben. Baru sieht keineswegs weg und fühlt sich für das Schicksal derjenigen, die ihr vertrauen, verantwortlich – was sie jedoch nicht davon abhält, die eine oder andere zutiefst fragwürdige Entscheidung zu treffen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Stil passt gut zur Geschichte und die Hintergründe strategischer Entscheidungen werden einem auf ebenso unterhaltsame Weise nahegebracht wie die spannungsreiche Interaktion zwischen Figuren. Informationen über die Welt sind elegant eingeflochten.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „The Traitor Baru Cormorant“ ist ein Buch um eine hochbegabte Heldin, die ihr Ziel, ein Imperium von innen heraus zu Fall zu bringen, mit Rücksichtslosigkeit und ungewöhnlichen Mitteln verfolgt, doch dabei immer Gefahr läuft, sich dabei hinter ihrer Maske selbst zu verlieren. Es ist auch ein ungewöhnliches Portrait einer Revolution, da Baru sie vor allem als eine Frage von Finanzen und Logistik begreift. Die Welt mit ihren Kulturen, ihrer Politik und Wirtschaft ist originell, komplex und realistisch und das Imperium teilweise ziemlich beklemmend dargestellt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Die deutsche Übersetzung von Jakob Schmidt erschien unter dem Titel „Die Verräterin“ voraussichtlich im Juni 2017 bei Fischer Tor.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Tom Doherty Associates, September 2015
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Imprint: Tor Books
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          ISBN: 9781466875128
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 19:35:54 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Mishell Baker - Borderline (The Arcadia Project, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-mishell-baker-borderline-the-arcadia-project-buch-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/25692886.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    "Borderline" wartet mit einem spannenden Krimiplot und einer innovativen Darstellung von Feen auf. Die große Stärke des Buches ist jedoch die Protagonistin, die Lesern mit viel trockenem Humor, aber dennoch eindringlich das Leben mit einer psychischen Krankheit nahebringt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    A cynical, disabled film director with borderline personality disorder gets recruited to join a secret organization that oversees relations between Hollywood and Fairyland in this Nebula Award–nominated and Tiptree Award Honor Book that’s the first novel in a new urban fantasy series from debut author Mishell Baker.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    A year ago, Millie lost her legs and her filmmaking career in a failed suicide attempt. Just when she’s sure the credits have rolled on her life story, she gets a second chance with the Arcadia Project: a secret organization that polices the traffic to and from a parallel reality filled with creatures straight out of myth and fairy tales.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    For her first assignment, Millie is tasked with tracking down a missing movie star who also happens to be a nobleman of the Seelie Court. To find him, she’ll have to smooth-talk Hollywood power players and uncover the surreal and sometimes terrifying truth behind the glamour of Tinseltown. But stronger forces than just her inner demons are sabotaging her progress, and if she fails to unravel the conspiracy behind the noble’s disappearance, not only will she be out on the streets, but the shattering of a centuries-old peace could spark an all-out war between worlds.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch erhält Millie überraschenden Besuch. Die geheimnisvolle Caryl rekrutiert sie für das Arcadia-Projekt. Diese geheime Organisation ist damit betraut, die Kontakte zwischen Menschen und Feen zu überwachen und stellt aus (wie sich herausstellt überraschend logischen) Gründen bevorzugt Menschen mit psychischen Problemen ein – Menschen wie Millie, deren Borderline-Störung sie immer wieder zu irrationalem, selbstzerstörerischen Verhalten treibt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Millie hat keinen leichten Start. Sie erhält ihre Informationen nur bröckchenweise und gerät ständig mit ihren neuen Kollegen aneinander. Ihre erste Aufgabe ist die Suche nach dem untergetauchten Feen-Adligen Rivenholt. Rivenholt ist das „Echo“ des Regisseurs David Berenbaum. Menschen, die ihren Feen-Echo begegnen, sind zu außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen in der Lage, während ihr Echo im Gegenzug menschliche Stärken wie ein besseres Gedächtnis gewinnt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Millie ist hingerissen davon, ihr Idol Berenbaum zu treffen und will alles tun, um ihm zu helfen – umso mehr, da er ihr einen Job anbietet. Ihre Suche führt sie zu Schauspielern und Privatdetektiven, aber auch zu so unheimlichen Gestalten wie der dunklen Fee Vivian. Rasch stellt Millie fest, dass niemand ihr die ganze Wahrheit verraten hat. Sie muss schnell herausfinden, was Berenbaum, Rivenholt und Vivian, die Schauspielerin Inaya West und den vorgeblichen Polizisten Brian Clay miteinander verbindet. Andernfalls könnte es sie und ihre Kollegen das Leben kosten und schwerwiegende Konsequenzen für beide Welten haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Borderline“ hat eine gut konstruierte, spannende Krimihandlung und entwickelt ein ganz eigenes, originelles Feen-Bild, aber die große Stärke des Buches sind die Figuren. Millie ist intelligent, willensstark und gut darin, andere einzuschätzen und zu manipulieren. Sie neigt jedoch auch dazu, verzweifelt nach Zuneigung und Anerkennung zu suchen und ebenso irrational aggressiv wie hilflos zu reagieren, wenn ihr diese verweigert werden. Sie trifft einige nicht sehr kluge Entscheidungen und verletzt Menschen um sie herum, aber gesteht sich ihre Fehler offen ein. Ich kenne mich nicht mit Borderline aus, aber für mich hat sich der Roman wie das gelungene Portrait einer Protagonistin angefühlt, die in ihrem Alltag mit einer schweren Behinderung und einer psychischen Krankheit kämpft, welche alle ihre Wahrnehmungen und Handlungen beeinflussen, die ihre Situation aber grimmigem Humor bewältigt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wir sehen Millies Kollegen durch nur die Linse ihrer Wahrnehmung, und erhalten so ein Bild von ihnen, das alles andere als objektiv, aber einprägsam ist. Sie alle vermitteln den Eindruck, wegen ihrer diversen Probleme sehr verletzlich zu sein. Wenn die Methoden, die sie gefunden haben, um irgendwie zurechtzukommen, versagen, folgen Zusammenbrüche und heftige Auseinandersetzungen. Mehrfach muss Millie ihre Meinung über sie revidieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eine der spannendsten Figuren ist Caryl, eine Hexenmeisterin und Millies Vorgesetzte. Sie versteckt sich hinter ihrer eisigen Professionalität. Es stellt sich aber schnell heraus, dass sie ebenso wenig gefestigt ist, wie die anderen Figuren, und nur funktionieren kann, weil sie ihre Gefühle magisch von sich abgespalten hat. Sie wuseln nun in Gestalt eines Drachen um eine Neunzehnjährige herum, die auftritt wie eine doppelt so alte Frau und Erfahrungen gemacht hat, die man niemandem wünscht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch die Menschen und Feen, die in Millies Ermittlungen verwickelt sind, sind interessante Gestalten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich-Erzählerin Millie hat eine ganz eigene Stimme. Egal ob sie nur erzählt oder aber mit anderen Figuren spricht, tragen ihre pointierten, sarkastischen Kommentare sehr zu dem Buch bei. Doch auch die anderen Figuren sind nicht bloß Stichwortgeber für Millies schlagfertigen Antworten. Auch ihre Arcadia-Projekt-Kollegen haben allerlei bissige Bemerkungen auf Lager und gerade Caryls Mischung aus Förmlichkeit und trockenem Humor macht Spaß zu lesen. Aber zugleich werden immer auch die verletzten Gefühle beleuchtet, die die Figuren zu verstecken versuchen, und man fühlt auch in den Momenten mit Millie, in denen ihre Wahrnehmungen und Handlungen Menschen ohne Borderline wahrscheinlich eher fremd sind.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Borderline“ ist ein spannender Urban-Fantasy-Krimi mit einer außergewöhnlichen Protagonistin. Millies sarkastische Erzählstimme und die sensiblen, nachvollziehbaren Schilderungen eines Lebens mit einer psychischen Erkrankung sind große, aber nicht die einzigen Stärken des Buches, da es außerdem noch mit einem gut konstruierten Plot und interessanten, lebendigen Nebenfiguren aufwartet.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Saga Press, März 2016
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Saga Press
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9781481429795
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 19:31:36 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: N.K. Jemisin - The Fifth Season (The Broken Earth, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-n-k-jemisin-the-fifth-season-the-broken-earth-buch-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/19161852.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          N.K. Jemisin entführt ihre Leser in eine ebenso originell ausgedachte und geschriebene wie gnadenlose Welt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          IT STARTS WITH THE GREAT RED RIFT across the heart of the world’s sole continent, spewing ash that blots out the sun.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          IT STARTS WITH DEATH, with a murdered son and a missing daughter.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          IT STARTS WITH BETRAYAL, and long dormant wounds rising up to fester.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          This is the Stillness, a land long familiar with catastrophe, where the power of the earth is wielded as a weapon. And where there is no mercy.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Handlung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          “The Fifth Season” spielt auf einem Kontinent, dessen Name “The Stillness” nicht bitter-ironischer sein könnte, denn Erdbeben und Vulkanausbrüche haben in der Vergangenheit immer wieder große Teile der Menschheit ausgelöscht. Überall finden sich „Deadciv“-Relikte – Überreste vergangener Hochkulturen, die jedoch nicht gut genug auf die „Fifth Season“ vorbereitet waren, die sie ausgelöscht haben. Die „Fünfte Jahreszeit“, auf die der Titel verweist, ist die Zeit des Mangels und Todes, die durch Erdbeben und Aschewolken hervorgerufen wird, und in der alle Gemeinschaften auf ihre Vorräte angewiesen sind. Überall auf dem Kontinent finden sich „Comms“, in denen die Regeln des Zusammenlebens auf einem simplen Prinzip basieren: Überleben um jeden Preis. Dabei orientieren sich die Menschen an der „Stonelore“, in Steintafeln gravierte Regeln, die es ihnen ermöglichen sollen, Fifth Seasons zu überstehen. Doch bereits im Prolog erklärt der Erzähler, dessen Identität uns erst später enthüllt wird, dass die Season, deren (unnatürlichen) Beginn er gerade schildert, Jahrtausende dauern wird. Diesmal wird die Menschheit nicht überleben.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Doch die Geschichte beginnt nicht nur mit den Erdbeben und Vulkanausbrüchen, sondern auch mit Essun – einer Frau, die entdeckt, dass ihr Mann ihren Sohn getötet und ihre Tochter entführt hat, weil er entdeckt hat, dass Essuns Kinder deren Gabe geerbt haben, deren Existenz sie ihm verschwiegen hat. Sie sind „Orogenes“: Menschen mit der Begabung, in einem bestimmten Radius Erdbeben zu unterdrücken oder auszulösen, die, um ihre – oft instinktive und unkontrollierte – Magie zu üben, Wärme aus ihrer Umgebung ziehen und so oft die Menschen in ihrer nächsten Nähe verletzen. Die „Stills“, Menschen ohne diese Begabung, hassen, fürchten und brauchen sie. Essun macht sich auf den Weg, um in einer sterbenden Welt ihre Tochter zu finden. Unterwegs trifft sie auf sonderbare Reisegefährten.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Doch es gibt noch zwei weitere Erzählstränge. In einem von ihnen lernen wir Damaya kennen, eine junge Orogene, die von einem „Guardian“ gefunden und in die Hauptstadt Yumenes gebracht wird. Dort soll sie die Kontrolle über ihre Fähigkeiten lernen. Ihr Leben hängt davon ab, dass sie diese meistert, denn Orogenes, die entweder nicht in der Lage sind, ihre Magie zu beherrschen, oder aber rebellieren, überleben nicht lange.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Syenite ist anders als Damaya keine Schülerin mehr. Sie ist in den Rängen der Orogenes aufgestiegen und wird zusammen mit dem ebenso mächtigen wie verrückten Alabaster auf eine Mission geschickt. Gerade in ihrem und Damayas Erzählstrang stecken einige ebenso interessante und beklemmende Überlegungen zu Diskriminierung und Unterdrückung. Obwohl Syenite ihren Auftraggebern gegenüber nicht unkritisch ist und anderen gegenüber durchaus bestimmt auftreten kann, illustriert ihr Erzählstrang, wie sehr die seit früher Kindheit auf Gehorsam gedrillten Orogenes den Menschen, die sie beherrschen und benutzen, irgendwann einen Teil der Arbeit abnehmen. So schlafen Syenite und Alabaster miteinander, ohne auch nur explizit dazu aufgefordert worden zu sein, weil man von ihnen erwartet, mächtige Orogenes zu zeigen und gerade Syenite beinahe unfähig ist, von Ungehorsam als einer echten Option zu denken.  Dabei finden die beiden einander beinahe abstoßend.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auf ihrer Reise entdeckt Syenite das ganze Ausmaß dessen, was Orogenes im Namen der Sicherheit der Stills angetan wird, und sie versteht, was Alabaster zu einem gebrochenen Mann gemacht hat. Sie stößt aber auch auf so rätselhafte Artefakte wie die schwebenden Obelisken, die eine besondere Verbindung zu Orogenes und schließlich dem Ende der Welt haben, trifft die wirklich nur auf den ersten Blick menschlichen Stoneeater – Wesen, deren Handlungen sie nicht nachvollziehen kann und die sich mühelos durch Erde bewegen. Syenites Wut auf die Stills, die Orogenes nach Belieben benutzen und vernichten, wächst, und für eine Zeit lang scheint es, als könnte sie ihrem Zugriff entkommen. Doch natürlich kann sie der Konfrontation mit den unheimlichen „Guardians“, die die Verfolgung aufgenommen haben, nicht für immer entgehen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Erst allmählich erfährt man, in welcher Reihenfolge und welchem Zusammenhang die drei Erzählstränge stehen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Essun, Syenite und Damaya sind alle drei mächtige Orogenes an verschiedenen Punkten ihres Lebens, und die Erfahrung, über eine gefährliche Macht zu verfügen, wegen derer sie gehasst und gefürchtet werden, bestimmt das Leben von allen Dreien. Damaya versucht verzweifelt, es ihren Lehrern rechtzumachen, weil sie spürt, dass sie sich keinen Fehler erlauben kann, aber sie ist auch neugierig und spürt den Geheimnissen in ihrer Umgebung nach. Syenite ist zugleich trotzig und reizbar, aber auch schicksalsergeben und verübelt es Alabaster, dass er sie ständig provoziert und ihr die Ungerechtigkeit und Unfreiheit, mit der sie leben muss, ins Gedächtnis ruft. Essun schließlich tut ihr Bestes, um sich selbst einzureden, dass sie völlig normal ist. Nach dem Tod ihres Sohnes ist sie lange wie betäubt und konzentriert sich nur auf das Nächstliegende.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ihnen zur Seite stehen interessante, teilweise sehr geheimnisvolle Nebenfiguren wie die vernachlässigte Tonkee, die jedoch über eine ausgezeichnete Bildung verfügt, der mysteriöse Junge Hoa, der, wie sich herausstellt, mehr als ein Mensch ist, oder der ebenso mächtige wie labile Alabaster. Ein angenehmes Detail ist übrigens, dass die Figuren ziemlich verschieden sind, was ihre ethnische Herkunft oder sexuelle Identität und Orientierung betrifft, und dieser Umstand als völlig selbstverständlich behandelt wird.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Eine weitere spannende Persönlichkeit ist der Erzähler, der sich gerade in den Essun-Kapiteln, aber auch in Interludes, direkt an den Leser wendet. Einfühlsam, aber oft eher mit einer Neigung zur Untertreibung, erzählt er Essuns Geschichte, aber ordnet die Ereignisse auch in größere Zusammenhänge an. Sein Wissen darum, was auf dem Level tektonischer Bewegungen besteht, und seine oft erschütternde Gleichgültigkeit gegenüber den kurzen, schnell ausgelöschten Leben der Menschen legt schon frühe nahe, dass er kein Mensch ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Dadurch, dass von Anfang an klar wird, dass die Welt untergeht, ist man automatisch etwas vorsichtiger, sich mit Figuren zu identifizieren, deren Geschichten bereits tragisch beginnen oder tragische Wendungen zu nehmen versprechen und man fühlt sich den Figuren teilweise weniger nahe als in anderen Büchern. Doch sie und ihre Geschichten bleiben durchgängig interessant und fühlen sich noch plastischer und realer an, weil man sie sowohl in Alltags- als auch in Extremsituationen erlebt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Stil
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „The Fifth Season“ wird auf ungewöhnliche Weise erzählt. Da sind die drei Erzählstränge, deren Zusammenhang erst am Ende klar wird, und die erzählende Instanz, die eindeutig selbst eine Figur in der Geschichte ist, aber sich erst spät einordnen lässt. Es ist ein spannendes Leseerlebnis, sich einfach auf die drei Geschichten einzulassen und nach und nach herauszufinden, was sie miteinander und mit dem Ende der Welt zu tun haben – wenn das schließlich enthüllt wird, ändert das den Blick auf die Geschichte noch einmal vollkommen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Damayas und Syenites Geschichten werden vergleichsweise traditionell in der dritten Person erzählt (wenn auch im Präsens). In Essuns Geschichte hingegen spricht der Erzähler einen unsichtbaren Adressaten mit „Du“ an, erzählt ihre Geschichte somit in der zweiten Person und bringt den Leser dazu, sich in Essuns Position zu versetzen. Das klingt zuerst wie ein plumper Weg, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen, aber wirkt hier überhaupt nicht so: Zum einen ist da der oft distanzierte, fremdartige Erzählstil, zum anderen beherzigt N.K. Jemisin gerade in diesen Kapiteln den Ratschlag „Show, don’t tell“ mit großem Erfolg. Obwohl der Erzähler Einblick die Gedanken und Gefühle der Orogene hat, beschreibt er meist eher ihre Reaktionen und gerade, weil diese auf ungewöhnliche, aber eindringliche Weise ihre Trauer spiegeln, funktioniert das ausgezeichnet.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auch sprachlich überzeugt „The Fifth Season“. Es wird nahe am Bewusstsein der Figuren erzählt, manchmal mit den beinahe umgangssprachlichen Begriffen, die auch sie gewählt hätten. Tendenziell wählt der Erzähler eher Untertreibungen und lässt die beschriebenen Ereignisse wirken. Die Wortwahl ist dennoch nicht übertrieben einfach und man hat das Gefühl, dass N.K. Jemisin sehr sorgfältig über die sprachliche Gestaltung ihres Buches nachgedacht hat.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Rezension
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „The Fifth Season“ ist ein kunstvoll konstruierter Roman über drei Frauen, die versuchen, ihren Weg in einer originell ausgedachten Welt zu finden, die ihnen mit Hass und Furcht begegnet – und über weite Teile des Buches im Untergang begriffen ist. Nicht wirklich Gute-Laune-Lektüre, aber sehr, sehr lesenswert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Little, Brown Book Group, August 2015
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Imprint: Orbit
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          ISBN: 9780356504889
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 15:21:13 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Katja Petrowskaja - Vielleicht Esther</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-katja-petrowskaja-vielleicht-esther</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/18343703.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Demütig, behutsam und zugleich beinahe verspielt erzählt Katja Petrowskaja von einer Reise auf den Spuren ihrer weit verstreuten Familie, die sie mit einigen der dunkelsten Kapitel der Geschichte des letzten Jahrhunderts konfrontiert.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, ‚mit nachlässiger Routine‘ – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Inhalt
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Klappentext sagt es schon aus: Katja Petrowskaja recherchiert über die Vergangenheit ihrer Familie und fördert Episoden aus dem Leben von mehr als vier Generationen zu Tage. Sie wird immer wieder von der Vergangenheit überrascht und stößt auf Leerstellen und Widersprüche.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das Interessante – und auch Gelungene – an dem Buch ist, dass die Erzählerin keinen Hehl aus ihrer subjektiven, an ihre Gegenwart gebundenen Perspektive macht. Die Ereignisse sind ungeordnet und es würde eine bewusste Anstrengung des Lesers erfordern, sie in eine chronologische Ordnung zu bringen, aber letztlich geht es auch gar nicht um chronologisch aufeinanderfolgende Ereignisse, sondern Menschen, die für einen Moment in der Vorstellung der Erzählerin wieder zum Leben erwachen und so Einblicke in ein vergangenes Jahrhundert geben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Erzählerin nimmt angenehmerweise nicht für sich in Anspruch, für jemanden außer sich selbst zu sprechen und den Leser über seine Verpflichtungen und die einzig wahre Betrachtungsweise aufzuklären – im Gegenteil.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Vielleicht Esther“ ist ein sehr persönliches Buch, in dem sie ausgiebig über die Vergangenheit und ihr Verhältnis dazu reflektiert und dem Leser an einer sehr individuellen Denk- und Erzählweise teilhaben lässt. Die Nähe, die ihr Schreiben erzeugt, ist nie unangenehm und ihre detaillierte Selbstbeobachtung ist kein narzisstisches Kreisen um sich selbst, sondern bereichernd zu lesen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wahrscheinlich ist hier nur die Figur der Erzählerin zu nennen, welche immer wieder über sich und ihr Verhältnis zu den vergangenen Ereignissen reflektiert. Sie macht einen sympathischen, nachdenklichen und humorvollen Eindruck und findet einen ganz eigenen Stil, um ihre Geschichten zu erzählen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Personen, über die sie erzählt, und denen sie während ihrer Recherche begegnet, haben immer nur kurze Auftritte, die sich aber durchaus ins Gedächtnis schreiben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Sprache von „Vielleicht Esther“ ist verspielt und voller Anspielungen auf Mythologie und Literatur (viele davon wahrscheinlich nur für diejenigen verständlich, die wie die Autorin mit russischer Sprache und Literatur aufgewachsen sind, aber fließend Deutsch sprechen). Da es der Erzählerin offenbar darum ging, ihren Gedankenstrom so ungefiltert wie möglich darzustellen, gibt es zahlreiche Endlossätze. Häufig setzt sie Kommas wie Punkte ein (was auch passend ist, immerhin scheint sie einen gewissen Wiederwillen gegen allzu klare Abgrenzungen zu hegen). Auf den ersten Seiten stolpert man noch darüber, aber man gewöhnt sich rasch daran. Trotz der ungewöhnlichen Sprache ist „Vielleicht Esther“ leicht und unterhaltsam zu lesen und stellenweise sogar komisch.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Obwohl ich für gewöhnlich relativ wenig aus dem Genre (wobei schwer zu sagen ist, um was für ein Genre es sich eigentlich handelt) oder mit dieser Thematik lese, hat mich „Vielleicht Esther“ überzeugt. Einerseits gelingt es dem Buch, auf emotionale Weise von vergangenem Geschehen zu berichten, andererseits weist es immer wieder darauf hin, dass sich dieses nicht vollständig rekonstruieren lässt und inszeniert diesen Widerspruch gekonnt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Suhrkamp, März 2014
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Suhrkamp
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9783518735848
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/18343703.jpg" length="26607" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 15:16:53 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Seanan McGuire: Every Heart a Doorway (Wayward Children, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-seanan-mcguire-every-heart-a-doorway-wayward-children-buch-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/25526296.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eine einfühlsame und sprachlich schöne Fantasy-Novelle über Jugendliche, die in einer Welt Fuß fassen müssen, die ihnen fremd geworden ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eleanor West’s Home for Wayward Children
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    No Solicitations
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    No Visitors
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    No Quests
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Children have always disappeared under the right conditions; slipping through the shadows under a bed or at the back of a wardrobe, tumbling down rabbit holes and into old wells, and emerging somewhere… else.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    But magical lands have little need for used-up miracle children.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nancy tumbled once, but now she’s back. The things she’s experienced… they change a person. The children under Miss West’s care understand all too well. And each of them is seeking a way back to their own fantasy world.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    But Nancy’s arrival marks a change at the Home. There’s a darkness just around each corner, and when tragedy strikes, it’s up to Nancy and her new-found schoolmates to get to the heart of things.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    No matter the cost.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Überall auf der Welt verschwinden Kinder durch Portale in Welten, die auf Wünsche tief in ihrem Inneren antworten. Es kann sich um Regenbogen-Zuckerwatte-Welten handeln, aber auch um dunklere Orte. Nancy war in einer griechisch anmutenden Unterwelt, deren Stille und Frieden sie lieben gelernt hat. Die Welt, in die sie zurückgestolpert ist, ist zu laut, zu heiß, zu schnell. Die Siebzehnjährige möchte nur ihren Eltern entkommen, die sie zwar lieben, aber nicht länger verstehen, und in die Welt zurückkehren, die ihr echtes Zuhause geworden ist. Doch das Portal, das sie einst durchgelassen hat, will sich nicht mehr öffnen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ihre verzweifelten Eltern schicken sie in „Eleanor West’s Home for Wayward Children“ – eine Einrichtung, die auf solche Fälle spezialisiert ist. Schulleiterin Eleanor war selbst in einer anderen Welt und will nun den Jugendlichen in ihrer Obhut helfen, entweder einen Weg zurück in ihre Welten zu finden oder aber zu akzeptieren, dass ihre Türen sich für immer geschlossen haben. Bei ein paar anderen Entscheidungen Eleanors fragt man sich manchmal, ob diese wirklich so gut für die Schüler sind. Trotzdem wird deutlich, dass die Internatsleiterin sich aufrichtig um die gestrandeten Jugendlichen sorgt und es zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat, ihnen zu helfen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In dem Internat trifft Nancy auf die chaotische Sumi, auf Kade, der aus einer Elfenwelt verbannt wurde, weil deren Bewohner nur Mädchen dulden, Kade sich selbst aber als Jungen sieht, und auf die Zwillinge Jack und Jill, deren Heimatwelt an einen Gothic Novel erinnert: Jack hat bei einem verrückten Wissenschaftler gelernt, Körper auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen, Jill war die Gefährtin eines Vampirfürsten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Gemeinsam versuchen die Jugendlichen, irgendwie den Alltag in einer Welt zu überstehen, die ihnen fremd geworden ist. Ihre Auseinandersetzung mit ihren Erfahrungen und ihre Gespräche miteinander würden eigentlich schon reichen, dieses Buch zu tragen, weil die Grundidee so spannend und so gut umgesetzt ist: Was geschieht mit den Kindern, die aus anderen Welten zurückgekehrt sind, aber von ihrer Zeit dort verändert wurden?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Doch plötzlich wird das Internat von einem Verbrechen erschüttert: Ein Mädchen wird tot gefunden. Ihre Hände sind abgeschnitten. Sie ist nicht die letzte Tote. Angst und Verdächtigungen vergiften die Atmosphäre und Eleanors Schützlinge müssen fürchten, dass der einzige Ort, wo sie Verständnis finden, ihnen nicht mehr lange eine Zuflucht sein wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Viele Figuren sind gleichzeitig einprägsam und einfühlsam geschildert, insbesondere, wie sie immer wieder in Verhaltensmuster zurückfallen, die in ihren Heimatwelten lebensrettend waren, aber in der Alltagswelt seltsam oder völlig inakzeptabel sind. Es tut gut, zu lesen, wie zwischen Nancy, Jack, Kade und schließlich auch dem Jungen Christopher, der in einer Welt voller tanzender Skelette war, eine zaghafte Freundschaft aufkeimt. Diese sehr verschiedenen Menschen akzeptieren und helfen einander, weil sie sich zwar nach sehr verschiedenen Dingen sehnen, aber diese Sehnsucht gemeinsam haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auch ihre Persönlichkeiten sind sehr verschieden. Jack ist stets sachlich und in jeder Situation ganz die Wissenschaftlerin, auch wenn man dahinter eine gewisse Verletzlichkeit erahnen kann. Nancy ist sanft und nachdenklich, aber erweist sich als tatkräftig und loyal, wenn es nötig ist. Kade ist von seinen Erfahrungen verbittert, aber trotzdem stets ein verständnisvoller Freund, wenn andere seine Hilfe brauchen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Kade ist transgender und Nancy asexuell. Es ist McGuire gut gelungen zu schildern, wie dies das Leben der Figuren in vielerlei Hinsicht beeinflusst, ohne sie aber zu definieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Every Heart a Doorway“ ist meist, aber nicht ausschließlich aus Nancys Perspektive erzählt und in einem schönen, poetischen Stil geschrieben. McGuire beschwört einige düstere, abgedrehte, aber zugleich seltsam schöne Bilder herauf. Trotzdem hält sie auch die Balance zwischen einem sehnsüchtigen, träumerischen Ton und Humor, da ihre Figuren oft selbst zur Sprache bringen, wie seltsam sie durch ihre Aufenthalte in anderen Welten geworden sind. Jacks Erfahrungen in ihrer Welt und ihre Vertrautheit mit dem Tod beschwören eine Reihe makaber-komischer Dialogsituationen herauf.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Every Heart a Doorway“ ist mit gerade mal 150 Seiten eine kleine, in sich geschlossene Novelle. Es spricht für das Buch, dass ich mir wünsche, dass diese atmosphärische, charakterzentrierte Geschichte länger wäre.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tor.com, April 2016
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Tor.com
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9780765383877
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 15:11:50 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-seanan-mcguire-every-heart-a-doorway-wayward-children-buch-1</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Mary Shelley - Frankenstein (Hrsg. J. Paul Hunter)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-mary-shelley-frankenstein-hrsg-j-paul-hunter</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
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  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mary Shelleys "Frankenstein" ist auch 200 Jahre nach der Erstveröffentlichung atmosphärische, verblüffend modern wirkende und zum Nachdenken anregende Lektüre.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Almost two centuries after its publication, Frankenstein remains an indisputably classic text and Mary Shelley’s finest work.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Arktis-Forscher Walton strandet bei einer waghalsigen Expedition im Eismeer – und findet dort, was er nicht erwartet hätte: einen einsamen Reisenden, dem er das Leben rettet und der sich als Victor Frankenstein vorstellt. Langsam erholt er sich ein wenig von den erlittenen Strapazen und ist schließlich in der Lage, Walton seine unglaubliche Geschichte zu erzählen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Er berichtet von seiner Kindheit, seiner Faszination für Alchemie und wie er sich schließlich vorgenommen hat, das Geheimnis des Lebens zu ergründen. Doch das Resultat seiner Forschungen ist nicht, was er sich erhofft hat. Als er zum ersten Mal versucht, einen künstlichen Menschen, den er aus Leichenteilen zusammengestückelt hat, zum Leben zu erwecken, ist das Ergebnis eine Kreatur mit übernatürlicher Stärke und einem derart abstoßenden Äußeren, dass Viktor den Anblick seiner Schöpfung nicht ertragen kann. Entsetzt wendet er sich von der Kreatur ab und kehrt zu seiner Familie zurück.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Doch Viktors düstere Ahnungen, dass seine Taten ihn einholen werden, bestätigen sich. Aber er täuscht sich auch: Statt an ihm persönlich Rache zu nehmen, greift die Kreatur die Menschen an, die er liebt. Viktor muss erkennen, dass er sich einen unerbittlichen Feind geschaffen hat.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber obwohl Shelley durchaus nicht über Schockeffekte erhaben ist, ist die Geschichte mehr als bloßer Horror, wirft sie doch einige Fragen auf, die den Leser noch lange nach der Lektüre beschäftigen. Dank der Form der Erzählung (Waltons Briefe an seine Schwester bilden den Rahmen, darin eingeschlossen ist Viktors Erzählung und in diese wiederum ist die Erzählung der Kreatur eingebettet) kommen drei Ich-Erzähler zu Wort.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Dass der Kreatur eine Stimme gegeben wird, ist eine der besten Entscheidungen des Romans, denn sie hat eine herzzerreißende Geschichte zu erzählen: Dass Viktor sich angewidert von ihr abgewendet hat, ist nur der Beginn einer Serie von Enttäuschungen, Zurückweisungen und unprovozierten Angriffen. Vor diesem Hintergrund wird ihr zerstörerischer Zorn verständlicher und es scheint nur zu wahrscheinlich, dass die Geschichte einen völlig anderen Verlauf hätte nehmen können, wenn Viktor sich bloß seiner Verantwortung gestellt und sein Geschöpf nicht allein gelassen hätte.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mary Shelley stellt uns zahlreiche Figuren vor, von denen wir einige gut kennenlernen. Waltons Persönlichkeit spiegelt sich in seinen Briefen gut wieder und seine Begeisterung für seine Unternehmung und seine Sehnsucht nach Freundschaft und Austausch machen ihn sympathisch. Es gibt auch zahlreiche Nebenfiguren, von denen mit wenigen Worten ein präzises Bild gezeichnet wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber es gibt wahrscheinlich keine Figur, der man im Laufe der Geschichte so lange so nahe ist wie Viktor Frankenstein. Der Leser begleitet ihn beim Aufwachsen und dabei, wie er die Welt der Wissenschaft für sich entdeckt. Obwohl er vielleicht ein wenig zu ehrgeizig ist, beginnt Viktor die Geschichte als ein Charakter mit Identifkationspotenzial und er ist und bleibt aufrichtig besorgt um seine Freunde und Familie – oft wünscht er sich, die Kreatur würde ihn selbst zur Zielscheibe ihrer Rache machen, wenn bloß sie verschont blieben. Viktor trifft jedoch auch oft fragwürdige Entscheidungen und hat Momente des Selbstmitleids und der Selbstgerechtigkeit, in denen er alles andere als sympathisch ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Eine weitere faszinierende Gestalt ist die Kreatur, die in den Jahren, in denen Viktor sie zu vergessen versucht, lernen muss, in einer feindseligen Welt zu überleben. Sie erzählt, wie sie sprechen gelernt und lässt Leser die menschliche Gesellschaft durch die Augen eines Wesens erleben, das sie zum ersten Mal sieht. Die Eloquenz, mit der die Kreatur von sich und ihren verletzten Gefühlen zu sprechen weiß, steht im Gegensatz zu ihrer Erscheinung, und ruft oft Mitgefühl für ihre Einsamkeit und die ungerechte Behandlung wach, die sie erfährt. Trotzdem ist sie auch abstoßend, beängstigend und eine nicht zu unterschätzende Macht der Zerstörung, die ihren Hass und ihre Enttäuschung an Unschuldigen auslässt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Viktor und seine Schöpfung haben beide das Potential, Gutes zu tun, aber auch ihre dunklen Seiten, und das macht sie zu spannenden Figuren. Gerade die Geschichte der Kreatur wirft Fragen von der Verantwortung der Wissenschaft und der Einflüsse der Umwelt bei der Entwicklung eines Menschen auf.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Deutlich weniger interessant sind leider Figuren wie die Angehörigen der De-Lacey-Familie, von denen die Kreatur „menschliches“ Verhalten lernt, oder Viktors Cousine und Verlobte Elizabeth – idealisiert dargestellte Figuren, die gerade durch ihren Mangel an Fehlern nicht in der Lage sind, den Leser in ihren Bann zu ziehen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Handlung von „Frankenstein“ schreitet langsamer voran, als man es von zeitgenössischen Büchern gewohnt ist, aber ist (meistens) trotzdem nicht langweilig. Die Struktur von Geschichten, die in wieder andere Geschichten eingebettet sind, lässt viele Figuren zu Wort kommen. So wird der Roman so komplexer und das Geschehen von vielen Seiten beleuchtet.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Shelleys Sprache liest sich angenehm. Gekonnt setzt sie Beschreibungen von Landschaften und Wetter ein, um eine dichte, oft unheilschwangere Atmosphäre zu erzeugen. Sie bindet auch viele Zitate aus anderen Büchern und Gedichten ein. Mein Favorit ist folgender Auszug aus Coleridges „Ancient Mariner“, an den Viktor sich erinnert fühlt, als er ahnt, dass seine Kreatur ihn schließlich heimsuchen wird:
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Like one who, on a lonely road
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      doth walk in fear and dread,
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      and, having once turn’d round, walkso on,
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      and turns no more his head,
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      because he knows a frightful fiend
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
                      
      doth close behind him thread.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Ausgabe
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die „Norton Critical Edition“ enthält nicht nur den Roman selbst (tatsächlich macht er mit seinen etwa 160 Seiten weniger als die Hälfte des Buches aus), sondern auch ein ausführliches Vorwort, Textquellen aus der Zeit, in der das Buch geschrieben wurde, und verschiedene Essays mit Deutungsansätzen. Für diese Ausgabe wurde die allererste Auflage von „Frankenstein“ verwendet, nicht die spätere, noch einmal überarbeitete Version.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Mary Shelleys „Frankenstein“ ist verblüffend unterhaltsam und modern. In dem womöglich ersten Science-Fiction-Roman finden sich Fragen und Ideen, die auch in zeitgenössischer Literatur eine große Rolle spielen, weil sie so spannend zu erkunden sind. Der Roman weist ein paar Längen auf und einige Nebenfiguren sind in ihrer einseitig positiven Darstellung ziemlich langweilig. Dafür stehen aber mit Frankenstein und seiner Kreatur zwei voll entwickelte, faszinierende Charaktere im Mittelpunkt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Frankenstein“ ist in diversen Übersetzungen auf Deutsch erschienen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Norton &amp;amp; Company (2012)
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Herausgeber: J. Paul Hunter
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 978-0-393-92793-1
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51BFvrVKonL._SX305_BO1%2C204%2C203%2C200_.jpg" length="42590" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 15:00:06 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-mary-shelley-frankenstein-hrsg-j-paul-hunter</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Catherynne M. Valente - Deathless</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/8694389.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Catherynne M. Valente lässt in diesem dichten, poetischen Roman das Russland des 20. Jahrhunderts mit einer düsteren Märchenwelt verschmelzen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Koschei the Deathless is to Russian folklore what devils or wicked witches are to European culture: a menacing, evil figure; the villain of countless stories which have been passed on through story and text for generations. But Koschei has never before been seen through the eyes of Catherynne Valente, whose modernized and transformed take on the legend brings the action to modern times, spanning many of the great developments of Russian history in the twentieth century.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Deathless, however, is no dry, historical tome: it lights up like fire as the young Marya Morevna transforms from a clever child of the revolution, to Koschei’s beautiful bride, to his eventual undoing. Along the way there are Stalinist house elves, magical quests, secrecy and bureaucracy, and games of lust and power. All told, Deathless is a collision of magical history and actual history, of revolution and mythology, of love and death, which will bring Russian myth back to life in a stunning new incarnation.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Russland in den 20er Jahren: Ein Mädchen sitzt am Fenster und sieht zu, wie sich Vögel in attraktive Männer verwandeln, die einer nach dem anderen um die Hand ihrer Schwestern anhalten. Dieser erste Blick auf die „naked world“ – diese halb von der Welt der Menschen getrennte, halb mit ihr verbundene Welt, in der die Figuren russischer Märchen und Sagen nur zu real sind – trennt sie für immer von ihren Mitmenschen. Und so zögert Marja Morevna nicht, als Jahre später Koschei the Deathless um ihre Hand anhält und sie mit in sein Reich nimmt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als „Zar des Lebens“ ist Koschei seit Jahrhunderten dabei, den Krieg gegen seinen Bruder Viy, den „Zaren des Todes“ zu verlieren. Wie so viele Figuren scheint er in Wiederholungen der immergleichen Verhaltensweisen gefangen, da die Märchen um ihn bestimmten Mustern folgen. Zugleich aber verändern er und die Welt, die er bewohnt, sich unter dem Einfluss der Menschenwelt: Hausgeister bilden, inspiriert vom Kommunismus, Kommitees und zu Marjas Gefährten in Koscheis Land Buyan gehört ein Maschinengewehr-Kobold.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Welt, in die Koschei Marja entführt, ist alles andere als ein idealisiertes Märchenland. Sie ist schön und bietet Erfahrungen von brennender Intensität, aber zugleich ist es auch eine sehr dunkle Welt: Buyan ist eine Stadt, in deren Brunnen Blut fließt und deren Häuser zum Teil aus Haut bestehen, und Marjas Beziehungen zu anderen Figuren dort sind davon geprägt, dass jeder den jeweils anderen zu beherrschen versucht. „Who is to rule?“, fragt Baba Yaga (die, ebenfalls nicht von den neuen Zeiten in der Menschenwelt unberührt, jetzt den Titel einer Vorsitzenden für sich beansprucht) und das ist für so viele Figuren die zentrale Frage.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Insbesondere für Koschei. Seine erste Anweisung an Marja ist es, zu schweigen, zuzuhören und sich von ihm füttern zu lassen, ihn zu fürchten und seine Herrschaft über sie anzuerkennen. Mit der Zeit wird Marja stärker, besteht all die ihr auferlegten Tests und lernt, sich sicherer in dieser seltsamen Welt zu bewegen. Sie wird härter, egoistischer und Koschei ähnlicher.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das Kräftegleichgewicht in ihrer Beziehung verschiebt sich mehrmals, aber das Wort „Liebe“ scheint über weite Strecken wenig angebracht, um das zu beschreiben, was zwischen ihnen passiert. Begehren, Wut, Machtkämpfe und gegenseitige Abhängigkeit charakterisieren das leidenschaftliche Verhältnis der beiden Figuren, die nach einer Weile weder miteinander noch ohneeinander auszukommen scheinen, deutlich besser.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als schließlich Ivan, das Äquivalent zum „Märchenprinzen“, der Marja aus den Klauen Koscheis befreien soll, auftaucht, findet er eine abgehärtete Veteranin des endlosen (und von vornherein verlorenen) Krieges gegen den Zaren des Todes vor. Es ist eher Marja, die ihn entführt, als umgekehrt. Doch die Menschenwelt ist kein bisschen weniger dunkel und gefährlich als die Welt, die Marja hinter sich lassen möchte.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Deathless“ erschafft eine düstere, farbenprächtige Parallelwelt und greift gekonnt russische Mythologie auf, um diese mit realer Geschichte zu verflechten. Eine Schwäche der Handlung ist jedoch ein Absacken der Spannung im letzten Drittel: Gleich mehrere Szenen hätten als ein gutes Ende funktionieren können und haben zumindest mich dazu gebracht, mich innerlich von dem Buch zu verabschieden. Es fiel mir dann schwer, wieder in die Geschichte hineinzufinden, als es dann doch weiterging.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wenig überraschend: „Deathless“ kommt ohne klassisches Happy End aus und wartet bis zum Ende mit unerwarteten Wendungen auf.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ich habe Marja und Koschei bereits kurz vorgestellt. Marja hat nicht immer Identifikationspotenzial – gerade, weil die Art von Stärke, die sie braucht um in Koscheis Welt zu überleben, von ihr verlangt, ihre menschlichere Seite zu verleugnen und sie seine Idee, dass es immer nur um Herrschaft geht, übernimmt – aber sie handelt nachvollziehbar und es ist leicht, Mitgefühl mit ihr zu haben und sie manchmal sogar zu bewundern. Sie ist kreativ, mutig und alles andere als naiv. Catherynne M. Valente schildert glaubwürdig, wie ihre Erfahrungen in der „Anderswelt“ sie verändern.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Marjas Beziehung zu Koschei ist bewusst auf eine Weise geschildert, die einem ein ziemlich unbehagliches Gefühl vermittelt. Schließlich beginnt ihre Beziehung mit einer Entführung und da sind immer Untertöne von Gewalt und Gefahr. Zugleich ist jedoch auch verständlich, wieso Marja einen Platz als Königin an Koscheis Seite anstrebt, da er ihr noch immer mehr bieten kann, als das Elend und die Trostlosigkeit von Leningrad und die Ablehnung ihrer Mitmenschen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Koschei ist ebenfalls eindeutig kein Sympathieträger, aber eine zutiefst tragische Gestalt, die manchmal widerwilliges Mitgefühl weckt: Er kämpft seit Jahrhunderten auf verlorenem Posten, spielt geradezu zwanghaft immer wieder das gleiche Märchen durch und entwickelt tiefe, aufrichtige Gefühle für Marja, so zerstörerisch sich diese auch auswirken können. Es gibt eine kurze Zeit, in der er und Marja ihr gemeinsames Leben aus vollen Zügen genießen und einander alles vergeben zu haben scheinen, was vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Geschichte etwas unglaubwürdig wirkt, aber meist ist ihre Beziehung spannend und spannungsreich geschildert und bringt den Leser dazu, den beiden mit entsetzter Faszination zuzusehen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Marja findet in der anderen Welt neue Freunde, aber auch Gegenspieler. Die Baba Jaga ist eine beängstigende Figur, andere Figuren hingegen – der Maschinengewehr-Kobold Naganya oder die Vila Lebedeva – wirken hingegen beinahe verspielt, doch auch hier lauern Gefahr oder aber kostbares, verborgenes Wissen unter der Oberfläche. Die Märchenfiguren haben ein interessantes Verhältnis zur realen Welt, einige passen sich den „Trends“ an, andere leben, wie sie es bereits seit Jahrtausenden getan haben, und ihre Perspektive auf die Entwicklungen dort ist oft spannend zu lesen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Deathless“ ist in einer dichten, poetischen Sprache geschrieben, die z.B. Realismus in den Dialogen zugunsten einer märchenhaften oder lyrischen Qualität der Sprache vernachlässigt. Immer wieder gibt es parallele Strukturen in den Formulierungen oder der Handlung, was noch einmal den Eindruck eines Märchens verstärkt. Diese scheinbare Einfachheit (z.B. wimmelt es in den ungewöhnlichen Vergleichen von Alltagsgegenständen) steht im Kontrast zu der psychologisierten Schilderung der Figuren oder der Tragik und komplexen Struktur der Geschichte. Hier und da blitzt dunkler Humor auf.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Deathless“ ist eine der dunkelsten und außergewöhnlichsten Märchenadaptionen, die ich kenne. Catherynne M. Valente greift Motive der russischen Folklore auf und lässt dunkle Kapitel der russischen Vergangenheit halb mit einem bedrohlichen Märchenland verschmelzen. Ambivalente Figuren, eine dichte, poetische Sprache und eine magische Atmosphäre verbinden sich zu einem eindringlichen Leseerlebnis.  „Deathless“ ist tragisch und beklemmend und die Figuren machen es einem oft schwer, sich mit ihnen zu identifizieren. Das ändert jedoch nichts daran – oder trägt vielleicht eher noch dazu bei – dass das Buch faszinierende Lektüre ist.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Tom Doherty Associates, März 2011
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Tor Books
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9781429968409
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 14:42:35 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Scott Lynch - The Lies of Locke Lamora (Gentlemen Bastards Series, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-scott-lynch-the-lies-of-locke-lamora-gentlemen-bastards-series-buch-1</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/18196876.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Ein verschachtelter, immer wieder überraschender Roman um einen genialen Verbrecher in einer faszinierenden Fantasy-Metropole.
    
                    
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    An orphan’s life is harsh – and often short – in the mysterious island city of Camorr. But young Locke Lamora dodges death and slavery, becoming a thief under the tutelage of a gifted con artist. As leader of the band of light-fingered brothers known as the Gentleman Bastards, Locke is soon infamous, fooling even the underworld’s most feared ruler. But in the shadows lurks someone still more ambitious and deadly. Faced with a bloody coup that threatens to destroy everyone and everything that holds meaning in his mercenary life, Locke vows to beat the enemy at his own brutal game – or die trying.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Handlung beginnt mit einer Rückblende und springt, gerade am Anfang, zwischen Gegenwart und etwas früherer Gegenwart, Vergangenheit und etwas früherer Vergangenheit hin und her. Sie wird später linearer und erzählt die eigentliche Geschichte nur unterbrochen von einigen “Interludes” über die Vergangenheit Lockes oder seines Freundes Jean Tannen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Rückblenden erzählen, wie Locke von einem Waisenjungen mit ehrgeizigen Plänen und keinem Gedanken an die Konsequenzen darauf vorbereitet wird, später einmal der erfolgreichste Dieb der Stadt zu werden. In der Gegenwart geht es zunächst um einen kühnen Identitätsschwindel, mit dem Locke und seine Freunde ein adliges Paar um die Hälfte ihres Vermögens betrügen wollen. Damit brechen die „Gentlemen Bastards“ den Geheimen Frieden, ein Abkommen zwischen Capa Barsavi, dem Oberhaupt sämtlicher Banden der Stadt, und einer mysteriösen Gestalt namens der Spinne, welche die Interessen des Adels vertritt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wenig später tritt jedoch ein neuer Spieler auf: Der Graue König, ein Unbekannter, der über Macht,  die Dienste eines Magiers und beunruhigend viel Wissen über Locke verfügt. Er nutzt dieses, um ihn zu erpressen und gegen Capa Barsavi auszuspielen, mit dem er noch eine Rechnung zu begleichen hat.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Unterdessen suchen sich Sofia und Lorenzo, die Adligen, die Locke betrügen wollte, Hilfe bei jemandem, der mit der Spinne in Verbindung steht. Plötzlich sieht Locke sich gezwungen, zwischen den gefährlichsten Individuen der Stadt zu manövrieren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als der Graue König einen Schritt zu weit geht, verschieben sich Lockes Prioritäten entscheidend: Von Überleben zu Rache. Und er beweist, dass er dabei genauso rücksichtslos vorgeht und genauso wenige Risiken scheut wie seine Gegner.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Handlung von „The Lies of Locke Lamora“ ist komplex, voller Figuren, Hinweise und Handlungsstränge, die schließlich sinnvoll zusammengeführt werden und den Leser mit kleinen und großen Überraschungen überschütten. Trotzdem ist es dem Leser gut möglich, den Überblick zu behalten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Man fiebert beim Lesen mit, weil nur zu deutlich wird, dass die Risiken, die Locke und seine Gefährten tragen, real sind. Wenn man sich am Anfang noch gefragt hat, was Locke dazu bringen sollte, von einem ehrgeizigen, aber im Grunde friedlichen Dieb und Täuscher zu jemandem mit einer Rachemission zu werden, wird diese Frage etwa in der Mitte des Buches auf ebenso befriedigende wie schmerzhafte Art und Weise beantwortet.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es gelingt Lynch auf bewundernswerte Weise, spätere Ereignisse auf eine Art und Weise anzudeuten und vorzubereiten, auf die man erst im Rückblick aufmerksam wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Locke Lamora ist ein rein äußerlich eher durchschnittlicher, eloquenter Mann, der mühelos in alle Rollen schlüpfen kann. Durch seine Begabung, andere zu täuschen, entkommt er den hoffnungslosesten Situationen. Obwohl der Leser gar nicht anders kann, als ihn für seine Dreistigkeit und Intelligenz zu bewundern und es Spaß macht, zuzusehen, wie sich Stück für Stück seine Pläne offenbaren, fällt es anfangs schwer, eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. Er ist einfach zu genial und es ist, obwohl angesichts seiner Vergangenheit plausibel, nicht gerade sein sympathischster Zug, dass für ihn jeder, der nicht zu seinem engsten Freundeskreis zählt, dazu da ist, benutzt zu werden. Erst als Locke nahezu alles verliert und sich zeigt, zu was für intensiven Gefühlen er fähig ist, beginnt der Leser, wirklich mitzufiebern. „The Lies of Locke Lamora“ beweist auch wieder, dass die Beschränkungen eines Charakters diesen teilweise interessanter machen, als ein Überfluss von Fähigkeiten. Locke ist, obwohl er keineswegs vor Gewalt zurückschreckt, weder ein großer Kämpfer noch kann er zaubern – also bleibt ihm nichts anderes übrig, als klüger als diejenigen zu sein, die es können.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Jean Tannen, Lockes engster Freund bei den Gentlemen Bastards, ist immer dann zur Stelle, wenn Locke sich nicht aus Situationen herausreden kann. Angenehmerweise ist er nicht das Klischee des Muskels zu Lockes Gehirn, sondern hat seine ganz eigenen Begabungen und eine Biographie, die durch die Interludes erhellt wird.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die restlichen Gentlemen Bastards erhalten nicht so viel Tiefe, aber prägen sich dem Leser durchaus ein. Die enge Freundschaft, die die fünf Diebe seit ihrer Kindheit verbindet, wirkt vor dem eher düsteren Hintergrund Camorrs umso besonderer und wertvoller.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Aber auch die Nebenfiguren sind ausgezeichnet herausgearbeitet und haben einige Überraschungen für den Leser auf Lager, unabhängig davon, auf welcher Seite sie stehen. Es geschieht nicht selten, dass Figuren, die man schon als bloße Nebenfiguren oder sogar Kulisse abgetan hat, sich plötzlich wieder mit erstaunlichen Geheimnissen und Fähigkeiten in den Vordergrund schieben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Lockes Gegner haben plausible Motive und sind genau bedrohlich genug, dass der Leser stellenweise zweifelt, ob die Gentlemen Bastards eine Chance haben, aber das Ende dann doch nicht als unrealistisch abtun.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Einer der schönsten Aspekte von „The Lies of Locke Lamora“ ist, dass der teilweise unnötig verschachtelte Stil, in dem winzige Rückblenden eingesetzt werden, nur um eine kleine Überraschung für den Leser platzieren können, die Struktur der komplexen Pläne, die im Buch eine große Rolle spielen, widerspiegelt. Auf einer Mikroebene passiert dasselbe innerhalb von Sätzen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Andererseits wird die Geschichte gerade am Anfang durch diese Rückblenden extrem verlangsamt und wird erst nach etwa hundert Seiten linear. Es ist auch erst etwa ab da, dass sie an Geschwindigkeit aufnimmt. Nicht, dass Lockes Vorgeschichte nicht interessant gewesen wäre und die Mini-Rückblenden ihrerseits Spannung und Überraschungen schaffen, aber vielleicht hätte der Autor das doch besser gegen den Lesefluss abwiegen sollen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wenn dieser Anfang jedoch erst überwunden ist, bietet „The Lies of Locke Lamora“ müheloses Lesevergnügen und der Autor beweist, dass er ausgezeichnet mit Sprache umgehen kann – vor allem aber ist er ein Meister der Details, die im Kopf des Lesers ein komplexes, lebhaftes Bild von Camorr zeichnen. Die Welt von „The Lies of Locke Lamora“ ist sehr stimmig ausgedacht und geschildert, Namen, Entwicklungsstand und Magie passen zusammen, geschickt eingestreute Andeutungen vermitteln das Bild einer Welt, die sich weit über den eigentlichen Schauplatz hinaus erstreckt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Allerdings gibt es immer wieder Momente der Irritation, wenn der Erzähler plötzlich ins Präsens springt oder eigene Minikapitel einfügt, um Beschreibungen oder historische Informationen über die faszinierende Stadt (italienische Spätrennaissance + Alchemie + Überbleibsel einer geheimnisvollen, früheren Kultur + viel, viel mehr) einzufügen. Sie sind durchaus interessant zu lesen, aber reißen den Leser immer wieder aus der eigentlichen Geschichte heraus.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „The Lies of Locke Lamora“ erinnert in der Schonungslosigkeit, mit der das Leben in Camorr und alles, was die Hauptfiguren nicht nur erleiden müssen, sondern auch selbst tun, geschildert wird, an die Bücher von Weeks und Martin.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Stil ist mit einer etwas gehobeneren Wortwahl, die aber nie unnatürlich wirkt, und komplexen Satzstrukturen eine angenehme Abwechslung von anderen, teilweise sehr simpel geschriebenen Fantasy-Romanen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es dauert vielleicht ein wenig, bis man sich in „The Lies of Locke Lamora“ festgelesen hat, aber es lohnt sich. Scott Lynchs Roman ist sprachlich und strukturell interessant, das Worldbuilding originell, stimmig und atmosphärisch und der Plot durchgängig spannend und überraschend.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Auf Deutsch als "Die Lügen des Locke Lamora" erschienen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Del Rey, Juni 2013
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9780553588941
    
                    
                    &#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.goodreads.com/book/show/643750.The_Lies_of_Locke_Lamora"&gt;&#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 14:32:52 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Rebecca Gablé - Hiobs Brüder</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-rebecca-gable-hiobs-brueder</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51tJC5dJ%2B0L.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In "Hiobs Brüder" beschreibt Rebecca Gablé eine ebenso spannende wie blutige Epoche der englischen Geschichte aus der Perspektive derjenigen, die sonst selten zu Wort kommen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück auf das Festland. Ein Abenteuer beginnt und ein Suche – und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet…
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Inhalt
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    England 1147: Die Männer, die wegen körperlicher Missbildungen oder psychischer Krankheiten von Mönchen auf einer verlassenen Insel weggesperrt wurden, haben wenig Hoffnung, die Außenwelt je wieder zu sehen. Sie bekommen nichts von dem Bürgerkrieg mit, der das Land zerreißt: Nach dem Tod des Königs streiten seine Tochter Maud und sein Neffe Stephen um die Herrschaft. Die Ordnung im Land ist nahezu zusammengebrochen und die Adligen auf beiden Seiten bereichern sich hemmungslos auf Kosten der einfachen Bevölkerung.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Es ist eine Welt im Chaos, in die Losian und die Männer, die er von der Insel retten konnte, zurückkehren, und sie nimmt wenig Rücksicht auf Menschen wie Oswald, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde, oder den jungen Ritter Simon, der wegen seiner Epilepsie von seiner Familie verstoßen wurde.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Losian, ein Mann ohne Gedächtnis, aber mit dem Training und der Bildung eines Ritters, findet sich an der Spitze dieser Gruppe von Ausgestoßenen wieder. Obwohl er in seiner Vergangenheit eine Schuld vermutet, die so schrecklich ist, dass er sie vergessen musste, sucht er weiterhin nach Hinweisen auf seine Identität. Als er schließlich erfährt, wer er war, bestätigt sich eine seiner Ahnungen: Er hat eine Schlüsselrolle im Kampf zwischen Stephen und Maud gespielt und wird gedrängt, wieder darin aktiv zu werden. Und in Gestalt des jungen Henry gibt es zum ersten Mal Hoffnung auf einen Thronfolger, auf den sich das Land einigen kann.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Trotzdem kann er nicht so einfach an sein altes Leben anknüpfen. Insbesondere, da einige der Lücken in seiner Erinnerung sich als gefährlich erweisen könnten.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Handlung von „Hiobs Brüder“ umspannt mehrere Jahre und wechselt zwischen Politik, persönlichen Fehden, aber auch Liebesgeschichten und den Versuchen der Figuren, trotz ihrer Handicaps ihren Weg im Leben zu finden.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ﻿
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Losian – stolz, unabhängig und mit einer diffusen Schuld belastet – beginnt das Buch als ein zutiefst geheimnisvoller Charakter und wird mit jeder Entdeckung über sich selbst facettenreicher. Aber er ist nicht die einzige interessante Figur. Gerade der Erzählstrang um Simon, der allmählich lernt, dass seine Krankheit ihn keineswegs definiert und eine enorme Entwicklung durchläuft, liest sich sehr befriedigend.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Hiobs Brüder“ wartet auch mit vielen spannenden Nebenfiguren auf. Die Charaktere sind in der Regel sehr differenziert gezeichnet, die einzige Ausnahme sind einige Antagonisten, die einseitig bösartig erscheinen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Der Roman ist durchgängig spannend und liest sich angenehm und flüssig. Die Sprache bricht nie mit dem historischen Setting, ohne dabei jedoch gekünstelt altmodisch zu sein.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Hiobs Brüder“ erzählt englische Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive und verknüpft eine Vielzahl von Ideen und Themen zu einer spannenden, stimmigen Geschichte, die vor allem durch lebendige, differenzierte Charaktere überzeugt.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Bastei Entertainment, Oktober 2009
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Imprint: Bastei Entertainment
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9783838701165
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 14:25:53 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Christian von Aster - Der letzte Schattenschnitzer</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/51Xj8GOmC4L.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In diesem ungewöhnlichen, kunstfertig geschriebenen Buch liefert Christian von Aster seine ganz eigene Interpretation eines uralten Motivs der Literaturgeschichte.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Klappentext
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Von jeher wacht der Rat der Schattensprecher über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten. Noch bevor die sagenumwobene Maria Dolores das Licht der Welt erblickt, wächst ein Kind mit einer unglaublichen Begabung heran: Jonas Mandelbrodt. Er ist dazu bestimmt, die Sprache der Schatten zu erlernen. Mithilfe eines fast vergessenen magischen Zaubers ist er die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern. Als Jonas und Maria Dolores aufeinandertreffen, beginnt ein phantastisches Schattenspiel um Magie, Intrige und Macht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Handlung
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Seit jeher haben Menschen sich in der magischen Kunst geübt, mit ihren Schatten in Kontakt zu treten und sich deren Macht zu Nutze zu machen. Es gibt zwei Schulen der Schattenmagie: Schattenschnitzer und Schattensprecher. Während die einen ihre Schatten eher als Partner bezeichneten, versklavten die anderen ihre Schatten und strebten nach weltlicher Macht.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die Schatten in Asters alternativer Version unserer Gegenwart haben einen eigenen Willen, aber sind zugleich auch miteinander verbunden und teilen ihre Geheimnisse. Sie wissen alles, was geschehen ist, und Menschen, die mit ihrem Schatten in Kontakt treten können, können von diesen viele Dinge erfahren, aber auch von ihnen vergiftet und beherrscht werden. Allerdings gibt es Grenzen, die Schatten – noch – nicht überschreiten können. Nur wenige, sehr mächtige Schatten sind in der Lage, vor anderen Schatten ihre Geheimnisse zu wahren.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Nun wacht der Rat der Schattensprecher über das „Gleichgewicht“ zwischen Menschen und Schatten oder das, was er dafür hält, und macht erbarmungslos Jagd auf jene, die es zu bedrohen scheinen – auf Menschen wie den Jungen Jonas Mandelbrodt, dessen Schatten beschlossen hat, ihn die Geheimnisse der Schattenmagie zu lehren. Das lässt Jonas frühzeitig reifen, isoliert ihn aber auch und nimmt ihm jede Chance, ein normales Leben zu führen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die größte Bedrohung für das „Gleichgewicht“ war allerdings der Alchemist George Ripley, der letzte Schattenschnitzer, der das „Eidolon“ geschaffen hat, um den Rat der Schattensprecher und Gott selbst zu verspotten. Beim Eidolon handelt es sich um einen künstlichen Schatten, der seine Schattengeschwister lehren könnte, ihre Rolle als Diener der Menschen abzustreifen und die Macht zu übernehmen, was für die Menschen dem Ende der Welt gleichkäme. Der Rat hat George Ripley getötet, doch konnte das Eidolon nicht in seine Gewalt bringen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Als jemand den verwundeten, eingekerkerten Schatten Ripleys und das Eidolon befreit, beginnt eine hektische Suche nach Antworten. Wer ist der Schatten, der dem Menschen Cassus einflüstert, was dieser zu tun hat? Welche Rolle spielt der Schatten des letzten Engels, der noch auf der Erde weilt und auf dessen Kooperation sich der Rat keineswegs zu verlassen können scheint? Und wer ist Maria Dolores, das Mädchen ohne Schatten?
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    In Asters Roman gibt es keine klaren Fronten. Die Ratsmitglieder sind sich keineswegs immer einig und nahezu alle haben sie schwere Schuld auf sich geladen. Zugleich ist es verständlich, dass sie das Ende der Welt verhindern wollen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Viele Figuren geben ihre wahren Absichten, Identitäten und Motive erst spät preis.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Was Aster gut gelingt, ist, durch das ganze Buch hindurch immer wieder auf eine größere, vom Phantastischen durchdrungene Welt zu verweisen, wo die Geschichte von den Eingeweihten der Schatten gelenkt wurde und im Verborgenen ebenso wundersame wie gefährliche Gestalten existieren. Originelle Ideen verschmelzen mit der Neu-Interpretation alter Mythen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Das literarische Motiv des Schattens, mit dem es eine ganz besondere übernatürliche Bewandtnis hat, ist alt, aber hier wird es auf spannende Weise neu interpretiert und die Zitate an den Kapitelanfängen scheinen darauf hinzudeuten, dass Aster bewusst mit den anderen Autoren in Dialog tritt, die sich im Laufe der Jahrhunderte dieses Themas angenommen haben.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Figuren
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Die einzige ungebrochen positive Figur ist Jonas Mandelbrodt: Der Sohn einer Mutter, die ihr Kind liebt, aber zugleich zutiefst überfordert ist und an den falschen Orten Halt sucht, wird durch das geheime Wissen, das sein Schatten mit ihm teilt, von frühester Kindheit an zum Außenseiter, der lieber mit den Schatten seiner Plüschtiere spielt als mit anderen Kindern. Jonas ist ein loyaler, großherziger Junge, dessen Sehnsucht nach einem Menschen, der ihn verstehen kann, weil er seine Andersartigkeit teilt, ihm zum Verhängnis werden könnte.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wir sehen Jonathan meistens durch die Augen seines Schattens, der ihn von dem Moment seiner Geburt an begleitet und in dem Kind etwas ganz Besonderes erkennt. Mit distanziertem Unverständnis und einem Hauch von Verachtung schildert der Schatten das Treiben der Menschen um Jonas herum, die nicht verstehen, was es mit dem Jungen auf sich hat. Dennoch gewinnt man ein gutes Bild von deren Charakter und Motiven und versteht ihre Handlungen. Es gibt jedoch einen Menschen, der dem Schatten mehr bedeutet als alles andere: Jonas. Aber auf den Schatten warten Erkenntnisse, die seine Loyalität auf eine harte Probe kennen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Cassus, der sein Leben als Waisenkind mit seltsamen Tätowierungen begonnen hat, ist der treu ergebene Diener eines Schattens, der ihm einflüstert, was er tun soll, in der Hoffnung, von diesem die Kunst des Schattensprechens zu lernen und ein mächtiger Zauberer zu werden. Für dieses Ziel ist er bereit, im Dienst seines mysteriösen Herrn über Leichen zu gehen.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Wir lernen auch zahlreiche andere Figuren kennen, die teilweise nur kurze Auftritte haben, aber dennoch einprägsam sind.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Stil
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    „Der letzte Schattenschnitzer“ wird mal rückblickend aus der Sicht von Jonas‘ Schatten, mal aus der eines Erzählers erzählt, der eine Vielzahl verschiedener Figuren begleitet, aus deren Geschichten sich schließlich Stück für Stück die Handlung zusammensetzt. Oft ist der Ton beinahe distanziert, die Sprache fast ein wenig altmodisch, aber jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle und die Figuren sind so geschildert, dass man sich in sie hineinversetzen kann. Es gibt für Leser viel Gelegenheit zum Staunen und Mitleiden. Unterbrochen wird die Handlung durch Ausschnitte aus der „Alchemia Umbrarum“ des John Dee, in welcher der Alchemist die Kunst der Schattenmagie und deren Geschichte erzählt und die drei Abschnitte des Buches werden jeweils von einer Seite mit einem alchemistischen Symbol eingeleitet. Über jedem Kapitel steht ein Zitat aus einem Buch, Lied oder Gedicht, in welchem es um Schatten geht. „Der letzte Schattenschnitzer“ wirkt in seinem Aufbau und seiner Sprache sehr sorgfältig konstruiert.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
                      
      Fazit
    
                    
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Christian von Aster hat mit „Der letzte Schattenschnitzer“ einen Roman geschrieben, der viele Überraschungen für seine Leser bereithält und in eine Welt entführt, in welcher das Phantastische in allerlei originellen Gestalten dicht unter der Oberfläche liegt. Sprache und Aufbau scheinen sorgsam durchdacht und tragen noch sehr zur dichten Atmosphäre und dem immensen Sog dieses ungewöhnlichen Fantasy-Romans bei.
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    Klett-Cotta, September 2011
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
                    
    ISBN: 9783608102284
  
                  
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 14:20:00 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
      <guid>https://www.swantjeniemann.de/rezension-christian-von-aster-der-letzte-schattenschnitzer</guid>
      <g-custom:tags type="string">Rezension,Fantasy</g-custom:tags>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Chimamanda Ngozi Adichie - Americanah</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/rezension-americanah-chimanda-ngozi-adichie</link>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/2df83eb6-7f30-437d-96e0-2dc06164e603.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          In "Americanah" spielt Autorin Chimanda Ngozi Adichie ihre scharfe Beobachtungsgabe aus. Das Buch eröffnet spannende Perspektiven auf England, die USA und Nigeria.
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;!--EndFragment--&gt;      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
           
                      &#xD;
      &lt;a href="https://cygnusreviews.files.wordpress.com/2015/10/americanah.jpg"&gt;&#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Die Liebe von Ifemelu und Obinze beginnt im Nigeria der neunziger Jahre. Dann trennen sich ihre Wege: Während die selbstbewusste Ifemelu in Princeton studiert, strandet Obinze als illegaler Einwanderer in London. Nach Jahren treffen sie sich in Lagos wieder. Und stehen plötzlich vor einer Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ein virtuoser und gegenwartsnaher Roman einer der großen jungen Stimmen der Weltliteratur, voller literarischem Wagemut, Menschlichkeit und sprachlicher Schönheit.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Handlung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Klappentext lässt eine Liebesgeschichte als primären Plot vermuten, aber obwohl die Beziehung und Wiederbegegnung von Imefelu und Obinze eine Klammer für die Geschichte darstellt, vergehen tatsächlich Jahre, ohne dass die beiden Kontakt haben.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Stattdessen geht es über weite Strecken darum, wie sie versuchen, in Amerika oder England Fuß zu fassen, Ifemelu als Studentin, Obinze trotz seiner Bildung als illegaler Einwanderer, der schließlich desillusioniert nach Nigeria zurückkehren muss.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Das Leben beider ist wechselvoll und sie kommen nicht nur mit den verschiedensten Menschen in Kontakt, sondern erleben auch, wie rasant sich das Leben ihrer ehemaligen Freunde ändert. Schließlich kehren sie beide in ein Nigeria zurück, das sich in ihrer Abwesenheit verändert hat.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Die Geschichte wird aus den Perspektiven Ifemelus und Obinzes erzählt. Immer wieder wird die Chronologie durch Rückblenden unterbrochen, an einen großen Teil der Handlung erinnert sich Ifemelu, während sie sich Zöpfe flechten lässt. Trotzdem ist es immer leicht, dem Geschehen zu folgen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ein Thema, dass sich durch das ganze Buch zieht, ist Ifemelus Blick als in Amerika lebende Afrikanerin auf die dort geborenen Afro-Amerikaner und vielen kleinen und großen Auswirkungen, die die Hautfarbe dort immer noch darauf hat, wie Menschen gesehen und behandelt werden.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Sie schreibt auch einen Blog zu diesem Thema und immer wieder sind Beiträge daraus in den Text eingeflochten. Ifemelu ist eine kritische, kluge Beobachterin und steuert (zumindest für weiße Europäer) ungewöhnliche Perspektiven und Informationen bei.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Roman folgt ihr durch drei längere Beziehungen, Phasen des Verlorenseins und Phasen der Zufriedenheit und hält ihre Begegnungen mit den verschiedensten Menschen fest. Es geht viel darum, wie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe Menschen prägt, ohne sie zugleich zu definieren.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Ifemelu ist eine wortgewandte, scharfsichtige Beobachterin. Klug, willensstark und zutiefst menschlich hat sie viel Identifikationspotential. Es war eine gute Entscheidung, ihr Leben über lange Zeit zu verfolgen und es ist besonders interessant, zu lesen, wie sie nach Jahren nach Nigeria zurückkehrt.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Auch Obinze ist eine gut gezeichnete Figur. Der Leser kann gut nachvollziehen, was Ifemelu an ihm anziehend findet, aber zugleich wird er nicht idealisiert und trifft eine große Fehlentscheidung.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Im Buch kommen viele Figuren vor, die Obinze und Ifemelu teilweise jahrelang kennen und es ist spannend, auch deren Entwicklung mitzuverfolgen. Man nimmt der Autorin ab, dass die Nebenfiguren ihr Leben weiterleben, wenn die Point-of-View-Figuren den Raum verlassen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Stil
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Americanah“ ist in einem Stil geschrieben, der einem die Gedanken und Figuren gut nahe bringt und sie und ihre Sichtweisen durch geschickt eingestreute Details charakterisiert. Das Buch ist gleichmäßig spannend und hat keine unangenehmen Längen. Man hört nie auf, am Leben der Figuren Anteil zu nehmen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Obwohl die Übersetzung sehr gut gelungen ist, empfiehlt es sich wahrscheinlich, Americanah auf Englisch zu lesen, weil viel über die Sprechweise der Figuren oder charakteristische Ausdrücke, die sie verwenden, geschrieben wird. Zwar kann man in der Übersetzung so gut wie immer erahnen, welcher amerikanische Ausdruck oder welche Art von Englisch gemeint ist, aber ich vermute, dass es in der Originalsprache noch ein wenig besser funktioniert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Americanah“ ist ausgezeichnet geschrieben, hat lebendige Figuren und regt immer wieder zum Nachdenken an. Das Buch setzt sich mit einer Vielzahl von Themen auseinander, präsentiert verschiedene Perspektiven und konnte mich überzeugen, obwohl ich eigentlich eher selten Bücher des Genres lese. Sehr empfehlenswert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Englischer Originaltitel: Americanah, übersetzt von Anette Grube
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Fischer E-Books, April 2014
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          ISBN:9783104020495
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 14:14:52 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Rezension: Brian McClellan - Promise of Blood (Powder Mage Trilogie, Buch 1)</title>
      <link>https://www.swantjeniemann.de/brian-mcclellan-promise-of-blood-powder-mage-trilogie-buch-1</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/7df0ebde03e34ed0a146885803d5909b/dms3rep/multi/15790883-1cbb926d.jpg" alt="" title=""/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Rasante, gut geschriebene Fantasy in einem von der napoleonischen Ära inspirierten Setting.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Klappentext
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           “The age of kings is dead… and I have killed it.”
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           It’s a bloody business, overthrowing a king. But amid the chaos, a whispered rumour is spreading.
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           A rumour of a broken promise, omens of death and the gods returning to walk the earth.
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           Surely nobody really believes those old legends.
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           Perhaps they should.
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Handlung &amp;amp; Weltentwurf
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Promise of Blood“ ist der erste Teil der „Powder Mage Trilogy“ – und beginnt dramatisch und überraschend. Anstatt fantasytypisch von der Rebellion gegen einen tyrannischen König zu erzählen, setzt die Geschichte ein, nachdem es einer Gruppe von Verschwörern gelungen ist, sich des ungeliebten Monarchen (und des gesamten Adels) zu entledigen. Angeführt werden sie hierbei von Tamas, einem genialen Feldherrn, der den König schon lange gehasst hat und nur zu gut weiß, dass der Kampf mit dessen Tod noch lange nicht beendet ist.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Der Frieden in Adro wird nicht nur von einer Invasion durch den Nachbarstaat und verbliebene Royalisten unter der Bevölkerung bedroht, auch der Zusammenhalt der sechs Verschwörer, die alle ihre ganz eigenen Motive haben, bröckelt. Schließlich muss Tamas um sein Leben fürchten.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Dazu kommt noch eine kryptische Botschaft, die sämtliche Magier der königlichen Leibgarde im Sterben ausgestoßen haben. Mächtige Magier mit undurchschaubaren Absichten machen die Stadt unsicher und es zeichnet sich ab, dass Tamas‘ Revolution weitreichendere Folgen haben wird, als irgendjemand sich hätte träumen lassen.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Eine Rezension in
          
                    &#xD;
    &lt;em&gt;&#xD;
      
                      
           Kirkus Reviews
          
                    &#xD;
    &lt;/em&gt;&#xD;
    
                    
          bezeichnet die „Promise of Blood“ als „A French Revolution with Wizards“ und tatsächlich drängt sich der Vergleich mit der französischen Revolution und dem Europa der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert auf.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Was erstaunt, ist die Eleganz, mit der McClellan ein untypisch modernes Setting und detailliert und realistisch geschilderte Revolutionswirren mit einem ausgeklügelten Magiesystem und zum Leben erwachenden Mythen verflechtet.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Es lohnt sich vielleicht, noch einmal genauer auf das Magiesystem einzugehen: In McClellans Universum gibt es drei Klassen von Magiern. Die „Knacked“ sind in der Lage, Magie wahrzunehmen und verfügen über jeweils ein übermenschlich ausgeprägtes Talent (z.B. die Fähigkeit, tagelang nicht zu schlafen oder nie etwas zu vergessen), während die mächtigeren „Privileged“ durch Handbewegungen die Elemente nach Belieben manipulieren können.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Powder Mages“, denen die Trilogie ihren Namen verdankt, haben eine besondere Affinität zu Schießpulver. Sie können es aus auf große Entfernungen explodieren lassen, die Flugbahnen von Kugeln beeinflussen oder sich in eine „Powder Trance“ versetzen, die ihre Sinneswahrnehmung, Stärke und Widerstandsfähigkeit um ein Vielfaches steigert.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Figuren
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Tamas ist ein solcher Powder Mage. Obwohl er den Leser mit seiner Kompromisslosigkeit und seinem Kalkül fasziniert, machen eben diese Eigenschaften es schwer, sich mit ihm zu identifizieren.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Sympathischere Figuren sind sein Sohn Taniel, ebenfalls ein talentierter Powder Mage, oder Adamat, der Ermittler, der für Tamas das Rätsel um die Worte der sterbenden Magier löst und nach den Verrätern in den Reihen der Verschwörer sucht – nur um festzustellen, dass auch er angreifbar ist und womöglich keine andere Wahl haben wird, als seinerseits Verrat zu begehen. Eine weitere Sympathieträgerin ist die Wäscherin Nila, die unfreiwillig in die Auseinandersetzungen zwischen Royalisten und Revolutionären hineingezogen wird. Ihre Perspektive ist eine willkommene Abwechslung, da viele der anderen Protagonisten ähnliche Hintergründe und Denkweisen haben.
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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          Es ist McClellan auch gelungen, sein Buch mit interessanten Nebenfiguren – wie Taniels stummer Begleiterin Ka-Poel oder dem geheimnisvollen Koch Mihali – zu bevölkern, die es immer wieder schaffen, den Leser zu überraschen.
         
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          Alle Figuren sind interessant, überzeugend und handeln konsistent, und obwohl der Fokus eher auf der rasch fortschreitenden Handlung als auf dem Innenleben der Figuren liegt, bekommt man doch viel von ihren Eigenschaften, ihren Motiven und Beziehungen mit. Zum Beispiel von der Beziehung zwischen Tamas und seinem Sohn, in welcher sich konfliktträchtige Entwicklungen abzeichnen.
         
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          McClellan vereinfacht nicht und verzichtet auf eine klare Einteilung in Gut und Böse. In dieser Hinsicht erinnert „Promise of Blood“  stark an die Darstellung eines historischen Ereignisses: Menschen handeln aus den verschiedensten Motiven heraus, ohne wirklich absehen zu können, welche Folgen ihre Taten haben werden.
         
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          „Promise of Blood“ ist der erste Teil einer Trilogie und ich hoffe sehr, dass McClellan den zweiten Teil nutzen wird, um die Figuren und ihre Beziehungen zueinander in größerer Tiefe zu erkunden, insbesondere, da es reichlich Potential für interessante Konflikte gibt.
         
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           Stil
          
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          Ein großes Plus für das Buch ist die Spannung. Diese lebt zwar auch von den zahlreichen bildgewaltigen Kämpfen, aber vor allem von der Atmosphäre allgegenwärtigen Verrats – ein Großteil der zahlreichen Gegenspieler entpuppt sich erst im Laufe des Buches als solche – und dem Fakt, dass Leser und Figuren beinahe bis ganz zum Ende über das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung im Dunkeln bleiben.
         
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  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Das alles wird mit großem Detailreichtum erzählt, in einem schnörkellosen, aber flüssigen Stil, der der Handlung angemessen ist.
         
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Fazit
          
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Mein Fazit: „Promise of Blood“ ist ausgezeichnete, innovative Unterhaltung – die Sorte Buch, die man gegen fünf Uhr morgens ausgelesen bei Seite liest, um dann nachzuschauen, wann die Fortsetzung herauskommt. Es ist McClellan gelungen, das Potenzial seiner neuen Ideen in hohem Maße auszuschöpfen und durch die schiere Komplexität des Geschehens passiert immer etwas Unvorhergesehenes. Sehr empfehlenswert.
         
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  &lt;p&gt;&#xD;
    
                    
          Orbit, 2013
          
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    &lt;br/&gt;&#xD;
    
                    
          ISBN: 978-0-356-50200-7
         
                  &#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;!--EndFragment--&gt;  &lt;p&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
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      <pubDate>Tue, 20 Mar 2018 11:12:58 GMT</pubDate>
      <author>183:729941422 (Swantje Niemann)</author>
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